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ReiseführerCityTrip Reykjavík

  • 9.80 EUR Deutschland
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  • Preis inkl. MwSt.
 
  • Reiseführer CityTrip Reykjavík
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  • Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Burger, Sabine; Schwarz, Alexander
    Herausgeber: Klaus Werner
    ISBN: 978-3-8317-2122-1
    Seitenanzahl: 144
    Auflage: 2. Auflage
    Erscheinungsjahr: 2011

    Ausstattung:
    komplett in Farbe, GPS-genauer Cityatlas und herausnehmbarer Faltplan, mehr als 60 Fotos, kleine Sprachhilfe Isländisch, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
    Format (h x b x t): 19,5 x 11

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Mit "CityTrip Reykjavik" von Reise Know-How in die nördlichste Hauptstadt Europas reisen! Der aktuelle Stadtführer zeigt, wie die Nachfahren der Wikinger heute leben und beschreibt die reichhaltige Kultur und Geschichte dieser vor Energie sprühenden Stadt. Reykjavik bietet superhippe Clubs, großartige Bekleidungsgeschäfte und Designerläden, hochwertige Gastronomie und natürlich die bekannten Thermalfreibäder.

Dieser Reykjavik-Reiseführer ist der optimale Begleiter für alle (Kurz-)Urlauber, die mit praktischen Tipps und persönlich getesteten Empfehlungen die isländische Hauptstadt in Eigenregie erkunden möchten. Ob Anreise, Unterkünfte in allen Preisklassen, Sehenswürdigkeiten, öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufen oder Ausgehen - der Reisende findet hier verlässliche Antworten auf alle wichtigen Fragen, die sich vor und während der Reise nach Reykjavik ergeben.

CityTrip- die neuen Reiseführer für den individuellen Kurztrip in die schönsten Städte Europas!

  • Die Stadt entdecken: sorgfältige Beschreibung der interessantesten Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel, mit aktuellen Szene-Tipps
  • Die ganze Breite der Gastronomie: von Feinschmeckerrestaurants über Cafés und Bars bis zum mitternächtlichen Imbiss
  • Auf eigene Faust: alle reisepraktischen Infos zu Anreise, Preisen, Öffnungszeiten, Stadtverkehr, Touren, Shopping, Nachtleben, Events, Hilfe im Notfall ...
  • Unterkünfte von nobel bis preiswert: gründlich vor Ort recherchiert und ausführlich kommentiert
  • Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ...
  • Richtig ankommen: exakte Adressangaben, leicht zu finden dank GPS-genauer Stadtpläne und buchbegleitender Luftbild­ansichten unter Google Maps™



Ihre Meinung 

CityTripaus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.

Besitzer der 1. Auflage des CityTrips Reykjavik finden die entsprechenden Luftbildkarten hier: Sehens­würdigkeiten, Unterkünfte, Gastronomie, Praktische Reisetipps.

Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  Anhang
  Faltplan
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

Anreise (siehe Reiseführer S. 100)

Flug

Von deutschen Flughäfen fliegen verschiedene Fluglinien direkt nach Reyk­javík bzw., um genau zu sein, nach Keflavík, denn der internatio­nale Flughafen Islands, der Kefla­vík International Airport, befindet sich etwa 50 km westlich der Hauptstadt auf dem Gelände der NATO- Basis bei Keflavík. Der Flug dauert etwa 3,5–4 Stunden.

µ www.keflavikairport.com

Icelandair bietet von Frankfurt aus die meisten Verbindungen (vier- bis achtmal pro Woche), weitere von Berlin, Hamburg, Düsseldorf (Umsteigen in Kopenhagen) und München. Die Flüge mit Icelandair sind letztendlich oft auch nicht wirklich teurer als jene der Billigflieger (s. u.). Die Maschinen der Linie haben modern gestaltete Kabinen mit Multimediasystem (Spielfilme, Dokus, Spiele) im Vorderstuhl, deren Benutzung gratis ist. Ebenso umsonst sind die Getränke an Bord (ausgenommen alkoholhaltige Getränke). Gegen Bezahlung werden Snacks angeboten (Tipp: Smurbrauð, zwei belegte Roggenbrotscheiben, jeweils belegt mit geräuchertem Lachs und Roastbeef, 10 €). Die Sitzreihen haben einen größeren Abstand (circa 81 cm in der Economy Class) als beim durchschnittlichen Low-Cost-Anbieter.

µ www.icelandair.de

Der Billigflieger Icelandexpress fliegt von Basel, Berlin, Frankfurt-Hahn und Friedrichshafen ein- bis dreimal pro Woche. Germanwings bietet im Sommer Direktflüge von Stuttgart und Köln-Bonn aus ein- bis zweimal pro Woche. Bei Flügen von Berlin-Tegel, Dresden, Leipzig, München, Wien und Zürich aus muss man in Stuttgart oder Köln-Bonn umsteigen.

Air Berlin fliegt im Sommer von Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München und Wien ein- bis zweimal pro Woche nach Reykjavík. Von Dresden, Hannover, Innsbruck, Köln-Bonn, Münster, Nürnberg, Stuttgart und Zürich aus muss man auf einem der erstgenannten Flughäfen umsteigen.

µ www.icelandexpress.com

µ www.germanwings.com

µ www.airberlin.com

Der Winterflugplan (etwa von Mitte/Ende September bis Mitte Mai) der meisten Linien sieht weitaus weniger Verbindungen vor. Auf jeden Fall fliegt Icelandair das ganze Jahr über, wenn auch in den Wintermonaten mit reduzierter Frequenz.

Auf dem Flughafen Keflavík angekommen, sputen sich die Isländer schnellstens in den Tax-Free-Shop, um sich noch mit den nötigen Spirituosen, Zigaretten oder Süßigkeiten einzudecken. Billiger sind hier auch die Prepaid-Telefonkarten (Ersparnis um 24,5 % Mehrwertsteuer). Die beiden größten Mobilfunknetze Islands sind Síminn und Vodafone.

Die Koffer rollen normalerweise recht schnell vom Band, sodass man nicht allzu lange warten muss. In der Eingangshalle gibt es einen Geldautomaten. In Island ist es allerdings kein Problem, auch den winzigsten Betrag mit Kreditkarte zu bezahlen.

Vom Flughafen in die Stadt

Bus

Vom Flughafen sind es knapp 50 km bis zur Innenstadt Reykjavíks. Vor dem Flughafen sammelt der sogenannte Flybus von Reykjavík Excursions die Gäste ein, um sie zum zentralen Omnibusbahnhof BSÍ oder zu verschiedenen großen Hotels in Reyk­javík zu bringen (eventuell mit Umsteigen am Busbahnhof). Wenn das eigene Hotel nicht dabei ist, lohnt es sich zu fragen, ob ein Hotel in der Nähe angefahren wird, denn oft liegen mehrere Hotels in einer Straße. (Man kann auch bereits bei der Hotelbuchung fragen, ob der Flybus die Unterkunft ansteuert.)

Die Abfahrt richtet sich nach den Flugzeiten und erfolgt etwa 35–40 Minuten nach Landung des Flugzeugs, die Fahrt dauert dann 50–75 Minuten. Der Bus hält auch in Hafnarfjörður und Garðabær. Das Unternehmen ist unkompliziert: Es fahren so viele Busse wie nötig.

Fahrkarten kauft man in der Halle am Schalter oder am Automaten. Tickets zum Busbahnhof BSÍ: 1950 ISK, mit Rückfahrt 3500 ISK, Tickets zum Hotel kosten 2500 ISK bzw. 4500 ISK (hin und zurück). Direkt am Busbahnhof BSÍ starten nur Überlandbusse. Ein Taxistand befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes. Zwei Stadtbuslinien halten über der Straße in der Gamla Hringbraut.

Man kann bei Reykjavík Excursions auch eine Fahrt buchen, bei der ein eineinhalbstündiger Zwischenstopp in der Blue Lagoon eingelegt wird (s. S. 97).

µ www.re.is

Eine weitere Gesellschaft, Shuttle Service, bringt Fahrgäste direkt zu den verschiedenen Hotels ohne eventuelles Umsteigen am Busbahnhof. Eine solche Fahrt muss allerdings im Voraus gebucht werden (3000 ISK bzw. 5300 ISK inkl. Rückfahrt).

µ www.shuttleservice.is, Tel. 5787070

Taxi

Wenn man einen Festpreis vereinbaren kann durch vorherige Buchung oder Absprache, dann kostet die Fahrt ins Reykjavíker Zentrum meistens zwischen 13.000 und 14.000 ISK. Wenn der Zähler läuft, wird der Betrag vor allem nachts und frühmorgens um einiges höher sein.

