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Individualreisende finden zu fast allen wichtigen Zielen ein Handbuch von Reise Know-How. Gut so, denn damit sind sie bestens bedient. FOCUS Online
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Autor: Ferner, ManfredDieser kompakte Reiseführer aus der Reihe CityTrip von Reise Know-How bietet seinen Lesern viel mehr als nur die üblichen historischen Höhepunkte eines Stadtrundgangs durch Istanbul. Zahlreiche praktische Tipps und aktuell vor Ort recherchierte Empfehlungen unterstützen schon bei der Urlaubsplanung, Anreise und Auswahl der zum Reisebudget passenden Unterkunft.
Der übersichtlich gegliederte Stadtführer enthält nützliche Informationen auch zu weniger bekannten Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken, Einkaufen, Nachtleben, öffentlichen Verkehrsmitteln, Ausflügen über den Bosporus u.v.m. Ein GPS-genauer Stadtplan (Faltplan zum Herausnehmen), durch das clevere Nummernsystem eng mit dem Text verzahnt, sowie praktische Übersichtskarten erleichtern die Orientierung in der größten Stadt der Türkei. Istanbul ist eine brodelnde und widersprüchliche Schnittstelle zwischen Orient und Europa, deren Bann sich kein Besucher entziehen kann.
Aus dem Inhalt von CityTrip Istanbul:
• Die größten Sehenswürdigkeiten der Stadt: vom Sultanspalast bis zur byzantinischen Chora-Kirche.
• Kulinarische Adressen auf zwei Kontinenten.
• Tipps zum Nightlife: die besten Musiktempel und Bars der Stadt.
• Die schönsten Bäder der Sultane.
• Einkaufstempel von Jeans bis Accessoires und Antiquitäten.
• Tipps für Schiffsausflüge über den Bosporus und zu den Prinzeninseln.
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Öffentl. Nahverkehr von Leserin (September 2011)
Ich bin nun nach einem dreimonatigem Istanbul Aufenthalt zurückgekehrt und kann ihnen sagen, dass ihr Reise-Know-How Istanbulführer mein tagtäglicher Begleiter war. Erlauben sie mir allerdings ein paar Anmerkungen bzgl. Veränderungen in ihrem Führer zu geben:
Transportmittel:
Sie schreiben, dass eine Fahrt mit dem Tünel (Seite 126) ca. 80 Cent kostet, diese ist nun schon etwas teuer, kostet ca. 1 Euro (2.75 Lira).
Die Plastikmünze für die Metro (Seite 125) ist nun nicht mehr rot sondern gelb. Im Absatz Dolmus auf Seite 128 würde ich des Weiteren anführen, dass dieser im Citycenter eher unpraktisch ist und sich erst gut bewährt, wenn man Stadtteile besucht die etwas außerhalb liegen (wie beispielsweise Sariyer etc.).
Ich hoffe meine Anmerkungen sind hilfreich, bedanke mich für den ansonsten grandiosen Reiseführer.
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aus der Luftperspektive
Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.
Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.| Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden: |
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Praktische Reisetipps
Nonstop-Verbindungen nach Istanbul bestehen von allen größeren Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Lufthansa, Turkish Airlines, Swiss und Austrian Airlines. Von Frankfurt/Main fliegt man knapp 3 Stunden.
Ein Economy-Ticket von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Istanbul bekommt man je nach Jahreszeit und Aufenthaltsdauer ab knapp über 100 € (hin und zurück inkl. aller Steuern, Gebühren und Entgelte). Am teuersten ist es in der Hauptsaison im Juli und August, in der die Flugpreise auf über 400 € steigen können.
Kinder unter zwei Jahren fliegen ohne Sitzplatzanspruch für 10 % des Erwachsenenpreises, ansonsten werden für ältere Kinder die regulären Preise je nach Airline um 25–50 % ermäßigt. Ab dem zwölften Lebensjahr gilt der Erwachsenentarif.
Preiswerter geht es mit etwas Glück, wenn man bei einer Billigfluggesellschaft sehr früh online bucht. Es werden keine Tickets ausgestellt, sondern man bekommt nur eine Buchungsnummer per E-Mail. Zur Bezahlung wird in der Regel eine Kreditkarte verlangt. Verpflegung wird extra berechnet. Für Istanbul interessant sind folgende Airlines, die den Flughafen Sabiha Gökçen auf der asiatischen Seite anfliegen:
µ easyJet, www.easyjet.com, ab Basel-Mühlhausen-Freiburg
µ Germanwings, www.germanwings.com, ab Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn und Stuttgart nonstop, ab vielen anderen deutschen Flughäfen sowie ab Zürich und Wien über Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn oder Stuttgart
µ Sunexpress, www.sunexpress.com, nach Istanbul von mehreren deutschen Flughäfen
Die meisten internationalen Flüge kommen immer noch auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk (Atatürk Havaliman?) an, der knapp 20 km westlich des Zentrums bei Ye?ilköy auf der europäischen Seite liegt.
µ Tel. 0212 6636400, www.ataturkairport.com
Wer in unmittelbarer Nähe der großen Sehenswürdigkeiten in Sultanahmet Unterkunft finden will, kann vom Airport mit der Metro bis zur Endstation Aksaray fahren, um dort auf die Straßenbahn (Tramvay) umzusteigen. (Man hält sich am Ausgang der Metro in Aksaray rechts und folgt dem Schild „Tramvay“, der Name der Haltestelle ist „Yussuf Pa?a“.) Die Tramvay Richtung Kabata? hält in Sultanahmet. Da man sowohl für die Metro als auch für die Tramvay einen Jeton braucht (s. S. 126), sollte man am Metrofahrkartenschalter des Flughafens direkt zwei kaufen (pro Jeton ca. 60 Cent, der genaue Preis in türkischer Lira hängt am Fahrkartenschalter aus). Die Metro verkehrt von 6 bis 24 Uhr.
Wer es vorzieht, im westlichen Vergnügungsviertel von Beyo?lu (Taksim) zu nächtigen, kann für ca. 7 € den Hava?-Bus nehmen, der direkt vor der Ankunftshalle des Flughafens zum Taksim-Platz fährt (halbstündlich von 5 bis 23 Uhr). Oder man verfährt wie oben, nimmt aber die Tramvay bis zur Endhaltestelle Kabata?, um von dort mit der neuen unterirdischen Zahnradbahn (Füniküler) Taksim zu erreichen.
Das Taxi nach Sultanahmet/Sirkeci kostet ca. 15 €, nach Beyo?lu/Taksim knapp 20 €.
Der zweite internationale Flughafen, Sabiha Gökçen, liegt bei Kurtköy im asiatischen Teil (ca. 30 km östlich des Zentrums). Angeflogen wird der privat geführte Flughafen u. a. von den Billigfliegern Germanwings und Sunexpress. Die Flüge beider Airlines erreichen Istanbul in der Regel nachts bzw. gehen frühmorgens wieder zurück.
µ Tel. 0216 5855000, www.sgairport.com
Auch in Sabiha Gökçen gibt es Hava?-Busse, die den nachts ankommenden Fluggast zum Taksim-Platz bringen (ca. 7 €, Fahrzeit ca. 45 Min., zwischen 4 und 20 Uhr in beide Richtungen zu jeder vollen Stunde).
Die mit Abstand billigste Alternative ist aber die reguläre Verbindung mit den I.E.T.T.-Stadtbussen (Linie E 10) vom Flughafen Sabiha Gökçen nach Kad?köy (ca. 2 €). Der Bus fährt tagsüber häufig (mindestens jede halbe Stunde), nachts – und dies ist für die meisten Flugreisenden wichtiger – zurzeit folgendermaßen:
µ Von Sabiha Gökçen nach Kad?köy ab 21 Uhr stündlich bis 2 Uhr, danach noch um 2.30, 3 und 3.30 Uhr, um 5 Uhr startet dann der erste Bus am Morgen.
µ Von Kad?köy zum Flughafen von 21 bis 1 Uhr stündlich, danach noch um 1.45 und 2.45 Uhr, der erste Bus am Morgen fährt dann um 4 Uhr.
