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Individualreisende finden zu fast allen wichtigen Zielen ein Handbuch von Reise Know-How. Gut so, denn damit sind sie bestens bedient. FOCUS Online
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Infos zum Printprodukt: CityTrip Angkor und Siem Reap.
CityTrip Angkor und Siem Reap ist der perfekte Reiseführer für einem Besuch der im Dschungel versteckten Tempelruinen des Angkor-Reichs, das sich vor knapp tausend Jahren über Kambodscha und Teile von Laos, Thailand und Vietnam erstreckte. Der gewaltige Haupttempel Angkor Wat ist bis heute das größte sakrale Gebäude der Welt und gehört zum Weltkulturerbe. Dieser praktische Reiseführer begleitet den Touristen in die Provinzhauptstadt Siem Reap und durch das nahegelegene Labyrinth der mystischen Kultstätten.
Das kompakte Buch führt den Leser durch die gigantische Anlage, beschreibt die Tempel im Detail und erklärt historische Hintergründe. Zudem bietet das Buch alle praktischen Reisetipps, die der Reisende braucht, um einen Besuch Angkors und Siem Reaps einfach und individuell gestalten zu können.
| Ihre Meinung | |||
aus der Luftperspektive
Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.
Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download bereit.| Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden: |
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Praktische Reisetipps
Die meisten Besucher Kambodschas und vor allem Angkors kommen mit dem Flugzeug an. Siem Reap hat einen internationalen Flughafen mit direkten Flugverbindungen:
µ nach Bangkok mit den teuren Bangkok Airways (Tel. 063 380192, www.bangkokair.com), die ein Monopol auf diese Route haben,
µ nach Singapur mit Silk Air (Tel. 063 380389, www.silkair.com),
µ nach Kuala Lumpur mit Malaysia Airlines (Tel. 063 964136, www.malaysiaairlines.com) und der Billigfluglinie Air Asia (www.airasia.com).
Außerdem gibt es Flüge aus Hanoi und Ho Chi Minh City mit Vietnam Airlines (www.vietnamairlines.com) und einige Flüge aus China, Hongkong und Korea.
Air Asia fliegt preiswert von Bangkok nach Phnom Penh, von wo die Weiterreise nach Siem Reap per Inlandflug, Bus oder Taxi problemlos möglich ist.
Der Flughafen von Siem Reap ist acht Kilometer von Stadtzentrum entfernt. Ein Minibus in die Stadt kostet US$ 7, ein Taxi US$ 5 und ein Motodup (Motorradtaxi) US$ 2. Wer ein Hotel vorgebucht hat, kann in der Regel einen Abholservice arrangieren. Beim Weiter- oder Abflug ist eine Flughafensteuer zu entrichten – US$ 6 für Inlandflüge, US$ 25 für internationale Flüge.
Touristen, die Siem Reap über Land ansteuern, kommen generell entweder aus Phnom Penh oder aus Poipet, einer schmuddeligen und nicht ganz ungefährlichen Kleinstadt an der thailändischen Grenze.
Alle folgenden Angaben gelten für einfache Fahrten. Die Busstation von Siem Reap liegt vier Kilometer östlich der Stadt an der Nationalstraße Nummer 6. Von hier fahren täglich ab 6.30 Uhr Busse nach Phnom Penh. Die Fahrt in die Hauptstadt dauert um die sechs Stunden und kostet US$ 5. Busse nach Battambang verkehren dreimal täglich ab 7.00 Uhr, das Ticket kostet US$ 4 für vier Stunden Fahrtzeit. Es gibt täglich um 7.30 Uhr einen Bus, der über Phnom Penh nach Ho Chin Min City in Vietnam fährt (US$ 13). Fahrkarten für diesen Service bucht man besten im Hotel.
Busse nach Poipet starten nicht an der Busstation, Passagiere werden in der Regel an ihren Hotels abgeholt. Ein Busticket nach Poipet kostet US$ 4. Bei einer Fahrt nach Bangkok, mit Fahrzeugwechsel in Aranyaphratet, dem Städtchen auf der thailändischen Seite, liegen die Preise bei US$ 11 bis 15. Mitarbeiter der Hotels und Guesthouses können für einen kleinen Aufpreis Fahrscheine besorgen.
Einige kleinere Grenzübergänge nach Thailand befinden sich etwa 200 km nördlich von Siem Reap. Diese Grenzposten sind nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und werden selten genutzt, obwohl sie für internationale Reisende geöffnet sind. Die Straßen zu den entlegenen Grenzposten sind in der Regel ungeteert und nur in der Trockenzeit zu empfehlen.
Die Zuverlässigkeit der Fähren, die Siem Reap über den Tonlé-Sap-See mit Phnom Penh und Battambang verbinden, hat in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen. Auf diesen Routen gibt es gelegentlich kleinere Unfällen oder Verzögerungen. (So ging beispielsweise auf einer Reise von Phnom Penh nach Siem Reap dem Schiff, mit dem ich unterwegs war, mitten auf dem See das Benzin aus.) Manch ein Tourist hat hier auch schon sein Gepäck verloren. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – ist eine Fahrt über den Tonlé Sap ein Erlebnis.
Außerhalb der Trockenzeit fahren täglich Boote von Phnom Krom, 11 Kilometer südlich von Siem Reap gelegen, für US$ 25 nach Phnom Penh und für US$ 15 nach Battambang. Ein Motodup von Siem Reap zum Anleger kostet ca. US$ 2. Abfahrt des Bootes ist generell um 7.00 Uhr morgens. Tickets für das Boot können in Hotels oder Guesthouses gebucht werden.
Siem Reap ist problemlos mit dem Taxi (in der Regel einem betagten Toyota Camry) von Phnom Penh (US$ 50, 4 bis 5 Stunden Fahrtzeit), Poipet (US$ 30, 90 Minuten) und Battambang (US$ 35 bis 40, 3 bis 4 Stunden) zu erreichen. Jedes Hotel oder Guesthouse kann einen Wagen mit Fahrer vermitteln.
Wer sich auf Kambodschas Straßen wagt, kann problemlos von Phnom Penh, Battambang, Poipet oder den kleineren Grenzübergängen zwischen Thailand und Kambodscha nach Siem Reap anreisen. Zu beachten gilt allerdings, dass Touristen weder in Siem Reap noch im Angkor Archaeological Park selbst fahren dürfen. Wer es trotzdem tut, bekommt eine Menge Ärger und das Fahrzeug wird in der Regel beschlagnahmt. Man kann als Tourist natürlich auch kein Auto oder Motorrad in Siem Reap mieten.
In Kambodscha wird meist rechts gefahren. Die Zahl schwerer Unfälle ist erschreckend hoch. Es gibt nur zwei fachlich gute, angemessen ausgestattete Krankenhäuser im ganzen Land. Fahrschulen, ein Mindestalter für Autofahrer und Führerscheine sind hier relativ neue Phänomene. Viele Autos sind zudem ohne Nummernschilder unterwegs. Sobald man sich etwas von den Stadtzentren entfernt, weichen geteerte Straßen holprigen Feldwegen. In der Regenzeit sind daher etwas weiter entfernte Tempel eher schwer zu erreichen.
Leichte Baumwollkleidung ist aufgrund des tropischen Klimas das ganze Jahr über zu empfehlen. Ein Hut zum Schutz vor der gnadenlosen Sonne Kambodschas ist unbedingt erforderlich, ebenso wie Sonnencreme und Sonnenbrille. Kalt wird es in Angkor nicht. An ein paar wenigen Wintertagen im Dezember oder Januar kann die Temperatur schon mal auf 20° Celsius sinken, aber ansonsten werden es Besucher aus Europa hier generell als heiß empfinden. In der Regenzeit empfiehlt es sich, eine Regenjacke und einen Schirm mitzubringen oder in Siem Reap zu kaufen. Für die Besichtigung der Tempel sollte man feste Schuhe tragen.
Besucher sollten sich auch immer vergegenwärtigen, dass die Angkor-Ruinen sakrale Gebäude sind und dass Kambodscha ein konservatives Land ist, das fast 40 Jahre lang vom Rest der Welt isoliert war. Wer ohne Hemd bzw. im Bikinioberteil in den Tempeln oder auf der Hauptstraße in Siem Reap herumläuft, bringt die Khmer in große Verlegenheit und hinterlässt einen denkbar schlechten Eindruck. Wenn man bei Polizei oder in Ämtern vorspricht, sollte man so korrekt wie möglich gekleidet sein und Shorts und Flip-Flops vermeiden, sonst wird man womöglich gar nicht erst ernst genommen.
Hygieneartikel von Tampons bis zu Windeln gibt es in den Supermärkten von Siem Reap zu kaufen.
Behinderte Besucher haben es in Kambodscha nicht leicht, obwohl in diesem Land viele Menschen auf Krücken und Prothesen angewiesen sind. Rollstuhlfahrer gibt es hier kaum. Einen Rollstuhl können sich die wenigsten Kambodschaner leisten und die Straßen und Bürgersteige sind ohnehin zu holprig dafür. In allen Tempeln müssen noch immer, obwohl man inzwischen vielerorts breite Holzstege angelegt hat, tausend Jahre alte Steintreppen erklommen werden. Dies sollte Rollstuhlfahrer allerdings nicht völlig abschrecken, denn in allen Haupttempeln sind Teile mit etwas Mühe auch für Behinderte zu erreichen.
Die Flugplätze in Siem Reap und Phnom Penh sowie einige der teureren Hotels in Siem Reap verfügen über Rollstuhlrampen. Im Stadtzentrum von Siem Reap sind die Straßen inzwischen geteert und manche größere Hotels bieten eine behindertengerechte Ausstattung. Auf der Hotel-Website Asiarooms (www.asiarooms.com) kann man nachschauen, welche Hotels einen derartigen Service offerieren.
µ Deutsche Botschaft in Phnom Penh, No. 76–78, Street 214, Tel. (0)232 16193, info@phnom-penh.diplo.de, www.phnom-penh.diplo.de, Besuchs- zeiten Mo–Fr 8.30–11.30 Uhr
µ Schweizer Generalkonsulat Phnom Penh, Consulate general of Switzer- land, Street 242, House 53 D, Tel. (0)23219045, swissconsulate@online.com.kh.
µ Österreichische Botschaft in Bangkok, Thailand, 14, Soi Nandha, Off Soi 1, Attakarn Prasit Sathon Thai Road, 10120 Bangkok, Tel. 02 2873970–72, bangkok-ob@bmaa.gv.at. Österreich hat in Kambodscha keine diplomatische Vertretung. Die Botschaft in Bangkok ist da wohl die beste Alternative.
Besucher aus dem Ausland benötigen einen noch für mindestens sechs Monate gültigen Reisepass und ein Visum für die Einreise. Für eine Kurzreise nach Kambodscha empfiehlt sich ein Touristenvisum, das für nur eine Einreise 30 Tage gültig ist, US$ 20 kostet und für Deutsche, Schweizer und Österreicher an allen Grenzübergängen und internationalen Flughäfen erhältlich ist. Für den Antrag ist ein Passbild erforderlich. Wer keins hat, muss US$ 2 extra zahlen. Natürlich kann man sein Visum auch schon bei einer kambodschanischen Vertretung im Heimatland beantragen. Touristenvisa sind nur für eine einmalige Einreise gültig und können für US$ 35 um einen Monat verlängert werden. Es ist auch möglich, das Touristenvisum für US$ 25 über das Internet zu erstehen. Das Onlinevisum, E-Visa genannt, kann man bei http://evisa.mfaic.gov.kh beantragen. Dieses Visum lässt sich nicht verlängern. Schließlich ist es möglich, an allen internationalen Grenzübergängen ein Business Visa (Visum für Geschäftsreisende) zu beantragen, Kostenpunkt: US$ 25, 30 Tage gültig, mehrere Ein- und Ausreisen sind möglich. Die Verlängerung dieses Visums auf ein Jahr kostet etwa US$ 200.
Bei der Einreise über Land verlangen die kambodschanischen Behörden oft 1000 thailändische Baht statt US$ 20 für das Visum, was umgerechnet etwa 12 Dollar mehr sind. Laute Proteste führen zu nichts, am besten, man zahlt einfach. Wer über die Gültigkeitsdauer seines Visums hinaus in Kambodscha bleibt, hat bei der Ausreise für jeden zusätzlichen Tag US$ 5 zu zahlen. Dies ist allerdings keinesfalls zu empfehlen und sollte nur im äußersten Notfall erwogen werden.
Es lohnt sich nicht, Alkohol oder Zigaretten nach Kambodscha einzuführen. Die Preise sind hier ohnehin niedrig. Zollbestimmungen verbieten es strikt, Antiquitäten aus dem Land auszuführen. Haustiere können, sofern ein International Veterinary Certificate beantragt worden ist, nach Kambodscha mitgebracht werden. Weitere Informationen unter www.pettravel.com/immigration/cambodia.cfm.
S6 [B6] Old Market (Phsar Chas). Direkt am Fluss, umgeben von restaurierten Kolonialbauten, liegt der Old Market – so etwas wie das heutige Stadtzentrum von Siem Reap. Hier werden an schier unzähligen kleinen Ständen und in den Geschäften Angkor-T-Shirts, Angkor-Bücher, Angkor-DVDs, Angkor-Schlüsselanhänger und alles, was man sonst noch mit dem Namen Angkor assoziieren kann, angeboten – selbst Angkor-Zigaretten gibt es. Aber auch allerlei exotische Objekte kann man erstehen: handgewebte Fischfallen, Geldscheine aus der Zeit der Roten Khmer (dieses Geld war nie im Umlauf) oder Flaschen, die in Alkohol eingelegte Skorpione oder Geckos enthalten. Na dann, Prost.
S7 [A5] Central Market (Phsar Kandal). An der Sivatha Road etwas nördlich vom Old Market bietet diese große Halle weniger Atmosphäre, aber mehr Stände, die alle das Gleiche verkaufen, und eine große Auswahl an Produkten, die aus Nachbarländern herangeschafft werden. Viele Reisegruppen machen hier halt.
S8 [A5] Angkor Night Market. Dieser westlich der Sivatha Road gelegene Markt wurde vor ein paar Jahren speziell für Touristen eingerichtet und bietet fast 200 Stände voller Souvenirs, die oft nicht in Kambodscha produziert werden und auch auf den anderen Märkten erhältlich sind. Dennoch lohnt sich ein abendlicher Besuch – die Restaurants und Bars sorgen für Abwechslung vom Shopping und die Auswahl an Kleidung, Schmuck, DVDs und „Kunst“ ist einen Blick wert. Der Angkor Night Market ist schon am späten Nachmittag geöffnet und die meisten Stände bieten ihre Waren bis Mitternacht feil.
S9 [B6] Sarom Night Market. Dieser kleine Markt direkt neben dem Phsar Chas ist bis Mitternacht geöffnet und verkauft nur Produkte, die in Kambodscha produziert wurden, darunter – neben den üblichen steinernen Reproduktionen der Angkor-Skulpturen – auch Schmucksteine aus Pailin, dem früheren Hauptquartier der Roten Khmer, und aus Ratanakiri, einer abgeschiedenen, an Vietnam grenzenden Provinz im Nordosten des Landes.
S10 [B6] Angkor Candles, 2, Thnou Street, www.angkorcandles.com, geöffnet tägl. 7.30–18.30 Uhr. Kleiner Laden gegenüber dem Old Market, der hübsche Kerzen in diversen Größen und Farben mit eingravierten Angkor-Motiven bietet, darunter tanzende Apsaras und natürlich Angkor Wat.
