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ReiseführerAmsterdam

  • 14.80 EUR Deutschland
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  • Preis inkl. MwSt.
 
Reiseführer Amsterdam
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Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Burger, Sabine; Schwarz, Alexander
Herausgeber: Werner, Klaus
ISBN: 978-3-8317-1980-8
Seitenanzahl: 240
Auflage: 6., neu bearbeitete und komplett aktualisierte Auflage
Erscheinungsjahr: 2010

Ausstattung:
komplett in Farbe, über 90 Fotos, 22 Seiten GPS-genauer Cityatlas plus herausnehmbarer Faltplan, Sprachhilfe Niederländisch, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
Format (h x b x t): 18X12

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Die facettenreiche Touristenmetropole Amsterdam von innen heraus gesehen: Kultur in Jahrhunderte alter Tradition, Schmelztigel der Nationalitäten, Szenen und kulturelle Freiräume, nationales Selbstverständnis eines stolzen Volkes.

Dieser praktische Reiseführer hilft, die vielen Facetten Amsterdams zu entdecken, sich in der Stadt zurecht zu finden und sie individuell zu erleben. Er enthält eine Fülle von Reiseinformationen, aktuellen Preisen und Adressen:

  • Unterkunftshinweise für jeden Geldbeutel, kulinarische Tipps vom Fastfood-Nasi-Goreng bis zum Menü der Spitzenklasse.
  • Einkaufstipps vom Flohmarkt bis zu In-Geschäften mit Designermode.
  • Tipps für Nachtschwärmer und Liebhaber ausgefallener Kneipen, trendy Bars und Discos.
  • Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen und Sportmöglichkeiten.
  • Spezielle Tipps für Kinder, Liebhaber des Nulltarifs, Schwule und Lesben.
  • Ausführliche Exkurse zu interessanten Hintergrundthemen.

Amsterdam aus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.
Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  Faltplan
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 152)

Es ist sicher empfehlenswert, nicht mit dem eigenen Auto, sondern mit der Bahn oder eventuell mit dem Flugzeug anzureisen. Das öffentliche Verkehrsnetz in und um Amsterdam ist so gut ausgebaut, dass man sich die nervenaufreibende Autofahrerei in der völlig überlasteten Innenstadt sparen kann. Parkplätze sind in der Innenstadt ein Luxusgut und wer falsch oder zu lange parkt, erhält einen Strafzettel oder wird gnadenlos abgeschleppt (s. S. 154).

Mit der Bahn

Aus der Schweiz, Österreich, Süd- und Ostdeutschland ist Amsterdam bequem mit den Nachtzügen der City Night Line zu erreichen. Folgende Linien sind täglich im Angebot:

µ Kopenhagen – Flensburg – Neumünster – Amsterdam

µ Mailand – Lugano – Bellinzona – Amsterdam

µ München – Augsburg – Ulm – Stuttgart – Amsterdam

µ Prag – Dresden – Berlin – Amsterdam

µ Wien – St. Pölten – Linz – Salzburg – Amsterdam

µ Zürich – Basel – Freiburg – Offenburg – Baden-Baden – Karlsruhe – Amsterdam

Es besteht die Wahl zwischen Sitz- und Liegewagen oder Schlafwagen der Economy- und Deluxe-Klasse. Alle Plätze in Nachtzügen sind reservierungspflichtig und in Ferienzeiten schnell ausgebucht. Daher empfiehlt es sich, die Frühbucher­rabatte auszunutzen und frühzeitig zu reservieren. Eine einfache Fahrt ab Zürich oder Wien gibt es ab 49 € im Ruhesessel oder 129 € im 2-Bett-Schlafwagenabteil.

Auch tagsüber bestehen hervorragende Verbindungen. Sechs direkte ICEs fahren täglich von Frankfurt via Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen. Von Berlin fahren täglich drei Intercity-Züge über Hannover und Osnabrück. Eine Reservierungspflicht besteht nicht, aber auch hier empfiehlt sich wegen teilweise hoher Rabatte eine frühzeitige Buchung. Von Frankfurt oder Berlin ist das einfache Ticket so schon für um die 40 € zu haben.

Bahntickets gibt es direkt an größeren Bahnhöfen, wo auch reserviert werden kann. Ohne Warteschlangen geht es online oder per Telefon.

µ Deutsche Bahn, www.bahn.de oder Tel. 11861 (aus Deutschland)

µ Östereichische Bundesbahnen, www.oebb.at oder Tel. 05 1717 (aus Österreich)

µ Schweizerische Bundesbahnen, www.sbb.ch oder 0900 300300 (aus der Schweiz)

µ CityNightLine, www.citynightline.de, www. citynightline.ch oder über die obigen Bahngesellschaften

Mit dem Flugzeug

Nonstop-Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum nach Amsterdam mit Linienfluggesellschaften bestehen u. a. mit KLM von vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Lufthansa von Hamburg, Frankfurt und München, mit Swiss von Basel und Zürich sowie mit Austrian Airlines von Wien. Die Flugzeit z. B. von München nach Amsterdam beträgt etwa 1 ½ Stunden.

Ein Hin- und Rückflugticket der Economy-Klasse von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Amsterdam bekommt man je nach Jahreszeit und Aufenthaltsdauer ab knapp über 100 € (einschließlich aller Steuern, Gebühren und Entgelte). Am teuersten ist es in der Hauptsaison von Mai bis September, in der die Preise für Flüge in den Sommerferien im Juli und August besonders hoch sind und über 300 € betragen können.

µ Royal Dutch Airlines, www.klm.com

µ Lufthansa, www.lufthansa.de

µ Swiss, www.swiss.com

µ Austrian Airlines, www.aua.com

Billigairlines bieten bei sehr zeitiger Onlinebuchung günstige Preise. Allerdings sind diese Tickets normalerweise nach der Buchung nicht mehr zu ändern und bieten so wenig Flexibilität. Während des Fluges werden alle Serviceleistungen extra berechnet.

Nach Amsterdam fliegen:

µ Easy Jet, www.easyjet.com (von Basel und Genf)

µ Transavia, www.transavia.com (von Berlin und Wien)

Schiphol Shuttle

Eine direkte Busverbindung vom Flughafen zu über 100 Hotels (oder umgekehrt) bietet der Shuttleservice Connexxion Schiphol Hotel Shuttle (6–21 Uhr), www.schipholhotelshuttle.nl, Tel. 0031 38 3394741, einfache Fahrt 15 €, Hin– und Rückreise 24,50 €.

Autofahren (siehe Reiseführer S. 153)

Normalerweise ist Amsterdam schon vor, auf jeden Fall aber gleich nach der Grenze ausgeschildert. Auch die grobe Orientierung ist recht einfach. Alle Ausfahrten auf den Amsterdamer Autobahnen und Ringwegen sind nummeriert („S“ und dann drei Ziffern, z. B. S109). Hotels o. Ä. geben oft die Nummern bei Wegbeschreibungen an, so weiß man auch sofort, in welcher Richtung man auf dem Autobahnring fahren muss. Auch in der Stadt sind die Nummern auf den Straßenschildern angegeben.

Die Frage ist eher, ob man in Amsterdam wirklich mit dem Auto unterwegs sein will. Für den Straßenverkehr in der Innenstadt braucht man sehr viel Zeit und gute Nerven, denn es kann schon mal vorkommen, dass man eine Weile festsitzt, weil gerade ein Lastwagen beladen wird. Auch überhaupt ans Ziel zu kommen, ist durch die vielen Einbahnstraßen nicht immer ganz einfach. Zudem muss man gut auf Radfahrer und gedankenlose Fußgänger achten. Radfahrer dürfen z. B. auch umgekehrt in Einbahnstraßen fahren, weshalb sie oft an unerwarteten Stellen auftauchen, und Fußgänger interessiert die Farbe der Ampel sowieso recht wenig. Wenn die Straße frei erscheint, dann überquert man diese einfach, ohne auf grünes Licht zu warten. Also Vorsicht! Darüber hinaus ist Parken in Amsterdam ein teurer Luxus.

Das öffentliche Verkehrsnetz in Amsterdam ist sehr gut ausgebaut. Wer noch weiter reisen möchte, kommt in Holland mit dem Zug oder mit Überlandbussen normalerweise recht schnell ans Ziel.

Verkehrsregeln

Die Verkehrszeichen und -regeln sind im Prinzip die gleichen wie im übrigen Europa. Von allen Verkehrsteilnehmern wird außerdem erwartet, dass sie auch für die anderen mitdenken.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften ist 50 km/h, auf Landstraßen 80 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Fährt man mehr als 30 km/h zu schnell, ist man entweder seinen Führerschein oder gar gleich sein Auto los!

Wie in Deutschland auch gibt es an Autobahnen und Landstraßen gelbe Notrufsäulen.

Die Promillegrenze liegt in den Niederlanden bei 0,5 ?. Beachten sollte man zudem, dass Niederländer den vielen „Blitzampeln“ zum Trotz die Angewohnheit haben, auch noch bei Rot über die Ampel zu fahren.

In den Niederlanden gibt es zwei Arten von Kreisverkehr. Die häufigste Art ist der in ganz Europa bekannte Kreisverkehr, bei dem der Verkehr, der in den Kreis fahren möchte, dem Verkehr im Kreis selbst Vorfahrt gewähren muss. Dies ist deutlich mit Vorfahrt-Achten-Schildern angegeben. In selteneren Fällen gibt es aber noch Situationen, in denen das von rechts kommende Fahrzeug (also das Auto, das in den Kreis hineinfährt) Vorfahrt hat und nicht der Verkehr im Kreis. Da man allerdings dahintergekommen ist, dass dies eine reichlich unpraktische Idee ist, weil es so zu Staus im Kreis kommt und gar nichts mehr geht, ist diese Art von Kreisverkehr weitgehend abgeschafft. Befindet man sich einmal im zwei- oder dreispurigen Kreisverkehr, fährt man zunächst innen und arbeitet sich immer weiter nach rechts vor, um bei der gewünschten Abzweigung nicht eingeklemmt zu werden. Auf der Spur ganz rechts fährt normalerweise nur, wer bei der nächsten Ausfahrt raus möchte.

Radfahrer dürfen in vielen Einbahnstraßen auch gegen die Fahrtrichtung fahren. Es kann also durchaus sein, dass sie völlig unerwartet aus Seitenstraßen auftauchen. Außerdem kümmert es Radler hier im Allgemeinen wenig, ob sie an einer bestimmten Stelle fahren dürfen oder nicht. Wenn man fahren kann, fährt man.

Für die Versicherung gilt: Man ist berechtigt, in den Niederlanden zu fahren, wenn man im Besitz eines gültigen Führerscheins aus dem eigenen Land ist. Die grüne Versicherungskarte ist Pflicht. Außerdem ist es empfehlenswert, sich bei der Versicherung ein europäisches Unfallformular zu besorgen.

Tanken

Benzin ist in den Niederlanden teurer als in Deutschland. Diesel ist dagegen etwas günstiger.

µ Normalbenzin (89 Oktan) wird in den Niederlanden nicht verkauft.

µ Super (98 Oktan) = Super Plus

µ Euro (95 Oktan) = Super

µ Diesel = Diesel

µ LPG = Gas

µ loodvrij = bleifrei

µ Water = Wasser

µ Lucht = Luft

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 157)

Amsterdam bemüht sich, auch Menschen mit Behinderungen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, doch natürlich ist hier wie auch in den meisten anderen Großstädten noch nicht alles perfekt.

Bei der holländischen Bahn (NS) kann man sich für die Ankunft oder Abfahrt an einem der Amsterdamer Bahnhöfe Hilfe von einem Assistenten anfragen. Die Anfrage sollte allerdings mindestens drei Stunden vor Reisebeginn beim Bureau Assistentieverlening Gehandicapten (Büro Unterstützung für Behinderte) getätigt werden bzw. bei Reisen am Abend und in der Nacht bis 9 Uhr morgens vor 19.30 Uhr. Für internationale Züge beträgt der Reservierungszeitraum eine Woche.

µ Tel. 030 2357822 (täglich 7–23 Uhr, an Feiertagen 8–23 Uhr), www.avg.ns.nl, bei Stornierungen und Problemen unterwegs: Tel. 030 2357823 (täglich 5 Uhr morgens bis 2 Uhr am nächsten Tag), bei Schwerhörigkeit/Gehörlosigkeit: Fax 030 2353935 (täglich 7–23 Uhr), www.ns.nl

Auf dem Flughafen Schiphol stehen für Gehbehinderte freie Rollstühle zur Verfügung, die man wie einen Einkaufswagen mit einer 2-Euro-Münze loskoppeln kann. Das Personal von Axxicom Airport Caddy übernimmt die Betreuung während eines Aufenthalts auf dem Flughafen in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Fluggesellschaft.

µ Tel. 020 4057900, www.schiphol.nl

Da viele Hotels in Amsterdam in alten Gebäuden untergebracht sind, ist es sehr wichtig, sich schon vorher zu erkundigen, ob eine Unterkunft auch für Gehbehinderte geeignet ist. Nicht immer steht für alle Zimmer ein Aufzug zur Verfügung und es erfordert manchmal einiges an Kondition, über viele Treppen sein Zimmer zu erreichen.