µ www.airporttaxi.is, Tel. 5201212

µ www.hreyfill.is, Tel. 5885522

Autovermietung

Verschiedene Autovermietungen haben eine Niederlassung in der Ankunftshalle im Flughafen: Avis, Budget, Hertz und National Car Rental. In der Stadt selbst existieren noch mehr Autovermieter, man kann also auch erst mit dem Flybus in die Stadt und anschließend einen Wagen mieten (Details s. S. 104).

Ausrüstung und Kleidung (siehe Reiseführer S. 102)

Das Wetter ist in Island sehr wechselhaft und auch wenn die Reykjavíker Jugendlichen im T-Shirt herumlaufen, bedeutet das noch lange nicht, dass es – relativ zu mitteleuropäischen Maßstäben – warm ist. Es bedeutet nur, dass jetzt offiziell die Sommersaison angebrochen ist. Die Sommertemperaturen bei gutem Wetter liegen zwischen 10 und 15 °C. Eine regen- und windtaugliche Jacke sollte man also immer dabei haben, außerhalb der Sommermonate auch Mütze und Handschuhe. Wer zudem Outdooraktivitäten im Blick hat, sollte nach Möglichkeit gute Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung, Mütze und Handschuhe mitbringen.

Von Mai bis August wird es nachts nicht mehr wirklich dunkel und nicht alle Hotels und Guesthouses sind mit komplett lichtundurchlässigen Gardinen ausgestattet. Falls man bei Helligkeit schlecht schläft, steckt man besser eine Schlafbrille ein. Was das Nachtleben angeht, so legen Isländer/-innen großen Wert auf gepflegte Kleidung, daher sollte man zumindest ein ausgehtaugliches Outfit mitnehmen.

Autofahren (siehe Reiseführer S. 102)

Allgemeine Hinweise

Wer Ausflüge außerhalb der Stadt unternehmen will, kann entweder Touren bei Reiseanbietern buchen (s. S. 94) oder selbst ein Auto mieten (s. u.). Der Ausbauzustand des isländischen Straßennetzes verbessert sich stetig. Außerhalb der Städte sind die wichtigsten Straßen wie die Ringstraße Nr. 1 geteert, kleinere Straßen können von Asphalt auf Schotterstraßen übergehen (wird mit Schildern angegeben). Im Inland sind manche Straßen nur mit Vierradantrieb befahrbar.

Am Straßenrand stehen regelmäßig Tafeln, die die Windrichtung und die Temperatur des Straßenbelags angeben. Ohne Erfahrung in Island unterschätzt man leicht die Stärke des Windes oder den Straßenzustand. Das ganze Jahr über kann man sich bei der Straßenbehörde Vegagerðin gratis über den Zustand von Straßen erkundigen – ein hervorragender Service, den man auf jeden Fall nutzen sollte. Auf der Karte im Internet ist angegeben, welche Straßen wie gut befahrbar und welche Straßen ganz gesperrt sind. Man kann aber auch jederzeit anrufen, wenn man Zweifel hat.

µ www.vegagerdin.is/english, Tel. 1777 und 1779 (vom Band), Notruf 112

Gefährliche Situationen in Island entstehen häufig, weil Fahrer mit zu hoher Geschwindigkeit für die jeweilige Situation fahren oder die Straßenbedingungen unterschätzen. Vor allem plötzliche Wetterwechsel, unübersichtliche Verhältnisse und Schafe oder andere Tiere auf der Fahrbahn führen regelmäßig zu Unfällen. Es kann außerhalb der Stadt jederzeit passieren, dass Schafe oder Pferde plötzlich auf die Idee kommen, die Straße überqueren zu wollen. Manchmal rennt zudem ein Hund wie von der Tarantel gestochen von einem Hof auf die Straße, um das Auto zu stellen oder eine Weile mitzulaufen. Viele Touristen unterschätzen diese Gefahren, also unbedingt wachsam und vorsichtig fahren! Wer plant, in Island selbst mit dem Auto unterwegs zu sein, sollte sich den kurzen Informationsfilm auf folgender Internetseite anschauen:

µ http://us.is/id/2696

µ Höchstgeschwindigkeiten: innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h (asphaltierte Straße) bzw. 80 km/h (Schotterstraßen und für Fahrzeuge mit Anhänger). Grundsätzlich gilt: Die oben genannten Geschwindigkeiten sind die maximal zulässigen. Die Geschwindigkeit ist aber jederzeit an die entsprechende Straßen-/Wettersituation anzupassen.

µ In Island gilt die Null-Promille-Grenze.

µ Das Abblendlicht muss zu jeder Tages- und Nachtzeit eingeschaltet sein.

Tankstellen

Tankstellen sind in vielen kleineren Orten der Mittelpunkt des sozialen Lebens. Hierhin kommt man nicht nur zum Tanken, sondern auch zum Einkaufen oder Kaffeetrinken. In vielen erhält man auch kleine warme Snacks wie Hotdogs oder Burger.

Vor allem außerhalb der Stadt kann man an den Säulen teilweise nur mit Prepaid-Karten tanken, die man an den Tankstellen (jede Gesellschaft hat ihre eigenen Karten) zu Beträgen zwischen 2000 und 10.000 ISK erwerben kann. Bei anderen Tankstellen muss man einen Knopf drücken oder sich erst drinnen melden, wenn die Kreditkarte nicht im Automat funktioniert und man drinnen bezahlen möchte. Große Tankstellen haben Selbstbedienungssäulen und (teurere) Säulen mit Service.

Mietwagen

Mietwagen vermittelt die Touristeninformation (s. S. 108) oder die einzelnen Firmen selbst. Die Saison ist recht kurz und die Autos leiden einigermaßen unter den isländischen Straßenbedingungen, daher sind die Preise recht hoch (von etwa 60 € pro Tag für einen Kleinwagen in der Nebensaison bis etwa 400 € für einen großen Jeep mit Vierradantrieb in der Hochsaison). Für 3–4 Personen kann es sich daher rechnen, ein Taxi für eine Tagestour anzumieten. Hier eine Liste der Anbieter von Mietwagen in Reykjavík:

µ www.atak.is

µ www.avis.is

µ www.budget.is

µ www.cheapjeeps.is

µ www.europcar.is

µ www.hertz.is

µ www.holdur.is

µ www.sixt.is

µ www.billiger-mietwagen.de: Online-Mietwagenpreisvergleich, um den aktuell günstigsten Preis zu finden.

Normalerweise bieten die Autoverleiher einen Hol- und Bringservice. Man wird von der Unterkunft (oder von wo auch immer in der Stadt) abgeholt und zur Vermietungszentrale chauffiert.

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 104)

Die Stadt selbst ist zwar nicht außergewöhnlich hügelig, aber doch einigermaßen beschwerlich, wenn man schwer zu Fuß oder im Rollstuhl unterwegs ist. Im Winter (kann sich bis in den April hinziehen) wird sehr wenig gestreut oder saubergefegt. Zwar sind in der alten Innenstadt die Straßen mit Heißwasserleitungen unterlegt, weshalb Eis und Schnee relativ schnell auch wieder verschwinden, aber es bleiben viele rutschige und schwierige Stellen. Die meisten Hotels, Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen (Museen) sind barrierefrei.

Iceland Unlimited, Tel. 4450919, www.icelandunlimited.is, bietet Reisen für Behinderte in Island an. Alternativ kann man mit der Behindertenorganisation Reykjavíks Kontakt aufnehmen:

o170 [I5] Sjálfsbjörg landssamband fatlaðra, Hátún 12, Tel. 5500360, www.sjalfsbjorg.is, Mo.–Fr. 9–16.15, Fr. 8–13 Uhr

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 105)

µ Deutsche Botschaft Reykjavík, Laufásvegur 31, 101 Reykjavík, Tel. +354 5301100, Bereitschaftsdienst für Notfälle: +354 6637800, Fax +354 5301101 www.reykjavik.diplo.de, Mo.–Fr. 9–12 Uhr

µ Österreichisches Honorargeneralkonsulat, Orrahólar 5, 111 Reykjavík, Tel. +354 5575464, www.bmeia.gv.at, Mo.–Do. 9–16 Uhr. Keine Botschaft vor Ort, erste Anlaufstelle ist der Generalkonsul.

