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ReiseführerCityTrip Brüssel 2010 – Download

  • 7.90 EUR Deutschland
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  • Preis inkl. MwSt.
 
Reiseführer CityTrip Brüssel 2010 – Download
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Autor: Schenk, Günter
ISBN: 978-3-8317-1845-0
Seitenanzahl: 144
Auflage: 1.
Erscheinungsjahr: 2010

Ausstattung:
komplett in Farbe, GPS-genaue Stadtpläne und Übersichtskarten, stimmungsvolle Fotos, kleine Sprachhilfe, cleveres Nummernsystem zur schnellen Orientierung, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
Format (h x b x t): 19,5 x 11
Größe: 15 MB
Format: PDF

Infos zum Printprodukt: CityTrip Brüssel.

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In Brüssel schlägt das Herz Europas. Trotzdem ist Brüssel viel mehr als eine Verwaltungsmetropole: Flohmärkte, moderne Einkaufszentren, royale Paläste und auch Brüssels große Museen sind nach gründlichen Renovierungen und Millioneninvestitionen allesamt wieder einen Besuch wert. Dieser aktuelle Stadtführer aus der Reihe CityTrip zeigt Belgiens Hauptstadt von ihrer lebendigsten Seite.

Das kompakte Buch überzeugt mit zahlreichen praktischen Tipps und persönlich getesteten Empfehlungen zu Unterkünften in allen Preisklassen, Essen & Trinken, Sehenswürdigkeiten, Nachtleben, Shopping, Ausflügen in die Umgebung etc. Die kleine Sprachhilfe mit dem Vokabular für den touristischen Alltag erleichtert die Verständigung vor Ort. Alle Adressen und Beschreibungen in diesem kompakten Reiseführer sind perfekt abgestimmt mit den detaillierten und GPS-genauen Stadtplänen. Alles schnell zu finden dank Kartenverweisen und intelligentem Nummernsystem.

CityTrip- die neuen Reiseführer für den individuellen Kurztrip in die schönsten Städte der Welt!

  • Die Stadt entdecken: sorgfältige Beschreibung der interessantesten Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel - nicht nur Grand' Place, Atomium und Manneken Pis
  • Auf eigene Faust: alle reisepraktischen Infos zu Anreise, Preisen, Öffnungszeiten, öffentlichen Verkehrsmitteln, Touren, Shopping, Nightlife, Events, Hilfe im Notfall ...
  • Die ganze Breite der Gastronomie: zwischen Sternekoch und Pommesbude
  • Unterkünfte von nobel bis preiswert: von Jugendherbergen bis zu Designhotels, aktuell vor Ort recherchiert
  • Einmalige Souvenirs: Brüsseler Spitzen, Bier und Schokolade
  • Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ...
  • Richtig ankommen: exakte Adressangaben, leicht zu finden dank GPS-genauer Stadtpläne und buchbegleitender Luftbild­ansichten unter Google Maps™

CityTripaus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen hier unter www.reise-know-how.de nach Erscheinen des Stadtführers speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. So können alle Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants usw. leicht am Bildschirm im hochaufgelösten Luftbild betrachtet werden. Zusätzlich werden die GPS-Daten dieser Orte zum Download bereitgestellt.

Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

Praktische Reisetipps aus dem Buch

Praktische Reisetipps A–Z aus dem Buch 

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Praktische Reisetipps

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 98)

Mit dem Auto

In Brüssel gibt es ein sehr gutes Netz öffentlicher Verkehrsmittel mit der schnellen Metro als Krönung. Fußfaule schätzen zudem die Fahrräder, die es überall zu leihen gibt. Ein eigenes Auto ist so nicht vonnöten, denn sie vergrößern nur die ohnehin endlosen Staus in Belgiens Hauptstadt. Gegen die Anreise mit dem eigenen Pkw spricht zudem, dass Parkplätze in der Innenstadt rar sind. Wer aber auf seiner Reise an die Nordsee die belgische Hauptstadt als Zwischenstopp in sein Ferienprogramm einbaut, muss natürlich nicht auf sein Auto verzichten.

Die eigentliche Anreise nach Brüssel erfolgt in der Regel über die Autobahn und die Städte Köln und Aachen. Aus dem Ruhrgebiet und Norddeutschland reist man am schnellsten über die südlichen Niederlande an, aus Richtung Schweiz oder Baden-Württemberg über Luxemburg.

Mit der Bahn

Die Bahn ist eine bequeme und inzwischen auch schnelle Alternative zum Auto. Viele Züge fahren direkt in die belgische Hauptstadt. So ist man zum Beispiel von Frankfurt aus mit dem ICE in rund dreieinhalb Stunden in Brüssel, nach Ausbau des Streckennetzes auf deutscher und belgischer Seite künftig sogar noch schneller.

Brüssel hat gleich drei Hauptbahnhöfe: Im Nordosten liegt der Gare du Nord. Der Gare Central ist ein unterirdischer Stopp im Zentrum, ganz in der Nähe des Grand’ Place. Der größte Bahnknotenpunkt und Halt der nach London und Paris verkehrenden Hochgeschwindigkeitszüge TGV oder Eurostar ist der Gare du Midi ì südwestlich des Zentrums.

Züge nach Luxemburg verkehren ab dem Gare Luxemburg im Europaviertel, außerdem gibt es dort eine weitere, kleine Bahnstation, den Gare Schumann. Direkten Anschluss an die Metro bieten Gare du Midi und Gare Central, an die Straßenbahn Gare du Midi und Gare du Nord. Busanschluss haben alle Bahnhöfe.

Wer nicht an einen bestimmten Termin gebunden ist, sollte die Europa-Sondertarife der Bahn nutzen, die schon für 39 € (einfache Fahrt) bzw. 69 € in der 1. Klasse eine Reise nach Brüssel möglich machen. Unter Umständen finden sich noch preiswertere Angebote, allerdings muss man sich dann auf bestimmte Züge festlegen und ist nicht so flexibel wie mit einer normalen Fahrkarte.

µ Deutsche Bahn, www.bahn.de

µ Schweizerische Bundesbahnen, www.sbb.ch

µ Österreichische Bundesbahnen, www.oebb.at

µ Belgische Eisenbahnen, www.b-rail.be. Informationen zu Sonderangeboten und Fahrzeiten auch täglich von 8 bis 21.30 Uhr unter Tel. 02 5282828

Mit dem Bus

Für Reisende mit größerem Gepäck und viel Zeit ist die Anreise mit dem Bus eine Überlegung wert. So fährt das Busunternehmen Touring von vielen größeren deutschen Städten aus nach Brüssel. Im Sommer bietet Touring spezielle Ferientarife ab 9 € für eine einfache Fahrt. Von Wien über Linz betreibt die Firma Eurolines, ein Zusammenschluss europäischer Busgesellschaften, eine Verbindung nach Brüssel. Aus der Schweiz fahren Busse aus Genf und Basel.

µ www.touring.de

µ www.eurolines.com

Mit dem Flugzeug

Der internationale Brussels Airport, rund 14 Kilometer nordöstlich der belgischen Hauptstadt, wird täglich von allen großen deutschen, Schweizer und österreichischen Flughäfen angesteuert. Oft – wie nach Berlin, Frankfurt, Zürich oder Wien – gibt es gleich mehrere Verbindungen am Tag. Zu den wichtigsten Fluglinien, die Belgien bedienen, gehören Lufthansa, Swiss International Airlines und Brussels Airlines. Als Billigflieger operieren auf der Strecke nach Berlin auch Easy Jet oder Jet Airways.

Frühbucher kommen schon zu Preisen von knapp über 100 € nach Brüssel und zurück. Suchmaschinen wie www.billig-fliegen.de helfen gelegentlich bei der Jagd nach einem Schnäppchen. Noch sicherer geht man, wenn man die Webseiten der Fluggesellschaften nach günstigen Angeboten durchforstet. Oft kann man, wenn man seine Reise nur um ein paar Stunden oder Tage verlegt, sehr viel Geld sparen.