S11 [B3] Angkor Cookies, Charles de Gaulle Ave, nahe dem Sofitel auf der rechten Seite, www.angkorcookies.com, geöffnet tägl. 9.30–19.00 Uhr. Hier gibt es essbare Souvenirs – Tee, Kaffee, den weltberühmten Kampot-Pfeffer, Schokolade, Palmzucker und andere einheimische Produkte. Angeschlossen ist das Café Puka Puka, in dem Tee, Kaffee, Fruchtsäfte und Eis serviert werden.
S12 [A6] Artisans d’Angkor, nahe Phsar Chas (Old Market), geöffnet tägl. 7.30–18.30 Uhr, www.artisansdangkor.com. Dieses Geschäft ist auf Produkte spezialisiert, die von Künstlern und Handwerkern aus der Umgebung Siem Reaps hergestellt werden. Wer an einer kostenlosen Tour zu den Werkstätten des Unternehmens im National Silk Museum, 16 km westlich der Stadt teilnehmen will, kann um 9.30 und um 13.30 Uhr einen Shuttlebus (ebenfalls kostenfrei) vom Geschäft aus nehmen.
S13 [B4] Bambou Company Indochine, Lucky Shopping Mall, weitere Filialen an der Sivatha Road und in The Passage, geöffnet tägl. 10.00–22.00 Uhr. Modische T-Shirts und Polo-Shirts in guter Qualität mit hübschen asiatischen Motiven.
S14 [A6] Blue Apsara, Street 9, westlich des Old Market, geöffnet tägl. 9.00–22.00 Uhr. Bester Buchladen für gebrauchte Titel, darunter auch eine recht große Auswahl deutschsprachiger Bücher. Der freundliche französische Besitzer spricht gut deutsch.
-15 [B7] Diwo Gallery, Wat Svay, Tonlé Sap Road, www.tdiwo.com, Tel. 092930799, geöffnet tägl. zu unterschiedlichen Zeiten, am besten vorher anrufen. Galerie des französischen Fotografen Thierry Diwo, der einige Bücher über Angkor publiziert hat. Angeboten werden Skulpturen, die Originalen aus der Angkor-Zeit nachempfunden sind und aus Stein, Holz, Bronze oder Silber in Kambodscha hergestellt werden, sowie Drucke der bemerkenswerten Schwarz-Weiß-Bilder des Fotografen.
-16 [B6] Happy Cambodia, Thnou Street (nahe Old Market), geöffnet tägl., flexible Öffnungszeiten. Der französische Künstler Stef hat seine ganz eigene Vorstellung von Kambodscha in seinen Bildern, auf T-Shirts, Postkarten und Drucken verwirklicht: knallig bunt und lustig.
S17 [B6] Kokoon, 2, Thnou Street, nahe Old Market, geöffnet tägl. 7.00–22.00 Uhr. Ein modernes Geschäft in zentraler Lage, das qualitativ hochstehende Produkte aus Kambodscha verkauft, u. a. Seide, Schmuck, Pfeffer aus Kampot und Gewürze.
S18 [B2] Kravann, im Hanuman Alaya Hotel Komplex in einer Seitenstraße der Charles de Gaulle Ave gelegen, die gegenüber dem Sofitel abzweigt, Tel. 063760582, www.hanumanalaya.com, geöffnet tägl. 10.00–18.00 Uhr. Eine große Auswahl an Kunstobjekten aus der Region wird hier ausgestellt und verkauft, darunter auch Waren aus Burma und Vietnam.
-19 [B5] McDermott Gallery, im FCC (Foreign Correspondents Club) in der Pokambor Avenue, www.mcdermottgallery.com, geöffnet tägl. 10.00–22.00 Uhr. Eine Filiale befindet sich in The Passage. Der Fotograf John McDermott stellt seine eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotos von Angkor in seinen beiden Galerien aus und verkauft Poster, Karten, Drucke und Kalender mit diesen Motiven.
S20 [A6] Mekong Quilts, 5, Sivatha Road, www.mekongquilts.org, geöffnet tägl. 15.00–23.00 Uhr. Dieses Projekt unterstützt Frauen, die in entlegenen vietnamesischen und kambodschanischen Dörfern farbenfrohe Bettbezüge herstellen. Die Einnahmen aus den Verkäufen in diesem Geschäft und einer Filiale in Phnom Penh gehen allesamt an die Hersteller.
S21 [bh] Monument Books, Siem Reap International Airport, geöffnet tägl. bis zum letzten Flug, www.monument-books.com. Kambodschas einzige Buchhandelskette bietet neue Bücher an. Man findet das Geschäft in dem Teil des Flugplatzes, den man nach der Passkontrolle betritt. Monument Books hat eine große Auswahl an Foto- und Textbüchern, Reiseführern, Postkarten und Land- karten zu Kambodscha und der Region.
S22 [B6] Paris Sete, The Passage, geöffnet tägl. 9.00–23.00 Uhr. Das Geschäft steckt voller Kuriositäten wie neue Drucke von alten Postkarten und Postern, einer Sammlung teils echter Antiquitäten sowie der üblichen geschmacklosen Aschenbecher und Schlüsselanhänger – und ist einen Besuch wert.
S23 [B6] Rajana, Pub Street, geöffnet tägl. 8.00–23.00 Uhr, sonntags 15.00–23.00 Uhr, www.rajanacrafts.org. Eine Filiale befindet sich an der Sivatha Road Zwei Geschäfte der Hilfsorganisation Rajana, die mit 130 dörflichen Familien in ganz Kambodscha zusammenarbeitet, die interessante Produkte in Handarbeit herstellen – unter anderem Schmuckstücke aus alten Waffen, Keramik und traditionelle Instrumente aus Bambus.
S24 [B6] Rogue, in der Nähe des Old Market, geöffnet tägl. 9.00–22.00 Uhr. Netter und lauter Laden, der iPods und Zubehör, einen großen Musikkatalog, von dem man auf den eigenen iPod herunterladen kann, sowie modische T-Shirts und eine belebende Tasse Kaffee zwischendurch bietet.
S25 [B6] Senteurs D’Angkor, in der Nähe des Old Market, www.senteursdangkor.com, geöffnet tägl. 7.00–22.00 Uhr. Dieses Geschäft bietet Produkte, die größtenteils in Kambodscha geerntet oder hier in Handarbeit gefertigt wurden, darunter Tee, Kaffee, Seifen, Tiger Balm und ätherische Öle.
S26 [B6] Siem Reap Book Center, in der Nähe des Old Market, geöffnet tägl. 8.00–23.00 Uhr. Internationale Zeitungen und Zeitschriften, eine ordentliche Auswahl an Büchern über Kambodscha und Angkor sowie Bürobedarf machen das Siam Reap Book Center trotz etwas mürrischer Angestellter zu einem erstaunlich populären Anlaufpunkt.
S27 [B4] Lucky Supermarket, Lucky Mall, Sivatha Road, geöffnet tägl. ab 9.00 Uhr. Moderner Supermarkt im Stadtzentrum. Eine Bäckerei ist angeschlossen.
S28 [B6] Angkor Trade Center Shopping Mall, Pokambor Avenue, geöffnet tägl. ab 9.00 Uhr. Moderner Supermarkt mit Filialen der Pizza Company und Swensen’s Ice Cream.
Die kambodschanische Küche ist im Vergleich zur Küche des benachbarten Thailands nicht so scharf, kann aber ähnlich würzig sein. Viele Gerichte sind von der chinesischen Küche beeinflusst und werden in einem Wok mit Palmöl gebraten. Eine typische Mahlzeit besteht aus Reis und verschiedenen im Wok gebratenen Gemüsesorten und Fisch oder Fleisch. Schweinefleisch, Hühnchen oder Frosch mit Ingwer, Knoblauch und Lauchzwiebeln ist solch ein populäres Fleischgericht. Nudeln werden mit Rind, Schweinefleisch oder Krabben und mit einem Ei und Gemüse gebraten. Süß-saure Gerichte mit Ananas und Fisch oder Fleisch sind ebenfalls beliebt und auf Märkten und in Restaurants sind auch eine Reihe von Currys, häufig auf Rindfleischbasis, zu finden. Am Straßenrand gibt es allerlei Gebratenes – von Hühnchen bis zu Heuschrecken. Suppen werden vor allem zum Frühstück oder als kleine Mahlzeit zwischendurch geschätzt und werden entweder ganz frisch zubereitet (Sumlar) oder über längere Zeit gekocht (Sop).
Gewürzt wird mit Tamarinde (vor allem in Suppen und Soßen), Ingwer, Kurkuma, Zitronengras, Limone und Galgant. Gewürznelken, Muskat und Sternanis sind ebenfalls Bestandteile der kambodschanischen Küche. Bis vor ein paar Jahren wurde in Kambodscha noch mit Marihuana gekocht, dass es in den frühen 1990er-Jahren noch kiloweise auf dem Markt zu kaufen gab, aber die Gerichte mit Hanf sind aufgrund des politischen Drucks aus dem Westen verschwunden. Gebratene Bananen und gekochte Eier, in denen ein schon schlupfreifer Vogel, normalerweise eine kleine Ente, mitgegart wurde (Pong Dtier Gaun), sind beliebte Nachspeisen.
Die Auswahl an Obst ist gigantisch. Auf den Märkten Kambodschas sind unter anderem Avocado (Avocaa, nur Mai bis August), Banane (Jeik), Kokosnuss (Dawng), Ochsenherzapfel (Dtiep Bpai, nur Juni bis September), Drachenfrucht (Srahganeak), Durian (Tooryan, nur April bis Juni), Guave (Dtraw Bai), Jackbaumfrucht (Knao), Longan (Mien, nur August bis September), Lotussamen (Chook), Litschi (Gulän), Mango (Suh-Ai), Mangosten (Mawkut, nur August bis November), Papaya (Lohong), Ananas (Manawa), Pampelmuse (Kroitlaung), Rambutanfrucht (Sao Mao, nur Mai bis September), Santol (Kom Peech Riech, nur Juni bis August), Sternfrucht (Spö), Tamarinde (Ompöl Khoua) und Wassermelone im Angebot. Vorsicht bei ungeschältem Obst, z. B. bei Äpfeln oder Sternfrucht, Hygiene wird auf den Märkten Kambodschas nicht besonders groß geschrieben.
In kleinen Restaurants wird oft kalter oder heißer Tee zum Essen serviert. Kaffee wird mit süßer Dosenmilch getrunken, entweder heiß oder mit Eis. Überall dort, wo es Geschäfte gibt, sind amerikanische Softdrinks und Mineralwasser in Flaschen erhältlich. In Restaurants, die hauptsächlich von Touristen besucht werden, steht meist eine große Auswahl an Säften und Shakes auf der Speisekarte. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte das Eis im Getränk vermeiden. Die populärsten Biersorten heißen, wie man das ja fast schon erwarten kann, Angkor und Anchor. Aufgepasst: Die Khmer genießen ihr Bier gern mit Eis! In Siem Reap gibt es auch fast überall Tiger Beer, Heineken und das sehr gute Beer Lao. In traditionellen Restaurants versuchen knapp gekleidete sogenannte Beergirls, die Gäste zu animieren, die von ihnen angepriesene Biersorte und nicht die von der Konkurrenz zu bestellen. Die Khmer trinken zudem Schnaps, der aus Reis gewonnen wird und für fürchterliche Kopfschmerzen sorgen kann. Man sei gewarnt. In Siem Reap kann man in den Supermärkten auch internationale Spirituosen erstehen.
Die Khmer essen grundsätzlich mit einem Löffel in der rechten Hand, einer Gabel in der linken. Messer werden zum Essen nicht benutzt. Suppen nimmt man mit Essstäbchen und chinesischen Löffeln zu sich. Zum Frühstück gibt es typischerweise ein Stück gebratenes Hähnchen mit Reis und eine klare Brühe oder Nudelsuppe. Mittag- und Abendessen erfordern größeren Aufwand. Gegessen wird aus einem flachen Suppenteller voll gekochtem Reis, zu dem Gemüse und Fisch oder Fleisch aus gemeinschaftlichen Schüsseln und Tellern in kleinen Häppchen hinzugefügt werden. Touristen dürfte es überraschen, wenn Gäste in Restaurants Servietten, Essensreste (Knochen) und Zigaretten während der Mahlzeit grundsätzlich unter den Tisch werfen. Bevor sich die nächsten Gäste setzten, wird der Müll schnell aufgefegt.
Kleine Garküchen am Straßenrand erwarten kein Trinkgeld. In Restaurants sind die Angestellten allerdings allesamt unterbezahlt und ein paar Tausend Riel sind angemessen. Das Rauchen ist bisher noch überall gestattet, auch in Restaurants.
c29 [ch] Angkor Café, gegenüber Angkor Wat, Tel. 063380300, geöffnet tägl. 8.00–17.30 Uhr. Direkt gegenüber Angkor Wat betreibt Blue Pumpkin ein kleines Café und Restaurant, das neben Kaffee und Gebäck auch einfache einheimische und westliche Gerichte anbietet. Außerdem dient das Angkor Café als Ausstellungsort für Textilien, Steinskulpturen und Lackgegenstände der Firma Artisans d’Angkor (s. S. 95).
c30 [B6] The Blue Pumpkin, 2, Thnou Street, Old Market, Tel. 063963574, www.tbpumpkin.com, geöffnet tägl. 6.00–23.00 Uhr, WLAN-Hotspot. Dieses ultramoderne und schicke Café am Old Market zieht aufgrund seines poppigen Dekors vor allem jüngere Besucher an und bietet neben einer großen Auswahl an Backwaren und exzellentem Eis auch einfache Gerichte wie Pasta, Burger und Sandwiches. Gäste können auf dem Bürgersteig sitzen und den Trubel des Old Market beobachten oder im 1. Stock in einer kühlen klimatisierten Lounge mit Bar den Abend vor dem eigenen Laptop verbringen. Sehr populär. Das Blue Pumpkin hat einige kleine Zweigstellen, unter anderem vor dem Lucky Market Shopping Center auf der Sivatha Road und im Angkor Trade Center nahe dem Old Market sowie auf dem Flugplatz im Terminal für Inlandflüge.
c31 [B5] Common Grounds, hinter dem Center Market, Tel. 063965687, geöff.tägl. 7.00–22.00 Uhr, WLAN-Hotspot. Dieser von einer NGO ( „Nichtregierungsorganisation“) gegründete Coffeeshop bietet den ganzen Tag über ein großes Sortiment an Kaffeegetränken, frischen Obstsäften und Backwaren sowie leichten westlichen Speisen – Salate, Suppen, Sandwiches und Pasta. Das Common Grounds soll eine der schnellsten Internetverbindungen in Siem Reap haben. Die Gewinne gehen an Projekte der PCL (People for Care and Learning) in Kambodscha.
c32 [B6] Singing Tree Café, The Passage, www.singingtreecafe.com, geöffnet tägl. 7.30–21.00 Uhr. Das kleine, einfache Straßencafé ist leicht zu übersehen – es besteht aus kaum mehr als einigen Tischen auf dem Bürgersteig. Geboten werden frische Obst- und Gemüsesäfte, Gebäck und Sandwiches. Kein schlechter Ort, um den Trubel auf dem Old Market aus nächster Nähe zu beobachten.
R33 [B6] Aha $$$, The Passage, Tel. 063965501, geöffnet tägl. ab 7.30 Uhr. Von den Besitzern des Hôtel de la Paix ins Leben gerufen, bietet dieses feine Restaurant minimalistisches Fusion Food in kühlem postmodernem Ambiente. Interessantes minimalistisches Dekor und Essen, d. h. weißes Mobiliar, eine Showküche und kleine Portionen kambodschanischer Gerichte mit internationalem Einfluss. Wer sich einmal an Mango und Schlangensalat und ähnlich kulinarischer Exotik versuchen will, liegt hier genau richtig. WLAN.
