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Individualreisende finden zu fast allen wichtigen Zielen ein Handbuch von Reise Know-How. Gut so, denn damit sind sie bestens bedient. FOCUS Online
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Autor: Brinke, Margit; Kränzle, Peter"The Windy City" – Weltstadt und Schmelztiegel, architektonisch beeindruckend wie New York, aber weniger "verlottert" und unübersichtlich, locker-liberal und kulturbesessen wie San Francisco, aber hemdsärmeliger und bodenständiger – Chicago ist etwas Besonderes. Die Stadt des Blues und des Jazz hat viel zu bieten: die spektakuläre Lage am riesigen Lake Michigan, die grandiose Skyline, viel gepflegtes Grün, einen prall gefüllten Kulturkalender und neue, wegweisende Architekturprojekte.
Dieser Reiseführer ist für diejenigen konzipiert, die die Stadt in Eigenregie entdecken und nicht nur Highlights „abhaken“ möchten. Das Buch bietet unzählige praktische, aktuelle Tipps und Empfehlungen zur Planung und Durchführung der Reise und ausführliche Hintergrundtexte zu Geschichte und Gegenwart der Metropole.
Mit Ausflügen ins Chicagoland, zu den Indiana Dunes und nach Milwaukee.
angezeigte Latest News: 1 bis 4 (von 4 insgesamt)
Seiten: 1
EC-Karte von den Autoren M. Brinke - P. Kränzle (Januar 2012)
Achtung USA-Reisende:
EC/Maestro-Karten nur noch eingeschränkt benutzbar
2011 wurden erst von der Postbank, dann nach und nach auch von anderen Finanzinstituten, neue EC-Karten verschickt. Ein neues System namens V Pay setzt auf einen angeblich schwerer zu fälschenden Chip auf der EC-Karte. Die Postbank hat als erste deutsche Großbank flächendeckend dieses System eingesetzt, andere Banken zogen/ziehen nach; die Umstellung dauert je nach Bank noch an. Die höhere Sicherheit hat jedoch zur Folge, dass vor allem im außereuropäischen Ausland kein Geld mehr mit der Karte abgehoben und auch nicht mehr damit bezahlt werden kann.
Daher ist eine Kreditkarte für USA-Reisen unabdingbar geworden. Bei Kreditkarten sollte vorab im Kartenvertrag nachgesehen werden, wie hoch die Kosten für die Nutzung im Ausland beim Bezahlen ist. Während für das Abheben von Geld oft keine Gebühren berechnet werden, ist dies beim Zahlen mit einer solchen Karte meist anders.
NEWS November 2011 von den Autoren Margit Brinke und Peter Kränzle (November 2011)
Weihnachtsstimmung in Chicago
Eine deutsche Weihnachtstradition wird vom 24. November bis 24. Dezember 2011 Chicago festlich stimmen: der Christkindlmarkt, der dieses Jahr vom Nürnberger Christkind Rebecca Volland eröffnet wird. Gebrannte Mandeln, Bratwürste und Glühwein gehören bei dem Markt auf der Daley Plaza ebenso dazu wie Kartoffelpuffer, Lebkuchen, Christstollen und das in Amerika beliebte deutsche Bier. Außerdem werden an den rund 50 Holzbuden Weihnachtsdekorationen und -traditionen verkauft. Der Markt wird jedes Jahr von über einer Million Menschen besucht, davon stammen rund 80 % aus Stadt und Umgebung. Der Christkindlmarket Chicago wird an Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest (24. Nov.) feierlich mit Musik und dem erstmaligen Entzünden der Kerzen des großen Weihnachtsbaumes eröffnet. Er ist dann täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 21 Uhr.
• Informationen zu Ausstellern und Rahmenprogramm: www.christkindlmarket.com
Bereits ein paar Tage vorher findet das Magnificent Mile Lights Festival statt, am Samstag, 19. November. Diese Veranstaltungen geht einher mit Familien-Unterhaltung mit Aktionen, Konzerten auf diversen Bühnen und – als Höhepunkt – einer Parade. Der um 17.30 Uhr startende Umzug entlang der Mag Mile wird angeführt von Mickey Mouse und Minnie Mouse und besteht aus Riesenballonen, Marching Bands, Paradewagen und, nicht zuletzt, Santa Claus. Über eine Million Lichter werden an den 200 Bäumen, die die Mag Mile rahmen, aufleuchten und den Abschluss des Tages bildet ein großes Feuerwerk über dem Chicago River.
• Infos und Programm: http://magnificentmilelightsfestival.com
Kleinbrauereien im Aufwind
Der fruchtbare Boden und das gute Klima machen den Bundesstaat Illinois zu einer idealen Region für Landwirtschaft. Angebaut wird unter anderem Weizen, ein wichtiger Bestandteil zur Bierherstellung, und diesen nutzen in der Millionenmetropole Chicago zahlreiche Kleinbrauereien oder „Microbreweries“. Zum Beispiel die Goose Island Beer Co., ein 1988 eröffnetes Familienunternehmen (www.gooseisland.com). Seit 2003 gibt es die Revolution Brewery, gegründet von Josh Deth (www.revbrew.com), ehemals Mitarbeiter bei Goose Island, und drei Jahre später entstand die Half Acre Beer Company (www.halfacrebeer.com). Als „Brauhaus“ bezeichnet sich Piece (www.piecechicago.com), Klassiker im Geschäft ist jedoch das Berghoff-Brauhaus, in Chicagos Loop, das von Nachkommen eines deutschen Auswanderers geleitet wird. Der Dortmunder Herman Joseph Berghoff war 1870 nach Amerika gekommen und hatte 1877 in Indiana mit dem Brauen begonnen. 1893 verkaufte er Bier auf der Weltausstellung in Chicago und blieb anschließend in der Stadt. Das 1898 eröffnete Berghoff Restaurant gehört bis heute zu den festen Institutionen der Stadt (www.berghoff.com).
Außerhalb Chicagos, doch in Illinois, gibt es weitere Brauereien: Carlyle Brewing, in Rockford gelegen, serviert zum selbstgebrauten Bier „brats“ (Bratwürste) und „hot pretzels“ (www.carlylebrewing.com). 1993 schon hatte in Lake County die erste Brauerei mit dem Namen Mickey Finn’s Brewery eröffnet (www.mickeyfinnsbrewery.com) und im Lexington Hotel at Cliffbreakers Resort in Rockford wird Gästen in einer historischen Trinkstube das von der Familie Fauerbach erfundene gleichnamige Bier serviert, welches in einer 1848 eröffneten Brauerei das erste Mal hergestellt wurde (www.cliffbreakers.com). Die Springfield Brewing Company zählt zu den besten Kleinbrauereien und nimmt einmal jährlich am „Great American Beer Festival“ in Denver/Colorado teil. Dort konnte man in elf Jahren schon acht Medaillen mit nach Hause nehmen. Zu den Biersorten gehören auch saisonale und regionale Spezialitäten wie Kölsch (www.springfieldbrewingco.com).
NEWS Herbst 2011 von den Autoren Margit Brinke und Peter Kränzle (September 2011)
Blick hinter die Kulissen
Während „openhousechicago“, veranstaltet von der Chicago Architecture Foundation (CAF) wird am Wochenende vom 14.–16. Oktober ein Blick in 150 sonst für das Publikum verschlossene Gebäude und Institutionen gewährt, noch dazu ganz gratis. Mit einem “backstage pass” geht es quer durch die Neighborhoods, in die ehemalige Zentrale des Kaufhauses Sears, in den Glenwood Arts District, das Mayne Stage Theater, in Architekturbüros, Polizeistationen, Bibliotheken, Schulen und Universitäten.
• Infos: www.openhousechicago.org oder auch www.architecture.org
Neue Ausstellungen
„Jellies“ – Quallen – um sie geht es in einer neuen noch bis 28. Mai 2012 dauernden Ausstellung im Shedd Aquarium (www.sheddaquarium.org).
Einen neue wissenschaftliche Ausstellung im Museum of Science & Industry (www.msichicago.org) heißt „Science Storms“ und befasst sich mit Naturphänomenen wie Blitz und Donner, Feuer, Tornados, Tsunamis oder Sonne. Über 50 interaktive Ausstellungsstücke laden Groß und Klein zum Experimentieren ein.
„Whales: Giants of the Deep“ – diese Wal-Ausstellung gibt es noch bis 16. Januar 2012 im Field Museum (http://fieldmuseum.org) zu sehen.
„Deep Space Adventure“ heißt eine neue Show im Adler Planetarium & Space Museum (www.adlerplanetarium.org/experience/dsa). Im Raumschiff-Kino mit 360 Grad Rundumblick auf Planeten, Sterne und Galaxien geht es an Bord eines futuristischen Raumschiffes auf Entdeckungsreise durchs All. Das Abenteuer Weltraum beginnt mit einer interaktiven Multimedia-Ausstellung, im Grainger Sky Theater, ausgestattet wie die Aussichtsplattform eines Raumschiffes beginnt dann die simulierte Reise durch das Universum.
Über Impressionisten und Mode geht es in „Impressionism, Fashion, and Modernity“ im Art Institute noch bis 2013 (www.artic.edu/aic), wohingegen im Chicago History Museum (www.chicagohistory.org) die GLBT-Gemeinde (Gay-Lesbian-Bisexual-Transgender) im Mittelpunkt steht.
What’s on ... Veranstaltungen in Chicago
Erstmals diesen Sommer wurden drei bekannte Musikfestivals zu einem vereint. Das Chicago Country Music Festival, Gospel Fest, Celtic Fest und das Viva Chicago Latin Music Festival finden neu im Rahmen von „Taste of Chicago“ statt (nächster Termin: 24. Juni bis 4. Juli 2012).
Noch bis Oktober finden regelmäßig Chicago Farmers Markets statt. An großen Festivals stehen im Herbst und Winter die folgenden an:
• Route 66 Mother Road Festival, 23.-25. Sept. – das Event für Classic-Car-Fans in Springfield, Ill. (www.familyevents.com/event/180)
• Chicago Gourmet, 23.-25. Sept., kulinarisches Fest im Millennium Park, an dem die besten Lokale der Stadt teilnehmen (www.illinoisrestaurants.org/associations/2039/chicagogourmet)
• Open House Chicago, 14.–16. Okt. (www.openhousechicago.org), siehe oben
• Magnificent Mile Lights Festival, 19. Nov., Veranstaltungen mit Bühnen, erstmaliges Anschalten der Weihnachtsbeleuchtung und Feuerwerk (http://magnificentmilelightsfestival.com)
• Christkindlmarket 23. Nov.–24. Dez. (www.christkindlmarket.com)
Auf Chicagos Bühnen
• Million Dollar Quartet, Apollo Theater, http://apollochicago.com
• Blue Man Group, Briar Street Theatre, www.blueman.com/tickets/chicago
• Wishful Drinking, Bank of America Theatre, www.broadwayinchicago.com, 4.–16. Okt.
• Come Fly Away, Bank of America Theatre, www.broadwayinchicago.com 10.–22. Jan. 2012
• Camino Real, Goodman Theatre, www.goodmantheatre.org, März/Apr. 2012
• Crowns, Goodman Theatre, www.goodmantheatre.org, Juni 2012
• A Christmas Carol, Goodman Theatre, Nov/Dez. 2012
Eine Übersicht findet sich unter http://chicagoplays.com
Geistertour durch Chicago
Geistertouren gibt es in New Orleans schon lange, nun werden sie auch in Chicago immer beliebter. So zeigt der Geisterforscher Richard T. Crowe auf seinen „Chicago Supernatural Tours“ – mit Bus, Boot oder zu Fuß – die spukträchtigsten Sehenswürdigkeiten. Neben den Geistergeschichten erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zur Geschichte der Stadt.
• www.ghosttours.com, ebenfalls Geistertouren bieten: www.weirdchicago.com oder www.chicagohauntings.com.
Auf Pizzatour
Der Veranstalter „Chicago Pizzatours“ bietet Bustouren durch die Metropole und ihre Stadtteile inklusive vier halbstündiger Imbiss-Stopps in bekannten Pizzerien, die für spezielle Zubereitungsarten berühmt sind: „Pizzano`s Pizza & Pasta“(www.pizanoschicago.com) im Loop zum Beispiel serviert Deep Dish Pizza aus der Springform, „Apart Pizza“ am Lincoln Square rühmt sich, die beste echt italienische Pizza Chicagos herzustellen (www.apartpizzacompany.com), während „Crust Organic“ in Bucktown Bio-Pizze offeriert, die im Holzofen gebacken werden (www.crustorganic.com). „Coalfire“ in West Town schwört auf den Kohleofen (www.coalfirechicago.com), während „Italian Fiesta“ in Hyde Park stolz darauf ist, die Lieblingspizza der Präsidentenfamilie Obama zu kreieren (www.italianfiestapizzeria.com). Weitere Lokale, die angefahren werden sind, „Red Flame“ (www.redflamepizza.com), „Gino’s East“ (www.ginoseast.com), „Flo & Santos“ (www.floandsantos.com) sowie „Frasca“ (www.frascapizzeria.com)
• Infos: www.chicagopizzatours.com
Überblick im Art Institute
Das Art Institute of Chicago verschafft Besuchern Überblick über seine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken mit sogenannten „Mini-Touren“. Sie sind als PDF zum Download erhältlich und als „Self-Guide“ ausgelegt. Sortiert nach Themenschwerpunkten, behandelt jede Tour sechs Kunstwerke und beschreibt diese anschaulich. Smartphone-Besitzer können die gewünschte Mini-Tour im Internet abrufen.
• Infos: www.artic.edu/aic
Chicagoer Hotels – Luxus pur
Laut „Yahoo!Travel“ sind das Elysian Hotel Chicago und Trump International Hotel & Tower mit Platz 1 und 3 die Tophotels in den USA. Die Redaktion verglich über 850 Luxus-Hotels in 49 größeren Reisezielen. Beim Elysian Hotel in Near North wurden besonders die Räume mit Kaminen, großen Bädern und ausgeklügelten High-Tech-Entertainment-Systemen gelobt, dazu gibt es mit dem „Balsan“ und dem „RIA“ zwei Restaurants mit zwei Michelin-Sternen und ein hauseigenes Spa.
BeimTrump International Hotel & Tower wurde v.a. die Architektur gelobt, dazu der Topservice und Extras wie das „Spa at Trump“, die Cocktail-Lounge „Rebar“ und das Restaurant „Sixteen“ (1 Michelin-Stern). Mehr dazu unter:
• http://travel.yahoo.com/p-interests-40411403 bzw. http://elysianhotels.com, www.trumpchicagohotel.com
News in Kürze:
• das Einkaufszentrum CHICAGO PLACE an der Magnificent Mall ist geschlossen
Art Institut und Holocaust Museum von Michael Stäbler (August 2011)
Wir hatten mit dem Reiseführer Chicago einen sehr guten Unterstützer.
Hier ein paar Aktualisierungen:
Leider ist der freie Eintritt ins Art Institut am Donnerstag ab 5 pm gestrichen.
Ein sehr lohnenswerter Ausflug in den Norden von Chicago ist der Besuch des neuen Holocaust Museums in Skokie, Hervorragend gemacht! Internetseite: www.ilholocaustmuseum.org
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Der Chicago O’Hare Airport (ORD) ist einer der fünf größten Flughäfen der Welt und dazu der Heimatflughafen von United Airlines (www.unitedairlines.de), die aus Deutschland drei Direktflüge nach Chicago anbieten. Die mit UA kooperierende Lufthansa bietet weitere Direktflüge, sodass aus dem deutschsprachigen Raum von Frankfurt (insgesamt viermal), von München (zweimal) sowie je einmal von Düsseldorf oder Zürich, das auch durch Swiss direkt angebunden ist, täglich nonstop Chicago angeflogen wird. Wien verfügt hingegen über keine Direktflugverbindung.
Daneben gibt es eine Reihe von Umsteigeverbindungen über europäische und amerikanische Ostküstenstädte, z. B. von BA (London), Air France (Paris) oder KLM/Northwest (Amsterdam). Da am ersten Flughafen in den USA immer das Gepäck durch die Kontrolle und neu eingecheckt werden muss, ist es oft günstiger eine Umsteigeverbindung in Europa zu wählen. Andererseits sind die Flughäfen Paris und London berüchtigt, die Strecken zwischen den einzelnen Gates und vor den Sicherheitsschaltern lang und es sollte genügend Übergangszeit eingeplant werden.
Die reine Flugzeit nach Chicago beträgt zwischen 8 ¼ und gut 9 Stunden, bei 7 Stunden Zeitverschiebung (s. S. 273). Die Flugzeuge starten im Allgemeinen am Vormittag oder frühen Nachmittag und erreichen Chicago am späten Nachmittag oder frühen Abend.
Die meisten Gesellschaften unterhalten Codesharing-Verträge, d. h. kooperieren mit anderen Fluggesellschaften und erweitern dadurch ihr Angebot. Die bedeutendsten Allianzen im Nordamerikabereich sind das SkyTeam (www. skyteam.com) mit u. a. Air France/KLM, Alitalia und Delta, Star Alliance (www. staralliance.com) mit Austrian, Continental Airlines, Lufthansa, Swiss, Air Canada, SAS, United Airlines und US Airways oder One World (www.oneworld.com) u. a. mit Iberia, American Airlines und British Airways.
Für Leute, die regelmäßig mit bestimmten Gesellschaften fliegen, lohnt es sich, (gratis) Mitglied eines Frequent-Flyer-Programms zu werden. Mit den gesammelten Meilen von Flügen bei Fluggesellschaften innerhalb eines Verbundes gibt es Upgrades oder Freiflüge.
