004fl Abb.: gs
Der von ihnen genutzte Internet Explorer 6 unterstützt viele aktuelle Web-Funktionalitäten nicht. Für einen ungetrübten Genuss unseres Internetauftritts empfehlen wir eine aktuellere Version des Internet Explorers oder einer anderen Browser-Software.
Individualreisende finden zu fast allen wichtigen Zielen ein Handbuch von Reise Know-How. Gut so, denn damit sind sie bestens bedient. FOCUS Online
|
||||||||||||
| ||||||||||||
|
||||||||||||
|
||||||||||||
|
||||||||||||
|
||||||||||||
|
Autor: Schenk, GünterDieser kompakte Reiseführer führt seine Leser zielsicher durch die flämischen Städte Antwerpen, Brügge und Gent. Man erfährt alles über die faszinierende Architektur, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und die abwechslungsreiche Geschichte der alten Handelsstädte. Genauso spannend ist die Gegenwart: flämische Lebensfreude spiegelt sich in Festen und Feiern wider. Der aktuelle Stadtführer zeigt, wo sich die besten Bars, Lokale und Restaurants befinden. Kultur- und Shoppingangebote werden ausführlich beschrieben, denn Antwerpen, Brügge und Gent haben sich zu Hochburgen der modernen Kunst und der Mode in Belgien entwickelt. Eine Vielzahl verlässlicher Tipps lässt keine reisepraktischen Fragen offen: Anreise, empfehlenswerte Unterkünfte in allen Preisklassen, öffentliche Verkehrsmittel, Verhaltenstipps, Reisen mit Kindern, Informationsstellen, ... Die eng mit dem Text verzahnten, detaillierten Stadtpläne (als Faltplan zum Herausnehmen) erleichtern die Orientierung. Eine kleine Sprachhilfe trägt zur schnellen Verständigung und damit zu einem unkomplizierten Kurzurlaub in Flandern bei.
Aus dem Inhalt:
| Ihre Meinung | |||
angezeigte Latest News: 1 bis 3 (von 3 insgesamt)
Seiten: 1
Renovierung Genter Altar von Autor Günter Schenk (März 2013)
Der Genter Altar in Gent wird zurzeit renoviert. Bis voraussichtlich 2017 wird nur ein Teil davon in der St.-Bavo-Kathedrale zu sehen sein. Der Rest wird im Museum für Schöne Künste öffentlich zugänglich renoviert. Weitere Informationen siehe: www.visitgent.be/de/event-restaurierung-genter-altar
Fehler im Stadtplan von Verlag (September 2012)
Im Quadranten F5 ist eine Straße falsch benannt. Im Plan sind zwei Straßen mit Falconplein gekennzeichnet. Die Straße oberhalb des Hessenhuis muss Hessenplein heißen.
Antwerpen - Leihfahrräder, Fotomuseum von Michael Schülke (August 2012)
Folgendes ist mir aufgefallen:
S. 62; Punkt 13 Museumsviertel Het Zuid:
FoMu Fotomuseum der Provinz Antwerpen fehlt (Bietet eine Sammlung von Fotografien und Fototechnik vom 19. bis 21. Jh. und außerdem Wechselausstellungen. Die Sammlung enthält einige "Ikonen" der internationalen Fotografie und ist überhaupt nicht provinziell. Waalsekaai 47, www.fotomuseum.be )
S. 110 Verkehrsmittel oder S. 101 Radfahren:
Velo Antwerpen fehlt: Fahrräder zum Ausleihen als öffentliches Verkehrsmittel für Kurzstrecken, Tagespass 3 €, Wochenpass 7 €, Fahrten bis 30 min Dauer sind frei. http://www.velo-antwerpen.be/
Ansonsten ein praktischer Reiseführer zur Vorbereitung und auch zum Mitnehmen für unterwegs.
angezeigte Latest News: 1 bis 3 (von 3 insgesamt)
Seiten: 1
Antwerpen, Brügge, Gent aus der Luftperspektive
Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.
Besitzer der 3. Auflage finden die passenden GoogleMaps-Ansichten hier:
Faltplan als Geo-PDF
Der Faltplan des Buches wurde zur Nutzung auf PC, Laptop, Smartphones, iPhone und iPad speziell angepasst und georeferenziert und wird hier unten als Geo-PDF bereitgestellt. Mit dem Analyse-Werkzeug des aktuellen Adobe Acrobat Reader können die geographischen Daten in der Karte angezeigt und kann nach solchen gesucht werden.
Für iPhone und iPad empfehlen wir die App "PDF Maps" der Firma Avenza (www.avenza.com) mit vielen praktischen Zusatzfunktionen auf der Basis unserer Karte. Die App importiert den kostenlosen Stadtplan wahlweise aus dem integrierten Map Store oder von unserem Server unter http://www.reise-know-how.de/gpsmap/citymap-antwerpen-2012.pdf
http://www.reise-know-how.de/gpsmap/citymap-bruegge-2012.pdf
http://www.reise-know-how.de/gpsmap/citymap-gent-2012.pdf
| Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
004fl Abb.: gs
Praktische Reisetipps
Wer Flanderns Metropolen besuchen will, braucht eigentlich kein eigenes Fahrzeug, denn alle Städte sind mit dem Zug leicht zu erreichen. Vor Ort stehen für Fußfaule Mietwagen oder Fahrräder zur Verfügung. Was gegen das eigene Auto spricht, sind zudem die großen Fußgängerzonen und teuren Parkplätze. Vor allem Brügge und Gent haben ihre Innenstädte zum Großteil für den Verkehr gesperrt.
Wer allerdings einen kurzen Badeurlaub an der Nordsee in sein Ferienprogramm mit einplant oder seine Zelte nicht in der Stadt, sondern auf dem Land aufschlagen will, ist mit den eigenen vier Rädern am besten dran. Die Anreise mit dem Flugzeug lohnt sich bestenfalls für Österreicher, Schweizer, Süd- und Ostdeutsche.
Wer nicht gerade im deutschen Westen wohnt, ist mit dem Auto nach Flandern gewöhnlich einen Tag unterwegs. Wer aus Österreich, der Schweiz oder Süddeutschland anreist, sollte unter Umständen eine Übernachtung in der Saar-Lor-Lux-Region oder den Ardennen einplanen. Die grüne Versicherungskarte als Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung ist für die Einreise nach Belgien keine Pflicht, kann einem aber Ärger ersparen. Selbstverständlich ist die Mitnahme von Fahrzeugschein und Führerschein.
Belgien hat ein besonders dichtes und sehr gut ausgebautes Autobahnnetz. Die Anreise nach Flandern erfolgt in der Regel über die Autobahn Köln–Aachen–Brüssel oder Duisburg–Eindhoven–Antwerpen oder für alle, die aus Richtung Schweiz oder Baden-Württemberg kommen, über die Autobahn Luxemburg–Brüssel.
Mautgebühren kennt Belgien im Moment noch keine. Nur der Autobahntunnel auf dem Antwerpener Ring kostet Gebühren. Allerdings plant das Land ab 2013 die Einführung einer Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen.
Nachdem auch Belgien seine Schnellbahnstrecken weiter ausgebaut hat, ist die Bahn eine bequeme und schnelle Alternative zum Auto. Viele Züge fahren direkt nach Brüssel, von wo es nicht mehr weit zu den anderen flandrischen Städten ist. So ist man z. B. von Frankfurt aus mit dem ICE in rund drei Stunden in Belgiens Hauptstadt, etwa sieben Stunden dauert die Anreise aus Hamburg oder Berlin.
Von Brüssel aus verkehren Anschlusszüge Richtung Antwerpen, Gent oder Brügge tagsüber mindestens im Stundentakt, zu Spitzenzeiten noch häufiger. Die Fahrzeit von Brüssel nach Antwerpen dauert ca. 35 Minuten, nach Gent rund 40 Minuten und nach Brügge eine knappe Stunde. Belgiens Bahnen fahren übrigens links. Wer also seinen Bahnsteig wie gewohnt nach Gefühl wählt, sieht seinen Zug dann auf der anderen Seite abfahren!
Wer nicht an einen bestimmten Termin gebunden ist, sollte den Sondertarif Europa-Spezial der Deutschen Bahn nutzen, der schon für 39 € (1. Klasse: 69 €) eine einfache Fahrt nach Flandern möglich macht. Allerdings muss man sich dann auf bestimmte Züge festlegen, man ist also nicht so flexibel wie mit einer normalen Fahrkarte. Über die besten Zugverbindungen nach Antwerpen, Brügge und Gent informieren die Webseiten der jeweiligen Bahngesellschaften:
µ Info-Telefon der Belgischen Bahn zu Sonderangeboten und Fahrzeiten: Tel. +32 (0)25 282828 (tgl. 7–21.30 Uhr)
Für jüngere Leute und Reisende mit größerem Gepäck und viel Zeit ist die Anreise mit dem Bus eine Überlegung wert. In der Regel fährt das Busunternehmen Deutsche Touring von vielen größeren deutschen Städten aus nach Flandern (einfache Fahrt zum Teil schon für unter 20 €). Von Wien über Linz betreibt die Firma Eurolines, ein Zusammenschluss europäischer Busgesellschaften, eine Verbindung nach Belgien.