Viele, allerdings nicht alle Ampelanlagen sind mit einem Signalton oder einem vibrierenden Knopf ausgestattet, sodass Sehbehinderte hören können, wann die Ampel auf Rot (langsames Signal) oder Grün (schnelleres Signal) schaltet. Bei Ampeln sind die Bordsteine abgesenkt und der Rand ist durch Platten mit Wellenmuster oder Gummiplatten deutlich spürbar. Die Platten mit Wellenmuster markieren beispielsweise auch auf Bahnhöfen die Nähe des Bahnsteigrandes.

Für Rollstuhlfahrer ist die Innenstadt im Prinzip gut zugänglich, viele Straßen sind allerdings mit Kopfsteinpflaster ausgestattet, was das Vorwärtskommen etwas erschweren kann.

U-Bahnen sowie die neueren Straßenbahnen und Busse sind durch einen niedrigen Einstieg gut zugänglich und die Verkehrsbetriebe arbeiten daran, alle Haltestellen zu erhöhen, sodass sie einen leichten Einstieg bieten. Die Haltestellen, die noch nicht umgebaut wurden, sind in den Broschüren nicht durch einen Punkt, sondern durch einen Kreis gekennzeichnet und bei den Fahrplänen an den Haltestellen ist dies durch Fußnoten angegeben. In den Straßenbahnen geben Laufbänder die nächsten Haltestellen an, in U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen werden die Haltestellen aber normalerweise auch durch die Lautsprecheranlage angesagt.

Die großen Museen und Sehenswürdigkeiten sind wenigstens größtenteils mit Rollstuhl zugänglich, bei kleineren Museen oder Sehenswürdigkeiten in alten Grachtenhäusern kann es Probleme geben. Es ist daher empfehlenswert, sich vorher zu erkundigen. Nicht alle Museen bieten genügend Plätze zum Ausruhen während eines Rundgangs. Das Personal ist aber normalerweise freundlich und hilfsbereit.

µ www.toegankelijkamsterdam.nl, Informationen über Einrichtungen in Amsterdam

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 158)

Die Botschaften (ambassades) befinden sich meist in Den Haag, dem politischen Zentrum der Niederlande. Deutschland unterhält ein Generalkonsulat in Amsterdam. Wegen der begrenzten Öffnungszeiten ist es ratsam, vorher anzurufen und sich zu informieren, welche Unterlagen man für sein jeweiliges Anliegen dabei haben muss.

µ Generalkonsulat Deutschland (Duitsland), Honthorststraat 36–38, 1071 DG Amsterdam, Tel. 020 5747700, Straßenbahnlinien 2 und 5, Mo.-Fr. 8.30–11.30 Uhr und nach Vereinbarung, Passangelegenheiten und Visa-Anfragen nur nach Vereinbarung, telefonische Informationen Mo.–Do. 8.30–12.30 und 13.30–16 Uhr, Fr. 8.30–14 Uhr

µ Botschaft Österreich (Oostenrijk), Van Alkemadelaan 342, 2597 AS Den Haag, Tel. 070 3245470 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr), www.bmeia.gv.at, Mo.–Fr. 10–12 Uhr

µ Botschaft Schweiz (Zwitserland), Lange Voorhout 42, 2514 EE Den Haag, www.eda.admin.ch/denhaag, Tel. 070 3642831/32, Mo.–Fr. 10–12 Uhr

Das niederländische „Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten“ hat eine Website (auf Niederländisch und Englisch), auf der alle Adressen von Auslandsvertretungen gelistet sind, falls man eine andere Staatsangehörigkeit hat.

µ www.minbuza.nl

Drogen, Rauchen (siehe Reiseführer S. 159)

Allen Gerüchten zum Trotz ist der Handel und der Besitz von harten sowie auch weichen Drogen auch in den Niederlanden strafbar. Der Besitz von weichen Drogen wie Haschisch wird allerdings in der Regel nicht geahndet, wenn die Menge darauf hindeutet, dass es für den persönlichen Gebrauch bestimmt ist (bis ca. 5 g).

Auch der Verkauf dieser Drogen in sogenannten Coffeeshops wird geduldet, ist aber ebenso wenig legal. Die Qualität der Drogen dort ist sehr hoch, das heißt, man sollte vorsichtig sein, denn hier hat sich schon mancher Tourist zu viel des Guten genehmigt.

Häufig wird man auf Touristenstraßen wie etwa auf dem Damrak Þ von der Seite leise mit Hasj te koop („Hasch zu kaufen“) angequatscht. Von allem, was auf der Straße angeboten wird, ist generell abzuraten. So soll schon manch einer die Waschkraft neuester Waschmittel in der Nase zu spüren bekommen haben. Die Straßenverkäufer machen sich nur die Angst der Touristen vor der Polizei zunutze.

In regelmäßigen Abständen wird die Drogenpolitik kontrovers diskutiert. In verschiedenen Städten wurden bereits Coffeeshops geschlossen, weil sich Anwohner über Belästigungen beschwerten. Auch haben Politiker wegen der ständigen Kritik der Deutschen und Franzosen an der niederländischen Drogenpolitik angeregt, den Verkauf an Ausländer generell zu verbieten. So weit ist es noch nicht, man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass die Sache illegal ist.

Wer trotzdem mehr wissen will, findet allgemeine Infos und die Meinungen von anderen im Internet, z. B. unter:

µ www.coffeeshop.freeuk.com

µ www.amsterdam.info/coffeeshops

Smartshops

Für die Läden, in denen Pilze und Pflanzen verkauft werden, die den Geist erweitern sollen, liegt die rechtliche Lage derzeit so, dass getrocknete Pilze unter das Drogengesetz fallen und nicht verkauft werden dürfen. Sind die Pilze jedoch frisch, fallen sie unter das Lebensmittelgesetz und können verkauft werden. Prinzipiell kann jeder einen solchen Laden eröffnen, man braucht nur einen Raum und eine Genehmigung zur Führung eines Geschäfts. Ein solcher Laden sagt also nichts darüber aus, wie viel das Personal tatsächlich über die Produkte weiß, die verkauft werden.

Ein- und Ausreise-bestimmungen (siehe Reiseführer S. 160)

Durch das Schengener Abkommen wird an niederländischen Grenzübergängen nicht mehr kontrolliert. Fluggäste aus Nicht-Schengen-Ländern haben eigene Ausgänge.

Visum

Bürger der EU und der Schweiz brauchen kein Touristenvisum. Möchte man sich als Nicht-EU-Bürger allerdings für einen Zeitraum länger als drei Monate in den Niederlanden aufhalten, braucht man eine Aufenthaltsgenehmigung, für die man ein geregeltes Einkommen und einen festen Wohnsitz nachweisen muss, zusätzlich ist man verpflichtet, eine Arbeitserlaubnis zu beantragen. Nähere Auskünfte erteilt die Botschaft des Königreichs der Niederlande im eigenen Land oder die Ausländerbehörde:

µ Deutschland: Klosterstr. 50, 10179 Berlin, Tel. 030-209560, Fax 20956441, www.niederlandeweb.de

µ Österreich: Opernring 5/7. Stock, 1010 Wien, Tel: 01-58939, Fax 58939265, www.mfa.nl/wen

µ Schweiz: Seftigenstr. 7, 3007 Bern, Tel. 031-3508700, Fax 3508710, www.nlembassy.ch

µ Immigratie- en Naturalisatiedienst, Afdeling Voorlichting, Postbus 3211, 2280 GE Rijswijk, Tel. 0900 1234561

Zoll

In allen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten gelten weiterhin nationale Ein-, Aus- oder Durchfuhrbeschränkungen z. B. für Tiere, Pflanzen, Waffen, starke Medikamente und Drogen.

Zollfrei einführen darf man persönlich gebrauchtes Reisegut, Reiseproviant sowie alkoholfreie Getränke. Für die steuerfreie Mitnahme von Alkohol, Tabak, Kaffee sind Freigrenzen festgelegt.

Innerhalb von EU-Ländern

Freigrenzen innerhalb der EU:

µ Alkohol: 90 l Wein (davon höchstens 60 l Schaumwein), 110 l Bier, 10 l Spirituosen über 22 Vol.-% und 20 l unter 22 Vol.-%

µ Tabakwaren: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Tabak

µ Andere Waren: 10 kg Kaffee, 20 l Kraftstoff in einem Benzinkanister

Nicht-EU-Staatsangehörige

Freigrenzen für Nicht-EU-Bürger:

µ Tabakwaren: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak bzw. eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren.

µ Alkohol: 1 l Spirituosen (über 22 Vol.-%) oder 2 l Spirituosen, Aperitifs bzw. ähnliche Getränke (22 Vol.-% oder weniger) oder 2 l Schaumweine oder Likörweine bzw. eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren und 2 l nicht schäumende Weine.

µ Parfüms: 50 g, Eau de Toilette: 0,25 l.

µ Andere Waren: bis zu einem Warenwert von insgesamt 175 €, ausgenommen Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbfabrikat

Bei der Rückeinreise in die Schweiz sollte man folgende Freimengen beachten:

µ Alkohol: 2 l bis 15 Vol.-% und 1 l über 15 Vol.-%

µ Tabakwaren: 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Schnitttabak und 200 Stück Zigarettenpapier.

µ Andere Waren: neuangeschaffte Waren für den Privatgebrauch bis zu einem Gesamtwert von CH 300

Nähere Informationen zu Zollvorschriften erhält man unter:

µ Deutschland: www.zoll.de oder beim Zoll-Infocenter Tel. 0351 44834510

µ Österreich: www.bmf.gv.at oder beim Zollamt Villach Tel. 0151433564053

µ Schweiz: www.ezv.admin.ch oder bei der Zollkreisdirektion in Basel Tel. 061 2871111

Elektrizität (siehe Reiseführer S. 161)

Der Strom dürfte keine Probleme ma-­ chen. Normal sind 220 V in einem stabilen Netz. Deutsche Stecker passen in jede Steckdose, auch wenn sie gelegentlich etwas klemmen.

Fundsachen (siehe Reiseführer S. 161)

Bahn

Fundsachen (gevonden voorwerpen) werden fünf Tage an der Endstation des Zuges aufbewahrt und dann ins zentrale Fundbüro in Utrecht geschickt.

µ Tel. 0900 3212100

Fundbüro Polizei

Fundsachen werden erst in den Stadtteilbüros gesammelt und dann an das zentrale Fundbüro weitergeschickt.

µ Korte Leidsedwarsstraat 52, Tel. 2510222, Mo.–Fr. 9–16 Uhr, Tel. Mo.–Fr. 12–16 Uhr

Öffentliche Verkehrsmittel

µ GVB-Kundendienst (klantenservice), Tel. 0900 8011, täglich 8–22 Uhr, www.gvb.nl

Flughafen Schiphol

µ Tel. 0900 0141, aus dem Ausland: Tel. 0031 20 7940800

Geld (siehe Reiseführer S. 162)

Die Niederlande gehören zu den Euro-Ländern. Im Allgemeinen werden hier bei Barzahlungen die Preise auf 5 Cent auf- oder abgerundet. Die meisten Geschäfte nehmen keine 100-, 200- oder 500-Euro-Banknoten an!

Die preiswerteste Art der Geldbeschaffung ist die Barabhebung vom Geldautomaten mit der Maestro-(EC-)Karte. Je nach Hausbank wird dafür pro Abhebung eine Gebühr von ca. 1,30–4 € bzw. CHF 4–6 berechnet. Mit einer ausländischen Maestro-Karte kann in den Niederlanden aber in der Regel nicht bargeldlos im Geschäft bezahlt werden.

Innerhalb der Euro-Länder sollte die Barauszahlung per Kreditkarte nach der EU-Preisverordnung nicht mehr kosten als im Inland, aber je nach ausgebender Bank kann das Kreditkartenkonto mit bis zu 5,5 % der Abhebungssumme belastet werden (am Schalter in der Regel teurer als am Geldautomaten). Mit VISA- und Mastercard kann man in Hotels, vielen Restaurants und vielen größeren Geschäften bargeldlos bezahlen (Amex und Diners Club werden nicht überall akzeptiert). Für das bargeldlose Zahlen per Kreditkarte innerhalb der EU dürfen die ausgebenden Banken keine Gebühr für den Auslandseinsatz veranschlagen, für die Schweizer wird jedoch ein Entgelt von ca. 1–2 % des Umsatzes berechnet.

Preise und Kosten

Übernachtungskosten für ein Doppelzimmer in Amsterdam beginnen in der Nebensaison bei ca. 70 € und in der Hauptsaison bei ca. 110 €. Nach oben ist die Skala offen und Preise von etwa 160 € gelten inzwischen bereits als durchschnittlich. Jugendhotels und Jugendherbergen bieten billigere Schlafsaalbetten ab ca. 16 €, Doppelzimmer gibt es hier ab etwa 70–80 €. Das Frühstück ist nur noch selten im Zimmerpreis inbegriffen. In den Hotels kostet es zwischen 10 und 25 € pro Person, etwas billiger ist es meist, sich einfach ins nächste Café zu setzen.

Erfrischungsgetränke, Kaffee und Tee kosten in der einfachen Ausführung zwischen 1,80 und 2,50 € (das ist auch ungefähr der Preis für Getränke, die man am Kiosk oder im Supermarkt kauft). Soll es etwas Spezielleres sein (mit Sahne, Milchkaffee, Cappuccino, heiße Schokolade), kann sich der Preis schon einmal auf 3 bis 4,50 € erhöhen. Kuchen ist recht teuer (4–5 €), manchmal ist die Kombination Kaffee/Tee mit Apfelkuchen etwas billiger.