Bei der Planung einer Rundreise ist auf Anschlüsse, die Möglichkeit zu Gabelflügen oder stopovers (meist einer gratis) zu achten – Bedingungen, die von Gesellschaft zu Gesellschaft variieren. Oft sind diese Möglichkeiten günstiger, als Inlandsflüge separat zu buchen.
Die Flugpreise hängen von vielerlei Faktoren wie Veranstalter, Fluggesellschaft, Routenführung, Abflughafen, Länge der Vorausbuchung, Jahreszeit bzw. sogar Wochentag und Buchungsklasse ab. Die Flugpreise nach Chicago beginnen in der Hauptsaison bei etwa 750 €, in der Nebensaison bei ca. 550 € inklusive aller Steuern, Gebühren und Zuschläge. Am teuersten – über 1000 € – ist es in der Hauptsaison, in den Sommerferien im Juli und August. Speziell für diese Zeiten ist eine frühzeitige Buchung dringend zu empfehlen. Zur ersten Orientierung in Sachen Preise und Verbindungen helfen die Websites großer Internetbroker wie www.expedia.de.
Sondertarife sind das ganze Jahr über, bevorzugt in der Nebensaison, zu bekommen, allerdings unterschiedlich in Kontingentierung und Bedingungen. Vergünstigte Spezialtarife und befristete Sonderangebote kann man direkt auf den Websites der Fluggesellschaften buchen, z. B. bei:
Last-Minute-Flüge werden ab etwa 14 Tagen vor Abflug angeboten und lassen sich bei Spezialisten wie www.ltur.com, www.lastminute.opodo.de oder www. mcflight.de buchen. Sie sind aber selten preiswerter als frühzeitig gebuchte Flüge.
Preiswerter sind Jugend- und Studententickets (je nach Airline generell bis 29 bzw. Studenten bis 34 Jahre). Auf Studentenflüge ist www.statravel.de spezialisiert.
Kinder unter zwei Jahren fliegen ohne Sitzplatzanspruch kostenlos, ansonsten werden die regulären Preise je nach Airline um 25 bis 50 % ermäßigt. Ab dem 12. Lebensjahr gilt der Erwachsenentarif oder ein besonderer Jugendtarif.
Chicago hat zwei internationale Flughäfen: O’Hare und Midway International Airport, wobei O’Hare weit häufiger angeflogen wird. Beide sind via Hochbahn an die Stadt angebunden. Außerdem stehen Shuttlebusse, Limousinenservices und Taxis zur Verfügung.
µ Infos zu beiden Flughäfen: www.flychicago.com
O’Hare International Airport, abgekürzt ORD, liegt im Nordwesten des Stadtzentrums (I–190) und gilt dem Passagieraufkommen nach nach Atlanta/Georgia als zweitgrößter Flughafen der Welt. Es gibt vier Terminals, die durch eine Magnetbahn (Airport Transit System) verbunden sind: Terminal 1 (u. a. United/Inland, Lufthansa-Abflüge), Terminal 2 (u. a. Continental, Northwest, US Airways, United), Terminal 3 (u. a. American, Iberia, Delta) und das International Terminal 5 (u. a. Air France, BA, KLM, Lufthansa-Ankünfte, SAS, Swiss). Im zentral gelegenen Car Rental Center (Lower Level Baggage Claim Areas von Terminals 1, 2, 3) befinden sich die Schalter der Mietwagenfirmen, von dort geht es per Shuttlebus zu den Großparkplätzen der Firmen. Auch vom International Terminal 5 kann man sich abholen lassen.
Die City of Chicago betreibt Infostellen in den Terminals 1, 3 und 5 (tgl. 6.30–22 Uhr), Travelers Aid (Anlaufstelle für Reisende in Notlagen, Näheres unter: www.travelersaid.org, Tel. 773 8942427) befindet sich im Terminal 2.
µ Tel. 773 6863700, www.chicago-ord.com, Airport Customer Service Hotline: Tel. 773 6862200
Der Flughafen ist mit der Hochbahn (CTA Blue Line) hervorragend an die rund 30 km entfernte Innenstadt angebunden. Der Bahnhof befindet sich auf der untersten Ebene des gigantischen Parkhauses (Main Parking Garage, Lower Level) und ist über Fußgängerpassagen von Terminal 1 und 3 erreichbar: Man fährt per Aufzug zur Tiefgarage, von dort folgt man dann den Schildern durch Fußgängertunnel zum Bahnhof. Vom International Terminal 5 nimmt man nach Abholung des Gepäcks die Magnetbahn (Airport Transit System), die alle Terminals verbindet, bis zum Terminal 3.
An Automaten am Bahnhof gibt es Einzeltickets für die Hochbahn ($ 2,25) bzw. Tages- oder Mehrtagestickets. Die Fahrt dauert rund 40 Minuten. Die Bahnen verkehren rund um die Uhr alle 5 bis 10 bzw. von 1 bis 5 Uhr alle 30 Minuten.
Außerdem gibt es Shuttlebusse wie den GO Airport Express (Tel. 773 2471200 oder 1 888 2843826, www.airportexpress.com), der von 6 bis 23.30 Uhr alle 15 Minuten den Airport mit beliebigen Hotels in Downtown, North Shore und Oak Brook verbindet. Infos und Tickets sind gegenüber der Gepäckausgabe in jedem Terminal für derzeit $ 27 pro Fahrt bzw. $ 49 für die Hin- und Rückfahrt erhältlich (ab zwei Personen günstiger: $ 19 einfach bzw. $ 35 Hin- und Rückfahrt.
Mit dem Taxi beträgt der Fahrpreis ca. $ 40. Es ist mit mind. 30 Min. Fahrtdauer ins Zentrum zu rechnen.
Midway International Airport (MDW) liegt stadtnäher (16 km bzw. ca. 30 Min. per Bahn) und wird v. a. von Inlandslinien bedient. Es gibt drei Terminals: Concourse A, B und C.
Ein Informationsstand befindet sich bei der Gepäckausgabe nahe Door 3 LL und auch die Shuttlebushaltestelle befindet sich in der Nähe.
µ 5700 S Cicero Ave., Tel. 772 8380600 oder 1 800 8326352, www.chicago-mdw.com
Die Weiterfahrt ins Zentrum erfolgt am besten mit der CTA Orange Line (ausgeschildert). Zunächst geht es per Shuttlebus zum Terminal Building, von dort dann via Fußgängerbrücke zur Hochbahn. Sie verkehrt von 5 bis 24 Uhr ca. alle 10 Min. Alternativ verkehren Shuttlebusse (Continental Airport Express, 6–23.30 Uhr, alle 15 Min., Tel. 773 2471200 oder 1 888 2843826) und es stehen Taxis bereit. Eine Taxifahrt nach Downtown kostet ca. $ 30.
Leider sind hierzulande über das Bahnreisen in den USA und die halbstaatliche Eisenbahngesellschaft Amtrak wenig bekannt. Größere Strecken lassen sich mit dem Zug äußerst bequem, wenn auch nicht sonderlich schnell, zurücklegen und zudem kann die Reise beliebig oft unterbrochen werden („City Hopping“). Selbst normale Zugtickets sind nicht allzu teuer (besonders bei langfristiger Vorausbuchung), für Vielreisende sind jedoch USA Rail Passes günstig, die nur in Europa erworben werden können.
Diesen Pass gibt es in verschiedenen Variationen (z. B. 15 Tage/8 Abschnitte für ca. 280 €) für den „Coach“ (Sitzwaggon). Lange Strecken sollten im Voraus reserviert werden, Liege- bzw. Schlafabteile kosten Aufpreis. Maximal zwei Kinder von 2 bis 15 Jahren fahren in Begleitung zum halben Preis, ein Kind unter 2 Jahre fährt kostenlos.
Von der Chicago Union Station (225 S Canal St., nahe Blue Line: „Clinton“) fahren mehrmals täglich Züge in die nahe gelegenen Ziele wie Milwaukee (Hiawatha Service), über Joliet und Springfield nach St. Louis (Illinois Service) oder Richtung Detroit (Michigan Service). Nur einmal täglich verkehren Bahnen zu entfernteren Zielen wie Kansas City, Denver, San Francisco, Los Angeles, Portland, Seattle, New Orleans, Washington, D.C., Indianapolis, St. Paul/Minneapolis, Dallas/Ft. Worth, San Antonio, Boston oder New York.
Informationen zum Bahnfahren gibt es unter:
µ www.amtrak.com. Auch Online-Ticketkauf möglich, man muss dann am ersten Bahnhof den Internetgutschein gegen Tickets eintauschen.
µ CRD International, Stadthausbrücke 1–3, 20355 Hamburg, www.crd.de/amtrak/bahnpaesse.php bzw. Amtrak-Hotline Tel. 040 30061623. Vertretung von Amtrak in Deutschland.
µ Flug- und Reiseservice Hageloch & Henes, Lindenstr. 34, Reutlingen, Tel. 07121 330184, www.buspass.de. Infos und Verkauf von Bahn- und Buspässen für die USA.
µ Meso-Reisen, Tel. 030 21234190, Berlin, www.meso-berlin.de. Ebenfalls Infos und Verkauf von Bahn- und Buspässen für die USA.
Obwohl Greyhound-Busse in den letzten Jahren als Reisemöglichkeit an Bedeutung verloren hat, gibt es auch in Chicago einen Busbahnhof. Er befindet sich nahe der Amtrak-Station:
o347 [A7] Greyhound Terminal, 630 W Harrison St.
Das Straßennetz von Chicago wird auf 1260 km geschätzt. Es gibt hier 1,2 Mio. zugelassene Pkws und 6700 Taxis – und vor allem Letztere machen das Autofahren in der Innenstadt zu einer nervenaufreibenden Aktion. Sie schneiden und überholen, hupen und zwängen sich in Lücken, schießen aus Seitenstraßen und sind einfach unberechenbar. Allerdings genießen auch die Chicagoans selbst in den USA den zweifelhaften Ruf, sehr aggressiv und schnell zu fahren. Zur speziellen Fahrweise kommen ständige Staus auf Einfallstraßen und im Stadtzentrum, Einbahnstraßen, akuter Parkplatzmangel und hohe Benzinpreise und Parkgebühren.
Aus diesen Gründen kann vom Autofahren in der Stadt nur abgeraten werden, zumal das öffentliche Verkehrssystem gut ausgebaut und preiswert ist. Wer das Umland im Mietwagen erkunden möchte, sollte diesen erst am Tag der Abfahrt abholen bzw. bei Ankunft sofort wieder abgeben. Sobald man den Großraum Chicago verlässt, wird es ruhiger.
Es ist im Allgemeinen günstiger, den Mietwagen bereits zu Hause „im Paket“, d. h. inklusive aller Steuern, Gebühren, Meilen und Versicherungen, zu buchen. Die meisten großen Firmen unterhalten nicht nur am Flughafen, sondern auch im Stadtzentrum Büros, sodass es günstig sein kann, bei Abreise aus der Stadt den Mietwagen hier zu übernehmen. Hilfreich bei der Orientierung und Buchung sind z. B.:
µ Avis: www.avis.de
µ Alamo: www.alamo.com
µ Hertz: www.hertz.com
µ Neben den Mietwagenfirmen gibt es Mietwagen-Broker (www.mietwagen-brooker.de), z. B. Holiday Autos (www.holidayautos.de), Auto Europe (www.autoeurope.com), TUI (www.tui.de/mietwagen) oder DERTOUR Cars (www.dertour.de).
Speeding (zu schnelles Fahren) wird wesentlich schärfer überwacht und härter bestraft als hierzulande, besonders in Baustellenbereichen („Road Construction“ oder „Men at work“). Polizeikontrollen sind gang und gäbe und die officers sind streng. Wird man mittels Kelle oder Blaulicht zum Anhalten gezwungen, rechts stehen bleiben, im Auto sitzend die Papiere bereithalten, Hände aufs Lenkrad. Strafzettel widerspruchslos hinnehmen und bar zahlen!
Erlaubte Geschwindigkeiten:
µ Stadtgebiet: 20–35 mph (ca. 30–50 km/h)
µ Landstraße: max. 55 mph (ca. 90 km/h)
µ Autobahn: max. 65 mph (ca. 105 km/h)
Ampeln hängen hoch hinter einer Kreuzung und schalten gleich von Rot auf Grün. Rechtsabbiegen bei Rot ist erlaubt, wenn es gefahrlos möglich und kein Schild mit der Aufschrift „No turn on red“ (Abbiegen bei Rot verboten) angebracht ist.
Auf- und Abfahrten sind zumeist nach Meilen nummeriert und können sich auch links befinden. Normalerweise führen mehrere exits in eine Stadt, ein Kartenstudium vorher ist angeraten.
Rechtsüberholen bei mehreren Spuren ist erlaubt. Im Stadtbereich hält man sich idealerweise an die zweite oder dritte Spur von rechts, um so auch für Linksabfahrten gewappnet zu sein. Bei nur zwei Fahrspuren überholt man nur in Extremfällen.
Car Pool Lanes sind speziell ausgewiesene Bahnen für Fahrgemeinschaften (meist ab zwei Personen) oder für Busse, die beschleunigtes Durchkommen im Stadtgebiet ermöglichen sollen und weniger Abzweigungen aufweisen.
An Schulbussen darf man, wenn sie Zeichen (Blinklicht/Kelle) geben, niemals vorbeifahren, auch nicht in Gegenrichtung. In der Nähe von Schulen ist dringend auf Geschwindigkeitsbeschränkungen bzw. ein Blinklicht an Übergängen zu achten.
Alkohol darf nur im Kofferraum transportiert werden. Gesetzlich gelten 0,5 Promille, propagiert wird keep alert (nüchtern fahren). Verstöße werden streng geahndet.
Eine Gallone (3,8 l) Normalbenzin (regular) kostet rund $ 3,30 (Stand Winter 2010). Die aktuellen Preise finden sich unter www.chicagogasprices.com.
Im Loop liegen die Parkgebühren in Parkhäusern bei bis zu $ 15 pro Stunde, in Hotels werden bis zu $ 50 pro Nacht verlangt. Etwas preiswerter sind die Parkplätze im Bereich südlich des Loop (etwa State St./Michigan Ave. und Harrison–van Buren St.), wo man mit Glück für um die $ 10 ganztags im Freien parken kann.
Falschparken kommt teuer, im günstigsten Fall sind $ 30 Strafe zu bezahlen und Parkuhren werden ständig kontrolliert. In Städten darf niemals in der Nähe von Hydranten oder in Tow-Away- bzw. No-Parking-Zonen geparkt werden.
Es gibt auf den Straßen entweder meters (Parkuhren) oder aber farbige Randsteinmarkierungen: Rot (Halteverbot), Gelb/Gelb-schwarz (Lieferzone, bei Gelb ist Parken nach 18 Uhr erlaubt), Blau (Behindertenparkplätze), Grün (10 Min. Parken), Weiß (Ein-/Aussteigen oder Beladen erlaubt).
Amerika ist ein gutes Reiseland für Menschen mit einer Behinderung (handicapped people) und Gehwegabsenkungen, Behindertenparkplätze, Fahrstühle, behindertengerechte Hotelzimmer und die Barrierefreiheit von Nahverkehrsmitteln sowie behindertengerechte Zugänge zu Museen und anderen Sehenswürdigkeiten sind auch in Chicago fast überall vorhanden.
Allgemeine Informationen zur Situation in Chicago erteilt SATH, die Society for Accessible Travel & Hospitality (Tel. 212 4477284, www.sath.org). „Easy Access Chicago“ ist ein ausführliches 50-Seiten-Heft (DIN A5), das im Cultural Center É kostenlos ausliegt. Informationen finden sich vorab auch unter http:// easyaccesschicago.org.
Die Botschaften und Konsulate der USA im eigenen Heimatland sind in erster Linie für die Erteilung von Visa zuständig und werden vom „Normaltouristen“ nicht benötigt.
µ Botschaft der Vereinigten Staaten, Pariser Platz 2, 10117 Berlin, Tel. 030 83050, Konsularabteilung (Visa): Clayallee 170, Tel. 0900 1850055 (Mo.–Fr. 7–20 Uhr), http://germany.usembassy.gov
µ Botschaft der Vereinigten Staaten, Boltzmanngasse 16, 1090 Wien, Tel. 01 313390, Visa: Tel. 0900 510300, www.usembassy.at
µ Botschaft der Vereinigten Staaten, Sulgeneckstr. 19, 3007 Bern, Tel. 031 3577011, Visa: Tel. 0900 878472, http://bern.usembassy.gov
Die Botschaften von Deutschland, Österreich und der Schweiz befinden sich in Washington, D.C., in Chicago helfen die Generalkonsulate im Notfall weiter:
o350 [D3] German Consulate General, 676 N Michigan Ave., Suite 3200, Tel. 312 2020480, Mo.–Fr. 9–12 Uhr
o351 [D4] Austrian Consulate General, Wrigley Bldg., 400 N Michigan Ave., Suite 707, Tel. 312 2221515, www.austria-chicago.org, Mo.–Fr. 9–12 Uhr
o352 [D3] Swiss Consulate General, 737 N Michigan Ave., Suite 2301, Tel. 312 9154500 oder 9150061, www.eda.admin.ch/chicago, Mo.–Fr. 9–12 Uhr
Eine Liste aller Auslandsvertretungen findet sich unter:
µ www.auswaertiges-amt.de („Auslandsvertretungen“)
µ www.bmaa.gv.at („Bürgerservice“)
µ www.eda.admin.ch („Vertretungen“)
Dank des Visa Waiver Program (VWP) ist ein Visum für Staatsbürger von Teilnehmerländern (darunter Deutschland, Österreich, Schweiz) bei einem Aufenthalt von max. 90 Tagen und bei Vorlage eines Rückflugtickets nicht nötig. Besucher müssen im Besitz eines maschinenlesbaren Reisepasses sein, der mindestens noch die gesamte Aufenthaltsdauer lang gültig ist. Derzeit sind in den neuen „e-Pässen“ außer einem Digitalfoto zwei Fingerabdrücke gespeichert, die Aufnahme weiterer biometrischer Daten ist geplant. Auch Kinder benötigen einen eigenen Pass.