R34 [B6] Amok Restaurant $, The Passage, www.restaurant-siemreap.com/html/amok.php, Tel. 063965407, geöffnet tägl. 10.00–23.00 Uhr. Ein gemüt- liches Restaurant, das sehr gute und insbesondere auch optisch eindrucks- volle einheimische Gerichte serviert, darunter auch das exzellente Fisch-Amok. Die Portionen sind klein, die Preise zum Glück ebenfalls.
R35 [B6] Angkor Palm Restaurant $, ein paar Schritte nördlich des Old Market, Tel. 063761436, www.angkorpalm.com, geöffnet tägl. 10.00–22.00 Uhr. Ein sehr populäres Khmer-Restaurant am Old Market mit einer großen Auswahl preiswerter einheimischer Speisen, die allesamt vom Besitzer, einem ehemaligen Chefkoch eines Pariser Restaurants, mit selbst angebautem Biogemüse zubereitet werden. Eine Zusammenstellung von sieben Khmer-Gerichten kostet nur US$ 7. Die Gäste sitzen entweder draußen mitten im Touristentrubel oder drinnen in klimatisierten Räumen.
;36 [B6] Chamkar Restaurant $, The Passage, Tel. 092733150, geöffnet Mo–Sa 11.00–23.00 Uhr, sonntags 17.00–23.00 Uhr. Dieses sehr angenehme kleine vegetarische Restaurant im Herzen der Stadt serviert fleischlose Versionen von populären kambodschanischen Gerichten, darunter Frühlingsrollen und Süßkartoffel-Curry. Hier wird garantiert weder mit Fischsoße noch mit Geschmacksverstärkern gekocht.
R37 [B6] Khmer Family Restaurant $, The Passage, Tel. 015999909, geöffnet tägl. 7.00 bis spät in die Nacht. Ein weitläufiges und freundliches Restaurant, das sich über den Block zwischen Pub Street und The Passage erstreckt und von beiden Straßen aus betreten werden kann. Preiswerte kambodschanische Gerichte, darunter selbstverständlich Amok und Loc Lac können von einer riesigen Fotospeisekarte ausgewählt werden. Außerdem gibt es Pizzas, Cocktails und preiswertes Bier.
R38 [B6] Khmer Kitchen Restaurant $, The Passage und Old Market, www.khmerkitchens.com, geöffnet tägl. 11.00–23.00 Uhr. Mit gleich drei Filialen um den Old Market herum wartet das Khmer Kitchen auf und bietet solide kambodschanische Küche. Der Service ist freundlich, westliche Gerichte gibt es auch und ortsansässige Fotografen stellen hier ihre Bilder aus.
R39 [A5] Meric $$$, Hôtel de la Paix, Tel. 063966000, geöffnet tägl. 6.30–22.00 Uhr. Eine der feinsten Speisemöglichkeiten in Siem Reap bietet exzellente kambodschanische Küche im eleganten Art-Déco-Ambiente des Hôtel de la Paix. Auf dem Menüplan steht ein außergewöhnliches Abendessen mit sieben Gängen kambodschanischer Spezialitäten. Es werden auch einige Gerichte nach westlichem Geschmack und Fusion Food serviert, aber wer einmal wirklich sehr gut kambodschanisch essen will, sollte im Meric einen Tisch und das Khmer-Dinner buchen.
R40 [B6] Temple Balcony $$, Pub Street (Street 8), Tel. 015999909, geöffnet tägl. 17.00–24.00 Uhr. Neben einem guten Blick vom ersten Stock der Temple Bar auf das allabendliche Gewimmel der Touristen auf der Pub Street, bietet Temple Balcony neben preiswerten kambodschanischen Gerichten auch allabendlich von 19.30–21.30 Uhr eine Apsara-Tanzvorführung, für die kein Eintritt gezahlt werden muss.
R41 [A6] Terrasse des Eléphants $$, Sivatha Road, Tel. 063965570, www.terrasse-des-elephants.com, tägl. 10.00–23.00 Uhr. Ein im großen Stil angelegtes Restaurant, dass sich in einem eindrucksvollen, im Kolonialstil errichteten Gebäude mitten in der Stadt befindet. Es bietet neben der tollen Aussicht von Balkons im 1. und 2. Stock eine solide Auswahl kambodschanischer Gerichte sowie einige westliche Speisen. Dazu gibt es eine große Weinkarte und Cocktails.
R42 [B5] Viroth’s $$, Wat Bo Road, Tel. 012778096, www.viroth-hotel.com/ restaurant.php, geöffnet tägl. 11.00–14.00 Uhr und 19.00–23.00 Uhr. Sehr elegant ist dieses dem gleichnamigen Hotel angeschlossene Restaurant, das gehobene kambodschanische Küche unter freiem Himmel und in einem Holzpavillon serviert. Wer abseits des Trubels sehr ruhig essen möchte, ist hier gut aufgehoben. Zu den im modernen Stil servierten einheimischen Spezialitäten wird auch eine angemessene Weinliste geboten. Sehr gut geeignet für einen ruhigen Abend zu zweit.
R43 [B5] Curry Walla $, Sivatha Road, Tel. 063 965451, 092459723, geöffnet tägl. 10.00–23.30 Uhr. Wer preiswert indisch essen will, liegt hier genau richtig. Curry Walla ist etwas nördlich der Altstadt, aber immer noch zentral gelegen und bietet eine große Auswahl vegetarischer und fleischhaltiger Standardgerichte zu vernünftigen Preisen. Das Restaurant kann auch direkt an Hotels liefern und verfügt über eine Zweigstelle nahe dem Angkor Night Market. WLAN.
R44 [bi] Jardin des Delices $$, Paul Dubrule School, Airport Road, Tel. 063963673, mobil: 092356641, www.ecolepauldubrule.org, geöffnet tägl. 12.00–14.00 Uhr. Ein Gartenrestaurant der ganz besonderen Art. Das Jardin des Delices ist Teil der Paul-Dubrule-Hotelfachschule und liegt etwas abseits des Stadtkerns an der Straße zum Flugplatz. Studenten der Hotelfachschule betreiben das Restaurant und servieren mittags hochklassige asiatische Mahlzeiten in drei Gängen für nur US$ 11 pro Person. Am besten vorher anrufen und einen Tisch reservieren.
R45 [B5] L’Escale des Arts et des Sens $$$, Oum Khun Street, in der Nähe der Post, Tel. 063761442, geöffnet tägl. 10.00–22.00 Uhr. In diesem attraktiven, aus der Kolonialzeit stammenden, restaurierten Gebäude werden asiatische Gerichte angeboten, die der Chefkoch Didier Corlou mit einem Hauch „Frankreich“ krönt. Die Restaurantbesucher können in einem hübschen, überdachten Bereich im Stil einer Jazz-Bar oder im Garten unter freiem Himmel speisen. Wirklich ein Essenserlebnis. WLAN.
R46 [B6] Little India $, 2, Thnou Street, gegenüber dem Blue Pumpkin, Tel. 012652398, geöffnet täglich 10.00–22.00 Uhr. Das älteste indische Restaurant in Siem Reap bietet preiswerte und ordentliche Thalis, eine Zusammenstellung indischer Gerichte, mit oder ohne Fleisch bzw. Fisch. Auf der Speisekarte stehen Gerichte aus Nord- und Südindien und der Service ist freundlich. WLAN.
R47 [A6] Mandalay Kitchen $, Sivatha Road, im Mandalay Inn Guest House, Tel. 063761662, www.mandalayinn.com, geöffnet tägl. 6.00–22.00 Uhr. Das einzige Restaurant in Siem Reap (und möglicherweise in ganz Kambodscha), das eine große Auswahl burmesischer Speisen serviert, darunter etliche interessante Currys. Außerdem bietet die Speisekarte jede Menge kambodscha- nische Gerichte.
R48 [A5] Nest $$$, Sivatha Road, Tel. 063966381, geöffnet tägl. 16.00 bis 24.00 Uhr. Eines der nobelsten Gastronomieangebote in Siem Reap: Auf der interessanten Speisekarte findet sich Fusion Food, eine Mischung aus asiatischen und europäischen Gerichten, die in einem wunderschönen Garten unter Zeltdächern oder unter freiem Himmel in sehr ruhiger und angenehmer Atmosphäre serviert werden. Nach dem Essen können die Gäste den Nachmittag oder Abend in tiefen Sesseln und Sofas mit dem Genuss von Cocktails verbringen – insgesamt eine kulinarische und ästhetische Erfahrung, die in Europa ein Vermögen kosten würde. WLAN.
R49 [B5] Paris Saigon $$, Tep Vong Street, nahe Wat Bo östlich des Flusses, Tel. 063965408, geöffnet täglich 11.00–22.00 Uhr. Dieses einfache, aber solide kleine Restaurant mit Klimaanlage bietet hervorragende vietnamesische Speisen und diverse französische Gerichte. Zu den Favoriten zählen Nem Nuang, Frühlingsrollen, die man selbst kreiert, und Phoe, vietnamesische Nudelsuppe. Die Weinkarte ist auch nicht schlecht.
R50 [A4] Abacus Restaurant $$, Airport Road, Tel. 012644286, geöffnet tägl. 11.00–23.00 Uhr. Im Abacus Restaurant hat man das Gefühl, im Wohnzimmer eines französischen Professors zu sitzen. In einem traditionellen Khmer-Haus voller Bücherregale und mit einem wunderschönen Garten wird sehr gute französische und internationale Küche mit einem Hauch Asien geboten.
R51 [B6] Alliance Café $$, nahe Wat Damnak, www.allianceartcafe.com, Tel. 063964960, geöffnet tägl. 9.00–22.00 Uhr. In einem spätkolonialen Gebäude auf dem Grundstück der Alliance Française untergebracht, werden in diesem feinen französischen Restaurant neben gehobener französischer und kambodschanischer Küche auch regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen einheimischer Künstler geboten. Der franzö- sische Koch hat eine abwechslungsreiche Speisekarte internationaler Gerichte mit asiatischem Einfluss kreiert, darunter auch eine Auswahl vegetarischer Speisen. Schüler der Krousar Thmey NGO bieten abends Schattentheater – die Einnahmen werden in die Ausbildung weiterer Adepten investiert. WLAN.
R52 [A5] Happy Herb Pizza $, 2, Thnou Street, Tel. 012838134, geöffnet tägl. 7.00–24.00 Uhr. Dieses preiswerte Lokal ist sehr beliebt bei Rucksacktouristen und bietet – genau wie das ursprüngliche Restaurant in Phnom Penh – preisgünstige Pizzas und eine große Auswahl einfacher Khmer-Gerichte sowie vegetarische Speisen.
R53 [B5] Soria Moria Fusion Kitchen $$, Wat Bo Road, im Soria Moria Hotel, Tel. 063964768, www.thesoriamoria.com/facilities.php, geöffnet tägl. 6.30–22.30 Uhr. Das Restaurant ist dem gleichnamigen Hotel angeschlossen und wird von einem skandinavischen Paar geleitet. Auf der Speisekarte steht nicht nur gutes einheimisches Essen, sondern auch eine große Auswahl an skandinavischen und japanischen Gerichten. WLAN.
R54 [A5] Tell $$, Sivatha Road, Tel. 063963289, geöffnet tägl. 11.00–22.00 Uhr. Das einzige deutsche Restaurant Siem Reaps serviert durchaus authentisch schmeckende deutsche und Schweizer Gerichte, selbstverständlich auch Eisbein und Schnitzel. Außerdem finden sich auf der Speisekarte etliche einheimische Speisen. Die Gäste können entweder im rustikalen „deutschen Ambiente“ im klimatisierten Restaurant oder draußen vor dem Lokal an Tischen auf dem Bürgersteig essen. WLAN.
R55 [B6] Viva $$, Pub Street (Street 8), Tel. 063963151, www.ivivasiemreap.com, geöffnet tägl. von 10 Uhr bis spät in die Nacht. In Siem Reaps einzigem mexikanischen Restaurant bekommt man relativ preiswerte Burritos, Enchiladas, Chimichangas, Fajitas und Tacos. Das durchweg gute Essen kann man dann mit ein paar Margaritas hinunterspülen und schon fühlt man sich aus Asien in ein mexikanisches Gasthaus aus der Revolutionszeit versetzt. Beinahe jedenfalls. Eine zweite Filiale am Old Market war zur Zeit der Recherche geschlossen, soll aber wieder öffnen.
Die Netzspannung beträgt 220 Volt. Gelegentlich kommt es in Siem Reap zu Stromausfällen. Außerhalb der Stadt ist die Stromversorgung noch immer recht unzuverlässig. Die mitteleuropäischen Stecker passen in kambodschanische Steckdosen.
Kambodscha und besonders Angkor sind ein Traum für Fotografen. Freundliche, offene Menschen und Ruinen, deren Erscheinungsbild sich je nach Jahreszeit, Tageslicht und Uhrzeit ändert, fordern regelrecht dazu heraus, permanent auf den Auslöser zu drücken.
Die meisten Kambodschaner lassen sich nicht ungern fotografieren und werden allenfalls ein wenig verlegen, allerdings sollte man bei Nahaufnahmen vor allem von Mönchen um Erlaubnis fragen. Polizisten und Soldaten im Dienst sollte man nicht fotografieren. Wichtig ist in Kambodscha vor allem das Licht. Wie in allen Ländern, die am Äquator liegen, ist es am besten, frühmorgens von Sonnenaufgang bis ungefähr 9.00 Uhr und am Nachmittag von 16.00 Uhr bis Sonnenuntergang mit der Kamera unterwegs zu sein. Zu diesen Zeiten leuchten Land und Leute geradezu – sofern die Sonne scheint.
Landschaftlich sieht es hier während und kurz nach der Regensaison, von Juni bis Dezember also, am besten aus. Die lange Regenperiode filtert den sonst allgegenwärtigen Staub aus der Luft und die Pflanzen sprießen, was auch die Angkor-Ruinen frischer erscheinen lässt. In der Tat ist der feine rote Lateritstaub, der während der Trockenzeit in Kambodscha herumwirbelt, der Feind Nummer eins für Fotoapparate. In der Trockenzeit empfiehlt es sich, die Kamera bei Nichtgebrauch in einer Plastiktüte zu verstauen.
Es lohnt nicht, in Kambodscha eine Kamera zu kaufen – es finden sich bessere Angebote in Thailand, Malaysia oder Singapur. Memory Cards und Filme bekommt man problemlos in Siem Reap und man kann auch ohne Weiteres seine Bilder hier entwickeln lassen. Wer mit Film fotografiert, sollte die Rollen allerdings besser im Heimatland entwickeln lassen – mit Negativen wird in kambodschanischen Fotoläden nicht sonderlich empfindsam umgegangen.
Schließlich gilt es noch zu bedenken, dass Kambodscha sehr arm ist und dass man auf seine Kamera immer aufpassen sollte, ob im Tuk-Tuk, auf der Straße oder in einem Restaurant. In Siem Reap wird allerdings im Vergleich zu Phnom Penh nicht viel gestohlen.
Die offizielle Währung Kambodschas ist der Riel (1 Euro liegt derzeit bei etwa 5000 Riel) und auf dem Land und in Kleinstädten ist dies auch die meist genutzte Währung. Geldscheine gibt es zu 50, 100, 500, 1000, 2000, 5000, 10.000, 20.000 und 50.000 Riel. Münzen gibt es offiziell zu 50, 100, 200 und 500 Riel, aber diese sieht man in der Regel nicht im Umlauf.
