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ReiseführerCityTrip Kiew

  • 9.80 EUR Deutschland
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  • Preis inkl. MwSt.
 
  • Reiseführer CityTrip Kiew
    Größeres Bild
     
     
  • Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Johenning, Heike Maria
    Herausgeber: Werner, Klaus
    ISBN: 978-3-8317-2066-8
    Seitenanzahl: 144
    Auflage: 1. Auflage
    Erscheinungsjahr: 2011

    Ausstattung:
    komplett in Farbe, zahlreiche stimmungsvolle Fotos, GPS-genauer Stadtplan (Faltplan zum Herausnehmen) und praktische Übersichtskarten, Sprachhilfe, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
    Format (h x b x t): 19,5 x11

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Die schicke wie heilige Hauptstadt der Ukraine erlebt eine neue Blüte. Kiew ist heute eine moderne Millionen-Metropole, die den grauen postsowjetischen Schleier endgültig abgelegt hat. Dieser CityTrip-Band führt kompetent durch die in neuem Glanz erstrahlende Stadt und kennt so manches verborgenes Highlight. Ihre historische Vielschichtigkeit macht Kiew zu einer der kostbarsten Schatztruhen Europas.

Alles Sehenswerte wird gründlich beschrieben und die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner unterhaltsam erzählt. Der CityTrip Kiew nimmt den Leser mit in das berühmte Höhlenkloster, in Bulgakows Wohnhaus, in die Buddha Bar, zum Public Viewing, auf eine Segway-Tour rund um das Dynamo-Stadion und zum Sundowner auf die Zareninsel. Beleuchtet werden aber auch zeitgenössische Phänomene wie Kosakenkult, Kunstrausch und Blinymanie.

    Aus dem Inhalt:
  • Die Kronjuwelen: Höhlenkloster, Sophienkathedrale und Goldenes Tor
  • Die besten Cafés, Restaurants und Clubs der Ober- und Unterstadt
  • Schwerpunkt Kunst: Freskenmalerei, ukrainische Avantgarde und Oligarchensammlung
  • Orthodoxes Erbe: die romantischsten Klöster und ihre Geschichte
  • Hintergrund-Exkurse zu Themen wie „Die Orangene Revolution entlässt ihre Kinder“, „Babylonisches Sprachgewirr“ oder „Die Romanows in Kiew“
  • Praktische Tipps zu Einreise, Sicherheit oder Metrofahren ohne kyrillische Schriftkenntnis
  • Im Fokus: die Fußballeuropameisterschaft 2012
  • Unterkünfte in allen Kategorien: Backpackerhostel, Hotelschiff oder 5-Sterne-Tempel
  • Sonderexkurs: Das Kiew der Klitschko-Brüder
  • Alle reisepraktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Shopping, Events, Hilfe im Notfall ...
  • exakte Adressangaben, leicht zu finden im herausnehmbaren City-Faltplan und in buchbegleitenden Luftbildansichten im Internet



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Straßenbahnlinie Nr.5/Spielplatz von Leser (November 2011)

Der Reiseführer hat uns auf unserer Reise nach Kiew sehr geholfen (12.10.-19.10.2011).

Als Dank hier noch ein paar Hinweise.

Die Straßenbahnlinie Nr.5 fährt nicht mehr. lt. eines Busfahrers fährt jetzt die Buslinie 51 diese Strecke. Das haben wir aber nicht überprüft.

Ein einheimischer hat uns einen Kinderspielplatz gezeigt, welcher uns sehr gut gefallen hat. Der Spielplatz wurde von emigrierten Künstlern in der Zeit der Orangen Revolution auf eigene Kosten gebaut. Von hier aus hat man auch eine schöne Aussicht auf Kiew. Der Spielplatz liegt auf der ersten Karten ihres Reiseführers in der namenlosen Strasse in Anschluss der Strasse "Desjatynnyj Prow."

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Rezensionen

Lehrerbibliothek.de
Rezension vom: 12/12
Seit 1991 ist die Ukraine unabhängig und im Rahmen der prowestlichen "orangenen Revolution" wurde die Visumspflicht für Deutsche, Österreicher und Schweizer abgeschafft, so dass ein Kurztrip nach Kiew noch einfacher geworden ist. Spätestens 2012 wird Kiew endgültig in den Fokus der Weltöffentlichkeit rücken, wenn hier einige Vorrundenspiele und das Endspiel der Fußballeuropameisterschaft ausgetragen wird, deren Gastgeber gemeinsam Polen und die Ukraine sind. Das Olympiastadion wird dazu durch ein deutsches Architektenbüro umgebaut für 70.000 Besucher. 12 Mio. Ticketanfragen lagen bereits im März 2011 vor. Entsprechend geht dieser neu erschienene Kiew-Stadtführer auch auf dieses Großereignis ein (S. 64ff). Der Schwerpunkt aber liegt wie immer in dieser kompakten und aktuellen Reihe der CityTrips auf Kultur, Kunst, Shopping und umfassender Information über eine z.T. doch recht fremde Metropole am Rande Europas.

Deutsche Welle
Rezension vom: 11/11
„Die Autorin des „Citytrip Kiew“ beleuchtet die ukrainische Hauptstadt von allen Seiten. (...) Neben den Beschreibungen der historisch und architektonisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten gibt es eine Fülle von Hintergrund- und Insiderinformationen. Heike Maria Johenning macht den Besucher auch mit echten Kiewern bekannt: Nicht nur Vitali und Wladimir Klitschko, sondern auch Andrej Kurkow, Lada Lusina und Oksana Sabuschko flanieren durch die Straßen und Parks der Stadt. Selbst die große Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier wird zitiert. (...) Dabei nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund. Die Kiewer Klangesellschaft wird ebenso objektiv erläutert wie die aktuellen Bausünden. Mit diesem Buch ist der Kiew-Tourist bestens bedient. Sogar auf das erste Date wird er vorbereitet: Rosen (in ungerader Zahl) nicht vergessen!“

Tetyana Bondarenko, Deutsche Welle

ekz. Bibliotheksservice GmbH
Rezension vom: 07/11
Reihenübliche kompakte Vorstellung der Metropole, attraktiv gestaltet, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten, gut geeignet für einen Kurzurlaub in der Stadt, herausnehmbarer City Faltplan (Maßstab 1:10.000; 1:35.000). (...) sehr gut einsetzbar.


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CityTripaus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.
Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  Anhang
  Faltplan
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

Praktische Reisetipps aus dem Buch

Praktische Reisetipps aus dem Buch 

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Praktische Reisetipps

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 106)

Mit dem Flugzeug

Fliegen ist die schnellste und einfachste Anreisemöglichkeit. In knapp zwei Flugstunden erreicht man Kiew beispielsweise von Berlin aus. Ukrainian Airways fliegt direkt, einen Zwischenstopp legen Lufthansa oder Austrian Airways ein. Die Airline Air Baltic hat günstige Preise und bietet Flüge von fast jeder deutschen Großstadt aus an. Allerdings gibt es einen Zwischenstopp in Riga und beim Weiterflug findet man sich meist in einer Minimaschine wieder. Je nach Jahreszeit kann man schon für 150 € nach Kiew (und zurück) fliegen.

µ Baltic Airlines: Von fast allen deutschen Flughäfen, www.airbaltic.de

µ Ukrainian International Airlines: die sehr zu empfehlende staatliche Airline fliegt von Frankfurt am Main und von Berlin ab, www.flyuia.com

µ Lufthansa: www.lufthansa.de

Der internationale Flughafen Boryspil (KBP) liegt 30 Kilometer vor den Toren der Stadt. Ein neues Terminal wurde 2010 eröffnet. Bis 2012 soll es eine Bahnverbindung in die City geben.

Bis auf Weiteres bleiben für Nicht­ukrainer ganze fünf Schalter für die Passkontrolle. Kommen mehrere Maschinen zeitgleich an, ist eine Wartezeit von 1–2 Stunden vorprogrammiert. Auch herrscht großes Gedränge, vor allem gegen Abend. Meist dreht der Koffer schon einsam seine Runden, bis man das Gepäckband erreicht hat. Eine Zollerklärung braucht nur, wer mehr als 3000 € bar mitbringt. Wird man gefragt, welchen Wert die „Geschenke“ haben, sagt man „100 €“ („sto jewro“) und passiert den grünen Durchgang.

µ Boryspil Airport, http://kbp.com.ua/ index.php?lang=english (mit Flugsuche)

Vom Flughafen in die Stadt

Als erste Amtshandlung sollte man in der Ankunftshalle (links hinter einer Säule) mit der regulären EC-Karte Bargeld in der Landeswährung Hriwna am Automaten abheben (mit Quittung). Aber Achtung: Dort lauern die „schwarzen Taxifahrer“. Dahinter steckt eine armenische Mafia, die auf ahnungslose Kunden wartet und 50 € für die Fahrt in die Innenstadt veranschlagt.

Die beste Alternative ist die Fahrt mit dem (Mini-)Bus der Firma „Polit“ (?????), der ab 4 Uhr morgens bis um 3 Uhr nachts fast alle 20 Minuten am Ausgang des Terminals B abfährt, nach 18.50 Uhr seltener. Der 40–60 Minuten dauernde Transfer zum Bahnhof (woksal) kostet ca. 3 €. Der Bus hält am südlichen Eingang. Von dort aus kann man mit der Metro weiterfahren. Allerdings erst, nachdem man (mit Gepäck) den großen Tunnel unter den Gleisen passiert hat. Der Eingang zur Metro liegt nämlich am anderen (nördlichen) Eingang, in Fahrtrichtung rechts.