Der Bus braucht 45 bis 60 Min. pro Strecke (je nach Verkehr, nachts also schneller). Die Abfahrtsstelle in Kad?köy – bei Rückfahrt zum Flughafen – ist am Busbahnhof direkt beim Hafen. Von Kad?köy gelangt man dann per Boot (verkehrt erst ab 6 Uhr morgens!) oder Dolmu? (fährt rund um die Uhr nach Taksim) günstig und schnell auf die europäische Seite (siehe „Verkehrsmittel“).
Wer mit dem Taxi von Sabiha Gökçen in die Innenstadt fährt, muss nachts mit mindestens 40 € rechnen.
Die Hava?-Busse zu den Flughäfen Atatürk und Sabiha Gökçen fahren nördlich des Taksim-Platzes von der Cumhuriyet Cad. 21 ab (Hava?-Büro).
Die lange und mühselige Anreise über den Balkan oder Italien erfordert viel Zeit (ca. 3 Tage) und ist zudem in aller Regel teurer als das Flugticket.
Nein, man kann nicht behaupten, dass die Stadt der sieben Hügel mit ihrem chaotischen Verkehr, ihren teilweise hohen oder extrem engen Bordsteinen und den zumeist auf „normale“ Klientel beschränkten Toiletten eine behindertengerechte Stadt sei. Nur wenige Tophotels und Museen sind auf Menschen eingestellt, die in irgendeiner Weise in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Wer dennoch – verständlicherweise – nicht auf den Besuch einer der schönsten Städte der Welt verzichten will, kann sich unter den folgenden Adressen um Unterstützung bzw. Organisationshilfe für die Reise erkundigen:
µ Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V., Altkrautheimer Str. 20, 74238 Krautheim, Tel. (Reiseabteilung) 06294 428150, Fax 06294 428159, www.bsk-ev.org/1086/sitemap
µ Grabo-Tours Reisen e.K., Rennweiler Str. 5, 66903 Ohmbach, Tel. 06386 7744, Fax 7717, www.grabo-tours.de
o107 [M6] Deutsches Konsulat (Alman Ba?konsoloslu?u), Inönü Caddesi 16–18, Gümüs, Suyu, Tel. 0212 3346100, www.istanbul.diplo.de
o108 Österreichisches Konsulat (Austria Ba?konsoloslu?u), Köyba?? Cad. 46, Yeniköy, Tel. 0212 3638410, www.bmeia.gv.at/botschaft/istanbul.html
o109 Schweizer Konsulat (Swiss Ba?konsoloslu?u), 1. Levent Plaza, A-Blok Kat 3, Büyükdere Cad. 173, Levent, Tel. 0212 2831282
Deutsche und Schweizer benötigen bei der direkten Einreise über einen Flughafen lediglich den Personalausweis. Man erhält einen losen Zettel mit dem Einreisestempel, der bei der Ausreise wieder vorgelegt werden muss. Reist man aber über Land ein (z. B. mit dem Zug oder Auto), ist ein Reisepass vonnöten (dann Stempel im Pass). Deutsche und Schweizer, die länger als drei Monate bleiben wollen, brauchen ein Visum.
Österreicher benötigen den Reisepass und ein Visum (ca. 10 €), das am Flughafen erteilt wird.
Kinder unter 16 Jahren müssen einen Lichtbildausweis (mit Foto) besitzen oder aber im Pass der Eltern eingetragen sein.
Der Verlust der Dokumente ist sofort der Polizei (Protokoll) und dem entsprechenden Konsulat zu melden.
Gegenstände und Artikel für den persönlichen Bedarf dürfen zollfrei eingeführt werden. Allerdings sollte man besonders wertvolle Gegenstände (z. B. kostbaren Schmuck, den hypermodernen Laptop usw.) bei der Einreise in den Pass eintragen lassen, um sich nicht beim Verlassen des Landes etwaigen Nachfragen und Unannehmlichkeiten gegenüber zu sehen. Ansonsten dürfen 200 Zigaretten bzw. 50 Zigarren, 200 Gramm Tabak, 5 l Spirituosen, 5 Flaschen Parfüm (jeweils 120 ml) und Geschenke bis zu einem Wert von 250 € zollfrei eingeführt werden. Streng verboten ist die Einfuhr von Waffen, Pornografie und natürlich Rauschmitteln bzw. Drogen.
Bei der Ausreise müssen für neue Teppiche die Rechnung, für alte Teppiche oder ähnlich wertvolle ältere Gegenstände Bescheinigungen einer Museumsleitung vorgelegt werden. Die Ausfuhr von anerkannten Antiquitäten ist streng untersagt und zieht empfindliche Strafen nach sich.
Die Netzspannung beträgt 220 Volt. Die Steckdosen in allen modernen oder renovierten Häusern passen zu europäischen Steckern, lediglich in alten Gebäuden ist noch manchmal ein Adapter vonnöten.
In diesem CityTrip werden die Preise in Euro angegeben. Viele Türken und touristische Einrichtungen wie z. B. Hotels rechnen nämlich ihre Preise auf der Grundlage von Euro oder Dollar aus.
Die Türkische Lira (TL) ist zurzeit in Banknoten von 200, 100, 50, 20, 10 und 5 TL im Umlauf. Münzen gibt es im Wert von 1 TL, 50, 25, 10, 5 und 1 Kuru? (100 Kuru? = 1 TL).
Wer am Flughafen ankommt, sollte nur wenig tauschen, denn die Geldwechselstuben dort nehmen ausnahmslos 4 Prozent Kommission. In den touristischen Zentren der Stadt befinden sich überall Wechselstuben (Döviz), die klar und deutlich den jeweiligen Tageskurs anzeigen und in aller Regel keine Kommission nehmen. Natürlich kann man auch bei Banken und den meisten Postämtern wechseln.
Der Geldautomat ist der ideale Ort zur Bargeldbeschaffung. Ob und wie hoch Kosten für die Barabhebung anfallen, ist abhängig von der Bank, die die Karte ausgestellt hat, und von jener, bei der die Abhebung erfolgt. Man sollte sich daher vor der Reise bei seiner Hausbank informieren.
Kreditkarten – VISA, MasterCard und American Express – werden im Allgemeinen in mittleren und größeren Hotels und Restaurants wie auch in Geschäften akzeptiert. Trotzdem sollte man sich vorher vergewissern, ob die jeweilige Lokalität eine Ausnahme darstellt, um so ggf. auf eine Barzahlung eingestellt zu sein.
In kleinen Restaurants (Lokanta), Cafés und Billigstabsteigen kann man noch gelegentlich auf die Tuvalet alla turca, die Hocktoilette bzw. das Stehklo, treffen. Sie ist prinzipiell keineswegs weniger hygienisch, aber für Europäer ungewohnt. In diese Toiletten sollte man kein Papier hineinwerfen, da sie leicht verstopfen, dafür stehen Behälter/Eimer bereit. Außerhalb der Hotels sind vor allem in billigeren Cafés und Lokantas die Toiletten meist sehr einfach – und gelegentlich auch nicht in dem Zustand, den sich ein Mitteleuropäer wünscht.
Wer übrigens einmal von einem plötzlich auftretenden Bedürfnis heimgesucht wird, sollte nach der nächsten Moschee Ausschau halten. Hier steht immer eine saubere Toilette zur Verfügung. Die Aufschrift für Frauen ist „Bayan“ oder „Kad?n“, die für Männer „Erkek“ oder „Bay“. Alternativ dazu gibt es an großen Plätzen und Straßenkreuzungen öffentliche Toiletten, die ebenfalls in aller Regel durchaus passabel sind. Alle öffentlichen Toiletten im Stadtzentrum (also auch die der Moscheen) fordern ein Entgelt von ca. 20–50 Cent, sodass man Kleingeld bereithalten sollte.
Leitungswasser sollte man nicht unbedingt trinken. Auch die Einheimischen haben immer eine Flasche Trinkwasser (Su) in der Wohnung parat.