Auch wenn Antwerpen einen eigenen Airport hat, aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Stadt nicht direkt angeflogen. Das gilt auch für den westflämischen Flughafen Ostende/Brügge. Für Flugreisende nach Flandern bleibt so zur Anreise gewöhnlich nur der internationale Flughafen Brüssel-Zaventem (www.brusselsairport.be), der knapp 14 km nordöstlich von Brüssel liegt.
Brüssel-Zaventem wird täglich von allen großen deutschen, Schweizer und österreichischen Flughäfen aus angesteuert. Oft – wie nach Berlin, Frankfurt, Zürich oder Wien – gibt es gleich mehrere Verbindungen am Tag. Zu den wichtigsten Fluglinien nach Belgien gehören Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airline. Als Chartergesellschaft operiert auf der Strecke nach Berlin und Genf auch easyJet. Germanwings verbindet die belgische Hauptstadt täglich mit Stuttgart.
Suchmaschinen (z. B. www.swoodoo.com) helfen gelegentlich bei der Jagd nach einem Schnäppchen. Noch sicherer geht man, wenn man die Webseiten der einzelnen Fluggesellschaften nach günstigen Angeboten durchforstet. Oft kann man, wenn man seine Reise nur um ein paar Stunden oder Tage verlegt, sehr viel Geld sparen.
Kein Problem ist die Verbindung vom Flughafen Brüssel in die flandrischen Metropolen. Direkt unter dem Terminal befindet sich eine Bahnstation, von der Züge bis zu viermal stündlich in ca. 20 Minuten zu den drei wichtigsten Bahnhöfen Brüssels (Nord, Centrale und Midi) fahren. Von dort geht es nach Antwerpen, Brügge oder Gent problemlos weiter. „Diabolo“ heißt eine neue Schnellzugverbindung, die den Brüsseler Flughafen Zaventem in einer guten halben Stunde mit Antwerpen verbindet und den zeitraubenden Umweg über Brüssel überflüssig macht.
Gut sind auch die Busverbindungen vom Flughafen. So fährt jede Stunde der „Airport Express“ direkt in die Innenstadt von Antwerpen und umgekehrt. Die Fahrzeit beträgt rund 45 Minuten, Tickets (Erwachsene 10 €, Kinder 5 €) gibt es direkt beim Fahrer. Die Busse verkehren von morgens um fünf Uhr bis Mitternacht.
Autofahrer sollten sich auf ein Geschwindigkeitslimit auf allen belgischen Autobahnen von 120 km/h einrichten. Auf zweispurigen Nationalstraßen gilt Tempo 90, in Ortschaften Tempo 50 oder 30. Raser seien vor der belgischen Polizei gewarnt, die mit Radargeräten überall präsent ist. Zudem sind die Strafen für Raser in Belgien deutlich höher als in anderen Ländern. Wichtig: Bußgelder müssen Touristen an Ort und Stelle bar begleichen.
Straßenbahnen und Busse haben immer Vorfahrt. Die Alkoholgrenze beträgt 0,5 ?. Wer mehr Alkohol im Blut hat, ist seinen Führerschein erst einmal für ein paar Stunden los! Und natürlich sind auch in Belgien Handytelefonate am Steuer verboten.
Wegen des Mangels an Parkraum in den Innenstädten kennen Flanderns Behörden gegenüber Parksündern wenig Pardon. Da die Parkgebühren in den Innenstädten recht hoch sind, in der Regel mindestens 2 € pro Stunde, ist es oft sinnvoll, sein Fahrzeug außerhalb der City auf einem ausgeschilderten Park-and-ride-Platz zu parken und mit Bus oder Straßenbahn weiterzufahren.
Öffentliche Parkgaragen sind mit dem Schild „Parkeergarages“ markiert. Sollte man entlang einer Straße einen Parkplatz gefunden haben, zieht man sein Parkticket (Parkeerticket) aus einer der Parkuhren (Parkeermeter) in der Nähe. (In den meisten Städten müssen Parkuhren inzwischen bis 22 Uhr bedient werden.) Seit neuestem kann man an vielen Parkuhren auch per Handy bezahlen. Vor Bordsteinen, die mit einer gelben Linie durchgehend gekennzeichnet sind, besteht generelles Parkverbot.
Mitnehmen müssen Autofahrer nach Belgien auch eine Warnweste, die nach einem Unfall oder einer Panne angelegt werden muss. Wer bei Kontrollen ohne Weste erwischt wird, muss mit sehr hohen Bußgeldern rechnen. Da die belgischen Pannenhilfe-Unternehmen nicht verpflichtet sind, Nichtmitgliedern zu helfen, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt einen im Ausland gültigen Schutzbrief zu erwerben, der u. U. größere Ausgaben erspart.
µ Allgemeine Pannen-Notrufnummer: 070 344777, mit Handy +32 (0) 70344777
µ ADAC: Tel. +49 (0)89 222222
µ ÖAMTC: Tel. +43 (0)1 2512000
µ Touring Club Schweiz: Tel. +41 (0)22 4172220
Fast alle großen Mietwagenfirmen haben in den drei flandrischen Städten und auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem Verleihstationen. Am besten bucht man sein Fahrzeug schon von zu Hause aus, entweder direkt beim Vermieter oder über einen der vielen Internetbroker:
Auf dem oft holprigen Pflaster in den historischen Stadtkernen ist das Rollstuhlfahren nicht immer einfach. Auch fehlt manchmal ein behindertengerechter Zugang zu Hotels und Museen. Allerdings werden überall große Anstrengungen unternommen, diese Defizite abzubauen. So sind die meisten großen Museen inzwischen barrierefrei, außerdem wurden auf öffentlichen Parkplätzen spezielle Plätze für Behinderte ausgewiesen. Auch die öffentlichen Busse sind großteils behindertengerecht ausgestattet, zumindest alle neuen Fahrzeuge.
Für allgemeine Auskünfte über behindertengerechtes Reisen (Hotel, Museen, Freizeitmöglichkeiten) steht die Organisation „Toegankelijk Reizen“ zur Verfügung, ein Service von Tourismus Flandern, der aus der Zusammenarbeit verschiedener Organisationen hervorgegangen ist. Auf der Website der Organisation (www.toevla.be) finden sich viele Tipps, die Blinden und Behinderten das Reisen erleichtern. Dort kann man auch nachschauen, wie rollstuhltauglich etwa Hotels, Restaurants oder Museen in Flandern sind.
µ Toegankelijk Reizen, Grasmarkt 61, 1000 Brüssel, www.toegankelijkreizen.be, Tel. +32 (0)70 233050 (Mo.–Fr. 10–16 Uhr)
µ Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Rue Jacques de Lalaingstraat 8–14, 1040 Brüssel, Tel. +32 (0)2 7871800, Bereitschaft für Notfälle: Tel. 0475 577762, www.bruessel.diplo.de, Mo.–Fr. 9–12, Mi. auch 14.30–16 Uhr
µ Österreichische Botschaft, Place du Champ de Mars 5, 1050 Brüssel, www.bmeia.gv.at, Tel. +32 (0)2 2890700, Bereitschaft für Notfälle: 0486 288104, Mo.–Fr. 10–12.30 Uhr
µ Schweizer Botschaft, Rue de la Loi 26, 1040 Brüssel, Tel. +32 (0)2 2854350, www.eda.admin.ch/bruxelles, Mo.–Fr. 9–12 Uhr
In Belgien beträgt die Stromspannung in der Regel 230 Volt Wechselstrom bei einer Frequenz von 50 Hz, ist also mit jener in D, A und CH identisch. Für mitgebrachte Geräte wie Föhn oder Laptop dürften die genormten Steckdosen problemlos sein.
Belgien ist Teil der Euro-Zone, sodass ein Devisentausch für Deutsche und Österreicher nicht nötig ist. Der Wechselkurs des Schweizer Franken zum Euro schwankt (Stand Mitte 2012: 1 CHF = 0,84 €, 1 € = 1,20 CHF).
Die Mehrwertsteuer beträgt 21 % und heißt auf Niederländisch „Belasting over de Toegevoegde Waarde“, kurz BTW. Für Nahrungsmittel, Zeitungen, Bücher und ein paar Waren oder Dienstleistungen, die als Grundbedürfnisse angesehen werden, gilt ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 6 %. Da Geschäfte, Restaurants und Hotels, Museen und große Veranstalter in der Regel alle gängigen Kreditkarten akzeptieren, braucht man in seiner Reisekasse eigentlich nur Taschengeld. Bei Zahlung mit einer Kreditkarte muss man aber unter Umständen seinen Ausweis vorlegen.