µ Info: www.toandfromtheairport.com/ ukraine.html

Mit dem Auto

Von Deutschland aus, aber auch von Österreich oder der Schweiz kommend, ist Kiew mit dem Auto relativ weit (Berlin – Kiew 1381 Kilometer).

Für die Einreise mit dem eigenen PKW benötigt man die Fahrzeugpapiere, den internationalen Führerschein und die grüne Versicherungskarte, eine Zollanmeldung, einen Erste-Hilfe-Kasten und einen Feuerlöscher. Ein Mobiltelefon ist in unbewohnten Gegenden sinnvoll, am besten kauft man in der ersten ukrainischen Stadt eine ukrainische Chipkarte für das deutsche Handy.

Das Tankstellensystem ist gut ausgebaut, in Kiew haben die Tankstellen Tag und Nacht geöffnet. Leider sind viele Parkplätze mittlerweile gebührenpflichtig. Mietwagen gibt es bei Domino, Europcar, Avis und Hertz.

Mit dem Zug

Von Berlin aus gibt es einen bequemen Direktzug nach Kiew, der Berlin in den Abendstunden verlässt und nach knapp 22 Stunden den Hauptbahnhof [I12] in Kiew erreicht. Für eine einfache Fahrt zahlt man ca. 100 €, Bett inklusive.

Eine günstigere Alternative zum durchgehenden Nachtzug ist eine Verbindung mit Zwischenstopp in Warschau, da man das Polen-Spezial­angebot der Deutschen Bahn nutzen kann. Den finanziellen Vorteil erkauft man sich allerdings durch eine zusätzliche Nachtfahrt von Warschau nach Kiew. Andererseits hat man in Warschau genügend Aufenthaltszeit für eine kleine Stadterkundung.

Von Wien aus braucht der Zug mindestens 22 Stunden, von Zürich aus sogar 34.

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 107)

Kiew hat leider nur wenige behindertengerechte Einrichtungen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind mit Rollstuhl (wie mit Kinderwagen) eine Zumutung. Es gibt keine Fahrstühle, viele Stufen beim Umsteigen und die langen Rolltreppen sind ohnehin gewöhnungsbedürftig. Nahezu alle großen Straßen müssen unterquert werden. Kiews Hügel machen letztlich sogar das Schieben eines Rollstuhls zu einer großen Anstrengung.

µ Der Bundesverband Selbsthilfe für Körperbehinderte (mit Reiseassistentensuche und Spezialreisen) kann eventuell weiterhelfen: www.bsk-ev.org

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 107)

o128 [L11] Deutsche Botschaft in Kiew, Wul. Bohdana Chmelnyzkoho 25, Metro: Teatralna, geöffnet: Mo.–Do. 8–13 und von 14 bis 17.15 Uhr, Fr. 8–12.30 und von 13–15.30 Uhr, Tel. 2476800, www.kiew.diplo.de. In Notfällen außerhalb der Öffnungszeiten ist die Botschaft unter Tel. 00380 50 3558285 zu erreichen.

o129 [L11] Österreichische Botschaft in Kiew, Wul. Iwana Franka 33, Metro: Soloti Worota, geöffnet: Mo.–Fr. 9.30–12.30 Uhr, www.aussenministerium.at/kiew

o130 [S15] Schweizer Botschaft in Kiew, Kosjatynska 12, Metro: Arsenalna, dann mit dem Bus bis zur Endstation am Museum des Großen Vaterländischen Krieges (Richtung Lawra), Tel. 2816128, geöffnet: Mo.–Do. 15–16.30 Uhr, www.eda.admin.ch/kiev

Ein- und Ausreise­bestimmungen (siehe Reiseführer S. 107)

Für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen können Deutsche, EU-Bürger sowie Staatsangehörige der Schweiz ohne vorherige Erteilung eines Visums in die Ukraine einreisen. Nach 90 Tagen müssen sie wieder ausreisen, dürfen sich aber danach erneut für 90 Tage visafrei in der Ukraine aufhalten.

Weiterhin bedarf es aber bei der Einreise der Vorlage eines Reisepasses oder vorläufigen Reisepasses, der mindestens einen Monat über das Ende des geplanten Aufenthalts in der Ukraine hinaus gültig ist.

Elektrizität (siehe Reiseführer S. 108)

Die Netzspannung beträgt 220 Volt, 50 Hertz. Steckeradapter sind für Hotels nicht mehr nötig.

Film und Foto (siehe Reiseführer S. 108)

Unbekannte Einwohner zu fotografieren ist in allen Nachfolgestaaten der UdSSR schwierig. Am besten fragt man kurz um Erlaubnis („Moschno?“). In den meisten Kirchen und Klöstern ist das Fotografieren/Filmen nur mit einem zusätzlichen Ticket erlaubt. Das kostet aber nur wenige Cent und wird zusammen mit der Eintrittskarte gekauft. Film- und Fotoausrüstung gibt es in einem der Elektrogeschäfte auf dem Majdan oder bei Fotomag.

S131 [N12] Fotomag.com.ua, Wul. Basejna 1/2, Metro: Pl. Lwa Tolstoho, geöffnet: Mo.–So. 10–20 Uhr, Tel. 2345432, http://fotomag.com.ua. Hier bekommt man jedes Ersatzteil und kann auch Fotos ausdrucken.

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 108)

Kiew ist im Vergleich zu anderen Großstädten recht günstig zu bereisen. Einzige Ausnahme sind die Hotels. Dafür sind (viele) Restaurants, Museen und Klubs ausgesprochen preisgünstig.

Die Landeswährung heißt Hriwna. Den aktuellen Umrechnungskurs findet man zum Beispiel unter www.wechselkurs.de. Bei Drucklegung im Mai 2011 betrug er:

1 Euro = 11,24 Hriwna

100 Hriwna = 8,89 Euro

1 SFr = 9,26 Hriwna

100 Hriwna = 10,79 SFr

Mit der Maestro-(EC-)Karte kann man rund um die Uhr Geld an Bankautomaten abheben. Die Gebühr beträgt ca. 5 €. Gängige Kreditkarten werden auch in Restaurants, Hotels oder sogar Buchhandlungen akzeptiert.

Beim Verlust des Portemonnaies kann man sich (online) über Western Union aus der Heimat Geld überweisen lassen (4–15 % Provision). Kontakt über www.westernunion.de oder unter Tel. +32 (0) 26397107. Abgeholt werden kann das Geld unter anderem an den Kassen der Metrosta­tion Teatralna. Aber Achtung: Hat man auch noch den Pass verloren, kann man das Geld nicht in Empfang nehmen. Dann hilft nur der Gang zur Botschaft.

Gesundheit und Hygiene (siehe Reiseführer S. 108)

Für eine Reise nach Kiew gibt es keine Impfvorschriften. Ein normaler Impfschutz plus Hepatitis A reicht aus. Das Leitungswasser sollte unter keinen Umständen getrunken werden. Daher ist es auch besser, auf Eiswürfel zu verzichten. Auch sollte man zum Zähneputzen unbedingt Mineralwasser nehmen. Das gibt es an jeder Ecke und in allen Apotheken (auch rund um die Uhr) zu kaufen. Die Apotheken sind ohnehin fast so gut sortiert wie in Westeuropa.

Die Benutzung von Toiletten in Cafés und Restaurants ist frei und kein Problem. Im Stadtzentrum gibt es mittlerweile an allen wichtigen Plätzen öffentliche Münz-Toilettenkabinen. Die sind völlig in Ordnung, dunkelgrün und kaum zu übersehen.

AIDS ist in der Ukraine ein großes Problem. Nirgendwo in Europa sind so viele Menschen HIV-positiv. Über 1 % der Bevölkerung ist bereits betroffen. Das Virus breitet sich seit 1990 gravierend aus, anfangs vor allem aufgrund des massiven Drogenkonsums. 2009 lag die Zahl der Neuinfektionen bei über 20.000. UNAIDS spricht seit 2000 sogar von einer „Epidemie“. Betroffen sind vor allem Frauen. Kondome können daher lebensrettend sein.

Informationsquellen (siehe Reiseführer S. 110)

Infostellen zu Hause

Ein ukrainisches Fremdenverkehrsamt gibt es weder in Deutschland, noch in der Schweiz, noch in Österreich. Nur im Internet und/oder über private Reisebüros (siehe Stadttouren) kann man sich vor der Reise informieren. Wertvolle Informationen zu Reisen in die Ukraine bietet die Website:

µ www.konsulate.de

Infostellen in der Stadt

Informationen erhält man über das private ukrainische Touristenzentrum:

i132 [O10] Touristenzentrum, Wul. Trjochswjatytelska 3, Büro 45, Metro: Majdan, Tel. 5685028

In Ermangelung eines offiziellen Fremdenverkehrsbüros kann man sich ruhigen Gewissens auch an das Goethe-Institut wenden. Dort bekommt man jede nur mögliche Auskunft (auch in Notfällen) auf Deutsch und man wird herzlich empfangen. In der Bibliothek darf man auch schmökern ...

i133 [N7] Goethe-Institut, Wul. Woloska 12/4, Metro: Kontraktowa Ploschtscha (von dort ca. 10 Minuten zu Fuß), Tel. 4961280, geöffnet: Mo.–Fr. 10–13 und von 14–16 Uhr, Mo., Mi. und Do. auch bis 17.30 Uhr, www.goethe.de/ukraine

Die Stadt im Internet

µ http://kiev.afisha.ua – Das hippste Stadtmagazin als Moskauer Ableger

µ www.whatson-kiev.com – „Your nr.1 ­guide to Kyiv“ heißt es auf der Website, und das stimmt! Die Printversion des englischen Wochenblatts liegt in vielen Hotels und/oder Restaurants aus.