µ www.lufthansa.com

µ www.brusselsairlines.com

µ www.swiss.com

µ www.easyjet.com

µ www.jetairways.com

µ www.transavia.com

Vom Flughafen in die Stadt zu kommen, ist kein Problem. Bis zu viermal pro Stunde verkehrt der Airport Express zu den drei wichtigsten Stadtbahnhöfen Brüssels (Nord, Central und Midi). Die Fahrt dauert maximal 25 Minuten, erste Abfahrt ist gegen 5 Uhr, die letzte um Mitternacht. Fahrscheine gibt es an den Bahnschaltern, mit kräftigem Aufschlag auch im Zug. Der Normalpreis pro Fahrt beträgt 3 € (bzw. 4,70 € für die 1. Klasse). Ins Europaviertel gibt es einen direkten Shuttlebus im Halbstundentakt (Fahrtzeit ca. 30 Minuten).

Autofahren (siehe Reiseführer S. 99)

Die Internationale (grüne) Versicherungskarte als Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung ist für die Einreise nach Belgien zwar keine Pflicht, erspart einem aber bei einem Unfall gegebenenfalls viel Ärger.

Autofahrer sollten sich auf ein Geschwindigkeitslimit von 120 Kilometern pro Stunde auf allen belgischen Autobahnen einrichten. Auf zweispurigen Nationalstraßen gilt Tempo 90, in Ortschaften Tempo 50 oder 30. Raser seien vor der streng kontrollierenden belgischen Polizei gewarnt, die mit Radargeräten überall präsent ist. Zudem sind die Strafen für Raser in Belgien deutlich höher als in anderen Ländern. Und noch etwas: Bußgelder müssen an Ort und Stelle gezahlt werden – auch von Touristen. Wer das nicht kann, muss sein Auto erst einmal stehen lassen und sich das Geld besorgen. Wenn es sein muss, begleitet Sie die Polizei zum nächsten Geldautomaten, im schlimmsten Fall wird Ihr Fahrzeug beschlagnahmt.

Auch in Belgien gilt: rechts vor links! Straßenbahnen und Busse haben aber immer Vorfahrt. Es besteht Gurtpflicht – auch im Taxi. Kinder unter 12 Jahren müssen ebenfalls angegurtet auf die Rückbank. Die Alkoholgrenze beträgt 0,5 Promille und natürlich sind auch in Belgien Handytelefonate am Steuer verboten.

Pannennothilfe bieten der Königliche Automobilklub (Tel. 02 2870900) oder der belgische Touring Club (Tel. 070 344777). Da beide Unternehmen aber nicht verpflichtet sind, Nichtmitgliedern zu helfen, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt einen im Ausland gültigen Schutzbrief zu erwerben. Wie in Österreich gilt auch in Belgien Warnwestenpflicht. Im Falle einer Panne oder eines Unfalls außerhalb geschlossener Ortschaften oder auf Autobahnen muss bei Verlassen des Fahrzeugs eine gelbe, rote oder orange­farbene Warnweste getragen werden – ansonsten droht ein Bußgeld.

µ Allgemeiner Pannennotruf: Tel. 078 152000

µ ADAC: Tel. +49 (0)89222222

µ ÖAMTC: Tel. +43 (0)12512000

µ Touring Club Schweiz: Tel. +41 (0)224172220

Parken

Ihr Auto sollten Sie am besten gleich in einer Garage verstauen. Auf Brüssels Straßen geht Ihnen sonst nämlich die schönste Zeit verloren, herrscht doch auf den wichtigsten Routen werktags Dauerstau. Vertrauen Sie auf Straßenbahn und Metro, die sie schnell und zuverlässig ans Ziel bringen.

Brüssels größter Parkplatzanbieter verfügt über 22 Plätze mit gut 13.000 Stellplätzen (www.interparking.com). Wegen des knappen Parkraums kennen Brüssels Ordnungshüter gegenüber Parksündern wenig Pardon. Da die Parkgebühren in der Regel mindestens 2 € pro Stunde betragen, ist es unter Umständen sinnvoll, sein Fahrzeug außerhalb der City zu parken und mit Bus oder Straßenbahn von einem der Park-and-ride-Plätze weiterzufahren. Sollten Sie entlang einer Straße einen gebührenpflichtigen Parkplatz gefunden haben, ziehen Sie immer ein Parkticket aus den horodateurs, den Parkuhren. Ihre Tarife sind im Stadtgebiet gestaffelt. Vor Bordsteinen, die mit einer gelben Linie durchgehend gekennzeichnet sind, besteht generelles Parkverbot. Das Wichtigste aber ist: Wenn Sie über Nacht an einer Straße parken, nehmen Sie bitte alle Wertgegenstände aus dem Fahrzeug!

Mietwagen

Fast alle großen Mietwagenfirmen haben in der Stadt und am Flughafen Verleihstationen. Am besten bucht man sein Fahrzeug schon von zu Hause aus, entweder direkt beim Verleiher oder über einen der Internetvermittler.

µ www.holidayautos.de

µ www.billigermietwagen.de

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 101)

Auf den oft holprigen Pflastern in vielen Teilen der Stadt haben es Rollstuhlfahrer nicht immer leicht. Allerdings werden zurzeit überall große Anstrengungen unternommen, diese Defizite abzubauen und alle großen öffentlichen Einrichtungen mit Zugangshilfen auszustatten. So sind die wichtigsten und neue Museen alle auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Darüber hinaus sind auf öffentlichen Parkplätzen spezielle Plätze für Behinderte ausgewiesen. Rollstuhlfahrer können bei Bedarf unter der Telefonnummer 02 3494545 spezielle Taxen anfordern.

Für allgemeine Auskünfte über behindertengerechtes Reisen (Hotel, Museen, Freizeitmöglichkeiten) steht die Organisation Toegankelijk Reizen (Behindertengerechtes Reisen) zur Verfügung. Es ist ein Service von Tourismus Flandern, der aus der Zusammenarbeit verschiedener Organisationen hervorgegangen ist. Auf der Webseite der Organisation finden sich viele Tipps, die Menschen mit Behinderungen das Reisen erleichtern.

µ Toegankelijk Reizen, Grasmarkt 61, 1000 Brüssel, Tel. 070 233050, www.toegankelijkreizen.be, Mo.–Fr. 10–16 Uhr

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 101)

Belgische Botschaften

µ Deutschland: Königlich Belgische Botschaft, Jägerstraße 52–53, 10117 Berlin, Tel. 030 206420, www.diplomatie.be/berlin

µ Österreich: Königlich Belgische Botschaft, Wohllebengasse 6, 1040 Wien, Tel. 01 502070, www. diplomatie.be/viennade

µ Schweiz: Königlich Belgische Botschaft, Jubiläumsstraße 41, 3000 Bern, Tel. 031 3500150, www.diplomatie.be/bernde

Botschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz

i116 [J7] Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Rue Jacques de Lalaing­straat 8–14, 1040 Brüssel, Tel. 02 7871800, Bereitschaft für Notfälle: Tel. 04 75577762, www.bruessel.diplo.de, Mo.–Fr. 9–12, Mi. auch 14.30–16 Uhr

i117 [I8] Österreichische Botschaft, Place du Champs de Mars 5, 1050 Brüssel, Tel. 02 890700, Bereitschaft für Notfälle: Tel. 04 86288104, www. aussenministerium.at/bruessel, Mo.–Fr. 10–12.30 Uhr

i118 [I6] Schweizer Botschaft, Rue de la Loi 26, 1040 Brüssel, Tel. 02 2854350, www.eda.admin.ch/bruxelles, Mo.–Fr. 9–12 Uhr

Elektrizität (siehe Reiseführer S. 102)

In Belgien beträgt die Stromspannung in der Regel 220-Volt-Wechselstrom bei einer Frequenz von 50 Hz. Für mitgebrachte Geräte wie Föhn oder Laptop dürften die genormten Europa­steckdosen kein Problem sein.