Wie anderswo auch sind in Belgien die Preise in den Stadtzentren oft höher als im Umland. Das gilt vor allem für Unterkunft und Verpflegung. So zahlt man auf dem Marktplatz in Brügge für ein Glas Bier deutlich mehr als in einer Kneipe am Stadtrand. Das Preisniveau selbst unterscheidet sich wenig vom deutschen. Etwas preiswerter sind häufig die öffentlichen Verkehrsmittel, etwas teurer die Eintrittspreise. Mit einem Mittelklassehotel und zwei Mahlzeiten am Tag sollte man, ein paar Museumsbesuche mit eingerechnet, pro Person mit einem Tagessatz von 100 bis 140 € in allen drei Städten gut hinkommen.
µ Deutschland: Tourismus Flandern-Brüssel, Cäcilienstraße 46, 50667 Köln, Tel. 0221 2709770, www.flandern.com
µ Österreich und Schweiz: Tourismus Flandern-Brüssel, Mariahilfer Str. 121b, 1060 Wien, Tel. 01 5960660, www.flandern.at
i160 [I E6] Tourismus & Kongress Antwerpen, Grote Markt 13–15, 2000 Antwerpen, Tel. +32 (0)3 2320103, www.visitantwerpen.be, Mo.–Sa. 9–17.45 Uhr, So. 9–16.45 Uhr. Eine Zweigstelle der Touristeninformation, die zu den gleichen Zeiten geöffnet hat, findet sich am Antwerpener Hauptbahnhof É.
i161 [II C8] In & Uit - Toerisme Brugge, ’t Zand 34 (Concertgebouw), 8000 Brügge, Tel. +32 (0)50 444646, www.brugge.be, tgl. 10–18 Uhr. Ein zweites Info-Büro findet sich am Bahnhof (Mo.–Fr. 10–17 Uhr, Sa.–So. 10–14 Uhr).
i162 [III D5] Toerisme Gent, Sint-Veerleplein 5, 9000 Gent, Tel. +32 (0)9 2665660, www.visitgent.be, Mo.–Fr. 9.30 –18.30 Uhr (Nov.–März 9.30–16.30 Uhr).
µ Use-It, www.use-it.be, Tel. +32 (0)9 3243906. Website der flandrischen Städte eigens für Jugendliche.
µ www.visitantwerpen.be , www.brugge.be, www.visitgent.be: Die offiziellen Seiten der Verkehrsämter der drei Städte verschaffen einen ersten Überblick über die touristischen Angebote.
µ www.rubensonline.be: Unter dieser Internetadresse findet sich eine aktuelle Datenbank mit Informationen zu allen in Flandern befindlichen Rubens-Gemälden.
µ www.antiek.com: lückenlose Auflistung der Trödel- und Antiquitätenläden in den belgischen Städten (englisch)
Die wichtigsten Tageszeitungen der Region sind die in Antwerpen erscheinende „Gazet van Antwerpen“. In Gent wird die Zeitung „De Gentenaar“ geschätzt. Beide Blätter sind konservativ und unterhalten eigene Onlineausgaben. Eher linke Positionen vertritt „De Morgen“. Meistgelesenes Blatt in Flandern ist die in Brüssel erscheinende „Het Laatse Nieuws“, die täglich mehr als eine Million Leser hat.
Deutschsprachige Zeitungen und aktuelle Publikationen liegen gewöhnlich auch in den Stadtbibliotheken aus. Dort finden sich zum Teil auch Internetanschlüsse:
µ Stadtbibliothek Permeke – Antwerpen, De Conickplein 26, Mo.–Do. 10–20, Fr./Sa. 10–17, So. 10–14 Uhr
µ Stadtbibliothek Brügge, Kuiperstraat 3, Mo.–Fr. 9.30–19, Sa. 9.30–17 Uhr
µ Stadtbibliothek Gent, Graaf van Vlaanderenplein 40, Mo.–Do. 10–19, Fr. 10–17, Sa. 10–17 Uhr
Eine Übersicht über die wichtigsten Veranstaltungen in den Städten geben unter anderem in Brügge das kostenlose „Brugge Cultuurmagazine“. In Gent empfiehlt sich ein Blick in die Tageszeitung „De Gentenaar“ (www.nieuwsblad.be). In Antwerpen sollte man die Beilagen der „Gazet von Antwerpen“ (www.gva.be) durchforsten, die immer gute Vorschläge zu Freizeitaktivitäten wie Radwanderungen oder Stadtspaziergänge enthalten.
Die Versorgung mit öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots ist in allen drei Städten gut. Im Grunde verfügen alle Hotels und auch immer mehr Restaurants sowie Cafés über WLAN-Verbindungen. Zum Teil sind diese allerdings kostenpflichtig! Brügge baut im Moment ein über die ganze Innenstadt verteiltes Drahtlos-Netz auf, das an den wichtigsten Punkten wie Bahnhof, Markt oder dem Platz ’t Zand schon funktioniert. In der kostenlosen Version ist die Bandbreite allerdings stark eingeschränkt.
@163 [I E6] 2 zones, Wolstraat 15, Antwerpen, Tel. 03 2322400, www.2zones.com, Mo.–Fr. 11.30–24 Uhr, Sa. u. So. 11.30–1 Uhr
@164 [II F6] Bauhaus, Langstraat 133–137, Brügge, Tel. 050 341093, tgl. 7–23 Uhr, minutengenaue Abrechnung
@165 [III F9] Outpost Gent, Oltergemsesteenweg 13, Gent, Tel. 09 2454484, tgl. 11.30–2 Uhr
Das belgische Gesundheitssystem ist effizient und gut organisiert. In allen drei Städten finden sich Kliniken. In dringenden Fällen helfen auf alle Fälle die Unfallstationen (Spoedgevallen) der Krankenhäuser, die meist mit einem roten Kreuz und dem Namen der Klinik ausgeschildert sind.
Auch wenn es seit Kurzem für gesetzlich Krankenversicherte eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) gibt, die eine medizinische Grundversorgung im europäischen Ausland garantiert, ist es noch immer ratsam, eine eigene Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, die die Kosten einer Privatbehandlung und im Ernstfall den Rücktransport übernimmt.
Ausgewählte Krankenhäuser:
+166 A. Z. St. Augustinus, Oosterveldlaan 24, Antwerpen, Tel. 03 4433900
+167 A. Z. Sint-Jan, A. Ruddershove 10, Brügge, Tel. 050 452111
+168 [III E12] Universitätsklinik Gent, De Pintelaan 185, Gent, Tel. 09 3322111
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter diesen Nummern zu erreichen:
µ Antwerpen: Tel. 0900 10512
µ Brügge: Tel. 050 452111
µ Gent: Tel. 09 2365000
µ Zahnärzte Antwerpen: Tel. 09 0339969
Die unter der Bezeichnung Apotheek geführten Apotheken, gewöhnlich an einem grünen Neonkreuz zu erkennen, sind in der Regel wie alle Einzelhandelsgeschäfte werktags zwischen 9 und 12 und 14 bis 18 Uhr, zum Teil aber auch durchgehend geöffnet. Samstags ist meist bis 14 Uhr geöffnet. Wie in Deutschland auch hängt abends und an Wochenenden an jeder Apotheke eine Liste mit dem Apothekennotdienst (wacht) aus. Über die nächstgelegene, nachts geöffnete Apotheke informiert die landesweite Nummer 0900 10500 (tgl. 22–9 Uhr) oder die Website www.apotheek.be.
Auch in Flandern hat man sich darauf eingestellt, dass zunehmend Kinder mit ihren Eltern auf Reisen sind. Das ein oder andere Museum bietet eigene Führungen oder spezielle Veranstaltungen für Kinder an, über die die Websites der Kulturorganisationen informieren. So offeriert beispielsweise das S.M.A.K. ò in Gent oder das Rubenshaus Í in Antwerpen für Kinder eigene Führungen auch in deutscher Sprache. Im STAM (s. S. 41) kann mit Legosteinen an einem eigenen Gent gebaut werden. Weitere Empfehlungen:
o169 [I H7] Aquatopia, Koningin Astridplein 7, Antwerpen, Tel. 03 2050740, www.aquatopia.be, tgl. 10–18 Uhr (Einlass bis 17 Uhr), Eintritt: 14,50 €, Kinder bis 12 Jahre und Senioren über 60 Jahre 10 €. Einmalige Unterwasserwelten in Bahnhofsnähe, mehr als zehntausend Fische und Meerestiere in natürlicher Umgebung sind hier zu bestaunen. Schon die Website macht neugierig!
o170 Boudewijn Seapark, A. De Baeckestraat, 128200 Sint-Michiels, Tel. 050 408408, www.boudewijnseapark.be, 10–17 Uhr (Juli und Aug. bis 18 Uhr), Eintritt: 24 €, Kinder bis 12 Jahre 20 €. Von Oktober bis März ist der Besuch bei eingeschränkten Öffnungszeiten preiswerter. Der Vergnügungspark für Alt und Jung vor den Toren der Stadt Brügge (Bus Nr. 7 oder 17 ab Haltestelle ’t Zand Ø) wartet mit einem großen Delfinarium auf. Tägliche Vorstellungen mit Seelöwen, Seehunden, Delfinen und Greifvögeln garantieren Spaß für die ganze Familie.
m171 [III F8] „De Wereld van Kina“, Sint-Pietersplein 14, Gent, Tel. 09 2447373, www.dewereldvankina.be, Mo.–Fr. 9–17, So. 14–17.30 Uhr, Eintritt: 2,50 €, Kinder bis 12 Jahre Eintritt frei. Viele Hundert Replikate, Modelle und Artefakte illustrieren in Kindern angemessener Darstellungsform die Entwicklung des Menschen, führen ein in die Welt der Tiere. Am anderen Stadtende (Berouw 55) unterhält das Museum eine eigene Pflanzenabteilung mit Flanderns ältestem Naturlehrgarten (Ticket ist für beides gültig).
o172 [II C4] Speeldorp (Spieldorf), Diksmuidestraat 5, Brügge, Tel. 050 348427, www.speeldorp.be, Mi., Sa., So. und in den Ferien tgl. 13–18 Uhr, Eintritt: 5 € (Erwachsene kostenlos). Unter einem festen Dach steht Spielzeug jeder Art bereit, locken Hindernisbahnen und andere Attraktionen.