µ www.expatua.com – Englischsprachige Seite für Expats

µ www.interesniy.kiev.ua – Das ambitionierteste Internetprojekt der Stadt, Bücher und Stadttouren in vielen Sprachen (siehe Stadttouren), spannende Texte zu diversen Themen

µ http://7days.kiev.ua – Regionales Magazin auf Russisch und (nach Googleübersetzung) auch auf Englisch

µ www.kyivweekly.com – Das kostenlose Wochenmagazin mit aktuellen Veranstaltungstipps auf Englisch liegt in Restaurants und Hotels auch als Printversion aus.

µ www.day.kiev.ua/en – Die bekannte Kiewer Tageszeitung auf Ukrainisch, Russisch und Englisch

µ www.mw.ua – Der Wochenspiegel auf Englisch

µ www.ut.net.ua – Die englische Version des Tyschden mit viel Politik und Aktuellem aus Kiew

Internet und Internetcafés (siehe Reiseführer S. 113)

Es gibt verschiedene Internetcafés über die Stadt verteilt. Das zentralste und ruhigste ist das im Hauptpostamt am Majdan-Platz å.

@134 [N10] Potschta, Chreschtschatyk 22, am Platz der Unabhängigkeit, Metro: Majdan, Tel. 2300838, www.ukrposhta.com, geöffnet: 24 Stunden (nur das Internetcafé). Das Postamt im Zuckerbäckerstil liegt an der Ecke Chreschtschatyk/Platz der Unabhängigkeit und ist nicht zu verpassen. Der Eingang zum Internetcafé ist rechts. Dann die Treppe hoch in den ersten Stock.

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 113)

Bei einem dringenden medizinischen Notfall sollte man sich schon aufgrund des möglichen Sprachproblems an eine der ausländischen Kliniken wenden. Die Versorgung dort ist sehr gut. Gezahlt werden muss zunächst in bar. Man sollte die Quittungen und Arztbriefe aufheben. Die deutschen (gesetzlichen und privaten) Krankenkassen erstatten in jedem Fall die Kosten, die man für die gleiche Leistung zu Hause zahlen würde.

Im Allgemeinen gilt, dass sich der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung empfiehlt, um Sonderleistungen wie Rücktransport abzudecken. Apotheken gibt es in Kiew wie Sand am Meer. Man bekommt hier alles, und meist sogar 24 Stunden am Tag.

24-Stunden-Apotheken

+135 [M8] Apteka 1, Andrijiwskyj Uswis 28, Metro: Kontraktowa Ploschtscha, geöffnet: Mo.–So. 9–19 Uhr. International und sehr gut sortiert ist diese Apotheke in zentraler Lage.

+136 [N12] Apteka 2, Wul. Tscherwonoarmijska 10, Metro: Pl. Lwa Tolstoho, Tel. 2354308

+137 [L10] Apteka 3, Jaroslawiw Wal 28, Metro: Soloti Worota, Tel. 2880137

+138 [O13] Apteka 4, Wul. Basejna 23, Metro: Pl. Lwa Tolstoho, Tel. 5372679

Kliniken

+139 [M15] Ukrainian-German Clinic, Wul. Tscherwonoarmijska 67/7, Metro: Respublikanskyj Stadion, Tel. 5039393, http://unk.kiev.ua/en, geöffnet: Mo.–Fr. 8–20, Sa. 8–18, So. 8–15 Uhr. Seit 2000 betreiben mehrere Fachärzte diese Privatklinik mit Schwerpunkt Gynäkologie, Allergologie, Kardiologie, Urologie, Dermatologie u. a.

+140 [H8] American Medical Centre, Wul. Berdytschiwska 1, Metro: Lukjaniwska, Tel. 4907600, www.amcenters.com, 24 Stunden geöffnet. Seit Jahren ist dieses Zentrum eine feste Institution in Kiew. Notfälle aller Art werden hier verarztet. Auch Kinderärzte und Gynäkologen gehören zum Team. Hausbesuche möglich.

+141 [M6] Avanto Zahnklinik, Wul. Kostjantyniwska 22/17a, Metro: Kontraktowa Ploschtscha, Tel. 5313797, www.avanto.com.ua, geöffnet: Mo.–So. 9–21 Uhr. Zahnärzte haben generell einen guten Ruf in der Ukraine. Diese Praxis genügt westlichen Ansprüchen und Kinder sind auch herzlich willkommen.

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 114)

Kiew ist eine kinderfreundliche, jedoch nicht kinderwagenfreundliche Stadt. Sind die Kleinen schon etwas älter, gibt es viel zu entdecken: eine richtige Eisenbahn, die von Kindern betrieben wird, ein weltberühmtes Puppentheater, ein einzigartiges Spielzeugmuseum und vieles mehr.

o142 [C6] Kindereisenbahn im Syrezkyj-Park, Metro: Dohoroschytschi, Ausgang links, vorbei an zwei Denkmälern Richtung Babyn Jar, durch den Park bis zur Hauptstraße, ein kleines Stück rechts bis Kreuzung, dann geradeaus weiter, hinter dem Faschismus-Denkmal in den Park, die Haltestelle ist von Weitem zu sehen, geöffnet: Mai– Aug. nur Sa., So. und an Feiertagen von 11.10–15.30 alle 20 Minuten. Authentischer gehts nicht: Die ausrangierte, alte Eisenbahn mit Dampflok wird seit 1953 von 9- bis 15-jährigen Kindern betrieben, die sich als Maschinisten, Zugführer und Kontrolleure versuchen und dabei ernste Miene machen. Der nach dem früheren Vorort und Fluss Syrez benannte Park war einst ein Gefangenenlager. Heute ist im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Geschichte gewachsen, durch herrliches Grün zieht die beliebte Bahn ihre Runden und hält nur an zwei Haltestellen, die jablonka (Apfelbaum) und wischenka (Kirschbaum) heißen.

o143 [F9] Zoo, Pr. Peremohy 32, Metro: Politechnitschnyj Instytut, Tel. 2746054, geöffnet: Di.–So. 9–18, im Winter von 10–16 Uhr. Seit 1908 gibt es den legendären Kiewer Zoo schon. Er war einst der größte seiner Art in der früheren Sowjetunion. Um den Bestand von etwa 3000 Tieren, darunter 300 Arten und allein 320 Vogelarten auf Dauer zu erhalten, griff die Stadtregierung zu unopportunen Maßnahmen. Die Patenschaft für einen Pinguin beispielsweise kann groteske Züge annehmen. Zuweilen werden auf Autorücksitzen weiß-schwarz gefiederte Freunde gesichtet ...

m144 [P12] Spielzeugmuseum, Klowskyj Uswis 8, Metro: Klowska, Tel. 2535400, geöffnet: Di.–Fr. 10–18, Sa. 10–17 Uhr. Von 100 Jahre alten Baukränen bis hin zur modernen Barbie findet man hier alles, was das Kinderherz begehrt. Die zauberhaften Blech- und Holzspielzeuge der Batutin-Fabrik sind besonders sehenswert. Spielzeugpanzer, Rotarmistenpuppen und das Lunamobil erinnern an die Zeit, als der Geist der Sowjetunion Einfluss auf alle Lebensbereiche nahm. In den kargen Räumen des Bildungministeriums (!) können nur 3000 Exponate gezeigt werden. Und dabei ist das Archiv mehr als dreimal so groß.

U145 [O10] Marionettentheater, Chreschtschatyj Park, Wul. Mychajla Hruschewskoho 1, Metro: Majdan, Aufführungen für Kinder Sa. und So. um 11, 13, 15 und 17 Uhr, für Erwachsene Mi. und Fr. um 19 Uhr. Hoch auf dem Berg liegt ein Märchenland, das man so schnell nicht vergisst. Das russische Puppentheater hat nicht umsonst eine lange Tradition. Mit viel Liebe und Einfallsreichtum wurde die Fantasie der Kleinen (und Großen) angeregt. Das ist auch heute noch so. Sprachkenntnisse sind dabei gar nicht so wichtig.

m146 Zirkusmuseum, Pr. Peremohy 82, im Nywky-Park, Metro: Nywky, http://museum.circus.com.ua/, Mo.–So. 10–17 Uhr. Etwas außerhalb des Zentrums liegt das ausgefallene Zirkusmuseum mit Musikinstrumenten, Clownsnasen und historischen Kostümen, in dem Zirkusfans voll auf ihre Kosten kommen. Auch die Bibliothek mit Büchern zum Thema ist reich bestückt.

Notfälle (siehe Reiseführer S. 116)

Notrufnummern

µ Feuerwehr: Tel. 101

µ Polizei: Tel. 102

µ Ambulanz: Tel. 103

µ Ambulanz auf private Rechnung: Tel. 2130303

µ Taxi: Tel. 058

Kartenverlust

Bei Verlust der Maestro-(EC-) oder der Kreditkarte gibt es für Kartensperrungen eine deutsche Zentralnummer. Man sollte vor der Reise klären, ob die eigene Bank diesem Notrufsystem angeschlossen ist. Österreicher und Schweizer sollten sich vor Abreise bei ihrer Bank oder ihrem Kreditinstitut über den zuständigen Sperrnotruf informieren.