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 102)

Belgien ist Teil der Eurozone und ein Devisentausch für Deutsche und Österreicher daher nicht erforderlich. Die Mehrwertsteuer beträgt 21 Prozent, für einige Waren und Dienstleistungen gelten aber stark ermäßigte Sätze. Da Geschäfte, Restaurants und Hotels, Museen und große Veranstalter in der Regel alle gängigen Kreditkarten akzeptieren, braucht man in seiner Reisekasse eigentlich nur Taschengeld. Bei der Zahlung mit einer Kreditkarte muss man aber unter Umständen seinen Ausweis vorlegen. Natürlich gibt es in Brüssel aber auch überall Geldautomaten, an denen man sich „versorgen“ kann.

Die Preise sind in Brüssel etwas höher als im übrigen Belgien, vor allem rund um das Europaviertel und in den schicken Modevierteln der Stadt. Wenn man in einem Mittelklassehotel nächtigt, sollte man – zwei Mahlzeiten am Tag und ein paar Museumsbesuche eingerechnet, mit einem Tagessatz von 100 bis 130 € pro Person kalkulieren.

Informationsquellen (siehe Reiseführer S. 103)

Infostellen zu Hause

µ Deutschland: Tourismus Flandern- Brüssel, Cäcilienstraße 46, 50667 Köln, Tel. 0221 2709770, www.flandern.com

µ Österreich und Schweiz: Tourismus Flandern-Brüssel, Mariahilfer Str.121 B, 1060 Wien, Tel. 01 5960660, www.flandern.co.at

Infostellen in der Stadt

Das Brüsseler Verkehrsamt (BITC) unterhält mehrere Informationsstellen in der Stadt:

i119 [H7] BITC, Bruxelles Info Place, Rue Royale 2–4, 1000 Bruxelles, Tel. 02 5138940, tgl. 10–18 Uhr, www.brusselsinternational.be

i120 [G6] BITC, Grand’ Place, Rathaus, tgl. 9–18 Uhr (im Winter sonntags 10–14 Uhr). Hier auch Last-Minute-Hotel­buchungen und Verleih von Audioguides für die Besichtigung des Grand’ Place

i121 BITC, Brussels Airport, Ankunfts­halle, tgl. 8–21 Uhr

i122 [D8] BITC, Gare du Midi, Infopoint, Sommer: Mo.–Do. 8–20, Fr. 8–21, Sa.–So. 8–20 Uhr; Winter: Mo.–Do. 8–17, Fr. 8–20, Sa. 9–18, So. 9–14 Uhr

Fundbüro

Wer im Flugzeug oder auf dem Flughafen etwas liegen gelassen hat, kann sich unter Tel. 02 7536820 erkundigen, ob seine Sachen abgegeben wurden. Wer etwas in der Metro, dem Bus oder der Straßenbahn vergessen hat, wendet sich an die Telefonnummer 02 5152394. Sonstige Funde können unter Tel. 02 2797979 nachgefragt werden.

Die Stadt im Internet

Die folgenden Seiten sind meist in flämischer, französischer und englischer Sprache.

µ www.brussels.be: Offizielle Webseite der Stadt Brüssel mit vielen touristischen Hinweisen

µ www.brusselslife.be: Kommerzielle Tourismusseite mit Kultur-, Einkaufs-, Museums-, Service- und Kulturtipps

µ www.brusselsinternational.be: Auf diesem Internetportal finden sich aktuelle Informationen über die Stadt: Veranstaltungen, Stadtrundgänge, Einkaufstipps und andere touristisch relevante Hinweise. Auch Hotels und die Brussels Card lassen sich über die Webseite buchen.

µ www.brusselsmuseums.be: Gemeinschaftsauftritt der wichtigsten Museen mit aktuellen Hinweisen zu Ausstellungen und besonderen Angeboten

µ www.bruxelles-tourisme.be: Offizielles Internetportal des Brüsseler Touristik­büros, auch auf Deutsch. Mit Hotel- und Restaurantübersichten, Veranstaltungskalender, Kultur- und Freizeittipps

µ www.eurobru.com: Internetportal der Europäischen Union, auch in deutscher Sprache

µ www.brusselsmania.com: Kommerzielle Website für junge Leute mit Ausgeh- und Nightlifetipps sowie Low-Budget-Angeboten

µ www.bruessel-gui.de: Kommerzielle, deutschsprachige Website mit Karten und über zweitausend (!) Brüsselschnappschüssen

µ www.Ilotsacre.be: Sehr kommerzielles Internetportal mit vielen 360-Grad-Fotografien

µ www. belgien-tourismus.de: Offizielles Tourismusportal für die Wallonie und Brüssel mit immer aktuellen Angeboten und Hinweisen auf kulturelle Veranstaltungen

Publikationen und Medien

In Brüssel gibt es in vielen Stadtteilen öffentliche Büchereien, in denen man Zeitung und Bücher lesen oder im Internet surfen kann. Die zentrale Bücherei der Innenstadt befindet sich neben der Oper. Im Lesesaal finden sich auch deutschsprachige Publikationen. Daneben stehen mehrere Dutzend Internetplätze zur Verfügung. Sie können nach Zahlung von 25 € Pfand gegen eine Gebühr von 2 € pro Stunde genutzt werden (maximal zwei Stunden pro Tag).

Die wichtigsten Tageszeitungen Brüssels sind „Le Soir“, „La Dernière Heure“ und „La Libre Belgique“, alle französischsprachig. In flämischer Sprache erscheinen z. B. „Het Laatse Nieuws“, „De Standaard“ und der „De Morgen“. „The Bulletin“ ist eine englischsprachige Publikation mit regionalem Bezug und vielen Tipps. Deutschsprachig ist die in Brüssel erscheinende „Brüssel-Rundschau“.

µ Städtische Bibliothek, Place de la Monnaie 6, Tel. 02 2291840, Mo. 12–17, Di.–Fr. 10–20, Sa. 12–17 Uhr

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 105)

Das belgische Gesundheitssystem ist effizient und gut organisiert. Alle Kliniken stehen in Notfällen rund um die Uhr zur Verfügung. Was früher der sogenannte Auslandskrankenschein war, ist jetzt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Bei ihrer Vorlage wird man in Belgien im Krankenhaus oder beim Arzt in der Regel kostenlos behandelt. Vor allem bei Arztbesuchen kann es aber vorkommen, dass der Mediziner wie bei Privatversicherten auch auf Vorkasse besteht. In diesem Fall reicht man die Rechnung (gut aufbewahren!) anschließend bei der Krankenkasse ein. Da im Ausland Zuzahlungen anfallen können, die in Deutschland nicht erstattet werden, ist es ratsam, eine eigene Reisekrankenversicherung abzuschließen, welche die Kosten einer Privatbehandlung und ggf. den Rücktransport übernimmt.

Apotheken sind in Brüssel gewöhnlich an einem grünen Neonkreuz zu erkennen und in der Regel wie alle Einzelhandelsgeschäfte tagsüber von 9 bis 18 oder 18.30 Uhr geöffnet. Wie in Deutschland hängt abends und an Wochenenden an jeder Apotheke eine Liste mit dem Apothekennotdienst (Services de garde) aus. Über die nächstgelegene, nachts geöffnete Apotheke informiert die landesweite Servicenummer 0900 10500 oder die Website www.pharmacie.be.