Ê [I I7] Zoo Antwerpen. Einer der ältesten und bekanntesten europäischen Tiergärten lässt nie Langeweile aufkommen. Zahlreiche Tiere erwarten Groß und Klein!
Natürlich kann man auch in Belgien Feuerwehr, Polizei und Sanitäter unter der europaweit einheitlichen 112 erreichen, aber auch die alten Nummern haben noch ihre Gültigkeit:
µ Feuerwehr und medizinischer Notdienst: Tel. 100
µ Polizei: Tel. 101
µ Gift-Notruf-Zentrale: Tel. 070 245245
µ Tierärztlicher Bereitschaftsdienst (Antwerpen): 09 2170062
µ Telefonseelsorge: 106
Bei Verlust von deutschen Maestro-, Kredit- und SIM-Karten gilt überwiegend die einheitliche Sperrnummer 0049 116116, im Ausland zusätzlich die Nummer 0049 3040504050. Details finden sich im Internet unter www.sperr-notruf.de. Es empfiehlt sich, (von einem erhaltenen Merkblatt bzw. der Kartenrückseite) die individuelle Karten-Sperrnummer zu notieren.
Da es für österreichische und Schweizer Karten keine zentrale Sperrnummer gibt, sollten sich deren Inhaber nach einer aktuell gültigen Notrufnummer ihres jeweiligen Kartenanbieters erkundigen.
µ Geschäfte: Mo.–Sa. 10–18 Uhr (Kernzeit)
µ Banken: Mo.–Fr. 9–15.30 Uhr
µ Museen: tgl. 10–17 Uhr (Kernzeit), viele sind allerdings montags oder dienstags geschlossen.
Etwas kompliziert ist das Frankieren von Briefen oder Postkarten geworden. Denn der Wert auf den Briefmarken wird in Frankierungseinheiten von Eins bis Drei angezeigt, nicht mehr in Euro oder Cent.
Jedes Ziel verlangt eine passende Frankierungseinheit. Ein einfacher Brief (bis 50 g) nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz muss mit Frankierungseinheit Eins versehen werden. Die einfachste Wertmarke für eine Auslandssendung kostet 1,09 € pro Stück, ab 5 Marken 0,99 €. Das heißt, dass Briefmarken im Sammelkauf deutlich billiger sind. Die Wertmarken sind in Tabakläden, an Kiosken und auf Postämtern erhältlich.
Die Postämter sind gewöhnlich montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr geöffnet.
P173 [I E7] Hauptpost Antwerpen, Groenplaats 43
P174 [II D7] Hauptpost Brügge, Markt 5
P175 [III E6] Hauptpost Gent, Lange Kruisstraat 55
Flandern ist ein Paradies für Radfahrer. Da es so gut wie keine großen Steigungen gibt, ist der Drahtesel eines der wichtigsten Verkehrsmittel der Region. Auch in vielen Zügen können Fahrräder gegen Gebühr problemlos mitgenommen werden.
Viele Fahrradverleiher haben sich auf Touristen eingestellt. Inzwischen werden auch Tandem-Räder und Mountainbikes angeboten. Auch die staatlichen Belgischen Eisenbahnen verleihen in Brügge und Gent preisgünstig Fahrräder (Mo.–Fr. 7.30–19 Uhr, Sa./So. 9–21 Uhr). Pro Tag sollte man mit Mietkosten von mindestens 10 € rechnen.
o176 [I D6] De Windroos, Steenplein 1, Antwerpen, Tel. 03 4809388
o177 [I D7] De Ligfiets, Steenhouwersvest 25, Antwerpen, Tel. 03 2937456
o178 [II C9] Bahnhof Centraal, Stationsplein, Brügge, Tel. 050 302329
o179 [II F6] Bauhaus Bike Rental, Langestraat 145, Brügge, Tel. 050 341093
o180 [III C9] Bahnhof St. Pieters, Koningin Maria-Hendrikkaplein, Gent, Tel. 09 2412224
o181 [III F4] Biker, Steendam 16, Gent, Tel. 09 2242903
µ Infos im Internet: www.radflandern.com
µ Literaturtipp: Bikeline Radatlas Flandern-Route, Verlag Esterbauer
Antwerpen gehört neben Brüssel zu den Schwulenhochburgen Europas. Vor allem am Wochenende sind die Klubs Ziel vieler erlebnishungriger Männer jeden Alters – auch aus Deutschland und den Niederlanden. In keiner anderen belgischen Stadt heiraten mehr Homosexuelle. Vor allem in der Van Schoonhovenstraat [I I6/7] in der Nähe des Hauptbahnhofs ballen sich die Szenelokale, viele Partynächte fangen hier an.
In Antwerpen, aber auch in Gent, gibt es für Schwule und Lesben einen eigenen Stadtplan, der alle einschlägigen Adressen enthält. In Antwerpen ist die entsprechende Broschüre im Touristenbüro am Grote Markt (s. S. 99) erhältlich, in Gent im Schwulen- und Lesbenzentrum Casa Rosa (s. u.). Keine große Rolle dagegen spielt die Szene im öffentlichen Leben Brügges.
:182 [I F5] Hessenhuis Café, Falconrui 53, Antwerpen, Tel. 03 2311356, www.hessenhuis.com, Mo.–Fr. ab 11 Uhr, Sa.–So. ab 15 Uhr. Tagsüber meist gemischtes Publikum, abends Trendbar mit gleichgeschlechtlichem Flair.
#183 [II E8] Boléro, Garenmarkt 32, Brügge, Tel. 050 338111, Do.–Mo. ab 22 Uhr. Einzige Schwulen- und Lesbenkneipe in Brügges Innenstadt.
o184 [III E5] Casa Rosa, Kammerstraat 22, Gent, Tel. 09 2692812, tgl. 15–1 Uhr, www.casarosa.be. Erste Anlaufstation für Schwule und Lesben. Mo., Mi. und Sa. mit Informationsbüro.
:185 [I E5] Red&Blue, Lange Schipperskapelstraat 11–13, Antwerpen, Tel.03 2130555, www.redandblue.be, Sa. 11–7 Uhr, 10 €. Belgiens populärster Gay-Klub mit internationalem Publikum.
Flandern gehört zu den sicheren Regionen Europas. Probleme bereiten hin und wieder, wie überall in größeren Städten Belgiens, jugendliche Rowdys, die unter Alkoholeinfluss randalieren oder Schlägereien anzetteln.
Grundsätzlich gelten die üblichen Sicherheitshinweise: Keine Gegenstände sichtbar im Auto zurücklassen. Auf Großveranstaltungen oder Märkten, aber auch beim Einkaufsbummel in den Shoppingcentern sollte man sich vor Taschendieben hüten. Das gilt für Zugreisende vor allem beim Umsteigen in Brüssel, dessen Bahnhöfe Tag und Nacht von Taschendieben bevölkert sind. In einigen Stadtteilen außerhalb der flandrischen Innenstädte sollte man abends und nachts besonders wachsam sein, erst recht, wenn man alleine unterwegs ist.
Im Falle eines Überfalls, Autoaufbruchs, Diebstahls, Betrugs, Sachbeschädigung und anderer krimineller Delikte wendet man sich am besten an die örtliche Polizei. Alle drei Polizeidienststellen sind täglich rund um die Uhr besetzt:
X186 [I E7] Polizei Antwerpen, Oudaan 5, Tel. 03 3385711
X187 [II C8] Polizei Brügge, Hauwerstraat 3, Tel. 05 0448844
X188 [III B6] Polizei Gent, Antonius Triestlaan12, Tel. 09 2666111
In der Regel finden sich die großen Sport- und Freizeitzentren außerhalb der Innenstädte – etwa in Gent der große Sport- und Freizeitpark Blaarmeersen. Dort gibt es nicht nur Möglichkeiten zur Gymnastik, sondern auch Tennis- und Squashplätze, eine Minigolfanlage, ein großes Radsportzentrum, Anlagen für fast alle Ballsportarten und ein Schwimmbad. In Antwerpen wurde 2009 der Park Spoor Noord eröffnet: Eine riesige Freizeitanlage mit Wasserspielplätzen, Rad- und Skateboardpisten und vielen Rasenflächen stehen den Besuchern zu Verfügung.