µ In Deutschland: Informationsabteilung der Türkischen Botschaft, Rungestr. 9, 10179 Berlin, Tel. 030 2143752 oder 2143852, Fax 2143952, www.goturkey.com, und
µ Generalkonsulat der Republik Türkei, Kulturattaché, Baseler Str. 35–37, 60329 Frankfurt, Tel. 069 23308182, Fax 232751, www.reiseland-tuerkei-info.de
µ In Österreich: Informationsabteilung für Kultur und Fremdenverkehr der Botschaft der Republik Türkei, Singerstr. 2/8, 1040 Wien, Tel. 01 5122128, Fax 5138326, www.turkinfo.at
µ In der Schweiz: Kultur- und Informationsamt des Türkischen Generalkonsulats, Stockerstr. 55, 8002 Zürich, Tel. 044 2210810–12, Fax 2121749, www.tuerkei-info.ch
Die türkischen Fremdenverkehrsämter (Turizm Dan??ma) vor Ort sind mit Karten, Veranstaltungstipps und -broschüren ausgerüstet. Hervorzuheben ist besonders das stark besuchte Tourist Office in Sultanahmet, dessen kompetente und freundliche Mitarbeiter stets bemüht sind, alle nur möglichen Fragen zu beantworten (auf Englisch oder Deutsch).
In Sultanahmet:
i110 [K13] Tourist Office (Turizm Dan??ma), Divan Yolu 3 (am Sultanahmet Meydan? in einem kleinen Pavillon), tgl. 9–17 Uhr, Tel. 0212 5188754, Fax 0212 5181802
In Taksim/Beyo?lu:
i111 [L5] Tourist Office, in der Einfahrt zum Hilton Hotel, Cumhuriyet Cad. (nördlich des Taksim-Platzes Richtung Harbiye), tgl. 9–17 Uhr, Tel. 0212 2330592, Fax 0212 2456876
Am Bahnhof Sirkeci:
i112 [K11] Tourist Office, tgl. 9–17 Uhr, Tel. 0212 5115888. Seit Ausbleiben der meisten internationalen Züge eine selten besuchte, aber freundliche Touristeninformation.
Am Atatürk-Flughafen
(europäische Seite):
µ Tourist Office, in der Ankunftshalle, 24-Stunden-Service, Tel. 0212 5734136, Tel./Fax 0212 6630793
Am Flughafen Gökçen Sabiha
(asiatische Seite):
µ Tourist Office, zu Ankunftszeiten offiziell besetzt, aber in der Nacht oft vakant, Tel. (zentrale Vermittlung) 0216 5855000
Die folgenden Institute informieren nicht nur über kulturelle Veranstaltungen, sie organisieren als Kulturvermittler auch selbst Feste, Musikveranstaltungen und Lesungen mit meist deutschsprachigem Hintergrund (beide verfügen zudem über Bibliotheken).
o113 [K7] Goethe-Institut (Alman Kültür Merkezi), Yeniçar?? Cad. 52 (in Beyo?lu nahe Galatasaray Lisesi), Tel. 0212 2492009 oder 2494582, Fax 0212 2525214, www.goethe.de/om/ist
µ Österreichisches Kulturinstitut (Avusturya Kültür Merkezi), in der Österreichischen Botschaft (s. S. 110), Köyba?? Cad. 46, Tel. 0212 2237843
µ Eine ähnliche Funktion erfüllt auch die alteingesessene Alman Kitab Evi (Deutsche Buchhandlung, s. S. 21).
Für allgemeine Informationen über Istanbul stehen mehrere Internetadressen zur Verfügung.
µ Wer sich allgemein über die Türkei informieren will, kann die offizielle Website des Tourismusministeriums besuchen: www.tourismturkey.org (englisch).
µ Wer sich im Internet auf Hotelsuche begeben will, findet in diesem Reiseführer bei allen Hotels, die eine Website haben, den entsprechenden Link. Darüber hinaus kann die Internetadresse www. istanbulshotels.com besucht werden.
µ Informativ sind auch die englischsprachigen Websites www.istanbul.com bzw. www.exploreistanbul.com, die Infos über Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten usw. liefern. Vor allem letztere ist breit und aufwendig gestaltet.
µ Veranstaltungsinfos für Musik- und Theateraufführungen wie auch Festivals sind auf www.istfest.org und www.biletix.com zu finden. Der erste Link bezieht sich auf die Festivals der Stadt (s. S. 12). Die letztgenannte Site bietet die Möglichkeit, nahezu alle aktuellen Veranstaltungen im Überblick zu sehen und online zu buchen (englisch).
µ Auf www.iett.gov.tr (nur türkisch) werden Straßenbahn- und Buslinien präsentiert.
µ Für kulturelle und politische Hintergrundinformationen bietet sich das seit 2001 erscheinende Internetmagazin Istanbul Post an: www.istanbulpost.net (deutschsprachig).
µ Zu empfehlen ist auch der Besuch von www.mymerhaba.com (deutschsprachig, auf Flagge klicken), ein Internetportal für Ausländer in der Türkei, das breite Informationen über alle wichtigen Bereiche zur Verfügung stellt. Hier finden sich praktische Informationen (z. B. Arztadressen, Arbeitsvoraussetzungen) wie auch touristische Infos (Kulturkalender).
Die meisten größeren, aber auch viele mittelgroße Hotels verfügen über einen meist kostenlosen WLAN-Hotspot. Eine weltweite Online-Datenbank zu WLAN-Spots findet man auf:
µ http://v4.jiwire.com/search-hotspot-locations.htm
Zudem sind Internetcafés weitverbreitet, vor allem in den Stadtteilen Beyo?lu Ú und Sultanahmet, und relativ preisgünstig (0,5 St. ca. 0,80 €).
Die medizinische Versorgung in Istanbul ist generell zufriedenstellend, ja sogar gut. Viele Ärzte haben im Ausland studiert und können Englisch und/oder Deutsch. Da die Kosten für Zahnbehandlungen, Schönheitskliniken und z. B. Augenoperationen (Lasertechnik) viel günstiger als in Mitteleuropa sind, hat sich geradezu ein medizinischer Tourismus etabliert.
Für die touristische Durchschnittsversorgung bieten sich viele Adressen an. Das eigene Hotel kann beim Auffinden eines deutschsprachigen Arztes in der Umgebung oder der nächsten Apotheke (Eczane) helfen.
Es empfiehlt sich, ungeachtet des türkischen Versicherungsabkommens mit Deutschland, Österreich und der Schweiz, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Man tritt in Istanbul dann zwar in Vorkasse, bekommt aber gegen Vorlage der Arzt- bzw. Apothekenquittung (gut aufheben!) nach der Reise das Geld zurück.
+114 [L7] Alman Hastanesi (Deutsches Krankenhaus), S?raselviler Cad. 119, Taksim, www.almanhastanesi.com.tr, Tel. 0212 2932150. Das Krankenhaus besitzt auch eine private deutschsprachige Zahnklinik, Tel. 0212 2524300.
+115 [J9] Sen Jorj Hastanesi (Österreichisches St. Georg Krankenhaus), Bereketzade Medresesi Sok. 7, Karaköy, Tel. 0212 2432590
+116 [L7] Taksim Ilkyard?m Hastanesi (Erste-Hilfe-Krankenhaus Istanbul), S?raselviler Cad. 112, Taksim (nahe dem Deutschen Krankenhaus). Auf Notsituationen spezialisiertes türkisches Krankenhaus.
Apotheken (Eczane, Aussprache: Esa:ne) findet man fast an jeder Ecke (ca. 9 bis 18 Uhr geöffnet). Viele Medikamente, die in Europa verschreibungspflichtig sind, gehen hier ohne Rezept und billig über die Ladentheke. Jeder Wohnbezirk hat eine Bereitschaftsapotheke (an der Hotelrezeption fragen) für den Notdienst (Nöbetçi, nächste Adresse auch im Fenster der Apotheken angeschrieben).
Die Türken sind allgemein sehr kinderfreundlich – die Stadt Istanbul ist es nicht. Das schon auf erwachsene Mitteleuropäer verwirrend wirkende Verkehrschaos, dazu die wenigen Spielplätze und Parks sowie die permanente Hektik und Fülle der Straßen und Gehwege machen es Kindern nicht leicht, ihren Raum zu finden.