µ Deutscher Sperrnotruf (von der Ukraine aus): Tel. 8 (kurz warten) 1049 116116 oder Tel. 8 (kurz warten) 1049 3040504050

Vor Reiseantritt sollte man für alle Karten, Schecks und Versicherungen die Notfalltelefon- und Karten-/Policennummern kopieren bzw. notieren und gesondert einpacken.

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 116)

Viele Geschäfte und Kaufhäuser sind täglich, auch an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr geöffnet, in manchen gibt es noch die „sowjetische Mittagspause“ (13–14 oder 14–15 Uhr). Einige Lebensmittelgeschäfte haben 24 Stunden geöffnet.

Dafür schließen Museen, Behörden und Banken früh, meist um 17 Uhr.

Postämter haben 9–19 Uhr geöffnet, das Hauptpostamt am Majdan Mo.–Sa. 8–22 Uhr. Das dortige Internetcafé ist 24 Stunden besetzt.

Post (siehe Reiseführer S. 116)

Das Hauptpostamt am Majdan-Platz ist die beste Anlaufstelle für Faxsendungen, Briefe, Telegramme, Schreibwaren, Kopien und Briefmarken (schöne Sondermarken).

Post nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz dauert ca. 4 Tage, wichtige Dokumente und Pakete schickt man aber besser mit DHL.

P147 [N12] DHL, Wul. Tscherwonoarmijska 2, Metro: Pl. Lwa Tolstoho, Tel. 4902600, www.dhl.com.ua, geöffnet: Mo.–Fr. 9–20, Sa. 9–14 Uhr. Die Filiale liegt ganz zentral, an der Kreuzung Bul. Tarasa Schewtschenka und Chreschtschatyk. Eine weitere gibt es im Hotel Saljut (s. S. 122).

Radfahren (siehe Reiseführer S. 117)

Ein Fahrrad sieht man in Kiew so selten wie einen rosa Elefanten. Durch die extremen Höhenunterschiede in der Stadt wird Fahrradfahren zu einem mühsamen Unterfangen. Auch sind Autofahrer nicht an Radfahrer gewöhnt. Wer sich dennoch nicht abbringen lassen will und gut Russisch spricht, sollte sein Glück unter www.velocity.kiev.ua und auf den stadtnahen (flachen) Inseln versuchen.

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 117)

Die Szene hat sich noch nicht eta­bliert, aber es gibt einige richtig gute Läden.

:148 [M11] Kiber (früher Cyber Cafe), Wul. Prorisna 21, Metro: Majdan, geöffnet: Mo.–So. 10 Uhr bis zum letzten Gast, Themenabende ab 22 Uhr, Tel. 2780548. Klein und gemütlich ist dieser zentral gelegene Keller-Klub, in dem sich vor allem Frauen gern aufhalten. Angenehme Lounge-Musik und special events. Im September 2010 wurde der Klub renoviert.

:149 [L9] 911, Wul. Artema 10, Metro: Soloti Worota (von dort weit zu laufen), geöffnet: Di.–So. 20–5.30 Uhr, Kiews einziger Nachtklub mit Sauna (10 €). Hip und angesagt sind vor allem die Klubnächte mit 1980er-Jahre-Disco oder R&B-Partys.

:150 [O11] Pomada (Lippenstift), Wul. Sankowezkoi 6, Metro: Chreschtschatyk, geöffnet. Mo.–So. 18–6 Uhr, Tel. 2795552, www.pomada-club.com.ua. Dies ist Kiews Elite-Nachtklub für Schwule und Lesben. Mit im Programm sind Konzerte, Travestieshows und DJ-Specials. Neben dem Spiegelsaal gibt es auch noch den plüschigen roten Saal, in dessen Kabinen meist schon vor 22 Uhr der Teufel los ist.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 117)

Die Kriminalitätsrate in Kiew ist relativ niedrig. Existierende mafiöse Streitigkeiten haben für den Touristen keine Bedeutung. Sogar nachts ist die Stadt im Zentrum sicher, allerdings nach wie vor schwach beleuchtet.

Gewarnt werden soll vor aufdringlichen, aufreizend gekleideten Damen, die sich vor allem in Hotellobbys und Bars aufhalten. Diese moderne Form von Prostitution zielt vor allem auf (deutsche) Geschäftsleute. Auch vor Taschendieben sei gewarnt. Bei etwaigen Vorfällen hilft die Botschaft.

Sport und Erholung (siehe Reiseführer S. 117)

Es gibt viele Parks und Naherholungsgebiete, die mit der Metro schnell zu erreichen sind (Truchanow-Insel ä, Hidropark etc.). Dort kann man diversen Sommervergnügungen nachgehen, von Tennisspielen über Reiten und Schwimmen bis hin zu Beachvolleyball und Golf. Fitnessklubs gibt es über das ganze Stadtgebiet verteilt. Näheres zu allen Sportarten unter:

µ http://www.inyourpocket.com/ukraine/kyiv/Health-and-Sport

Sprache (siehe Reiseführer S. 118)

Russisch-Kundige finden sich leicht zurecht, auch wenn sich im öffentlichen Leben mehr und mehr die ukrainische Schrift durchsetzt. Es ist daher ratsam, sich einige Buchstaben der kyrillischen (ukrainischen) Schrift anzueignen, vor allem für das Entziffern der Metrostationen.

Die meisten jungen Kiewer sprechen heute Englisch und sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Stadttouren (siehe Reiseführer S. 118)

o152 [M6] Prime Excursion Bureau, Schtschekawitska 30/39, Büro 4, ­Metro: Kontraktowa Ploschtscha, www.primetour.ua (auch auf Deutsch), Tel. 227778, geöffnet: Mo.–Fr. 9–18, Sa./So. 10–18 Uhr. Mehr als 25 verschiedene Exkursionen auf Deutsch, Englisch und Russisch hat dieses erstklassige, seriöse Unternehmen zu bieten. Stadtrundfahrten oder ein Ausflug in das Kriegswaffenmuseum auf dem früheren Stützpunkt in Pobudske sind ebenso im Programm wie ein Halbtagsbesuch des Höhlenklosters oder des Pirohowo-Freilichtmuseums õ.

µ Tour2Kiev, www.tour2kiev.com.ua, Tel. 4516171. Dieser renommierte Anbieter hat ebenfalls so gut wie alle Ausflüge und Sehenswürdigkeiten im Programm, über das man sich auf der Internetseite auch auf Deutsch gut informieren kann. Spezialtouren nach Tschernobyl ù.

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 119)

µ Auslandsgespräche: Mitten im Zentrum, am Majdan, befindet sich das zentrale Telefonamt neben dem Hauptpostamt. Es hat 24 Stunden geöffnet und ermöglicht Gespräche in alle Länder zu günstigen Tarifen. Hier wie in allen Postämtern gibt es auch Prepaid- und Telefonkarten.

µ Ortsgespräche: Münztelefone wurden durch Kartentelefone ersetzt. Karten gibt es im Postamt.

µ Hotelgespräche nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz sind sehr teuer.

µ Handys: Fast alle Provider haben Roaming-Verträge mit der Ukraine. Trotzdem ist das Telefonieren nach Deutschland sehr teuer. SMS kosten nur wenige Cent, der Empfang von SMS ist kostenlos.

Trinkgeld (siehe Reiseführer S. 119)

Die Kultur des Trinkgeld-Gebens existierte in den Jahren der Sowjetunion praktisch nicht. Das hat sich mittlerweile geändert. In der Hauptstadt gelten 10 % der Gesamtsumme als angemessen. Von Ausländern erhofft man sich mehr, aber maximal 15 %.

Uhrzeit (siehe Reiseführer S. 119)

µ Mitteleuropäische Zeit (MEZ) plus eine Stunde

µ Sommerzeit gilt von Ende März bis Oktober.

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 119)

Bis zum Beginn der Fußballeuropameisterschaft 2012 bleibt das Angebot an 3-Sterne-Hotels überschaubar. Geplant sind aber neue Herbergen in allen Kategorien.

Hotels sind in Kiew generell recht teuer. (Dafür ist alles andere sehr günstig, vor allem Essen und Museen.) Das Preis-Leistungs-Verhältnis entspricht meist nicht dem, was man aus anderen europäischen Großstädten gewohnt ist. Eine gute Alternative sind Hostels, Apartments und (sehr nette) Hotelschiffe!

µ Gebucht werden kann – sogar oft recht günstig – über das HRS-System (Hotel Reservation Service), www.hrs.de.

µ Unter www.inyourpocket.com findet man über das Internet zu buchende Zimmer von privater Hand.