`189 [I H4] Park Spoor Noord, zwischen Ellermanstraat und Viaduct-Dam, Antwerpen, Tel. 03 2269667
`190 Sport- und Freizeitpark Blaarmeersen, Zuiderlaan 5, Gent, Tel. 09 2668170, www.gent.be/blaarmeersen
Belgien ist ein dreisprachiges Land. Neben Deutsch an der Grenze zur Bundesrepublik wird im Süden Französisch und im flandrischen Norden Niederländisch gesprochen. Aus diesem Grund muss man bei der Anreise besonders aufmerksam sein, denn die meisten Städte firmieren unter verschiedenen Namen. Aachen kann auf Autobahnschildern als niederländisch „Aken“ oder französisch „Aix-La-Chapelle“ ausgeschildert sein. Brüssel taucht niederländisch als „Brussel“, französisch als „Bruxelles“ auf, Gent französisch als „Gand“. Brügge schreibt man auf Niederländisch „Brugge“ und auf Französisch „Bruges“, Antwerpen auf Französisch „Anvers“. Allerdings will man das demnächst ändern und alle Städte einheitlich ausschildern.
In allen flandrischen Städten wird in der Regel Flämisch (Niederländisch) gesprochen. Genauer betrachtet ist es ein niederländischer Dialekt, allerdings wird dieser durch die in den Schulen gelehrte niederländische Standard- bzw. Hochsprache immer mehr verdrängt.
Aber auch mit Englisch oder Deutsch kommt man in den Metropolen meist zurecht. So sind in allen größeren Restaurants Speisekarten auch in Englisch oder Deutsch erhältlich.
Wer sich näher mit dem Flämischen auseinandersetzen will, dem sei der Kauderwelsch-Sprechführer „Flämisch – Wort für Wort“ von Elfi Gilissen aus dem Reise Know-How Verlag empfohlen.
Alle drei Städte bieten neben klassischen Stadtrundgängen Dutzende von Spezialführungen an, zum Teil auch in deutscher Sprache. Während die allgemeinen Stadtrundgänge im Sommer oft ohne große Voranmeldung möglich sind, sollte man sich zu den Themenführungen mindestens drei Wochen vorher anmelden. Außerdem empfiehlt es sich, vorab zu klären, in welcher Sprache die Führung erfolgen kann.
In Antwerpen gibt es einen eigenen kleinen Katalog mit Themenwanderungen, der bei der Stadtführerzentrale erhältlich ist. Eine zweistündige Stadtführung auch in deutscher Sprache bietet Antwerpen jedes Wochenende um 14.30 Uhr an, im Juli und August sogar täglich (Treffpunkt: Tourismus & Kongress Antwerpen, Grote Markt s. S. 99, 8 €, im Vorverkauf 6 €).
In Brügge organisiert Toerisme Brugge (s. S. 99) eine Kneipentour, Weltkulturerbewanderungen, einen Spaziergang zu den flämischen Meistern oder ins hanseatische Brügge. Andere Touren führen an den Grachten entlang, zu Kirchen und Kapellen, alten Stiftshäusern oder lassen Sagen und Legenden aufleben. Außerdem gibt es im Juli und August täglich eine zweistündige Stadtführung, die um 14.30 am Tourismusbüro (’t Zand 34, s. S. 99) startet. Den Rest des Jahres werden jedes Wochenende um 14.30 Uhr (im Winter um 17 Uhr) ebenfalls Führungen angeboten.
Groß ist auch das Angebot in Gent, dort kümmern sich gleich mehrere Anbieter um die Besucher. Klassische und kulturelle Touren organisiert der Gidsenbond Gent, der offizielle Stadtführerverband, das ganze Jahr über – auch in deutscher Sprache. Ausgefallenere Angebote gibt es bei Vizit. Dort sind u. a. die kulinarischen Touren durch Gent zu buchen (12–120 € p. P.).
i192 [III D8] Gidsenbond Gent – Königlicher Fremdenführerverband von Gent und Ostflandern, Godshuizenlan 2b, Gent, Tel. +32(0)9 2330772, www.gidsenbond-gent.be, Mo.–Fr. 9–12.30 Uhr
i193 [III E4] Vizit, Corduwanierstraat 4a, Gent, Tel. +32 (0)9 2337689, Mo.–Fr. 10–13 und 14–17, Sa. 10–18 Uhr, www.vizit.be
µ Antwerp Diamond Bus, Tel. +32 (0)9 8517264, tgl. von April bis Oktober, stündlich 10.30–16.30 Uhr ab Centraal Station É, im Winter nur Sa. und So., 13 €. Rundfahrt ab Hauptbahnhof zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit sechs Haltestellen, an denen man jederzeit ein- und aussteigen kann.
µ Sightseeing Antwerpen, Tel. +32 (0)3 4809388, www.touristram.be, April–Sept. tgl. 11–17, Okt. 12–16 Uhr, sonst meist nur am Wochenende. 40-minütige Rundfahrt vom Groenplaats Î in tramähnlichen Minibussen.
µ Antwerpen mit dem Pferdewagen, April– Okt., ab Grote Markt Ñ, 5 €
µ Brügge mit der Kutsche, www.hippo.be, Abfahrt am Markt Ù, Preis pro Kutsche 39 € (maximal 5 Personen), rund 30 Min. Dauer, im Juli und August auch Nachtfahrten
µ City Tour Brugge, Sightseeing Line, Kanunnik Decoeneplein 6, 8310 Brügge, Tel.+32 (0)50 355024, www.citytour.be, ab 10 Uhr (letzte Fahrt im Sommer 20 Uhr), 14,50 €, Kinder 8,50 €. Tägliche, knapp einstündige Rundfahrten vom Marktplatz Ù in Minibussen.
µ Gent mit der Kutsche, Sa. und So. 10– 18 Uhr, Abfahrt am Sint-Baafsplein ä, Preis pro Kutsche 30 € (maximal 5 Pers.)
µ Mit dem Ballon über Brügge, Mobiltel. 0475 972887, www.bruges-ballooning.com. Morgen- und Abendflüge über die Stadt (Febr.–Okt. nur bei gutem Wetter) für 145 bis170 € pro Person.
µ Mit dem Rad durch Brügge: Die Rundfahrten dauern zweieinhalb Stunden und starten von März bis November täglich um 10 Uhr am Burgplatz. Preis: 25 € (Fahrradmiete und Pausengetränk inbegriffen), Veranstalter: Quasi Mundo Bike Tours, Nieuwe Gentweg 5, Tel. +32(0)50 330775, www.quasimundo.eu.
µ Unterwegs mit dem Ausrufer (Gent): Wer Märkte mag, der sollte sonntagmorgens mit dem sogenannten Genter Ausrufer über die größeren und kleineren Märkte der Stadt ziehen. Die Tour ist kostenlos und findet von Mai bis September statt – leider nur auf Niederländisch. Start auf dem Kouter î: 11 Uhr. Veranstalter: Orde van de Belleman, Koekoeklaan 56, Gent, Tel. 09 2226743, www.towncriers.be
µ Mit dem Segway durch Brügge: Individuell geführte Touren mit dem Segway durch die Stadt führen nicht nur zu Museen und Sehenswürdigkeiten, sondern auch in Brauereien oder zum Abendessen. Veranstalter: Moment-Discover your way, Sint-Jakobsstraat 44, Tel. 050 688770, www.momentinbruges.be.
In Flandern bzw. Belgien finden sich praktisch kaum noch öffentliche Telefonzellen – und erst recht nicht solche, die noch mit Münzgeld funktionieren. Stattdessen sollte man sich eine sogenannte Telecard besorgen, eine Telefonwertkarte, die es in Postämtern, Zeitungskiosken, Bahnhofsschaltern oder sogenannten Belgacom-Shops gibt.
Mobiltelefone funktionieren selbstverständlich in allen drei Städten. Da jeder Netzbetreiber für seine Kunden in Belgien mehrere Partner hat, sollten preisbewusste Reisende auf den Roaming-Partner achten. Beim ersten Einloggen sucht sich das Handy nämlich den Roaming-Kanal mit dem stärksten Signal, wobei es sich aber nicht um den kostengünstigsten handeln muss. Fleißigen Internet-Surfern sei empfohlen, sich einen belgischen Prepaid-Mobilfunk-Anschluss zuzulegen und den Laptop dann über den Handy-Anschluss zu nutzen.
Bei Ortsgesprächen muss man wie gewohnt die Null der Ortsnetzkennzahl immer mitwählen. Bei Gesprächen aus dem Ausland entfällt die allerdings.