Sicher, da gibt es das Meer, die Schiffe und die autofreien Prinzeninseln ð. Auch im Gülhane-Park (s. S. 69) können Kinder sich richtig austoben, aber ansonsten ist die Stadt für die Kleinen eher anstrengend und wegen des Verkehrs nicht ungefährlich. Für Kleinkinder findet man keine „wickelgerechten“ Toiletten und wer einen Kinderwagen durch Istanbul schieben will – fast unvorstellbar! – braucht Nerven wie Drahtseile. Da ist das Tragen des Babys in einem Umhängetuch sicher die „leichtere“ Alternative.
Das Reiseprogramm sollte neben den oben genannten Ausflugspunkten eventuell auch noch folgende Tipps berücksichtigen:
o117 Orman-Park, Dolmu? von Taksim Richtung Sar?yer (Abfahrt Miralay ?efik Bey Sokak, dem Fahrer die Haltestelle sagen: Fatih Çocuk Orman?), www.parkorman.com.tr. Der Park im Stadtteil Maslak im Norden Istanbuls ist für Kinder besonders geeignet. Die in einem Waldgebiet liegende Freizeitanlage ist bei Familien sehr beliebt und verfügt über Spielplätze, Picknickgelegenheiten und sogar einen Swimmingpool.
µ Unter den Museen dürfte das Industriemuseum (s. S. 39) interessant sein.
Die Touristenpolizei hat ihr Hauptquartier in Sultanahmet gegenüber dem Eingang zur Yerebatan-Zisterne Í. Im Falle des Verlusts oder Diebstahls von Ausweispapieren oder Schecks ist hier für die Botschaft/Bank/Versicherung ein Polizeiprotokoll zu erstellen. Die Beamten sprechen meist entweder Englisch oder auch Deutsch.
X118 [K12] Turizm Polisi (Touristenpolizei), Yerebatan Cad. 6, Tel. 0212 5285369, rund um die Uhr geöffnet
Wird der Reisepass oder Personalausweis im Ausland gestohlen, muss man dies bei der örtlichen Polizei melden. Darüber hinaus sollte man sich an die nächste diplomatische Auslandsvertretung seines Landes wenden (s. S. 110), damit man einen Ersatzausweis zur Rückkehr ausgestellt bekommt. (Ohne kommt man nicht an Bord eines Flugzeuges!)
Bei Verlust oder Diebstahl der Kredit- oder Maestro-(EC-)Karte sollte man diese umgehend sperren lassen. Für deutsche Maestro- und Kreditkarten gibt es die einheitliche Sperrnummer 0049 116116, im Ausland zusätzlich 004930 40504050. Für Österreicher und Schweizer wird dieser Service vorerst nicht angeboten, deshalb sollten sie sich vor der Reise über die jeweiligen Sperrnummern informieren. Wichtig: Bei Maestro-(EC-)Karten muss man für die Sperrung seine Kontonummer nennen können.
Nur wenn man den Kaufbeleg mit den Seriennummern der Reiseschecks sowie den Polizeibericht vorlegen kann, wird der Geldbetrag von einer größeren Bank vor Ort binnen 24 Stunden zurückerstattet. Also muss der Verlust oder Diebstahl umgehend bei der örtlichen Polizei und auch bei American Express bzw. Travelex/Thomas Cook gemeldet werden.
Sonntags haben Behörden, Banken, Bazare und große Geschäfte wie Kaufhäuser geschlossen. Kleine Geschäfte (Bakkal) dagegen sind meist geöffnet – und zwar von frühmorgens bis spät in die Nacht. Überhaupt sind die Öffnungszeiten in der Türkei sehr variabel, viele Geschäfte haben auch sonntags geöffnet.
µ Banken und Behörden: Mo–Fr 8.30–12/13.30–17 Uhr
µ Apotheken (Eczane): Mo–Sa 9–19 Uhr
µ Geschäfte und Kaufhäuser: Mo–Sa 9.30–19 Uhr (je nach Geschäftskette manchmal auch länger)
µ Der Große Bazar wie auch der Ägyptische Bazar sind am Sonntag geschlossen, sonst von 9–19 Uhr geöffnet.
µ Für Museen und Sehenswürdigkeiten siehe die detaillierten Angaben im Kapitel „Istanbul entdecken“. Generell ist der Montag für Museen meist ein Ruhetag.
Postämter erkennt man allgemein an der gelb-schwarzen Signatur „PTT“, sie sind zahlreich vertreten. Kleinere Postämter haben in der Regel Mo–Sa 8.30–12.30 und 13.30–17 Uhr geöffnet.
Postkarten und Briefe bis 10 g nach Deutschland, in die Schweiz oder nach Österreich kosten etwa 50 Cent. Ihre Reisedauer beträgt in der Regel drei bis fünf Tage. Die wichtigsten Postämter sind:
P119 [J11] Hauptpostamt (Büyük Postane), in Sirkeci, Büyük Postane Caddesi, tägl. 8.30–17.30 Uhr
P120 [L6] Postamt Taksim, Cumhuriyet Cad. 2, Mo– Sa 8.30–12.30/13.30–17.30 Uhr
Es gibt mittlerweile eine durchaus florierende homosexuelle Infrastruktur wie z. B. die Schwulenzeitung KAOS (in den Buchhandlungen Beyo?lus, nur in Türkisch, aber mit deutscher Info-Internetseite: www.kaosgl.org) oder die Organisation Lambda, die sich um Anerkennung und internationale Vernetzung bemüht. Wer des Englischen mächtig ist, kann auf folgender Infoseite weitere Schwulen- und Lesbentipps bzw. -adressen erhalten:
Trotzdem ist für die alltägliche Praxis Folgendes wichtig: Das Ausleben homosexueller Neigungen in der Öffentlichkeit begrenzt sich auf die modernen Stadtteile (Beyo?lu) und wird meistens in einschlägigen Klubs praktiziert. Von diesen Klubs gibt es allerdings erstaunlich viele und sie genießen auch bei Heteros ein hohes Entertainment-Ansehen. Ansonsten sollte man besonders in konservativen Stadtteilen sehr zurückhaltend sein. Ein Outing ist hier völlig fehl am Platz.
:121 [L7] Bar Bahçe, So?anc? Sok. 7 (1. Stock), 21–2 Uhr, Eintritt am Wochenende 5 €. Beliebter freundlicher Klub, dessen Tanzfläche auch von Heteros geschätzt wird.
µ Lovedancepoint (s. S. 34)
:122 [K6] Shake’in, Ye?ilcam Sok. 25, tägl. 16–1 Uhr (Fr/Sa bis 2 Uhr). Beliebte Café-Bar mit angenehmer Atmosphäre nahe dem Emek-Kino.
c123 [J7] Sugar Café, Sakasalim Ç?kmaz?, Galatasaray/Beyo?lu, 11–23 Uhr. Hier kann man schon mal preisgünstig essen und auch tagsüber Gleichgesinnte treffen, bevor es dann in die oben genannten Lokalitäten auf „Nachtschicht“ geht.
Zunächst einmal etwas Erfreuliches und keineswegs Selbstverständliches: Istanbul ist eine im Vergleich zu ähnlich großen Metropolen relativ sichere Großstadt. Trotzdem sollten neben den überall üblichen Vorsichtsmaßnahmen besonders folgende Ratschläge beherzigt werden:
Wer sein Geld, Handy oder andere Wertsachen in der Umhängetasche bzw. im Rucksack aufbewahrt, sollte im Gedränge – also in Bussen, Unterführungen, auf dem Bazar – seine Tasche vor sich tragen. Wertsachen gehören nicht in das leicht zu öffnende Außenfach der Umhängetasche. Immer wieder werden auch Einheimischen die hinteren Reißverschlüsse beim Gehen geöffnet und Sachen entwendet.
Als Tourist wird man vor allem in Sultanahmet oft angesprochen. Die Gründe sind durchaus vielfältig: Die einen wollen wirklich nur die Sprachkenntnisse testen und ein wenig plaudern. Die zweite Gruppe sucht den Kontakt, um den Touristen zu einem Teppichhändler zu schleppen oder sonst irgendetwas zu verkaufen. In absoluten Einzelfällen können auch Annäherungen dubioser Natur stattfinden. Wer das Gefühl hat, dass die Person nicht „koscher“ ist, sollte Einladungen höflich, aber entschieden ablehnen.