Kleinere Mahlzeiten wie belegte Brote und Suppen liegen zwischen 7 und 15 € (Restaurants/Eetcafés) bzw. in Pommesbuden oder Snackbars zwischen 3 und 8 €. Ausgiebiger essen gehen kann man ab 25 € pro Person.

Ermäßigungen

Bei bestimmten Unterkünften, Veranstaltungsorten, Museen usw. kann man Rabatte bekommen, wenn man im Besitz eines internationalen Studentenausweises (ISIC) ist. Dies gilt mit Einschränkungen auch für den Lehrerausweis (ITIC) oder den Schülerausweis (IYTC). Die Ausweise muss man allerdings bereits zu Hause bei STA Travel oder z. B. beim Studentenwerk erwerben (12 € (D), 10 € (A), CHF 20 (CH)). Hierzu muss man Immatrikulationsbescheinigung/Schülerausweis, Personalausweis und Passbild vorlegen.

µ Näheres unter www.isic.de und www.statravel.de

Ebenfalls ermäßigten Eintritt bietet die „Euro 26“-Karte für jüngere Reisende der EU (einschl. Schweiz), wobei u. a. auch ein Auslandsversicherungsschutz in den Jahresbeiträgen (15 € (D), 19,90 € (A), CHF 25 (CH)) enthalten ist.

µ Näheres unter www.euro26.de, www.euro26.ch und www.euro26.at

Museumjaarkaart

Der Eintritt in Museen kostet in Amsterdam normalerweise zwischen 5,50 und 14 €, wobei z. B. Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Rembrandthuis zu den teuersten gehören.

Wer vor hat, viele Museen zu besuchen, sollte sich am besten gleich eine Jahreskarte, die sogenannte „Museumjaarkaart“, anschaffen. Diese Karte gilt in 400 Museen in den Niederlanden, für die der Eintritt dann gratis ist.

Die Karte kostet für Personen unter 25 Jahren 15 €, über 25 Jahren 30 € plus jeweils 4,95 € Bearbeitungsgebühr. Online bestellen kann man sie nur, wenn man eine Adresse in den Niederlanden hat, ansonsten verkaufen in Amsterdam folgende Museen die Karte: Amsterdams Historisch Museum ã, Joods Historisch Museum E, Hermitage Amsterdam, De Nieuwe Kerk à, Bijbels Museum ï, Allard Pierson Museum, Museum Amstelkring Í, Rembrandthuis < Rijksmuseum ÷, Tropenmuseum (s. S. 27) und Museum Willet-Holthuysen (Infos im Internet unter www.museumjaarkaart.nl).

I amsterdam Card

Auch die „I amsterdam Card“ bietet kostenlosen Eintritt in die wichtigsten Museen der Stadt und zusätzlich die freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie Vergünstigungen in einigen Restaurants, für zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Rundfahrtboote und Attraktionen.

µ Die Karte kostet 38 € (24 Std.), 48 € (48 Std.), 58 € (72 Std.). Sie ist bei den Touristen­infor- mationsstellen und den Verkaufs- stellen der Verkehrsbetriebe GVB erhältlich.

Haustiere (siehe Reiseführer S. 164)

Für EU-Länder gilt, dass man eine Tollwutschutzimpfung und einen EU-Heimtierausweis (Pet Passport) für Hund oder Katze haben muss. Dieser gilt in allen EU-Staaten und in der Schweiz und kostet 10 €. Darüber hinaus muss das Tier mit einem Mikrochip oder übergangsweise bis zum Juli 2011 mit einer lesbaren Tätowierung gekennzeichnet sein.

Informationsstellen (siehe Reiseführer S. 165)

Touristische Informationsstellen

Touristeninformationsstelle für den deutschsprachigen Raum:

µ Niederländisches Büro für Tourismus & Convention (NBTC), Postfach 270580, 50511 Köln, Tel. 0221 9257170, Fax 92571737, www.niederlande.de

Informationsstellen des Fremdenverkehrsvereins (VVV) in Amsterdam:

i170 [E9] Informatiekantoor Leidseplein, Stadhouderskade 1 gegenüber vom American Hotel, 1054 ES Amsterdam

µ Informatiekantoor Centraal Station (Hauptbahnhof É), Stationsplein 15, Bahngleis 2b, 1012 AB Amsterdam

i171 [J4] Informatiekantoor Stationsplein, Stationsplein 10, 1012 AB Amsterdam

µ Informatiekantoor Holland Tourist Information, Aankomstpassage 40, 1118 AX Schiphol

µ Für alle Niederlassungen: Tel. +31 20 2018800, in den Niederlanden 020 2018800, www.amsterdamtourist.nl, E-Mail: info@atcb.nl

Veranstaltungs- und Kartenservice

Karten für Veranstaltungen erhält man im Ticketshop des Amsterdams Uit Buro (AUB) oder im Last-Minute-Ticketshop.

In Letzterem werden jeden Tag von 12–19.30 Uhr die letzten verfügbaren Karten der Vorstellungen des Tages (Film, Theater, Comedy, Musik) zum halben Preis verkauft. Man weiß daher nie im Voraus, was gerade angeboten wird, und kann sich überraschen lassen.

o172 [E9] Amsterdams Uit Buro, Leidseplein 26 (bei den Terrassen), Tel. 020 7959950 (Mo.–Sa. 10–16 Uhr, So. 12–16 Uhr), www.aub.nl, Mo.–Sa. 10–19.30, So 12–18 Uhr

o173 [E9] Last-Minute-Ticketshop, Leidseplein 26 (bei den Terrassen), www.lastminuteticketshop.nl, Mo.–Sa. 12–19.30, So. 12–18 Uhr

µ Beide Shops sind an Feiertagen teilweise geschlossen.

Amsterdam im Internet

µ www.amsterdam.nl: Die offizielle Internet­seite Amsterdams. Grafisch interessant aufgemacht und gut zugänglich mit vielen interessanten und aktuellen Informationen.

µ www.iamsterdam.com: Offizielle Seite des Amsterdam Tourism & Convention Boards mit jeder Menge Informationen für Touristen.

µ Free Mobile City Guide: IPhone-/Smart­phone-App mit den wichtigsten Touristenattraktionen, Wifi-Spots, offline Stadtkarte, Near-Me-Funktion und Zusatzinfos bei großen Events.

Internetcafés (siehe Reiseführer S. 166)

Verschiedene Internetcafés in der Stadt bieten einen Zugang ins Internet, wenn man selbst keinen Computer dabei hat. Viele Hotels stellen einen zentralen Computer im Hotel zur Verfügung. Auch Internetanschlüsse auf dem Zimmer finden immer weitere Verbreitung. Teilweise bieten Cafés eine drahtlose Internetverbindung.

@174 [K5] Bibliothek (Hauptstelle), Computer u. Wifi, Centrale Bibliotheek, Oosterdokskade 143, www.oba.nl, Mo.–So. 10–22 Uhr

@175 [H4] Internetcafé Amsterdam, Martelaarsgracht 11, täglich 9–1 Uhr, Fr., Sa. 9–3 Uhr

@176 [H4] Internet City, Nieuwendijk 76, täglich 9–1 Uhr

Hotspots

Folgende Café- oder Foodketten bieten in Amsterdam gratis Wifi in ihren Filialen:

µ Bagels & Beans

µ Coffee Company

µ MacDonald’s

Maße und Gewichte

Gebräuchlich sind in den Niederlanden die in Europa gängigen Maße und Gewichte. 100 g werden teilweise als ons bezeichnet. 300 g sind also drie ons.

Bei Kleidung verwenden die Niederländer ebenfalls die gewohnten Größen. Allerdings herrscht hier eine Vorliebe für besonders lange Hosenbeine.

Medizinische Hilfe (siehe Reiseführer S. 166)

Das Gesundheitssystem in den Niederlanden ist gut ausgebaut. Mit den meisten Ärzten kann man sich auf wahrscheinlich auf Deutsch verständigen, Englisch fällt den meisten Niederländern aber etwas leichter. Bei Problemen kann man sich zunächst an die Hotelrezeption wenden.

µ Touristendoktor, Tel. 4275011, www.touristdoctor.huisartsen.nl

µ Tourist Medical Service, Tel. 5923355, www.touristdoctor.nl

µ Zahnarztvermittlungsservice, Tel. 5709595 und 0900 8212230

µ Apothekendienst, Apotheken sind nach 17.30 Uhr und Sa./So. geschlossen. Welche Apotheke Abend- oder Wochenenddienst hat, erfährt man per Tel. 5923315, im Internet unter www.amsterdamseapotheken.nl und in den Abendzeitungen.

Krankenhäuser mit einer Notaufnahme

+177 Academisch Medisch Centrum, Meibergdreef 9, Tel. 5669111

+178 Boven IJ Ziekenhuis, Statenjacht­straat 1, Tel. 6346346

+179 [M10] Onze Lieve Vrouwe Gasthuis, Oosterpark 9, Tel. 5999111

+180 Slotervaart Ziekenhuis, Louwesweg 6, Tel. 5125511

+181 St. Lucas Ziekenhuis, Jan Toorop­straat 164, Tel. 5108911

+182 VU Ziekenhuis, De Boelelaan 1117, Tel. 4444444

Notfälle (siehe Reiseführer S. 167)

Notrufnummern

µ In Notfällen gilt die landesweite Notrufnummer (alarmnummer) 112. Man wird zuerst gefragt, ob man mit Polizei (politie), Krankenhaus (ambulance) oder Feuerwehr (brandweer) verbunden werden will und dann weitergeleitet.

µ Polizei: Tel. 09008844. Diese Nummer kann man anrufen, wenn man keine sofortige Hilfe benötigt.

Verlust von Geldkarten

Bei Verlust von deutschen Maes­tro- (EC-), Kredit- und SIM-Karten gilt überwiegend die einheitliche Sperrnummer 0049 116116, im Ausland zusätzlich die Nummer 0049 3040504050. Details finden sich im Internet unter www. sperr-notruf.de. Es empfiehlt sich, vor der Reise (von einem erhaltenen Merkblatt bzw. der Kartenrückseite) die individuelle Karten-Sperrnummer zu notieren. Da es für österreichische und Schwei­zer Karten keine zentrale Sperrnummer gibt, sollten sich deren Inhaber nach einer aktuell gültigen Notrufnummer ihres jeweiligen Kreditkartenanbieters erkundigen.

Autopannen

Sollte unterwegs das Auto streiken, kann man sich an einen Automobilklub wenden. In Amsterdam findet man den ANBW, man kann sich aber auch direkt an seinen eigenen Automobilklub wenden.

µ ANWB, Tel. 088 2692888, www.anwb.nl., Hilfe z. B. für ADACPlus- oder ÖAMTC- Mitglieder teilweise kostenlos

µ ADAC, (D) Tel. 089 222222, NL-Stützpunkt Tel. 0592 390560, unter (D) Tel. 089 767676 gibt es Adressen von deutschsprachigen Ärzten in der Nähe des Urlaubsortes (Liste auch vorab anforderbar)

µ ÖAMTC, (A) Tel. 01 2512000 oder (A) Tel. 01 2512020 für medizinische Notfälle

µ TCS, (CH) Tel. 022 4172220

Bei allen weiteren Problemen wie z. B. dem Verlust des Ausweises wendet man sich am besten an die zuständige Diplomatische Vertretung (s. S. 158).

Öffnungszeiten Ämter/Banken (siehe Reiseführer S. 168)

Ämter und Banken haben normalerweise Mo.–Fr. von 9–16 Uhr geöffnet (manche haben donnerstags länger geöffnet, dann aber meist auch nur bis 17 oder 18 Uhr).

Orientierung (siehe Reiseführer S. 168)

Aufbau der Innenstadt

Die Innenstadt ist durch die Grachten in Halbkreisform aufgebaut. Vom Hauptbahnhof É aus verlaufen Nieuwezijds Voorburgwal, Damrak Þ sowie Oude­zijds Voor- und Achterburgwal senkrecht in die Himmelsrichtung Südsüdwest. Um diese Straßen wurden die Grachten mit ihrer halbrunden Form angelegt. Gerade bei Adressen an den Grachten ist es äußerst nützlich, sich bereits vorher zu erkundigen, wo man ungefähr hin muss, da sich an den Grachten teilweise über 1000 Hausnummern befinden und man u. U. recht lange unterwegs ist. Am leichtesten ist es, wenn man weiß, zwischen welchen Querstraßen der Grachtenabschnitt liegt, den man besuchen möchte.

Orientierungspunkte

In der westlichen Innenstadt sieht man von vielen Stellen aus den Westertoren mit seiner blaugoldenen Krone.

In der östlichen Innenstadt sieht man relativ häufig den Zuiderkerktoren Ù. Des Weiteren befinden sich in der Innenstadt ziemlich viele Richtungsanzeiger für touristische Ziele (z. B. Museen), aber auch Stadtteilpläne an Säulen, mit deren Hilfe man sich gut orientieren kann.