µ Schweizer Generalkonsulat, Laugavegur 13, 101 Reykjavík, Tel. +354 5517172, Fax +354 5517179, www.eda.admin.ch

Ein- und Ausreise­bestimmungen (siehe Reiseführer S. 105)

Für die Einreise braucht man einen gültigen deutschen, österreichischen oder Schweizer Personalausweis oder Reisepass, der drei Monate länger gültig ist als die Reisezeit. Für die Einfuhr von Waren siehe die detaillierten Informationen auf folgender (englischsprachiger) Website:

µ www.kefairport.is/English/Before-Departure/Customs-Regulations

Das Mindestalter für die Einfuhr von Alkohol beträgt 20 Jahre, für Tabak 18 Jahre. Angel- und Reitausrüstungen müssen desinfiziert sein (von öffentlicher Stelle mittels Zertifikat nachgewiesen), ansonsten muss alles noch einmal in Island auf eigene Kosten desinfiziert werden. Weitere Informationen unter Tel. +354 4250444.

Für die Mitnahme von Haustieren benötigt man eine Genehmigung des isländischen Landwirtschaftsministeriums. Eine Quarantänezeit ist auf alle Fälle obligatorisch.

Elektrizität (siehe Reiseführer S. 105)

Die Stromspannung im isländischen Netz beträgt 220 Volt bei 50 Hertz, entspricht also dem mitteleuropäischen Standard. Auch die Steckdosen entsprechen den unseren.

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 105)

Währung und Preise

Die offizielle Währung ist die Isländische Krone, ISK oder kr. abgekürzt. Am Flughafen und in der Innenstadt gibt es zahlreiche Geldautomaten, an denen man mit einer Maestro-(EC-)Karte Geld abheben kann, und in den Banken kann man Euros in Kronen umtauschen, aber eigentlich bezahlen die Isländer alles – selbst sehr kleine Beträge – mit Kreditkarte.

Island ist generell kein Billigland, da sehr vieles importiert werden muss. Seit Beginn der Finanzkrise Ende 2008 stand der Kurs der ­Isländischen Krone stark unter Druck. Dies hat dazu geführt, dass das ehemals extrem teure Island auf einmal erschwinglich ist – solange man sein Geld in Euros oder Franken verdient. Für die Isländer selbst sind die Lebenshaltungskosten seit Beginn der Finanzkrise aber erheblich gestiegen. Deshalb sind viele Touristikunternehmen (Hotels, Reiseunternehmen) sogar dazu übergegangen, ihre Preise in Euros anzugeben.

Dank der Finanzkrise ist für Touristen also vieles recht erschwinglich geworden. Ein 3-Gänge-Menü in einem guten Restaurant (5000–7000 ISK) kostete im Sommer 2011 zwischen 30 und 42 €, während dies im Frühjahr 2008 noch umgerechnet 60–80 € waren.

Weitere Preisbeispiele: Eine Tasse Tee oder Kaffee kostet meist 350–500 ISK, ein Stück Kuchen 500–900 ISK, belegte Brote zum Mitnehmen 600–1000 ISK, Erfrischungsgetränke 300–500 ISK. Alkohol ist teuer, ein Glas Bier kostet zwischen 600–1000 ISK, ein Glas Hauswein 900–1300 ISK.

In den Sommermonaten muss man pro Person für eine Übernachtung in Hotel oder Apartment 10.000–15.000 ISK einplanen. Ein Bett im Schlafsaal der Jugendherberge kostet circa 2700–3300 ISK. Der große Vorteil eines Apartments ist, dass man sich selbst versorgen und so die Kosten für die (Zwischen-)Mahlzeiten reduzieren kann.

Der Eintritt in Museen schlägt mit 700–1000 ISK zu Buche, einige haben mittwochs freien Eintritt, nur wenige sind immer gratis. Ausflugstouren in das Reykjavíker Umland kosten je nach Länge und Materialaufwand 7000–25.000 ISK.

Tax-Free

Für alle Dinge, die man als Ausländer in Island erwirbt und ausführt, kann man ein Tax-Free-Formular erhalten, wenn man auf einmal Waren im Wert von mindestens 4000 ISK erwirbt. Im Laden wird das Formular gleich mit dem Kassenbon ausgedruckt. (Ausnahme: Auf Kunsthandwerk, das man direkt beim Künstler erwirbt, wird keine Mehrwertsteuer berechnet.)

Nach dem Einlösen des Formulars erhält man bis zu 15 % des Einkaufsbetrags zurück. Man kann sich Zeit auf dem Flughafen ersparen, wo die Warteschlange meist recht lang ist, indem man die Formulare bereits vorher ausfüllt und bei den Tax-Free-Schaltern in einer der beiden Touristeninformationen oder im Kringlan (s. S. 21) einlöst. Den Betrag kann man sich sofort in Isländischen Kronen oder einer anderen Währung auszahlen oder auf der Kreditkarte gutschreiben lassen. Wichtig ist, dass man die gestempelten Formulare auf dem Flughafen in den Briefkasten neben dem Tax-Free-Schalter wirft oder von zu Hause zurückschickt, sonst wird der gesamte Mehrwertsteuerbetrag von 24,5 % abgebucht.

Wichtig: Hat man einen teuren Gegenstand erworben, bei dem man mehr als 5000 ISK auf einmal zurückbekommt, so benötigt man einen Stempel vom isländischen Zoll (im Flughafen Keflavík unten in der Abflughalle). (Ausnahme: Isländische Wollwaren, hierfür wird auch über 5000 ISK kein Stempel benötigt.) Dazu muss man die Güter vorzeigen können, also unbedingt den Stempel abholen, bevor man den Koffer aufgibt. Die weiteren Tax-Free-Formalitäten werden dann nach der Zugangskontrolle abgewickelt.

Informations­quellen (siehe Reiseführer S. 108)

Infostellen zu Hause

µ In Deutschland: Botschaft der Republik Island, Rauchstraße 1, 10787 Berlin, Tel. 030 50504000, Mo.–Fr. 9–16 Uhr, www.botschaft-island.de

µ In Österreich: Botschaft von Island, Naglergasse 2/3/8, 1010 Wien, Tel. 01 5332771, Mo.–Fr. 9–16 Uhr, www.iceland.org/at

µ In der Schweiz (zuständig ist die isländische Botschaft in Belgien): Botschaft von Island, Rond-Point Schuman 11, B–1040 Bruxelles, Tel.+32 (0)2 2385000, Mo.–Fr. 9–17 Uhr, www.iceland.org/be

Infostellen in Reykjavík

i171 [B3] Touristeninformation der Stadt Reykjavík (Tourist Information Centre), Aðalstræti 2, Tel. 5901550, 1.6.–15.9. tgl. 8.30–19 Uhr, 16.9–31.5. Mo.–Fr. 9–18, Sa. 9–16, So. 9–14 Uhr, www.visitreykjavik.is. In der zentralen Touristeninformation (mit Internetcafé) im Stadtzentrum liegt jede Menge Informationsmaterial aus, zudem wird man zum aktuellen, laufenden Programm in der Stadt beraten. Außerdem bestehen Buchungsmöglichkeiten für Tagestouren, Mietwagen und Hotels. Hier erhält man auch die Reykjavík Welcome Card und hat die Möglichkeit, die Tax-Free-Formalitäten abzuwickeln (s. S. 108).

i172 [C4] The Icelandic Travel Market, Bankastræti 2, Tel. 5224979, www.itm.is, Juni–Aug. tgl. 8–18 Uhr, Sept.–Mai tgl. 8–19 Uhr, mit Internetcafé. Auch hier finden sich alle interessanten Informationen und Buchungsmöglichkeiten und auch hier kann man Touren verschiedener Anbieter buchen. Zum Unternehmen gehören Iceland Rovers und Icelandic Mountain Guides. Tax-Free-Schalter für Iceland Refund tgl. 10–17.30 Uhr.

i173 [C6] Busbahnhof BSÍ (Umferðamiðstöðin BSÍ), Vatnsmýrarvegur 10, 101 Reykjavík, Tel. 5621011, www.bsi.is, tgl. 4.30–24 Uhr. Mehrere Busunternehmen, die Überlandfahrten anbieten, haben sich zusammengeschlossen und direkt am Busbahnhof BSÍ einen gemeinsamen Informationsschalter eröffnet.

µ Fahrplanauskünfte: In allen Touristeninformationen und den Busbahnhöfen liegen Pläne mit den Buslinien und Fahrzeiten der innerstädtischen Busse aus.

Fundbüros

In der Stadt:

o174 [F5] Polizei, Hverfisgata 113, Tel. 4441400, Mo.–Fr. 8–16 Uhr

Am Flughafen kümmern sich folgende Stellen um Verlorengegangenes:

µ IGS Airport Services (Icelandair und SAS), Tel. 4250226, baggage@ icelandair.is

µ Airport Associates (Iceland Express, Air Berlin), lf@airportassociates.com, Tel. 4250705

µ Property Office – Airport Terminal Police, Tel. 4201808, lostandfound@dc.is, Mo.–Fr. 9–13, Tel. Mo.–Fr. 9–16 Uhr. Hier sammeln sich all jene Dinge, die in der Eingangs- oder Abflughalle verloren gegangen sind.