Vorsicht beim Besuch zweifelhafter Nachtklubs! Insbesondere die „Müzikhol“ genannten Bars im Stadtteil Laleli, wo meistens osteuropäische Damen ihre Dienste tun, präsentieren schnell astronomische Rechnungen!
In Istanbul wird man immer jemanden finden, der Deutsch oder Englisch spricht. Dass einige türkische Wörter im Vokabular des Touristen anerkennend registriert werden, versteht sich von selbst (siehe „Kleine Sprachhilfe“ im Anhang).
Wer sich etwas eingehender mit dem Türkischen befassen möchte, dem sei der Sprechführer „Türkisch – Wort für Wort“ aus der Kauderwelsch-Reihe des Reise Know-How Verlags ans Herz gelegt.
Wer nur für einen Wochenendtrip an den Bosporus kommt, kann vom Sultanahmet-Platz vor der Hagia Sophia eine Tour auf dem Panoramadach des Doppeldeckerbusses machen, die die wichtigsten touristischen Stadtteile umfasst.
µ im Sommer stündlich, sonst 11/14/17 Uhr, ca. 15 €, Kinder 5–12 J. 8 €
Weitere Tourenangebote vermitteln insbesondere die Touristeninformationen (s. S. 113) und örtliche Reiseagenturen.
µ Deutschland: 0049
µ Österreich: 0043
µ Schweiz: 0041
µ Türkei: 0090
Bei internationalen Gesprächen entfällt sowohl in Europa wie auch in der Türkei die Null der Ortsvorwahl.
Die Vorwahl für das europäische Istanbul ist 0212, für den asiatischen Teil wähle man 0216. Diese Vorwahl muss auch bei Gesprächen vom europäischen in den asiatischen Teil bzw. umgekehrt gewählt werden.
Für öffentliche Telefonzellen gibt es Telefonkarten (Telefon kart?) zu 30 (1,50 €), 60 (2,50 €) und 100 (4 €) Einheiten. Am günstigsten telefoniert man natürlich nachts und am Wochenende, wo eine Karte von 100 Einheiten für ein knapp zehnminütiges Gespräch reicht (tagsüber an Werktagen ist es erheblich teurer). Die Telefonkarten können außer auf der Post auch an vielen Kiosken erworben werden.
Das Handy (türk. Cep) wird sich ohne Weiteres auf das türkische Mobilfunknetz umstellen. Wegen hoher Gebühren sollte man bei seinem Anbieter nachfragen, welcher Roamingpartner günstig ist und diesen per manueller Netzauswahl voreinstellen. Nicht zu vergessen sind die passiven Kosten, wenn man von zu Hause angerufen wird (Mailbox abstellen!). Der Anrufer zahlt nur die Gebühr ins heimische Mobilnetz, die teure Rufweiterleitung ins Ausland zahlt der Empfänger. Wesentlich preiswerter ist es, sich auf SMS zu beschränken.
In der Türkei gilt die Osteuropäische Zeit (OEZ), d. h., gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) besteht ganzjährig ein Unterschied von plus einer Stunde, da die Verschiebung von Sommer- zu Winterzeit und umgekehrt parallel zueinander verlaufen. Also Frankfurt 12 Uhr = Istanbul 13 Uhr.
Vor der Wahl des Domizils sollte man eine grundsätzliche Frage für sich geklärt haben: Nämlich wie der persönliche Schwerpunkt der Istanbul-Reise aussehen soll. Es ergeben sich hauptsächlich zwei Alternativen: Entweder man logiert im historischen Zentrum Sultanahmet, wo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie auch die Bazare praktisch vor der Hoteltür liegen, man aber abends einen relativ langen Weg zu den Hotspots des Nachtlebens hat. Oder man entscheidet sich für die nördlich des Goldenen Horns gelegene „Neustadt“ Beyo?lu Ú, das unwidersprochene Zentrum des pulsierenden Nachtlebens. Für die meisten Besucher, die zum ersten Mal nach Istanbul kommen, schlägt das Pendel verständlicherweise zugunsten Sultanahmets aus. Schließlich kommen die meisten ja nicht wegen der Bars und Discos, sondern wegen der kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten.
Alle großen und nahezu alle Mittelklassehotels bieten bei einer Buchung ab drei Tagen einen (kostenlosen) Transfer von und zum Flughafen an. Während der Hochsaison (Ferienzeiten) ist eine Reservierung zu empfehlen. Außerhalb der Saison – also besonders im Winter – sind erhebliche Preisabschläge die Regel (handeln und vergleichen).
Einige der im Folgenden aufgeführten Hotels kann man bequem und preiswert online buchen, u. a. bei:
h124 [K13] Aslan Hotel €€, Akbiyik Cad. 75, www.hotelaslanistanbul.com, Tel. 0212 5178819. Das kleine ältere Haus hieß früher Apricot Hotel, was sicherlich seinem gelben Anstrich zuzuschreiben war. Gemütliche Atmosphäre. Am besten übers Internet zu buchen (reduzierte Preise).
h125 [K13] Four Seasons Hotel €€€, Tevkifhane Sok. 1, Tel. 0212 6388200, Fax 6388210, www.fourseasons.com, ab 280 €. Stilvolles Luxushotel nahe Hagia Sophia und Hippodrom, darüber hinaus der wohl schönste „Knast“ der Welt. Die Gäste hausen nämlich in einem 1917 erbauten neoklassizistischen Gefängnis, das in den 1990er-Jahren im historischen Stil prachtvoll renoviert und umgebaut wurde.
h126 [J13] Hotel Alzer €€€, At Meydani 72, Tel. 0212 5166262, Fax 5160000, www.alzerhotel.com. Zentraler geht es nicht: Altstadthaus mit 21 Zimmern direkt am Hippodrom, von der Dachterrasse schöner Blick auf Sultan-Ahmet-Moschee und Hagia Sophia; im antikisierenden Stil eingerichtete Zimmer mit Holzdecken.
h127 [J14] Hotel Antique €, O?ul Sok. 17, Tel. 0212 5160997. Preisgünstiges Hotel im restaurierten „Holzhäuserviertel“. Einfache Zimmer, einige Räume mit kleinem Balkon, Dachterrasse mit schönem Ausblick.
h128 [K12] Kybele Hotel €€€, Yerebatan Cad. 35, Tel. 0212 5117766, Fax 51343393, www.kybelehotel.com. In orientalischem Stil fantasievoll und bunt gestaltetes, fast schon überladen wirkendes Familienhotel mit viel Divan-Atmosphäre. Das „schnuckelige“ grüne Haus steht seit Jahren bei Individualtouristen – wohl wegen seines Orientambientes und seiner freundlichen Familie – hoch im Kurs.
j129 [K13] Orient Hostel €, Akbiyik Cad. 13, Tel. 0212 5179493, Fax 5183894, www.orienthostel.com. Typisches Haus für Backpacker aus Übersee. Dachterrasse, touristische Rundumversorgung.
h130 [K12] Ottoman Hotel €€€, Caferiye Sok. 6/1, Tel. 0212 5136150, Fax 5127628, www.ottomanhotelimperial.com. Das Hotel liegt unmittelbar neben der Hagia Sophia in einer ruhigen Gasse und bietet – wie der Name nahelegt – ein ottomanisches, gediegenes Holz-Interieur in Lobby und Zimmer. Mit Garten und Terrasse, Restaurant und Bar.
j131 [J13] Paris Hotel & Hostel €, Medresesi Sok. 9/11, Tel. 0212 5189820, Fax 5189918, www.istanbulparishostel.com. Recht beliebtes Traveller-Hostel mit freundlichem Empfangsraum. 40 einfache Zimmer mit Dusche (darunter auch Mehrbettzimmer, Bett 7 €), kleine Dachterrasse, kostenloser Internetzugang, Tee und Kaffee frei.