Vorwahlen:
µ Bei Auslandsgesprächen ist folgende Kombination zu wählen: für Deutschland 0049, für Österreich 0043, für die Schweiz 0041 + Ortsvorwahl ohne Null + Rufnummer
µ Für Telefonate aus D, A und CH gilt: Vorwahl Belgien 0032 + Ortsvorwahl ohne Null + Rufnummer
µ Ortsvorwahlen: Antwerpen (0)3, Brügge (0)50, Gent (0)9
µ Auskunft: für Inland Tel. 1207, für Ausland Tel. 1204
In Belgien gilt die mitteleuropäische Zeit (MEZ), von Ende März bis Ende Oktober die Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet, dass bei Reisen nach Flandern die Uhr nicht umgestellt werden muss.
Unterkünfte gibt es in allen drei Städten genügend, sie können jedoch im Sommer oder an Kongress- bzw. Veranstaltungstagen knapp werden. Das gilt vor allem für Brügge in der Hochsaison. Auffällig ist der Zuwachs anspruchsvoller Hotels. Und auch immer mehr kleine Boutique-Hotels mit meist nur wenigen Zimmern bereichern das Übernachtungsangebot.
Während in Brügge vor allem an den Wochenenden die Hotels oft teurer als unter der Woche sind, ist es in Antwerpen manchmal umgekehrt. Das liegt daran, dass die Businesshotels in Antwerpen von Freitag bis Sonntag ihre Zimmer gern mit Wochenendurlaubern auslasten. In Brügge verlangen manche Hotels zu sommerlichen Spitzenzeiten mindestens zwei Übernachtungen. Umgekehrt wird dem Gast im Winter bei drei Übernachtungen in einigen Hotels hin und wieder eine Nacht geschenkt.
Die belgischen Hotels sind von den Tourismusbehörden durch Sterne klassifiziert. In der Regel findet sich am Hoteleingang ein blaues Schild mit Sternen, das Aufschluss über die Qualifizierung gibt. Die Sterne sagen aber wenig über die Preisgestaltung aus. So kann am Wochenende ein 3-Sterne-Hotel teurer als ein 5-Sterne-Palast sein, der werktags Geschäftsreisende beherbergt.
Hinzu kommt, dass die Sterne nur die Grundausstattung bewerten. Ein 24-Stunden-Service an der Rezeption oder ein Schwimmbad fällt dabei stärker ins Gewicht als die individuelle Ausstattung der Zimmer oder gar der Service. So kann es sein, dass man sich in einem familiär geführten 3-Sterne-Hotel wohler fühlt als in einem höher bewerteten Haus. Deshalb ist es ratsam, hin und wieder auch in einem Hotelbewertungsportal im Internet nachzuschauen, wo Reisende ihre individuellen Erfahrungen weitergeben.
h194 [I F6] De Witte Lelie €€€€, Keizerstraat 16–18, Tel. 03 2261966, www.dewittelelie.be. Nur elf Zimmer und Suiten zählt diese Ruheoase mitten in der Stadt. Fast nirgends anders wird der Gast, vom Interieur bis zum opulenten Frühstücksbuffett, mehr verwöhnt.
h195 [I I8] ETAP Hotel Antwerpen City €, Lange Kievistraat 145, Antwerpen, Tel 03 2055020, www.etaphotel.com. Sehr preisgünstiges Hotel in Zentrumsnähe. 24-Stunden-Rezeption und Frühstücksbuffet.
h196 [I I8] Lindner Hotel & City Lounge Antwerpen €€, Lange Kievitstraat 125, Antwerpen, Tel. 03 2277700, www.lindner.de. Neues Hotel im Diamantenviertel. 173 behindertengerechte Zimmer. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
h197 [I I7] Park Inn Antwerpen €€, Koningin Astridplein 14, Antwerpen, Tel. 03 2023170, www.rezidorparkinn.com. Beliebtes Hotel in Bahnhofsnähe mit kostenlosem WLAN. 59 Räume in zeitgenössischem Design, Suiten mit Terrasse.
h198 [I I7] Radisson Blu Astrid Hotel €€–€€€, Koningin Astridplein 7, Antweropen, Tel. 03 2031273, www.radissonblu.com/astridhotel-antwerpen. Schönes Haus mit 247 Zimmern gegenüber dem Hauptbahnhof. Ein Schwimmbad, Sauna Fitnessräume werden den Gästen ebenso geboten wie kostenloses WLAN und ein großes Frühstücksbuffet, das im dritten Stock mit wunderschönem Blick auf den Bahnhofsplatz serviert wird.
h199 [I F8] Residentie ’t Elzenveld €€, Lange Gasthuisstraat 45, Tel. 03 202770, www.elzenveld.be. Stilmöbel in einem alten Krankenhaus, ruhige Lage, 10 Min. ins Zentrum, gutes Frühstück.
h200 [I D10] Rubenshof €, Amerikalei 115–117, Antwerpen, Tel. 03 2370789, www.rubenshof.be. Das persönlich geführte und zentral gelegene 1-Sterne- Familienhotel verfügt über 22 einfache, aber saubere Zimmer. Das Haus diente einst als Kardinalsresidenz.
h201 [I M9] Scandic Antwerpen €–€€, Lt Lippenslaan 66, Antwerpen, Tel. 03 2359191, www.scandichotels.com. Gepflegtes Hotel am Stadtrand mit Schwimmbad und Sauna. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
h202 [II C6] Asinello €€–€€€, Ezelstraat 59 a, Tel. 050 345274, www.asinello.com. Viel gelobtes, modernes Bed and Breakfast im Stadtzentrum mit großem Frühstücksbuffet und eigenem Hamam.
j203 [II F6] Bauhaus International Youth Hotel €, Langestraat 133–137, Brügge, Tel. 050 341093, www.bauhaus.be. Tag und Nacht geöffnetes Jugendherbergshaus. Fahrradverleih, Café und Restaurant im Haus.
h204 [II E7] Die Swaene €€€€, Steenhouwersdijk 1, Brügge, Tel. 050 342798, www.dieswaene.com. Klassisches Luxushotel im Stadtzentrum. Perfekter Service und Ausstattung, beheiztes Schwimmbad, auf Wunsch kostenlose Stadtführung (englisch).
h205 [II E7] Hotel Erasmus €€–€€€, Wollestraat 35, Brügge, www.hotelerasmus.com, Tel. 050 335781. Privat geführtes, schön eingerichtetes 3-Sterne-Hotel mitten im Stadtzentrum, in dem Hunde erlaubt sind. Sehr persönlicher Service und gutes Restaurant mit riesiger Bierauswahl.
h206 [II E8] Hotel Ibis Brugge Centrum €€, Katelijnstraat 65a, Brügge, Tel. 050 337575, www.ibishotel.com. 128 einfache Zimmer in einem mittelalterlichen Gebäude im Stadtzentrum. Snackservice rund um die Uhr, kostenpflichtiger Internetzugang und drei behindertengerecht ausgestattete Zimmer.
h207 [II C7] Kempinski Hotel Dukes’ Palace €€€€, Prinsenhof 8, Brügge, Tel. 050 447888, www.kempinski.com/brugge. Ein ehemaliger Adelspalast in der Altstadt ist Brügges Vorzeigehotel. Feinste Eleganz und Service! Für alle, die sich etwas Besonderes gönnen wollen.
h208 [II D7] Martin’s Brugge €€, Oude Burg 5, Brügge, Tel. 050 445111, www.martins-hotels.com. Gemütliches, modernes Hotel im Stadtzentrum mit 172 Zimmern.
h209 [II C8] NH Brügge €–€€, Boeveriestraat 2, Tel. 05 0449711, www.nh-hotels.de. 149 einfache Zimmer in der Altstadt. Gemütliche Bar und Restaurant im Haus, kleines Fitness-Center.
Ì210 [III E5] Chambreplus €€–€€€, Hoogpoort 31, Gent, www.chambreplus.be, Tel. 09 2253775. Individuell eingerichtete Zimmer, zum Teil mit Jacuzzi und Sicht auf den Sternenhimmel, machen dieses exklusive Bed and Breakfast zum Erlebnis.
h211 [III B4] Ecohostel Andromeda €, Bargiekaai, Gent, Tel. 486678033, www.ecohostel.be. Eine Mischung aus Hotel und Bed and Breakfast auf einem Schiff. Sehr ökologisch konzipiert mit Pflanzen auf dem Bootsdach! Ab 450 € kann man das ganze Schiff mit seinen 18 Schlafplätzen mieten.
h212 [III D5] Gent Marriott Hotel €€€, Drabstraat, Gent, Tel. 09 2339393, www.marriott.com. Modernes Interieur hinter alten Mauern, direkt am Fluss und zentral gelegen. 139 Zimmer, häufig Sonderangebote!
h213 [III E4] Ghent River Hotel €€–€€€€, Waaistraat 5, Gent, Tel. 09 2661010, www.ghent-river-hotel.be. 4-Sterne-Haus in einer ehemaligen Großbäckerei, zentral in der Altstadt gelegen. Tipp: Am Besten ein Zimmer zum ruhigen Fluss hin verlangen!
h214 [III F4] Hostel 47 €, Blekerijstraat 47, Gent, Tel. 478712827, www.hostel47.com. Verschiedene Zimmer für 2 bis 9 Personen, zum Teil mit Doppelbetten. Schöner Garten und kostenloser Internetzugang!
h215 [III E4] Hotel Harmony €€€€, Kraanlei 37, Gent, www.hotel-harmony.be, Tel. 09 3242680. 4-Sterne-Hotel im Szeneviertel Patershol. Schöne, individuell eingerichtete Zimmer mit WLAN, z. T. auch große Studios.
h216 [III E5] Hotel Ibis Gent Centrum St. Baafs Kathedraal €€, Limburg- straat 2, Gent, www.ibishotel.com, Tel.09 2330000. Unweit der Kathedrale gelegenes 120-Zimmer-Budget-Hotel. WLAN-Hotspot und rund um die Uhr geöffnete Bar, und gemütliches Frühstück von 4–12 Uhr!
h217 [III E5] NH Gent Belfort €€–€€€, Hoogpoort 63, Gent, Tel. 09 2333331, www.nh-hotels.com. Zentral gelegenes 170-Betten-Hotel mit großen Zimmern. Bar und Brasserie, Fitnessraum und Sauna im Haus.