Tickets

Es gibt kein zentrales Ticketbüro, aber die Webseite www.midi.is, über die die meisten Karten angeboten werden. Man kann seine Eintrittskarten auch direkt an der Abendkasse kaufen. Möchte man sich über das kulturelle und sportliche Angebot informieren oder ist man sich nicht sicher, wie man an Tickets kommt, so hilft die Touristeninformation in der Aðalstræti (s. o.) gerne tatkräftig weiter.

Reykjavík im Internet

Isländer haben eine Vorliebe für alles Neue. Daher sind viele Unternehmen, Cafés, Restaurants und Bars inzwischen dazu übergegangen, die Website eher nebenher laufen zu lassen und ihre Energie auf die jeweiligen Facebook-Seiten zu konzentrieren, wo Sonderangebote, Konzerttermine und andere Nachrichten direkt an alle Freunde weitergeleitet werden. Alle folgenden Websites sind (auch) in englischer Sprache:

µ www.cia.is: Website des Center for Icelandic Art. Wer sich für zeitgenössische isländische Kunst interessiert, findet auf dieser Seite Informationen über Künstler, Institutionen und nützliche Links.

µ www.gayice.is: Informationsportal zu aktuellen Entwicklungen, Adressen und Tipps der queeren Szene

µ www.grapevine.is: Die Onlineversion der Papierausgabe (s. u.). Grapevine hat oft einen recht bissigen Blick auf das Geschehen.

µ www.heimur.is/world: Hier findet man die Onlineversionen verschiedener Informationsbroschüren gesammelt, die gedruckt in der Stadt ausliegen – um schon im Voraus auf den Geschmack zu kommen.

µ www.icelandicreview.com: täglich aktualisierte Website mit Nachrichten und kurzen Artikeln zum Leben in der Stadt

µ www.ja.is: Auf der zentralen isländischen Adressenwebsite kann man das Telefonbuch (símaskrá), die Gelben Seiten (gulu siðurnar) oder eine Landkarte (kortavefur) durchforsten. Die Onlinekarte zeigt auf dem genausten Zoomniveau sogar die Hausnummern an. Um isländische Buchstaben einzugeben, betätigt man den Knopf „íslenskir stafir“ bzw. „Icelandic letters“. Die korrekte Schreibweise ist sehr wichtig, denn das Programm zeigt keine ähnlichen Treffer. Das Telefonbuch umfasst das ganze Land und ist nach Vornamen geordnet, es kann nach Namen, Straßennamen und Telefonnummern durchsucht werden.

µ www.restaurants.is: Portal mit Restaurantbeschreibungen, zu Reykjavíks Gastronomie auch einigermaßen vollständig, teilweise mit Kommentaren und Gästebewertungen

µ www.reykjavik.is: offizielle Website der Stadt

µ www.sundlaugar.is: Informationsseite zu rund 200 Schwimmbädern und heißen Quellen in Island

µ www.visitreykjavik.is: Die offizielle Touristeninformationsseite der Stadt Reyk­javík ist die ideale Startseite für einen Reykjavíkbesuch, denn sie ist gespickt mit sehr viel nützlichen Besucherinfos, von der Unterkunft über Restaurants und Schwimmbäder hin zu Touren auch außerhalb der Stadt, kulturellen Events und Hintergrundinfos zur Stadt. Auf dieser Site gibt es auch einen Link zu:

µ www.mobileguide.is: Hierbei handelt es sich um einen kostenlosen Guide mit allen aktuellen Infos zu Island und Reyk­javík, den man sich aufs Handy laden kann. Einfach den Anweisungen auf der Website folgen und schon wird die Anwendung mit allen Infos aufs Handy geladen (Internetzugang erforderlich). Dies kann man bereits vor Reiseantritt tun, dann fallen keine Roamingkosten an.

Publikationen und Medien

Für Touristen liegen in den Touristeninformationsstellen, in Hotels, Guesthouses und teilweise in den Buchläden und Cafés jede Menge Broschüren aus. Im Prinzip sind alle Broschüren in englischer Sprache gehalten, nur äußerst selten findet sich etwas auf Deutsch. Alle Broschüren, sind mit Innenstadtplänen ausgestattet.

µ What’s on: Informiert für den jeweiligen Monat über die Termine für Ausstellungen und klassische Vorstellungen (Musik, Theater, Tanz). Adressen und Öffnungszeiten von Kultureinrichtungen (www.whatson.is).

µ Grapevine: Im zwei- (Sommer) oder vierwöchigen Turnus erscheinende Zeitung mit Artikeln zum aktuellen Geschehen und vielen Informationen zu Restaurants und Veranstaltungsorten sowie einem aktuellen Kalender, der darüber Auskunft gibt, welche musikalischen Ereignisse wo stattfinden (www.grapevine.is).

µ Visitor’s Guide: In der ganzen Stadt liegt ein kleiner, informativer, gelber „Visitor’s Guide“ aus, der Gutscheine für Rabatte in bestimmten Restaurants und Geschäften enthält.

In den Sommermonaten werden in den Buchläden (s. S. 25) deutschsprachige Zeitungen und übersetzte Bücher isländischer Autoren verkauft.

Internet und Internetcafés (siehe Reiseführer S. 112)

In Reykjavík findet man keine speziellen Internetcafés mit Dutzenden von Computern, da man sich in fast allen Cafés und Kneipen ins drahtlose WLAN-Netz einloggen kann. Die meisten Orte bieten ein bis vier Computer, aber das reicht auch völlig aus. Wenn man keinen Laptop dabei hat, so findet man hier PC-Plätze vor:

µ Touristeninformation (s. S. 108)

µ The Icelandic Travel Market (s. S. 108)

µ Café im Rathaus Í

µ The Laundromat Café (s. S. 38)

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 112)

µ Notrufnummer: Tel. 112

+175 [J15] Bereitschaftsdienst (Læknavaktin), Smáratorg 1, Kópavogur, Tel. 1770, Mo.–Fr. 17–23.30, Sa., So. 9–23.30 Uhr

+176 Private Health Clinic, Holtasmára 1, 201 Kópavogur, Tel. 5106500, www.hv.is, Mo.–Fr 9–12 Uhr. Man kann ohne Voranmeldung vorbeikommen oder einen Termin vereinbaren, der Arztbesuch schlägt mit 5500 ISK zu Buche, Spezialbehandlungen kosten extra.

+177 [I10] Notaufnahme Staatl. Krankenhaus Fossvogur, Tel. 5431000, bei Háaleitisbraut und Bústaðavegur

+178 [B3] Staatl. Gesundheitszentrum (Heilsugæslustöð) Stadtmitte, Vesturgata 7, Tel. 5852600, www.heilsugaeslan.is (hier sind weitere Zentren zu finden), 8–16 Uhr nach Terminvereinbarung (mit Ausweis und europäischer Versicherungskarte 1000 ISK, ohne 5900 ISK), 16–18 Uhr ohne Terminvereinbarung (2600 bzw. 8700 ISK)

µ Infonummer und Internetpräsenz zu diensthabenden Zahnärzten: Tel. 5750505, www.tannsi.is

Apotheken im Zentrum

+179 [I6] Lyfja Apótek, Laugavegur 16, 5524045, Mo.–Fr. 9–18, Sa. 11–16 Uhr

+180 [D4] Lyfja Apótek, Lágmúli 5, Tel. 5332300, tgl. 7–1 Uhr

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 113)

Reykjavík hat für junge Besucher einiges zu bieten. Oftmals sind Museen, Schwimmbäder und andere Attraktionen für Kinder und Jugendliche entweder umsonst oder mit deutlichem Rabatt zugänglich.

Drinnen

Alle hier genannten Museen haben interessante und moderne Multimedia- und spielerische Bereiche, die speziell für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Die Beschriftungen in den Museen sind meist auf Englisch gehalten, manchmal gibt es auch Broschüren mit deutschen Texten.

Ê [B4] 871±2. Wie zu Wikingerzeiten Häuser gebaut wurden und wie diese aussahen. Die Ausstellung ist multimedial interessant gestaltet und zeigt Ausgrabungsfunde der ersten Siedlung Reykjavíks.

µ Ásmundur Sveinsson Museum (s. S. 42). Hier darf man im Skulpturengarten sogar in manchen Installationen herumkraxeln, zudem ist der Eintritt frei.