Seit Januar 2009 müssen sich alle Bürger, auch Kinder, die ohne ein Visum einreisen, spätestens 72 Stunden vor Abflug gegen eine einmalige Gebühr von $ 14 (diese kann per Kreditkarte oder im Reisebüro beglichen werden) online registrieren lassen (Electronic System for Travel Authorization – ESTA). Nach Registrierung erfolgt im Allgemeinen sofort eine positive Mitteilung („Authorization Approved“).
Wer einmal registriert ist, kann innerhalb von zwei Jahren mehrfach einreisen, sofern der Pass so lange gültig ist. Die Registrierung kann im Reisebüro oder im Internet auf folgender Website erfolgen:
µ https://esta.cbp.dhs.gov (Antrag) bzw. http://german.germany.usembassy.gov/visa/vwp/esta (deutsche Erläuterungen und Link)
Auf dem ESTA-Formular erfragt werden prinzipiell dieselben Fakten, die früher auf dem im Flugzeug ausgeteilten grünen I–94 W-Formular auszufüllen waren: Name, Geburtsdatum, Adresse, Nationalität, Geschlecht, Passdetails, erstes Hotel, Zweck und Dauer der Reise etc. Updates, wie die Ergänzung bzw. Änderung der ersten Adresse vor Ort oder Datumsänderungen, sind nachträglich möglich. Bei Besitz eines Visums ist keine Registrierung nötig, dafür muss jedoch weiterhin das weiße I–94 Formular ausgefüllt werden.
Seit 1. November 2010 müssen die Fluggesellschaften im Rahmen von Secure Flight 72 Stunden vor Abflug die maßgeblichen Passagierdaten an die TSA (Transportation Security Administration) weiterleiten. Gefragt werden der volle Name gemäß Reisepass, Geburtsdatum und Geschlecht. Normalerweise erfolgen diese Angaben bereits bei der Flugbuchung. Die erste Adresse in den USA und sonstige Angaben können im Internet bzw. beim Check-in nachgereicht werden.
µ Infos: www.tsa.gov/what_we_do/layers/ secureflight/faqs.shtm
Wer länger als 90 Tage im Land bleiben möchte – zum Beispiel zum Studieren oder Arbeiten – oder Staatsbürger eines Landes ist, das nicht am VWP teilnimmt, muss sich ein Visum beschaffen. Dazu ist die persönliche Vorsprache in einer amerikanischen Botschaft (s. S. 249) nötig.
µ Weitere Infos: http://travel.state.gov/visa/visa_1750.html oder http://german. germany.usembassy.gov/visa
Am Einreiseschalter (Immigration Counter) des ersten Flughafens in den USA wird der Pass gescannt und es werden Fragen zu Reiseroute, Zweck der Reise, Beruf, Bekannten oder Freunden in den USA und auch zum Reisebudget gestellt.
Es werden tintenlose Fingerabdrücke (von beide Daumen und den vier Finger jeder Hand) genommen und es wird ein Foto gemacht, ehe es den Stempel mit einer auf normalerweise drei Monate festgelegten Aufenthaltsdauer gibt. Der Vorgang dauert übrigens in der Regel nur wenige Minuten.
Infos zu den aktuellen Einreisebestimmungen findet man im Internet unter http://travel.state.gov/visa/temp/ without/without_1990.html.
Nach der Einreise geht es zum Gepäckband (baggage claim) und hat man dort sein Gepäck in Empfang genommen, geht es (im Allgemeinen) durch den Ausgang mit der Aufschrift „Nothing to declare“ („Nichts zu verzollen“). Hier wird die im Flugzeug ausgeteilte weiße Zollerklärung (Customs Declaration Form) – eine pro Familie mit gleicher Adresse – abgegeben. Auf ihr ist anzugeben, ob und welche Waren bzw. wie viel Geld mitgeführt werden. Gelegentlich finden Stichproben statt. Bei einem Anschlussflug muss das Gepäck neu eingecheckt werden.
Eine Devisenbeschränkung gibt es nicht, lediglich Summen über $ 10.000 müssen deklariert werden. Die Einfuhr bestimmter Güter ist jedoch begrenzt:
µ 1 l Alkohol bzw. 200 Zigaretten oder 100 Zigarren (keine kubanischen)
µ Geschenke im Wert bis $ 100
µ Verboten ist die Einfuhr von tierischen und pflanzlichen Frischeprodukten/Lebensmitteln sowie von Samen und Pflanzen, außerdem Klappmesser u. a. gefährliche Objekte. Bei Medikamenten in größeren Mengen empfiehlt es sich, ein ärztliches Attest dabeizuhaben, da die Einfuhr von Rauschmitteln untersagt ist.
µ Details zu den Zollbestimmungen finden sich im Internet unter www.customs.gov.
Bei der Rückreise nach Europa dürfen folgende Waren zum persönlichen Ge- oder Verbrauch eingeführt werden:
µ Tabakwaren (über 17-Jährige in EU-Länder und CH): 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak
µ Alkohol (über 17-Jährige in EU-Länder): 1 l über 22 Vol.-% oder 2 l bis 22 Vol.-% und zusätzlich 2 l nicht-schäumende Weine; in die Schweiz: 2 l (bis 15 Vol.-%) und 1 l (über 15 Vol.-%)
µ Andere Waren für den persönlichen Gebrauch (über 15-Jährige) im Wert von bis zu 430 € bzw. CHF 300. Wird diese Summe überschritten, sind Einfuhrabgaben auf den Gesamtwert der Ware zu zahlen.
Einfuhrbeschränkungen bestehen z. B. für Tiere, Pflanzen, Arzneimittel, Betäubungsmittel, explosive Materialien, Lebensmittel, Raubkopien, bestimmte Schriften (Hetzschriften, Pornografie etc.), Waffen und Munition; in Österreich auch für Rohgold und in der Schweiz für CB-Funkgeräte. Nähere Informationen liefern folgende Stellen:
µ Deutschland: www.zoll.de, Zollinfocenter, Tel. 069 46997600
µ Österreich: www.bmf.gv.at, Zollamt Villach, Tel. 04242 33233
µ Schweiz: www.ezv.admin.ch, Zollkreisdirektion Basel, Tel. 061 2871111
In den USA gibt es Wechselstrom von 110 bis 115 V, daher müssen mitgebrachte Geräte umstellbar sein. Die andere Form amerikanischer Steckdosen erfordert zudem einen Adapter, den man sich am besten schon zu Hause in einem Elektrogeschäft oder Reiseshop besorgt. In den meisten Hotels ist für einen Fön im Bad und einen Radiowecker gesorgt, manchmal gibt es auch ein Bügeleisen.
Das Zauberwort in Amerika heißt credit card (CC), wobei Mastercard und Visa die gebräuchlichsten sind. Selbst Kleinstbeträge werden damit bezahlt und sie ist nötig, um Kaution (z. B. für den Mietwagen) zu stellen, um Reservierungen (Hotels), Ticketbestellungen und Buchungen zu garantieren. Für das bargeldlose Zahlen werden ca. 1 bis 2 % des Betrags für den Auslandseinsatz berechnet, Bargeld am Automaten (ATM) zu ziehen, kostet bis zu 5,5 % Gebühr.
Die Maestro-(EC-)Karte ist nur an gekennzeichneten Automaten („Cirrus/Maestro“) gegen eine variable Gebühr einsetzbar, meist aber ist eine Geldabhebung mit ihr günstiger als mit der Kreditkarte. Mit der Postbank SparCard lässt sich an gekennzeichneten VISA-PLUS-Automaten sogar zehnmal jährlich gebührenfrei Geld abheben.
Travelers Cheques (TC) in Dollarbeträgen werden von American Express und Travelex zur Verfügung gestellt. In Stückelungen von günstigenfalls $ 50 pro Scheck verhelfen sie schnell zu Bargeld – z. B. bei AmEx- oder Travelex-Filialen, aber auch in Hotels (meist max. $ 50/Tag – „to cash a cheque“) oder Banken. Sie gelten als Zahlungsmittel in Geschäften und Restbeträge werden bar herausgegeben.
Wie Kreditkarten sind auch Schecks versichert (Seriennummern notieren und Kaufbeleg aufbewahren!) und bei Verlust oder Diebstahl kann die Sperrung und der Ersatz von Karten oder Schecks veranlasst werden.
Es gibt nur wenige Orte, an denen Bargeld unbedingt nötig ist, zum Beispiel für Trinkgelder, für den Kauf einer Zeitung oder eines Getränks am Automaten. Selbst in Supermärkten und an Tankstellen ist die Zahlung mit Kreditkarte möglich. Günstig ist es, Quarter zu sammeln, denn sie werden häufig an Automaten gebraucht.
Die amerikanische Währungseinheit ist der US-Dollar: $ 1 (one „buck“) besteht aus 100 Cent (c).
µ Münzen: Penny (1 c), Nickel (5 c), Dime (10 c), Quarter (25 c).
µ Banknoten: $ 1, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 („Grand“) – alle sind grün und etwa gleich groß, der Unterschied liegt im Wertaufdruck und dem abgebildeten Staatsmann.
Es ist kein Problem, in einer Bank oder (schneller) in einer Filiale von American Express oder Travelex Euro oder Reiseschecks in Dollar umzuwechseln. Allerdings ist der Kurs oft ungünstig und es fallen Gebühren an.
µ Illinois Center Currency Exchange, im Thompson Center Ï
o353 [C6] Thomas Cook Foreign Exchange, 19 S LaSalle St.
o354 [C5] World’s Money Exchange, 203 N LaSalle St. und am O’Hare International Airport
In einer Stadt wie Chicago stellen die Hotelkosten neben dem Flug den Löwenanteil der Kosten für den Urlaub dar. Im Schnitt muss man mit einem Preis von etwa $ 100 bis 150 für ein Doppelzimmer in einem ordentlichen Mittelklassehotel rechnen, Tophotels verlangen weit mehr.
Was die Verpflegung angeht, kommt man im Allgemeinen preiswert weg und oft sogar günstiger als in europäischen Großstädten. Ein Abendessen in einem Lokal kostet ohne Alkohol im Schnitt $ 25 bis $ 40.
Eintrittspreise entsprechen europäischem Niveau. Es gibt es für Studenten und Senioren Ermäßigungen und gelegentlich an bestimmten Tagen bzw. Abenden verbilligten oder freien Eintritt für alle.
Informationen zu Chicago und zu Illinois bzw. zur Great-Lakes-Region erteilen:
µ Fremdenverkehrsbüro Chicago & Illinois, c/o. Wiechmann Tourism Service GmbH, Scheidswaldstr. 73, 60385 Frankfurt/Main, Tel. 069 25538280, www.wiechmann.de bzw. www.gochicago.com/deutsch
µ Fremdenverkehrsbüro der Great Lakes of North America, c/o TravelMarketing Romberg TMR GmbH, Schwarzbachstr. 32, 40822 Mettmann bei Düsseldorf, Tel. 02104 797451, www.greatlakes.de
i355 [D5] Chicago Cultural Center Visitor Information Center, im Chicago Cultural Center, 77 E Randolph/78 E Washington St., Tel. 312 7442400, www.explorechicago.org, Mo.–Do. 8–19, Fr. 8–18, Sa. 9–18, So. 10–18 Uhr, an Feiertagen 10–16 Uhr. Erster Stopp für Besucher, betrieben vom Chicago Office of Tourism und untergebracht in der ehemaligen Bibliothek der Stadt von 1897. Von hier aus starten Touren, es gibt vielerlei kostenloses Informationsmaterial (Karten, Broschüren, Veranstaltungskalender u. a.), es können Tickets gekauft werden und sachkundiges Personal beantwortet Fragen. Auch der Bau selbst ist sehenswert, es finden Ausstellungen statt, es gibt ein Café und einen Shop sowie WCs.
i356 [D2] Chicago Water Works Visitor Center, 163 E Pearson St./Michigan Ave., Zeiten wie Chicago Cultural Center Visitor Information. Mit „First Slice Pie Cafe“, Hot-Tix-Verkaufsstelle und Ableger der Chicago Public Library.
i357 [D5] Millennium Park Welcome Center, NW Exelon Pavilion, 201 E Randolph St., Tel. 312 7422963, tgl. 10–16 Uhr, im Sommer 9–19 Uhr. Infos und kostenlose 45-Min.-Walkingtouren (11.30/13 Uhr) durch den Park mit Millennium Park Greeters.
Die informativsten Webseiten mit dem Thema Chicago sind:
µ www.explorechicago.org – offizielle Tourismusseite der City of Chicago
µ www.choosechicago.com – Besucherinfos aller Art (Hotels, Essen, Shopping, Events, Sights etc.), zusammengestellt vom Chicago Convention & Tourism Bureau
µ www.gochicago.com/deutsch – deutschsprachige Version der vom Illinois Bureau of Tourism herausgegebenen Website mit Infos zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants, Stadtrundfahrten und Veranstaltungen.
µ www.cityofchicago.org – die offizielle Website der Stadtverwaltung
µ http://chicago.citysearch.com – Infos zu Restaurants, Bars und Klubs, Hotels, Shopping, Spa und Beauty, Kinos und Veranstaltungen, nach dem Motto „best ...“ nach Kategorien wie Küche, Ambiente, Aussicht, Freiplätze etc. geordnet
µ www.chicagoreader.com, www.timeoutchicago.com und http://chicago.metromix.com liefern vielerlei Lesestoff und Informationen zu unterschiedlichsten Aspekten.
Über den Staat Illinois und das Umland informieren:
µ www.enjoyillinois.com – offizielle Website des Illinois Bureau of Tourism
µ www.chicagolandtravel.com – Infos zum Umland von Chicago
Einfache Stadtpläne, Nahverkehrsübersichts- und Detailpläne gibt es bei den Touristeninformationen, ausführlicher ist die „Streetwise Chicago Map“, die es im Taschenbuchformat in Buchläden zu kaufen gibt.
Der amerikanische Automobilklub AAA (s. S. 247) gibt jährlich neu ein TourBook Illinois (mit Chicago) heraus und bietet aktuelle detaillierte Stadtpläne und Karten für das Umland an. Für europäische Autoklubmitglieder ist dieser Service bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises kostenlos.
In den USA gibt es nur eine wirkliche überregionale Zeitung und die heißt USA Today und ist an nahezu jeder Straßenecke erhältlich. Sie bietet eine informative Mischung aus Nachrichten und Kommentaren und ist vor allem wegen ihres ausführlichen und hervorragenden Sportteils und der grafischen Gestaltungselemente beliebt. Die maßgebliche Chicagoer Tageszeitung ist die eher konservative Chicago Tribune (www. chicagotribune.com), die im Jahr 1847 als eine der ersten US-Tageszeitungen gegründet wurde. Sie kostet werktags $ 1, sonntags – bei pfundschwerem Umfang – $ 2. Am Freitag ist der ausführliche Veranstaltungskalender „On the town“ beigefügt.
Eher ein Boulevardblatt, aber bekannt für Lokal- und Sportberichterstattung ist die Chicago Sun-Times (www. chicagosuntimes.com, 75 c., So. $ 1,50). Ebony wurde 1945 in Chicago gegründet und ist das meistgelesene Magazin der Afroamerikaner.
µ Centerstage Chicago – The Original City Guide, www.centerstagechicago.com. Infos zu fast allen Aspekten (Restaurants, Veranstaltungen, Musikszene, Unterkünfte, Theater, Nightlife etc.). Liegt wie das Chicago Journal kostenlos in Infozentren, Hotels, Buchläden oder auch Lokalen und Cafés aus.
µ Chicago Journal, www.chicagojournal.com. Gratisheft mit Neuigkeiten zu einzelnen Vierteln wie South Loop, Near West und West Loop.
µ Chicago Magazine, www.chicagomag.com, $ 5 (in Buchhandlungen, an Kiosks). Infos zu Leuten und Leben in der Stadt, Restaurantlisten, Events und Kultur.
µ Chicago Official Visitor Guide. Von der Stadt zweimal jährlich herausgegebene Broschüre für Besucher, die in den Touristeninformationen (s. S. 255) kostenlos erhältlich ist.
µ Chicago Reader, www.chicagoreader.com. Wochenzeitung mit Artikeln und Rubriken wie Musik, Kunst, Theater, Kino, Restaurants etc. Seit 1972 von der Chicago Tribune herausgegeben und gratis jeden Freitag in vielen Läden, Cafés etc. ausliegend.
µ Concierge Prefered. Sechsmal jährlich erscheinendes schmales Gratisheft (v. a. in Hotels ausliegend, www.conciergepreferred.com/chicago) mit Karten. Schwerpunkt sind Restaurants, aber auch Shopping, Nightlife und Kultur/Museen.
µ Key Magazine – This week in Chicago, www.keymagazinechicago.com. Das seit 1920 wöchentlich erscheinende Heft liegt in Hotels aus und bietet einen Veranstaltungskalender und Infos zu Essen gehen und Shopping.
µ The Onion, www.theonion.com. Ein überregionales wöchentliches Gratisheft mit Lokalteil, das in Buchläden, Cafés u. a. ausliegt und über die alternative Szene in bestimmten Stadtvierteln informiert.