Hotels

h153 [O7] Dniprowskyj Hotelschiff €€, Nabereschne Chreschtschatyzka 10a, Anleger 2, Metro: Kontraktowa Ploschtscha, Tel. 4909055, www.dneprovskiy.kiev.ua. In diesem legendären, aber erst kürzlich frisch renovierten Hotelschiff schliefen auch schon Boney M. Die Zimmer sind klein und plüschig. Man fühlt sich eher an einen Schaufelraddampfer in den Südstaaten erinnert. Und doch ist das Flair authentisch ukrainisch. Man kann sich in der Sauna vom Stadtstress erholen, rund um die Uhr Tee aus dem Samowar trinken und vom Zimmer aus Enten füttern.

h154 [M6] Domus €–€€, Jaroslawska Wul. 19, Metro: Kontraktowa Ploschtscha, Tel. 4909009, www.domus-hotel.kiev.ua. Plüschig und einfach, aber sauber und ruhig sind die kleinen Zimmer in dem ehrwürdigen Hotel, das in einer nicht so ansprechenden Gegend, aber im zentralen Stadtteil Podol in der Unterstadt liegt.

h155 [K11] Express €€, Bul. Tarasa Schewtschenka 38–40, Metro: Uniwersytet, Tel. 2398995, www.expresskiev.com.ua. Zentral, in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen, macht das Mittelklassehotel von außen nicht viel her. Die Zimmer sind klein, aber renoviert und ansprechend sauber. Das Frühstück mit Blick über Kiew ist international. Das Express-Hotel ist auch eine gängige Empfehlung des Goethe-Instituts für seine (weniger lärmempfindlichen) Gäste.

h156 [S11] Faraon Hotelschiff €€€€€, Nabereschne Schosse 7, Metro: Dnipro, von dort noch ca. 15 Minuten zu Fuß, in die Stadt fährt auch ein Bus 446 oder 500 (bis Kontraktowa Ploschtscha), Tel. 4287378, www.faraon-hotel.com.ua (auch über HRS zu buchen). Seit 2009 gibt es dieses kleine, gemütliche Luxus-Hotelschiff. Die 22 Zimmer haben neben allem Komfort auch Flussblick, einige sogar eine Terrasse. Da nimmt man die paar Gehminuten zur Metro gern in Kauf. Im Dunkeln sollte man lieber ein Taxi nehmen. Das Faraon wurde bei Drucklegung renoviert.

h157 [J10] Haus der Zirkusartisten €, Wul. Dmytriwska 27, Metro: Woksalna (von dort aus ca. 30 Min. zu Fuß), Tel. 4866221. Dieses kleine, einladende Hotel mit Sowjetcharme zeichnet sich dadurch aus, dass die Zimmer kleine Küchen haben. Dafür ist die Metro weit weg. Mit den Marschrutki ist man allerdings schnell überall. Sie fahren alle über den Pr. Peremohy ins Zentrum. Der Zirkus ist – natürlich – um die Ecke.

h158 [N9] Hyatt Regency Kiev €€€, Wul. Alla Tarasowa 5, Metro: Majdan (dann noch ca. 20 Minuten zu Fuß), Tel. 5811234, http://kiev.regency.hyatt.com. Alles an diesem Hotel verdient 5 Sterne: die Architektur, die Zimmer, das Frühstück, die Lobby, der Service. Spektakulär ist auch die Lage zwischen Sophienkathedrale und Michaelskloster. Und nach einem langen Tag kann man sich schließlich in die Fluten des tiefblauen Swimmingpools im ebenfalls sehr gelungenen Spabereich stürzen.

h159 [K11] Ibis €€, Bul. Tarasa Schewtschenka 25, Metro: Uniwersytet, www.ibishotel.com. Pünktlich zur EM eröffnet in Bahnhofs- und Metronähe und zentral gelegen der lang erwartete 3-Sterne-Ableger der großen Kette mit den üblichen Annehmlichkeiten: (Langschläfer-)Frühstück, Klimaanlage und 24-Stunden-Snacks. Und die Marschrutki fahren bis vor die Stadiontore.

h160 [P11] Kiew €€, Wul. M. Hruschewskoho 26/1, Metro: Arsenalna, Tel. 2533090, www.hotelkiev.com.ua. Im vornehmen Stadtteil Lypki, am Marijins­kyj-Park, liegt dieses Relikt aus Sowjetzeiten, in dem gern die Abgeordneten bzw. deren Gäste übernachten. Die Zimmer sind ruhig, der Teppichboden ist flauschig und die Lage günstig für Besucher des Höhlenklosters. Zur Metro sind es 15 Minuten.

h161 [M12] Premier Palace Hotel €€€, Bul. Tarasa Schewtschenka 5–7, Metro: Pl. Lwa Tolstoho, Tel. 2441200, www.premier-palace.com. Es war das erste Luxushotel in Kiew und es ist auch heute noch die erschwinglichste unter den 5-Sterne-Herbergen. Service, Zimmer, Lage und Frühstück sind erstklassig. Im 8. Stock kann man auf Kiews spektakulärster Terrasse stundenlang frühstücken oder dinieren, was allerdings ein recht kostspieliges Vergnügen ist.

h162 [L10] Radisson Blu €€€, Jaroslawiw Wal 22, Metro: Soloti Worota, Tel. 4922200, www.radissonblu.com. In einem historischen Gebäude einige Gehminuten vom Goldenen Tor entfernt liegt der Ableger der großen Kette. Die Zimmer sind zweckmäßig, aber schön. Man kann wählen zwischen italienischem und skandinavischem Design. Es gibt zwar unzählige Fitnessgeräte und eine Sauna, aber keinen richtigen Spabereich. Gutes interkontinentales Frühstück.

h163 [N13] Rus €€, Wul. Hospitalna, Metro: Palats Sportu, Tel. 442564000, www.hotelrus.kiev.ua. Vor allem für Fußballfans ist dieses 500-Zimmer-Hotel empfehlenswert. Die unmittelbare Nähe zum Olympiastadion bietet viele Vorteile, auch wenn der Lärmpegel (gerade während des Umbaus) nur in den oberen Etagen wirklich erträglich sein dürfte. Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet. In ein Einzelbett passt allerdings auch im Extremfall nur eine Person. Am Wochenende günstigere Tarife. Sehr guter Service.

h164 [R12] Saljut €€, Wul. Iwana Masepy 11b, Metro: Arsenalna, Tel. 4941420, www.salute.kiev.ua. Eines der komfortabelsten und gemütlichsten Hotels der Stadt. Das imposante, kreisrunde Gebäude aus den 1960ern liegt in der Nähe des Höhlenklosters und atmet noch ein bisschen Sowjetvergangenheit. Die Zimmer sind klein, der Blick ist herrlich, aber man sollte nicht allzu lärmempfindlich sein. Von und zur Metro nimmt man am besten den Bus. DHL-Filiale im Haus.

h165 [M14] Sport €, Wul. Tscherwonoarmijska 55a, Metro: Respublikanskyj Stadion, Tel. 2890327, http://hotelsport.com.ua. Einfach, aber für Freunde des Fußballs sehr zentral gelegen ist dieses Sowjetrelikt mit kleinen Zimmern und latent leistungsschwachen Lattenrosten. Zum Frühstück gibt es vor allem Weißbrot. Dafür ist man in zwei Minuten im Olympiastadion!

h166 [O11] Ukraina €€, Wul. Instytutska 4, Metro: Majdan, Tel. 2782804, www.ukraine-hotel.kiev.ua. Unschlagbar ist die Lage dieses altbekannten Kiewer 3-Sterne-Hotels. Direkt am Majdan dominiert es die Skyline seit Ende der 1950er-Jahre und bietet kleine, plüschige, aber saubere Zimmer. Die renovierten sind etwas teurer. Allzu lärmempfindlich sollte man nicht sein, aber die Verkehrsanbindung ist 1a.

h167 [I12] Woksalna €, Woksalna Ploschtscha 2, Metro: Woksalna, Tel. 4652083 (Hauptausgang) oder 4811370 (Südausgang). Direkt im Hauptbahnhof gibt es zwei Hotels, eins am Hauptausgang und eins am Südausgang. Für Reisende, die spätabends (nach einer langen Zugfahrt von Deutschland aus) dort ankommen oder frühmorgens weiterfahren, ist diese Übernachtungsmöglichkeit durchaus empfehlenswert. Die Zimmer sind in Ordnung, aber es gibt nur Etagenbäder. Alles in allem ist das Woksalna eher ein Hostel. Auch kann man nicht vorab reservieren.

h168 [M8] Wosdwyschenskyj Boutique Hotel €€, Wul. Wosdwyschenska 60, Metro: Kontraktowa Ploschtscha, Tel. 5319955, E-Mail: info@vy.kiev.ua, www.vozdvyzhensky.com. In schönster Hanglage am Andreasstieg liegt das ruhige, frisch renovierte, in Pastellfarben eingerichtete Boutiquehotel mit diversen Terrassen, Internet und Kuschelsofas. Die 25 relativ kleinen Zimmer sind schnell ausgebucht.

Hostels

o169 [N11] Kiev Lodging Hostel €, Wul. Puschkinska 5 (Apt. 10, Türcode: 789), Metro: Teatralna, Tel. 0938133958, E-Mail: kievlodging@yahoo.com, www.hostelworld.com, Doppelzimmer 15 €. Holzfußböden und bunte Etagenbetten, dazu ein Welcome-Bier, Bettwäsche und WLAN ohne Aufpreis. Dieses von einem Expat geführte Hostel, eine Minute vom Chreschtschatyk entfernt, ist ein Tipp mitten im Zentrum. Backpacker aus aller Welt treffen sich hier.

o170 [M13] Chillout Hostel €, Wul. Horkoho 22b/35, Metro: Pl. Lwa Tolstoho, www.hostelworld.com, 20 € im Doppelzimmer. 20 Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt befindet sich dieses erstklassige, von zwei jungen Polinnen geführte Hostel. Waschmaschine, WLAN und Schließfächer sind inklusive. Die Inhaber bieten auch private Touren nach Tschernobyl an, für nur 130 € pro Person.