+123 [F8] Klinik Saint-Pierre, Rue Haute 322 www.stpierre-bru.be, Tel. 02 5353111,

+124 [H5] Klinik Saint-Jean, Boulevard du Jardin Botanique 32, Tel. 02 2219111, http://clstjean.be/stjean/fr/5188-Home.html

+125 [H5] Pharmacie Botanique SPRL, Boulevard du Jardin Botanique 36, Tel. 02 2195698

µ Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Tel. 02 4791818

µ Zahnärztlicher Notdienst: Tel. 02 4261026

µ Apotheken-Notdienst: Tel. 0800 20600

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 105)

Auch in Brüssel ist man darauf eingerichtet, dass Eltern zunehmend mit ihren Kindern unterwegs sind. Das eine oder andere Museum bietet so eigene Führungen oder spezielle Veranstaltungen für Kinder an. Ein Blick auf die Websites der Kulturinstitutionen ist daher immer eine gute Idee. Wegen der Sprachhürden ist es aber fast immer notwendig, dass Erwachsene die Kinder begleiten.

m126 [K11] Musée des Enfants (Kindermuseum), Rue du Bourgmestre 15, Tel. 02 6400107, www.kindermuseum.be, Mi., Sa., So. 14.30–17 Uhr. Sieben pädagogisch wertvolle Räume in einem alten Herrenhaus in Ixelles helfen Kindern, sich die Zeit zu vertreiben: als Märchenheld oder Zauberer zum Beispiel.

ð Mini-Europe. Europa einmal anders entdecken.

`127 Océade – Aqua- und Tropical-Park, Bruparck, Tel. 02 4784320, www. oceade.be, Mi.–Fr. 10–18, Sa.–So. 10–21 Uhr, Eintritt 16 € (Kombinationspreis mit Mini-Europe möglich). Kinder unter 1,15 Meter Größe haben freien Eintritt. Fast ein Dutzend Wasserrutschen wie die längste Reifenrutschbahn Belgiens garantieren feuchtfröhliche Stunden.

`128 [B6] Kid’s Factory, Chaussée de Ninove 281, www.kidsfactory.be, Mi.–Fr. 12–19, Wochenende und Schulferien 10–19 Uhr. Eintritt 8 € (Eltern frei). Ein Spielparadies mit Hüpfburgen, Rutschbahnen und Trampolinen.

µ Im Paleo Lab des Naturwissenschaftlichen Museums ç können Kinder im großen Saurier-Saal das fossile Leben interaktiv entdecken. Ein Riesenspaß – auch für die Großen.

Notfälle (siehe Reiseführer S. 107)

Notrufnummern

µ Feuerwehr und Krankenwagen: Tel. 100

µ Polizei: Tel. 101

µ Notruf: Tel. 112

µ Gift-Notruf: Tel. 070 245245

Kartenverlust

Bei Verlust der Maestro-(EC-) oder der Kreditkarte gibt es für Kartensperrungen eine deutsche Zentralnummer (unbedingt vor der Reise klären, ob die eigene Bank diesem Notrufsystem angeschlossen ist).

In Österreich und der Schweiz gibt es keine zentrale Sperrnummer, daher sollten sich Besitzer von in diesen Ländern ausgestellten Maestro-(EC-) oder Kreditkarten vor der Abreise bei ihrem Kreditinstitut über den zuständigen Sperrnotruf informieren.

Generell sollte man sich immer die wichtigsten Daten wie Kartennummer und Ausstellungsdatum separat notieren, da diese unter Umständen abgefragt werden.

µ Deutscher Sperrnotruf: Tel. +49 116116 oder Tel. +49 3040504050

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 107)

Geschäfte haben in der Regel Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet (Kernzeit). In der Nähe des Grand’ Place und in den Marollen haben viele Läden auch sonntags geöffnet. Wer spätabends noch Getränke oder Lebensmittel sucht, muss in einen der Night Shops. Längere Öffnungszeiten haben auch die Geschäfte in den Bahnhöfen.

Die Öffnungszeiten von Banken sind Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, einige haben auch samstagmorgens geöffnet. Museen haben meist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Kernzeit), einige sind allerdings montags oder dienstags geschlossen.

Post (siehe Reiseführer S. 107)

Das Porto für Postkarten und Briefe in alle EU-Staaten kostet mit Prior-Tarif 0,90 €. Briefmarken gibt es in Souvenirläden, an Kiosken und auf Postämtern, die meist werktags von 9 bis 17 Uhr und samstags zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet sind. Die längste Öffnungszeit hat das Postamt am Gare du Midi ì, das seine Schalter werktags von 7 bis 20 Uhr und samstags von 10.30 bis 16.30 Uhr offen hält.

Radfahren (siehe Reiseführer S. 107)

Es hat sich herumgesprochen, dass man in Brüssel mit dem Fahrrad am schnellsten vorankommt, auch wenn die eine oder andere Steigung Fahrten in der Stadt zu einer schweißtreibenden Angelegenheit macht. Auch Touristen brauchen auf ein Rad nicht zu verzichten. So bietet Pro Velo moderne 6-Gang-Räder, Tandems und Elektroräder an. Im Angebot dieses Veranstalters sind auch themenbezogene Stadtrundfahrten.

Villo, ein Angebot der Großregion Brüssel, stellt an 180 Stationen im ganzen Stadtgebiet mehr als 2500 Räder zur Verfügung. Fahrräder können übrigens auch problemlos gegen Lösung eines Einzelfahrscheins in Metro und Bahnen mitgenommen werden – mit Ausnahme der werktäglichen Spitzenzeiten zwischen 7 und 9 und zwischen 16 und 18.30 Uhr.

o129 [I8] Pro Velo, Rue de Londres 15, Ixelles, Tel. 02 5028641, www.provelo.org, Mietpreis: Stunde 4 €, Tag 15 €, Wochenende 26 €. Im Angebot sind auch Tandems und Elektrofahrräder. Im Sommer gibt es zudem Mietstationen im Wald von Cambre und im Park von Woluwe.

o130 [G10] Villo, www.villo.be, immer fällige Grundgebühr für einen Tag 1,50 €, für eine Woche 7 €. Die ersten 30 Minuten Radmiete sind dann kostenfrei, die nächste halbe Stunde kostet 50 Cent, die folgende 1 €, jede weitere Stunde 4 €. Über Anmietungskonditionen und Mietstationen informiert die Website.

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 108)

Brüssel ist Belgiens Schwulen- und Lesbenhochburg und im Mai findet gewöhnlich eine große Gay-Parade statt. Hauptquartier der Schwulenszene sind die Straßen südwestlich des Grand’ Place. So findet sich in der Rue du Marché au Charbon [F6] ein Klub neben dem anderen. Vor allem am Wochenende platzen sie aus allen Nähten und schon ihre Namen – Szenelokale wie Homo Erectus oder Boysboudoir – verraten, wo es langgeht. Ausführliche Informationen finden sich auf der Webseite www.brusselsgay.be. Sie enthält neben Listen von gay-freundlichen Hotels und Restaurants auch Hinweise auf Szeneläden, -parties, Saunen und Veranstaltungen. Für Lesben gibt es zurzeit zwar keine speziellen Lokale in Brüssel, dafür aber eine eigene Party-Webseite, auf der aktuelle Termine abgefragt werden können: www.lparty.be.

:131 [F6] Le Box, Rue des Riches Claires 7, www.boxclub.be, tgl. ab 22 Uhr. Im Herzen der Stadt ist hier jede Nacht Party, Fr. und Sa. gleich auf mehreren Bühnen – meist nur für Männer.

:132 [G6] L’Homo Erectus, Rue des Pierres 57, Brüssel, www.lhomoerectus.com, tgl. ab 15 Uhr. Bar und Disco. Donnerstags Treff der Dragqueens!

:133 [F6] Le Belgica, Rue Marché au Charbon 32, Do.–Sa. 22–3, So. 20– 3 Uhr. Brüssels erste Schwulen-Adresse, gruppiert um eine 1920er-Jahre-Bar. Beliebt bei Musikern, Schauspielern und Modemachern aus aller Welt.