Campingplätze sind gewöhnlich durch Sterne klassifiziert. Wildes Campen ist verboten!
z218 [I D3] Camping De Molen, Thonetlaan, 2050 Antwerpen, Tel. 03 2377406, www.camping-de-molen.be. Einfacher, aber sehr schön gelegener Platz am linken Schelde-Ufer mit Schwimmbad und WLAN.
z219 Camping Memling, Veltemweg 109, 8310 Brügge (Sint-Kruis), Tel. 050 355845, www.campingmemling.be. Schöner Stellplatz im Viertel Sint-Kruis östlich der City.
z220 Camping Blaarmeersen, Zuiderlaan 12, 9000 Gent, Tel. 09 2668160, www.blaarmeersen.be. 5-Sterne-Campingplatz im Sport- und Freizeitpark Blaarmeersen, 206 Stellplätze und 35 Plätze für Campingmobile.
µ Vorbei sind die Zeiten, als Belgiens liberales Drogengesetz den Konsum von Cannabis erlaubte. Heute ist der Marihuana ebenso wie der Handel mit anderen weichen und harten Drogen verboten.
µ Belgiens Kellnerinnen und Kellner sind es gewohnt, an jeden Tisch nur eine Rechnung zu bringen. Daher sollte einer aus der Runde die gesamte Rechnung übernehmen, anschließend kann man sie untereinander aufschlüsseln.
µ Taxifahrer erwarten kein großes Trinkgeld, freuen sich aber, wenn man den Endpreis aufrundet. In Lokalen ist in der Regel bereits ein Bedienungszuschlag im Preis inbegriffen. Trotzdem kann man, wenn man besonders zufrieden war, rund 10 % dazugeben. Auch Dienstboten, Zimmermädchen und Toilettenpersonal freuen sich, wenn man ihre Arbeit mit einem angemessenen Trinkgeld würdigt.
Alle drei Metropolen sind durch Busse und Bahnen bestens erschlossen, sodass man tagsüber nie lange auf eine Verbindung warten muss. Zentrale Umschlagplätze für den öffentlichen Nahverkehr sind in Antwerpen der Bahnhof É und der Groenplaats Î, in Brügge ebenfalls der Bahnhof [II C9] und der Markt Ù, in Gent der Korenmarkt í.
Der öffentliche Nahverkehr wird von der Gesellschaft De Lijn in allen drei Städten betrieben, einem 1991 entstandenen Verkehrsverbund. Damit sind in einer Stadt erworbene Fahrscheine auch in den anderen flandrischen Städten gültig. Fahrplanauskunft und Routenplaner finden sich auf der Website der Gesellschaft:
µ Telefonische Auskunft für alle Nahverkehrsfragen bezüglich Busse und Straßenbahnen: Tel. 070220200 (Mo.–Fr. 7–18 Uhr, Sa. 10–18 Uhr)
Gent und Antwerpen verfügen über ein dichtes Bus- und Straßenbahnnetz. Antwerpen hat als einzige Stadt eine Metro, genauer betrachtet eine zum Teil unterirdisch verkehrende Straßenbahn, also eine Premetro. In Brügge pendelt ein kleiner Stadtbus täglich zwischen den wichtigsten Punkten der Innenstadt. Die Zielorte und Nummern der Verbindungen sind auf der Frontseite der Busse und Bahnen angezeigt, die gewöhnlich zwischen 6 und 23 Uhr verkehren. Am Wochenende gibt es auch Nachtverbindungen.
Straßenbahn- und Busfahrkarten werden an Ticketautomaten an den Haltestellen, in Zeitungsgeschäften, Supermärkten oder direkt beim Fahrer gelöst. Außerdem sind sie an Kiosken, u. U. auch an der Hotelrezeption erhältlich. Für eine einfache Fahrt löst man ein Biljet, eine Mehrfachfahrkarte heißt Lijnkaart. Die Karte wird in Bus oder Straßenbahn an speziellen Automaten entwertet. Generell gilt, dass Tickets im Vorverkauf immer billiger sind als beim Fahrer.
Im Allgemeinen erwarten die Fahrer, dass man das Fahrgeld abgezählt bereithält. Scheine werden nur bis 10 € Wert angenommen. Einzelfahrten kosten in der Regel 2 € für die Kurzstrecke oder 3 € für die Langstrecke. Sollte sich ein Fahrkartenautomat an der Haltestelle befinden, kann es sein, dass sich manche Fahrer weigern, ein Ticket zu verkaufen. Wer sein Ticket im Vorverkauf erwirbt, also nicht beim Fahrer bezahlt, zahlt weniger: 1,20 € für die Kurz- und 2 € für die Langstrecke.
Am besten fährt man mit dem Kauf einer Tages- oder Mehrtageskarte, die man sich vor Fahrtantritt an einem Fahrkartenautomat oder einer Vorverkaufsstelle besorgen sollte. Sie kosten 5 € (1 Tag), 10 € (3 Tage) oder 15 € (5 Tage). Deutlich teurer sind die Karten, wenn man sie in Bussen oder Bahnen kauft. Dann kostet der Ein-Tages-Pass 7 €, der für drei Tage 12 € und der für fünf Tage 15 €. Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos. Die wichtigsten Vorverkaufsstellen finden sich in Gent am Korenmarkt í, in Antwerpen auf dem Groenplaats Î und in Brügge am Hauptbahnhof [C9].
Wer einsteigen will, muss dies dem Bahn- oder Busfahrer per Handzeichen ankündigen. Beim Aussteigen ist eine Klingel zu drücken, die dem Fahrer signalisiert, dass man das Fahrzeug verlassen möchte. Wenn man keinen Fahrschein hat, muss man immer vorne einsteigen, mit gültigem Ticket kann man auch die anderen Türen benutzen.
In allen drei Städten finden während der Hochsaison regelmäßig Schiffsrundfahrten statt. In Brügge und Gent führen diese entlang der Grachten, in Antwerpen quer durch das riesige Hafenareal und auf der Schelde entlang.
Flandria Boat ist Antwerpens wichtigste Schifffahrtslinie. Sie organisiert nicht nur die täglichen Hafenrundfahrten (s. S. 64), sondern auch Ausflugsfahrten auf der Schelde. Gleich eine Handvoll Einsteigestellen gibt es in Brügge, wo Hunderttausende jährlich die Stadt per Boot erobern (s. S. 73). Außerdem gibt es von April bis Oktober Ausflugsfahrten ins benachbarte Damme, die am Noorweegse Kaai [II F4] starten. Gleich drei Gesellschaften bieten in Gent Grachtentouren an, die im Preis fast alle gleich sind. Für deutschsprachige Besucher empfiehlt sich:
µ De Bootjes van Gent – Rederij Dewaele, Halvemaanstraat 41, 9040 Gent, Tel. 09 2291716, www.debootjesvangent.be, März–Nov. 10–18 Uhr, 6,50 €
Taxifahren in den flandrischen Metropolen ist teuer geworden. Für Fahrten im Innenstadtbereich muss man in allen drei Städten mit etwa 10 bis 15 € rechnen. In Gent beträgt der Mindestfahrpreis 8 €. Nachtfahrten sind gewöhnlich deutlich teurer als Tagestouren, da sich hier der Kilometerpreis meist verdoppelt. In Antwerpen gibt es ein sogenanntes TOV-Ticket, das die Hinfahrt mit Bus oder Straßenbahn erlaubt und bei der Rückfahrt 2 € Ermäßigung auf den Taxipreis bietet (max. 4 Pers. pro Taxi). In Gent, wo man die Zahl der Taxen sehr verknappt hat, muss man sich auf längere Wartezeiten einrichten. Es ist also ratsam, Taxen so früh wie möglich vorzubestellen!