h132 [J14] Rose Hotel €, Aksakal Sok. 20, Tel. 0212 5187206, Fax 5187205. Komplett renoviertes kleines Hotel mit 20 Zimmern in der Nähe der Kleinen Hagia Sophia.
h133 [J13] Saba Hotel €€€, ?ehit Mehmet Pa?a Yoku?u 8, Tel. 0212 4580262, Fax 6382002, www.saba.com.tr. Fast am Hippodrom gelegenes Hotel mit herrlicher Frühstücksterrasse (wunderschöner Blick auf Hagia Sophia, Sultanahmet-Moschee und Marmarameer). Gediegene rustikale Einrichtung (die beiden Suites haben einen großen Balkon). Freundlicher, unaufdringlicher Service, Sauna und Jacuzzi.
h134 [J13] Stone Hotel €€, Mehmet Pa?a Yoku?u 34, Tel. 0212 6381554, Fax 5176330, www.stonehotelistanbul.com. Das schöne Hotel liegt direkt vor der Moschee Mehmet Sokullu Pa?a, ein altes osmanisches Haus mit steinmauernumfasstem Frühstücksinnenhof, Zimmer teilweise mit Whirlpool und WLAN, Klimaanlage. Dachterrasse mit tollem Blick über das Marmarameer, freundliches Management.
h135 [K13] Sultanahmet Saray? €€€, Torun Sok. 19, Tel. 0212 4580460, Fax 5186224, www.sultanahmetpalace.com. Stilvoll dekoriertes Haus direkt gegenüber dem Mosaikenmuseum. Jeder der 36 Räume und Suiten besitzt ein türkisches Bad. Schöner Garten. Das Restaurant mit schöner Aussicht bietet eine türkisch-ottomanische Küche.
h136 [K13] Taskonak Hotel €€, Tomurcuk Sok. 5, www.tashkonak.com, Tel. 0212 5182882, Fax 6388491. Ein unter „Special Hotel“ firmierendes renoviertes Holzhaus mit stilvoll gediegener Zimmereinrichtung, eigenem Internetcafé (für Gäste kostenlose E-Mail-Verwaltung) und schöner Dachterrasse.
h137 [J13] Tulip House Hotel €€, Katipp Sinan Cami Sok. 28, Tel. 0212 4588403, Fax 4589416, www.hoteltuliphouse.com. Neues Hotel unterhalb der Moschee Mehmet Sokullu Pa?a, kleiner Frühstücksgarten, funktional-gediegene Zimmer, etwas abseits vom touristischen Zentrum in ruhiger Lage.
h138 [K11] Eris Hotel €, Istasyon Arkas? Sok. 9, Tel. 0212 5113670, Fax 5115906, www.hoteleris.com. 44 funktional eingerichtete Zimmer (in den oberen Etagen sehr hell, 12 davon mit Blick auf den Bosporus), schönes Terrassenrestaurant mit Blick zum Bosporus. Der einzige Haken an diesem preisgünstigen Hotel: Der Blick geht auch über die wenig schönen Gleisanlagen des benachbarten Sirkeci-Bahnhofs.
h139 [K11] Hatay Hotel €€, Serdar Sok 5/7, Tel. 0212 5279600, Fax 5270407, www.hatayhotels.com. Das ehemalige Hostel zwischen Bahnhof Sirkeci und Gülhane hat nach einer Renovierung an Komfort zugelegt und bildet mit dem gegenüberliegenden Hotel Antiochia eine Einheit. Zimmer mit Klimaanlage und TV.
h140 [K11] Hotel Ya?mak Sultan €€€, Ebusuud Cad. 18, Tel. 0212 5281343, Fax 5281348, www.hotelyasmaksultan.com. Schönes 4-Sterne-Hotel mit Sauna und Fitnesscenter, Mix aus modernem und ottomanischem Interieur.
j141 [J7] Chill Out Hostel €, Balyoz Sok. 3, Tel. 0212 2494784, www.chillouthc. com. Zurzeit ist dies das einzige Hostel in Beyo?lu. Vorwiegend junge Leute; einfache Zimmer, der Manager spricht perfekt Deutsch.
h142 [J7] Grand Hotel de Londres (Büyük Londra Oteli) €€, Me?rutiyet Cad. 53, Tel. 0212 2450670, Fax 2491025, www.londrahotel.net. Einst ebenso glamourös wie seine Gäste, die dem Orient-Express entstiegen, bietet die zugegeben heute etwas verstaubte und abgewohnte koloniale Herrlichkeit dieses Hauses auch „Kleinverdienern“ die Möglichkeit, in einer vergangenen Zeit zu nächtigen. Nostalgiker ohne große Ansprüche werden die gemütliche Entrücktheit des Hauses schätzen.
h143 [J7] Grand Hisar Hotel €€, Kalyoncu Kulluk Cad. (nahe Fischmarkt und Nevizade Sok.), Tel. 0212 2928052, Fax 2928044, www.hisarhotel.com. Gutes 3-Sterne-Hotel mit 30 Zimmern. Sehr sauber, zweckmäßig eingerichtete Räume mit Minibar, Satelliten-TV, Klimaanlage und kleinem Balkon.
h144 [J7] Silviya €, Asmali Mescit Sok. 24/A, Tel. 0212 2927749, Fax 2436115. Relativ große, saubere Räume mit TV, Tel., Bad. Zu diesem Preis empfehlenswert, zumal das Hotel im etwas ruhigeren und malerischen Teil von Beyo?lu liegt (nahe Tünel).
h145 [L6] Triada Residence Apart Hotel €€€, Meselik Sok. 4, Tel. 0212 2510101, Fax 2926363, www.triada.com.tr. Das von einem griechischen Architekten vor rund 100 Jahren erbaute schöne Haus wurde 2000 liebevoll restauriert und renoviert. Es liegt nahe dem Taksim-Platz und unmittelbar gegenüber der namensgebenden Agia-Triada-Kirche. Eine helle, farblich freundliche Lobby, geschmackvoll und modern eingerichtete, 50 m² große Apartments (mit Küche), eine Sauna und eine hübsche Dachterrasse machen dieses Haus zu einer empfehlenswerten Adresse.
h146 [S16] Kent Hotel €€, Serasker Cad. 8, Tel. 0216 3362453, Fax 4491639. Wer auf asiatischer Seite übernachten möchte (oder in der Nacht vom asiatischen Flughafen Sabiha Gökçen kommt): Das renovierte fünfstöckige 3-Sterne-Hotel mitten im quirligen Marktzentrum verfügt über eine recht gemütliche Inneneinrichtung und geräumige Zimmer mit kleiner Dusche, Klimaanlage und TV.
Der Besucher sollte sich grundsätzlich vor Augen halten, dass die Stadt – grob gesprochen – zwei verschiedene Gesichter hat: ein modernes und ein konservatives. Wer im westlich geprägten Stadtteil Beyo?lu Ú wohnt, wird in Kleidung und Verhalten kaum einen Unterschied zu Mitteleuropa bemerken. Doch dieses Ambiente zu generalisieren wäre ebenso falsch, wie nach einem Besuch der konservativen Stadtteile Fatih und Fener das traditionelle Bild zu überschätzen. Allgemein kann man sagen, dass die touristisch relevanten Stadtteile eher der modernen Kulturidentität zuneigen.
In konservativen Gegenden, wo das Denken und Alltagsleben noch sehr von den Regeln des Islam bestimmt werden, vermeide man jede respektlose Äußerung über religiöse Sitten und Gebräuche. Das Quittieren des Gebetsrufs mit einem belustigten Mienenspiel ist ebenso verfehlt wie der öffentliche Austausch von Zärtlichkeiten bei Paaren. Dies beinhaltet auch die entsprechende Kleidung beim Besuch von Moscheen: Männer sollten auf kurze Hosen und ärmellose T-Shirts verzichten, Frauen tun gut daran, knielange Röcke zu tragen sowie ihr Haar mit einem Kopftuch zu bedecken.