µ Redeye, www.chicagonow.com/blogs/ redeye. Erscheint Mo. bis Fr., liegt in Läden, Kneipen, Treffs und Zeitungsboxen aus (kostenlos) und bietet Kolumnen, Infos zu Events und „neighborhood news“.
µ Time Out Chicago, http://chicago.timeout.com. Wochenheft ($ 2,50) mit Magazinteil sowie Veranstaltungslisten („This Week“) zu kulturellen Aspekten (Klubs, Museen, Konzerte, Filme, Kinder, Musik, Sport, Theater ...).
µ WHERE Chicago, erscheint monatlich und liegt gratis v. a. in Hotels und Infostellen aus. Mit aktuellem Magazinteil zu Events etc., außerdem „Where Guide“ zu Entertainment, Nightlife, Kunst und Antiquitäten, Shops und Services sowie Essen gehen.
Die Internetnutzung mit privaten Laptops ist in den meisten Hotels per WLAN – z. T. kostenlos – möglich, zudem gibt es in fast allen Cafés und Lokalen sowie in den meisten Buchläden, aber auch an vielen öffentlichen Plätzen kostenlose WLAN-Hotspots und in verschiedenen Shops und öffentlichen Einrichtungen stehen Computer zur Nutzung zur Verfügung:
Þ [C7] Washington Library, Mo.–Do. 9–19, Fr./Sa. 9–17, So. 13–17 Uhr. Computerraum auf der dritten Ebene, zuvor muss man sich am Computer Commons Desk gegen Vorlage des Reisepasses einen „Temporary Guest Pass“ holen, danach kann man für eine Stunde kostenlos das Internet bzw. „Express Internet“ (ohne Druckerbenutzung und auf 15 Min. begrenzt) nutzen.
µ Newberry Library (s. S. 48), Fr./Sa. 8.15–17.30, Di.–Do. 8.15–19.30 Uhr, kostenlose Internetnutzung
µ Apple Store (s. S. 25).
@358 [ci] BEAN.net Lakeview, 2945 N Broadway, in Thomas Street „Yankalilla“ (Einkaufs-/Bürokomplex), tgl. 10 bis mind. 22 Uhr
@359 [C3] Biznet Café, 8 W Ohio St., Mo.–Sa. 10–20 Uhr. Business Center und Internetcafé nahe der Mag Mile, $ 5/30 Min.
@360 [bl] Cyberia Chicago Internet Café, 1331 N Ashland Ave., Mo.–Sa. 9–24, So. 10–20 Uhr. PCs und MACs, Spiele, Kaffee und Tee.
µ Ein Überblick über Internetcafés in Chicago findet sich unter www.world66.com/ northamerica/unitedstates/illinois/chicago/cybercafes
1 inch (in) 2,54 cm
1 foot (ft) 30,48 cm
1 yard (yd) (= 3 feet) 0,91 m
1 mile (= 1760 yards) 1,61 km
1 square inch 6,45 cm²
1 square feet 929 cm²
1 square yard 0,84 m²
1 acre 4046,80 m² (0,405 ha)
1 square mile 2,59 km² (= 640 acres)
1 pint 0,47 l
1 quart (= 2 pints) 0,95 l
1 gallon (= 4 quarts) 3,79 l
1 ounce (oz) 28,35 g
1 pound (= 16 ounces) 453,59 g
(Grad Fahrenheit – 32) x 0,56 = Grad Celsius
23 Grad F – 5 Grad C
32 Grad F 0 Grad C
50 Grad F 10 Grad C
Den hohen Arzt-, Medikamenten- und Krankenhauskosten in Amerika steht ein hoch entwickeltes medizinisches System gegenüber. Schnelle und fachkundige Behandlung ist gesichert, vorausgesetzt, man kann die Zahlungsfähigkeit (durch Vorlage einer Kreditkarte) nachweisen.
Bei Praxisbesuchen ist sofort zu bezahlen, gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, weswegen der Abschluss einer Reisekrankenversicherung (s. S. 282) ratsam ist.
Besonderen Risiken sind US-Reisende normalerweise nicht ausgesetzt, es gibt selten Umstellungsprobleme mit der Nahrung und das Wasser kann unbesorgt getrunken werden. Besondere Impfungen sind nicht nötig. Relativ häufig sind Erkältungen aufgrund der Vollklimatisierung von Bauten und Verkehrsmitteln. Empfindliche sollten immer eine Jacke, einen Pullover, ein Tuch oder einen Schal dabeihaben. Hygiene wird in den USA großgeschrieben und WCs sind normalerweise sehr sauber.
Health Care oder Family Centers sind Gemeinschaftspraxen, die ohne Termin und lange Wartezeiten („walk-in“) weiterhelfen. Hausbesuche sind unüblich. Im Notfall ruft man die Ambulanz oder fährt zu einer Hospital-Notaufnahme (emergency room). Namen und Adressen von Ärzten können leicht über die Hotelrezeption bzw. das Telefonbuch (medical services/physicians) in Erfahrung gebracht werden.
µ Chicago Medical Society Tel-Med, Tel. 312 6702550. Vermittlung des passenden/diensthabenden Arztes.
+361 [E3] Northwestern Memorial Hospital, 251 E Huron St., nahe Water Tower, Tel. 312 9262000, Ärztevermittlung: Tel. 1 877 9264664
+362 [dj] Saint Joseph Hospital, 2900 N Lake Shore Dr., Tel. 773 6653000
+363 University of Chicago Medical Center, 5841 S Maryland Ave./E 58th St. (Hyde Park), Tel. 773 7021000
µ Emergency Dentist 24/7, Tel. 773 8975803. Hier erfährt man telefonisch den Namen und die Adresse des nächsten diensthabenden Zahnarztes.
Apotheken (pharmacies) sind rar, aber ein Grundsortiment an Arzneimitteln findet sich frei käuflich in Supermärkten und drugstores. In Letzteren kann man an speziellen Schaltern auch ärztliche Verordnungen (prescriptions) für rezeptpflichtige Medikamente einlösen. Verbreitet und 24 Stunden geöffnet sind z. B. viele Filialen von Walgreens, außerdem gibt es CVB oder Osco Drugs (z. B. gegenüber dem Cultural Center É, Randolph St.).
+364 [ag] Merz Apothecary, 4716 Lincoln Ave. Seit 1875 existierende deutsche Apotheke mit eigener Produktlinie.
+365 [D2] Walgreens, 757 N Michigan Ave.
+366 [C3] Walgreens, 641 N Clark St.
+367 [D5] Walgreens, 30 N Michigan Ave.
Im Notfall hilft ein Polizist (cop) oder die gebührenfreie Notrufnummer 911 (Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr). Bei nicht dringenden Fällen kann man auch unter Tel. 311 das städtische Call Center anrufen, das Anfragen weiterleitet.
Bei Diebstahl (zum Beispiel des Reisepasses) oder sonstigen Verbrechen muss man in einer Polizeistation Anzeige erstatten. Darüber hinaus sollte man sich wegen der Ausstellung eines Ersatzpasses an die zuständige diplomatische Auslandsvertretung (s. S. 249) wenden. Auch in anderen Notfällen, medizinischer oder rechtlicher Art, bemüht man sich dort, vermittelnd zu helfen.
o368 [do] Chicago Police Department, 1718 S State St.
Bei Verlust der Maestro-(EC-) oder der Kreditkarte gibt es für Kartensperrungen eine deutsche Zentralnummer (unbedingt vor der Reise klären, ob die eigene Bank diesem Notrufsystem angeschlossen ist).
In Österreich und der Schweiz gibt es keine zentrale Sperrnummer, daher sollten sich Besitzer von in diesen Ländern ausgestellten Maestro-(EC-) oder Kreditkarten vor der Abreise bei ihrem Kreditinstitut über den zuständigen Sperrnotruf informieren.
Generell sollte man immer die wichtigsten Daten wie Kartennummer und Ausstellungsdatum separat notieren, da diese unter Umständen abgefragt werden.
µ Deutscher Sperrnotruf (von den USA aus): Tel. 011–49–116116 oder Tel. 011–49–3040504050
µ Unter www.kartensicherheit.de gibt es zusätzliche Informationen und es kann ein SOS-Infopass mit den wichtigsten Telefonnummern heruntergeladen und ausgedruckt werden.
Gegen die Angabe der Seriennummern oder die Vorlage des Kaufbelegs werden Reiseschecks innerhalb von 24 Stunden ersetzt. Dazu ist bei Verlust oder Diebstahl umgehend Meldung bei American Express bzw. Travelex nötig: Telefonnummern und Hinweise erhält man zusammen mit den gekauften Schecks (vorher notieren!). Gegebenenfalls wird ein Polizeiprotokoll gefordert und muss ein Rückerstattungsformular ausgefüllt werden.
Manche Mobilfunkkarten lassen sich ebenfalls über die zentrale deutsche Sperrnummer sperren. Ansonsten ist ein sofortiger Anruf bei der Kundenbetreuung des Anbieters nötig. Dort kann die SIM-Karte gesperrt und eine neue SIM-Karte bestellt werden. Um die Karte sperren zu lassen, werden neben der Rufnummer evtl. auch die PUK-Nummer, die Kartennummer oder das Kundenkennwort abgefragt.
Hat man etwas verloren oder liegen lassen, wendet man sich entweder an das entsprechende Taxi- oder Verkehrsunternehmen, die Mietwagenfirma, das Restaurant, Hotel etc. oder aber man erkundigt sich unter der Telefonnummer 311 (City Services) bei der City of Chicago. Ein zentrales Fundbüro gibt es nicht.
Bei der Kreditkarte wie auch bei Maestro-(EC-)Karten kann pro Transaktion bzw. Woche nur ein bestimmter, festgelegter Höchstbetrag bar abgehoben werden. Je nach ausgebender Bank und Art der Karte bzw. Konditionen, gilt im Ausland meist ein Tageslimit von ca. 500 bis 1000 €, bis der vorgegebene Kreditrahmen ausgeschöpft ist.
Wer dringend eine größere Summe benötigt, kann sich weltweit über Western Union Geld schicken lassen. Für den Transfer muss die Person, die das Geld schicken soll, bei einer Western-Union-Vertretung (in Deutschland bei der Postbank oder der Reisebank mit Filialen an vielen Bahnhöfen, Flughäfen etc.) ein entsprechendes Formular ausfüllen und den Code der Transaktion dem Empfänger in den USA übermitteln. Code und Reisepass verhelfen dann in einer beliebigen Vertretung von Western Union nach Ausfüllen eines Formulars binnen Minuten zu Geld. Die Gebühren hierfür liegen bei 7 bis 10 %.
µ Infos unter www.westernunion.de, www.reisebank.de oder www.postbank.de (Menü „Konten.Karten/Konto-Services“)
In den USA gibt es kein verbindliches Ladenschlussgesetz und vielfach gilt sogar „24/7“, das bedeutet Betrieb rund um die Uhr und täglich. Geschäfte sind je nach Art und Größe sowie Viertel von 9/10 bis mind. 18 Uhr, oft aber länger geöffnet, v. a. Buch- und Musikläden sowie Souvenirshops und Läden in touristischen Arealen, zum Beispiel entlang der Mag Mile sind häufig länger offen. An Sonntagen haben viele Geschäfte geschlossen.
µ Kaufhäuser/Malls: 10–19/20 Uhr, So. meist 11–18/19 Uhr
µ Restaurants: ca. 12–15 und 18–22 Uhr warmes Essen
µ Supermärkte: rund um die Uhr oder mind. 8–20 Uhr
µ Bürozeiten: Mo.–Fr. 9–17 Uhr
µ Banken: werktags 10–14/15 Uhr
µ Postämter: Mo.–Fr. 8/9–17, Sa. bis 13/14 Uhr
µ Museen und Sehenswürdigkeiten: 10–17 Uhr (meist an einem bestimmten Tag geschlossen und einmal wöchentlich verlängerte Abendöffnung)
Postämter benötigt man normalerweise nur einmal, gleich zu Anfang, zum Kauf von Briefmarken. In Chicago gibt es in so gut wie jedem Stadtviertel ein Postamt, zentral gelegen sind:
o369 [C5] U.S. Post Office, 100 W Randolph St./Prudential Pl. Postamt im Thompson Center.
o370 [C6] U.S. Post Office, 211 S Clark/W Adams St. Das große Hauptpostamt an der Federal Center Plaza.
Größere Sendungen schickt man via Parcel Service (z. B. UPS, FedEx, DHL) und Geldanweisungen gibt man bei Western Union auf (Tel. 1 800 325 4176).
Chicago hat eine lebhafte LGBT Community (lesbian, gay, bisexual, transgender). In den 1930er-Jahren galt das schwarze Bronzeville genauso wie das Boheme-Viertel um den Water Tower unter Homosexuellen als beliebte Adresse. Heute hat sich die Szene v. a. in Chicagos North Side verlagert, speziell nach Lakeview East/Boystown (N Halsted St. zwischen Belmont Ave. und Addison St.) und Andersonville (Clark/Foster St.) sowie an den Osterman Beach (1000 N Lake Shore Dr.).
:371 [ci] Berlin, 954 Belmont Ave. Tanzklub in Lakeview. Im Umkreis gibt es weitere gay bars.
#372 [ci] Buck’s Saloon, 3439 N Halsted St. Hangout mit Biergarten und erschwinglichen Cocktails.
r373 Hamburger Mary’s, 5400 N Clark St. Hamburgerladen und hangout in Andersonville.
i374 [ci] Chicago Area Gay and Lesbian Chamber of Commerce, 3656 N Halsted St., Tel. 773 3030167, www.glchamber.org. Eine Art Handelskammer, die sich um LGBT-Lokale, -Shops und -Events kümmert.
µ Auf der offiziellen Tourismuswebsite Chicagos gibt es Tipps zu Klubs, Treffs, Hotels und Restaurants: www.choosechicago.com/glbt/Pages/glbt.aspx
Publikationen bzw. Websites wie die folgenden informieren über die LGBT-Szene:
µ GoPride, http://chicago.gopride.com
µ Boi Magazine, www.boimagazine.com
µ Gay Chicago Magazine, www.gaychicagomagazine.com
µ Pink Magazine, www.pinkmag.com/ chicago.php
µ Windy City Media Group, www.windycitymediagroup.com
µ Gay and Lesbian Hall of Fame – Boystown: www.glhalloffame.org
Chicago, die Stadt Al Capones, galt früher als kriminelle und gefährliche Stadt, doch diese Zeiten sind vorbei, zumindest wenn man sich nicht in besonders arme Stadtviertel begibt (die touristisch ohnehin nicht von Interesse sind und deshalb in diesem Reisehandbuch nicht näher beschrieben werden) und gewisse Situationen meidet.
Wie in jedem anderen Urlaubsland ist davon abzuraten, Handtaschen, Fotoausrüstungen, dicke Brieftaschen (womöglich in der Gesäßtasche) und kostbaren Schmuck offen zur Schau zu stellen. Brustbeutel, Gürteltasche und ein kleiner Tagesrucksack sind sinnvolle Alternativen. Bargeld sollte man nur in kleineren Mengen bei sich haben, Schecks und Karten sind, da versichert, die empfehlenswertere Alternative.
Vorsicht vor Massenveranstaltungen und Menschenaufläufen, z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei Festivals: Taschendiebstahl ist eines der häufigsten Delikte. Die an den Straßen sitzenden homeless people (Obdachlose) stellen normalerweise keine Gefahr dar, größere Vorsicht ist geboten, falls man sich in eine „bad neighborhood“ verirrt hat. Gegenden, die man bei Nacht und alleine besser meiden sollte, liegen besonders in den Armenvierteln in South Chicago.
In der Hochbahn ist es wichtig, die speziellen Sicherheitshinweise zu beachten und, vor allem bei Nachtfahrten, die kameraüberwachten Wartezonen aufzusuchen (off hour waiting areas).
In Hotels und Motels haben Türspione, mehrfache Schließanlagen, verschlossene Verbindungstüren sowie das Deponieren von Wertgegenständen in einem Safe ihren Sinn. Das Schild „Service, please“ (oder ähnlich) sollte man nicht an die Türe hängen, macht es doch nur allzu deutlich, dass niemand im Zimmer ist.
Für aktive Sportler ist genug geboten. Chicago nennt sich nicht umsonst „Urbs in Horto“ (lateinisch für Gartenstadt): 552 Parks, sechs Golfplätze, 791 Baseballplätze, 210 Fußballfelder, 19 Fahrradwege und über 5300 Bootsanlegeplätze stehen zur Verfügung. Die großen städtischen Parks, allen voran Lincoln, Grant und Jackson Park, verfügen über Fahrrad- und Joggingpfade, Golf- und Tennisplätze. Wassersport und Angeln sind ebenfalls möglich. Auch an gepflegten Stränden herrscht kein Mangel: Über 30 reihen sich entlang dem Ufer des Lake Michigan auf. Die stadtnächsten sind North Ave., Oak St., Ohio St. und 12th Street Beach.
Besonders propagiert wird in Chicago das Radfahren und das McDonald’s Cycle Center Millennium Park ist in seiner Art einzigartig. Es ist v. a. für Pendler (Geschäftsleute) gedacht, die zeitsparend, gesund und umweltbewusst durch die Stadt kommen wollen. Die kilometerlangen Radwege entlang dem Ufer des Michigan Sees, allein 5 km davon im Stadtzentrum, sind gut ausgebaut. Touren zwischen Stadtmitte und Lincoln Park oder durch den Hyde Park und die Vororte sind auch mit Leihrädern gut machbar.