Alle Straßenschilder geben an, in welchem Stadtteil man sich gerade befindet (Centrum, Oud-Zuid, De Pijp usw.).

Postleitzahlen

Eine weitere Orientierungsmöglichkeit bieten auch die Postleitzahlen. Diese bestehen aus vier Ziffern und zwei Buchstaben. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Stadt (Amsterdam hat die 10), darauf folgen zwei weitere Ziffern, die den Bezirk kennzeichnen. Diese beiden Ziffern sind auf Karten Amsterdams manchmal vermerkt (z. B. sind die Zahlen dann ganz hell aufgedruckt). Die darauffolgenden Buchstaben sind die Kennzeichnung der einzelnen Straßenabschnitte.

Auf der offiziellen Amsterdam-Homepage (www.amsterdam.nl) kann man stads­plattegrond (Stadtplan) anklicken und danach Straßennamen (straatnaam) und Hausnummer (Huisnr) oder die Postleitzahl (Postcode) eingeben, worauf genau die richtige Stelle angezeigt wird.

Post (siehe Reiseführer S. 169)

Die Briefkästen der TNT Post in den Niederlanden sind orange oder rot. An jedem Briefkasten befinden sich zwei Schlitze. Einer für Post im Zustellbezirk Amsterdam und einer für Post in den Rest der Welt (overige bestemmingen). Mo.–Fr. und So. wird einmal pro Tag geleert (um 17, 18 oder 19 Uhr; steht jeweils auf dem Briefkasten). Ins Ausland gibt es schnelle und langsame Post, die schnelle Variante heißt Priority und braucht innerhalb von Europa 2–3 Tage, die normale Post ist etwas billiger, braucht aber auch etwas länger (innerhalb Europas 4–5 Tage). Als Brief gilt alles unter 2 kg, sofern es durch den Briefschlitz passt. Alles andere muss als Paket verschickt werden, egal ob es 50 g oder 5 kg wiegt.

µ Porto für Priority-Postkarten und Briefe innerhalb Europas: 0,77 € (bis 20 g), 1,54 € (bis 50 g), 2,31 € (bis 100 g) und 3,08 € (bis 250 g), 6,16 € (bis 500 g), 9,24 € (bis 2 kg)

µ Briefmarken bekommt man fast immer auch da, wo es Postkarten gibt, außerdem in Bruna-Buchläden, bei V&D-Waren- häusern und bei der Post.

P183 [F6] Hauptpostamt, Singel 250–256, 1016 AB Amsterdam, Mo.–Fr. 7.30–12 Uhr, 12.30–18.30 Uhr, Sa. 7.30–9.30 Uhr

Publikationen und Medien (siehe Reiseführer S. 169)

Infoblätter

Es gibt einige kostenlose niederländische Infoblätter (z. B. im AUB Ticketshop, bei den Touristeninformationen und in Cafés, Kneipen, Discos, Bibliotheken und den Universitäten), die ausführliche Auskünfte zu den Inhalten von Theateraufführungen, Filmen und Vorstellungen geben. Selbst wenn man kein Niederländisch lesen kann, können die nach Datum, Veranstaltungsort oder Angebot geordneten Listen helfen, einen Überblick über das derzeitige Programm zu erhalten.

Time Out Magazine

Diese englischsprachige Zeitschrift enthält Informationen zu Veranstaltungen, Ausstellungen und Vorstellungen sowie allgemeine Tipps für Touristen. Erhältlich bei den Touristeninformationen, in einigen Hotels und bei manchen Buch- oder Zeitschriftenhändlern.

Landkarten

Da die Niederlande auf den meisten allgemeinen Straßenkarten fast immer sehr winzig ausfallen, andererseits aber extrem dicht besiedelt sind, ist es für die Anfahrt mit dem Auto oder für Ausflüge in die Umgebung ratsam, sich vor der Fahrt eine Karte der Niederlande zuzulegen, auf der nicht nur die vier wichtigsten Routen durch das Land eingezeichnet sind.

Stadtpläne von Amsterdam sind in guten Buchhandlungen, Tankstellen und an Bahnhöfen zu bekommen. Fast alle Hotels geben auch Stadtpläne aus, die für die Orientierung in der Innenstadt völlig ausreichend sind.

Radfahren (siehe Reiseführer S. 170)

Die Niederlande sind natürlich das Radfahrerland schlechthin: Alles ist flach und es gibt ein riesiges Netz von breiten und meist auch baulich getrennten Fahrradwegen. Zudem fahren fast alle Autofahrer auch selbst Rad. Daher werden Abstände und die Geschwindigkeit von Radlern meist gut eingeschätzt. Im hektischen Verkehr von Amsterdam selbst ist das Fahrradfahren allerdings nicht immer ganz so einfach. In der Stadt wird teilweise ziemlich schnell gefahren, enge Straßen, Straßenbahnschienen und gewölbte Brücken machen das Ganze zudem manchmal etwas unübersichtlich. Besonders nervenaufreibend sind gedankenlose Fußgänger und Straßenbahnfahrer, die zwar klingeln, aber nicht unbedingt bremsen! In der Innenstadt (ungefähr der Teil, den die Grachten umschließen) helfen gute Nerven und große Aufmerksamkeit, besonders an den Stellen, wo es viele Straßenbahnen und Touristen gibt. Man gewöhnt sich allerdings schnell daran. Auch kann man sich weniger belebte Straßen suchen und mit dem Fahrrad in weiter entfernt liegenden Stadtvierteln fahren.

Verkehrsregeln

Als besondere Verkehrsregel für Radfahrer gilt, dass diese auch umgekehrt in Einbahnstraßen fahren dürfen, wenn unter dem Sperrschild ein kleines weißes Schild mit einem Fahrradsymbol und einem Pfeil nach oben hängt oder ein Schild mit der Aufschrift uitgezonderd („ausgenommen“) und dann die Symbole.

Fahrradwege haben meist eigene Ampelschaltungen. An Ampeln, an denen nicht ständig jemand vorbeikommt, muss man drücken.

Grundsätzlich müssen sich auch Radfahrer an die Verkehrsregeln halten, allerdings sieht die Rechtsprechung meistens so aus, dass der Autofahrer bei einem Unfall die Schuld bekommt, auch wenn sich ein Radfahrer nicht korrekt verhalten hat.

Kauf von gebrauchten Fahrrädern

In der Stadt gibt es jede Menge Fahr­radreparaturwerkstätten, die u. a. ge­- brauchte Fahrräder verkaufen. An dieser Stelle bitten wir ausdrücklich darum, keine Fahrräder von Junkies zu kaufen. Die Räder wurden meist nur ein paar Straßen weiter geklaut. Wer ein Rad für 15 oder 20 € kauft, muss wissen, dass dies irgendwo gestohlen wurde und er sich durch den Kauf strafbar macht (Hehlerei). Zudem führt ein Kauf dazu, dass in Amsterdam auch weiterhin jedes Jahr Tausende von Fahrrädern gestohlen werden.

Fahrradverleih

Der Fahrradverleih kostet ca. 4 € pro Stunde. Je länger der Leihzeitraum, desto günstiger wird es. Für einen Tag bezahlt man ca. 10–12 € (zudem muss man zwischen 30 und 100 € oder einen Ausweis pro Fahrrad hinterlegen).

Oft kann man aus verschiedenen Rad­typen wählen und Satteltaschen oder Kindersitze bekommen.

µ Amsterbike, Piet Heinkade 11A (Parkhaus Passenger Terminal), Tel. 4199063, www.amsterbike.eu. Vermietung von Elektro­scootern (50 € pro Tag)

µ Bike City, Bloemgracht 70, Tel. 6263721, www.bikecity.nl

µ Damstraat Rent a Bike, Damstr. 20, Tel. 6255029, www.rentabike.nl. Broschüren mit Routenbeschreibungen erhältlich.

µ Frédéric Rent a Bike, Brouwerswgracht 78, Tel. 6245509, www.frederic.nl

µ Holland Rent a Bike, Damrak 247, Tel. 6223207

µ Mac Bike, Nieuwe Uilenburgerstraat 116, Weteringsschans 2 und Stationsplein 5, Tel. 6248391, www.macbike.nl. Hier kann man auch Broschüren mit verschie­denen Touren kaufen oder geführte Touren buchen.

µ Orange Bike Rentals and Tours, Singel 233, Tel. 5289990, www.orangebike.nl. Bietet auch verschiedene geführte Radtouren in Amsterdam und Umgebung an.

µ Yellow Bike, Nieuwezijds Kolk 29, Tel. 6206940, www.yellowbike.nl. Auch Rad­touren, Stadttouren unter Begleitung.

Bewachte Fahrradparkplätze

Bewachte Fahrradparkplätze gibt es an den Bahnhöfen und bei:

µ De Beurs, Damrak 247

µ Städtische Parkplätze: Beursplein, BG-Terrein (Binnengasthuisstraat 9), Kalvertoren (Singel 457), Kleine-Gartmanplantsoen (Weteringschans 4), Timorplein 23 und Zuid WTC (Zuidplein). Bis 24 Std. gratis.

Reisezeit (siehe Reiseführer S. 172)

Amsterdam ist zu allen Zeiten gut besucht. Als Reisezeit besonders beliebt sind die Monate April bis September (wohl auch, weil man dann auf weniger Regen hofft). In dieser Zeit gibt es vermittelt und teilweise auch organisiert vom Amsterdamer Touristeninformationsbüro viele Extraangebote.

Allerdings haben im Juli und August auch einige Theater oder andere kulturelle Einrichtungen Sommerpause. Die Kunst- und Kultursaison wird jeweils am letzten Augustwochenende mit Sondervorstellungen, einem Markt, auf dem alle Kultureinrichtungen und Verlage ihr Angebot präsentieren, und Straßenauftritten eröffnet.

Architekturinteressierten seien auch die Wintermonate empfohlen, weil die Bäume an den Grachten dann den Blick auf die jeweils gegenüberliegende Seite freigeben.

Schiffsrundfahrten (siehe Reiseführer S. 173)

Mit einer Rundfahrt durch die Grachten hat man in relativ kurzer Zeit alle Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen, sodass man eventuell hinterher bestimmte Stellen noch einmal in aller Ruhe besichtigen kann. Die Reedereien bieten alle ungefähr die gleiche Rundfahrt an, auch wenn die schönsten und wichtigsten Stellen der Stadt in unterschiedlicher Reihenfolge angefahren werden. Preise circa 12,50 € für Erwachsene und 6,50 € für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr.

Entscheidet man sich für eine Reederei, dann sollte man vor der Fahrt fragen, ob die Erklärungen von Band abgespielt oder live dargeboten werden und ob auch in deutscher Sprache erklärt wird. Während der Hochsaison wird dies fast immer der Fall sein, in der Nebensaison wird an diesen Dingen aber manchmal gespart.

Besondere Angebote der Rundfahrtgesellschaften sind Lunch- oder Dinnerfahrten, bei denen man die Mahlzeiten in eindrucksvoller Umgebung genießen kann. Romantikern sei außerdem eine abendliche Candlelightfahrt durch die beleuchteten Grachten empfohlen. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich auch Themenfahrten (z. B. Rock-, Jazz- und Pizza-Cruise). Die Abfahrtszeiten werden bei den Bootsstegen jeweils auf einer großen Uhr angegeben.

µ Amsterdam Canal Cruises, Stadhouders­kade, N. Witsenkade 1, gegenüber der Heineken Brauerei H, Tel. 6265636, www.amsterdamcanalcruises.nl

µ Blue Boat Company, Stadhouderskade 30 (beim Max Euweplein), Tel. 6791370, www.blueboat.nl

µ Rederij Boekel, auf der Höhe von Nassaukade 380, Tel. 6129905, www.rederijkooij.nl

µ Holland International Rondvaart, Prins Hendrikkade 33A, gegenüber vom Hauptbahnhof É, Tel. 6253035, www.hir.nl

µ Rederij P. Kooij, auf der Höhe von Rokin 125, Tel. 6233810, www.rederijkooij.nl

o184 [H4] Rederij Lovers, Prins Hendrik­kade, gegenüber vom Hauptbahnhof É, Tel. 5301090, www.lovers.nl

µ Gray Line Amsterdam, Damrak Anlegesteg 5, Tel. 6234208, www.meyersrondvaarten.nl

µ Rederij Plas, Damrak Anlegesteg 1–3, Tel. 6245606, www.rederijkooij.nl

Schwulen- und Lesbenszene (siehe Reiseführer S. 173)

In Amsterdam exisitiert eine lebendige Schwulen- und Lesbenszene und die Stadt ist im Allgemeinen für ihr tolerantes Image bekannt. Hier wie auch im Rest der Niederlande versucht man das Thema Homosexualität mithilfe von Aufklärungsarbeit, Gesprächsgruppen und Veranstaltungen aus der Tabusphäre zu holen. Es gibt zum Beispiel ein nationales Büro zur Interessenvertretung von Schwulen und Lesben (COC). Inzwischen ist es in den Niederlanden möglich, dass auch gleichgeschlechtliche Paare eine Ehe mit allen Rechten und Pflichten schließen können.