Westliche Frauen, die allein oder auch zu zweit durch Istanbul schlendern, können sicher sein, dass sie von der geballten Männerwelt aufmerksam beobachtet und taxiert werden. Es bedarf einer großen Portion Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, dieser ewigen Fixierung gelassen und souverän zu begegnen. Angst braucht frau aber keineswegs zu haben, so sie die folgenden Tipps beherzigt:
µ Vermeiden Sie „zweideutige“ Situationen, z. B. das Alleinsein mit einem fremden Mann in einem Raum oder an uneinsichtigen bzw. dunklen Ecken. Er könnte Sie missverstehen und diesen Beweis von „Vertrauen“ ganz anders auslegen.
µ Begegnen Sie Männern prinzipiell distanziert, d. h. selbstsicher und undurchdringlich. Schauen Sie beim unumgänglichen Kontakt durch diese „hindurch“ oder tragen Sie eine Sonnenbrille. In konservativen Gegenden sollte zudem eine defensive Kleidung selbstverständlich sein (Kopftuch nicht vergessen).
µ Bei Problemen jedweder Art (z. B. Orientierung) wende man sich an andere Frauen. Sie werden Sie sofort und bereitwillig unterstützen.
µ Vermeiden Sie nachts einsame Straßen und Gassen. Taxis kosten nicht die Welt in Istanbul.
µ Sollte man – aus welchem Grunde auch immer – das subjektive Gefühl haben, eine Situation oder Umgebung nicht mehr zu kontrollieren, so verlasse man sie umgehend.
Istanbul verfügt nicht wie z. B. Paris über ein einheitliches, flächendeckendes Verkehrssystem. Vielmehr müssen Besucher sich auf die Kombination mehrerer Verkehrsmittel – Busse, Dolmu? (Kleinbusse), Vorortbahn, Metro, Straßenbahn (Tramvay) sowie Schiffslinien – einstellen. Das scheint nur auf den ersten Blick schwierig, ja chaotisch zu sein, erweist sich aber, sind die ersten Schritte erst einmal getan, als relativ unkompliziert.
Etwas Grundsätzliches vorweg: Auf einer Linie kann man für den gleichen Preis so weit fahren, wie man will. Steigt man aber aus bzw. wechselt man die Linie, so ist immer, egal ob bei Schiff, Bus oder Metro, erneut zu bezahlen.
Die Metro umfasst zurzeit zwei Linien: Die für den Touristen bedeutendere ist die Linie, die von 6 bis 24 Uhr zwischen dem internationalen Flughafen Atatürk und dem Stadtteil Aksaray pendelt. Jede Fahrt kostet ca. 80 Cent. Vor den Bahnsteigen gibt es Fahrkartenautomaten („Jetonmatik“), an denen die Fahrkarte („Bilet“) in Form eines Jetons gelöst werden kann. Diesen Jeton (eine rote Plastikmünze) wirft man vor Betreten des Bahnsteigs in die Sperre, die man dann passieren kann. Eine zweite Metrolinie verkehrt zwischen Taksim und den nördlichen Stadtteilen ?i?li und Levent.
µ Info: www.istanbul-ulasim.com.tr
Die Straßenbahn, die zwischen 6 und 23.30 Uhr von Zeytinburnu über Aksaray und Sultanahmet nach Sirkeci und über die Brücke nach Kabata? verkehrt und damit eine touristisch wichtige Strecke abdeckt, hat den gleichen Preis und die gleichen Jetons wie die Metro. Auch hier stehen an jeder Haltestelle Fahrkartenautomaten.
Eine zweite, nostalgische Straßenbahn (Eski Tramvay) verkehrt (im Schritttempo) auf der Istiklal Caddesi Ú zwischen Tünel und Taksim (25 Cent), eine dritte in Kad?köy ê zwischen der Anlegestelle und dem Ortsteil Moda.
Die Tünel-Bahn, eine unterirdische, nur 615 m lange Standseilbahn, bewältigt zwischen 7 und 21 Uhr (ca. alle 15 Min.) in etwas mehr als einer Minute den beschwerlichen Aufstieg von Karaköy nach Beyo?lu Ú (80 Cent).
Eine zweite, ebenfalls recht kurze, aber moderne Standseilbahn verbindet seit wenigen Jahren den Taksim-Platz [L6] mit der Endstation der Straßenbahn in Kabata? (ca. 6–24 Uhr, 80 Cent).
Das Jeton-Verfahren (gleiche Preislage, aber andere Münzen) wird auch bei den Vorortzügen (Banliyö Tren, 6–24 Uhr) benutzt. Auf europäischer Seite verkehren diese Stadtzüge zwischen dem Bahnhof Sirkeci und den westlich gelegenen Vororten Ataköy und Florya, wobei touristisch vor allem die Haltepunkte Yedikule und Kumkap? von Bedeutung sind. Auf der asiatischen Seite fahren die Vorortzüge vom Bahnhof Haydarpa?a in die südöstlichen Stadtteile Bostanc?, Kartal und Gebze.
Zwischen dem europäischen und asiatischen Teil verkehren in ca. halbstündigem Abstand Fähren (Vapur). Ein Jeton kostet wiederum rund 80 Cent, wobei auch hier der genaue Preis in Türkischer Lira am Schalter angegeben ist.
Es gibt mehrere Betreiber: Neben den großen Fähren der Turkish Maritime Lines (Türkiye Denizcilik Isletmeleri, TDI, www.tdi.com.tr) fahren auch Seebusse (Deniz Otobüsleri) und Katamarane, für die andere Fahrscheine (Billets) und Preisstufen gelten.
Die wichtigsten Hauptfährlinien sind (Zeitangaben sind Richtlinien, die vor Ort an der Anlegestelle (Iskele) zu überprüfen sind, Jeton pro Strecke 80 Cent):
µ Eminönü – Üsküdar (6.30–22.30 Uhr, alle 20 Min.)
µ Eminönü – Harem (Passagier- und Autofähre, 7–21.30 Uhr, halbstündlich)
µ Eminönü – Kad?köy (7.30–20 Uhr, viertelstündlich)
µ Karaköy – Haydarpa?a – Kad?köy (6.30– 23 Uhr, mindestens einmal halbstündlich)
µ Be?ikta? – Üsküdar (7–22 Uhr, halbstündlich)
µ Be?ikta? – Kad?köy (7.15–20.15 Uhr, halbstündlich)
µ Kabata? – Kad?köy (nur morgens 7–10 und abends 17–20 Uhr halbstündlich)
Neben diesen Hauptlinien verkehren mehrere Nebenlinien. Die touristisch wichtigsten unter ihnen sind:
µ Üsküdar – Eminönü – Eyüp: Fahrt entlang dem Goldenen Horn, stoppt in Kasimpa?a, Fener, Hasköy, Ayvansaray, Sütlüce und Eyüp. Abfahrt von Eminönü zwischen 7.45 und 16.45 Uhr jede Stunde (So erst ab 10.45 Uhr), Rückfahrt von Eyüp zwischen 7.30 und 16.30 Uhr jede volle Stunde, danach noch zwischen 17.45 und 19.45 Uhr jede Stunde, pro Fahrt ca. 70 Cent.
µ Bosporus-Fahrt („Bo?az Hatt?“) von Eminönü nach Anadolu Kava?? mit Zwischenstopps in Be?ikta?, Kanl?ca, Yeniköy, Sar?yer und Rumeli Kava??: die finanziell günstigste Version der beliebten Bosporus-Fahrt. 2 x tägl. 10.35 und 13.35 Uhr von Eminönü, Rückfahrt 15 und 17 Uhr von Anadolu Kava??, einfache Strecke ca. 7,50 €, hin und zurück 12,50 €, Dauer pro Fahrt ca. 1,5 Stunden. Im Winter (Nov. bis April) nur 1 x tägl. 10.35 Uhr hin und 15 Uhr zurück. Auf der (auch englischsprachigen) Website der Istanbuler Linienschiffe, www.ido.com.tr, können alle Fahrpreise und -pläne eingesehen werden.