Apartments

o171 [N12] Absolut Apartments €€, Wul. Basejna 7, Metro: Pl. Lwa Tolstoho, Tel. 5301310, www.hotelservice.kiev.ua. Eine gute Alternative zu den meist teuren Hotels ist ein möbliertes Apartment im historischen Stadtzentrum. Die renovierten Wohnungen sind mit Doppelbetten, Fernseher und Internetzugang ausgestattet. Auch eine Sauna und Jacuzzi gehören zum Service. Frühstücken kann man gleich um die Ecke in einem der Cafés.

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 123)

Ein „Kulturschock“ ist auf einer Reise in die ukrainische Hauptstadt nicht zu erwarten. Kiew ist westeuropäischer, als man meint. Auch sind Ukrainer sehr gastfreundlich und herzlich. Allerdings gibt es einige Umstände und Gepflogenheiten, über die man sich im Klaren sein sollte:

µ Begrüßung: Ukrainische Frauen halten es für unschicklich, einem Mann, den sie noch nicht kennen, die Hand zu schütteln. Man(n) sollte daher abwarten, ob die Dame ihm die Hand gibt oder nicht. Meist begrüßen sich Freunde oder Bekannte mit einem Kuss links und rechts auf die Wange oder umarmen sich.

µ Besuch von Kirchen und Klöstern: Es wird angemessene Bekleidung erwartet, die auch Arme und Beine bedeckt. Frauen sollten das Haar mit einem Kopftuch bedecken (s. S. 70).

µ Kleidung: Die Hauptstädter legen Wert auf gepflegtes Aussehen. Im September 2010 erging sogar ein Erlass mit einer „Kleiderordnung für Mitarbeiter des Kabinetts“, in dem für Frauen Dekolletés, nackte Arme und Blumenmuster untersagt werden. Und dabei ist die Etikette in der Hauptstadt ohnehin streng. Bermudashorts an Männerbeinen wird man selbst im heißesten Sommer kaum antreffen. Flipflops sind grundsätzlich verpönt. High Heels werden allerdings auch im Hochsommer und – Hut ab – auch bei meterhohem Neuschnee selbstbewusst getragen! Frauen sind in der Regel sehr modisch und schick gekleidet. Um neben den High Heels eine gute Figur zu machen, sollte man(n) zumindest ein Hemd tragen. Abends auch ein Sakko, ohne das einem der Zutritt zu einigen Klubs verwehrt wird.

µ Rendezvous: Eine einzelne Rose sollte man beim ersten Treffen mit einer Frau schon in der Hand halten, auch wenn das in Westeuropa eher unüblich ist. In jedem Fall darf man Blumen nur in ungerader Anzahl schenken. Beim zweiten Treffen wird ein Geschenk erwartet, am besten Parfum. Zum Werben um eine Dame gehören lange Spaziergänge in einem der zahlreichen Parks. Auch wenn man sich in einem Café verabredet hat, folgt nach dem Kaffee (der Mann lädt die Dame ein!) der obligatorische „progulka“ (Spaziergang). Hand in Hand spazieren zu gehen ist unüblich.

µ Sex: Kiew hat unbestritten den Ruf, eine sexuell freizügige Stadt zu sein, doch für den ausländischen Besucher gilt das meist nur gegen Bezahlung. Damit ist auch ein (kurzes) Intermezzo etwa in einer Strip-Bar gemeint. Und die alleine an den Bars der Klubs oder Hotels sitzenden Damen sind keine „Professionellen“, sondern „Amateure“, die in der Freizeit ihr meist niedriges Monatseinkommen aufbessern wollen. Auf Kondome sollte in keinem Fall verzichtet werden (siehe Gesundheit und Hygiene).

µ Tapotschki: Das sind die Pantoffeln, die in JEDER ukrainischen Wohnung auf den Besucher warten. Die Straßenschuhe werden ausgezogen. Passen die (meist ästhetisch fragwürdigen) Schlappen nicht, läuft man eben in Strümpfen. Das ist ohnehin angenehmer.

µ Verabredungen: Wenn man sich telefonisch verabredet, kommt es trotzdem bis zum Tag x noch zu weiteren Telefonaten, als Bestätigung gewissermaßen (s. u.).

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 124)

Metro

Das öffentliche Verkehrssystem in Kiew ist gut ausgebaut, schnell und sehr effizient. Metrofahren ist ein Juwel in der Stadtschatulle und zusätzlich noch Kult. Die auch pidsemka genannte Kiewer Metro (www.metro.kiev.ua) wurde 1960 eröffnet, obwohl es Pläne schon 1934 gab. Aber erst 1949, nach Ende des Zweiten Weltkrieges, konnte mit dem Bau begonnen werden.

Die Metrostationen gelten nicht umsonst als unterirdische Paläste. Jede einzelne hat ihren eigenen, meist klassizistischen, konstruktivistischen oder eklektischen Stil. Auch Sowjetnostalgiker und Mosaikliebhaber kommen auf ihre Kosten. Außerdem gibt es in Kiew die tiefste Metrostation der Welt: Zur 100 Meter unter der Erde gelegenen Station Arsenalna fahren zwei Rolltreppen, wobei eine der beiden 65 Meter lang ist. Im Gegensatz zu den westlichen Metromodellen gibt es keine richtigen Umsteigebahnhöfe. Jede Station heißt anders, je nachdem, von wo man kommt. Die Stationen sind durch Tunnel und/oder Treppen miteinander verbunden. Ein paar kyrillische Zeichen sollte man sich einprägen (am besten die ersten drei eines Stationsnamens), sonst verläuft man sich schnell. Ganz große Wachsamkeit ist an der Station Chreschtschatyk erforderlich. Sie hat drei Aus- bzw. Eingänge, die manchmal 200 Meter voneinander entfernt liegen.

Erst kürzlich wurden alle Metroeingänge der Stadt als Vorbereitung auf die EM 2012 mit einem grün leuchtenden „M“ versehen. Daneben steht der Name auf Englisch und Ukrainisch.

Die Züge verkehren in einer angenehm hohen Frequenz. Alle zwei Minuten rauscht einer der guten alten Sowjetzüge auf der Breitspur an oder ab.

µ Metroplan: Die Beschilderung in der Metro ist bis auf einige Ausnahmen in den Zügen (über den Türen) ausnahmslos auf Ukrainisch. Der zweisprachige Plan in diesem Band hilft bei der Orien­tierung. Auf der offiziellen (leider nur ukrainischen) Website www.metro.kiev.ua/map/metromap.swf findet man den aktuellen Metroplan auf Ukrainisch.

µ Fahrkarten: Ein Einzelticket (bilet) kostet 2 Hriwna. Am besten kauft man gleich zehn Tickets an einem der Schalter in der Eingangshalle. Manchmal macht es auch Sinn, eine 15-Tages-Karte zu kaufen. Sie kostet nur 6 €. Dann steht man nur einmal Schlange. Es gibt noch die alten Plastikmünzen, aber auch die ersten aufgeladenen Magnetkarten, die man vor die Anzeige halten muss. Man wartet, bis das Licht auf Grün schaltet und passiert – erst dann – die Schranke.

µ Betriebszeiten: Die Metro fährt täglich von 6 bis 24 Uhr.

µ Metromuseum: Das etwas kleinteilige Museum (s. S. 37) sei U-Bahn-Fans noch ans Herz gelegt.

Marschrutka (marschrutnoje taksi)

Die im Plural marschrutki genannten privaten Kleinbus-Sammeltaxis, die es in den 1970er-Jahren auch in New York gegeben hat, fahren an großen Knotenpunkten los und verkehren auf den Trolleybus- und Autobusrouten. Sie halten aber nur an den Haltestellen und nur dann, wenn ein Passagier signalisiert, dass er aussteigen will.

An einer der Haltestellen stehend, muss man schon winken, damit die Marschrutki anhalten. Und das tun sie nur, wenn einer der 12 (oder mehr) Plätze frei ist. Der Preis steht in großen Lettern am Fenster. Auch die Strecke, allerdings auf Kyrillisch! Das Geld (ca. 50 Cent) reicht man am besten abgezählt einem der Passagiere und wundert sich dann, dass es tatsächlich vorn ankommt. Wechselgeld kommt auf Heller und Pfennig im „Stille-Post-Modus“ zurück – ein Kuriosum.

Taxi

In der Ukraine ist nahezu jeder Autofahrer ein Taxifahrer. Man braucht bloß den Arm hochzuhalten, schon hält ein (meist männlicher) Fahrer (drajwer) an. Da man sofort als Ausländer (inosemzi) erkannt wird, ist es ratsam, einen Preis auszuhandeln (jaka stojit? – Wieviel kostet das?), bevor man einsteigt bzw. den genannten Preis herunterzuhandeln. Man wird für umgerechnet einige Euros sicher ans Ziel gefahren. Als Frau und abends ist es ratsamer, ein Ruftaxi per Telefon zu ordern. In allen Hotels wird das gern getan. Man muss aber „local taxi“ dazusagen. Der Preis liegt dann fest und das Taxi ist registriert. Trotzdem scheint so mancher Fahrer in einem früheren Leben Rallyes gefahren zu sein ... oder gar keinen Führerschein zu haben. Den kann man nämlich in der Ukraine auf vielerlei Arten erwerben.

µ Etalon Taxi, Tel. 5015501

µ Euro Taxi, Tel. 2494040

Trolleybusse

Die ewig voll besetzten, stickigen und unbequemen Trolleys sind ein Relikt aus der Sowjetzeit und werden peu à peu durch moderne Busse ersetzt. Die Haltestellen werden meist nur durch Schilder an der Oberleitung markiert. Tickets kauft man an kleinen Straßenkiosken, beim Fahrer oder bei den mitfahrenden Kontrolleuren. Eine Einzelfahrt kostet ca. 20 Cent.