In jüngster Zeit gab es immer mal wieder einzelne tätliche Übergriffe auf Schwule und Lesben, ein im eigentlich toleranten Amsterdam bisher eher unbekanntes Phänomen. Von allen Seiten wird daran gearbeitet, die offene und entspannte Atmosphäre zu erhalten. Wer beleidigt, belästigt oder angegriffen wurde, kann dies bei einer ­Sondereinheit der Polizei melden: Pink in Blue, Tel. 020 5595385 (Direktwahl), oder per E-Mail homonetwerk@amsterdam.politie.nl, www.hatecrimes.nl.

Informationen

µ Pink Point, Westermarkt, www.pinkpoint.org, täglich 10–18 Uhr. Informationskiosk, der von Ehrenamtlichen geführt wird. Dort erfährt man alles über „Gay Amsterdam“. Es gibt Infomaterial, Souvenirs, Führungen und den „Bent-Guide to Gay and Lesbian Amsterdam“ (der spezialisierte Stadtführer für Schwule und Lesben). Absolut der beste Startpunkt.

µ COC Amsterdam (Nationales Büro für Schwule und Lesben; Niederlassung Amsterdam), Rozenstraat 14, Tel. 6263087, www.cocamsterdam.nl. Aufklärungs- und Beratungsarbeit und Gesprächsgruppen.

µ SAD-Schorerstichting, Sarphatistraat 35, Tel. 5739444, www. schorer.nl. Die Stiftung ist spezialisiert auf medizinische Fragen sowie Aids-Vorsorge und Buddy-Projekte. Das Gay + lesbian switchboard ist inzwischen mit der Stiftung verbunden, Tel. 6236565 (Mo.–Fr. 12–18 Uhr), www.switchboard.nl.

µ www.gayamsterdam.com. Außer im Switchboard findet man hier auch gute Infos, z. B. Rezensionen zu Klubs und Bars, das aktuelle Programm und Tipps.

Eine Reihe von Zeitungen oder Flugblättern, z. B. eine Karte von Amsterdam mit vielen Bars, Hotels, Restaurants und Geschäften (Gay Tourist Map), liegen in Kneipen, Cafés und Restaurants aus.

µ Aletta, Obiplein 4, www.aletta.nu, Tel. 6650820. Internationales Informationszentrum und Archiv für die Frauenbewegung. Hier findet man jede Menge Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Themen der Frauenbewegung.

µ IHLIA, Oosterdokskade 143, Tel. 5230837, www.ihlia.nl. Internationales Schwul-Lesbisches, Bi und Transgender Informationszentrum und Archiv Amsterdam: Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, wissenschaftliche Veröffentlichungen, nicht publizierte Artikel, audio-visuelle Medien und Ausstellungsstücke. Alles archiviert und in einer Datenbank aufgearbeitet.

Hotels für Schwule und Lesben

Die folgende Liste enthält Hotels, die für jeden offen sind, egal ob hetero, bi, schwul oder lesbisch. Steht ein Hotel nur Schwulen und/oder Lesben offen, ist dies extra vermerkt. In den Niederlanden ist es gesetzlich verboten, schwule oder lesbische Gäste zu diskriminieren. Hotels profilieren sich häufig als „gay-friendly“, wenn die Eigentümer oder Mitarbeiter selbst schwul bzw. lesbisch sind. Außerdem weiß man dann, dass im Hotel auch andere schwule und lesbische Gäste verbleiben.

Die €-Zeichen geben eine Indikation für den Preis eines normalen Doppelzimmers mit Dusche und WC pro Nacht.

€ unter 100 €

€€ 100–150 €

€€€ 150–230 €

€€€€ über 230 €

h185 [F8] Amistad Hotel & Apartments €€, Kerkstraat 42, www.amistad.nl, Tel. 6248074. Schwulenhotel mit frisch renovierten Zimmern von einfacher bis ­Luxusausstattung, Computer und Internet im Zimmer, Apartments an diversen Orten in der Stadt.

Ì186 [G3] Barangây Bed and Breakfast €€, Droogbak 15, www.barangay.nl, Tel. 0625045432. Alle Zimmer in dem historischen Gebäude von 1777 sind in tropischem Design gestaltet. WLAN.

h187 [E8] Hotel Freeland €€, Marnixstraat 386, Tel. 6227511, www.hotelfreeland.com. 15 Zimmer in einem typischen, in jüngster Zeit renovierten Amsterdamer Haus in der direkten Umgebung des Leidseplein. WLAN.

h188 [D8] NL Hotel Amsterdam €€€, Nassaukade 368, Tel. 6890030, www. nl-hotel.com. 2007 wurde das Hotel neu eröffnet. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum Leidseplein und ist komplett in Zen- Atmosphäre gestylt. WLAN.

h189 [F4] Maes Bed and Breakfast Amsterdam €€, Herenstraat 26hs, Tel. 4275165, www.bedandbreakfastamsterdam.com. In traditionellem Stil eingerichtete Zimmer in einem Grachtenhaus. Apartments verfügbar. Inkl. Frühstück, WLAN.

h190 [F8] The Golden Bear €€, Kerkstraat 37, Tel. 6244785, www.goldenbear.nl. Schwulen- und Lesbenhotel. 1948 als erstes Gay-Hotel in zwei historischen Gebäuden von 1737 eröffnet. Die Zimmer sind teilw. ohne eigenes Badezimmer. Inkl. Frühst., WLAN.

µ Die Agentur Enjoy Bed & Breakfast vermittelt zahlreiche private und auch gewerbliche Unterkünfte in Amsterdam und anderen Städten in der schwul-lesbischen Gemeinschaft. www.ebab.de

Szenestraßen

Wer ausgehen möchte und sich in der Schwulen- oder Lesbenszene bewegen will, kann einen Großteil der Spezialgeschäfte, Bars, Cafés und Discos in einigen wenigen Straßen finden, wobei die Ausgehmöglichkeiten für Frauen etwas weniger deutlich sichtbar sind. Hat man dort erst einiges gesehen und besucht, erhält man mit Sicherheit gute Tipps für andere interessante Möglichkeiten:

µ Warmoesstraat ungefähr zwischen Wijde Kerksteeg und Oudezijds Armsteeg

µ Kerkstraat zwischen Leidsegracht und Nieuwe Spiegelstraat

µ Reguliersdwarsstraat zwischen Koningsplein und Vijzelstraat

µ Amstelstraat, Amstel und Seitenstraßen

Schwulen-Leatherbars

Zu den bekanntesten „Leatherbars“ mit Dark- oder Playroom zählen:

o191 [H5] Argos, Warmoesstraat 95, Tel. 6226595

o192 [H5] Eagle, Warmoesstraat 90, Tel. 6278634

o193 [H5] The Cockring, Warmoesstraat 96, www.clubcockring.com

o194 [H4] The Cuckoo’s Nest, Nieuwezijds Kolk 6, Tel. 6271752, www.cuckoosnest.nl

Girlscafés und Bars

:195 [H8] Reality Girlz, Reguliersdwars­straat 125, Tel. 0624761079, Black and White Lesbian Bar.

#196 [E7] Saarein, Elandstraat 119, Tel. 6234901, www.saarein.info. Mixed Gay Café.

#197 [H8] Vive la Vie, Amstelstraat 7, Tel. 6240114, www.vivelavie.net

Quer durch die Szene

Die meisten der aufgeführten Treffpunkte, Bars und Discos werden von einem gemischten Publikum besucht. Wo dies nicht der Fall ist, ist es extra angegeben.

#198 [G8] April, Reguliersdwarsstraat 37, Tel. 6259572. Relaxte Bar.

#199 [G8] ARC, Reguliersdwarsstraat 44, Tel. 6897070, www.bararc.eu. Relativ groß und trendig.

#200 [F8] Church, Kerkstraat 52, www. clubchurch.nl. Kinky Cruising.

#201 [H8] De Amstel Taveerne, Amstel 54, Tel. 6234254. Eine der ersten Bars an der Amstel.

#202 [H5] Getto, Warmoesstraat 51, Tel. 4215151, www.getto.nl. Trendy Bar-Restaurant.

#203 [E8] Habibi Ana, Lange Leidsedwars­straat 4–6. Die erste arabische Bar (arabische Inneneinrichtung, arabische Musik).

#204 [H8] Lellebel, Utrechtsestraat 4, Tel. 4275139, www.lellebel.nl. Dragshowbar, Performances, Karaoke.

#205 [H8] Mixcafé, Amstel 50, Tel. 4203388, www.mixcafe.nl. Mixed Gay Bar.

#206 [H8] Montmartre, Halvemaansteeg 17. Beliebte Bar, daher meist voll und laut.

#207 [G5] Prik, Spuistraat 109, www.prikamsterdam.nl, Di.–So. Modern gestylte Bar mit entspannter Atmosphäre, Cocktails, DJs und Snacks.

#208 [H8] Reality, Reguliersdwarsstraat 129, Tel. 6393012. Tropisches Design und Latin-Musik.

#209 [H8] Rouge, Amstel 60, Tel. 4209881, www.caferouge.nl. Typisch niederländische, gesellige Schwulenbar.

#210 [G8] Soho, Reguliersdwarsstraat 36, Tel. 4223312, www.pubsoho.eu. Große Bar in englischem Lederstil.

Shopping

S211 [G6] Boekhandel Vrolijk, Paleisstraat 135, Tel. 6235142, www.vrolijk.nu. In einer Seitenstraße vom Dam liegt dieser spezialisierte Buchladen mit einer großen Auswahl Büchern, Secondhandbüchern, Zeitschriften und DVDs. Auch GLBT-Flyer und Infomaterial.

S212 [G5] Female & Partners, Spuistraat 100, Tel. 6209152, www.femaleandpartners.nl. Erotische Lingerie, Mode und Accessoires.

S213 [G4] Gays and Gadgets, Spuistraat 44, Tel. 3301461, www.gaysandgadgets.com. Geschenkeladen mit riesiger Auswahl und spezialisierter Gay-Touristeninfo, Mo.–Sa. 11–20, So. 12–20 Uhr.

S214 [G10] Mail&Female, Nieuwe Vijzelstraat 2, Tel. 6233916, www.mailfemale.com. Hier gibt es alles, was Sex und Erotik spannender und lustvoller macht. Sehr kompetente Beratung.

S215 [F7] Stout, Berenstraat 9, Tel. 6201676; www.stoutinternational.com. Erotica- und Lingeriegeschäft, auf die Wünsche weiblicher Kunden spezialisiert.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 177)

Amsterdam ist so sicher oder so gefährlich wie jede andere Großstadt auch. Für Kleinkriminalität wie etwa Taschendiebe sind besonders die touristischen Ballungsgebiete gefährlich (zum Beispiel Hauptbahnhof, die Gegend um die Museen, Leidseplein und Ähnliches). Am besten, man nimmt keine Dinge mit, die nicht unbedingt nötig sind. Ein kleiner Tipp: Normalerweise ist es so, dass sich die Leute in Amsterdam auch auf den belebtesten Straßen nicht, beziehungsweise nur selten berühren. Wenn man doch angerempelt wird, könnte man gerade seinen Geldbeutel losgeworden sein.

Ein weiterer beliebter Trick ist es, ermüdete Reisende mit viel Gepäck in ein Gespräch zu verwickeln, während ein Komplize in dieser Zeit das Gepäck klaut.

Besonders dreist sind die sogenannten Autobewacher. Kommt man zum Auto zurück, steht da eine kesse Blondine, die fünfzig Mäuse verlangt, weil sie auf das Auto aufgepasst hat. Lehnt man dankend ab, da man ja nicht um diesen Service gebeten hatte, kommt der Freund der Blondine (Typ „Wandschrank“) um die Ecke, um den Geldforderungen Nachdruck zu verleihen.

Des Weiteren ist es ratsam, alle Wertsachen aus dem Auto herauszunehmen, denn auf eine heulende Autoalarmanlage achtet in Amsterdam niemand mehr. Selbst Amsterdamer nehmen alles, auch ihre Autoradios, mit.

Bei der italienischen Methode schlagen zwei Jugendliche auf einem Moped im Verkehrsstau blitzschnell die Scheibe der Beifahrerseite ein, klauen Taschen oder Laptops und verschwinden dann im Nu. Also nichts auf dem Beifahrersitz ablegen.

Um das Gefühl von Sicherheit zu erhöhen, gibt es inzwischen in der Innenstadt einige Gebiete, in denen die Polizei auf der Straße und in öffentlich zugänglichen Gebäuden präventiv Personen kontrollieren und durchsuchen darf. Das Gebiet umfasst den größten Teil der Innenstadt.

Souvenirs (siehe Reiseführer S. 178)

Beliebte Mitbringsel aus Amsterdam:

µ Ajax-Artikel. Für Fußballfans ein absolutes Muss.

µ Amsterdammertjes. Die bekannten Straßenpfähle werden in den kommenden Jahren aus dem Straßenbild verschwinden. Noch gibt es sie als Sticker, Magnete oder aus Schokolade. Auch die echten Straßenpfähle kann man kaufen (siehe Exkurs „Amster- dammertjes“ im Kapitel „Altstadt“).

µ Blumenzwiebeln. Die meisten Sorten kommen im Spätsommer und Herbst in den Handel.

µ Diamanten. Ein schönes „Mitbringsel“, wenn man das nötige Kleingeld hat.