In Phnom Penh, Siem Reap und überall dort, wo Touristen sind, wird allerdings meist mit US-Dollars gezahlt. Auch die Geldautomaten am Flugplatz und in Siem Reap geben nur Dollars aus. Auf Speisekarten und in Hotels werden die Preise grundsätzlich in US-Dollars angegeben. Wer sich nur ein paar Tage in Kambodscha aufhält, um die Tempel zu besuchen, wird also wahrscheinlich meist in dieser Währung bezahlen.
Außerhalb von Siem Reap, in den Dörfern der Provinz beispielsweise, ist es natürlich besser, Riel auszugeben. Thailändische Baht werden in den Grenzregionen zu Thailand, also generell auch in Siem Reap, akzeptiert.
Aktuelle Wechselkursinformationen findet man im Internet u. a. unter www.wechselkurs.de.
An fast jeder Straßenecke und sogar in einigen Hotels finden sich in Siem Reap Geldautomaten. Banken wie ANZ, Canadia Bank und UCB bieten Geldumtausch, Auszahlungen auf Kreditkarten und Reisechecks sowie internationale Geldüberweisungen. Die Banken sind montags bis freitags von 8.00 bis 15.00 oder 16.00 Uhr geöffnet. Einige Banken haben samstags bis 11.30 Uhr offen. Die am weitesten verbreitete Kreditkarte ist Visa. Immer mehr Banken akzeptieren auch MasterCard und JCB. American Express (nur bei Mekong Bank) und Diners Club sind dagegen weniger bekannt, daher werden diese Karten auch oft abgelehnt.
Freischaffende Geldwechsler finden sich in Siem Reap entlang der Sivatha Road. Wer Euros in Dollars umtauscht, sollte dies auf der Bank tun. Zum Umtausch von Dollars oder Euros in Riel kann man auch einen inoffiziellen Geldwechsler auf einem der Märkte besuchen. Der Kurs ist ein paar Cents günstiger als auf der Bank. Ein Risiko bezüglich der Legalität dieser Stände besteht für den Kunden nicht. Beim Eintauschen von Dollars sollte man jedoch immer darauf achten, dass die Geldscheine, die man bekommt, keine Risse haben. Eingerissene Dollarscheine sind in Kambodscha nichts wert!
Ein Großteil der kambodschanischen Bevölkerung lebt von einem Dollar oder weniger am Tag. Die eigentlichen Lebenskosten sind sehr niedrig, Kambodscha ist daher für Europäer ein sehr preisgünstiges Land. Rucksacktouristen finden in Siem Reap Zimmer für US$ 5 und können in den Garküchen des Old Market für ein paar Dollars gut essen. Die Straßenstände entlang der Sivatha Road sind noch preiswerter. Fahrradfahren ist die günstigste Fortbewegungsmöglichkeit und wer radelt, kann die Tempel fast für den Preis des Eintrittsgeldes genießen. Reisende mit etwas höherem Budget finden ein großes Angebot an sauberen Guesthouses und kleinen Hotels mit voll klimatisierten Zimmern ab US$ 15 und für US$ 25 bis US$ 50 lebt man sehr komfortabel. Darüber hinaus gibt es natürlich auch teurere Hotels und diverse 5-Sterne-Unterkünfte, die entweder Kolonialambiente oder kühle Postmoderne bieten, selbstverständlich zu einem entsprechenden Preis. Die Auswahl an Restaurants ist ebenfalls umfangreich. Außer in den schon erwähnten Garküchen kann man für US$ 10 in preiswerten indischen, vietnamesischen und koreanischen Restaurants gut essen. Auch ein paar gehobenere Lokale – meist gute Khmer oder französische Küche – hat Siem Reap zu bieten, diese sind meist in den teureren Hotels zu finden. Transportkosten für Motorradtaxis, Taxis oder Tuk-Tuks sollten grundsätzlich vor Antritt einer Fahrt ausgehandelt werden und nach Ende des Arbeitstages oder der Route bezahlt werden.
Wer Siem Reap und die Angkor-Ruinen so preiswert wie möglich erleben will, kann mit US$ 40–50 täglich (inkl. Tempelpass) auskommen. Wer auf Urlaubskomfort, ein gutes Abendessen und ein Glas Wein oder Bier Wert legt, ist immer noch mit weniger als US$ 100 Dollar dabei. Reist man zu zweit, so verringern sich die Kosten ein wenig. Die Preise für Dienstleistungen sind in Siem Reap in den letzten Jahren nur geringfügig gestiegen.
Da die Infrastruktur allerdings enorm gewachsen ist, gibt es natürlich auch entsprechend mehr Möglichkeiten, Geld auszugeben – von den verschiedensten Shops bis zu Bars und Klubs, die die ganze Nacht geöffnet haben. In Europa oder den USA hergestellte Produkte sind selbstverständlich teurer als einheimische.
Bis vor nur wenigen Jahren gab es kein einziges Krankenhaus mit europäischem Standard im tropischen Entwicklungsland Kambodscha. Das hat sich inzwischen zumindest in Siem Reap geändert. Besucher brauchen keine Impfpässe mitzubringen, es sei denn, sie reisen aus einem afrikanischen Land ein, in dem das Gelbfieber verbreitet ist. An den Landesgrenzen wird zwar manchmal nach einem Impfpass gefragt – allerdings nur, um den Besuchern Geld zu entlocken. Kurzbesucher Kambodschas sollten gegen Diphtherie, Polio, Typhus, Hepatitis A und natürlich auch gegen Tetanus geimpft sein. In den Filialen der U-Care Pharmacy in Siem Reap gibt es alles, was man für die Reiseapotheke braucht (s. S. 116).
Siem Reap ist eine recht saubere Stadt in einem sehr armen Entwicklungsland. Unterkünfte sind generell sauber, aber wer nur US$ 5 für sein Zimmer zahlt, sollte nicht zu viel erwarten. Das Leitungswasser ist in der Regel kein Trinkwasser. (Der Autor putzt sich jedoch seit zehn Jahren damit die Zähne und hat bisher keinen Schaden davongetragen.)
Toiletten sind in Südostasien grundsätzlich nicht mit einer Wasserspülung ausgestattet, aber in Siem Reap haben auch die billigeren Guesthouses generell westliche Toiletten mit Spülung, in die man allerdings kein Papier werfen sollte, da sie sonst verstopfen. Normalerweise steht ein Eimer für diesen Zweck bereit. Toilettenpapier, Tampons und andere Toilettenartikel gibt es in diversen Supermärkten und Apotheken Siem Reaps zu kaufen. An den Haupttempeln im Angkor Archaeological Park wurden vor einigen Jahren öffentliche Toiletten errichtet, die sauber sind und kostenfrei benutzt werden können.
Aufgrund der generell mangelnden Hygiene im Land sollte man sich unbedingt vor jeder Mahlzeit die Hände waschen. Kontakt mit Tieren, vor allem mit Straßenhunden und verwilderten Katzen, vermeidet man besser. Während der trockenen Sommermonate färbt der Lateritstaub, der stetig um die Tempel weht, helle Kleidung rötlich. Der Staub ist so fein, dass er sich nur schlecht aus weißer Kleidung herauswaschen lässt.
Im täglichen Leben und zwischenmenschlichen Bereich sind Hygiene und saubere Kleidung enorm wichtig. Wer in Kambodscha als Besucher ungewaschen, ungekämmt und in abgetragener Kleidung auftritt, wird die Einheimischen verwundern und sie möglicherweise in Verlegenheit bringen. Warum kann sich der reiche Ausländer keinen Kamm und kein neues Hemd leisten? Wer einen aktiven Tempel oder ein Privathaus betritt, sollte unbedingt die Schuhe ausziehen.
Kambodscha hat keinerlei internationale Fremdenverkehrsämter und die kambodschanischen Botschaften und Konsulate verfügen über keine nützlichen Informationen für Besucher. Es gibt auch keine kambodschanischen Kulturzentren in Deutschland, der Schweiz oder Österreich. Informationen zum Land und praktische Reisetipps sind auf der Webseite Indochina Services (www.indochina-services.com) zu finden. Zahlreiche Reiseveranstalter in Deutschland bieten Gruppenreisen nach Südostasien an. Viele davon haben auch Angkor im Programm.
Für ein Touristenvisum kann man sich an die kambodschanische Botschaft im Heimatland wenden oder es direkt bei der Landung am Flugplatz in Siem Reap beziehen. Die Ausstellung eines Visums dauert in Deutschland in der Regel fünf Arbeitstage. In Österreich gibt es keine kambodschanische Botschaft. Österreichische Reisende wenden sich am besten an die Botschaft eines anderen EU-Landes.
µ Königliche Botschaft von Kambodscha in Berlin, Benjamin-Vogeldorff-Str. 2, 13187 Berlin, Tel. 3048637901, www.kambodscha-botschaft.de, Fax 030 48637973, Mo–Do 8.30–12.00 Uhr und 13.30–16.30 Uhr, Visastelle: 8.30 bis 13.00 Uhr
µ Königliche Botschaft von Kambodscha in Genf, Chemin Taverney 3, Case pos- tale 213, 1218 Le Grand-Saconnex, 1200 Genf, Tel. 0227887773, Fax 0227887774
i57 [B4] Tourist Office, es befindet sich in einem weißen Gebäude gegenüber dem Grand Hotel D’Angkor an der Straße zu den Tempeln, Zeiten variabel, oft geschlossen. Das offizielle Tourist Office in Siem Reap war während der Recherche zu diesem Buch keinen Besuch wert.
i58 [B1] Bayon Information Center, ein paar 100 Meter nördlich des Jayavarman VII Children’s Hospital, www.angkor-jsa.org/bic/index.html, geöffnet Mo–Mi, Fr–Sa, 8.00–16.00 Uhr, Eintritt US$ 2. Dieses kleine Besucherzentrum wird von der UNESCO finanziert und dem japanischen Regierungsteam JASA, das mit diversen Restaurierungsprojekten an den Tempeln beschäftigt ist. In einem Pavillon kann man eine Fotoausstellung über die archäologischen Ausgrabungen der JASA anschauen.
µ www.canbypublications.com/siemreap/ srhome.htm – Website eines alle drei Monate publizierten Heftchens, das u. a. Karten, Restaurants und Hotels aufweist
µ www.phnompenhpost.com/index.php/ Siem-Reap-nsider/?id=8&view= section – aktuelle Nachrichten aus Siem Reap auf der Website der Phnom Penh Post, einer englischsprachigen Tageszeitung
µ www.talesofasia.com – regelmäßig aktualisierte, seit Jahren aktive Website über Siem Reap und Kambodscha. Vor allem die Tipps für Überlandreisen sind von Nutzen und der trockene, manchmal sarkastische Ton des Autoren Gordon Sharpless gibt dem Ganzen sowohl einen informativen als auch unterhaltsamen Touch.
µ www.tourismcambodia.com/ travelguides/provinces/siem-reap – offizielle Website des kambodscha- nischen Fremdenverkehrsamtes mit Infos zu Bevölkerung, Klima und Hotels
Die beiden englischsprachigen Tageszeitungen The Cambodia Daily und The Phnom Penh Post bieten recht solide Reportagen über Politik und Kultur des Landes und der Region. Der in vielen Hotels erhältliche South East Asia Globe ist ein englischsprachiges monatlich erscheinendes Magazin, das die Themen Politik, Wirtschaft und Tourismus in der Region und insbesondere Kambodscha abdeckt. Die überall ausliegenden Canby Publications bieten Hotel-, Bar- und Restaurantlisten für Siem Reap. Die kleinen Cambodia Pocket Guides enthalten Infos sowohl zu Restaurants und Bars als auch zu den Einkaufsmöglichkeiten in Siem Reap, besprechen allerdings nur Geschäfte, die auch auf den Seiten der Heftchen werben.
In Siem Reap ist fast jedes Hotel ans Internet angeschlossen. Preiswerte Hotels und Guesthouses haben normalerweise ein paar PCs zur kostenlosen Nutzung der Gäste in der Lobby stehen. Hotels ab US$ 20 verfügen in der Regel über WLAN. In teureren Hotels ist für Internetzugang oder WLAN oftmals etwas zuzuzahlen. Entlang der Sivatha Road und um den Old Market befinden sich mehrere Internetcafés.
Noch vor ein paar Jahren gab es in Siem Reap praktisch überhaupt keine medizinische Versorgung und wer einen Unfall o. Ä. hatte, musste sich schleunigst ins benachbarte Thailand evakuieren lassen. Auch heute ist den meisten Kambodschanern ärztliche Hilfe weitgehend verwehrt. Ausländische Besucher können sich im Notfall an das Royal Angkor International Hospital an der Straße zum Flugplatz wenden, das international ausgebildete, englisch sprechende Ärzte und medizinische Dienstleistungen von hoher Qualität bietet. Auch in zahnärztlichen Notfällen sollte man dieses Krankenhaus aufsuchen. Behandlungen im Royal Angkor International Hospital sind sehr teuer, man sollte daher unbedingt eine Reisekrankenversicherung abschließen. Aber auch sonst ist eine solche Versicherung dringend zu empfehlen. Das Unfallrisiko ist höher als zu Hause, der Verkehr chaotisch und die Kosten für eine adäquate medizinische Notfallversorgung – sofern überhaupt vorhanden – oder eine Evakuierung ins Ausland sind gewaltig. Es ist daher wichtig, dass ein eventuell nötiger Rücktransport ins Heimatland abgedeckt ist, wobei man auf den Zusatz „sinnvoll und vertretbar“ anstelle des bloßen „medizinisch notwendig“ achten sollte. Außerdem sollte man überprüfen, ob eine vollständige Kostenübernahme gewährleistet ist. Bei besonders schweren Fällen werden Patienten per Flugzeug nach Thailand gebracht, was vom Krankenhaus organisiert werden kann.
Beim Kauf von Medikamenten gilt es in Kambodscha aufzupassen. Kleinere Apotheken und auch Kliniken bieten manchmal gefälschte Medikamente an, die zu schweren Vergiftungen führen können. In Siem Reap ist die Apotheke U-Care zu empfehlen, die über drei Filialen in der Stadt verfügt:, am Old Market, im Lucky Supermarket auf der Sivatha Road und im internationalen Flugplatz. Die einzige als sicher geltende Alternative ist die Angkor Thom Pharmacy an der Sivatha Road (Tel. 012 971309). Eine Notrufnummer für Krankenwagen gibt es nicht. Viele Medikamente, für die man in Europa ein Rezept benötigt, sind in Kambodscha frei käuflich.
+59 [bi] Royal Angkor International Hospital, Tel. 063761888 oder 012235888 (Handy), www.royalangkorhospital.com, auch bei zahnärztlichen Notfällen
+60 [B6] U-Care Pharmacy, Old Market, tägl. geöffnet 8.00–21.00 Uhr
+61 [A4] U-Care Pharmacy, Filiale Lucky Supermarket/Sivatha Road, tägl. geöffnet 8.00–21.00 Uhr
+62 [bh] U-Care Pharmacy, Filiale Siem Reap Airport, tägl. 8.00–21.00 Uhr
Auch für viele Kinder ist Angkor ein Traum, der alternative Besuchsziele in und um Siem Reap fast überflüssig macht. Die Tempelruinen erwecken möglicherweise Erinnerungen an Indiana Jones, Tomb Raider und andere Actionfilme. Zudem sind die meisten Kambodschaner von Kindern aus dem Ausland völlig fasziniert, sodass junge Besucher normalerweise sofort im Mittelpunkt des Geschehens stehen.