ã Energiezentrale Hellisheiði. Geothermale Energiezentrale, in der man kindgerecht an riesigen und kleinen Touchscreens viele Informationen dazu bekommt, wie die erneuerbare Energie für Islands Hauptstadt gewonnen wird. Außerdem werden Infos zum Phänomen Erdbeben präsentiert. Tipp: Vor dem Bildschirm hüpfen und schauen, wie sich die Amplitude verändert.

Ó [C3] Flohmarkt Kolaportið. Kunterbuntes Allerlei, auch für Kinder und Jugendliche geeignet.

Ø [B5] Nationalmuseum. Hier begeistern u. a. Schwerter, Gebrauchs- und Kultgegenstände und Bücher seit der Wikingerzeit das junge Publikum. Beispielsweise können Kinder in einem extra Raum wiegen, wie schwer ein Kettenhemd eigentlich ist, oder erfahren, wie es sich anfühlt, Schild und Schwert in Händen zu halten, und wie man in historischer Kleidung aussieht. Audioführung mit MP3-Player auch auf Deutsch.

µ Saga Museum (s. S. 45). Das Wachsfigurenkabinett mit lebensgroßen Wikingern ist im Erdgeschoss der Perlan Û untergebracht und für Kinder sicherlich interessant. Nach dem Museumsbesuch kann man unter der Glaskuppel mit Aussicht auf die Stadt einen Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit essen.

Draußen

µ Erklimmen der Hallgrímskirkja Ö: Nachdem Klein und Groß die letzten Treppen des Kirchturms erklommen haben, werden sie mit einer tollen Aussicht über Stadt, Land und Meer belohnt.

µ Freibäder (s. S. 116). Alle Schwimmbäder sorgen gut für kleine Gäste. Es gibt Becken zum Spielen und Rutschbahnen. Schwimmflügel kann man gratis leihen. Das warme, geothermale Wasser sorgt jederzeit für Badespaß.

Ü [S11] Freiluftmuseum Árbæjarsafn. So lebte man früher in Island. Mehr als 40 historische Gebäude einschließlich Inneneinrichtung bekommt der (junge) Besucher zu Gesicht, auch die historischen Werkzeuge verschiedener Berufe. Im Sommer tummeln sich zudem Haustiere auf dem Gelände, Spiele von damals lassen Kinderherzen höher schlagen.

µ Pferdereiten: Die isländischen Pferde sind zäh, gutmütig und lange nicht so hoch wie die Pferde hierzulande. Das nimmt Kindern die erste Angst vor Pferden und erhöht den Spaßfaktor.

o181 [L6] Reykjavík Familienzoo und -park, Engjavegur (neben der Eislaufhalle), Tel. 4115900, www.mu.is, tgl. 10–18 Uhr, Mitte Aug.–Mitte Mai 10–17 Uhr, 5–12 J. 400 ISK, über 12 J. 500 ISK, am Wochenende 500 bzw. 600 ISK. Circa 150 Tiere (19 Arten), darunter Seehunde, arktische Füchse und Rentiere, begeistern das junge Publikum. Außerdem gibt es im großen Zirkuszelt naturwissenschaftliche Phänomene zum Anfassen und Ausprobieren, des Weiteren kleinere Fahrattraktionen wie auf dem Jahrmarkt (nur im Sommer), Pferdereiten und ein Café-Restaurant. Gleich nebenan kann man durch den botanischen Garten der Stadt spazierengehen.

µ Tjörnin [B/C4]: Enten, Gänse und Schwäne füttern am Stadtteich – besonders am Samstag eine beliebte Beschäftigung der Reykjavíker Familien.

Ý [P1] Viðey. Auf die kleine Insel gegenüber der Stadt setzt man mit der Fähre innerhalb weniger Minuten über. Auf der Insel fahren keine Autos, dafür laufen Schafe frei herum. Hier kann man gemütlich spazieren gehen, mit dem Fahrrad fahren (Verleih gratis), die Kunstinstallationen, inklusive des Yoko Ono Peace-Tower, bestaunen und im Café eine Pause genießen. Ein schöner Halbtages- bis Tagesausflug für die ganze Familie.

µ Walbeobachtung (s. S. 96). Schifffahren ist für Kinder immer eine aufregende Sache. Und wenn man hier im Nordatlantik dann noch Delfine und Wale dabei beobachtet, kann an dem Tag eigentlich nichts mehr schief gehen. Auch bei sonnigem, warmen Wetter gilt: Warme, vor Regen und Wind schützende Keidung tragen.

Notfälle (siehe Reiseführer S. 115)

µ Allgemeine Notrufnummer: Tel. 112 (Polizei, Feuerwehr, Notarzt)

X182 [F5] Polizeipräsidium, Hverfisgata 113–115 (Busbahnhof Hlemmur), Tel. 4441000

µ Fundbüros s. S. 109.

Kartensperrung

Deutsche Kunden, die ihre Kreditkarte, Maestro(EC)-Karte oder ihr Handy verloren haben, können sie über die zentrale Sperrnummer Tel. +49 116116 blockieren lassen. Man sollte sich möglichst vor dem Reiseantritt die wichtigsten Daten wie Kartennummern und Gültigkeitsdauer notieren, da diese bei der Sperrung unter Umständen abgefragt werden können.

Für Österreicher und Schweizer gibt es zurzeit noch keine zentrale Sperrnummer, deshalb sollten sie sich vor der Reise bei den zuständigen Banken und Handy-Providern über die Modalitäten informieren.

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 115)

µ Geschäfte: Mo.–Fr. 10–18, Sa. 10–14/16 Uhr (1. Sa. im Monat 10–17 Uhr), So. geschlossen. (Ausnahme: Filialen der Kette 10/11 haben fast überall rund um die Uhr geöffnet.) Am 25.12. ist alles im Land geschlossen.

µ Banken: Mo.–Fr. 9.15–16 Uhr

µ Museen: Viele Museen haben außerhalb der Sommersaison Mo. geschlossen. An Feiertagen sollte man sich unbedingt vorher erkundigen, ob das ausgewählte Museum geöffnet ist. Detaillerte Informationen zu den einzelnen Öffnungszeiten finden sich im Kapitel „Reykjavík für Kunst- und Museumsfreunde“ (s. S. 42).

Post (siehe Reiseführer S. 115)

P183 [C4] Hauptpost, Posthússtræti 5, Tel. 5801200, Mo.–Fr. 9–18 Uhr, www.postur.is. Eine Postkarte oder ein Brief nach Europa kostet 165 ISK (bis 50 g) als Priority Post.

Radfahren (siehe Reiseführer S. 115)

Radfahren ist einigermaßen beschwerlich, da Wind und Regen häufig nicht mitspielen. Zudem sind in Reykjavík selbst nur eine Handvoll Radwege zu finden. Aber es sind doch immer mehr Leute zu finden, die das Fahrrad für eine gute Alternative zum Auto halten.

Autofahrer können Radfahrer und den Platz, den sie brauchen, im Prinzip nicht sehr gut einschätzen, aber normalerweise achtet man gut auf andere Verkehrsteilnehmer und bremst rechtzeitig. Viele Radfahrer fahren auf großen Straßen am liebsten auf dem Gehweg.

Wer sich ein Rad leihen möchte, sollte es hier probieren:

o184 [D4] Borgarhjól Bike Rental, Herfisgata 50, Tel. 5515653, Mo.–Fr. 8–18 Uhr, Sa. 10–14 Uhr, www.borgarhjol.net. Auch außerhalb der Geschäftszeiten ist es eventuell möglich, an ein Fahrrad zu kommen, wenn man unter einer der folgenden Nummern nachfragt: Tel. 8965653 (Mobiltelefon des Vermieters), Tel. 5538110 (Jugendherberge) oder Tel. 5686944 (Campingplatz). Ein Fahrrad für einen Tag kostet 4200 ISK. Mietet man ein Rad für mindestens eine Woche, kostet es 3600 ISK pro Tag.

Schwimmbäder (siehe Reiseführer S. 116)

Schwimmbäder sind ein wichtiger Teil des sozialen Lebens in Island. Und es tut auch wirklich gut, wenn man seine kalten Knochen im Winter in einem mit heißem Quellwasser beheizten Bad aufwärmen kann. Es gibt die seriösen Schwimmer, die teilweise noch vor der Arbeit ein oder zwei Kilometer schwimmen, und es gibt die sozialen Schwimmer, die von der Dusche gleich in einen der Hotpots eilen, um sich mit anderen Leuten zu unterhalten.