Bootsfahrt auf dem Dnepr

Die Bootsfahrt vom Anleger bis zur Paton-Brücke und zurück dauert ca. 1½ Stunden und führt auch an der Lawra É vorbei. Die Schiffe fahren erst los, wenn 40 Passagiere versammelt sind. Das Warten lohnt sich, nie sah man die Kiewer Skyline besser!

µ Dnepr-Bootsfahrt, Ausflugsfahrten bei Tag und bei Nacht, Metro: Poschtowa Ploschtscha, Mai–Oktober Mo.–So. 10–20 Uhr (ab 20–2 Uhr Disco), 2 €. Aus der Metrostation Poschtowa Ploschtscha kommend sieht man die rote Brücke, die zum Flussufer führt. Am Ende der Brücke geht es am Ufer links zur Anlegestelle der zweigeschossigen Barkassen im Sowjetlook.

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 126)

Die beste Reisezeit für Kiew ist Mai bis Oktober. Die Temperaturen sind angenehm mild und es gibt viel Grün, Sonne und Licht. Der Mai ist der Lieblingsmonat der Kiewer, dann fangen nicht nur die Kastanien an zu blühen. Bis Mitte Juni ist die ganze Stadt wie in Wattebäuschchen gehüllt. Die zarten Kastanienblüten fliegen von den Bäumen durch die Parks und in die Straßen.

Im Sommer ist es zwar manchmal bis zu 30 Grad heißt, aber die Luftfeuchtigkeit bleibt meist gering. Das kontinentale Klima ist daher gut erträglich. Und vom breiten Dnepr-Fluss weht eine kühlende Brise in die Stadt. Im Juli und August ist ein Hotel mit Klimaanlage zu empfehlen.

Im goldenen Oktober fallen die Blätter von den Bäumen. Der Winterschlaf beginnt bereits Ende Oktober. Auch wenn die Sonne nicht mehr hoch am Himmel steht, kann man mit herrlichen Tagen und blauem Himmel rechnen. Allerdings gibt es auch den einen oder anderen Regentag.

Zwischen Ende November und Mitte April liegt Schnee. Oft auch Schneematsch. Dafür ist der Himmel klar und freundlich. Temperaturen von –20 °C sind keine Seltenheit. Es fühlt sich aber an wie um 0 Grad, weil die Luft trocken ist. Im Januar und Februar steigen die Temperaturen kaum über den Gefrierpunkt. Für Winterliebhaber ist Kiew dann ein Wintermärchen, da der Schnee auf den Straßen nur spärlich geräumt wird. Dafür ist es kalt und einigermaßen beschwerlich, sich fortzubewegen. Auch muss man mit Glatteis und Rutschpartien rechnen.

Praktische Reisetipps

Barrierefreies Reisen, Dipl. Vertretungen, Ein-/Ausreise­bestimmungen

Abgesehen von den Hotels liegen die Lebenshaltungskosten weit unter dem westeuropäischen Niveau, sodass man mit wenigen Euro eine ganze Woche in Kiew verbringen kann.

µ Ein Spaziergang rund um die Kirchenareale oder in Klostergärten in Kiew ist fast immer kostenlos. Allerdings wird erwartet, dass man eine oder mehrere Kerzen kauft, wenn man die Kirchen betritt, und sie in einen der Leuchter steckt.

µ Der Besuch der Höhlen É ist kostenlos (dafür Kauf einer Kerze).

µ Für das Areal der Sophienkathedrale Ù zahlt man nichts, für den Besuch der Kathedrale mit Glockenturm 7 €.

µ Kostenlos sind grundsätzlich: das Pinchuk Art Centre (s. S. 42), das Michaelskloster Ü, die Wladimirkathedrale è (auch die Gottesdienste), Babyn Jar ó, die Andreas­kirche Þ, das Altkiewer Plateau ß, das Wydubyzkyj- ö und das Pokrowa-Kloster ò.

µ Der Eintritt für Museen kostet nur wenige Cent. Als „Ausländer“ zahlt man in den großen Museen aber manchmal das Dreifache, sofern man als solcher erkannt wird. Das ist ärgerlich, soll aber nur die Geldbeutel der einheimischen Besucher schonen.

µ Ein Mittag- oder/und Abendessen in einem der Selbstbedienungsrestaurants kostet nicht einmal 5 €, und dabei ist die Küche authentisch ukrainisch.

µ Ein Espresso oder Caffè Latte im Café kostet 2–3 €. Deutlich günstiger ist die To-go-Variante an einem mobilen Coffee Shop (z. B. täglich am Goldenen Tor Ø oder an der Metrostation Arsenalna). Und die schmeckt erstklassig!

µ Metrofahren ist wie alle Verkehrsmittel sehr günstig. Eine Einzelfahrkarte kostet 20 Cent (siehe Kap. „Verkehrsmittel“).

Kiew preiswert

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Praktische Reisetipps

Kiew preiswert

„Kawi w dorogu“ – „Coffee to go“ auf Ukrainisch

Andruchowytsch, Juri – Das letzte Territorium, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2003. Der Stern am ukrainischen Literaturhimmel betrachtet Kiew mit einigem Argwohn, macht aber dabei oder gerade deswegen sehr genaue Beobachtungen. Einzig König Fußball „bietet ein Ventil für die tief verborgenen Gefühle“, die der Stadt in seinen Augen im Grunde die Leichtigkeit nehmen.

Bulgakow, Michail – Die weiße Garde, Sammlung Luchterhand, München 2005. Die Darstellung des inneren Zusammenbruchs einer konservativen russischen Intellektuellenfamilie schildert einer der größten Schriftsteller seiner Zeit mit Tragik, aber auch mit Ironie. Der Bürgerkrieg von 1918, als zeitgleich Bolschewisten, Hetmane und das Petljura-Regime herrschten, wird dabei subtil und nicht in Massenbildern skizziert, seine „majestätische Stadt Kiew“, die wie eine Intarsie inmitten des Krieges und der Revolution liegt, übernimmt die Hauptrolle.

Dyachenko, Sergej und Marina – Das Jahrhundert der Hexen, Piper Verlag, München 2008. Alle wichtigen Preise auf ihrem Gebiet haben die beiden Science-Fiction-Autoren in den letzten Jahren abgeräumt. Von der fiktiven Metropole „Wyschna“ aus, die gewisse Ähnlichkeiten mit der Mutter aller russischen Städte hat, wird die Welt an den Rand eines Atomkrieges gedrängt ...

Kurkow, Andrej – Picknick auf dem Eis, Diogenes Verlag, Zürich 2000. Im Kiew der Neureichen sucht der Journalist Viktor beruflich und menschlich Fuß zu fassen. Dabei hilft ihm der bei ihm lebende Pinguin Mischa. Das skurrile Buch aus dem „wilden Osten“ hatte so großen Erfolg, dass es auch schon Fortsetzungen gibt („Pinguine frieren nicht“) ...

Osteuropa (Zeitschrift) – Schichtwechsel, Politische Metamorphosen in der Ukraine, Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2010. Alles, was man über die heutige Ukraine wissen muss, wird hier von Experten umfangreich erläutert. Ob es um das schwierige Russland-Ukraine-Verhältnis, um die Ausbreitung des HIV-Virus oder um die Goldgräberstimmung in der ukrainischen Literatur geht.

Sabuschko, Oksana – Museum der vergessenen Geheimnisse, Literaturverlag Droschl, Graz 2010. In diesem Roman geht die als „neuer Dostojewski“ gefeierte Schriftstellerin noch schonungsloser mit der Geschichte der Ukraine im 20. Jh. ins Gericht als in ihren „Feldstudien über ukrainischen Sex“. Im Mittelpunkt stehen die Irrungen und Wirrungen dreier Frauen ...

Scheer, Evelyn und Serdyuk, Irina – KulturSchock Ukraine, Reise Know-How Verlag, Bielefeld 2006. In schillernden Farben beleuchten die beiden Autorinnen typisch ukrainische Phänomene und machen dabei auch nicht Halt vor Themen wie: „Wir sind keine Russen!“, „Ausnahmezustand Revolution“ oder „Die neuen Ukrainer“.

Sniadanko, Natalka – Sammlung der Leidenschaften, dtv-Verlag, 2007. Was man schon immer über den ukrainischen Mann wissen wollte, schildert die Autorin mit hintergründigem Humor in dieser amüsanten Studie der ukrainischen Gesellschaft. Und wenn mal gar nichts geht, „kann man immer noch Shakespeare zitieren oder in besonders schweren Fällen sogar Schewtschenko“.

Timtschenko, Viktor – Ukraine – Einblicke in den neuen Osten Europas, Ch. Links Verlag, Berlin 2009. Eindringlich und instruktiv erläutert der ukrainische Journalist nicht nur die Bilingualitätsproblematik, die nationale Küche und Oligarchenkarrieren in seiner Heimat, sondern auch, was die Ukraine nach dem Zerfall der Sowjetunion von der Weltgemeinschaft als Dankeschön bekam, als sie auf ihren Atommachtstatus freiwillig verzichtete ...