:134 [F6] Boys Boudoir, Rue Marché au Charbon 25, Bar: tgl. 18–5 Uhr, Restaurant: Fr.–Sa. 19–23 Uhr. Smarte Bilderbuchboys servieren die Speisen.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 108)

Brüssel ist generell eine sichere Stadt, aber vor allem die sogenannte Beschaffungskriminalität macht der Polizei immer wieder Sorge. So sollte man Parks bei Dunkelheit ebenso meiden wie das Europaviertel. Wer aber seinen Reichtum nicht demonstrativ zur Schau trägt und sich entsprechend umsichtig verhält, ist auch in Brüssel keiner größeren Gefahr ausgesetzt als in anderen Landeshauptstädten. Immer rechnen muss man mit Handtaschenräubern, die in und um die großen Bahnhöfe agieren und mit Taschendieben, die das Gedränge auf dem Grand’ Place oder manchen Märkten für ihre Taten nutzen. Auf keinen Fall sollte man irgendwelche Wertgegenstände im geparkten Fahrzeug lassen. Und vor allem nachts ist überall Vorsicht geboten, erst recht, wenn man alleine unterwegs ist.

i135 [G6] Polizeizentrale, Rue Marché au Charbon, 30, Tel. 02 2797711, 24 Stunden geöffnet. Im Falle eines Überfalls, Autoaufbruchs, Diebstahls oder anderer krimineller Delikte wendet man sich an die Polizei.

Sprache (siehe Reiseführer S. 109)

Brüssel ist offiziell zweisprachig. Straßen sind daher genau wie Speisekarten in Französisch und Flämisch ausgezeichnet. Auf den Autobahnschildern firmiert Brüssel so einmal als Bruxelles (französisch), ein andermal als Brussel (flämisch). Viele im Tourismus Beschäftigte, vom Taxifahrer bis zum Hotelportier, sprechen aber auch englisch und auch mit Deutsch kommt man in allen großen Hotels und den Tourismusbüros weiter.

Stadttouren (siehe Reiseführer S. 109)

Das Angebot organisierter Touren in Brüssel ist groß. Mehr als ein Dutzend Veranstalter und Firmen gehen, fahren oder radeln mit Ihnen durch die Stadt. So können Sie Brüssel zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Bus auf geführten Touren kennenlernen. Am einfachsten mit den Hop-on-Hop-off-Bussen, die jede Stunde vor dem Gare Central (Zentralbahnhof) mitten in der Stadt starten, am Wochenende auch häufiger. Von der Börse bis zum Atomium steuern sie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten an, die man dann allerdings auf eigene Faust erkunden muss.

Brüssel sehen, Brüssel verstehen

„Voir et dire Bruxelles“ („Brüssel sehen, Brüssel verstehen“), ist das Motto, unter dem sich die Veranstalter Arau, Arkadia, Babbelbus (Bus Bavard), La Fonderie, Itinéraires und Pro Velo (s. S. 108) zusammengeschlossen haben. Sie bieten ihren Kunden themenorientierte und individuelle Stadtführungen (Infos im Web unter www.voiredirebruxelles.be).

Auf den Spuren Kaiser Karls oder quer durchs Europaviertel begleiten einen die offiziellen Führer des Tourismusbüros (auch auf deutsch, s. S. 103). Außerdem gibt es Spezialführungen zum Jugendstil, durch Kirchen oder Ausstellungen.

µ Arau (Atelier de Recherche et d’Action Urbaines), Boulevard Adolphe Max 55, Tel. 02 2193345, www.arau.org. Die auf Architektur und Stadtentwicklung spezialisierte Agentur erläutert auf ihren Touren vor allem politische und gesellschaftliche Strukturen.

µ Arkadia.Be, Rue Royale 2–4, Tel. 02 5636153, www.asbl-arkadia.be. Mit Kunsthistorikern die Stadt erobern, individuelle Führungen vom Feinsten!

µ Bus Bavard, Rue des Thuyas, Tel. 02 6731835, www.busbavard.be. Indivi­duelle, themenorientierte Bustouren

µ La Fonderie, Rue Ransfort 27, Tel. 02 4109950, www.lafonderie.be. Maßgeschneiderte Führungen zur Wirtschafts- und Sozialentwicklung

µ Itinéraires, Rue de L’Aqueduc 171, Tel. 02 5410377, www.itineraires.be. Lernen Sie Brüssel auf den Spuren von Jacques Brel oder Victor Horta kennen.

Ungewöhnliche Touren

Mit dem Schiff ist Rivertours (www.rivertours.be) im Sommer auf Brüssels Kanälen unterwegs. Bei Pro Velo (s. S. 108) tourt man mit dem Rad durch die Stadt. In nur vier Stunden garantiert Brussels Bike Tours (www. brusselsbiketours.com) die Umrundung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten – ebenfalls per Drahtesel. Das kulinarische Brüssel können Sie mit einem Führer von Vizit (www. vizit.be) durchstreifen. Ihr Credo: „Wir naschen während des Spaziergangs nach Herzenslust von lokalen Spezialitäten.“ Anekdoten und Legenden erzählen die Guides der Firma Korei (www.korei.be), unter anderem auch die Geschichte der Prostitution in der Stadt, der eine eigene Themenwanderung gewidmet ist. Ganz individuell zeigen ihnen engagierte Europäer auf einem Rundgang ihre Stadt, auch eine Handvoll Deutsche, die so für Brüssel werben wollen – mehr unter www.brusselstofpeople.eu. Für kopfhörergewohnte Zeitgenossen empfiehlt sich D*Tours (www.d-tours.org), deren ungewöhnliche Stadtrundgänge man auch von der Website des Tourismusbüros als Podcast herunterladen kann. Auf alle Fälle sollte man aber vorher klären, in welcher Sprache die Tour ist.

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 111)

Telefonieren ist in Brüssel kein Problem, auch wenn öffentliche Telefonzellen immer weniger werden. Sie funktionieren meist nur noch mit einer sogenannten Telecard, die es in Postämtern, Zeitungskiosken, Bahnhofsschaltern oder sogenannten Belgacom-Shops zu Preisen zwischen 5 und 25 € gibt.

Mobiltelefone funktionieren fast immer. Wenn Sie wollen, können Sie vor Ort auch ein preiswertes Handy samt SIM-Karte erwerben, das Ferngespräche u. U. preiswerter macht.

Die Ortsnetzvorwahl von Brüssel lautet 02. Bei Anrufen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entfällt die 0 allerdings, sodass man nach Brüssel immer 00322 wählt und anschließend die lokale Rufnummer. Bei Ortsgesprächen muss man die Null der Ortsnetzkennzahl (02) immer mitwählen. Die internationale Auskunft ist unter Tel. 1304 zu erreichen.

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 111)

Hotels in Brüssel sind meist teuer, zumindest die Woche über, wenn die knapp 20.000 Betten vor allem Politbedienstete und Geschäftsreisende nutzen. Am Wochenende, in den Ferienmonaten Juli und August und an vielen Feiertagen aber ist es umgekehrt und die Hoteliers locken mit kräftigen Rabatten von teilweise mehr als 50 Prozent. Dann werden auch Luxusquartiere erschwinglich und man kann für unter 100 € Zimmer beziehen, die zu Spitzenzeiten 200 oder gar 300 € kosten. Wer Brüssel über ein verlängertes Wochenende besucht, sollte deshalb immer die Sonderangebote der großen Luxushotels nutzen, die – betrachtet man das Preis-Leistungs-Verhältnis – fast immer interessanter sind als Angebote von 2- oder 3-Sterne-Herbergen. Inzwischen machen viele Hotels ihren Umsatz über das Frühstück, das ein Doppelzimmer schnell 30 oder 40 € teurer machen kann. Deshalb sollten Sie die Preise immer genau vergleichen. Immer mehr Gäste logieren so heute in edlen Herbergen, frühstücken aber nach Lust und Laune im Café um die Ecke – auch oft zu Zeiten, wenn die Frühstücksbüfetts in den Hotels längst abgeräumt sind.