Die bekannteste Route ist der Lakefront Trail, der auch von Spaziergängern, Skatern und Joggern genutzt wird. Er zieht sich rund 30 km entlang dem Ufer durch die Stadt und speziell der Abschnitt von Museum Campus und Grant Park é hinauf zum Lincoln Park : lohnt sich.
Weiter im Norden liegen der North Branch Bicycle Trail, der über etwa 30 km dem Nordarm des Chicago River folgt, und der North Shore Channel Trail entlang dem gleichnamigen Kanal. Beide führen durch Wald, Prärie und Vororte und ermöglichen Abstecher zum Chicago Botanic Garden T in Glencoe.
µ Infos zu den Parks und ihrem Angebot: www.chicagoparkdistrict.com
µ Infos zum Radfahren in Chicago: www.bikechicago.us
`375 [E5] Bike Chicago Rentals & Tours, Millennium Park, 239 E Randolph St., Tel. 312 5959600, www.bikechicago.com. Fahrrad- (ab $ 10/Std.) und Skates-Verleih sowie Touren. Mehrere Stationen in der Stadt, u. a.
`376 [G4] Bike Chicago Rentals & Tours, Navy Pier, 600 E Grand Ave.
`377 [E5] McDonald’s Cycle Center Millennium Park, 239 E Randolph St., Tel. 1 888 2453929, www.chicagobikestation.com, März–Okt. Mo.–Fr. 6.30 bis mind. 18.30 Uhr, Sa./So. mind. 10–19, im Sommer länger, im Winter Sa./So. geschlossen. Fahrradabstellplatz, Verleih (Bike Chicago), Reparaturdienst, Duschen und Schließfächer sowie Shop und Café, Infos und Karten.
µ Kajak-Touren für Anfänger und Fortgeschrittene auf dem Chicago River bietet Kayak Chicago, www.kayakchicago.com, Tel. 630 3367245.
Beim spectator sport unterscheidet man zwischen Profi- und College-Sport. Die erste Geige spielen die amerikanischen Nationalsportarten Basketball (Nov.–Mai), Baseball (Apr.–Okt.) und American Football (Sept.–Jan.) sowie Hockey (Eishockey, Okt.–Mai). Speziell bei Frauen und Jugendlichen beliebt ist Soccer (Fußball). Sport nimmt in den USA einen anderen Stellenwert ein als in Deutschland und der Besuch einer Sportveranstaltung kommt dem Besuch eines Theaters oder Konzerts gleich. Gleichzeitig bietet ein Sportspektakel, besonders Baseball, Spaß für die ganze Familie, mehrere Stunden Unterhaltung und Show mit Wettbewerben und Verlosungen, Musik, Tanz und BBQ (Grillen) auf dem Parkplatz.
µ Chicago Bears, Soldier Field ò, www. chicagobears.com, American Football/NFL, Spiele Sept.–Jan. sonntagnachmittags
`378 [an] Chicago Blackhawks, United Center, 1901 W Madison (West Side – United Center Express Bus Nummer 19 ab Mag Mile), http://blackhawks.nhl.com, Hockey/NHL, Spiele Okt.–April wochentags oder an Wochenenden abends
µ Chicago Bulls, United Center (siehe Chicago Blackhawks), www.nba.com/bulls, Basketball/NBA, Spiele Nov.–April wochentags oder an Wochenenden abends
µ Chicago Cubs, Wrigley Field >, 1060 W Addison, http://chicago.cubs.mlb.com, Baseball/MLB, Spiele Apr.–Okt. (teils tgl., da jeweils Serien von mehreren Spielen). Rooftop-Tickets (Plätze auf den Dächern umliegender Bauten) erhält man unter www.goldcoasttickets.com bzw. bei Wrigley Field Premium Ticket Services, Tel. 773 4772425.
`379 Chicago Fire, Toyota Park, 7000 S Harlem Ave., Bridgeview (Orange Line „Midway“, dann Toyota Park Express-Busse), www.chicago-fire.com, Soccer/MLS, Spiele Apr.–Okt. meist nachmittags an Wochenenden
`380 Chicago Sky, Allstate Arena in Rosemont (6920 Mannheim Rd.), nahe dem O’Hare Flughafen (Blue Line: „Rosemont“, dann Bus Nr. 221), www.wnba.com/sky, Frauen-Basketball/WNBA, Spiele Juni bis Sept.
µ Chicago White Sox, U.S. Cellular Field K, http://chicago.whitesox.mlb.com, Baseball/MLB, Spiele Apr.–Okt. (teils tgl., da jeweils Serien von mehreren Spielen)
µ Chicago Wolves, Allstate Arena in Rosemont (siehe Chicago Sky), www.chicagowolves.com, Minor League Hockey/AHL, Spiele Nov.–Apr. Eines der Topteams der Aufbauprofiliga der NHL (Eishockey).
Es dürfte schwierig sein, in den USA ganz ohne Englisch auszukommen. Das Amerikanische weist gegenüber dem britischen Englisch Abweichungen hinsichtlich des Wortschatzes, der Grammatik und der Aussprache auf. Gewisse Universalfloskeln gehören zum guten Ton, z. B. „How are you (today)?“ Diese Frage nach dem Befinden ist in erster Linie als Begrüßung zu verstehen. Man erwidert ein „Thank you, fine“ oder „Good“ (manchmal plus Gegenfrage). „Have a nice day/trip“ gilt ebenso als nette Verabschiedungsfloskel wie „It was a pleasure/It was nice to meet/meeting you“ oder „See you“. Man bedankt sich für einen Gefallen z. B. mit „I (really) appreciate it“ oder als Bitte: „I would appreciate it“. „You know ...“ ist ein Allerweltsanhängsel wie unser „nicht wahr“. Die geläufigsten Wendungen finden sich im Anhang dieses Buches (s. S. 286).
Es gibt in Chicago eine Fülle verschiedener Tourveranstalter, allerdings reduziert sich bei näherem Hinsehen das Angebot auf einige empfehlenswerte, die jeweils eine breite Palette an Führungen anbieten.
µ Chicago Greeter, Okt.–März Fr./Sa. 10–16, So. 11–16, Apr.–Sept. Mi.–Sa. 10–16 und So. 11–16 Uhr. Infos, Tourstart und Anmeldung im Cultural Center É bzw. besser im Voraus unter www.chicagogreeter.com oder telefonisch unter Tel. 312 7448000. Rund 200 ehrenamtliche Stadtführer führen Gäste gratis in Gruppen von bis zu sechs Personen durch bestimmte Stadtviertel (2–4 Std.), meist in jene, in denen sie zu Hause sind. Es können beliebig Touren angefragt werden, z. B. durch Viertel wie Little Italy, Gold Coast, Pilsen oder Chinatown sowie Führungen zu speziellen Themen bzw. in Fremdsprachen. Außerdem gibt es einen InstaGreeter Service ab Chicago Cultural Center (Fr.–So. 10–15 Uhr einstündige Gratis-Downtown-Walking-Tour ohne Voranmeldung) und die Millennium Park Greeters, die ohne Voranmeldung ab Millennium Park Welcome Center (s. S. 255) im Sommer Parkführungen (45 Min.) geben (Infos: www.millenniumpark.org oder Tel. 312 7421168).
µ Chicago Neighborhood Tours, Tel. 312 7421190, www.chicagoneighborhoodtours. com, Tickets und Busabfahrt: Cultural Center É. Touren per Bus und zu Fuß, z. B. Halbtagestouren Sa. 10 Uhr (Treff: 9.30 Uhr) in verschiedene Viertel/zu bestimmten Themen, derzeit um die 20 verschiedene Touren (frühzeitige Reservierung empfehlenswert!). Es wird unterschieden nach Neighborhood Tours (Bronzeville, Hyde Park oder Ukrainian Village u. a.) für $ 30 und Special Interest Tours, z. B. zu Chicagos Kirchen, kulinarische Touren oder zur „White City“ ($ 50 inkl. Lunch), außerdem gibt es Summertime Samplers (mehrere „neighborhoods“ kombiniert, $ 20).
Die Chicago Architecture Foundation å bietet nicht nur einen attraktiven Shop, sondern ist zugleich Standort eines spektakulären Stadtmodells und Veranstalter verschiedenster Touren: zu Fuß, per Boot, Bus/Bahn oder Fahrrad, von knapp und kurz bis hin zu mehrstündig, von Überblickstouren bis hin zu Spezialthemen.
Besonders beliebt und immer schnell ausgebucht sind die Downtown Walking Tours ($ 16) zu Themen wie „Modern Skyscrapers“ oder „Historic Downtown“ (South/North Loop), die mindestens einmal täglich stattfinden. Für Leute, die nicht gut zu Fuß sind, bietet sich die Highlights by Bus Tour (Fr./Sa. 9.30 Uhr) an. Ebenfalls ein „Dauerbrenner“ im Tourprogramm sind die von Mai bis November stattfindenden Architecture River Cruises (Bootstouren).
Es gibt darüber hinaus Neighborhood Walking Tours, Morgentouren, Lunchtime Building (mittags) und Happy Hour Tours (inkl. Cocktail), Synagogen-, Museums- und Gebäude-, Hochbahn- und Theatertouren sowie fremdsprachliche (auch deutsche) Touren zu bestimmten Themen und Terminen (auf Anmeldung). Nachfolgend ein paar Tipps zu besonders empfehlenswerten (und neuen) Touren. Details dazu finden sich auf der Website http://caf.architecture.org.
µ Bike the Lakefront/Segway on the Lakefront. Fahrrad- oder Segwaytouren entlang dem Seeufer.
µ Early Riser Tour. Einstündige Tour für „early birds“, die freitags um 7.30 Uhr startet und an architektonischen Meilensteinen vorbei sowie durch den Millennium Park führt.
µ Elevated Architecture: Chicago’s Loop by Train. Zweistündige Touren mit der Hochbahn durch verschiedene „neighborhoods“, inklusive Erläuterungen zum Bau und zur Technik der „El“.
µ Lunchtime Building Tours. Ideal bei schlechtem Wetter: werktags ab 12.15 Uhr stattfindende 45-Minuten-Touren in verschiedenen bedeutenden Gebäuden, z. B. Willis Tower, Monadnock Bldg., City Hall oder Reliance Bldg. Sie kosten nur $ 5.
µ Razzle Dazzle (s. S. 44): Einblick in vier noch existierende historische Theater und viel Hintergrundwissen zu den Anfängen der Unterhaltungsindustrie in Chicago.
µ Skyscraper Express Bus Tour: Einstündige Bustour inkl. Museum Campus und East Wacker Drive mit diversen Stopps zum Fotografieren.
µ „Time machine“ through skyscraper history. Einstündige Skyscraper-Überblickstour von den 1870er-Jahren bis heute.
Die meisten Ausflugsboote legen entweder am Navy Pier 6, am Adler Planetarium ð oder am Chicago River (Michigan Ave./Wacker Dr.) ab.
o381 [D4] CAF Architecture River Cruise, ab Südostecke Michigan Ave./Wacker Dr., www.cruisechicago.com, Tickets (im Sommer schnell vergriffen!) auch über Ticketmaster (Tel. 312 9021500), im ArchiCenter Shop (s. S. 24), im Cultural Center oder im Chicago Water Works Visitor Center (s. S. 255). 90-minütige Bootstour mit „Chicago’s First Lady“ oder „Little Lady“, Ende Apr.–Ende Nov., je nach Jahreszeit unterschiedlich häufige Abfahrten, $ 32.
o382 [D4] Mercury – Chicago’s Skyline Cruiseline, www.mercuryskylinecruiseline.com, Riverside Gardens, Michigan Ave./ Wacker Dr., z. B. Mitte Mai–Anf. Okt. tgl. „Urban Adventure Tour“ (90 Min., $ 24, 6-mal täglich), keine Reservierung nötig, auch Nacht- u. a. Touren.
o383 [D4] Wendella Sightseeing Boats/ Chicago Watertaxi, 400 N Michigan Ave., Tel. 312 3371446, www.wendellaboats.com, Apr.–Ende Nov. mehrere Touren, außerdem regelmäßige Water Taxis (s. S. 282) auf dem Chicago River.
µ Entertainment Cruises, Tel. 1 866 2732469, www.entertainmentcruises.com/city/ Chicago/home. Bekannt für elegante Dinner Cruises mit der „Odyssey“ oder der „Spirit of Chicago“, mit Livebands und Tanz ab Navy Pier 6, u. a. Friday Champagne Dinners, Saturday und Sunday Brunches sowie Midnight Cruises mit Livejazz.
µ Tall Ship Windy, ab Navy Pier 6, www. tallshipadventuresofchicago.com. Verschiedene Gesellschaften bieten Fahrten auf Segelbooten an, damit Besucher von Bord aus die Skyline Chicagos bewundern können.
µ Bike Chicago (s. S. 268). Verschiedene Fahrrad- und Segway-Touren.
µ Bobby’s Chicago Bike Hike, Tel. 312 9150995, www.bobbysbikehike.com. Täglich verschiedene Touren, auch speziell für Kinder oder Nachttouren, ab $ 27 (Anmeldung nötig).
µ Broadway In Chicago Theatre Tours, Tel. 312 9021400, www.broadwayinchicago.com/theatreinfo_tours.php, Sa. 11 Uhr ab der Lobby des Ford Center (s. S. 44), $ 10. Führung durch zwei von drei Theatern (wechselnd): FCPA Oriental Theatre, Cadillac Palace und Bank of America Theatre. Gute Ergänzung zur Razzle Dazzle Theater Tour (s. S. 44).
µ Chicago History Museum Tours, ab Chicago History Museum 8, www.chicagohistory.org/planavisit/groupvisit/guided-tours, Tel. 312 6424600, Anf. Mai–Mt. Okt. verschiedene Touren durch Viertel wie Gold Coast, Old Town oder Lincoln Park, $ 10, 90–120 Min. Reservierung nötig. Außerdem History Boat Tours im Sommer.
o384 [E5] City Segway Tour, 400 E Randolph St., Tel. 1 877 7348687 oder 312 8190186, http://citysegwaytours.com/chicago, Apr.–Okt., je nach Saison eine bis vier Touren tgl. für $ 60 (2 Std.) bzw. $ 70 (3 Std.) auf den kuriosen Motorgefährten. Reservierung nötig.
Ein dreistelliger area code geht der siebenstelligen Rufnummer voraus. Die Rufnummer kann auch als werbewirksame Buchstabenkombination (meist Namensabkürzung) angegeben sein: 2 – ABC, 3 – DEF, 4 – GHI, 5 – JKL 6 – MNO, 7 – PQRS, 8 – TUV, 9 – WXYZ.
Im Allgemeinen muss in Hotels eine 9 vorgewählt werden, um ein Freizeichen zu erhalten. In jedem Hotelzimmer liegen Telefonbücher aus: ein General Directory (white pages) und ein Classified Directory (yellow pages), also ein Branchenbuch, oft mit allgemeinen Stadtinfos). Gebührenfrei, aber regional begrenzt sind 1–800er-/866er-/877er-/888er-Nummern, teuer werden solche, die mit 1–900 beginnen.
In Hotels bereitet das Telefonieren kein Problem, es wird meist über Kreditkarte abgerechnet. Wer nicht per mobile phone anrufen möchte, kann es an den (selten gewordenen) öffentlichen Fernsprechern tun, wo aber massenhaft Quarter-Münzen notwendig sind. Die bessere, preiswerte Alternative sind Telefonkarten. Es gibt sie als calling cards (monatliche Abrechnung vom Kreditkartenkonto) und prepaid oder phone cards (geladen mit einem bestimmten Betrag). Da sich die verschiedenen auf dem Markt befindlichen Karten schnell ändern und die Bedingungen überhaupt schwer durchschaubar sind, nachfolgend einige hilfreiche Websites:
µ www.callingcards.com – Übersicht über Anbieter und Preise, ebenso:
µ www.long-distance-phone-cards.info/callingcards
µ www.us-callingcard.info – eine empfehlenswerte beliebig wiederaufladbare Karte ohne Grundgebühr
In den USA gibt es Telefonkarten auch in Supermärkten oder Tankstellen zu kaufen. Die Bedingungen bzw. die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten unterscheiden sich aber gravierend und viele der Karten sind für Überseegespräche ungeeignet, daher sollte man sich vorher genau erkundigen.
Zur Nutzung der in den USA gut ausgebauten GSM-Mobilfunknetze (850/1900 MHz) ist ein Triband- oder Quadbandgerät nötig. Der eingedeutschte Begriff „Handy“ existiert im Englischen in Bezug auf Telefone nicht, handy heißt lediglich „praktisch“, „nützlich“ oder „geschickt“. Man spricht von cellphone oder mobile (phone).
Wegen hoher Gebühren sollte man bei seinem Anbieter herausfinden, welcher Roamingpartner günstig ist und diesen ggf. per manueller Netzauswahl voreinstellen. Da sich die passiven Kosten, wenn man von zu Hause aus angerufen wird, addieren, besser die Mailbox deaktivieren.
µ Tipp: www.cellion.de – günstige Handy-SIM-Karte für die USA (Karte kostenlos)
Die Vereinigten Staaten sind in vier Hauptzeitzonen geteilt – Eastern Time, Central Time, Mountain Time, Pacific Time –, die eine Zeitverschiebung von der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zwischen 6 und 9 Stunden bedeuten. In Chicago herrscht Central Time mit siebenstündiger Zeitverschiebung zur MEZ. Ist es dort 6 Uhr morgens (6 a.m.), zeigt die Uhr zu Hause bereits 13 Uhr.
µ Uhrzeit: Es gibt keine Zählung bis 24, sondern eine Hinzufügung von „a.m.“ (ante meridiem) von 0 bis 12 bzw. „p.m.“ (post meridiem) von 12 bis 24 Uhr. 12 Uhr mittags heißt „noon“, 0 Uhr „midnight“.