Die Hitze kann allerdings besonders bei Kindern sehr schnell zu Wassermangel führen. Glücklicherweise befinden sich ja inzwischen um alle Haupttempel herum saubere Toiletten und Garküchen – ideal für eine schattige Pause bei kalten Getränken.
Zur Abwechslung bieten sich Ausflüge in die Dörfer um den Tonlé-Sap-See ì, ins Cambodian Cultural Village ä oder ein Picknick am westlichen Mebon á an. Viele Hotels in Siem Reap haben inzwischen Schwimmbäder, die auch von Nicht-Hotelgästen genutzt werden können.
Auch die Essensmöglichkeiten für Kinder sind in Siem Reap fast unbeschränkt. Ja, es gibt inzwischen einen KFC (Kentucky Fried Chicken), aber auch fast jedes Restaurant mit einer englischen Speisekarte kann kindgerechte westliche Mahlzeiten servieren. Zudem bietet Kambodscha auch eine Unmenge an unbekanntem (und bekanntem) Obst – unter anderem Mangos, Mangusten und die feurig aussehende, aber sehr süß schmeckende Pitahaya.
Das Nachtleben von Siem Reap ist nicht sonderlich aufregend, schon gar nicht im Vergleich mit dem etwas wilderen der Hauptstadt Phnom Penh. Das bedeutet auch, dass hier kaum Massagesalons, Karaoke- und Hostessenbars zu finden sind. Die meisten Besucher der Stadt sind ja schließlich wegen der Tempel gekommen und wollen nach acht Stunden Ruinenbesichtigung nur noch ein gutes Abendessen und ein komfortables Bett. Wer nach Sonnenuntergang noch Energie übrig hat, findet vor allem um den Old Market und entlang der Sivatha Road eine gute Auswahl an Cocktail- und Bierbars und einige Klubs, wo bis Sonnenaufgang getanzt wird. Spezielle Apsara-Tanz-Vorstellungen gibt es z. B. im Raffles Grand Hotel (s. S. 130) und im Temple Balcony (s. S. 103).
:63 [B6] Angkor What?, Pub Street (Street 8), Tel. 012490755, geöffnet tägl. 18.00 Uhr bis spät in die Nacht. Die erste Bar von Siem Reap öffnete 1998 und ist noch immer eines der populärsten Etablissements der Stadt. Die Wände der Bar sind mit Tausenden Unterschriften früherer Kunden verziert und es wird zu lautem Techno und Drum ’n’ Bass bis in den Morgen getanzt.
:64 [B4] The Elephant Bar, Raffles Grand Hotel d’Angkor, geöffnet tägl. 16.00–24.00 Uhr. Eine der teuersten und elegantesten Bars der Stadt bietet im kolonialen Fünfsternehotel exklusives Flair, Cocktails, Wein- und Biersorten aus aller Welt und das sauberste Billardtuch von Siem Reap. Hier bekommt man einen Eindruck, wie die betuchten Touristen zu Beginn den 20. Jh. ihre Abende nach dem Besuch der Ruinen verbrachten.
#65 [A5] The Island Bar, Angkor Night Market, www.angkornightmarket.com, geöffnet tägl. 16.00–24.00 Uhr. Gartenbar im balinesischen Stil, im Angkor Night Market gelegen. Wem das Einkaufen zu stressig wird, der kann sich hier unter einem gewölbten Strohdach niederlassen und einen Cocktail oder ein kaltes Bier trinken. Happy Hour von 16.00–20.00 Uhr.
#66 [A6] Mikey’s Night Bar @@, Sivatha Road, geöffnet tägl. 18.00–6.00 Uhr. Wer nicht schlafen kann, findet hier spätabends freundliche Gesellschaft, kaltes Bier, Cocktails, Snacks, Tapas und Internetzugang.
:67 [A6] Picasso, The Passage, geöffnet tägl. 17.00–24.00 Uhr. Diese kleine Cocktail- und Tapasbar bietet ein ruhiges, gediegenes Ambiente im Herzen der Stadt.
:68 [A6] Soksan Palace, nahe Sivatha Road, Tel. 098807272, geöffnet tägl. 19.00–04.00 Uhr. Der Laden für alle, die die Nacht zu irre lautem Techno, House, Hip-Hop und Khmer Pop durchtanzen wollen. Außerdem gibt es in Siem Reaps größtem Nachtklub ein Karaokezimmer, Tanzwettbewerbe und Auftritte von Komikern. Und damit sind nicht die Gäste gemeint ...
:69 [A6] X Rooftop Bar @@, Pub Street (Street 8), Tel. 092207842, geöffnet tägl. von 16.00 bis Sonnenaufgang. Auf einer Dachterrasse in der Pub Street gelegen, bietet die höchste Bar von Siem Reap neben dem besten Blick auf die Innenstadt, Bier, Wein und Zigarren auch Filme auf großer Leinwand und gelegentliche Livemusik.
X70 [B1] Tourist Police: gegenüber der Kasse an der Hauptstraße zu den Tempeln, Tel. 012 402424
µ Feuer: Tel. 012 784464
µ Krankenhaus (s. S. 116): Tel. 063 761888
µ Krankenhaus Handy: Tel. 012 235888
µ Apotheke (s. S. 116): Tel. 012 971309
Bei Verlust von deutschen Maestro-(EC-), Kredit- und Handy-SIM-Karten gilt überwiegend die einheitliche Sperrnummer 0049 116116, im Ausland zusätzlich die Nummer 0049 3040504050. Details finden sich im Internet unter www.sperr-notruf.de. Es empfiehlt sich, vor der Reise (von einem erhaltenen Merkblatt bzw. der Kartenrückseite) die individuelle Karten-Sperrnummer zu notieren. Da es für österreichische und Schweizer Karten keine zentrale Sperrnummer gibt, sollten sich deren Inhaber nach einer aktuell gültigen Notrufnummer ihres jeweiligen Kreditkartenanbieters erkundigen.
Ämter sind offiziell montags bis freitags von 7.30 bis 11.30 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ob zu diesen Zeiten tatsächlich jemand anwesend ist, sei dahingestellt – Regierungsjobs sind schlecht bezahlt und viele Angestellte haben noch eine zweite Arbeitsstelle.
Banken sind generell montags bis freitags von 8.30 bis 15.30 Uhr geöffnet, gelegentlich auch samstags von 8.30 bis 11.30 Uhr. Märkte öffnen normalerweise sehr früh und schließen gegen 17.00 Uhr. Geschäfte sind im Allgemeinen von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
Die Hauptpost in Siem Reap befindet sich auf der Westseite des Flusses an der Pokambor Avenue etwas südlich vom FCC (Foreign Correspondents Club). Wie sicher es ist, verpackte Wertgegenstände von hier aus zu verschicken, ist ungewiss, denn die kambodschanische Post ist nicht immer zuverlässig. Sammler können hier sowohl neue als auch alte Briefmarken erstehen. Alle kleineren Postämter sollte man besser meiden. Wer schwere Gegenstände versenden will, kann sich an DHL wenden. Das Verschicken größerer Sendungen kostet um die US$ 10 pro Kilo, während kleine Pakete sehr teuer sind – bis zu US$ 100 pro Kilo. Reisende, die sich etwas aus dem Ausland zuschicken lassen wollen, sollten besser eine Hoteladresse als die der Post angeben. Aber auch dann gibt es keine Garantie, dass die Sendung ankommt. Ein Brief oder Paket braucht zwei bis drei Wochen für die Reise von Europa nach Kambodscha. Übrigens ist die Post in den Nachbarländern verlässlicher.
Postkarten gibt es in Siem Reap überall zu kaufen und auch die geschäftstüchtigen Straßenhändler bieten ganze Bündel davon an. Die Karten kosten je nach Qualität zwischen US$ 0,10 und US$ 1. Briefmarken für Postkarten nach Europa bekommt man für etwa 2000 Rl. Kunden sollten sichergehen, dass die Karten nach dem Kauf auf der Post auch wirklich frankiert werden.
P71 [B5] Hauptpost, Pokambor Avenue, geöffnet täglich 7.00–17.30 Uhr
P72 [A5] DHL, Sivatha Road 15A, Tel. 063 964949
Wer kräftig genug ist, sollte den Angkor Archaeological Park mit dem Fahrrad erkunden. Die Entfernungen sind recht groß, aber sämtliche Straßen sind geteert und Berge gibt es auch keine. Im Sommer ist es zwar unerträglich heiß, doch alle paar Kilometer kann man Wasser kaufen. Zu Stoßzeiten kommt es allerdings aufgrund der vielen Tourbusse zu Verkehrsstaus, vor allem am frühen Abend um Phnom Bakheng, was für Radfahrer in der staubigen Hitze nicht sonderlich angenehm ist.
In Siem Reap gilt es, besondere Vorsicht walten zu lassen. Täglich gibt es zahlreiche Unfälle und Fahrradfahrer sind wenig beachtete Teilnehmer am kambodschanischen Straßenverkehr.
Eine Schwulenszene an sich gibt es in Kambodscha nicht, aber die Homosexualität wird gutmütig toleriert und gelegentlich sogar gepriesen. Siem Reap bietet ein paar schwulenfreundliche Bars und Unterkünfte, allen voran das Men’s Resort & Spa, das vielleicht einzige Boutique-Hotel in Südostasien, das ausschließlich schwule Gäste willkommen heißt. Weitere Infos bei www.utopia-asia.com.
:73 [B6] Linga Bar, The Passage, tägl. 11.00–2.00 Uhr, www.lingabar.com. Neue schicke Cocktailbar, im Zentrum der Stadt gelegen. Gute Weinliste. WLAN.
:74 [B6] Miss Wong Cocktail Bar, in der nördlich und parallel zur Pub Street verlaufenen Straße gelegen, geöffnet tägl. 17.00–1.00 Uhr. Asiatischer Retrokitsch à la Shanghai der 1930er-Jahre und eine große Auswahl an Cocktails werden in dieser schwulenfreundlichen Bar geboten.
Ì75 [A6] Angkor Friendship Inn $, 300 m südlich des Old Market in einer Seitenstraße der Sivatha Road, Tel. 063965197, www.angkorfriendshipinn.com. Ein lesben- und schwulenfreundliches kleines Guesthouse, das neben großen sauberen Zimmern mit Klimaanlage, TV, Kühlschrank, Safe und WLAN auch einen Swimmingpool und Massagen offeriert. Wer vorbucht, wird kostenlos am Flughafen abgeholt.
h76 [B6] Cockatoo Resort $$$, Tel. 063969069, www.thecockatooangkor.com. Kleine schwulenfreundliche, von einem britischen Fotografen geleitete Anlage, die nett eingerichtete, saubere Zimmer mit allem Komfort und WLAN in einem alten Khmer-Haus und zwei Bungalows im balinesischen Stil bietet. Frühstück ist im Zimmerpreis inbegriffen. Im Garten wartet ein Swimmingpool auf die Gäste und das Restaurant serviert sehr gute kambodschanische Gerichte. In der angeschlossenen Café-Bar Noir werden abends Hollywoodfilme aus den 1930er- bis 1950er-Jahren (Films noirs) gezeigt.
h77 [B6] Hotel Be Angkor $$$$, The Passage, www.hotelbeangkor. Tel. 012755311, 063965321. Das Hotel liegt in The Passage, einer kleinen Gasse im Herzen der Altstadt und hat nur drei komfortable, große Zimmer, die allesamt mit Kunstwerken in Siem Reap arbeitender Künstler dekoriert sind. Die Räume haben ein modernes Boutique-Ambiente und bieten allen Komfort. Eines der Zimmer, der Sepia Room, ist von dem Fotografen John McDermott entworfen worden – einige der eindrucksvollen Bilder des renommierten Künstlers hängen hier an den Wänden. Bemerkenswert ist auch die Dachterrasse. Alle Zimmer haben WLAN.
h78 [C4] Men’s Resort & Spa $$$, nahe Wat Po Lanka, Tel. 063963053, Fax 963504, www.mens-resort.com. Diese exklusiv für Schwule etablierte Unterkunft bietet zehn originelle, im Boutique-Beton-Finish gehaltene Zimmer mit allem Komfort, die um einen Pool und einen Wellnessbereich mit Sauna und Massageangebot gruppiert sind. Die Anlage befindet sich in einer sehr ruhigen Gegend, hat aber kein Restaurant.
Siem Reap ist der sicherste Ort Kambodschas. Im Gegensatz zu Phnom Penh wird in der Stadt der Angkor-Tempel darauf geachtet, dass die zwei Millionen Besucher nicht von unappetitlichen Realitäten abgeschreckt werden. Kriminalität ist also kaum ein Problem. Dennoch sollten Hotelzimmer immer abgeschlossen werden – ob man sich nun drinnen oder draußen befindet. Zudem sind Wertsachen und Dokumente, soweit es geht, mit sich zu führen und während der Tuk-Tuk-Fahrten sollte die Handtasche stets festgehalten werden.
Drogen gibt es in Siem Reap so gut wie gar nicht, bis auf Marihuana, das jüngeren Besuchern gelegentlich abends in der Altstadt offeriert wird. Wer diskret ist, wird kaum Probleme haben. Die Einheimischen konsumieren Methamphetamin, das aber Touristen in der Regel nicht angeboten wird.
Auch Prostitution wird in Siem Reap betrieben, aber wer nicht danach sucht, wird kaum entsprechende Gelegenheiten finden. Es sollte unbedingt beachtet werden, dass die Quote von HIV-Infektionen in der kambodschanischen Sexindustrie sehr hoch liegt. Drogenkonsum und Prostitution sind übrigens illegal.
Wer aufgrund von Gesetzesübertretungen mit der Polizei in Konflikt gerät, kann von der eigenen Botschaft keine Hilfe erwarten und sollte versuchen, sich höflich und mit Zahlung von Schmiergeldern aus dem Schlamassel zu befreien. Kambodschanische Gefängnisse sind genau das, was man befürchtet – und Schlimmeres. Am besten bleibt man der Polizei, die aufgrund niedriger Löhne zur Korruption neigt, generell fern.
Reisende, die einen Diebstahl anzeigen möchten, sollten sich an die Tourist Police (s. S. 118) am Eingang zum Angkor Archaeological Park wenden. Wer ohne eigenes Verschulden in eine heikle Lage gerät, sollte selbstverständlich die eigene Botschaft (s. S. 114) kontaktieren.
Nach einem langen Tag im Angkor Archaeological Park gibt es nichts Besseres als eine entspannende Massage. In Siem Reap finden Besucher eine breite Auswahl an Wellnessangeboten und Massagesalons vor (und damit sind Etablissements gemeint, die auch wirklich traditionelle Massagen anbieten). Die preiswerten Massagestudios befinden sich um den Old Market, während teurere Spas meist in den gediegeneren Hotels zu finden sind.
µ Be VIP Khmer Massage, 2, Thnou Street, Tel. 012275051, täglich 10.00–24.00 Uhr, www.khmervip.com. Preiswerte Fuß- und Ganzkörpermassagen in klimatisierten Massageräumen, zwei Filialen um den Old Market.
µ Blue 7 Massage Khmer, 2, Thnou Street und Sivatha Road, Tel. 012807858, www.blue7massage. Auch hier gibt es günstige Fuß- und Ganzkörpermassagen sowie Ölmassagen, zwei klimatisierte Filialen in der Innenstadt.