Die Stadt Reykjavík unterhält im Raum Reykjavík sieben Schwimmbäder. Alle Schwimmbäder haben ein Becken zum Bahnenschwimmen im Freien (nur Sundhöllin hat nur innen ein Schwimmbecken) und diverse Hotpots, also kleinere runde Becken, die zwischen 38–44 °C warm sind. Die Hotpots sind immer ein geselliger Treffpunkt für ein Schwätzchen. Größere Bäder (Laugardalur, Árbæjarlaug) bieten auch noch weitere Spaßmöglichkeiten für Kinder (und Erwachsene) wie Rutschen oder größere warme Becken.

Alle Bäder öffnen Mo.–Fr. um 6.30 Uhr und schließen zwischen 20.30 und 22.30 Uhr, Sa., So. öffnen sie um 8 Uhr und schließen zwischen 19 und 21 Uhr. Im Sommer sind die Bäder etwas länger geöffnet als im Winter, nach Geschäftsschluss und samstags werden die Bäder in der Regel recht voll. In allen Bädern kann man normalerweise Badesachen und Handtücher leihen.

µ Eintritt: Kinder 100 ISK, Erwachsene 450 ISK, Zehnerkarte 900 und 3000 ISK, www.spacity.is

`185 Árbæjarlaug, Fylkisvegur, Tel. 4115200. Modernes Schwimmbad (Innen- und Außenbereich) mit vielen Möglichkeiten für Kinder, Hotpots, Sauna, Dampfbad und einem schönen Ausblick vom Außenbecken.

`186 [J4] Laugardalslaug, Sundlaugarvegur, Tel. 4115100. Das größte Schwimmbad der Stadt verfügt über 50-m-Bahnen, Massageangebot, Dampfbad, Hotpots und weitere warme Becken, Rutsche und Kinderbecken. Neben dem Schwimmbad liegt noch ein Fitness- und Spakomplex.

`187 [D10] Strandbad Nauthólsvík, am Strand südlich von Öskjuhlíð, Tel. 5116630, www.nautholsvik.is, 16. 5.–31.7. tgl. 10–19 Uhr, sonst Mo. 17–19, Mi. 11–13 u. 17–19, Fr. 11–13 Uhr. Eintritt frei, 200 ISK für Kleiderschließfach. An dieser Küstenstelle wird warmes Wasser in die See geleitet, weshalb man hier tatsächlich im Wasser des Nordatlantiks baden kann. Das Areal umfasst Sandstrand, Hotpot, Umkleidekabinen und einen Kiosk, der Kleinigkeiten zum Essen und Trinken verkauft.

`188 [E5] Sundhöllin, Barónstígur, Tel. 4115350. Innenschwimmbad in einer alten Schwimmhalle mit authentischen Details und Hotpots draußen.

`189 Vesturbæjarlaug, Hofsvallagata, Tel. 4115150. Etwas kleineres und freundliches Familienbad, mit Dampfbad, Sauna, Hotpots.

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 117)

1978 wurde Samtökin, die nationale Organisation von Lesben und Schwulen in Island mit dem Ziel gegründet, für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen zu kämpfen und Vorurteile in den Medien und den Familien zu bekämpfen. Island ist ein sehr kleines Land, hier ist jeder mit jedem verwandt. Hier kann man sich nicht von seiner Familie lösen, indem man in eine Großstadt zieht. Konflikte und Probleme sind immer eng mit der Familie verknüpft, daher ist das Politische auch immer sehr privat.

Inzwischen wurde in Island Erstaunliches erreicht, die Nation gehört zu den besonders liberalen Staaten. Gleichgeschlechtliche Partner können eine Lebenspartnerschaft eingehen. Die sogenannte registrierte Partnerschaft gewährt ihnen die gleichen Rechte und Pflichten wie eine Eheschließung heterosexueller Partner.

Als besonderer Meilenstein galt die Ernennung Jóhanna Sigurðardóttirs zur Premierministerin im Februar 2009. Sie ist die weltweit erste lesbische Premierministerin, die sich öffentlich als solche bekennt, ohne dies allerdings an die große Glocke zu hängen. Eine Tatsache, auf die die ausländischen Medien sofort angesprungen sind, wodurch die politischen Qualitäten Jóhanna Sigurðardóttirs in der Berichterstattung etwas in den Hintergrund gerieten. In Island wusste jeder schon seit Langem um Sigurðardóttirs sexuelle Ausrichtung – und eigentlich kümmert es auch niemanden. Nationale und internationale Menschenrechts- und Gay-Rights-Organisationen sehen diesen Schritt aber dennoch als ebenso wichtig an wie die Ernennung des ersten schwarzen Präsidenten, Barack Obama, in den USA.

Informationen

i190 [D4] Samtökin 78, Laugavegur 3, Tel. 5527878, www.samtokin78.is, Bürozeiten: Mo.–Fr. 13–17 Uhr, offener Abend und Bibliothek: Mo. u. Do. 20–23 Uhr. Die nationale Organisation für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle ist Beratungs- und Anlaufstelle. Zweimal pro Woche findet ein offener Abend mit wechselndem Programm statt, über weitere Veranstaltungen informiert die Website.

µ www.gayice.is: Hier findet man Informationen über aktuelle Entwicklungen und Adressen, außerdem Tipps zur queeren Szene.

µ www.pinkiceland.is: Reiseveranstalter, der sich auf Gay-Reisen in Island spezialisiert hat.

Veranstaltungen

µ Reykjavík Gay Pride: Am 2. Augustwochenende (von Donnerstag bis Sonntag) lockt das Festival Tausende nach Reyk­javík. Höhepunkte sind der farbenfrohe, fröhliche Umzug vom Busbahnhof Hlemmur über Laugavegur in das alte Stadtzentrum und das Freiluftkonzert am Arnarhóll-Hügel. Das Spektakel zieht nicht nur Schwule und Lesben an (www.gaypride.is).

µ Bears on Ice: Am 2. Septemberwochenende gibt es ein Sonderprogramm für Bären und Bärenliebhaber (www.gayice.is/boi).

Szeneklubs

:191 [D4] Bar Barbara, Laugavegur 22, Fr., Sa. 21–5. Der einzige echte Gay-Klub in Reykjavík, der allen offen steht, die gerne Party feiern.

:192 [D4] MSC Iceland, Laugavegur 28 (durch das Eisentor, den Gang und die Hintertür), Tel. 8939552, Do., So. 17–20 Uhr, www.msc.is. Klub für Männer into leather, rubber, uniforms. Gäste willkommen.

K193 [D4] Trúnó, Laugavegur 22, www.­truno.is, Mo.–Do. 12–1 Uhr, Fr./Sa. bis 2 Uhr, So. 14–1 Uhr. Das Gay-Café mit der Disco-Kugel und den lila Wänden bietet beliebte Themen-Nächte.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 118)

Island ist eine Gesellschaft, in der letztendlich jeder mit jedem verwandt ist. Das bedeutet, dass das Gesamtsystem auf Vertrauen basiert, und so ist es zum Beispiel selbstverständlich, dass man eigentlich seine Sachen (Auto, Haus o. Ä.) nicht abschließen muss und auch nichts verschwindet. Das ändert sich leider durch die vielen Touristen und neuen Bewohner der Insel. Dennoch ist Reykjavík eine sehr entspannte und ungefährliche Stadt. Unschön kann es eigentlich nur am Wochenende werden, wenn mitten in der Nacht der Alkohol zu Problemen, Prügeleien und Schäden an Autos und Häusern führt.

Sprache (siehe Reiseführer S. 118)

Sehr viele Leute in Reykjavík sprechen Englisch, sodass man sich hier­mit sehr gut verständigen kann. Deutsch sprechenden Isländern begegnet man äußerst selten. Wo das Isländische Verständigungsbarrieren aufwirft, versucht man es Besuchern so leicht wie möglich zu machen. Aus diesem Grund ist sehr viel englisches Informationsmaterial verfügbar.

Das Isländische ist eine recht komplizierte Sprache, weil sie sehr lange von anderen sprachlichen Einflüssen abgeschirmt war und sich daher nicht wie viele andere europäische Sprachen (mit-)verändert hat. Isländer finden zwar, dass man im Isländischen alles so spricht, wie man es schreibt – aber das stimmt nur, wenn man mit dem Isländischen vertraut ist. Verben und Substantive werden in allen Formen und Fällen gebeugt und teilweise kommt es hier zu Verschiebungen bei den Vokalen, weshalb zum Beispiel Straßennamen wie -gata, -vegur in Adressangaben in -götu und -vegi verändert werden.

Im Anhang dieses CityTrips findet sich eine Sprachhilfe, die die wichtigsten Begriffe übersetzt. Und wer Spaß an dieser urtümlich-nordischen Sprache findet, dem sei für eine weitergehende Beschäftigung der Kauderwelsch-Band „Isländisch“ aus dem Reise Know-How Verlag empfohlen.