µ Das Datum wird in der Reihenfolge Monat–Tag–Jahr angegeben, z. B. June 20(th), 2010 oder kurz 6/20/2010, Zimmerreservierungen erfolgen unter dem Ankunftsdatum.
µ Sommerzeit (daylight saving time/DST) gilt länger als hierzulande, nämlich vom 2. Sonntag im März bis zum 1. Sonntag im November.
In einer Stadt wie Chicago, in der fast an jedem Wochenende ein Festival oder eine andere Veranstaltung stattfindet und wo die Zahl der Messen und Tagungen groß ist, empfiehlt es sich ganzjährig, vor allen Dingen aber zwischen Memorial und Labor Day, ein Zimmer im Voraus zu buchen, sei es über ein Reisebüro, im Internet oder per Vermittlungsservice. Hat man dies getan, legt man bei der Ankunft an der Hotelrezeption den erhaltenen Voucher bzw. die Reservierungsnummer vor und dazu die Kreditkarte – als Sicherheit für Zusatzkosten, d. h. zur Abrechnung von zum Beispiel Telefon- oder Minibargebühren.
Der Check-in in Hotels ist meist erst ab 15 Uhr möglich und nach 18 Uhr kann eine vorgenommene Reservierung verfallen. Der Check-out ist in der Regel mittags.
Die Auswahl an Unterkünften in Chicago ist ebenso groß wie die Preise hoch sind: Über 30.000 Hotelzimmer sollen es allein in Downtown, 100.000 im Großraum sein. Die meisten Hotels liegen im Umkreis der Magnificent Mile, in Near North, im Loop oder um den O’Hare Airport.
Chicago verfügt gleich über sechs Hotels mit über 1000 Zimmern: Hyatt Regency Chicago (2015), The Palmer House Hilton (1639), Chicago Hilton and Towers (1544), Sheraton Hotel and Towers (1209), Chicago Marriott Hotel (1192) und Hyatt Regency O’Hare (1100). In den letzten Jahren ist eine Reihe neuer Tophotels dazugekommen: z. B. das JW Marriott (Adams St./Loop), das Elysian (Gold Coast, kleines Luxusboutiquehotel im Stil der 1920er-Jahre), das Radisson Blue (im neuen Aqua Tower), das Hotel Legacy und das Palomar (Boutiquehotel der Kimpton Group).
Bei der Suche vor Ort hilft beispielsweise die Hotel-Hotline des Tourismusamts (Tel. 1 877 2442246). Es lohnt sich auf alle Fälle, nach special rates zu fragen (z. B. Senioren- oder Automobilklubrabatte). Der Durchschnittspreis pro Doppelzimmer und Nacht liegt in der Stadt offiziell bei rund $ 150. Allein fürs Parken ist im Stadtzentrum mit mindestens $ 30 pro Tag zu rechnen, außerdem kommt eine Steuer von 15,4 % in der City of Chicago dazu.
Billiger ist es im Umland und dort bereitet es auch selten Probleme, ohne Vorausbuchung ein Zimmer zu finden. Motels findet man an den Ausfallstraßen am Stadtrand.
h385 [C4] Amalfi Hotel $$$$, 20 W Kinzie St., www.amalfihotelchicago.com, Tel. 312 3959000. Trendiges Boutiquehotel mit „Manager-Empfang“ (Drinks/Häppchen) am Abend und inkl. Frühstück. Toll ausgestattete Designerzimmer mit allem Drum und Dran (DVD-/CD-Player, WLAN etc.) und dazu in Toplage.
h386 [C3] Dana Hotel Chicago $$$$, 660 N State St., www.danahotelandspa.com, Tel. 1 888 3013262. Schickes Boutiquehotel der Luxusklasse nahe der Magnificent Mile, knapp über 200 Zimmer, elegant-minimalistisch und modern eingerichtet, inkl. WLAN und Frühstück. Spa-Bereich zugehörig.
h387 [C2] Elysian $$$$, 11 E Walton St., Tel. 312 6461300, www.elysianhotels.com. Neu eröffnetes Boutiquehotel mit allem Luxus. 188 Zimmer, topmodern und dennoch mit „altem“ Flair, denn von außen wirkt das Hotel wie ein Schloss.
h388 [E5] Fairmont Chicago $$$$, 200 N Columbus Dr., www.fairmont.com/Chicago, Tel. 312 5658000. Hotel mit höchstem Luxus, dazu traumhaftes Spa, modern und geschmackvoll ausgestattete große Zimmer mit Komfort und viele mit Seeblick, dazu Eno Wine Room und Adia-Sushibar/Restaurant. Günstig nahe Millennium Park gelegen.
h389 [D5] Hotel Monaco $$$$, 225 N Wabash Ave., Tel. 1 866 6100081 oder 312 9608500, www.monaco-chicago.com. Luxuriöses Kimpton-Group-Boutiquehotel mit 192 komfortablen Zimmern, alle mit Ausblick. Abendliche Weinverkostung für Gäste und Fitnesscenter.
h390 [D2] Whitehall Hotel $$$$, 105 E Delaware Pl., www.thewhitehallhotel.com, Tel. 312 9446300. Boutiquehotel mit „Alte-Welt-Flair“ und 221 bestens ausgestatteten Zimmern (auch Suiten), Fitnesscenter, WLAN u. a. Komfort. Günstige Lage nahe der Mag Mile, aber dennoch ruhig.
h391 [C5] Allegro Hotel $$$, 171 W Randolph/LaSalle St., Tel. 1 800 6431500, www.allegrochicago.com. Empfehlenswertes und schickes Boutiquehotel im Theaterdistrikt, auch bei deutschen Reiseveranstaltern im Angebot. Über 500 gut ausgestattete Zimmer, mit Restaurant und WLAN.
h392 [ci] City Suites Hotel $$–$$$, 933 W Belmont St., Tel. 1 800 248 9108 oder 773 4043400, www.chicagocitysuites.com. 45 große Zimmer im Art-déco-Stil, inkl. Frühstück und mit Kühlschrank auf dem Zimmer.
h393 [D7] Congress Plaza Hotel $$$, 520 S Michigan Ave., Tel. 312 4273800, www.congressplazahotel.com. Historischer Bau von 1893 mit 850 Zimmern, von den oberen Etagen guter Blick auf den Grant Park, zwei Restaurants, Specials bei Internetbuchung.
h394 [D5] Hard Rock Hotel $$$, 230 N Michigan Ave., www.hardrockhotelchicago.com, Tel. 312 3451000. Ca. 400 Zimmer, modern und luxuriös, beliebt bei Musikfans. Bei deutschen Veranstaltern buchbar.
h395 [D5] Hotel 71 $$$$, 71 E Wacker Dr., Tel. 312 3467100 oder 1 800 6214005, www.hotel.71.com. Über 450 moderne, große Zimmer auf 39 Stockwerken, oben gibt es einen tollen Ausblick. Restaurants im Haus.
h396 [C5] Hotel Burnham $$$$, 1 W Washington St., www.burnhamhotel.com, Tel. 312 7821111. 122 Zimmer-Boutiquehotel der Kimpton Hotel Group im historischen Reliance Building. Günstige „hot date rates“ bei Internetbuchung!
h397 [C4] Loews House of Blues Hotel $$$, 333 N Dearborn St., Tel. 312 2450333, www.loewshotels.com/hotels/chicago. 465 gut ausgestattete Zimmer, viele Specials und Packages, eklektischer Stil und viel Kunst, außerdem House of Blues Restaurant im selben Gebäude – ein Muss für Musikfans.
h398 [ci] Majestic Hotel $$$–$$$$, 528 W Brompton Ave., Tel. 773 4043499 oder 1 800 7275108, www.majestic-chicago.com. 52 Zimmer und Suiten der gehobenen Kategorie in guter Lage und inkl. Frühstück.
h399 [D6] Palmer House Hilton $$$$, 17 E Monroe St., Tel. 312 7267500, www.hilton.com. Historisches 4-Sterne-Hotel von 1871. Beeindruckende Lobby, Hallenbad und Fitnesscenter, über 1600 Zimmer.
h401 [D9] Best Western Grant Park $$, 1100 S Michigan Ave., Tel. 312 9222900 oder 1 800 4726875, www.bwgrantparkhotel.com. Auch bei deutschen Veranstaltern buchbar, günstige Onlineangebote. 172 Zimmer gegenüber dem Grant Park, nahe Planetarium und Field Museum. Mit Restaurant, Pool und Sonnendeck im Freien.
h402 [D3] Cass Hotel (Holiday Inn Express) $$, 640 N Wabash Ave., Tel. 312 7874030, www.casshotel.com. Gute Lage nahe Mag Mile. 150 eher kleine Zimmer, sauber und schlicht mit Queen-Size-Bett, TV, Telefon, außerdem Café und erschwingliches Parken. Auch bei deutschen Reiseveranstaltern buchbar.
h403 [D8] Essex Inn $$, 800 S Michigan Ave., Tel. 312 9392800 oder 1 800 6216909, www.essexinn.com. Bei vielen deutschen Reiseanbietern zu buchen, günstige Internet- u. a. Specials. Rund 250 Zimmer, am schönsten sind die zum Park raus gelegenen vom 6. Stock aufwärts. Mit Savoy Bar & Grill, großem Pool und Dachgarten.
h404 [C3] Ohio House Motel $$, 600 N LaSalle St., www.ohiohousemotel.com, Tel. 312 9436000. 50 preiswerte Zimmer in schlichtem, aber sauberen Motel mitten in der Stadt, mit Coffeeshop im Haus.
Ì405 [C1] Gold Coast Guest House B&B $$–$$$, 113 W Elm St., Tel. 312 3370361, www.bbchicago.com. Ruhig im Gold-Coast-Viertel gelegen und doch nahe der Mag Mile. Vier Zimmer in renoviertem Wohnhaus von 1873, modern eingerichtet, WLAN, Frühstück, Snacks und Getränke.
Ì406 [bl] House of Two Urns B&B $$–$$$, 12239 N Greenview Ave., Tel. 773 2351408, www.twourns.com. Günstig an einem Blue-Line-Stop gelegenes B&B in altem Brownstone-Haus. Fünf Zimmer im Haupthaus sowie zwei große (Familien-)Apartments in einem eigenen Häuschen schräg gegenüber. Inkl. Frühstück, freiem Internetzugang und kostenlosem Parken, im Winter günstige Specials.
Ì407 [dp] The Wheeler Mansion $$$$, 2020 S Calumet Ave., Tel. 312 9452020, www.wheelermansion.com. Elf Zimmer in mit Antiquitäten ausgestattetem Luxus-B&B, mit Gourmetfrühstück u. a. Annehmlichkeiten, sehr geschmackvoll und edel eingerichtet.
Ì408 [S. 323] Under the Ginkgo Tree B&B $$$, 300 N Kenilworth Ave., Oak Park, www.undertheginkgotreebb.com, Tel. 708 5242327. Vier Zimmer in viktorianischem Haus nahe dem Wright-Wohnhaus. Ein üppiges Frühstück gehört dazu. Wunderschön in ruhigem Wohnviertel gelegen, erreichbar per Blue Line.
Ì409 [al] Wicker Park Inn $$, 1329 N Wicker Park Ave., www.wickerparkinn.com, Tel. 773 4862743. Gästezimmer in ruhig gelegenem Reihenhaus nahe Milwaukee Ave. und Hochbahn.
Ì410 [cj] Windy City Urban Inn $$–$$$, 607 W Demign Pl., Tel. 773 2487091 o. 1 877 8977091, www.windycityinn.com. Mehrere Zimmer, teils im Haupthaus, teils selbstversorgende Apartments im Kutschenhaus, geschmackvoll ausgestattet. Garten zugehörig.
Ein Internationaler Jugendherbergsausweis macht sich in youth hostels, zusammengefasst zu „Hostelling International USA“ (H.I., www.hiusa.org), bezahlt. Man muss ihn sich vor der Reise beim deutschen Jugendherbergswerk oder den entsprechenden Stellen in Österreich oder der Schweiz besorgen. YMCA/YWCA sind weitere Alternativen, wobei YMCA Gäste beiderlei Geschlechts aufnimmt (www.ymca.net) und YWCA nur Frauen. Infos zu Herbergen und sonstigen preiswerten Unterkünften gibt es unter:
µ www.hiusa.org – Infos zu H.I. Herbergen
µ www.hostels.com („USA“ und „Chicago“ eingeben)
µ www.hostelnorthamerica.com („USA“ und „Chicago“ eingeben)
µ www.hostelworld.com/findabed.php/ ChosenCity.Chicago
j411 [cj] Chicago Getaway Hostel $, 616 W Arlington Pl., Tel. 773 929 5380, www.getawayhostel.com. Betten in Schlafsälen („single sex“), aber auch Doppelzimmer. Kostenlose Benutzung der Computerstationen, Gästeküche und Frühstück inbegriffen.
j412 [D7] H.I. Chicago $, 24 E Congress Pkwy./Wabash Ave., Tel. 312 3600300 oder 1 800 9094776, www.hichicago.org. Modernes, gut ausgestattetes Hostel mit 500 Betten, Zimmer teils mit eigenem Bad, kostenloses Frühstück und WLAN, Küche zugehörig. Keine Altersbegrenzung und ideale Lage mitten im Loop.
Die Schlüsseleigenschaften der Amerikaner sind Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Diskretion und Disziplin. Vordrängen, Muffigkeit, Aggressivität und Hektik sind verpönt. Man stellt sich nach englischer Manier an, auch in der Stoßzeit an Bus- oder Hochbahnstopps, und wartet geduldig, bis man an der Reihe ist. Freundliche Gesichter in Läden sind für uns ungewohnt, aber ehrlich gemeint – in den USA ist der Kunde noch König.
Gewisse Floskeln von „how are you“ bis „nice meeting you“ (s. S. 286) gehören zum guten Ton. Amerikaner sind gesellig und immer zu einem kleinen Smalltalk aufgelegt, sei es über das Wetter, die letzten Sportergebnisse oder Herkunft und Reisen. Europäer sind beliebt, „Good Old Europe“ mit all seiner Historie und Kultur war schon im 19. Jh. das Ziel der sogenannten „Grand Tours“ der Reichen. Selbst wenn man den Eindruck hat, jeder Amerikaner hätte schon einmal Heidelberg, das Hofbräuhaus, Berlin oder Neuschwanstein besucht, sind die geografischen Kenntnisse über Europa nicht berauschend. Aber schließlich kommt die Mehrzahl der Amerikaner niemals über die Grenzen des gigantischen eigenen Landes hinaus – und wer weiß umgekehrt schon bei uns die Hauptstadt von Illinois (Springfield). Damit erklären sich auch die geringen Fremdsprachenkenntnisse der Amerikaner.
µ Trinkgeld – tipp oder gratuity – ist in den USA nicht inklusive und die Löhne der Beschäftigten im Dienstleistungsgewerbe gering. In Restaurants, Bars usw. werden daher mind. 15 % vom Rechnungsbetrag erwartet. Ein Amerikaner berechnet das Trinkgeld meist auf den Cent genau, manchmal sogar anhand eigens dafür konstruierter Tabellen. Auch Taxifahrer (ca. 15 %) oder Zimmermädchen ($ 2 pro Tag), sowie bellboys und tourguides erhoffen sich ein Trinkgeld.
µ Alkohol darf generell nicht an Personen unter 21 Jahren verkauft, ausgeschenkt und nicht in der Öffentlichkeit konsumiert werden.
µ Bei offiziellen Einladungen oder Restaurantbesuchen sollte man sich nach den Kleidervorschriften erkundigen: formal (elegant) oder casual (leger)?
µ Händeschütteln ist bei der Begrüßung eher unüblich, dafür werden altersunabhängig schnell die Vornamen benutzt.
µ Eine Wissenschaft ist der Gebrauch der weiblichen Anredeformen: „Mrs“. (meist verheiratet oder verwitwet, älter) steht „Miss“ als universal anwendbare Anredeform, unabhängig von Alter und oft auch Stand – und geschrieben noch neutraler „Ms.“ –, gegenüber.
µ Die amerikanischen Tischsitten unterscheiden sich besonders im Hinblick auf das Hantieren mit dem Besteck: Amerikaner schneiden mit dem Messer vor und benutzen dann nur noch die Gabel. Beidhändig zu essen gilt als „europäisch“. Es würde keinem Amerikaner einfallen, Pizza oder Meeresfrüchte mit Messer und Gabel zu essen. Selbst in Toplokalen kann man sich Essensreste in ein doggy bag einpacken lassen.
µ Toiletten nennt man nie toilet sondern immer restroom, ladies’ bzw. men’s room, bath oder powder room; Handys heißen in den USA mobile oder cell phone.
Der gesamte öffentliche Nahverkehr in Chicago untersteht der RTA, der Regional Transportation Authority. Sie besteht aus CTA (städtische Busse/Bahnen), Pace (Busse im Chicagoland) sowie Metra (Nahverkehrszüge). Bisher kooperieren tariftechnisch lediglich CTA und Pace, doch man arbeitet an einer Universal Fare Card, die in allen drei Verkehrsmitteln gilt.
i413 [C7] RTA Customer Service Center, 175 W Jackson Blvd./Wells St., Tel. 312 9133110 oder 312 8367000, http:// rtachicago.org. Broschüren, Fahrpläne, Karten sowie Ticketverkauf.
