Schon James Joyce konnte sich das eine oder andere „fuck“ in „Ulysses“ (1922) nicht verkneifen. Eine umgangssprachliche Ausdrucksweise gilt in Irland eben als weniger anrüchig als anderswo, gelten die Iren doch als die unflätigste Nation Europas und (neben den Australiern) als die besten Flucher der englischsprachigen Welt. Die Iren und Nordiren prägen denn auch mehr neue Slangbegriffe als die Engländer, besonders in Dublin, wo etwa ein Drittel der irischen Bevölkerung lebt. Einst stattete Boris Jelzin Irland einen Besuch ab. Die Legende besagt, dass der Gute so tief in die Flasche geschaut hatte, dass es ihm vorerst nicht möglich war, das Flugzeug zu verlassen. Um die peinliche Situation zu überbrücken, drehte der Flieger also sechs Runden über Shannon, bevor er zur Landung ansetzte und ein mittlerweile ausgenüchterter Jelzin erschien. Irland verdankt dieser Anekdote die Wendung „circling over Shannon“, eine von unzähligen Möglichkeiten, „betrunken“ auszudrücken. Wer den Gesprächen der geölten einheimischen Kehlen folgen oder gar daran teilhaben will, braucht ein waches Ohr, besser noch zwei, und vor allem Slang-Kenntnisse!
Lockere Sprache des Alltags – so, wie sie nicht im Wörterbuch steht: Sprüche, Floskeln und Frotzeleien, Sprichwörter, Trinksprüche, Schimpf- und Kosewörter, Verballhornungen, Kraftausdrücke und noch viel mehr.
Kauderwelsch-Sprachführer sind anders, warum?
Weil sie Sie in die Lage versetzen, wirklich zu sprechen und die Leute zu verstehen. Abgesehen von dem, was jedes Sprachlehrbuch oder Wörterbuch bietet, nämlich Wörterlisten, Vokabeln, Beispielsätze, Übersetzungshilfen etc., zeichnen sich die Kauderwelsch-Sprachführer durch folgende Besonderheiten aus:
- Die Grammatik der jeweiligen Sprache wird in einfachen Worten so weit erklärt, dass man ohne viel Paukerei mit dem Sprechen beginnen kann, wenn auch nicht gerade druckreif.
- Alle Beispielsätze werden doppelt ins Deutsche übertragen: zum einen Wort-für-Wort, zum anderen in "ordentliches" Hochdeutsch. So wird das fremde Sprachsystem sehr gut durchschaubar. Denn in einer Fremdsprache unterscheiden sich z. B. Grammatik und Ausdrucksweise recht stark vom Deutschen. Mithilfe der Wort-für-Wort-Übersetzung kann man selbst als Anfänger schnell einzelne Vokabeln in einem Satz austauschen.
- Die AutorInnen haben die Sprache im Land gelernt und sind dort viel unterwegs. Sie wissen daher genau, wie und was die Leute auf der Straße sprechen. Deren Ausdrucksweise ist nämlich häufig viel einfacher und direkter als z. B. die Sprache der Literatur.
- Besonders wichtig sind im Reiseland Körpersprache, Gesten, Zeichen und Verhaltensregeln, ohne die auch Sprachkundige kaum mit Menschen in guten Kontakt kommen. In allen Bänden der Kauderwelsch-Reihe wird darum besonders auf diese Art der nonverbalen Kommunikation eingegangen.
- Kauderwelsch-Sprachführer sind viel mehr als ein klassisches Lehrbuch. Sie vereinen Sprachführer, Reiseführer und Wörterbuch in einem! Wenn Sie ein wenig Zeit investieren und einige Vokabeln lernen, werden Sie mit ihrer Hilfe auf Reisen schon nach kurzer Zeit Informationen bekommen und Erfahrungen machen, die "sprachstummen" Reisenden verborgen bleiben.
Rezensionen
| Geo Saison. Das Reisemagazin. |
| Rezension vom: November 2011 |
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Praxisorientierte "Sprechführer" für mehr als 100 Sprachen und Dialekte. |
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| Karsten Koblo, aus-erlesen.de |
| Rezension vom: 09/11 |
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Wenn man ein fremdes Land besucht, sollte man ein paar Grundbegriffe in der jeweiligen Landessprache beherrschen. Das erleichtert den Alltag vor Ort ungemein und außerdem macht es Spaß sich in fremden Ländern relativ unabhängig bewegen zu können. England, die britischen Inseln, Irland sind daher eine willkommene Destination, denn die englische Sprache ist wie kaum eine andere in unseren Sprachgebrauch übergegangen. Team, Service, Coffee to go – alles Begriffe, die wir tagtäglich benutzen, denen wir auf Schritt und Tritt begegnen.