µ Von Kabata? zu den Prinzeninseln ð: tägl. 7, 9, 10.30, 12, 14, 16.30, 18.15, 19.40 Uhr, zurück von der zuletzt angelaufenen Insel Büyük Ada 6.15, 7, 8.25, 10, 12.30, 15.15, 17.30, 18.25, 19.30 Uhr, Fahrtdauer ca. 1,5 Stunden, einfache Strecke ca. 2 €
Mit dem Bus kann man jeden Winkel der Stadt erreichen. Das Streckennetz erscheint aber auf den ersten Blick etwas unüberschaubar zu sein, zumal es keinen Übersichtsplan gibt. Als erste Orientierungspunkte können die touristisch wichtigen Busbahnhöfe von Eminönü und Taksim dienen, viele Linien fahren einen dieser beiden Punkte als Endstation an. In Stadtbussen bezahlt man nicht mit Jetons, sondern bar.
Ergänzt wird das Bussystem durch das in der Türkei weitverbreitete Dolmu?- Netz. Das Dolmu? (= voll, besetzt) ist ein Sammeltaxi bzw. Kleinbus, das ebenso wie der Linienbus auf festgelegten Routen verkehrt, aber erst dann abfährt, wenn es – wie der Name schon sagt – voll besetzt ist.
Bleibt am Schluss noch das gelbe Taxi (Taksi), das man praktisch an jeder Ecke finden oder heranwinken kann. Die Wagen verfügen über Taxameter. Vor allem bei mehreren Personen stellt das Taxi eine durchaus preiswerte Alternative dar. So kostet z. B. eine Fahrt zwischen den beiden wichtigsten Touristenzentren Taksim und Sultanahmet nur ca. 3 bis 5 €.
Die beste Reisezeit für den Bosporus sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September/Oktober). Im Sommer (Juli/August) kann die Stadt sehr schweißtreibend werden, auch wenn meist vom Meer ein Wind für wenigstens etwas Abkühlung sorgt. Im Winter wirkt Istanbul zwar in der Regel grau und trist, dafür sind die Hotelpreise niedrig – eine günstige Option für Besucher, die vor allen Dingen Moscheen und Museen besuchen wollen.
Generell gilt, dass die europäischen Ferienzeiten (Oster-, Sommer- und Herbstferien) als touristische Hochsaison entsprechende Preise bei Unterkunft und Flug nach sich ziehen. Wer die Möglichkeit hat, sollte also einen Besuch in diesen Zeiträumen vermeiden.
Praktische Reisetipps
Barrierefreies Reisen
Praktische Reisetipps
Dipl. Vertretungen, Ein- und Ausreisebestimmungen, Elektrizität
Wer sich an den einfachen, gleichwohl empfehlenswerten Imbissbuden versorgt, kann viel Geld sparen
Lässt man die Hotelkosten beiseite, kann Istanbul immer noch als eine recht preiswerte Stadt bezeichnet werden. Dies betrifft sowohl das Essen, die Eintrittspreise in Museen wie auch die Verkehrsmittel.
µ Essen: In einer normalen Lokanta (Garküche) bekommt man schon ab ca. 3 bis 4 € eine Portion. Noch billiger sind die Snacks am Kiosk.
µ Wer sich für moderne Kunst interessiert, kann das Istanbul Modern Ý donnerstags umsonst besuchen.
µ Einzeljetons auf Schiffen, in Bussen und Straßenbahnen kosten pro Fahrt lediglich ca. 0,70 €. Dieser Umstand ermöglicht eine äußerst preisgünstige Stadtrundfahrt mit der Istanbuler Tramvay (s. S. 126), die durch die touristisch interessanten Gebiete Sultanahmet, Karaköy und Beyo?lu fährt. Preisgünstiger gehts nicht!
Istanbul preiswert
049ib Abb.: fk
Praktische Reisetipps
Hygiene (siehe Reiseführer S. 112), Informationsquellen
1 € = 2,20 Türkische Lira (TL)
1 CHF = 1,70 TL
1 TL = 0,45 € bzw. 0,59 CHF
(Stand: Frühjahr 2011)
Wechselkurs
Ausländische Zeitungen, darunter auch deutschsprachige, sind mit mindestens eintägiger Verspätung an den zentralen Kiosken Sultanahmets (Divan Yolu) bzw. Beyo?lus (Taksim) erhältlich.
Wer des Englischen mächtig ist, kann zudem die täglich erscheinende Turkish Daily News als Informationsquelle benutzen. Auch sie wird in großen Buchhandlungen bzw. an den großen Kiosken der Touristenzentren verkauft. Kulturell noch informativer ist das monatlich erscheinende Magazin Istanbul Time Out, dessen englische Version (ca. 2 €) ebenfalls in großen Buchhandlungen und Kiosken vertrieben wird. Es enthält einen umfangreichen Veranstaltungskalender für den laufenden Monat.
Zeitungen
050ib Abb.: fk
Geschichte des Osmanischen Reiches
µ Wolfgang Gust: Das Imperium der Sultane, München/Wien 1995. Schwungvoll und anekdotenreich geschriebene Geschichte des Osmanischen Reiches.
µ Steven Runciman: Die Eroberung von Konstantinopel 1453, München 1990. Spannende Lektüre für denjenigen, der in Istanbul weilt und sich für die Geschichte der Stadt interessiert.
Istanbul
µ J. Freely/H. Summer-Boyd: Istanbul, München 1986. Ein zum Klassiker avancierter Architekturführer durch Istanbul.
µ Orhan Pamuk: Das schwarze Buch, München, Wien 1995. Roman, der an vielen Orten Istanbuls spielt.
µ Orhan Pamuk, Istanbul – Erinnerungen an eine Stadt, München 2006. Natürlich eine Hommage und Liebeserklärung an Istanbul, die Stadt, in welcher der Nobelpreisträger Pamuk aufgewachsen ist.
µ Barbara Yurtda?: Istanbul: Ein Reisebegleiter, Frankfurt/M., Leipzig 2004. Literarischer Reisebegleiter mit vielen weiterführenden Literaturhinweisen im Anhang.
Kunst und Literatur der Türkei
µ Yüksel Pazarkaya: Rosen im Frost. Einblicke in die türkische Kultur, Zürich 1989. Mittlerweile ein Klassiker der ins Deutsche übersetzten Einführungen in die Literatur- und Kunstgeschichte des Landes.
µ Wendy Buonaventura: Bauchtanz – Die Schlange und die Sphinx, München 1998. Ein geografisch wie historisch umfassender Versuch über den „orientalischen Tanz“.
µ Türkische Märchen, hrsg. v. Adelheid Uzunoglu-Ocherbauer, Frankfurt/M. 1997. Eine Sammlung alter, höchst heiterer Märchen, z. B. zur Einstimmung auf die Reise.
Meine Literaturtipps
Praktische Reisetipps
Internet und Internetcafés, Medizinische Versorgung
Praktische Reisetipps
Mit Kindern unterwegs
051ib Abb.: fk
µ Polizei: Tel. 155
µ Ambulanz: Tel. 112
µ Feuerwehr: Tel. 110
Notrufnummern
Wie die Mutter, so die Tochter: islamischer Chic
Praktische Reisetipps
Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 118), Post, Schwule und Lesben
Im Gewimmel des Großen Bazars Ó sollte man auf seine Wertsachen achten
Praktische Reisetipps
Sicherheit (siehe Reiseführer S. 119), Sprache
052ib Abb.: fk
Praktische Reisetipps
Sprache (siehe Reiseführer S. 119), Telefonieren, Uhrzeit, Unterkunft
Die nachfolgenden Preiskategorien können lediglich als Anhaltspunkte dienen, da Preise saisonal schwanken (DZ pro Nacht, Frühstück inkl.):
€ unter 50 €
€€ 50–100 €
€€€ über 100 €
Preiskategorien
Fin-de-siècle-Atmosphäre in der Lobby des berühmten Grand Hotel de Londres
053ib Abb.: fk
054ib Abb.: fk
Die historische Straßenbahn auf der Istiklal Caddesi Ú
Im westlich geprägten Stadtteil Beyo?lu trifft man auch moderne junge Frauen
055ib Abb.: fk
Die berühmten Istanbuler Fähren verbinden die Istanbuler Stadtteile
056ib Abb.: fk
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© Verlagsgruppe Reise Know-How, Bielefeld 2012 |