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 119)

Isländische Telefonnummern haben sieben Stellen und keine Ortsvorwahl.

µ Vorwahl Island: 00354

µ Telefonauskunft: 118, für ausländische Telefonnummern Tel. 1811

µ Vorwahlen von Island ins Ausland: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041

µ www.ja.is: Webseite, die das Telefonbuch (símaskrá) und die Gelben Seiten (gulu siðurnar) umfasst.

Um billiger ins Ausland zu telefonieren, empfiehlt sich die Atlas-Frelsi International Calling Card, die man in den Werteinheiten 500, 1000 oder 2000 ISK kaufen kann (bei Hagkaup und Ólis-Tankstellen). Ablauf: Zuerst ruft man eine Zentrale an, dann gibt man den PIN-Code der Karte an und danach wählt man die gewünschte Auslandsnummer. Man muss also ziemlich viele Nummern eintippen. Am günstigsten ist die Karte, wenn man Festnetznummern anruft.

Jede/-r in Island besitzt mindestens ein Mobiltelefon. Telefonzellen sind daher fast nirgendwo mehr zu finden. Für das eigene Handy kann man sich eine Prepaid-SIM-Karte zulegen, um hohe Roaminggebühren zu vermeiden. (Dazu muss das eigene Handy SIM-Lock-frei sein.) Diese sind an Bord (Icelandair: Síminn, Iceland­Express: Vodafone), bei den Síminn- und Vodafone-Läden (betreiben Islands größte Mobilfunknetze) und an großen Tankstellen erhältlich. Die SIM-Karte kann man mit Vouchern aufladen, die man außer an den bereits genannten Verkaufsstellen auch im Tax-Free-Shop bei Ankunft im Flughafen bekommt – dort sind sie billiger als in der Stadt.

Uhrzeit (siehe Reiseführer S. 119)

In Island gilt die UTC (Coordinated Universal Time) und weil es im Sommer sowieso durchgehend hell ist, gibt es auch keine Sommerzeit. Das hat zur Folge, dass man auf der Insel im Winter eine Stunde und im Sommer zwei Stunden hinter unserer mitteleuropäischen Zeit zurückliegt.

Unterkünfte (siehe Reiseführer S. 119)

Allgemeines

In Islands Hauptstadt existiert ein reichhaltiges Angebot an Hotels, Guesthouses und Hostels (Jugendherbergen). Ohne Auto empfiehlt es sich, im Zentrum ein Zimmer zu buchen (Postleitzahl 101). Die Sternekategorien entsprechen den mitteleuropäischen.

Zu Vorkrisenzeiten war nur das Beste gut genug und so waren auch die Hotelpreise ziemlich gesalzen. Mit der gegenüber dem Euro jetzt schwächeren Krone sind die Preise aufgrund des besseren Umtauschkurses etwas günstiger. Inzwischen sind einige Hotels dazu übergegangen, ihre Preise entsprechend der gesunkenen Krone drastisch zu erhöhen.

Es gibt in Reykjavík relativ viele teure und entsprechend relativ wenige mittelpreisige oder gar günstige Hotels. Wer auf sein Geld achten muss, sollte ein Apartment, Guesthouse oder ein Hostel in Erwägung ziehen: Hier kann man selbst sein Essen kochen und so Geld sparen. Wie überall sind die Preise während der Hochsaison (Mai bis September) höher als in der Nebensaison. Außerdem wird der Platz in der Hochsaison, besonders ab Mitte Mai bis Ende August, recht knapp. Reist man zu dieser Jahreszeit, sollte man rechtzeitig buchen. Im Internet findet man eine recht vollständige Liste der Unterkünfte unter

µ www.accommodation.is

µ www.visitreykjavik.is

Hat man bei Ankunft noch kein Hotel gebucht, kann man dies am Infoschalter auf dem Flughafen (nach der Tür hinterm Zoll gleich rechts) oder bei der Touristeninformation in der Aðalstræti (s. S. 108) nachholen. Bei letzterer kann man auch vor der Reise anrufen und buchen (Tel. +354 5901501). Grundsätzlich gilt in Island in Hotels ein Rauchverbot (auch für Guesthouses und Hostels).

Unterkunftsempfehlungen

Die folgenden Unterkunftswebsites sind (auch) in Englisch verfasst. Alle genannten Unterkünfte bieten kostenlosen WLAN-Internetzugang an.

Hotels

h194 [B3] Center Hotel Plaza €€€, Aðalstræti 4, 101 Reykjavík, Tel. 5958500, www.centerhotels.com. Zweckmäßiges 3-Sterne-Hotel, sehr zentral direkt neben der Touristeninformation gelegen. Am Wochenende kann es in den Zimmern zur Vorderseite also lauter werden.

h195 [E4] Fosshotel Baron €€€, Baronstígur 2–4, 101 Reykjavík, Tel. 5623204, www.fosshotel.is. 87 Drei-Sterne-Zimmer und 31 Apartments (teilweise mit Meeresblick) am nördlichen Ende der Innenstadt.

h196 [C4] Hotel Borg €€€€, Pósthússtræti 9–11, 101 Reykjavík, Tel. 5511440, Fax 5511420, www.hotelborg.is. Das 4-Sterne-Hotel beim Parlamentsplatz Austurvöllur wurde 1930 erbaut. Der dänische König kam zu Besuch nach Reykjavík und hiefür benötigte man eine entsprechende Herberge. Das Haus wurde 2006 im originalen Art-déco-Stil renoviert. Chic und relativ (zu) teuer, am Wochenende inklusive innenstädtischem Partygeräuschpegel.

h197 [C5] Hotel Holt €€€, Bergstaðastræti 3, 101 Reykjavík, Tel. 5525700, www.hotelholt.is. Im Zentrum in ruhiger Seitenlage gelegenes 4-Sterne-Hotel mit vielleicht der größten privaten isländischen Kunstsammlung an Gemälden seit dem 19. Jh. bis heute.

h198 [I6] Hilton Nordica Hotel €€€, Suðurlandsbraut 2, 108 Reykjavík, Tel. 4445000, www.hilton.com. Luxuriöses 4-Sterne-Hotel mit ebenso luxuriösem Spa-Bereich und großen Zimmern.

h199 [D5] Hotel Ódinsvé €€€, Óðinstorg, 101 Reykjavík, Tel. 5116200, www.hotelodinsve.is. Ruhig gelegen in einer Seitenstraße im Zentrum. Von den beiden höchsten Etagen hat man in den mit großen Glasfronten ausgestatteten Zimmern einen prächtigen Blick auf die Stadt.

h200 [C8] Icelandair Hotel Loftleiðir €€€, Nautholsvegur 52, 101 Reykjavík, Tel. 4444500, www.icelandairhotels.com. 220 Vier-Sterne-Zimmer unterhalb von Perlan gelegen (ca. 15–20 Gehminuten vom Zentrum). Fahrradverleih im Sommer, Gute-Nacht-Geschichten donnerstags 21 Uhr, isländische Kinofilme im Auditorium, Giftshop, Restaurant.

h201 [J6] ParkInn Island Hotel €€€, Ármúli 9, 108 Reykjavík, Tel. 5957000, www.parkinn.com. Gutes 3-Sterne-Hotel, das etwas außerhalb des Zentrums liegt. Von den höheren Etagen bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt, gutes Frühstück.

h202 [C4] Radisson SAS 1919 Hotel €€€, Pósthússtræti 2, 101 Reykjavík, Tel. 5991000, Fax, 5991001, www.radisson.com. Das 4-Sterne-Hotel befindet sich im ursprünglichen Gebäude der ersten Linienschifffahrtsgesellschaft Islands, Eimskipafélag, das im Jahre 1919 erbaut wurde. Am Wochenende wegen Partygängern etwas laut.

Guesthouses, Apartments

Ì203 [B4] Chez Monique €€, Tjarnargata 10B, 101 Reykjavík, Tel. 5623377 und 6921777, www.chezmonique.is. Guesthouse direkt am Rathaus leitet. Einfache Ausstattung, Bad und WC im Gang, teilweise mit Zugang zu einer Küche, angenehm und zentral gelegen. Im oberen Stockwerk bieten die Zimmer zum Teil Sicht auf den Stadtteich Tjörnin.

Ì204 [B3] House of the Spirits €€, Ránargata 1, 101 Reykjavík, Tel. 6983526, www.houseofspirits101.com. Apartments für 1–8 Personen, größtenteils westlich der Innenstadt beim Hafen gelegen.