µ Vondelpark. Um die nötigen Renovierungsarbeiten zu unterstützen, kann man Vondelparksouvenirs (erhältlich in den Cafés/ Restaurants im Park) kaufen oder ab 10 € sogar ein virtuelles Stück Vondelpark erstehen. Auf dem Lageplan unter www. koopvondelpark.nl kann man einzelne Segmente anklicken und dann den Knopf koop anklicken, um sein Stück vom Park zu erwerben. Man erhält ein Zertifikat, das auch auf einen anderen Namen ausgestellt werden kann. Eine besondere Überraschung!

Sprache (siehe Reiseführer S. 179)

Das Niederländische gehört zur Sprachgruppe der westgermanischen Sprachen. Die Grammatik hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Englischen, die Wörter mit dem Deutschen. Viele moderne Wörter sind auch einfach aus dem Englischen übernommen. Allerdings ist hier Vorsicht angesagt, denn gerade Wörter, die wie im Deutschen klingen, haben inzwischen oft eine ganz andere Bedeutung. So heißt huren schlicht und ergreifend mieten, nicht mehr und nicht weniger.

Mit Englisch kann man sich in Amsterdam überall verständigen, in manchen Läden wird man zum Ärger vieler Einheimischer sogar schon auf Englisch angesprochen. Auch Speisekarten sind meistens auf Englisch und in anderen Sprachen zu bekommen.

Deutsch ist weit weniger beliebt, was teilweise mit Ressentiments im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun hat. Auch lernen sehr viel mehr Leute Englisch als Deutsch und fühlen sich deshalb sicherer, wenn sie Englisch sprechen können. In jedem Fall ist es gut, zunächst auf Englisch oder Deutsch zu fragen, ob ein Gesprächspartner die jeweilige Sprache spricht. Es macht wenig Mühe und schafft viel guten Willen beim Gegenüber.

Stadttouren, organisierte (siehe Reiseführer S. 179)

Die einfachste Adresse, um Informationen über angebotene Exkursionen und geführte Stadttouren zu erhalten, sind die einzelnen Niederlassungen der Touristeninformation (s. S. 165). Es gibt in Amsterdam jede Menge Firmen und selbstständig arbeitende Führer, die Touren zu verschiedenen Themen und Gebieten der Stadt anbieten. Ob mit dem Fahrrad, zu Fuß oder per Boot, Architekturführungen, Geisterwanderungen, Führungen durch den Grachtengürtel, das Jordaan- oder das Rotlichtviertel: Die Auswahl ist sehr groß und bei der Touristeninformation erhält man nicht nur Auskünfte darüber, in welchen Sprachen die Stadtführungen möglich sind, sondern man kann sie auch gleich vor Ort buchen.

µ Architekturführungen auf Englisch mit dem Bus bietet Museum Het Schip, Spaarndammerplantsoen 140, Tel. 4182885, www.hetschip.nl. Bus (Zaanstraat) 22

µ Bei Mee in Mokum („Mit in Mokum“) führen Senioren die Gäste von Dienstag bis Sonntag durch ihre Stadt. Mokum (abgeleitet vom arabischen Word Makam = Stadt) wird Amsterdam von den waschechten Amsterdamern genannt. Eine Anmeldung ist erwünscht und es ist wichtig, sich vorher zu erkundigen, in welcher Sprache eine Führung möglich ist. Gilde Amsterdam, Keizersgracht 346, Tel. 6251390 (Mo.–Fr. 13–16 Uhr), www.gildeamsterdam.nl

µ Eine ähnliche Idee steht hinter dem Konzept von Like a Local. Über eine Webseite ist es möglich, Kontakt mit Amsterdamern aufzunehmen, die etwas von ihren Interessen und ihrer Stadt vermitteln wollen. Das Angebot reicht von Ausflügen durch verschiedene Stadtviertel, über die holländische Küche bis hin zu Architektur, Mode und Design. www.like-a-local.com

µ Auch die meisten Fahrradverleihfirmen bieten geführte Radtouren durch die Stadt an und eine Bootsrundfahrt durch Amsterdam lässt sich oft als besondere Themenfahrt wie Candlelight-, Pizza- oder Jazz-Cruise buchen (s. S. 173).

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 180)

Es gibt zahlreiche Telefonläden privater Anbieter in der Innenstadt. Hier sollte man sich vorab genau nach den Tarifen erkundigen.

Die nächste Möglichkeit sind Telefonzellen, die die grasgrüne Farbe der KPN Telecom tragen. Es gibt noch ein paar Münzautomaten, diese werden jedoch immer stärker von Kartentelefonen verdrängt. Telefonkarten für 5 oder 10 € gibt es bei der Post und bei Zeitschriften- und Tabakhändlern.

Die Kartentelefone in der Innenstadt gehören der KPN Telecom. Da die niederländische Bahn selbst auch an einem Telekomunternehmen beteiligt ist, braucht man auf den Bahnhöfen andere Telefonkarten, die man an den Schaltern der niederländischen Bahn kaufen kann. Insgesamt nimmt jedoch die Zahl der Telefonzellen stark ab.

Das eigene Mobiltelefon lässt sich in den Niederlanden problemlos nutzen, denn die meisten Mobilfunkgesellschaften haben Roamingverträge mit den niederländischen Gesellschaften. Wegen hoher Gebühren sollte man bei seinem Anbieter nachfragen oder auf dessen Website nachschauen, welcher der Roamingpartner günstig ist, und diesen per manueller Netzauswahl voreinstellen. Nicht zu vergessen sind die passiven Kosten, wenn man von zu Hause angerufen wird (Mailbox abstellen!). Der Anrufer zahlt nur die Gebühr ins heimische Mobilnetz, die teure Rufweiterleitung ins Ausland zahlt der Empfänger.

Wer über ein SIM-lock-freies Mobiltelefon verfügt, kann sich auch im Supermarkt eine örtliche Prepaid-Karte besorgen. Damit kann man günstig innerhalb der Niederlande telefonieren, hat dann aber eine andere Telefonnummer.

Um ins Ausland telefonieren zu können, muss man 0049 (Deutschland), 0043 (Österreich), 0041 (Schweiz) und daran anschließend die gewünschte Ortsnetzkennzahl ohne die Null wählen. Aus dem Ausland muss man für die Niederlande die Vorwahl 0031 eingeben.

Die Ortsnetzkennzahl von Amsterdam ist 020. Aus dem Ausland wählt man also 0031 20 und die jeweilige Teilnehmernummer.

Bei Verlust/Diebstahl eines Handys mit deutschem Anbieter sollte man die Karte sofort unter 0049 116116 sperren.

Theater (siehe Reiseführer S. 181)

Wer das Theater liebt, wird in einem der rund hundert Amsterdamer Theater sicherlich etwas Passendes finden können. Besonders stolz ist man hier nicht nur auf die Amsterdamer Oper, das Stadttheater (stadsschouwburg) oder das Theater Carré, die auch im Ausland bekannt sind, sondern auch auf die vielen kleineren Theater, weil hier Neues ausprobiert und viel experimentiert wird. Von Klassik bis Moderne, Ethnospektakel bis Avantgarde kommt hier jeder auf seine Kosten. Darüber hinaus sind die Niederländer weltbekannt für ihre klassischen und modernen Ballettensembles.

Das aktuelle Programm findet man bei den Touristeninformationen (s. S. 165) und in den vielen Infoblättern, die an vielen Stellen kostenlos ausliegen (siehe „Publikationen und Medien“). Auch wenn beispielsweise die Infozeitung „Uitkrant“ in niederländischer Sprache geschrieben ist, kann man dort durch die Titel der Stücke, Namen von Autoren, Schauspielern und Sängern und die Namen der Theater etwas Besonderes, Spannendes oder Schönes heraussuchen. Die Eintrittskarten erhält man dann an den entsprechenden Vorverkaufsstellen (s. S. 166).

Uhrzeit (siehe Reiseführer S. 181)

In den Niederlanden gilt die mitteleuropäische Zeit. Das heißt, Sommer- und Winterzeit werden gemeinsam mit den Nachbarländern Ende März und Ende Oktober angeglichen.

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 184)

Hotels

Amsterdam bietet mit über 37.000 Hotelbetten für jeden etwas. Von billig bis luxuriös von modern bis klassisch. Die Amsterdamer Hotelbranche lebt vom Touristengeschäft, was bedeutet, dass die Hotelzimmer in den Sommermonaten und an den Wochenenden gut ausgebucht und daher teuer sind. Das Preisniveau liegt im Allgemeinen recht hoch. Die besten Chancen auf ein echtes Schnäppchen hat man in den Wintermonaten (Feiertage wie Weihnachten oder Silvester natürlich ausgenommen). Frühes Buchen ist auf jeden Fall eine gute Idee.

Amsterdam bietet in der Innenstadt zahllose Hotels in renovierten historischen Gebäuden. Große Hotelketten finden sich häufiger in Neubauten. Ein Hotelzimmer in einem historischen Gebäude bietet ein geschmackvolles Ambiente, ist aber meist eher klein. Auch sind die Flure und Zimmer nur teilweise oder gar nicht per Aufzug zugänglich. Wer gehbehindert ist, sollte sich daher unbedingt vorher genau erkundigen, denn holländische Treppenhäuser können gewöhnungsbedürftig steil sein. Auch sonnen sich manche Hotels in lange vergangenem Glanz, wobei man als Besucher eher auf Renovierungsarbeiten und – daraus folgend – schalldichtere und sich frischer präsentierende Räume gehofft hätte.

Amsterdam ist eine lebendige Stadt mit einem vielseitigen Nachtleben und einem hohen Verkehrsaufkommen, daher muss man in der Innenstadt mit einer gewissen Lärmbelästigung rechnen. Dennoch sind Hotels in der Innenstadt ideal für einen Besuch der Stadt, da in Amsterdam alles leicht zu Fuß erreichbar ist. Falls man mit dem Auto anreist, muss man zum Zimmerpreis pro Tag 25–50 € extra für einen Parkplatz in Hotelnähe einkalkulieren. Nur die wenigsten Hotels verfügen über eigene Parkmöglichkeiten.

Inzwischen hat es sich eingebürgert, dass im Preis für eine Übernachtung das Frühstück nicht mehr inbegriffen ist. Dafür fällt zumeist ein Betrag zwischen 10 und 25 € pro Person an. In den Vier- und Fünfsternehotels wird für den entsprechenden Preis normalerweise ein ausgezeichnetes Frühstücksbüfett geboten. Bei kleineren Hotels erfüllt, was Niederländer unter einem reichhaltigen Frühstücksbuffet verstehen, vielleicht nicht immer alle Erwartungen, aber in der Innenstadt gibt es ja zahlreiche Möglichkeiten, sich ein schönes Café zu suchen.

Internet ist in fast allen Hotels verfügbar, jedoch nicht immer gratis. Auch die Touristensteuer von 5 % ist oft nicht im Preis enthalten.

Die Sterne in Beneluxhotels werden für Komfort und Ausstattung eines Hotels vergeben, z. B. die Zahl der Etagen mit Aufzügen, den Zugang zu Telekommunikationsmitteln usw.

Zimmersuche von zu Hause aus

Wer die Hin- und Rückreise über ein Reisebüro bucht, kann sich dort auch nach Übernachtungsmöglichkeiten erkundigen. Die Chance, dass Reiseveranstalter durch die Abnahme einer Mindestzahl von Übernachtungen günstige Angebote machen können, ist ziemlich hoch. Normalerweise haben diese Unternehmen auch Erfahrungen mit dem Service und den Leistungen der bei ihnen angeschlossenen Hotels.

Wer die Sache lieber selbst in die Hand nimmt, orientiert sich am besten übers Internet und bucht anschließend z. B. bei der Touristeninformation:

µ www.iamsterdam.com, Tel. 0031 20 2018800, reservations@atcb.nl. Selbstbuchungen über das Internet sind gratis, ansonsten fallen 14 € Buchungskosten an.

Gute Angebote besonders bei frühen Buchungen findet man hier:

µ www.hoteliers.com/de. Buchungssystem, mit dem man direkt beim jeweiligen Hotel bucht. Der Betrag der Kreditkarte wird erst in der Unterkunft abgebucht.

µ www.hotels.nl bietet einen guten Überblick und Beschreibungen der einzelnen Hotels sowie Rezensionen anderer Hotelgäste.

Zimmersuche in Amsterdam

Die erste Anlaufstelle kann auch hier wiederum der Fremdenverkehrsverein mit seinen Touristeninformationen (s. S. 165) sein. Die Mitarbeiter dort sind sehr hilfsbereit, sprechen mehrere Sprachen und können direkt eine Zimmerreservierung durchführen. Wenn man dann schon mal dort ist, kann man sich auch noch gleich mit allem möglichen Infomaterial, zum Beispiel zu den laufenden Veranstaltungen, eindecken.

Auf dem Damrak Þ gibt es noch zahlreiche Hotelvermittlungen anderer Anbieter.

Hotelauswahl

Die €-Zeichen geben eine Indikation für den Preis eines normalen Doppelzimmers mit Dusche und WC pro Nacht. Die Preise vieler Hotels variieren jedoch je nach Jahreszeit enorm und große Hotelketten bieten teilweise sehr günstige Sondertarife. Alle aufgeführten Hotels bieten einen Internetzugang.