Im Übrigen öffnen in der Stadt immer mehr Bed and Breakfasts, die in der Regel privat geführt werden (Infos unter www.bnb-brussels.be). Auch einfache Zimmer werden immer häufiger tages-, wochen- oder monatsweise vermietet. Rund 500 möblierte Studios und Apartments managt das Internetportal www.homeinbrussels.be, das vor allem im Europaviertel und in den gehobenen Wohnquartieren von Ixelles, Etterbeek oder Woluwe-Saint-Pierre Zimmer im Angebot hat.

Alle Hotels sind von den Tourismusbehörden klassifiziert. In der Regel findet sich am Hoteleingang ein blaues Schild mit Sternen, deren Zahl Aufschluss über die Qualifizierung gibt. Dem Gütesiegel zugrunde liegen Fragebögen, in denen Ausstattung und Komfort der Herbergen markiert werden müssen. Die Sterne aber sagen wenig über die Preisgestaltung aus. Wie bereits gesagt, kann am Wochenende ein 3-Sterne-Hotel teurer als ein 5-Sterne-Palast sein. Hinzu kommt, dass die Sterne nur die Grundausstattung bewerten. Ein 24-Stunden-Service an der Rezeption oder ein Schwimmbad fällt dabei stärker ins Gewicht als die individuelle Ausstattung der Zimmer oder gar die Qualität des Services. So kann es sein, dass Sie sich in einem familiär geführten 3-Sterne-Hotel weitaus wohler fühlen als in einem höher bewerteten Haus. Deshalb ist es ratsam, hin und wieder auch in einem der zahlreichen Bewertungsportale im Internet nachzuschauen, wo Reisende ihre individuellen Erfahrungen weitergeben.

Das Verkehrsamt der Stadt gibt jährlich ein aktualisiertes Hotelverzeichnis heraus, das einem die Qual der Wahl bei der Suche nach einer passenden Unterkunft erleichtert. Ein Hotelverzeichnis findet sich auch auf der Website www.belgien-tourismus.de. Hotelbuchungen können direkt über www.brusselsinternational.be, dem offiziellen Internetportal des Touristenbüros (s. S. 103), vorgenommen werden.

Unterkunftsempfehlungen

Hotels

h137 [H4] Crowne Plaza Brussels – Le Palace €€€–€€€€, Rue Gineste 3, www.crowneplazabrussels.be, Tel. 02 2036200. Komfortables Haus mit großer Geschichte in der Nähe des Nordbahnhofs. Gina Lolobrigida war hier ebenso Gast wie Brigitte Bardot. WLAN-Hotspot

h138 [I4] Hotel Bloom! €€€, Rue Royale 250, www.hotelbloom.com, Tel. 02 2206611. Geräumiges Boutiquehotel mit über 300 individuell gestylten, hellen Zimmern neben dem Botanischen Garten. Sehr gutes Preis-Leistungs- Verhältnis, WLAN-Hotspot

h139 [D10] Hotel de Fierlant €€, Rue de Fierlant 67, www.hoteldefierlant.be, Tel. 02 5386070. Ganz in beige und schokofarben präsentieren sich je 20 neu renovierte Raucher- und Nichtraucherzimmer. Das Hotel liegt in ruhiger Umgebung im Stadtteil Forest. WLAN-Hotspot

h140 [G6] Le Meridien €€€€–€€€€€, Carre­four de l’Europe 3, Tel. 02 5844211, www.starwoodhotels.com. 224 elegante Zimmer gegenüber dem Hauptbahnhof. Vor allem Staatsgäste fühlen sich in dem 5-Sterne-Haus wohl. 38 Fernsehkanäle, WLAN-Hotspot

h141 [F6] Marriott Hotel €€€€€, Rue Auguste Orts 3–7, Tel. 02 5169090, www.marriott.com. 5-Sterne-Hotel in Bestlage gegenüber der Börse mit dem Ausgeh- und Einkaufsviertel vor der Haustür. Gediegene Zimmer und reichhaltiges Frühstücksbuffett, WLAN-Hotspot

h142 [J8] Radisson Blu EU-Hotel €€€, Rue d’Idalie 35, Tel. 02 626811, www.radissonblu.com/euhotel-brussels. 149 vom italienischen Stardesigner Matteo Thun entworfene Zimmer im Europaviertel, interessante Wochenendpakete mit Metropass und Museumseintritt, WLAN-Hotspot

h143 [G6] Radisson Blu Royal €€€, Rue du Fossé-aux-Loups 47, Tel. 02 2273131, www.radissonblu.com/ royalhotel-brussels. 281 Zimmer im Herzen der Stadt, die sich um einen architektonisch einmaligen Innenhof fügen. Internationale Atmosphäre und sehr gutes Frühstücksbüfett mit großer Auswahl. WLAN-Hotspot

h145 [G6] The Dominican €€€€€, Rue Léopold 9, Tel. 02 2030808, www.thedominican.be. Schick gestyltes Design­hotel gegenüber der Oper. Feinste Eleganz und perfekter Service, Restaurant, Bar, Sauna und Fitnessräume im Haus, WLAN-Hotspot

Jugendherberge

j146 [I5] Auberge de Jeunesse Jaques Brel €, Rue de la Sablonnière 30, Tel. 02 2180187, www.gitesdetape.be. Eine gute Viertelstunde Fußmarsch vom Grand’ Place entfernt. Zur Herberge mit 173 Betten gehört eine Bar, in der auch kleine Gerichte serviert werden. Doppelzimmer ab 48 €. WLAN-Hotspot

j147 [I5] Centre Vincent van Gogh (CHAB) €, Rue Traversière 8, Tel. 02 2170158, www.chab.be. Eine nette Herberge in der Nähe des Botanischen Gartens mit Zimmern für zwei bis zehn Personen. Preis pro Person ab 13 €. WLAN-Hotspot

j148 [G7] Jugendherberge Brueghel €, Rue du Saint-Esprit 2, Tel. 02 5110436 www.vjh.be. Jugendherberge in der Stadtmitte mit 135 Betten in 48 Zimmern. Rollstuhltauglich und mit Fahrradparkplatz. Preis pro Person ab 18,60 €

j149 [H5] Sleep Well – Espace du Maris €, Rue du Damier 23, Tel. 02 2185050, www.sleepwell.be. Behindertengerechtes Jugendhaus in der Stadtmitte. 240 Betten in Einzel- bis 8-Bett-Zimmern. Preis pro Person ab 15 €. WLAN-Hotspot

Camping

Brüssel kennt keine Campingplätze wie andere Großstädte. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, muss weit außerhalb der Stadt Station machen. Für Zelter bietet sich im Juli und August folgender Platz:

z150 [J8] A Ciel Ouvert, Chaussée de Wavre 205, Tel. 02 6407967, 6 € pro Zelt

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 115)

µ Manchmal entpuppen sich Straßenmarkierungen als Stolperfallen!

µ An allen öffentlich zugänglichen Orten wie Bahnhöfen, Postämtern, Bussen, Bahnen und Taxen gilt absolutes Rauchverbot. Wer dagegen verstößt, zahlt Bußgeld. Seit 2007 herrscht auch in Restaurants Rauchverbot. Das gilt allerdings nicht in Cafés und Lokalen, die vorwiegend Getränke ausschenken.

µ Essens- und Getränkerechnungen werden traditionell immer nur pro Tisch bezahlt. Es sollte also immer einer aus der Runde in Vorlage treten. Allerdings sind es viele Kellner in Brüssel inzwischen auch gewohnt, die Rechnungssumme individuell aufzuteilen, was Sie aber mit einem extra Trinkgeld belohnen sollten.