Ì205 [C5] Inga’s New Guest Apartments €€€, Bergstaðastræti 27, Tel. 5517923, www.ingas.is. Geräumige Apartments, ein Penthouse und ein Wohnhaus in ruhiger Lage in der Bergstaðastræti.

Ì207 [C4] Pisa €€, Lækjargata 6b, 101 Reykjavík, Tel. 5787200, www.pisa.is. 2009 eröffnetes Guesthouse mit 12 Zimmern (teilweise mit einem Bad für zwei Zimmer) direkt im Zentrum zu günstigen Preisen. Kann am Wochenende laut sein.

Ì208 [D4] Reykjavik4you €€, Bergstaðastræti 12, 101 Reykjavík, Tel. 7711200, www.reykjavik4you.com. Vier modern ausgestattete Apartments für 2, 3, 5 oder 6 Personen in der Bergstaðastræti und am oberen Ende von Laugavegur.

Ì209 [B3] Three Sisters €€, Ránargata 16, 101 Reykjavík, Tel. 5652181, www.threesisters.is. 16 funktionell eingerichtete Studioapartments für 1–4/5 Personen am Westende der Innenstadt nahe beim Hafen.

Hostels

j210 [E4] Kex €, Skúlagata 26, 101 Reykjavík, Tel. 5616060, www.kexhostel.is. Neues, originelles Hostel im Zentrum mit Blick auf den Esja, gegründet von zwei Fussballern in einer alten Keksfabrik. Mit Bistro und Bar.

j211 [D4] Reykjavík Backpackers €, Laugavegur 28, 101 Reykjavík, Tel. 5783700, www.reykjavikbackpackers.com. Mitten in der Stadt gelegen, also laut am Wochenende, ca. 100 Betten, da­runter auch ein paar 2-Bett-Zimmer.

j212 [K4] Reykjavík City €, Sundlaugavegur 34, 105 Reykjavík, Tel. 5538110, www.hihostels.com. Modernes Hostel mit angenehmer Atmosphäre direkt beim Schwimmbad Laugardalslaug und damit etwas außerhalb gelegen, aber mit Bushaltestelle direkt vor dem Haus. Schlafsäle, 2-, 4- und 6-Bett-Zimmer.

j213 [B3] Reykjavík Downtown €, Vesturgata 17, 101 Reykjavík, Tel. 5538120, www.hihostels.com. Das neue Hostel ist nur ein paar Gehminuten vom Zentrum entfernt. Schlafsäle, aber auch 2-Bett- und Familienzimmer.

Camping

z214 [K4] Reykjavík Campsite €, Sundlaugavegur 32, 105 Reykjavík, Tel. 5686944, www.reykjavikcampsite.is, geöffnet 15.5.–15.9. Die billigste Art der Übernachtung. Hier finden 650 Leute Platz, eine Reservierung ist nicht nötig. Preise pro Nacht: Übernachtung Zeltplatz 1100 ISK p. P., Strom 700 ISK je Tag, Hütte 7500 ISK, Frühstück 1200 ISK pro Person

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 122)

µ Anrede: In Island werden traditionell alle mit Vornamen angeredet und geduzt – auch Ausländer. Darin sind die Isländer/-innen sehr direkt. Die rufen auch schon einmal bei Politikern oder berühmten Persönlichkeiten direkt an, wenn sie ihnen was zu sagen haben, oder sprechen die Leute auf der Straße an. Genauso wird man bei Reservierungen nur nach dem Vornamen gefragt. Sogar das Telefonbuch ist nach Vornamen sortiert.

µ Schuhe ausziehen: In isländischen Haushalten ist es üblich, beim Betreten des Hauses die Schuhe auszuziehen, sodass kein Schmutz ins Haus geschleppt wird. Isländer selbst bringen manchmal ein extra Paar warme Socken mit, die sie dann anziehen.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 123)

Die Innenstadt ist recht klein und lässt sich gut zu Fuß entdecken. Für Orte am Stadtrand empfiehlt sich das Reykjavíker Busnetz.

Busse

Reykjavík hat ein redlich gut ausgebautes Busnetz, das die Innenstadt und den Großraum Reykjavík abdeckt. Busse fahren 7–24 Uhr, sonntags 12–24 Uhr. Man sollte etwas vorausplanen, denn außer zu den Stoßzeiten morgens und abends fährt teilweise nur ein Bus pro Stunde. (Das Busunternehmen heißt kurz und knapp „Strætó“, also „Bus“.)

Der zentrale Busbahnhof für die Stadtbusse ist Hlemmur. Dort und bei den Touristeninformationsstellen (s. S. 108) ist auch eine Broschüre mit dem Busnetz zu bekommen. Um die richtige Haltestelle zu finden, muss man die Endhaltestelle der jeweiligen Linie wissen.

Eine einzelne Fahrkarte kostet 350 ISK. Das passende Bargeld wirft man einfach in den großen Kasten beim Fahrer. Achtung: Der Fahrer kann kein Wechselgeld zurückgeben! Normalerweise bekommt man keine Fahrkarte ausgehändigt. Falls man umsteigen muss, bittet man den Fahrer um eine Umsteigekarte (skiptimiði oder „transfer ticket“ genannt). Dann bekommt man eine Fahrkarte ausgedruckt, die man dann im anschließenden Bus dem Fahrer gibt.

Wer sparen will, kann elf Fahrscheine für 3000 ISK, eine Tageskarte für 700 ISK oder eine 3-Tage-Karte für 1700 ISK kaufen. In den Bussen ist auch die Reykjavík Welcome Card (s. S. 107) gültig.

µ www.straeto.is

Taxis

Taxis fahren mit festen Tarifen, die am Wochenende und nachts höher liegen. Der Starttarif liegt bei 510 ISK, die ersten beiden Kilometer sind etwas teurer, sodass man auch bei kurzen Strecken leicht auf 8–10 € kommt. Wenn man anruft, fährt ein Taxi meistens innerhalb von drei bis fünf Minuten vor, nur nachts am Wochenende kann es etwas schwieriger werden und länger dauern. Auch in den Taxis kann man mit Kreditkarte bezahlen. Die bekanntesten Anbieter sind:

µ B.S.H. Taxis: Tel. 5550888

µ B.S.R. Taxis: Tel. 5610000, www.bsr.is

µ Borgarbílastöðin: Tel. 5522440

µ Hreyfill: Tel. 5885522, www.hreyfill.is

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 124)

Dank des warmen Golfstroms, der an Island vorbeiströmt, sind die Durchschnittstemperaturen nicht so kalt, wie man ob der nördlichen Lage nahe dem Polarkreis vermuten würde. Die Winter sind kalt, jedoch durchschnittlich nicht extrem kalt, die Sommer angenehm frisch. Allerdings sorgt der Golfstrom, der auf die arktischen Wetterströme stößt, auch für sehr unbeständiges Wetter. Nicht ohne Grund sagt man in Island: „Wenn dir das Wetter jetzt nicht gefällt, dann warte einfach eine Viertelstunde.“ Regen und Wind gehören einfach dazu, deshalb sollte man immer auf einen Wetterumschwung gefasst sein: Regenjacke und außerhalb der Sommermonate Mütze und Handschuhe gehören zur Standardausrüstung.

In den Monaten Mai bis August fällt normalerweise der wenigste Regen, aber auch dann regnet es noch durchschnittlich an 15 Tagen pro Monat. In den Wintermonaten können das schon mal 20 oder 21 Tage sein. Reykjavík zählt im Jahresdurchschnitt 213 Tage mit Niederschlag. Regen fällt allerdings eher als Niesel- und seltener als Platzregen.

Ein durchschnittlicher Sommertag hat Höchsttemperturen von 10–12 °C, 15 °C und mehr erreicht das Quecksilber nur an besonders schönen Tagen. In den letzten Jahren kam es sogar ein paar Mal vor, dass die Grenze von 20 °C überschritten wurde. Die Durchschnittstemperatur im Winter liegt bei etwas unter 0 °C, aber es kann natürlich auch mal -10 oder -15 °C geben.

µ Wetterauskunft: Tel. 9020600, www.vedur.is

Das touristische Angebot ist von Mitte Mai bis August am größten, dann ist in Island Hauptsaison. Während bis vor wenigen Jahren spätestens Mitte September alles geschlossen war, zieht sich die Saison inzwischen bis Ende Oktober und beginnt bereits Anfang Mai. Mittlerweile werden viele Dinge (Tagestouren, Fähren usw.) auch außerhalb der Hauptsaison angeboten, und wenn nicht an allen Tagen, so doch wenigstens am Wochenende. Eine zweite kleine Hauptsaison stellt die Zeit von Weihnachten bis Neujahr dar, die ebenfalls viele Touristen in die Stadt lockt.

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