€ unter 100 €

€€ 100–150 €

€€€ 150–230 €

€€€€ über 230 €

h216 [F7] Ambassade Hotel €€€, Herengracht 341, 1016 AZ Amsterdam, Tel. 5550222, www.ambassade-hotel.nl. Untergebracht in zehn Grachtenhäusern aus dem 17. Jh. an der wichtigsten Gracht Amsterdams bietet dieses Hotel (59 Zimmer) mit einem stimmigen Ambiente und gutem Service einen angenehmen Aufenthalt. Viele Schriftsteller sind hier zu Besuch.

h217 [E8] American Hotel €€€, Leidsekade 97, 1017 PN Amsterdam, Tel. 5563200, www.amsterdamamerican.com. Die 175 Zimmer sind luxuriös im Art-nouveau-Stil eingerichtet. Neben Angeboten des Hotels (z. B.Fitnesszentrum oder Solarium) sollte man das Café/Restaurant Americain besuchen, das lange als Treffpunkt von Künstlern und Schriftstellern galt. Heinrich Mann soll hier während seines Exils am Mephisto gearbeitet haben.

h218 [M9] Arena Hotel €€, ?s Gravesande­straat 51, 1092 AA Amsterdam, Tel. 8502400, www.hotelarena.nl. 127 minimalistisch modern ausgestattete Zimmer in einem ehemaligen Waisenhaus. Zum Komplex gehören auch ein Restaurant und ein Nachtklub.

h219 [H10] Asterisk Hotel €€, Den Texstraat 16, 1017 ZA Amsterdam, Tel. 6241768, www.asteriskhotel.nl. Das Hauptgebäude in einer ruhigeren Straße aus dem 19. Jh. wurde zunehmend erweitert, sodass die 40 Zimmer sehr unterschiedlich in Größe und Ausstattung (teilweise ohne eigenes Badezimmer) enstanden sind. Inkl. Frühstück. Kreditkartenzuschlag.

h220 [E8] Backstage Hotel €€, Leidsegracht 114, 1016 CT Amsterdam, Tel. 6244044, www.backstagehotel.nl. Der Musikszene verschriebenes Designkonzept. Bordcase-Möbel, Theaterspiegel, iPod-Station, Schlagzeughocker. In der Nähe des Leidseplein gelegen. Kreditkartenzuschlag.

h221 [C10] De Filosoof €€€, Anna van den Vondelstraat 6, 1054 GZ Amsterdam, Tel. 6833013, www.sandton.eu/amsterdam. In der Nähe des Vondelparks gelegen, ist hier jedes Zimmer einem großen Denker gewidmet.

h222 [F8] Dikker & Thijs Fenice Hotel €€€, Prinsengracht 444/Ecke Leidsestraat, Tel. 6201212, www.dtfh.nl. 2001 vollständig neu renoviert, moderne Einrichtung, absolut zentrale Lage.

h223 [J8] Eden Hotel Amsterdam €€€, Amstel 144, www.edenhotelgroup.com, Tel. 5307878. An der Amstel, ganz in der Nähe des Rembrandtplein ê gelegen. 218 modern renovierte Zimmer.

h224 [H4] EMB Hotels Bellevue Hotel €€, Martelaarsgracht 10, 1012 TP Amsterdam, Tel. 5309570, www.embhotels.nl/bellevue. In frischem modernem Design ausgestattete Zimmer, einen Katzensprung vom Hauptbahnhof É entfernt. Zum Hotel gehört eine der ältesten Kneipen Amsterdams, das Café Karpershoek.

h225 Hampshire Hotel Beethoven €€, Beethovenstraat 43, www.hotelbeethoven.nl, Tel. 6644816. Modernes und gepflegtes Hotel in einer der noblen Einkaufsstraßen. Übernachtung inkl. Frühstück.

h226 [H9] Hampshire Inn Prinsengracht €€, Prinsengracht 1015, 1017 KN Amsterdam, Tel. 6237779, www.prinsengrachthotel.nl. Gemütliches Hotel (34 Zimmer) mit Garten an der Prinsengracht.

h227 [E4] Hotel Acacia €, Lindengracht 251, 1015 KH Amsterdam, Tel. 6221460, www.hotelacacia.nl. Mitten im Jordaanviertel liegt dieses kleine, einfache Hotel, das auch die Möglichkeit von Apartments mit Selbstversorgung bietet.

h228 [J10] Hotel V Frederiksplein €€, Weteringschans 136, www.hotelv.nl, Tel. 6623233. 2008 neu eröffnetes Hotel, stilvoller Chic.

h229 [H6] NH Grand Hotel Krasnapolsky €€€, Dam 9, 1012 JS Amsterdam, Tel. 5549111, www.nh-hotels.com. 468 Zimmer mitten auf dem Dam beim Ehrendenkmal. Bietet vom Friseur bis zu verschiedenen Restaurants alles, was man braucht unter einem Dach. Bekannt für den Wintergarten von 1880.

h230 [H12] Van Ostade Bicycle Hotel €, Van Ostadestraat 123, 1072 SV Amsterdam, Tel. 6793452, www.bicyclehotel.com. Bietet Stellplätze für mitgebrachte Fahrräder und vermietet auch welche. Sehr einfache Zimmer, inkl. Frühstück. Kreditkartenzuschlag.

h231 [E10] Park Hotel Amsterdam €€€, Stadhouderskade 25, 1071 ZD Amsterdam, Tel. 6711222, www.parkhotel.nl. Die 184 Zimmer in dem historischen Gebäude sind mit modernster Designerausstattung gestaltet. In den renovierten Standardzimmern ist das Badezimmer nicht vollständig räumlich getrennt.

h232 [E6] Pulitzer €€€, Prinsengracht 315–331, 1016 GZ Amsterdam, Tel. 5235235, www.pulitzer.nl. Schön gelegenes Luxushotel an der Prinsengracht, die 231 Zimmer bieten einen Ausblick auf die Gracht oder den Garten. Restaurant mit französischer Küche sowie Hotelbar und Gartenzimmer im Art-nouveau-Stil.

h233 [D9] Prinsen Hotel €€, Vondelstraat 36, Tel. 6162323, www.prinsenhotel.nl. In einer ruhigen Straße hinter dem Leidseplein gelegen und mit Hausbar. Dieses ca. 1870 gebaute Haus (und einige andere in der Vondelstraat) wurden vom Stararchitekten seiner Zeit, P. J. H. Cuypers (Rijksmuseum ÷, Hauptbahnhof É), entworfen. Inkl. Frühstück.

h234 [H6] RHO Hotel €€, Nes 5–23, 1012 KC Amsterdam, www.rhohotel.com, Tel. 6207371. Nahe beim Dam gelegenes Hotel, nicht mehr ganz aktuelle Ausstattung mit Fahrradverleih. Inkl. Frühstück. Hotelgarage.

h235 [G4] Singel Hotel €€, Singel 13–17, 1012 VC Amsterdam, Tel. 6263108, www.singelhotel.nl. 36 Zimmer in drei authentischen Gebäuden aus dem 17. Jh. Inkl. Frühstück.

h236 [G5] Swissôtel €€€, Damrak 96, 1012 LP Amsterdam, Tel. 5223000, www.swissotel.com. Direkt beim Dam gelegenes Hotel mit 109 modern, komfor­- tabel ausgestatteten Zimmern.

h237 [F5] ?t Hotel €€, Leliegracht 18, 1015 DE Amsterdam, Tel. 4222741, www.thotel.nl. Kleines Hotel in einem alten Grachtenhaus an einer ruhigeren Gracht. Zimmer teilweise mit Grachtenblick (diese bieten auch mehr Platz). Inkl. Frühstück.

h238 [G4] Westcord Hotel City Centre Amsterdam €€, Nieuwezijds Voorburgwal 50, 1012 SC Amsterdam, Tel. 4220011, www.westcordhotels.nl. 106 moderne und gut ausgestattete Zimmer, zentral in der Innenstadt gelegen.

Youth hostels

j239 [G5] Bob’s Youth Hostel, Nieuwezijds Voorburgwal 92, www.bobsyouthhostel.nl, Tel. 6230063. Zentrale Lage nicht weit vom Bahnhof entfernt. Für Schlafräume von vier bis sechs Personen 22 € pro Bett, DZ 70 €.

j240 [H6] The Bulldog Hotel, Oudezijds Voorburgwal 220, 1012 GJ Amsterdam, Tel. 6203822, www.bulldoghotel.com. Das kürzlich renovierte Jugendhotel am Rande des Rotlichtviertels ergänzt das Angebot der verschiedenen Bulldog Bars, Cafés und Coffeeshops und bietet Schlafsaalbetten (27–35 €) sowie Räume für ein, zwei (76–120 €), drei und vier Personen (114–185 €) und Apartments. WLAN.

j241 [H4] Flying Pig Downtown Hostel, Nieuwendijk 100, Tel. 4206822, www.flyingpig.nl. Mitten in der Innenstadt. Preis pro Bett zwischen 14 € (Schlafsaal) und 40 € (DZ), inkl. Frühstück, Bettwäsche, WLAN. Hostel-Bar.

j242 [E10] Flying Pig Uptown Hostel, Vossiusstraat 46–47, www. flyingpig.nl, Tel. 4004187. Liegt in der schönen Wohngegend beim Vondelpark. Preis pro Bett zwischen 14 € (Schlafsaal) und 30 € (DZ). Inkl. Frühstück, Bettwäsche, WLAN. Hostel-Bar.

j243 [J5] Meeting Point, Warmoestraat 14, Tel. 6277499, www.hostel-meetingpoint. nl. Liegt zentral im Rotlichtviertel. Bett (18- Bett-Schlafsaal) 14–25 €, (8-Bett-Schlaf- saal) 18–30 €, inkl. Frühst., Bettw., WLAN.

j244 [H7] Stayokay Amsterdam Stadsdoelen, Kloveniersburgwal 97, Tel. 6246832, www.stayokay.nl. Schlafräume für 8, 12, 16 und 20 Personen. Bar, Waschmaschinen. Bett 15–35 €, für Mitglieder 2,50 € weniger. Alles einschließlich Frühstück und Bett­wäsche, WLAN.

j245 [E10] Stayokay Amsterdam Vondelpark, Zandpad 5, Tel. 5898996, www.stayokay.nl. Das mit 536 Betten größte Hostel der Stadt. Zimmer für 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 20 Personen. Bar, Restaurant, Waschmaschinen, Fahrradverleih. Bett 34–43 € (6-Bett-Zimmer), 38–55 € (DZ), inkl. Frühstück und Bettwäsche, WLAN. Mitglieder 2,50 € Rabatt. Reservierung empfohlen.

j246 [J6] The Shelter City, Baarndesteeg 21–25, Tel. 6253230, www. shelter.nl. Christliches Jugendhotel in der Innenstadt. Nach Geschlechtern getrennte Schlafsäle. Alkohol nicht gestattet. Bett 16,50–26,50 € (12–20 Betten), 18,50–28,50 € (6–8 Betten) und 20–30,50 € (4 Betten), Frühstück und Bettwäsche inklusive, WLAN.

j247 [D6] The Shelter Jordaan, Bloemstraat 179, Tel. 6244717, www. shelter.nl. Gleiches gilt für dieses Haus. Café und Gartenterrasse. WLAN.

Campingplätze

Die Campingplätze rund um Amsterdam sind gut ausgestattet: Laden, Restaurant/Bar, Waschmaschinen, Trockner, Plätze für den Abwasch, Internetzugang. Bei den ganzjährig geöffneten Plätzen ist in der Nebensaison allerdings nicht immer das ganze Serviceangebot vorhanden. Am besten man erkundigt sich vorher. Teilweise bieten die Campingplätze auch Hütten, Bungalows oder Schlafplätze an. Nicht bei allen Plätzen sind Reservierungen möglich. Bei den Campingplätzen im Süden und Südosten der Stadt muss man mit Fluglärm rechnen. Durchschnittliche Preise der Amsterdamer Campingplätze: Pro Person 3–8 €, Auto 3–10 €, Wohnwagen/Wohnmobil 6,50–16 €, Zelt 3–10,50 €, Elektrizität 3,50–5 €.

z248 Camping Vliegenbos, Meeuwenlaan 138, 1022 AM Amsterdam, Tel. 6368855, Fax 6322723, www.vliegenbos.com. Liegt in einem Waldgebiet im Norden Amsterdams. Sowohl die Stadt als auch die Umgebung sind von hier gut zu erreichen. Es werden auch Schlafplätze in Hütten vermietet. Geöffnet von Apr. bis einschl. Sept. Bushaltestelle (Linien 32, 33 und 361) Richtung Innenstadt in 200 m Entfernung.

z249 Camping Zeeburg, Zuider IJdijk 20, 1095 KN Amsterdam, Tel. 6944430, www.campingzeeburg.nl. Liegt auf einer kleinen Insel im IJ-Meer und bietet von allen Campingplätzen die schnellste Verbindung in die Innenstadt Amsterdams, was den Campingplatz bei jungen Leuten beliebt macht. Fahrradverleih (Apr.–Okt.). Ganzjährig geöffnet.

z250 De Badhoeve, Uitdammerdijk 10, 1026 CP Amsterdam, Tel. 4904283, Sept.–Apr. Tel. 0299602976, www.campingdebadhoeve.nl. Direkt am Wasser gelegener Familiencampingplatz im Naturschutzgebiet Kinselmeer, idealer Startpunkt für Wassersportaktivitäten und Ausflüge in die Dörfer der Umgebung. Will man Amsterdam nicht mit dem eigenen Auto besuchen, erreicht man die Innenstadt per Bus (einmal umsteigen). Geöffnet Apr. bis einschl. Sept.

z251 Gaasper Camping Amsterdam, Loosdrechtdreef 7, 1108 AZ Amsterdam, www.gaaspercamping.nl, Tel. 6967326, Fax 6969369. Liegt im Naherholungsgebiet Gaasperplas im Südosten der Stadt. Auf dem See kann man segeln, surfen, rudern und fischen, Motorboote sind nicht zugelassen. Direkter S-Bahn-Anschluss in die Innenstadt. Geöffnet von Mitte März bis Ende Okt.

z252 Het Amsterdamse Bos, Schinkeldijkje, Aalsmeer, Postadresse: Kleine Noorddijk 1, 1187 NZ Amsterdam, Tel. 6416868, Fax 6402378, www.campingamsterdamsebos.nl. Familiencampingplatz mit viel Grün am Südzipfel des Amsterdamer Stadtwalds. Ganzjährig geöffnet. Außer Stellplätzen für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte gibt es auch Cottages und einfache Schlafplätze in Hütten zu mieten.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 190)

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Innenstadt Amsterdams lässt sich prima zu Fuß erlaufen. Alle Sehenswürdigkeiten und Museen erreicht man aber auch hervorragend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wer davon viel Gebrauch machen möchte, kauft sich am besten eine Tages- oder Mehrtageskarte. In der „I amsterdam Card“ ist eine solche Karte auch inbegriffen. Dann braucht man sich für den Rest der Zeit nicht mehr darum zu kümmern und kann sich auch mal den Luxus gönnen, nur eine oder zwei Haltestellen zu fahren. Außerdem gelten die Karten für alle Zonen des Stadtverkehrs und die Nachtbuslinien.