µ Drogen sind in Belgien verboten. Gelegentlich gibt es auch Razzien.

µ Taxifahrer erwarten kein großes Trinkgeld, freuen sich aber, wenn man den Endpreis auf einen vollen Eurobetrag aufrundet. In Restaurants, Kneipen und Cafés ist bereits ein Bedienungszuschlag von 16 Prozent im Preis inbegriffen. Trotzdem kann man, wenn man mit dem Service besonders zufrieden war, noch etwas dazugeben. Platzanweiser in Kinos und Theatern erwarten 1 €, Gepäckträger an Brüssels Bahnhöfen 5 € pro Gepäckstück. 1 € für den Türsteher beim Verlassen einer Diskothek oder eines Klubs erleichtern beim nächsten Mal den Eintritt. In öffentlichen Toiletten ist der Preis meist angeschlagen, wenn nicht, gibt man 50 Cent. Und auch Dienstboten und Zimmermädchen in den Hotels freuen sich, wenn man ihre Arbeit mit einem Trinkgeld würdigt.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 116)

Metro

Metrostationen kennzeichnen ein Schild mit einem großen weißen M auf blauem Hintergrund. Die Metro ist das schnellste Verkehrsmittel der Stadt. Insgesamt gibt es 6 Linien (4 Metro- und 2 sogenannte Premetrostrecken) mit fast 70 Stationen. Im April 2009 wurde der U-Bahn-Verkehr neu geordnet und um eine schnelle Verbindung vom Südbahnhof zum Messegelände ergänzt.

Die Stationen Porte de Namur, Rogier, Midi, Roodebeek, De Brouckere und Gare de L’Ouest unterhalten eigene Informations- und Verkaufsbüros, die tagsüber und teilweise auch samstags geöffnet sind. Die übrigen Stationen sind mit Fahrkartenautomaten ausgestattet. Die Zielstationen der Bahnen signalisieren wie auch bei Bus und Tram Leuchtschriften an der Stirnseite.

Bus und Straßenbahn

Rot-weiße Schilder markieren die Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen. Wie die Metro verkehren auch sie gewöhnlich zwischen 6 und 24 Uhr. Freitagabends und am Wochenende gibt es zudem bis 3 Uhr zahlreiche Nachtverbindungen (Noctis). Die entsprechenden Haltestellen sind mit einem „N“ gekennzeichnet.

Straßenbahnen und Busse im Stadtverkehr tragen zweistellige Liniennummern, Busse, die das Umland bedienen, dreistellige. Einen entsprechenden Routenplaner für den öffentlichen Nahverkehr gibt es im Internet unter www.st.be.

Wer in Bus oder Tram einsteigen willl, muss dies dem Fahrer per Handzeichen ankündigen. Beim Aussteigen ist eine Klingel zu drücken, die dem Fahrer signalisiert, dass man das Fahrzeug verlassen möchte. Wenn Tram oder Bus halten, ist die Türtaste zu drücken. Achten Sie dabei aber genau darauf, dass Sie nicht versehentlich die Notruftaste betätigen, die fast identisch aussieht. Wenn man keinen Fahrschein hat, muss man immer vorne einsteigen, mit gültigem Ticket kann man auch die anderen Türen benutzen. Im Allgemeinen erwarten die Fahrer, die nur Einzeltickets verkaufen, das man das Fahrgeld abgezählt bereithält.

Es gibt keine Preisstufen oder Zonen. Mit jedem Ticket kann man in Groß-Brüssel jedes Verkehrsmittel nutzen: also Metro, Straßenbahn und Bus. Bei jedem Ein- oder Umsteigen muss das Einzelticket, das eine Stunde gültig ist, neu abgestempelt werden. Das gilt übrigens auch für Tages- und Mehrtageskarten. Einzeltickets, die man beim Fahrer kauft, sind immer um ein paar Cent teurer als Karten aus den Automaten. Am besten fährt man mit dem Kauf einer Fünfer- oder Zehnerkarte oder mit einer Tageskarte, die man sich vor Fahrtantritt an einem Fahrkartenautomaten oder bei einer Vorverkaufsstelle (Kiosk, Zeitungsladen etc.) besorgen sollte. Der Preis für eine Einzelfahrt liegt bei 1,70 €, eine innerhalb von 24 Stunden genutzte Hin- und Rückfahrkarte schlägt mit 3,30 € zu Buche. Eine Zehnerkarte, die für alle Strecken außer der zum Flughafen gültig ist, kostet 12,30 €. Eine Tageskarte kostet 4,50 € pro Person, ist bis 24 Uhr gültig und kann an dem Tag so oft wie gewünscht eingesetzt werden. Für das entsprechende 3-Tages-Ticket sind 9,50 € zu zahlen.

Übrigens: Auch Busse sind nicht vor Staus gefeit. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h gehören sie zu den langsamsten Verkehrsmitteln in der Stadt. Schneller sind die knapp zwei Dutzend Tramlinien, die gewöhnlich alle 10 Minuten verkehren. Ein knappes Zehntel ihres Schienennetzes verläuft unterirdisch, weshalb viele Straßenbahnen auch Premetro genannt werden.

µ Infobüro der Societé des Transports Intercommunaux bruxellois (STIB): Rue Royale 76, Tel. 070 232000, www.stib.be, Mo.–Fr. 8–19, Sa. 8–17 Uhr

Taxi

Taxen können jederzeit auf der Straße angehalten, telefonisch gerufen oder an einem der zahlreichen Taxistände aufgesucht werden. Sie finden sich in der Innenstadt vor allem vor den großen Bahnhöfen oder der Börse Î. Jedes Fahrzeug hat einen Taxameter, der immer den aktuellen Fahrpreis anzeigt. Der Grundpreis beträgt tagsüber 2,40 €, nachts (22–6 Uhr) 4,40 €. Dazu kommen Kilome­tergelder zwischen 1,35 und 2,70 €, je nachdem, wann und wohin die Fahrt geht. Wartezeiten werden mit 25 € pro Stunde berechnet. Manche Unternehmen bieten einen Sondertarif zum Flughafen.

Die wichtigsten Taxirufnummern:

µ Autolux: Tel. 02 4111221

µ Taxis Bleus: Tel. 02 2680000

µ Taxis Oranges: Tel. 02 3494343

µ Taxis Verts: Tel. 02 3494949

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 118)

Brüssel ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt knapp 20 Grad, die im Winter rund 5 Grad. Auf alle Fälle gehört Regenkleidung ins Reisegepäck, weisen die Klimadaten doch das ganze Jahr über Niederschläge aus. November bis Januar regnet es statistisch am häufigsten, am wenigsten im September. Schnee und Dauerfrost sind selten, in langjährigen Aufzeichnungen sind sie meist nur in Januar- und Februarnächten ausgewiesen. Aktuelle Wetterinformationen finden sich im Internet unter www.meteo.be.

Vorseite: Pflichtprogramm beim Brüsselbesuch – das Atomium ï

046br Abb.: gs

Um Strafzettel zu vermeiden, immer ein Parkticket lösen!

Praktische Reisetipps

Barrierefreies Reisen, Diplomatische Vertretungen

EXTRATIPP

Museumstipps für Menschen mit Handicap

Für Sehbehinderte besonders geeignet ist das „Blindenmuseum“ im Königlichen Museum für Kunst und Geschichte ä, das mit einem eigenen Angebot Kunst durch Anfassen möglich macht.

Um Hörgeschädigte bemüht sich das Musikinstrumentenmuseum Ø, wo an einem interaktiven Ort namens „Garten des Orpheus“ die Möglichkeit besteht, die Schwingungen der Instrumente besonders zu spüren.