Normalerweise finden sich die Taxis an festen Standplätzen in der Innenstadt. Das sind in Gent vor allem die Bahnhöfe und der Korenmarkt í, in Antwerpen Centraal Station É und Groenplaats Î, in Brügge Markt Ù und Bahnhofsplatz. Selbstverständlich kann man immer auch einen Wagen samt Fahrer per Telefon rufen, die Nummern der wichtigsten Taxizentralen lauten:
µ Antwerpen: Tel. 03 2383838
µ Brügge: Tel. 050 344344
µ Gent: Tel. 09 3333333
Flanderns Metropolen sind zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, vor allem aber außerhalb der traditionellen Ferienzeiten, in denen Städte wie Brügge meist von Touristen überlaufen sind, entfalten sie ihren besonderen Reiz. Auf alle Fälle gehört Regenkleidung ins Reisegepäck, denn die Klimadaten für Flandern weisen statistisch das ganze Jahr über Niederschlag aus. Schnee und Frost sind wegen der nahen Nordsee selten. Umgekehrt dämpft das Meer im Hochsommer die Temperaturen. Aktuelle Wetterinformationen:
Die allgemeine Reisesaison beginnt Ende März und endet im Spätherbst. Da Flanderns Städte aber eigentlich ein Ganzjahresziel sind, sollte man seine Visite auch von den kulturellen Angeboten abhängig machen.
Vorseite: Pferdewagen am Antwerpener Grote Markt Ñ
035fl Abb.: gs
Jetzt auch für Parker in Flandern: Zahlen per Mobiltelefon
Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 97), Diplomatische Vertretungen, Elektrizität
Flandern preiswert
µ Restaurantbesucher können mittags meist billiger essen als abends. Viele Gastronomen vbieten einen speziellen Mittagslunch an, ein meist dreigängiges Mahl, dessen Preis oft deutlich unter dem der abendlichen Menüs liegt.
µ Billige Bahnfahrten in Belgien erlaubt die sogenannte Benelux-Tourrail-Karte, die zu einem Festpreis (165 €, unter 26 Jahre 108 €) die beliebige fünftägige Benutzung des Eisenbahnnetzes der drei Beneluxstaaten innerhalb eines Monats ermöglicht. Sie ist an allen belgischen Bahnhöfen und online unter www.b-europe.com erhältlich. Außerdem gibt es für Wochenendfahrten (Fr.–So.) 50 % Ermäßigung. Und auch Senioren über 65 Jahren erhalten Vorzugstickets.
µ Viel Geld lässt sich auch mit „City Cards“ sparen. In Brügge erlaubt die Brügge City Card eine kostenlose Grachtenfahrt, freien Eintritt in über 20 Museen sowie Ermäßigungen bei der Fahrradmiete oder beim Parken – außerdem gibt es einen mehr als 150 Seiten starken Stadtführer dazu. Antwerpens City Card gewährt den kostenlosen Zugang zu vielen Museen und Kirchen sowie Vergünstigungen in Geschäften, bei der Fahrradleihe und in Restaurants. In Gent gibt es einen Museums-Pass, der freien Eintritt in die wichtigsten Museen und freie Fahrt mit Bus und Tram gewährt. Die Pässe sind in den Fremdenverkehrsämtern der drei Städte (siehe Kapitel „Infostellen in den Städten“) erhältlich!
Meine Literatur- und Filmtipps
µ Georges Rodenbach, Das tote Brügge, Ditzingen 1986. Das Buch gilt als wichtiges Werk des literarischen Symbolismus und begründete den touristischen Ruf der Stadt.
µ Klaus Schroer, Das Rätsel des Lammes. Der Genter Altar und sein Geheimnis, Münster 2007. Neueste Theorie zu Jan van Eycks Genter Altar: Das Ensemble wird als Motivation für die Kreuzritter gedeutet.
µ Rob Kieffer, Büßer, Bürokraten und Bierologen. Belgische Eskapaden, Wien 2000. Schöne Beobachtungen des flandrischen Alltags.
µ Francois Hauser, Belgien fürs Handgepäck, Zürich 2011. Hintergrundgeschichten zur Historie des Landes, seinen Künstlern und Köstlichkeiten.
µ Posie Graeme-Evans, Die Heilerin von Brügge, München 2008. Fesslender historischer Liebesroman aus dem mittelalterlichen Brügge.
µ Brügge sehen ... und sterben? Spannender Spielfilm von 2008 mit Colin Farrell in der Hauptrolle und mit Brügge als einzigartiger Kulisse. Schwarzer Humor vom Feinsten!
Internet (siehe Reiseführer S. 100), Medizinische Versorgun
Mittagspause in Brügge mit Spaghetti
036fl Abb.: gs
Notfälle (siehe Reiseführer S. 102), Öffnungszeiten
Mein Rad, dein Rad – mit Velo hat „bike-sharing“ in Antwerpen Einzug gehalten
EXTRATIPP
Mit dem Rad durch Antwerpen
In Antwerpen kann man an vielen Stellen ein Fahrrad ausleihen, das an anderer Stelle wieder abgeben werden kann.
Die erste halbe Stunde ist dabei kostenlos, jede weitere Nutzung ist kostenpflichtig. Die Räder stehen an 85 Stationen im Stadtgebiet verteilt. Sie haben 3-Gang-Schaltung, Gepäckträger und wegen der vielen Straßenbahnschienen extra breite Reifen. Vier Stunden beträgt die maximale Leihzeit, dann muss der Drahtesel wieder an eine der Stationen zurück.
Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 102), Radfahren
053fl Abb.: gs
Radfahren (siehe Reiseführer S. 103), Sicherheit
Sicherheit (siehe Reiseführer S. 104), Sprache
Het Hemelhuis – Wellness à la carte
Sich in jahrhundertealtem Fachwerk verwöhnen lassen – in Brügge ist das im Wellnessparadies Hemelhuis möglich. Zwei Saunen, eine Dampfsauna und ein kleines Außenschwimmbad sind das Ambiente, in dem auch Massagen angeboten werden. Eine Oase der Ruhe mitten im geschäftigen Städtchen. Sanfte Ethno- und Slowjazzklänge bringen den Erholungsbedürftigen schnell zum Träumen.
`191 [II E7] Het Hemelhuis, Spa und Wellness, Groenerei 16, Brügge, Tel. 050 679693, www.hemelhuis.be, So.–Mi. nur mit Voranmeldung ab 150 €, Do./Fr. 13.30–22.30 Uhr, Sa. 12.30–18 Uhr (Winter), Do./Fr. 17.30–22.30 Uhr, Sa. 12.30–18 Uhr (Sommer)
Extratipp
Sprache (siehe Reiseführer S. 105)
Genießertouren
Der Lust am Genießen kommen inzwischen auch die Touristiker entgegen. So organisiert Tourismus Antwerpen (s. S. 99) einen Bummel durch die schönsten und originellsten Kneipen, zu barocken Sehenswürdigkeiten oder architektonischen Raritäten. Ebenfalls in Antwerpen gibt es eine Innenstadttour, bei der typische Getränke und Leckereien vorgestellt werden, etwa die Antwerpse Handjes, Butterkekse in Form einer Hand, oder das Bolleke, ein in runden Gläsern serviertes heimisches Bier.
In Brügge kann man in organisierten Touren durch die besten Schokoladengeschäfte streifen. In Gent kann man an einer Tour durch die schönsten Bierlokale teilnehmen und es gibt im Rahmen einer Führung gar ein regionales Menü, dessen vier Gänge in vier verschiedenen Restaurants eingenommen werden. Genauere Informationen hierzu halten die Touristeninformationen beider Städte bereit.
Extratipp
Nicht nur in Brügge finden regelmäßig Stadtrundfahrten statt
038fl Abb.: gs
Telefonieren (siehe Reiseführer S. 108), Uhrzeit
Flandern mit der Vespa
Stilvoll lassen sich Flanderns Metropolen mit der Vespa erobern. In Brügge gibt es organisierte Ganztagesrundfahrten mit Begleitung (ab 65, € p. P.). In Gent wird man mit einem GPS-Gerät auf vorgeplante Touren geschickt (ab 60 € p. P.).
µ Vespa Tours Brügge, Brügge, www.vespatoursbrugge.be
µ La Bella Vespa, Gent, www.labellavespa.be
Extratipp
Die Touristeninformationen aller drei Städte (s. S. 99) geben jährlich ein auch online zur bereit gestelltes Hotelverzeichnis heraus, das die Qual der Wahl bei der Suche nach ei-ner passenden Unterkunft erleichtert.
Extratipp
Preiskategorien
Preis für ein DZ ohne Frühstück:
€ bis 70 €
€€ ab 70 €
€€€ ab 110 €
€€€€ ab 150 €
039fl Abb.: gs
Korenmarkt [III E5]: Gents zentraler Verkehrsknotenpunkt
Busse und Bahnen sind mit den City-Cards (s. S. 98) meist kostenfrei zu nutzen
054fl Abb.: gs
Reise Know-Howauf Facebook |
|||||||||
|
|||||||||
|
|||||||||
|
|
© Verlagsgruppe Reise Know-How, Bielefeld 2013 |