CTA, die Chicago Transit Authority, betreibt Busse und Bahnen und transportiert pro Werktag rund eine halbe Million Fahrgäste. Im Allgemeinen verkehren die Fahrzeuge vom frühen Morgen bis zum späten Abend alle 5 bis 20 Minuten, einige auch die ganze Nacht hindurch (dann im Halbstundentakt). CTA betreibt acht Bahnlinien, die teils als Elevated Train Lines (kurz „El“, „L“ oder „The Elevated“), d. h. als Hochbahnen, und zum Teil als S- bzw. U-Bahnen (subways) verkehren. Red und Blue Line verlaufen beispielsweise im Stadtzentrum unterirdisch, alle anderen überirdisch. Die Linien im Einzelnen:
µ Blue Line (Flughafen O’Hare – Downtown – Forest Park)
µ Brown Line (Kimball – Loop)
µ Green Line (Harlem/Lake – Loop – Ashland – East 63rd)
µ Orange Line (Flughafen Midway – Loop)
µ Purple Line (Evanston Shuttle und Express zum Loop, Letzterer nur wochentags zu Stoßzeiten)
µ Red Line (Howard – Downtown – 95th/Dan Ryan)
µ Pink Line (54th/Cermak – Loop)
µ Yellow Line (Howard – Skokie)
Busse und Bahnen kosten im gesamten Streckennetz denselben Preis und Umsteigen in Busse (CTA/Pace) ist bei Zahlung mit Chicago Card mit Erwerb eines Transfertickets möglich. Das Wechseln der Bahnlinie ist an ausgewiesenen Transferstationen kostenlos möglich.
µ Grundtarif: $ 2,25 (Kinder 7–11 Jahre $ 1, Jüngere frei), in Bussen ($ 2), dort genau abgezählte Summe bzw. Chicago Card nötig. Umsteigen bei Barzahlung ist nicht möglich (nur in bestimmten L-Transferstationen).
µ Die Chicago Card ist eine wiederaufladbare Wertkarte, die den Vorteil hat, dass damit Umsteigen möglich ist: Das erste Mal kostet $ 0,25, weiteres Umsteigen ist frei.
µ Ideal für Besucher sind Multi-Day Passes. Sie gelten für beliebige Fahrten an 1, 3 oder 7 Tagen und sind ab der ersten Entwertung 24 Std. bzw. ein Vielfaches davon gültig, auch in Pace-Bussen (außer Nr. 835), nicht aber in Metra-Nahverkehrszügen. Sie kosten (Stand Anfang 2011): 1 Tag: $ 5,75, 3 Tage: $ 14, 7 Tage: $ 23. Es gibt sie an verschiedenen Verkaufsstellen, z. B. im Cultural Center É, im ArchiCenter Shop (s. S. 24) oder an den beiden Flughäfen.
µ Info: www.transitchicago.com, Tel. 1 888 9687282 oder 312 8367000
Metra verbindet die Stadt mittels moderner Nahverkehrszüge mit Chicagoland. Elf Linien fahren regelmäßig in die Vororte und in nahe gelegene Städte wie Aurora, Elgin, Joliet, Waukegan usw. Das Tarifsystem von Metra ist streckenabhängig (Zonensystem) und CTA-Tickets werden nicht anerkannt. Fahrkarten gibt es an Automaten in Metra-Bahnhöfen oder im Zug selbst gegen $ 2 Aufschlag.
µ Sondertickets: Es gibt u. a. Weekend-Pässe ($ 7) für freie Nutzung aller Metra-Linien außer South Shore und die Metra Family Fares (Kinder unter 12 J. in Begleitung Erwachsener frei).
µ Infos Metra: www.metrarail.com
Die South Shore Line verbindet Chicago (Millennium Station/Randolph) mit den Stränden im Norden Indianas (eigene Tickets).
µ Infos zur South Shore Line: www.nictd.com
Pace Suburban Bus Service betreibt Busse ins Umland (suburban buses), die mit CTA-Bussen kooperieren und die Liniennummern 200 aufwärts tragen. CTA-Tageskarten sind gültig (wenn auch nicht für alle Buslinien).
µ Fahrpreis: $ 1,75 (abgezählt), Kinder unter 7 Jahren frei, außerdem 10-Ride-Tickets (11 Fahrten zum Preis von 10) für $ 17,50 sowie Pace-/CTA-7-Tage-Pass $ 28 (gültig in allen Bussen und Hochbahnen)
µ Infos: www.pacebus.com
Taxifahrer in Chicago fahren meist verwegen, teils auch rücksichtslos, kommen dadurch aber meist schneller durch die stets staugefährdete Stadt als Privatwagen. Zum Fahrpreis muss man noch jeweils mind. 10 % Trinkgeld aufschlagen.
µ American United Cab Association, Tel. 773 2487600
µ Yellow Cab, Tel. 312 8294222
µ Chicago Water Taxi, Wendella Sightseeing Boats (s. S. 272), www.chicagowatertaxi.com. Pendelverkehr zwischen Michigan Ave. (Trump Tower), LaSalle/Clark, Madison St. und Chinatown, tgl. April–Okt. 7–19 Uhr (am Wochenende länger), $ 2 bzw. 4 (inkl. Chinatown) für die einfache Fahrt, Tagesticket $ 6.
µ Shoreline Water Taxis, von Ende Mai–Sept. ab $ 4 (je nach Entfernung, Tagesticket $ 24), www.shorelinesightseeing.com/ taxis.php. Fünf Linien ab Navy Pier 6: zum Museum Campus, zum Buckingham Fountain (Grant Park) sowie drei Linien auf dem Chicago River.
Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist die einzige Versicherung, die auf einer Amerikareise unverzichtbar ist, da die Kosten für ärztliche Behandlungen in den USA von den gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland und Österreich nicht übernommen werden. Schweizer sollten vorher bei ihrer Krankenversicherungsgesellschaft nachfragen.
Der Abschluss einer Jahresversicherung ist in der Regel kostengünstiger als mehrere Einzelversicherungen. Günstiger als Einzel- sind zudem Familienversicherungen. Zur Erstattung der Kosten zu Hause benötigt man ausführliche Quittungen (mit Datum, Namen, Bericht über Art und Umfang der Behandlung, Kosten der Behandlung und Medikamente). Zu achten ist bei Versicherungsabschluss auf Vollschutz ohne Summenbeschränkung, außerdem sollte im Falle einer schweren Krankheit oder eines Unfalls auch der Rücktransport übernommen werden. Wichtig ist auch, dass im Krankheitsfall der Versicherungsschutz über die vorher festgelegte Zeit hinaus automatisch verlängert wird, wenn die Rückreise nicht möglich ist.
Nicht immer sinnvoll ist der Abschluss weiterer Versicherungen wie Reiserücktritts-, Gepäck-, Reisehaftpflicht- oder Reiseunfallversicherung. Sie enthalten viele Ausschlussklauseln und zudem sind gewisse Schäden und Verluste auch durch bereits existierende Versicherungen wie Privathaftpflicht- oder Unfallversicherung abgedeckt. Auch in manchen (Gold-)Kreditkarten sind bestimmte Versicherungen schon enthalten, meist allerdings nur für den Karteninhaber und oft nur bei Bezahlung der Reiseleistung mit der Kreditkarte.
Eine Reiserücktrittsversicherung lohnt bei unterschiedlich hohem Selbstbehalt und zu unterschiedlichen Konditionen nur für teure Reisen und für genau definierte Fälle: z. B. gelten Terroranschlag, Streik oder Naturkatastrophen nicht als Rücktrittsgründe.
Bei der Reisegepäckversicherung ist zu bedenken, dass z. B. bei Flugreisen verlorenes Gepäck oft nur nach Kilopreis und Zeitwert bzw. sogar nach Vorlage von Rechnungen bzw. eines Polizeiprotokolls ersetzt wird. Dabei gibt es strikte Regeln was Sorgfalt und Aufsichtspflicht angeht, und eine lange Liste an Ausschlussgründen. Überdies deckt häufig die Hausratversicherung schon Einbruch, Raub und Beschädigung von Eigentum ab, auch im Ausland.
Eine Privathaftpflichtversicherung hat man in der Regel bereits und bei einer existierenden Unfallversicherung sollte man prüfen, ob diese im Falle plötzlicher Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines Unfalls im Urlaub zahlt.
Für Chicago gibt es keine eigentliche Nebensaison, die Stadt ist ganzjährig ein Topreiseziel. Kurioserweise locken während des Hochsommers, in der Ferienzeit, wenn die Flüge am teuersten sind, die Hotels am ehesten mit Sonderangeboten und Ermäßigungen. Am besten bereist man Chicago in der Zeit von Mai bis Oktober, wobei Hitzeempfindliche die Sommermonate eher meiden sollten. Allerdings spielt bei einer Stadt wie Chicago das Wetter nicht die bestimmende Rolle, schließlich gibt es genügend Alternativen zu Aktivitäten im Freien, z. B. Museumsbesuche oder Shopping.
Die gemäßigten Temperaturen im späten Frühjahr und im Herbst mit angenehmen 15 bis 20 °C sprechen für eine Reise im Mai/Juni bzw. Sept./Okt. Im Frühjahr ist es länger hell, doch man muss in dieser Zeit mit Hagelstürmen, Orkanböen und Tornados rechnen. Die klimatisch beständigste Zeit ist der Spätsommer bzw. Frühherbst. Dann herrscht angenehmes Wetter mit stabiler Hochdruckwetterlage. Und noch etwas spricht für eine Reise in dieser Zeit: Zwischen September und Oktober taucht die malerische Herbstlaubfärbung, der „Indian Summer“, die Stadt und das Umland in ein Farbenmeer.
In Chicago herrscht extremes Klima. Wie wechselhaft das Wetter sein kann, zeigt die Chronik: Es herrschten im Juli schon Maximaltemperaturen von 40,6 °C, aber auch kühle 9,3 °C wurden schon verzeichnet! Sommertemperaturen von 30 °C tagsüber und um die 18 °C nachts sind die Regel, die Quecksilbersäule kann sogar auf 40 °C steigen, und verstärkt durch die hohe Luftfeuchtigkeit (ganzjährig um die 70 %, im Sommer über 80 %) und die Luftverschmutzung kann die herrschende Schwüle (auch nachts) unerträglich werden. Im Winter fallen die Temperaturen auf 0 bis –5 °C und es fällt Schnee (schwerpunktmäßig Jan. bis März). Im Winter sind blizzards (Schneestürme) quasi an der Tagesordnung. Als kältester Monat gilt der Januar mit durchschnittlich –3 °C.
In Chicago weht immer ein Wind, der im Sommer allerdings kaum kühlt. Er kann aus allen Richtungen kommen, im Winter und Frühjahr meist aus Westen und Norden, in den Sommermonaten und im Herbst aus dem Süden und Südwesten.
Die größte Niederschlagsmenge fällt im Frühsommer an, v. a. im Juni. Was die Zahl der Regentage angeht, sind die Monate März bis Mai führend. Die meisten Sonnenscheinstunden gibt es von Juni bis August und auch der Mai lässt sich gut an.
Im Sommer empfiehlt sich leichte Baumwollkleidung, doch tun erkältungsanfällige Personen im Land der Klimaanlagen gut daran, Pullover oder Jacke auf die Reise mitzunehmen. Speziell in Läden und Museen herrschen oft frische Temperaturen und tritt man ins Freie, ist der Temperaturunterschied oft „niederschmetternd“. Regenschutz ist wegen der annähernd gleichmäßigen Verteilung der Niederschläge übers Jahr sinnvoll, ebenso sollte man an bequemes Schuhwerk und Windjacke denken. An schwülwarmen Sommertagen können Stechmücken zur Plage werden.
Vorseite: Pause im Grant Park é, einer Parkanlage am Seeufer
Erster Eindruck von Chiago beim Landeanflug auf den O’Hare Airport
EXTRATIPP
America Unlimited
Abgesehen von den großen USA-Veranstaltern hat sich America Unlimited (www.america-unlimited.de, Tel. 0511 37444750) auf Mietwagenrundreisen und ein individuell auf den Kunden zugeschnittenes Bausteinsystem spezialisiert. Die in Hannover und Hamburg vertretene Firma bietet u. a. Great-Lakes-Rundreisen oder aber eine grandiose Route-66-Reise von Chicago nach Los Angeles an.
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Chicagos O’Hare Airport gehört zu den größten Flughäfen weltweit
Check-in und Kontrollen
µ Nicht vergessen: Spätestens 72 Stunden vor Abflug die ESTA-Registrierung vornehmen und einen gültigen (Restgültigkeit mind. bis einschließlich Rückflugdatum) maschinenlesbaren Reisepass dabei haben (s. S. 249).
µ Es gibt keine Papiertickets mehr, sondern nur noch „e-Tickets“, und beim Check-in genügt die Vorlage des Passes bzw. der Buchungsnummer oder der Vielfliegerkarte.
µ Bei internationalen Flügen empfiehlt es sich mindestens 3 Stunden vor Abflug einzuchecken. Vielfach kann dies schon im Vorfeld im Internet bzw. vor Ort an Automaten geschehen, doch muss das Gepäck trotzdem an einem Schalter, manchmal an speziellen Expressschaltern, eingecheckt werden.
µ Genügend Zeit für den Check-in bzw. das Umsteigen einplanen, da strenge und mehrmalige Sicherheitskontrollen üblich sind und Gepäck per Hand durchsucht werden kann. Auch das Aktivieren von Laptops oder Kameras, das Ausziehen der Schuhe und Abtasten des Körpers (bzw. Körperscanner) sind üblich.
Gepäck
µ Bei Linienflügen nach und von Nordamerika dürfen Economy-Class-Passagiere seit Herbst 2009 nur noch ein Gepäckstück bis 23 kg als Freigepäck aufgeben. Ein zweites Gepäckstück kostet 50 € (bzw. $ 50) zusätzlich. Außerdem darf ein Handgepäckstück von begrenztem Gewicht (meist 6–8 kg) und genau definierter Größe (variabel je nach Fluggesellschaft und unterschiedlich streng kontrolliert) mit an Bord genommen werden, dazu eine Hand-, Foto- oder Laptoptasche.
µ Jedes Gepäckstück wird durchleuchtet bzw. durchsucht, daher Koffer u. a. Gepäckstücke nicht abschließen, ggf. wird das Schloss sonst aufgebrochen.
µ Aus Sicherheitsgründen dürfen spitze und scharfe Gegenstände, v. a. Messer und Scheren aller Art, leicht entzündliche Gase (z. B. in Sprühdosen, Campinggas), Feuerzeuge und andere gefährliche Objekte nicht ins Handgepäck (vorher im Koffer verstauen!). Ebenfalls nicht an Bord erlaubt sind Flüssigkeiten und Gels mit Ausnahme von verschriebenen Medikamenten und Babynahrung. Flüssige Kosmetika u. Ä. dürfen nur noch in Kleinstgefäßen bis max. je 100 ml und in einer separaten 1-l-Plastik-Ziptüte mit ins Flugzeug.
µ Infos über verbotene Güter gibt es unter: www.TSAtraveltips.us bzw. bei den betreffenden Fluggesellschaften.
Rückbestätigung
µ Eine Rückbestätigung des gebuchten Rückflugs ist nicht mehr nötig, allerdings wird empfohlen, im Internet oder per Anruf die Abflugzeiten zu überprüfen.
Flug-Know-How
EXTRAinfo
Straßensystem und -schilder
Es gibt Interstates (überregionale Autobahnen), kurz „I“, im Stadtgebiet auch Freeways oder Expressways genannt, die mindestens vierspurig sind. Highways (Landstraßen), meist zweispurig, können bundesstaatliche US Highways oder untergeordnete State Highways sein. Für Interstates und US Highways gilt: Ungerade 1- bis 2-stellige Nummern signalisieren Nord-Süd-, gerade Ost-West-Verlauf. Zubringer oder Nebenstrecken tragen korrespondierende dreistellige Nummern (z. B. I–280 als Zubringer zur I–80). Ist dabei die erste Ziffer gerade, handelt es sich um eine Stadtumgehung, ist sie ungerade, führt die Straße ins Zentrum bzw. aus diesem heraus.
Die Farben der Verkehrsschilder signalisieren, um welche Art von Regel es sich handelt:
µ gelb: Warnung (Kurvengeschwindigkeit, Kreuzung etc.)
µ weiß: Gebot (Höchstgeschwindigkeit, vorgeschriebene Fahrtrichtung, Abbiegeverbot etc.)
µ braun: Hinweise (Sehenswürdigkeiten/historic sites)
µ grün: Hinweise (z. B. exits oder Entfernungen)
µ blau: Hinweis auf offizielle und Serviceeinrichtungen
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Einen Mietwagen bucht man besser schon von zu Hause aus
EXTRATIPP
Tipps für Autofahrer
µ Mit dem Ausweis eines deutschen oder österreichischen Automobilklubs erhält man kostenlos aktuelle Karten vom AAA, dem amerikanischen Automobilklub, ansonsten kann man sie dort auch kaufen. Es gibt dort überdies regionale TourBooks, die viele lohnende Tipps enthalten:
i348 [D5] AAA Illinois, 307 N Michigan Ave., Tel. 312 3721824, Mo.–Fr. 8.30–17.30 Uhr
i349 [bk] AAA Illinois, Chicago-Lincoln Park, 2121 N Clybourn Ave., im Market Square Shopping Center, Tel. 773 6876105, Mo.–Fr. 9.30–18 Uhr
Bei Abholung des Mietwagens Buchungsnummer (bzw. -voucher) und Führerschein, Kreditkarte, Telefonnummer und Heimatadresse bereithalten. Zusatzversicherungen sind meist unnötig, ebenso das angebotene upgrading (Umbuchung auf eine höhere Kategorie) und die Vorauszahlung einer Tankfüllung. Sicherheitshalber sollte man einen Blick auf die auf dem Mietvertrag angegebene Rückgabezeit werfen: Hier schleichen sich gerne „Fehler“ ein – und ein Überziehen der Zeit kostet.