µ Bodia Spa, 2, Thnou Street, Tel. 063761593, www.bodia-spa.com. Gediegenes Wellnesscenter (US$ 26 für 1 Std. Massage) in zentraler Lage. Bis vor kurzer Zeit waren derartige Spas nur in teuren Hotels zu finden, aber in- zwischen werden Wellnessangebote zunehmend zum festen Bestandteil eines gelungenen Urlaubs. Das Bodia verwendet nur Bioprodukte und bietet neben den traditionellen Kopf-, Nacken-, Fuß- und Körpermassagen auch Massagen mit heißen Steinen.
µ Frangipani, 617/615 Hup Guap Street, nördlich des Old Market, Tel. 063 964391, www.frangipanisiemreap.com. Große Auswahl an diversen Wellnessbehandlungen ab US$ 22, darunter Aromatherapie, Fußmassagen, Hot-Stone-Massagen, Sportmassagen sowie kosmetische Gesichtsbehandlungen.
µ Lemongrass Garden, nahe Pub Street, www.lemongrassgarden.com, Tel. 012 387385. Preiswertes Wellnesscenter, das den teureren Boutique-Spas mit gutem Service und einer breiten Angebotspalette ernste Konkurrenz macht.
Swimmingpools sind in Siem Reap in einer Reihe meist teurer Hotels zu finden, wie z. B. La Noria (s. S. 127), Raffles Grand D’Angkor (s. S. 130), Angkor Village Resort and Spa (s. S. 129), FCC Angkor (s. S. 129), Shinta Mani (s. S. 129), Bopha Angkor Hotel (s. S. 126), Borann, l’Auberge des Temples (s. S. 126) etc. Nicht-Hotelgäste zahlen normalerweise zwischen US$ 3 und US$ 10 Eintritt.
Die Landessprache Kambodschas ist Khmer und wird von 95 % der Bevölkerung gesprochen – einzige Ausnahmen sind die Bergvölker im Nordosten des Landes. Die Khmer-Schrift basiert auf einer südindischen Sprache und ist eine der ältesten Südostasiens. Im Gegensatz zu Thai, Laotisch und Vietnamesisch ist Khmer nicht tonal, was das Erlernen der Sprache allerdings nicht deutlich einfacher macht – die Aussprache von Khmer ist für Europäer schwierig. Zudem ist die Sprachforschung in Kambodscha aufgrund der langen Kriegsjahre schon seit einem halben Jahrhundert kaum mehr aktiv, was zu linguistischen Ungenauigkeiten im täglichen Sprachgebrauch geführt hat, die sich in sprachlichen Missverständnissen unter den Kambodschanern niederschlagen. Die Khmer-Grammatik ist allerdings sehr einfach. Es gibt weder Singular noch Plural, man kennt weder Artikel noch Kasus-Endungen.
Ältere Kambodschaner sprechen oft ein wenig Französisch, während die jüngere Generation hoch motiviert ist, Englisch zu lernen. Die Kinder, die in den Tempeln versuchen, Souvenirs zu verkaufen, scheinen fast jeder Sprache mächtig zu sein. Wer im Zuge seines Aufenthalts ein paar Brocken Khmer lernt, wird die Kambodschaner erstaunen und erfreuen.
Im Anhang dieses Buches sind ein Glossar landessprachlicher Begriffe und ein kleiner Sprachführer zu finden.
Die Landesvorwahl für Kambodscha ist 855. Die ersten drei Zahlen einer Telefonnummer geben die Orts- oder Handyvorwahl an. Die Vorwahl für Siem Reap ist 063 und muss immer mitgewählt werden.
Wer ins Ausland telefoniert, sollte 007, 177 oder 001 vor die Landesnummer setzen, für Deutschland also zum Beispiel 00749, für die Schweiz 00741 und für Österreich 00743. Internationale Anrufe kann man von allen großen Hotels, vielen Guesthouses und der Post aus tätigen – die Kosten liegen zwischen US$ 1 und US$ 3 pro Minute. Preiswerter ist es, von einem Internetcafé oder Guesthouse über das Netz anzurufen, was etwa 1000 Rl/0,25 US$ pro Minute kostet. Da nicht in jedem Haushalt ein Festnetzanschluss vorhanden ist und viele Kambodschaner schon Handys besaßen, als es noch gar kein Netz gab, geben Geschäfte, Restaurants und Hotels oft Handynummern als Kontakt an.
SIM-Karten für Mobiltelefone gibt es in vielen Geschäften problemlos zu kaufen. Die Preise liegen bei ein paar Dollars und in vielen Läden bekommt man Pre-Paid-Karten. Telefonkosten sind gering – für ein Gespräch in Kambodscha zahlt man um die 0,20 US$ pro Minute. In Kambodscha verfallen SIM-Karten in der Regel, wenn man sie drei Monate lang nicht benutzt hat. Roaming-Kosten sind in Kambodscha sehr hoch, also Vorsicht. Mobiltelefone kann man hier günstig erstehen.
Kambodscha ist der Zeit in Berlin, Bern und Wien im Sommer fünf Stunden voraus, im Winter sechs Stunden, je nach den Zeiteinstellungen in Europa. Kambodscha hat keine Winter- oder Sommerzeit.
Siem Reap bietet eine schier endlose Auswahl an Unterkünften, mehr als 10.000 Hotelbetten soll es geben. Von kleinen, oft fensterlosen Zimmern für fünf Dollar bis hin zum blanken Luxus wird im Stadtzentrum alles geboten.
Ì79 [A4] Bou Savy Guest House $, in einer Seitenstraße der Airport Road, direkt hinter Wat Kesararam, Tel. 063964967 und 012898627 (Handy), www.bousavyguesthouse.com. Diese sehr freundliche kleine Familienpension bietet große einfache Zimmer, teilweise mit Klimaanlage. Dazu TV, Internetzugang, WLAN und ein ordentliches Restaurant, dass einfache Khmer-Gerichte serviert. Etwas abgelegen, aber durchaus empfehlenswert für Besucher, die möglichst preiswert schlafen wollen.
Ì80 [bi] Earthwalkers $, Airport Road, Südseite, Tel. 063760107, www.earthwalkers.no. Sehr ruhiges und attraktives Guesthouse, etwas abgelegen, aber dennoch unter Rucksacktouristen beliebt, zumal es in einem großen Schlafsaal Betten ab $ 5 gibt. Die Zimmer haben teilweise Klimaanlage und TV und alle bieten WLAN. Wem der Weg in die Stadt zu weit ist, der kann abends auf der Dachterrasse essen – unter anderem gibt es eine ordentliche Auswahl an vegetarischen Gerichten. Will man den Abend im Hause abrunden, so bieten sich eine kleine Cocktailbar und ein Billardtisch zum Entspannen an. Im Garten gibt es ein kleiner Swimmingpool zur Erfrischung der müden Knochen.
Ì81 [A6] Eden $, The Passage, www.edenguesthouse.webs.com, Tel. 092 335368. Sehr freundlich ist dieses kleine und bescheidene Guesthouse in The Passage im Herzen von Siem Reap. Einfache, saubere Zimmer mit Klimaanlage, TV, WLAN und Bad. Die billigsten Zimmer haben allerdings kein Fenster und können ein bisschen beengt wirken. Bei dem Preis und der Lage kann man dies allerdings in Kauf nehmen.
Ì82 [B6] Shadow of Angkor $, Pokambor Street, in der Nähe des Old Market, Tel. 063760363 und 012968881 (Handy), www.shadowofangkor.com. Dieses Guesthouse bietet einfache, aber ordentliche Zimmer mit Bad in einem Gebäude aus der französischen Kolonialzeit, nicht weit vom Old Market entfernt. Klimaanlage, TV und WLAN. Einige Räume verfügen über Balkons mit Blick auf den Fluss. Ein Restaurant ist angeschlossen.
Ì83 [A7] Siem Reap Riverside $, Sivatha Road, www.siemreapriverside.net, Tel. 063760177, 012517000 (Handy), Fax 063760277. Dieses kleine, sehr freundliche Guesthouse etwas südlich der Stadt an der Straße nach Phnom Krom bietet einfache, saubere, komfortable und etwas anonyme, wenig fantasievoll ausgestattete Zimmer mit Klimaanlage und WLAN. In der Lobby gibt es zudem Internetzugang. Ein bescheidenes Frühstück ist im Zimmerpreis inbegriffen und die Angestellten geben sich große Mühe, den Aufenthalt der Gäste möglichst angenehm zu gestalten. Zum Old Market sind es etwa zehn Minuten Fußmarsch.
Ì84 [B5] Two Dragons Guest- house $$, Street 20, nahe Wat Bo, Tel. 063965107, 012868551 (Handy), http://twodragons-asia.com. Dieses ordentliche Guesthouse bietet nicht nur 17 einfache und saubere Zimmer für Nichtraucher, sondern ist auch eine der besten Informationsquellen in Siem Reap. Der amerikanische Besitzer, Gordon Sharpless, betreibt seit vielen Jahren die Website http://talesofasia.com, eine wahre Fundgrube an aktuellen Reiseinformationen über Kambodscha und andere Länder in der Region. Das angeschlossene Restaurant serviert gute thailändische Küche.
h85 [B5] Bopha Angkor Hotel $$$, Achar Sva Street, östlich des Flusses, Tel. 063964928, Fax 063964446, www.bopha-angkor.com. Dieses recht zentral gelegene Hotel bietet ordentliche, mit stilvollen Möbeln und traditionellen Khmer-Stoffen ausgestattete Zimmer, die außerdem alle Klimaanlage, WLAN und TV haben. Das Restaurant hat eine sehr gute kambodschanische Küche und ein Swimmingpool hilft beim Abkühlen nach einem langen Tag in den Tempeln.
h86 [C4] Borann, l’Auberge des Temples $$, im Norden der Stadt in der Nähe von Wat Po Lanka, auf der östlichen Flussseite, Tel. 063964740, Fax 063964730, www.borann.com. 20 sehr schöne Zimmer sind in fünf großen Steinbungalows in einem tropischen Garten untergebracht. Die komfortablen und sauberen Räume sind sehr stilvoll mit antiken Möbeln und modernen Bädern ausgestattet und bieten alles, was sich ein Besucher Angkors wünschen kann – Klimaanlage, WLAN und Internet sowie eine private Terrasse. Das Frühstück wird am Pool serviert. Das Restaurant bietet Snacks und leichte Khmer-Speisen.
h87 [A5] Central Boutique Angkor Hotel $$, Tapoul Village, Tel. 063764030, mobil 017871081, Fax 063764031, www.centralboutiqueangkorhotel.com. Nicht ganz Boutique, aber dennoch 36 recht ordentliche traditionelle Zimmer mit Klimaanlage, TV und Minibar, teilweise in kleinen Chalets in einem sehr schön angelegten Garten untergebracht. Es gibt besondere Zimmer für Nichtraucher sowie größere Familienräume mit Extrabetten. Ein Swimmingpool und ein Restaurant sind angeschlossen und die Gäste werden kostenlos vom Flugplatz abgeholt.
h88 [B2] Chateau d’Angkor $$, Streang Thmey Village, im Norden der Stadt, etwas östlich der Charles de Gaulle Ave, Tel. 063964052, Fax 016609452, www.chateaudangkor.com. Von einem Australier geführtes, neues kleines Hotel mit nur zehn vom Boden bis zur Decke holzgetäfelten, sauberen und recht großen Zimmern in einer sehr dörflichen, ruhigen Ecke von Siem Reap. Die Zimmer mit viel Atmosphäre sind mit Klimaanlage, WLAN, DVD-Player und Kühlschrank ausgestattet. Sehr geeignet für Gäste, die dem Trubel entkommen und in der Nähe der Tempel wohnen möchten.
h89 [B5] City River Hotel $$$, 0511, Acha Sva Street, nahe Wat Bo, Tel. 063763000, Fax 063963963, www.cityriverhotel.com. Elegante Zimmer mit Holzfußböden und Schreibtisch, Klimaanlage, TV, Internet und WLAN in einem neuen, modernen und zugleich stilvollen Gebäude. Frühstück im Zimmerpreis inbegriffen. Auf der Dachterrasse befindet sich ein kleiner Swimmingpool und das Restaurant bietet solide Khmer- und westliche Küche.
Ì90 [A6] Encore Angkor Guest House $$, Sok San Street, Tel. 063969400, www.encoreangkor.com. Dieses Guesthouse ist fast ein Boutique-Hotel mit sehr sauberen, großen und komfortablen Zimmern mit stilvollen Holzmöbeln, Klimaanlage, TV, Kühlschrank und Safe. In der Lobby gibt es kostenloses WLAN. Ein kleiner Swimmingpool wartet auf müde Tempelbesucher. Gäste, die vorgebucht haben, werden vom Flugplatz abgeholt.
h91 [B4] Golden Orange Hotel $$, nahe Wat Po Lanka, östlich des Flusses, Tel. 063965389, www.goldenorangehotel.com. Von einem Amerikaner und seiner kambodschanischen Frau geführtes kleines, ruhiges und freundliches Hotel im Norden der Stadt, mit sehr nett eingerichteten, sauberen Zimmern mit Klimaanlage, TV, Kühlschrank, WLAN, komfortablen Sofas und großen Badewannen. Internetzugang in der Lobby. Eine angeschlossene Sportsbar bietet einen Billardtisch und im Restaurant erhält man einfache kambodschanische und westliche Gerichte. Das Frühstück ist im Zimmerpreis inbegriffen. Zehn Minuten Fußweg in die Altstadt.
h92 [B4] La Noria $$, östlich des Flusses auf der Höhe des Grand Hotel D’Angkor, Tel. 063964242, Fax 063964243, www.lanoria.com. Diese attraktive französische Bungalowanlage in einem tropischen Garten bietet 28 klimatisierte Zimmer in sieben Häuschen, die allesamt mit Khmer-Textilien, Khmer-Puppen und -Möbeln dezent ausgestattet sind. Mittwochs und sonntags findet eine Vorführung des traditionellen Shadow Puppet Theatre (Schattentheater) statt, organisiert von der NGO Krousar Thmey. Einnahmen der Vorstellungen werden zugunsten der Kinder verwendet, die diese Theatertradition erlernen.
h93 [C4] Mysteres d’Angkor $$$, hinter Wat Po Lanka im Norden der Stadt, östlich des Flusses, Tel. 063963639, Fax 063963639, www.mysteres-angkor.com. Dieses französische Hotel bietet große, komfortable Zimmer in traditi- onellen Khmer-Pavillons, teilweise mit antiken Möbeln und Klimaanlage ausgestattet, in einem attraktiven Garten mit Swimmingpool. Alle Zimmer bieten genug Platz für ein Extrabett und einige geräumige Suiten mit separatem Wohnzimmer sind auch für Familien geeignet. Man kann Fahrräder mieten und müde Tempelbesucher können sich bei einer professionellen Massage erholen. Sehr ruhig und zum Ausspannen perfekt geeignet.
h94 [B6] Passaggio Boutique Hotel $$, Ostseite des Flusses, nahe der Brücke zum Old Market, Tel. 063760324, Fax 063760163, www.passaggio-hotel.com. Dieses kleine Boutique-Hotel in der Nähe der Altstadt wird von Schweizern geführt und bietet große, saubere und modern möblierte Zimmer im Erdgeschoss eines modernen Khmer-Gebäudes sowie größere Zimmer und Familiensuiten im ersten Stock. Alle Zimmer sind dezent und schweizerisch perfekt ausgestattet und bieten Klimaanlage, Minibar, TV und WLAN. Ein Salzwasser-Swimmingpool mit Sonnenliegen und ein Restaurant auf der Dachterrasse tragen zu einem erholsamen Aufenthalt bei.