Das Tarifsystem des gesamten öffent­lichen Verkehrs in Amsterdam (einschließlich Bahnfahrten) ist auf eine Chipkarte (OV-Chipkaart) umgestellt. Diese aufladbare Karte eignet sich für Touristen allerdings nur bedingt, da das Erstellen der Chipkaart 7,50 € Grundgebühr kostet und jede Person eine eigene Karte braucht. Fährt man nur sehr wenige Strecken, dann kann man einen Einzelfahrschein am Schalter oder Kartenautomaten erwerben.

Bei Bussen muss man durch Handzeichen an der Haltestelle deutlich machen, dass man mitfahren möchte. Straßenbahnen halten dagegen immer an jeder Haltestelle. Eine extra Buslinie entlang der Prinsengracht ist der sogenannte Stop/Go. Er fährt Mo.–Sa. von 9–17.30 Uhr von Waterlooplein (bei Mr. Visserplein) über Prinsengracht zum Hauptbahnhof und weiter zum Oosterdok, wo sich die Hauptstelle der Bibliothek befindet, und zurück. Man kann den Kleinbus einfach durch Handzeichen anhalten und auch einfach aussteigen, indem man dem Fahrer sagt, wo man raus möchte. Tageskarten sind gültig. Eine Stop/Go-Karte kostet 1 € für eine Stunde. Erhältlich sind sie beim Fahrer.

In de kleine uurtjes, das heißt, in den Stunden nach Mitternacht, werden mehrere Buslinien zu einer Nachtbuslinie zusammengefasst, die allerdings teurer ist. Die Routen sind dann auch anders gelegt. An den verschiedenen Bushaltestellen steht jeweils, welcher Nachtbus hier vorbeifährt.

Kartenverkauf

Tages- und Mehrtageskarten, die „OV-Chipkaart“ und die „I amsterdam Card“ (s. S. 165) gibt es bei allen Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe (GVB). An allen U-Bahn-Stationen gibt es auch Kartenautomaten, an denen man fast alle Kartensorten mit Bargeld oder Kreditkarte kaufen kann. Die „I amsterdam Card“ gibt es auch bei allen Touristeninformationen. Die Ein- oder Mehrtageskarte des GVB kostet: 24 Std. 7 €, 48 Std. 11,50 €, 72 Std. 15,50 €, 96 Std. 19,50 €.

Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe (GVB)

µ Stationsplein (vor dem Hauptbahnhof): Mo.–Fr. 7–21 Uhr, Sa., So. 10–18 Uhr

µ U-Bahnstation Hauptbahnhof, Station Zuid, Station Lelylaan: Mo.–Fr. 7–18 Uhr

µ Station Bijlmer ArenA, U-Bahnhof Weesperplein: Mo.–Fr. 7–18, Sa. 10–18 Uhr

µ : Tel. 09008011, täglich 8–22 Uhr

µ www.gvb.nl

Reiseinformationen

Unter der Nummer 09009292 (70 ct/Minute) oder www.9292ov.nl kann man Informationen darüber erhalten, wie man mit öffentlichen Verkehrsmitteln von einer Adresse zur anderen kommt. Eingespeichert sind alle niederländischen Adressen, auch öffentliche Einrichtungen, Museen oder Ähnliches.

Taxi

Die größte Taxizentrale der Stadt (TCA) hat die Telefonnummer 7777777 oder 0900 6777777 (www.tca-amsterdam.nl). Sie arbeitet mit festen Tarifen und erfahrenen Fahrern und akzeptiert Kreditkartenzahlung. Es gibt jedoch seit einiger Zeit noch jede Menge weitere Anbieter. Früher vergab die Stadt nur wenige, teure Genehmigungen. Um die Konkurrenz zu erhöhen, wurde diese Politik aufgegeben, woraufhin in Amsterdam der „Taxikrieg“ um die guten Stellplätze ausgebrochen ist.

Um doch die Qualität zu erhöhen, wurde von Taxibranche, Konsumentenorganisationen und Stadt ein Beratungsgremium gegründet. Jedes Taxi kann jetzt seine eigenen Tarife festlegen, so lange sie unter dem gesetzlichen Maximum liegen und deutlich sichtbar innen und außen zu erfahren sind, was allerdings nichts über das Orientierungsvermögen eines Fahrers aussagt. Die meisten Hotels haben sicherlich eine oder mehrere Nummern, mit denen man gute Erfahrungen gemacht hat, und können abschätzen, was eine Strecke etwa kosten sollte.

Die Taxitarife berechnen sich aus einem Starttarif von 7,50 € (inkl. 2 km) und einem darauf folgenden Kilometertarif von 2,20 €. Berechnet werden die gefahrenen Kilometer und nicht Wartezeiten in Staus o. Ä.

Mit den Taxis am Flughafen Schiphol gibt es öfter Ärger. Da die Taxifahrer teilweise Stunden warten müssen, kommt es vor, dass Fahrer noch in der Halle Kunden abfangen und deren Kosten erhöhen, indem sie ein paar Ehrenrunden drehen. Zur Orientierung: Der Standardtarif von TCA für die Strecke Schiphol–Innenstadt beträgt 42 €.

Umgekehrt kann es auch durchaus vorkommen, dass Taxifahrern eine Strecke zu kurz ist und sie deshalb eine Fahrt nicht annehmen.

In der Stadt kann man ein Taxi anhalten, wenn das Schild oben beleuchtet ist. Darüber hinaus gibt es in der Nähe von Hotels, Museen, Bahnhöfen oder sonstigen Sehenswürdigkeiten in den meisten Fällen einen Taxistand. Normalerweise nimmt man dann das erste Taxi in der Reihe. Offizielle Taxis haben ein blaues Nummernschild, müssen die Tarife auf einer Karte angeben, die innen und außen zu lesen ist und der Fahrer muss einen Chauffeurspass auf dem Armaturenbrett haben.

Schnelltaxis dürfen die Fahrstreifen für Busse und Straßenbahnen benutzen und kommen somit besser durch. Zu erkennen sind sie an einer Freistellungskarte (ontheffing), die an der Windschutzscheibe auf der Beifahrerseite angebracht ist. Für diese Genehmigung muss man eine zusätzliche Taxifahrerprüfung machen.

In Amsterdam gilt an vielen Stellen ein absolutes Halteverbot. Es kann also tatsächlich sein, dass ein Taxifahrer seine Gäste nicht direkt vor der Haustüre aussteigen lassen darf.

µ www.taxi.amsterdam.nl

µ Application txxi (www.txxiapp.com): per Knopfdruck ein Taxi bestellen

Wassertaxi

Wer keine Lust hat, nur zu Fuß oder mit den „normalen“ öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein, und einmal eine etwas andere Route nehmen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 5356363 ein Watertaxi bestellen. 7,50/12,50 € Startkosten, dann 1,75/2,25 € pro Minute.

µ www.water-taxi.nl

Wielertaxi

Ein Fahrradtaxi als umweltfreundliche und etwas langsamere Alternative, um von A nach B zu kommen, kann man entweder auf der Straße anhalten oder per Telefon bestellen: Tel. 0628247550 und 0638822683 (11–3 Uhr). 1 € pro Person für drei Minuten, Minimumtarif 2,50 € pro Person.

µ www.wielertaxi.nl, Standplätze: Damrak, Korte Leidsedwarsstraat

Bootsfahrten

µ Museumboot: Die Rederij Lovers (s. S. 174) unterhält zwei Linien, die verschiedene Museen anfahren. Man kann den ganzen Tag ein- und aussteigen.

µ Der Artis Expres (ebenfalls Rederij Lovers) fährt vom Hauptbahnhof É zum Zoo (s. S. 23) im Plantageviertel (auch Tropenmuseum, Planetarium, Hortus Bota­nicus) und wieder zurück.

µ Der Canalbus (Weteringschans 26, Tel. 0900 3334442, www.canal.nl) fährt vom Hauptbahnhof É mit vier Linien 19 Haltestellen an diversen Sehenswürdigkeiten an. Man kann den ganzen Tag ein- und aussteigen.

Fähren

Direkt hinter dem Hauptbahnhof É fahren drei Fähren in den Nordteil Amsterdams, die für Fußgänger und Radfahrer gratis sind. Falls man keine Lust auf eine lange Grachtenfahrt hat, so kann man man auf diese Art und Weise doch eine kleine Fahrt übers Wasser genießen.

µ IJpleinveer

µ Buiksloterwegveer

µ NDSM-Werfveer

Versicherungen (siehe Reiseführer S. 193)

Von allen Versicherungen sollte man die Notfallnummern notieren und zusammen mit der Policenummer gut aufheben! Bei Eintreten eines Notfalles kann man so die Versicherungsgesellschaft sofort telefonisch verständigen!

Auslandskranken- versicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen von Deutschland und Österreich garantieren eine Behandlung im akuten Krankheitsfall auch in den Niederlanden, wenn die Versorgung nicht bis nach der Rückkehr warten kann. Als Anspruchsnachweis benötigt man die Europäische Krankenversicherungskarte, die man von seiner Krankenkasse erhält.

Im Krankheitsfall besteht ein Anspruch auf ambulante oder stationäre Behandlung bei jedem zugelassenen Arzt und in staatlichen Krankenhäusern. Bezahlt werden die zu Hause üblichen Kostenvergütungen, weshalb im Ausland geleistete Zahlungen teilweise nicht gedeckt sein können.

Solche Kosten können über eine private Reisekrankenversicherung abgedeckt werden, eine Reiserückholversicherung erstattet die Ausgaben für einen Krankenrücktransport, der von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen wird.

Schweizer sollten bei ihrer Krankenversicherungsgesellschaft nachfragen, ob die Auslandsdeckung auch für die Niederlande inbegriffen ist. Sofern man keine Auslandsdeckung hat, kann man sich kostenlos bei Soliswiss (Gutenbergstr. 6, 3011 Bern, Tel. 031 3810494, info@soliswiss.ch, www.soliswiss.ch) über mögliche Krankenversicherer informieren.

Zur Erstattung der Kosten benötigt man ausführliche Quittungen (mit Datum, Namen, Bericht über Art und Umfang der Behandlung, Kosten der Behandlung und Medikamente).

Wetter (siehe Reiseführer S. 194)

In Amsterdam herrscht Seeklima, auch wenn die ursprünglichen Seearme inzwischen durch Eindeichungen von den Gezeiten abgeschnitten sind.

In Temperaturen ausgedrückt, bedeutet dies, dass es in Amsterdam im Sommer häufig nicht wirklich heiß wird. Die Obergrenze liegt normalerweise bei ca. 25 C°, vereinzelt steigt das Quecksilber auch auf oder etwas über 30 C° – eine Temperatur, die man hier bereits als „tropisch“ bezeichnet. An solchen Tagen kommt es zu hoffnungslos überfüllten Zügen nach Zandvoort und zu den übrigen Stränden, auf denen man um ein Plätzchen kämpfen muss.

Dafür wird es im Winter aber auch nicht übermäßig kalt. Unter 0 C°sinkt die Temperatur nur an wenigen Tagen. Dies kann einen Weihnachtsurlaub in Amsterdam durchaus zu einer Alternative zu den langen Warteschlangen am Skilift werden lassen.

Von Oktober bis Januar liegt der Durchschnitt bei rund 12 Tagen Niederschlag im Monat, in den übrigen Monaten liegt er bei etwa 10 Tagen. Wind- und regenfeste Kleidung ist also angebracht.

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