Zhadan, Serhij – Depeche Mode, Edition Suhrkamp, Frankfurt/Main 2007. Nicht Kiew, sondern Charkow ist der Schauplatz dieser abenteuerlichen Geschichte des jungen Poplyrikers aus der Ukraine. Der poetische, anarchistische Geist lässt sich aber pro­blemlos auf die Hauptstadt übertragen. In Russland wurde das Buch verboten, da es eine genaue Bastelanleitung für einen Sprengsatz enthält!

Meine Literaturtipps

Praktische Reisetipps

Meine Literaturtipps

„Es gibt Städte, in denen man geboren wird und die man nur wegen des besseren Lebens anderswo verlässt, zum Beispiel Odessa (...). Und es gibt Städte, in die man kommt. Nach Kiew kommt man, um zu leben.“ (A. Kurkow)

Andrej Kurkow, einer der auch international anerkanntesten urkainischen Literaten, weiß, wovon er spricht. Er selbst wurde als Kind russischer Eltern in St. Petersburg geboren, zog aber schon im Kindergartenalter nach Kiew. Als „ukrainischer russischsprachiger Schriftsteller“ sieht er sich in bester Gesellschaft, musste sich doch Mykola (russisch: Nikolaj) Gogol ebenfalls die häufig gestellte Frage „Und warum schreiben Sie nicht auf Ukrainisch?“ gefallen lassen.

In seiner Muttersprache Russisch schreibt er in einem warmherzigen, ironischen Ton über die Ukraine. Auch in seiner Funktion als „Meister des Unwahrscheinlichen, Absurden und Skurrilen“ (NZZ) macht er seinem Vorbild alle Ehre. Zuweilen wird Kurkow sogar mit Michail Bulgakow verglichen, der bis zu seiner Emigration 1921 ebenfalls in Kiew lebte.

„Kiew ist eine Stadt, die es nicht eilig hat. Diese Stadt ist sehr alt und nimmt ihren verdienten Platz in der Geschichte ein. Man könnte sogar von ?Geschichten’ sprechen, von denen die wichtigsten die Geschichte Russlands (der Kiewer Rus) und die Geschichte der Ukraine sind. Und Kiew hat einen eigenen Vatikan.“

Während der Orangen Revolution verbrachte Kurkow drei Wochen Tag und Nacht auf dem Majdan, dem Platz der Unabhängigkeit. Mit heißem Herzen hoffte er auf einen Neuanfang und darauf, dass „seine“ Stadt endlich Weltgeschichte schreiben würde. Kurkow ist politisch sehr engagiert, seine hellsichtigen Analysen der ukrainischen Politik finden sich sogar in der New York Times. In seinem Buch „Die letzte Liebe des Präsidenten“ hatte er über die Sackgassen der ukrainischen Politik gemutmaßt und dabei erstaunlich prophetische Fähigkeiten bewiesen. In einem Interview 2008 konnte er sich die Ukraine nicht als EU-Mitglied vorstellen: „Wir werden uns außerhalb der EU weiterbewegen und uns dafür den baltischen Staaten und der Türkei annähern.“ Auch in dem Punkt sollte er bis dato Recht behalten.

Kurkows Lieblingsort in Kiew ist der Andreasstieg. Hier spielen die meisten seiner Romane, hier vermischen sich Nationalitäten, Sprachen und Geschichte(n). „Kiew wird wie früher zu uns allen in der Sprache der alten Steine, der goldenen Zwiebeltürme und der vielen Denkmäler sprechen.“

Andrej Kurkow – mein Kiew

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Praktische Reisetipps

Informationsquellen (siehe Reiseführer S. 110), Medizinische Versorgung

EXTRATIPP

Deutsche Zeitungen

Aktuelle deutsche Tageszeitungen bekommt man nur in den großen Hotels. Die drucken auf Wunsch online die jeweilige Ausgabe für ihre Gäste aus. Das Goethe-Institut bietet die beste Auswahl an aktuellen Zeitschriften und Zeitungen in deutscher Sprache. Während der Öffnungszeiten kann man sich dort gemütlich hinsetzen. Eine kleine Auswahl deutscher Magazine (Spiegel, Focus) gibt es an einem Zeitungskiosk im 2. Untergeschoss (Foodcourt) der Shopping Mall Globus am Majdan zu kaufen.

Die Andreaskirche Þ ist das Sahnehäubchen auf der Kiew-Torte

„Dytjatschyj“ steht auf der Eisenbahn: von Kindern für Kinder

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Praktische Reisetipps

Radfahren, Schwule und Lesben, Sicherheit, Sport und Erholung

„Potschtaroschka“ verkörpert die freundliche ukrainische Post

EXTRATIPP

Interesniy Kiev

Dahinter verbirgt sich das wohl ambitionierteste Internet- und Stadttourenprojekt der Stadt. Schon die Website (demnächst auch auf Englisch) entführt den potenziellen Reisenden in eine andere Welt. Das junge Team um den stadtbekannten Historiker Viktor Kirkewitsch bietet auch auf Englisch eine riesige Auswahl an einzigartigen Exkursionen durch die Mythen- und Legendenwelt der Stadt an. In kleinen Gruppen werden außerdem Führungen an geheimnisumwitterte Orte unternommen. Dazu gehören unter anderem das Höhlenkloster, Stalins geheime Tunnel unter dem Dnepr oder das Spukkloster Wydubyzkyj. Auch Tagestrips nach Tschernobyl ù und eine Segway-Tour durch die Parks der Stadt sind im Programm. Und einmal im Monat hat das Team exklusiv Zugang zum Haus mit Chimären ð.

µ www.interesniy.kiev.ua, Anfragen an tour@interesniy.kiev.ua

Damit nicht genug, gibt es in den Büroräumen oder im Internet noch eine riesige („die größte“) Auswahl an russischen, englischen und deutschen Kiew-Büchern. Kirkewitschs Liebeserklärungen in Buchform sind auch dabei!

o151 [N7] Interesniy Kiev Shop, Wul. Illinska 12, Büro 313, Metro: Kontraktowa Ploschtscha, geöffnet: Mo.–Fr. 10–18 Uhr, Tel. 4911103 oder im Internet unter www.magazinchik.kiev.ua

Vorwahlen für internationale Gespräche von der Ukraine aus (nach der Landesvorwahl die lokale Vorwahl ohne 0 wählen)

µ nach Deutschland: 8 (kurz warten) 1049

µ nach Österreich: 8 (kurz warten) 1043

µ in die Schweiz: 8 (kurz warten) 1041

Vorwahl für Gespräche in die Ukraine:

µ von D, A, CH: 00380

µ Der Städtecode für Kiew ist die 44, danach folgt die siebenstellige Rufnummer in Kiew.

Telefonvorwahlen

Praktische Reisetipps

Sport und Erholung (siehe Reiseführer S. 117), Uhrzeit, Unterkunft

€ bis 60 €

€€ bis 150 €

€€€ bis 300 €

(Preis für ein Doppelzimmer pro Nacht inklusive Frühstück)

Preiskategorien

Nicht ohne Grund fotografierte F. Chaubin das Saljut-Hotel für seinen vorzüglichen Bildband „CCCP“ (Taschen): Es ist eine Ikone der ­„kosmischen“ Sowjetarchitektur in den 1980er-Jahren.

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Praktische Reisetipps

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 119)

Kurz & Knapp

Sekundotschka – Minutotschka

Diese beiden Begriffe, die sicher nicht übersetzt werden müssen, charakterisieren die Mentalität der Ukrainer sehr gut. Sie lässt sich am ehesten mit der der Italiener vergleichen, vorzugsweise der Süditaliener. Man geht den Tag ruhig an. Und mit der Pünktlichkeit ist es so eine Sache. Es kann auch vorkommen, dass vor einem vereinbarten Termin noch dreimal telefoniert werden muss, um ihn zu bestätigen. Das heißt jedoch nicht, dass der Verabredete pünktlich ist. Während in Deutschland mit den beiden Begriffen ein kurzer, überschaubarer Zeitraum verbunden wird, bedeutet „Sekundotschka“ in diesem kulturellen Umfeld alles zwischen 15 Minuten und zwei Stunden. Hört man das geflügelte „Minutotschka“, sollte man sich auf eine längere Wartezeit und/oder einen ungewissen Ausgang der geschäftlichen oder privaten Angelegenheit einstellen. Da sind Geduld und Nachsicht das Gebot der Stunde.

Vom Flusshafengebäude am Postplatz â hat man einen herr­lichen Blick auf die Inseln

055ki Abb.: hj

Kiew im Regen

Es gibt keinen Grund zu verzweifeln, wenn es in Kiew regnet. Im Gegenteil: Man kann sich tagelang in den thematisch ungemein vielschichtigen Museen aufhalten, ohne sich zu langweilen. Allein die Kunstmuseen decken eine Spanne ab, die vom 11. bis 20. Jh. reicht. Gerade wenn das Wetter schlecht ist, könnte man die Höhlen besichtigen oder vielleicht zum ersten Mal einen orthodoxen Gottesdienst besuchen. Um 9 oder um 17 Uhr taucht man dann ein in eine fremde, mystische Welt aus Weihrauch, Ikonen und Gesängen. Die Wladimirkathedrale è ist vermutlich der sphärischste Ort dafür. Und man trifft viele junge Kiewer.

Shoppen im Globus Einkaufszentrum mit Kaffeepause kann auch eine Alternative sein. Abends locken Staatsoper und Philharmonie. Auch die unzähligen ­Galerien lohnen einen Besuch. Im Pinchuk Art Centre (s. S. 42) mit dem Sky Art Café auf dem Dach kann man Stunden verbringen.

Im Übrigen gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!

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