µ Mit der Brussels Card kann man nicht nur kostenlos Bus und Straßenbahn fahren, sondern auch rund 30 der schönsten Brüsseler Museen besuchen. Sie ist 72, 48 oder 24 Stunden gültig, kostet jeweils 33 €, 28 € oder 20 € und besteht aus einer Chipkarte, einem Fahrschein für öffentliche Verkehrsmittel und einem illustrierten Stadtführer. Außerdem erhält man bei zahlreichen touristischen Attraktionen, kulturellen Einrichtungen, Geschäften, Restaurants und Bars bis zu 25 % Ermäßigung. Erhältlich ist die Karte in einigen Hotels und Metro­stationen und im Tourismusbüro (s. S. 103) auf dem Grand’ Place. Bestellungen sind auch per Internet unter www.brusselscard.be möglich.

µ Im Juli und August fallen mangels Geschäftsreisender die Übernachtungspreise in den 5-Sterne-Herbergen. Dann sind Doppelzimmer unter Umständen schon für weit unter 100 € pro Nacht im Angebot. Man sollte deshalb immer auf Sonderangebote achten!

µ Viele Museen bieten am ersten Mittwoch im Monat ab 13 Uhr kostenlosen Eintritt. Ein Angebot, das man nutzen sollte!

µ Restaurantbesucher essen mittags meist billiger als abends. Um ihre Betriebe besser auszulasten, bieten viele Gastronomen, auch Sterneköche wie Bruneau, einen speziellen Mittags­lunch: ein meist dreigängiges Mahl, dessen Preis oft deutlich unter dem der abendlichen Menüs liegt. Außerdem gibt es einen sogenannten Resto­pass, der in 35 Restaurants Preisnachlässe von 30 % auf Speisen gewährt (www.restopass.com).

Brüssel preiswert

047br Abb.: gs

Anlaufstelle für alle touristischen Fragen: der Bruxelles Info Place in der Rue Royale

µ Mathias Döpfner, Brüssel – Das Insider-Lexikon, München 1993. Alphabetisch geordnete Betrachtungen des ehemaligen FAZ-Korrespondenten.

µ Katja Ridderbusch, Der Tross von Brüssel, Wien 2006. Die ehemalige WELT-Korrespondentin serviert Geschichten aus der Hauptstadt. Für alle, die mehr über die EU und die dort Beschäftigten wissen wollen.

µ Rita Henss, Pralinen, Bier und Alte Meister. Spitzen aus Flandern, Wien 2008. Eine kulturhistorische Reise durch Flandern mit Abstechern nach Brüssel.

µ Georges Simenon, Der Verdächtige, Zürich 1991. Brüsselkrimi mit Kommissar Maigret, Schauplatz ist der Stadtteil Schaerbeek.

µ John Vermeulen, Die Elster auf dem Galgen, Zürich 1995. Spannender Mittelalterroman um den Maler Pieter Brueghel d. Ä, der lange in Brüssel lebte.

µ Steffen Dagger/Michael Kambeck, Politikberatung und Lobby­ing in Brüssel, Wiesbaden 2007. Kenner blicken hinter die Kulissen der Lobbyarbeit in Europas Hauptstadt.

Meine Literaturtipps

Praktische Reisetipps

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 105), Mit Kindern unterwegs

048br Abb.: gs

EXTRATIPP

Skaten für alle

Brüssels Skaterparadies liegt am Place des Ursulines gegenüber der Kirche Notre Dame de la Cha­pelle Þ. Allein das Zuschauen in der von Graffiti überzogenen Skateboardlandschaft macht Laune, wenn die Youngsters unter den Augen der Älteren mit ihren Brettern durch die Lüfte fliegen. Im Frühjahr und Herbst gibt es Kurse, zu denen die Ausrüstung bis hin zu den Knieschützern gestellt wird.

µ www.brusk.be

Das Paleo Lab im Naturwissenschaftlichen Museum – ein Paradies für Kinder

Praktische Reisetipps

Notfälle (siehe Reiseführer S. 107), Öffnungszeiten, Post, Radfahren

Polizistin bei ihrem Rundgang am Grand’ Place

049br Abb.: gs

Praktische Reisetipps

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 108), Stadttouren

EXTRATIPP

Segwaytours

Tausende haben sie schon hinter sich: die Segwaytour, Brüssels jüngste Art, die Stadt kennenzulernen. Mit mobilen Zweirädern, die im Stehen gefahren werden, geht es nach einer 15-minütigen Einführung in den Fahrbetrieb dreimal täglich auf eine 90-minütige Tour durch die Stadt. Von Mai bis September starten die Rundfahrten mittwochs bis sonntags um 11, 14 und 16 Uhr auf dem Grand’ Place. Mindestalter für die Tour ist 16 Jahre, Mindestgewicht 40 kg.

µ Segwaytour, Rue Gachard 88, Tel. 470526456, www.belgium-segwaytour.be, Preis: 35 €, Onlinebuchung möglich

055br Abb.: gs

Große Stadtpläne, meist in der Nähe der Metro aufgestellt, erleichtern die Orientierung

µ Belgien: Tel. +32

µ Deutschland: Tel. +49

µ Österreich: Tel. +43

µ Schweiz: Tel. +41

Internationale Vorwahlen

Praktische Reisetipps

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 111), Unterkunft

Preis für ein Doppelzimmer ohne Frühstück.

€ ab 20 €

€€ ab 50 €

€€€ ab 70 €

€€€€ ab 90 €

€€€€€ ab 110 €

Preiskategorien

Das Marriott Hotel – 5-Sterne-Haus in Bestlage

051br Abb.: gs

EXTRATIPP

Designhotel mit Schnäppchenangeboten

Das kleine Boutiquehotel Be Manos un­weit des neuen Südbahnhofs ist einer der jüngsten Sterne am Brüsseler Hotelhimmel und besticht durch einen individuellen Stil. Funktionalität, zu der auch der kostenlose WLAN-Zugang zählt, wird großgeschrieben. Schwarz und weiß sind die dominierenden Farben in den 60 Zimmern und man spürt die Handschrift renommierter Innenarchitekten. An warmen Tagen und heißen Sommerabenden lockt die Freiluftbar Black Lounge im dritten Stock mit bequemen Korbsesseln, ansonsten gibt es ein Restaurant, eine Sauna und ein Hammam im Haus. Promi­nente und Geschäftsleute steigen hier gern ab, aber auch ganz einfach Reisende, für die im 5-Sterne-Hotel oft Übernachtungsschnäppchen im Angebot sind. So fallen am Wochenende die Zimmerpreise von fast 400 € um über 60 %.

h136 [E7] Be Manos €€€€€, Square de l’Aviation 23–27, Tel. 02 5206565, www.bemanos.com

056br Abb.: gs

Schwarz und Weiß sind die dominierenden Farben im Boutiquehotel Be Manos

054br Abb.: gs

Der architektonisch interessante Innenhof des Hotels Radisson Blu Royal

EXTRATIPP

Sweet Brussels B&B

Ì144 [F7] Sweet Brussels b&b €€€, Avenue de Stalingrad 78, www.sweetbrussels.be, Tel. 486259137. Ein Brüsseler Fernsehregisseur und seine Frau haben in einem sanierten Altbau unweit des Südbahnhofs ihre Träume verwirklicht und ein paar schöne Zimmer geschaffen – einfach und schick mit großem Flachbildfernseher über dem stillgelegten Kamin. Das Frühstück serviert die Hausherrin im lichten Frühstücksraum, wo auch DVDs zum Leihen stehen, dazu Dutzende von Kunstbänden. International ist das Publikum, das sich in dem Haus in der Avenue de Stalingrad sichtlich wohl fühlt. Vor allem junge und kunstsinnige Menschen gehören inzwischen zum Stammpublikum. WLAN-Hotspot

Kunstbühne Metro: In den meisten Stationen finden sich interessante Wandmalereien

Auch Busse und Straßenbahnen sind vor Staus nicht gefeit

053br Abb.: gs

052br Abb.: gs

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