Doch dann kommt der Urlaub in Irland. Ein Pub irgendwo auf dem Land zwischen saftigen Wiesen und hügeliger Landschaft. Ein Pint nicht gerade kühlen Bieres steht vor einem auf dem Tresen. Die Bestellung konnte man noch ohne Probleme aufgeben. Vor lauter Freude und Enthusiasmus möchte man am Leben teilhaben. Man möchte sich zu den Eingeborenen setzen und einen Plausch halten. Das „How are You“ geht ja schon ganz gut über die Lippen. Aber was sagen die? „How’s the craic?“ Was soll das denn heißen? Schnell leert man sein Pint und zieht betrübt von dannen. Tja, hätte man sich mal „Kauderwelsch – Irish Slang“ aus dem Verlag „Reise Know-How“ besorgt.
Autorin Elke Walter ist seit 20 Jahren ein Fan der grünen Insel. Durch das Zusammenleben mit mehreren irischen Studenten fiel ihr auf, dass zwischen dem Englisch, das man in der Schule lernt und dem Englisch auf Irlands Straßen teils gewaltige Unterschiede herrschen. Das ist – wie überall auf der Welt – ein Stück Eigenständigkeit, das sich jeder Landstrich bewahrt. Einen Ostfriesen und einen Niederbayern muss man oft auch einen Dolmetscher beiseite setzen.
Das handliche Büchlein passt in jede Hosentasche. Die Kapitel reichen von Begrüßungen über Klatsch und Tratsch und Sport und Spiel bis hin zum Fluchen und Heiraten.
Kleiner Ratschlag: Unbedingt vorher lesen! Die Worte zu lernen oder sich zu merken, ist nicht das Problem. Aber sie zu Erkennen sehr wohl, so ist es ratsam, schon vorher die eine oder andere Redewendung zu kennen. |
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| Tourism Ireland Central Europe |
| Rezension vom: April 2011 |
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Reisen und Verstehen auf der grünen Insel:
Sprach-Know-How bei Irisch-Gälisch und Irish Slang
Seit Jahren sind die Sprachführer der „Kauderwelsch-Reihe“ des Reise Know-How Verlags in Bielefeld ein guter Tipp für alle, die etwas mehr in die Kultur des Landes ihrer Wahl eindringen wollen. So auch die beiden Bände, die Irland betreffen.
Einblicke in die erste Sprache Irlands gibt „Irisch-Gälisch“, die dem Reisenden in erster Linie auf Ortsschildern im Westen der Insel begegnet. Das kleine Büchlein bietet mehr als nur ein kleines Wörterbuch oder einige notwendige Sätze für unterwegs, es erläutert auch etwas die Herkunft der Sprache und die Umgangskultur.
Normalerweise jedoch spricht man in Irland Englisch – aber auch das hat seine eigenen Besonderheiten. Der Band „Irish Slang“ wird besonders denen gefallen, die gut Englisch sprechen und hier noch einiges lernen können, zum Beispiel „… how to have good craic“ und was man eher in Belfast, Dublin oder Cork zu hören bekommt.
Beide Bücher sind im handlichen Taschenbuchformat im Buchhandel für jeweils gut investierte € 7,90 erhältlich. |
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| Irland Edition - Wir machen Lust auf Irland - |
| Rezension vom: Heft Nr. 2/April |
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"Ein Büchlein, das nicht nur Spaß macht, weil man endlich mal so schwätzen kann wie "der Ire" an sich. Fast unbemerkt erhält man bei der Lektüre und dem Erlernen der unterschiedlichsten Floskeln und Vokabeln auch noch einen tiefen Einblick in die reale Alltagskultur.
Schon James Loyce konnte sich das eine oder andere "Fuck" in "Ulysses" (1922) nicht verkneifen. Eine umgangssprachliche Ausdruckweise gilt in Irland eben als weniger anrüchig als anderwo, gelten die Iren neben den Australiern als die besten Flucher der englischsprachigen Welt.
Die Iren und Nordiren prägen denn auch mehr neue Slangbegriffe als die Engländer, besondern in Dublin, wo etwa ein Drittel der irischen Bevölkerung lebt.
Einst stattete Boris Jelzin Irland einen Besuch ab. Die Legende besagt, dass der Gute so tief in die Flasche geschaut hatte, dass es ihm vorerst nicht mgölich war, das Flugzeug zu verlassen. Um die peinliche Situation zu überbrücken, drehte der Flieger also sechs Runden über Shannon, bevor er zur Landung ansetzte und ein mittlerweile ausgenüchterter Jelzin erschien. Irland verdankt dieser Anekdote die Wenung "circling over Shannon", eine von unzähligen Möglichkeiten "betrunken" auszudrücken.
Wer den Gesprächen der geölten einheimischen Kehlen folgen oder gar daran teilhaben will, braucht ein waches Ohr, besser noch zwei, und vor allem Slang-Kenntnisse! Lockere Sprache des Alltags - so wie sie nicht im Wörterbuch steht: Sprüche, Floskeln und Frotzeleien, Sprichwörter, Trinksprüche, Schimpf- und Kosewörter, Verballhornungen, Kraftausdrücke und noch viel mehr." |
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