h95 [bi] Paul Dubrule Hotel and Tourism School $$, Airport Road, Tel. 063963673, mobil 092356641, www.ecolepauldubrule.org. Etwas ganz anderes ist diese Hotelfachschule in der Nähe des Flugplatzes, die nur vier luxuriöse Zimmer in einem schönen Garten zu außerordentlich günstigen Preisen bietet. Der Grund: Hier werden Schüler in allen Bereichen des Hotelwesens ausgebildet. Ein Restaurant, ebenfalls von Schülern geführt, bietet gute Khmer-Küche; es ist allerdings nicht immer geöffnet.
h96 [C3] River Village Manor $$, Triang Village, nahe Wat Preah An Kau Sai, Tel. 063760425, mobil 089910723, Fax 063760425, www.rivervillagemanor.com. Dieses kleine Hotel mit nur neun komfortablen Zimmern mit Klimaanlage ist mit stilvollen, schweren Holzmöbeln ausgestattet. Es liegt etwas nördlich der Innenstadt in Richtung der Tempel in einer dörflichen Gegend direkt am Fluss. Von der Dachterrasse hat man einen schönen Blick in die Gärten der Nachbarn und der Trubel der Stadt ist weit entfernt. Die Gäste werden von zwei Papageien und einem freundlichen Australier willkommen geheißen. Als besondere Attraktion bietet das Hotel für Paare jeweils ein Indiana-Jones- und ein Lara-Croft-Kostüm komplett inklusive Peitschen und Pistolen, mit denen man in den Tempeln für die Kamera posieren kann. Erstaunlicherweise ist dieses Angebot recht populär.
h97 [B5] Shadow of Angkor 2 $$, Wat Bo Road, www.shadowofangkor.com, Tel. 063760363. Ein gutes Mittelklassehotel in einem neuen Gebäude auf der Ostseite des Flusses, ca. fünf Minuten zu Fuß in die Altstadt. Mit 22 sauberen, einfachen Zimmern mit Klimaanlage, TV, Kühlschrank und WLAN und einem kleinen Swimmingpool. Einige Zimmer haben Balkons. Fahrräder können gemietet werden.
h98 [A5] The Villa Siem Reap $$, Taphul Road, www.thevillasiemreap.com, Tel. 063 761036. Dieses kleine, gemütliche und auf eine junge Klientel eingestellte Boutique-Hotel bietet einfache, saubere und farbenfroh eingerichtete Zimmer sowie ein gutes Restaurant. Die angebotenen Touren in die Umgebung von Siem Reap sind empfehlenswert.
h99 [B6] Angkor Village Hotel $$$$, in der Nähe des Wat-Bo-Tempels, auf der westlichen Flussseite, Tel. 063963561, Fax 063963363, www.angkorvillage.com. Elegante Anlage inmitten eines üppigen, tropischen Gartens mit Swimmingpool ganz nahe der Altstadt. Zimmer und Bungalows mit Klimaanlage und TV im traditionellen Khmer-Stil bieten allen Komfort. Gegenüber liegt das dazugehörende Angkor Village Theatre, wo allabendlich um 18.30 und 20.00 Uhr traditionelle Apsara-Tanzvorführungen stattfinden.
h100 [C2] Angkor Village Resort and Spa $$$$, etwas nördlich von Wat Preah An Kau Sai gelegen, Tel. 063963561, Fax 063963363, www.angkorvillage.com. Eine elegante Hotelanlage in einem tropischen Garten mit geräumigen und luxuriösen Holzbungalows mit Klimaanlage, TV und WLAN, um die sich ein 200 m langer Swimmingpool windet. Ein professionelles Wellnesscenter ist angeschlossen. Das Hotelrestaurant bietet Gerichte aus Kambodscha, Thailand, Laos und Vietnam.
h101 [B5] FCC Angkor $$$$, Pokambor Avenue, nördlich der Post, www.fcccambodia.com, Tel. 063760280, Fax 063760281. Der Foreign Corres-pondents Club Angkor hat mit dem Journalismus nichts zu tun und ist ein elegantes, im Stil der neuen Khmer-Architektur der 1960er-Jahre entworfenes Boutique-Hotel, direkt am Fluss in ei- nem der schönsten und ruhigsten Stadt- teile von Siem Reap gelegen. Die Zimmer sind hell, ultra-modern und minimalistisch eingerichtet – mit Klimaanlage, TV und Internetzugang. Zimmer direkt am Pool sind etwas dunkel und eher nicht zu empfehlen. Ein gutes Restaurant und zwei der besten Galerien der Stadt sind an den FCC angeschlossen.
h102 [B5] Shinta Mani Hotel $$$$, Oum Khun Street, in der Nähe der Post, Tel. 063761998, Fax 063761999, www.shintamani.com. Dieses luxuriöse Hotel bietet 18 große Zimmer und ist mit dem Institute of Hospitality, einer renommierten Hotelfachschule verbunden. Die Angestellten sind Schüler dieser Ausbildungsstätte. Alle Zimmer sind durchdacht und modern ausgestattet und bieten Klimaanlage, TV und WLAN. Gäste können zudem einen Swimmingpool, einen Wellnessbereich und eine Bibliothek mit Internetzugang nutzen. Das Hotel wurde Ende 2010 aufgrund von umfangreichen Renovierungen vorübergehend geschlossen und wird im Januar 2011 wieder eröffnet.
h103 [A5] Hôtel de la Paix $$$$$, Sivatha Road, www.hoteldelapaixangkor.com, Tel. 063966000, Fax 063966001, info@hoteldelapaixangkor.com. Das im Jugendstil restaurierte historische Hôtel de la Paix bietet mit die elegantesten Zimmer und Suiten in der Innenstadt. Dazu gehören ein gutes Restaurant, das internationale Küche und Khmer-Spezialitäten bietet, ein Swimmingpool und eine der profiliertesten Kunstgalerien in Siem Reap: The Arts Lounge. Das Hôtel de la Paix ist außerdem in eine Reihe sozialer Projekt eingebunden, an denen sich auch Gäste beteiligen können.
h104 [B4] Raffles Grand Hotel d’Angkor $$$$$, 1, Charles de Gaulle Ave, Tel. 063963888, Fax 063963168, siemreap@raffles.com, www.raffles.com. Das Grand Hotel d’Angkor ist eines der geschichtsträchtigsten Gebäude in Siem Reap. Dieser weitläufige, sehr schön restaurierte Hotelpalast aus der französischen Kolonialzeit war schon in den 1920er-Jahren die bevorzugte Absteige für die vermögenden europäischen Besucher Ang- kors. Heute bietet das Grand Hotel 119 luxuriöse, moderne Zimmer und Suiten mit kolonialem Flair, einen großen Swimmingpool, einen Wellnessbereich und hervorragende Apsara-Tanzvorführungen.
h105 [B6] The One Hotel Angkor $$$$$, The Passage, Tel. 063965321, mobil 012755311,www.theonehotelangkor.com. Wie der Name schon andeutet, hat das One Hotel nur ein Zimmer. Wer im Herzen von Siem Reap, auf dem Dach der John McDermott Gallery im blanken Luxus leben will, ist hier richtig. Ein großes Zimmer im ersten Stock mit Holzboden, dezenter Möblierung, einem eleganten Badezimmer und mit einem Whirlpool auf einer geräumigen Dachterrasse mit Blick über das Nachtleben. Einziger Nachteil könnte der Lärm der umliegenden Bars sein.
Kambodscha ist ein konservatives Land, in dem Reichtum mit sozialer Stellung verbunden ist. Von Besuchern aus dem Ausland wird grundsätzlich angenommen, dass sie wohlhabend sind, was aus kambodschanischer Sicht ja auch stimmt. Dementsprechend erwarten Kambodschaner, dass man sich angemessen kleidet. Wer also nicht unangenehm auffallen möchte, sollte so sauber und korrekt wie möglich gekleidet sein. Ohne Hemd oder in einem Bikini-Top herumzulaufen ist unangemessen – auch im Angkor Archaeological Park.
Weiterhin ist es für Kambodschaner wichtig, das Gesicht nicht zu verlieren. Das bedeutet, dass man vor seinen Mitmenschen Würde und Selbstachtung bewahren möchte. Besucher sollten sich bewusst sein, dass sie Anstoß erregen, wenn sie ihr Gegenüber durch lautes oder überschwängliches Auftreten in Verlegenheit bringen oder durch Streitigkeiten in die Enge treiben. Wer sich über etwas beschweren will, sollte dies behutsam tun: Beispielsweise im Hotel nicht in energischem Ton eine neue Glühbirne verlangen, sondern das Management freundlich wissen lassen, dass das Licht nicht funktioniert. Diese Art der Konfliktlösung kann für Westler frustrierend wirken. Doch kann es zu wütenden, sogar gefährlichen Reaktionen führen, wenn man versucht, Druck auf die Einheimischen auszuüben.
Kambodschaner begrüßen sich mit Sompia, einer Geste, bei der beide Hände wie im Gebet zusammengelegt werden, während man sich etwas verbeugt. Viele junge Männer ziehen inzwischen einen Handschlag vor, aber wer älteren Menschen oder Frauen Respekt zeigen will, sollte mit Sompia grüßen. Wer die Aufmerksamkeit eines Khmer auf sich ziehen möchte, der sollte ihn immer mit der Handfläche nach unten zu sich selbst heranzuwinken versuchen, um nicht unhöflich zu erscheinen.
In Privathäusern und Gebetshallen in Tempeln zieht man grundsätzlich seine Schuhe aus. Beim Besuch aktiver Tempel sollte man ordentlich gekleidet sein, d. h., Strandkleidung, kurze Hosen und bei weiblichen Besuchern allzu knappe Oberteile sollten vermieden werden. Setzt man sich in einem Tempel auf den Boden, so sollten die Fußsohlen nicht in die Richtung der Buddhastatue zeigen.
Frauen dürfen Mönche nicht berühren und sollten im Falle der Übergabe eines Geschenkes einen männlichen Begleiter bitten, dies zu tun. Der Kopf ist der heiligste Teil des Körpers und sollte niemals berührt werden, auch nicht der Kopf eines Kindes. Wer eine Kopfbedeckung trägt, sollte diese bei der Begrüßung älterer Kambodschaner oder Mönche abnehmen.
Siem Reap ist so klein, dass man in der Innenstadt fast alle Ziele zu Fuß erreichen kann.
Wer etwas weiter außerhalb wohnt oder nach all den Tempelbesichtigungen einfach genug vom Laufen hat, kann kurze Strecken in der Stadt mit einem Motodup (Motorradtaxi) für 1000–2000 Riel oder mit einem Tuk-Tuk für US$ 1 zurücklegen. Diese Tuk-Tuks sind den ganzen Tag und bis spät in die Nacht an jeder Straßenecke zu finden.
Ein Taxi kann man von jedem Hotel ab US$ 20 pro Tag mieten.
Motorrad- oder Autofahren ist Ausländern in Siem Reap nicht gestattet. Fahrräder allerdings können in vielen Guesthouses für 1 bis 3 US$ gemietet werden.
Wer nach Kambodscha reist, benötigt eine Reisekrankenversicherung. Das Unfallrisiko ist höher als zu Hause, der Verkehr chaotisch und die Kosten für eine adäquate medizinische Notfallversorgung – sofern überhaupt vorhanden – oder eine Evakuierung ins Ausland sind gewaltig. Es ist daher wichtig, dass ein eventuell nötiger Rücktransport ins Heimatland abgedeckt ist, wobei man auf den Zusatz „sinnvoll und vertretbar“ anstelle des bloßen „medizinisch notwendig“ achten sollte. Außerdem sollte man überprüfen, ob eine vollständige Kostenübernahme gewährleistet ist.
In einigen wenigen Hotels werden gelegentlich Wertsachen gestohlen, daher empfiehlt sich eventuell eine Reisegepäckversicherung.
Die beste Reisezeit ist im November und Dezember kurz nach der Regenzeit. Die Vegetation sprießt und ist grün und der sonst alles bedeckende Staub nimmt einem ausnahmsweise nicht den klaren Blick auf die Tempel. Die Temperaturen liegen bei unter 32 Grad. (Vor allem für Fotografen ist dies die perfekte Reisezeit.) Januar und Februar sind ebenfalls angenehme Monate. Im März steigen die Temperaturen langsam an. Mitte April, zur Zeit des Neujahrsfests in Kambodscha, wird es mit bis zu 40 Grad sehr heiß in den kaum schattenspendenden Tempelruinen. Zu dieser Jahreszeit heißt es, um die Mittagszeit ein paar Stunden Besichtigungspause einzulegen und ins Hotel zurückzukehren. Im Mai oder Juni beginnt die Regenzeit und die Temperaturen nehmen langsam ab, während die Luftfeuchtigkeit ansteigt. Während des südostasiatischen Monsuns regnet es nicht, wie man vielleicht erwartet, den ganzen Tag, sondern lediglich ein paar Stunden morgens oder abends – aber dann meist mit einer Kraft, die in Europa völlig unbekannt ist. Im Oktober werden die Niederschläge seltener und in der prallen Wintersonne scheint das ganze Land zu erblühen.
Die Hauptreisesaison ist von November bis Februar und der Angkor Archaeological Park ist in diesen Monaten überfüllt. Hunderttausende Besucher – darunter zahllose große und laute Reisegruppen aus Korea und China – drängeln sich mit Kameras bewaffnet durch die Haupttempel. Während der Sommerhitze und der folgenden Regenzeit ist es am ruhigsten. Für Fotografen bietet die Regenzeit gute Gelegenheiten, aufregende wolkenbedeckte Himmel und atemberaubende Wechsel von Licht und Schatten auf den Tempelmauern einzufangen. Ein Schirm und eine dünne Regenjacke sind für Reisen in der Monsunzeit lohnenswerte Investitionen. Für Individualreisende mit großem Interesse an den Angkor-Tempeln sind September und Oktober vielleicht die besten Reisemonate – nicht alle Tage sind sonnig, aber es ist jetzt relativ einfach, die großen Gruppen zu vermeiden und die Tempel in Ruhe zu erkunden.
Ein kambodschanischer Shuttlebus
034ar Abb.: at
Praktische Reisetipps
Ausrüstung und Kleidung (siehe Reiseführer S. 92), Barrierefreies Reisen
Praktische Reisetipps
Diplomatische Vertretungen, Ein- und Ausreisebestimmungen
035ar Abb.: at
An der Sivatha Road [A6] in Siem Reap gibt es jede Menge Garküchen
Auf dem Old Market (s. S. 83) gibt es nicht nur Souvenirs
036ar Abb.: at
037ar Abb.: at
µ Loc Lac: In Würfel geschnittenes, angebratenes Rindfleisch wird mit Zwiebeln und Reis auf Salat und gelegentlich einem Spiegelei serviert.
µ Bai Cha: In Sojasoße gebratener Reis mit Schweinefleisch oder Garnelen, Ei, Gemüse und Kräutern.
µ Amok: Fisch in Bananenblätter gewickelt und in Kokosnussmilch gedämpft.
µ Sumlar Kari: Hühnchen in Kokosnussmilch, mit Süßkartoffeln.
µ Sop Chhnang: In einem Tontopf gekochte Suppe mit Fleischbällchen, die je nach Geschmack mit Rind, Eiern, Kräutern, Gemüsen, Nudeln, Pilzen und Tofu angereichert und während der Mahlzeit immer weitergekocht wird.