Vor der Abfahrt ist es sinnvoll, sich mit den Funktionen des Autos vertraut zu machen und nachzusehen, ob alles funktioniert und unbeschädigt ist (v. a. Lichter und Reifen prüfen!). Die Automatikschaltung ist nach kurzer Eingewöhnungszeit einfach zu handhaben, der linke Fuß ist „arbeitslos“, der rechte stets bremsbereit (Standgas!).
P = Park (in dieser Stellung kann der Schlüssel abgezogen werden)
R = Reverse/Rückwärtsgang
N = Neutral/Leerlauf (kein Gang eingelegt – bremsen!)
D = Drive
2 = Autom. Schalten zwischen erstem und zweitem Gang – für steile Anstiege/Abfahrten
1 = Erster Gang – für sehr steile Berge, bei langsamerer Fahrt als 10 mph
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EXTRATIPP
Pannen/Notfälle
Die allgemeine Notrufnummer ist 911. Verleihfirmen von Mietwagen schicken – sofern möglich – einen Servicewagen, ansonsten sollte man den AAA-Pannendienst anstelle von privaten Abschleppdiensten verständigen. Bei kleineren Defekten kann der Wagen an der nächsten Vermietstation repariert oder umgetauscht werden.
µ ADAC/ÖAMTC-Notruf: Tel. 1 888 2221373
µ AAA-Pannenhilfe: Tel. 1 800 2224357
Diplomatische Vertretungen, Ein- und Ausreisebestimmungen
Elektrizität (siehe Reiseführer S. 251), Geldfragen
Preiswert einkaufen kann man z. B. auf den Chicagoer Märkten
1 € = 1,43 $
1 SFr = 0,92 $
1 $ = 0,70 € bzw. 1,09 SFr
(Stand Frühjahr 2011)
Wechselkurs
087cg Abb.: mb
Chicago preiswert
Besucherpässe wie der Chicago CityPass (s. S. 45), mit dem man freien Eintritt in fünf Attraktionen hat, sind empfehlenswert. Das Art Institute of Chicago ì bietet außerdem Do. von 17 bis 20 Uhr freien Eintritt.
Für den öffentlichen Nahverkehr lohnen sich die CTA-Passes (s. S. 281). Damit kommt man auf günstige Art durch die Stadt und bekommt bei einer Fahrt in der Hochbahn (z. B. mit Brown, Purple, Pink oder Orange Line um den Loop) „über den Dächern der Stadt“ gleich eine „Stadtrundfahrt“ mitgeliefert.
Preiswert essen lässt es sich vor allem in den kleinen Lokalen der „neighborhoods“, in Imbisslokalen oder bei einem Picknick nach dem Einkauf auf einem der Wochenmärkte.
Während der großen Festivals im Grant Park é, zum Beispiel dem Blues bzw. dem Jazz Festival oder Taste of Chicago (s. S. 17), sind die dargebotenen Konzerte kostenlos.
Die Chicago Greeter (s. S. 270) bieten außerdem kostenlose Touren durch bestimmte Stadtviertel bzw. den Millennium Park an.
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EXTRAinfo
Telefonauskünfte
µ Infos und Veranstaltungen: Tel. 311
µ Chicago Visitor Info (24-Std.-Hotline): Tel. 1 877 2442246
µ Chicago Hotel Reservations: Tel. 1 800 2136040
µ Chicago Nahverkehr (CTA): Tel. 1 888 9687282, Tel. 312 8367000
Im Millennium Park Welcome Center bekommt man Infos und hier starten die Touren der Millennium Park Greeters
089cg Abb.: mb
Die renommierte Chicago Tribune (s. S. 256) wurde schon 1847 gegründet
Internet und Internetcafés
Unsere Literaturtipps
Sachbücher
µ Bergreen, Laurence: Capone: the Man and the Era, 1994. Einblick in das Zeitalter der „Chicago Gangster“.
µ Brooks Pfeiffer, Bruce: Frank Lloyd Wright 1867–1959, 2004. Alles Wissenswerte über den weltberühmten Architekten.
µ Cromie, Robert: The Great Chicago Fire, 1993. Umfassende Einführung in das einschneidendste Ereignis der Stadtgeschichte.
µ Grossman, J. R., Durkin Keating, A., L. Reiff, Janice L. (Hrsg.): The Encyclopedia of Chicago, 2004. Gut 2 kg schweres und über 1000 Seiten starkes Nachschlagewerk, ein Gemeinschaftsprojekt der Newberry Library und der Chicago Historical Society.
µ Halberstam, David: Playing for Keeps: Michael Jordan and the World He Made, 2000. Das vielleicht beste Buch über den legendären Basketballstar.
µ Hausmann, Friederike: Die deutschen Anarchisten von Chicago. Oder warum Amerika den 1. Mai nicht kennt, 1998. Interessante Darstellung der Bedeutung deutscher Einwanderer bei der Entstehung der Gewerkschaften und den Unruhen zu Beginn des 20. Jh.
µ Sinkevitch, Alice: AIA Guide to Chicago, 2004. Nach geografischen Gesichtspunkten werden über 1000 Bauten von 1850 bis heute vorgestellt, ein Muss für jeden Architekturinteressierten.
µ Smith, Carl: Urban Disorder and the Shape of Belief: The Great Chicago Fire, the Haymarket Bomb, and the Model Town of Pullman, 1995. Fesselnde Darstellung der Ereignisse, die das soziale Gefüge der zu schnell gewachsenen Industriestadt geprägt haben.
µ Stipe, Margo: Frank Lloyd Wright. Sein Leben erzählt in Briefen, Plänen, Dokumenten, 2009. Grandioses Buch mit zahlreichen, herausnehmbaren nachgedruckten Dokumenten und einer CD, die einen fesselnden Einblick in Leben und Werk des berühmtenden Architekten geben.
Belletristik – Klassiker
µ Algren, Nelson: The Man with the Golden Arm, 1949 (Der Mann mit dem goldenen Arm, 1987). Ein im Gefängnis von seiner Heroinsucht geheilter Berufskartenspieler versucht nach der Entlassung wieder Fuß zu fassen.
µ Bellow, Saul: The Adventures of Augie March, 1953, und Humboldt’s Gift, 1975 (Humboldts Vermächtnis, 1976). Zwei Werke des berühmten Literaten, die in Chicago spielen.
µ Dreiser, Theodore: Sister Carrie, 1900 (Schwester Carrie, 1929). Die Geschichte eines Mädchens vom Land, das in Chicago ihren amerikanischen Traum zu verwirklichen versucht.
µ Dybek, Stuart: The Coast of Chicago, 2004, und I Sailed with Magellan, 2003. Der 1942 geborene Chicagoan schildert in seinen Kurzgeschichten das Leben in der polnisch-stämmigen Gesellschaft der Stadt.
µ Farrell, James T.: Studs Lonigan: A Triology Comprising Young Lonigan, the Young Manhood of Studs Lonigan, and Judgment Day, 1993. In den drei Romanen (Young Lonigan, 1932, The Young Manhood of Studs Lonigan, 1934, und Judgement Day,1935) schildert der Autor die irischstämmige Welt in der South Side während der Wirtschaftskrise.
µ Hecht, Ben: Art & Architecture on 1001 Afternoons in Chicago: Essays and Tall Tales of Artists and the Cityscape of the 1920s, 2002. Der Kolumnist der Chicago Daily News erzählt interessante Geschichten über Chicago und die Kunstszene.
µ Lardner, Ring: The Best Short Stories: 25 Stories from America’s Foremost Humorist, 1993. Viele der Kurzgeschichten liegen in deutscher Übersetzung im Diogenes Verlag vor.
µ Sandburg, Carl August: Chicago Poems, 1916 (Chicago-Gedichte, 1948), und Abraham Lincoln, 1926–39 in mehreren Teilen (deutsche Ausgabe: 1958). Lesenswerte Gedichte über die Stadt am See sowie die fesselnde Biografie des bedeutendsten US- Präsidenten.
µ Sinclair, Upton: The Jungle, 1906 (Der Sumpf, 1922). Faszinierende Geschichte über die Zustände im Schlachthofviertel, ein Klassiker der Chicagoer Literatur.
µ Terkel, Studs: Division Street: America, 1967. Interessante und abstruse Geschichten aus der Feder des 2008 verstorbenen Journalisten und legendären Radiomoderators.
µ Wright, Richard: Native Son, 1940 (Sohn dieses Landes, 1941), Twelve million black Voices. A folk history of the Negro in the United States, 1941 (Schwarz unter Weiß – fern von Afrika, 1952, Essays) sowie Eight Men, 1961 (Der Mann, der nach Chicago ging, 1961). Geschichten aus afroamerikanischer Sicht.
Belletristik – Sonstiges
µ Aguilera, Luis Gabriel: Gabriel’s Fire, 2000. Porträt eines jungen mexikanischen Immigranten im polnischen Viertel von Chicagos South Side.
µ Castillo, Ana: Peel My Love Like an Onion, 2000. Geschichte einer poliokranken mexikanischen Flamencotänzerin in Chicago.
µ Cisneros, Sandra: The House on Mango Street, 1991. Esperanza Cordero und das Hispano-Viertel von Chicago werden in Gedichten und Geschichten beschrieben.
µ Colter, Cyrus: The Beach Umbrella, 1996. 18 Kurzgeschichten aus dem Alltag in Chicagos South Side.
µ Epstein, Joseph: The Goldin Boys, 1992. Kurzgeschichten über Chicago und einige (jüdische) Persönlichkeiten.
µ Ferber, Edna: So Big, 1924. Erhielt 1924 den Pulitzerpreis. Geschichte der Selina Peake, einer Farmersfrau und Lehrerin im ländlichen Illinois, die nach Chicago zurückkehrt.
µ Hansberry, Lorraine: A Raisin in the Sun, 1959. Eine afroamerikanische Familie in Chicagos South Side kämpft in den 1950er-Jahren gegen Armut und Rassismus.
µ Langer, Adam: Crossing California, 2005. Die fesselnde Geschichte dreier Familien in Rogers Park.
µ Larson, Erik: The Devil in the White City, 2004. Packender Krimi um einen Serienmörder, der im Umfeld der Weltausstellung von 1893 sein Unwesen trieb.
µ McNally, John: The Book of Ralph, 2004. Die Abenteuer zweier Buben in Chicagos South Side in den späten 1970er-Jahren.
µ Meno, Joe: Hairstyles of the Damned, 2004. Die Geschichte eines Punks in der South Side der späten 1980er-Jahre.
µ Niffenegger, Audrey: The Time Traveler’s Wife, 2003. Liebesgeschichte um einen verträumten Bibliothekar in der Newberry Library.
µ Paretsky, Sarah: mehrere Kriminalromane, startend mit Imdemnity Only, 1982 (Schadenersatz), über Tunnel Vision, 1994 (Engel im Schacht), Windy City Blues (Geschichten, 1996) und Blacklist (2004) bis Deadlock (2005). Deutsche Übersetzungen sind im Piper und im Goldmann Verlag erschienen.
µ Petrakis, Harry Mark: Pericles on 31st Street, 1965, und Twilight of the Ice, 2003. Der Pfarrerssohn Petrakis aus Kreta kam 1916 nach Chicago und schildert die griechische Immigrantenszene.
Praktische Reisetipps
Unsere Literaturtipps
Unsere Literaturtipps
Deutsche Bekleidungsgröße (z. B. 50) minus 10 ergibt amerikanische Größe (40).
µ Herrenhemden
D 36 37 38 39 40/41 42 43
USA 14 14,5 15 15,5 16 16,5 17
µ Herrenschuhe
D 39 40 41 42 43 44 45
USA 7 7,5 8 8,5/9 9,5/10 10,5 11,5
D 36 38 40 42 44 46
USA 6 8 10 12 14 16
µ Damenschuhe
D 36 37 38 39 40 41 42
USA 5,5 6/6,5 7/7,5 8 9 9,5 10
D 98 104 110 116 122
USA 3 4 5 6 6x
µ Kinderschuhe
D 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33
USA 6,5 7,5 8,5 9,5 10,5 11,5 12,5 13 1 1,5/2 2,5
Konfektionsgrößen
Medizinische Versorgung
Apotheken wie diese sind eher selten, meist werden Rezepte in „drugstores“ eingelöst
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Praktische Reisetipps
Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 263), Schwule und Lesben
EXTRAinfo
Postgebühren (Stand: Anfang 2011)
µ Europa: Karten und Briefe bis 1 oz (28 g) 98 c (jedes weitere oz: 84 c). Die Beförderungsdauer beträgt 5 bis 7 Tage.
µ Inland (Standard oder „First Class“): Briefe bis 1 oz (28 g) 44 c, jedes zusätzliche oz kostet weitere 17 c, Karten 28 c.
EXTRATIPP
June Pride Month
Mit verschiedenen Veranstaltungen. Als Höhepunkt findet am letzten Junisonntag die Pride Parade in East Lakeview statt (www.chicagopridecalendar.org).
EXTRATIPP
Sicherheitstipps
µ Dokumente am Körper (Brustbeutel, Geldkatze u. Ä.) aufbewahren oder ggf. im Hotelsafe hinterlegen. Falls möglich, Wertgegenstände, Dokumente und Karten zwischen zwei Personen aufteilen, keinesfalls alles in einer Brieftasche mitführen.
µ Auf alle Fälle Kopien von Pass, Flugticket, Kredit- und Scheckkarten, Reiseschecks und sonstigen Dokumenten anfertigen (bzw. alle Nummern sorgfältig notieren) und getrennt von den Originalen aufbewahren. Einen zweiten Satz zu Hause hinterlegen.
Die Seepromenade ist prädestiniert für sportliche Aktivitäten aller Art
091cg Abb.: mb
Praktische Reisetipps
Sport und Erholung (siehe Reiseführer S. 266), Stadttouren
Die Chicago Architecture Foundation hat eine breite Palette empfehlenswerter Touren im Angebot
092cg Abb.: caf/ae
literaturTIPP
„Amerikanisch“, das andere Englisch
In die Feinheiten des Amerikanischen führen die Sprechführer „Amerikanisch – Wort für Wort“, „American Slang – das andere Englisch“ und „More American Slang“ mit begleitendem Tonmaterial aus der Kauderwelsch-Reihe des Reise Know-How Verlags ein.
093cg Abb.: mb
Die Architecture River Cruises zählen zu den beliebtesten Touren der Chicago Architecture Foundation å
EXTRATIPP
Wichtige Telefonnummern
µ Internationale Fernsprechauskunft: 00
µ Internationale Vermittlung: 01
µ R-Gespräche: 1 800 2920049
Für Telefonate aus den USA ins Ausland lauten die Vorwahlen wie folgt (jeweils gefolgt von der Ortskennzahl ohne Null und der Rufnummer):
Deutschland: 011–49
Österreich: 011–43
Schweiz: 011–41
Vorwahlen im Großraum Chicago sind 312 (Loop), 773 (Gürtel um den Loop), 708 größerer Umkreis im Süden und Osten. In der Metro Area gibt es zahlreiche weitere Vorwahlen.
Telefonieren (siehe Reiseführer S. 272), Unterkunft
Die Kategorisierungen unten beziehen sich auf den ungefähren Durchschnittspreis für ein Doppelzimmer zuzüglich Steuern, meist ohne Frühstück. Saisonal bedingt ist die Schwankung bei den Preisen jedoch groß und kann sogar zwischen Werktagen und Wochenenden differieren. Ein Vergleich mit den Preisen im Internet bzw. denen von Brokern bzw. Reiseveranstaltern lohnt!
µ $ unter $ 100
µ $$ $ 100–150
µ $$$ ca. $ 150–200
µ $$$$ über $ 200
Preiskategorien
EXTRATIPP
094cg Abb.: mb
Preiswertes Wohnen im Neighborhood
h400 [cj] Days Inn Lincoln Park North $$–$$$, 644 W Diversey Pkwy., Tel. 1 888 5763297 oder 773 5257010, http://daysinnchicago.net. Empfehlenswertes überschaubares Hotel mit freundlichem Service, bei dem es gar nicht auffällt, dass es zu einer bekannten Kette gehört. 124 Zimmer in historischem Bau von 1918 im lebendigen Viertel Lincoln Park an der Grenze zu Lakeview (nahe Brown Line: „Diversey“ oder Bus Nr. 22 bzw. 36). Die Zimmer sind gemütlich und relativ groß, empfehlenswert sind besonders die etwas teureren „Business Rooms“ mit Kühlschrank, Mikrowelle und täglich kleinen Snacks. Ein Frühstück in Form eines kleinen Buffets ist im Preis inbegriffen, ebenso Gratis-WLAN.
Ein guter Tipp für Preisbewusste: das Days Inn Lincoln Park North
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Aufgrund des Parkplatzmangels in Chicago empfiehlt sich die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs
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EXTRATIPP
Taxi-Tarife (Stand Frühjahr 2011)
µ Grundpreis $ 2,25 (1 Person), $ 1 für jede weitere Person
µ pro gefahrene Meile $ 1,80
µ pro 6 Min. Wartezeit $ 2
Die Chicago Water Taxis verkehren auf dem Chicago River
Besonders schön ist Chicago im Herbst, aber auch das Frühjahr ist eine empfehlenswerte Reisezeit
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Die Reihe CityGuide – ausgezeichnet von der Internationalen Tourismusbörse 2006 mit dem Preis „Die besten Reiseführer-Reihen“. Urteil der Jury |
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