Typisch kambodschanische Gerichte
Amok, ein beliebtes kambodschanisches Gericht
In Kambodscha dreht sich alles um den Reis. Einst wuchsen im Land mehr als 2000 verschiedene Sorten Reis. Fast jede Mahlzeit wird mit gekochtem Reis eingenommen, aber damit hat es noch längst kein Ende. Auch eine Frühstückgrütze, „Borbor“ genannt, Nudeln, diverse Desserts und alkoholische Getränke werden aus Reis hergestellt.
Fisch ist ein weiteres Grundnahrungsmittel. Diese hauptsächliche Proteinquelle der Khmer kommt aus dem Tonlé-Sap-See, aus den Flüssen des Landes und aus dem Golf von Thailand. Die Armen des Landes, und das sind 90 % der Bevölkerung, können sich Fisch allerdings nicht leisten und müssen sich mit „Prahoc“ begnügen, einer fermentierten Fischpaste.
Für Besucher aus dem Ausland dürfte das Hauptgericht des Landes, Reis und „Prahoc“, vermutlich eine Herausforderung sein, denn die Paste, die aus dem kleinen Fisch gleichen Namens hergestellt wird, ist gewöhnungsbedürftig. Es sei neugierigen Reisegourmets empfohlen, „Prahoc“ zunächst in einem guten Restaurant zu versuchen.
Die Bausteine der Khmer-Küche: Reis und „Prahoc“
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„Prahoc“, fermentierte Fisch- paste, ein Grundnahrungsmittel der Khmer
$ günstig (Hauptgericht bis 10 US$)
$$ moderat (Hauptgericht 10–20 US$)
$$$ teuer (Hauptgericht ab 20 US$)
Restaurantkategorien
EXTRATIPP
Kampot-Pfeffer
Unter den Aufzeichnungen des Diplomaten Chou Ta-Kuan, der Angkor im 13. Jh. besuchte, befand sich ein Kapitel über den sagenhaften Pfeffer, der damals im Land wuchs. Im frühen 20. Jh. exportierten die Franzosen jährlich bis zu 8000 Tonnen von dem Gewürz nach Europa. Die Roten Khmer jedoch trieben die Pfefferbauern in die Reisfelder, woraufhin die Industrie in den 1970er-Jahren einging. Heute pflanzen ca. 200 Bauern den ehemals weltbekannten Pfeffer erneut in Kampot an, einer Kleinstadt im Südosten Kambodschas. In einigen Geschäften in Siem Reap, wie z. B. Angkor Cookies (s. S. 95) und Kokoon (s. S. 96), ist der sogenannte Kampot Pepper erhältlich.
µ Infos unter www.farmlink-cambodia.com/en/kampotpepper.html
EXTRATIPP
Lecker vegetarisch
Die kambodschanische Küche ist traditi- onell nicht auf Vegetarier abgestimmt. Zu einer richtigen Mahlzeit in Kambodscha gehören Fisch, Fleisch oder zumindest Prahoc (s. S. 100). Viele der touristischen Restaurants bieten allerdings vegetarische Speisen. Am einfachsten ist es, in Siem Reap eines der zahlreichen indischen Restaurants anzusteuern, die allesamt eine große Auswahl an Dals (Linsengerichte) und Gemüsecurrys servieren.
µ Chamkar Restaurant (s. S. 102)
µ Happy Herb Pizza (s. S. 105)
µ Little India (s. S. 103)
µ Curry Walla (s. S. 103)
µ Singing Tree Café (s. S. 101)
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Ein mobiler Kokosnussverkäufer
EXTRATIPP
Essen für Mutige – Siem Reaps exotischste Speisen
R56 [B6] Cambodian BBQ $$, The Passage, www.restaurant-siemreap. com/html/cambodian-bbq.php, geöffnet tägl. 10.00–23.00 Uhr. Das kleines Restaurant im Herzen von Siem Reap bietet neben traditionellen kambodschanischen Grillgerichten auch diverse ganz andere Genüsse – mutige Gäste können sich an Krokodilsteaks, gegrillter Schlange und sogar Kängurufleisch (nicht gerade einheimisch ...) versuchen. Garantiert kein Glutamat!
Praktische Reisetipps
Essen und Trinken (siehe Reiseführer S. 97), Film und Foto
EXTRATIPP
Für den späten Hunger
Die meisten Restaurants in Siem Reap schließen gegen 23.00 Uhr oder Mitternacht. Eine Reihe von Lokalen hat allerdings bis ungefähr zwei Uhr geöffnet, darunter das Khmer Family Restaurant (s. S. 102) und Viva (s. S. 106). Danach verbleiben noch ein paar Garküchen an der Sivatha Road, die bis in die frühen Morgenstunden von allerlei schlaflosen Menschen aufgesucht werden.
Lokale mit guter Aussicht
Die kleinen Garküchen um die Haupttempel im Angkor Archaeological Park, vor allem am Bayon, bieten einen guten Blick auf die Tempelruinen. In Siem Reap verfügen zahlreiche Restaurants in der Pub Street über Balkone, von denen das Geschehen auf der Straße beobachtet werden kann.
µ Terrasse des Eléphants (s. S. 103). Ein Restaurant gehobener Klasse in einer Kolonialbauimitation an der Sivatha Road, mit gutem Blick über die Stadt vom 2. Stock aus.
µ Temple Balcony (s. S. 103). Einheimische Speisen und internationale Gerichte können auf einem Balkon über der Pub Street genossen werden.
Dinner for one
Kambodschaner sind immer erstaunt, wenn sie Besucher kennenlernen, die allein unterwegs sind. In Asien reist niemand zum Vergnügen allein. Mit dem Essen verhält es sich genauso: Die Kambodschaner essen grundsätzlich, soweit möglich, gemeinsam. Wer Siem Reap besucht, wird eine ganze Reihe Lokale finden, in denen man gut für sich sein kann oder, wenn man will, auch leicht Kontakt zu anderen Reisenden findet.
µ Blue Pumpkin (s. S. 101). Hier kann man entweder in aller Ruhe allein mit dem Laptop in der Lounge im ersten Stock sitzen oder im Erdgeschoss und an Tischen draußen auf dem Bürgersteig mit anderen meist jungen Reisenden das Geschehen auf der Straße erörtern.
µ Garküchen an der Sivatha Road [A6]. Ab 19.00 Uhr werden an der Sivatha Road etliche Essensstände und kleine, improvisierte Straßenrestau- rants aufgebaut, wo man nicht nur günstig essen, sondern auch den einen oder anderen Einheimischen kennenlernen kann.
µ Singing Tree Café (s. S. 101). Mittags ein beliebter Treffpunkt für Besucher, die gern gesund und vegetarisch speisen.
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In Angkor Wat É gibt es an jeder Ecke tolle Fotomotive
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EXTRAinfo
Geldrücktausch
Deutsche Banken tauschen Riel nicht in Euro zurück. Am besten sollte man am Ende des Aufenthalts alle Riel ausgeben, in US-Dollar tauschen – oder sie als Souvenirs mit nach Hause nehmen.
1 Rl = 0,0018 € bzw. 0,00024 SFr
1 € = 5487 Rl
1 SFr = 4072 Rl
1 US$ = 4035 Rl
1 THB = 0024 € bzw. 0,033 SFr
1 € = 41 THB
1 SFr = 30 THB
1 US$ = 30 THB
(Stand: November 2010)
Umtauschkurse
Kambodschanisches Geld – Riel-Scheine
Ortstypische Tropenkrankheiten
µ Malaria: Malaria ist in Südostasien weitverbreitet und wird nachts von Moskitos übertragen. Gefährlich sind vor allem die kambodschanischen Grenzgebiete zu Thailand kurz nach der Regenzeit. In Siem Reap besteht keine Gefahr und wer nur den Angkor-Park besucht, bräuchte keine Malariaprophylaxe. Zu den Symptomen zählen hohes Fieber, Schweiß- und Kälteausbrüche, schmerzende Gelenke und Durchfall. Wer glaubt, Malaria zu haben, sollte so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen: Malaria kann sehr gefährlich werden und sogar tödlich enden. Malariamedikamente zur Prophylaxe und Notfall-Selbsttherapie können in Siem Reap gekauft werden (s. S. 116).
µ Denguefieber: Denguefieber wird von Moskitos übertragen, die Gefahr besteht meist tagsüber und vor allem in Städten. Das Risiko für Kurzreisende nach Siem Reap ist sehr gering. Nach der Regenzeit kommt es gelegentlich zu Epidemien. Hohes Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Erbrechen sind die üblichen Symptome. Mit einem Bluttest im Krankenhaus kann man die Krankheit diagnostizieren. Eine Therapie gibt es allerdings nicht. Wer Denguefieber hat, sollte Aspirin und andere Mittel auf der Basis von Acetylsalicylsäure vermeiden. Es kann einige Wochen dauern, bis man die Krankheit überwunden hat.
µ Magen- und Darmerkrankungen: Viele Reisende bekommen in Asien Durchfall. Normalerweise ist das kein Zeichen einer schweren Erkrankung, eher liegt es am fremden Essen, am Trinkwasser und heißen Klima. Reisende sollten darauf achten, immer genug Wasser zu trinken. Wer bei der ungewohnten Hitze den ganzen Tag in den Angkor-Tempeln herumklettert, trocknet sehr schnell aus. Rehydrationssalz gibt es in Apotheken zu kaufen. Wer krank wird, sollte ungewürzte Speisen zu sich nehmen und, wenn es geht, Durchfallmittel wie Imodium meiden – diese heilen den Darm nicht, sondern verschließen ihn lediglich. Wer länger als 48 Stunden Durchfall hat, eventuell auch blutigen Stuhlgang, sollte schleunigst einen Arzt aufsuchen (s. S. 116). Länger andauernde Durchfälle können auch ein Symptom von Tropenruhr oder einer Infektion durch Giardiasis sein. Wer glaubt, eine dieser beiden Krankheiten zu haben, sollte einen Arzt aufsuchen.
µ Geschlechtskrankheiten/HIV/Aids: Wer sexuell aktiv ist, sollte, wie überall auf der Welt, immer ein Kondom benutzen und dem käuflichen Sex fernbleiben. Unter den Frauen, die in der kambodschanischen Sexindustrie arbeiten, gibt es eine sehr hohe und schnell anwachsende Rate an HIV-Infektionen. Diverse andere Geschlechtskrankheiten von Syphilis bis an Gonorrhö (Tripper) sind ebenfalls weit verbreitet. Kondome gibt es in Siem Reap in zahlreichen Geschäften, Apotheken und an Tankstellen zu kaufen.
µ Pilzkrankheiten: Im feuchtheißen tropischen Klima Kambodschas bekommen viele Besucher Pilzkrankheiten – entweder von Tieren oder anderen Menschen übertragen. Das kann sehr stark jucken, vor allem zwischen den Zehen, unter den Armen und zwischen den Beinen, überall dort, wo sich Schweiß und Hitze anstauen. Derartige Erkrankungen sind am besten zu vermeiden, in dem man leichte Baumwollkleidung trägt und sich nach dem Duschen sorgfältig abtrocknet.
Praktische Reisetipps
Geldfragen (siehe Reiseführer S. 108), Hygiene
Mobile Buchhandlungen in Siem Reap
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literaturTIPP
Nähere Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und praktische Tipps zum Reisen in den Tropen finden sich in den folgenden Bänden aus der Ratgeberreihe „Praxis“ des Reise Know-How Verlags:
µ Gesundheitshandbuch für Fern- reisen von Thomas Ruhstorfer
µ Handbuch für Tropenreisen von Roland Hanewald
µ Was kriecht und krabbelt in den Tropen – Schutz vor Plagegeistern und Gifttieren von Reto Kuster
µ Bruno Dagens: Angkor, Heart of an Asian Empire, Thames and Hudson. Sehr gut illustriertes Buch über die „Wiederentdeckung“ der Angkor-Tempel.
µ Nic Dunlop: The Lost Executioner, Bloomsbury. Der irische Fotojournalist auf der letztendlich erfolgreichen Suche nach Duch, dem Kommandanten von S-21, dem Folterlager der Roten Khmer in Phnom Penh, bietet einen traurigen, aber faszinierenden Einblick in die jüngste Geschichte Kambodschas und die Arbeit eines Fotojournalisten.
µ Michael Freeman, Claude Jacques: Ancient Angkor, River Books. Ausführlicher und gut fotografierter Titel zu den Ruinen, mit Grundrissen und Hunderten Farbbildern. In mehreren Ausgaben erschienen.
µ Claudia Götze-Sam, Samnang Sam: Khmer – Wort für Wort. Kauderwelsch, Reise Know-How Verlag.
µ Charles Higham: The Civilisation of Angkor, Phoenix. Übersichtliche Darstellung der Geschichte Angkors, von den prähistorischen Ursprüngen bis zur französischen „Wiederentdeckung“.
µ Andreas Neuhauser: Kambodscha, Reise Know-How Verlag. Sehr guter deutschsprachiger Kambodscha- führer.
µ Jaroslav Ponkar: Angkor, Edition Panorama. Prof. Jaroslav Poncar ist im Auftrag der UNESCO für die fotografische Dokumentation von Angkor verantwortlich. Dieser Fotoband beinhaltet seine Tempelbilder.
µ William Shawcross: Schattenkrieg. Kissinger, Nixon und die Zerstörung Kambodschas, Ullstein Verlag. Großartiger journalistischer Klassiker, der die Ursprünge des vier Jahrzehnte andauernden Krieges in Kambodscha ausleuchtet.
Meine Literaturtipps
Praktische Reisetipps
Internet und Internetcafés, Medizinische Versorgung
Praktische Reisetipps
Mit Kindern unterwegs, Nachtleben
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Nach den vielen Tempelbesichtigungen gehts auf einen Schlummertrunk in die Pub Street [A6]
Praktische Reisetipps
Notfälle (siehe Reiseführer S. 118), Öffnungszeiten, Post
Praktische Reisetipps
Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 118), Schwule und Lesben
Etwas gewöhnungsbedürftig: ein Fish Spa in Siem Reap
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Kleine Pause
Siem Reaps Fish Spas
Der neueste Schrei in Sachen Körperpflege ist in Südostasien das sogenannte „Fish Spa“. Besucher stecken ihre Füße 15 oder 30 Minuten lang in ein großes Wasserbecken, gefüllt mit Hunderten kleinen Fischen, die dem Kunden die Hornhaut von den Füßen knabbern. Piranhas sind es glücklicherweise nicht. In Siem Reap scheinen Fish Spas derzeit an jeder zweiten Straßenecke aus dem Boden zu schießen, besonders in der Gegend um den Old Market.
Auch Mönche sind gern erreichbar, hier vor Angkor Wat É
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Praktische Reisetipps
Telefonieren (siehe Reiseführer S. 123), Unterkunft
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$ bis 25 US$
$$ 25–50 US$
$$$ 50–100 US$
$$$$ 100–200 US$
$$$$$ über 200 US$
(Preis für ein Doppelzimmer/Nacht)
Preiskategorien
Das Siem Reap Riverside Guesthouse bietet günstige Zimmer
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Eine der feinsten Hoteladressen der Stadt: das Raffles Grand Hotel d’Angkor
Ein modern ausgestattetes Hotel: FCC Siem Reap
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Am Osttor von Angkor Thom Ì mit Devata im Hintergrund
Zwei offizielle Tempelführer machen am Heiligtum von Phnom Bakheng Ê Pause
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Praktische Reisetipps
Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 129), Versicherungen
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Überrest der Brücke über den Wassergraben am Südtor von Angkor Thom Ì
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© Verlagsgruppe Reise Know-How, Bielefeld 2012 |