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ReiseführerLissabon 2009 – Download

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Reiseführer Lissabon 2009 – Download
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ISBN: 978-3-8317-1743-9
Seitenanzahl: 228
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsjahr: 2009

Ausstattung:
komplett in Farbe, detaillierte Karten und Stadtpläne, Cityatlas, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
Format (h x b x t): 18 x 12
Größe: 19 MB
Format: PDF

Infos zum Printprodukt: Lissabon.

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  • Das Herz der einstigen Entdecker- und Kolonialmacht Portugal besticht mit Charme und Lebensart. Die „weiße Stadt“ am Rio Tejo, eingebettet zwischen Hügeln und Flusslandschaft, zieht den Städtebummler aber auch wegen seiner großartigen Vielfalt und dem gelungenen Spagat zwischen Tradition und Moderne in den Bann.
  • Detaillierte Rundgänge durch die Altstadt und ihre Peripherie
  • Ausführliche Hintergrundinformationen zu Land und Leuten, zur portugiesischen Geschichte und den Besonderheiten der Hauptstadt.
  • Ausgewählte Unterkunfts- und Ausgehtipps für die breite Angebotspalette der Hotellerie und Gastronomie, der Nightlife- und Clubszene.
  • Reisepraktische Themen aktuell recherchiert: Anreise, Einkaufen, Informationsstellen, Notfallhilfe, Tipps für Kinder, Hinweise für Behinderte, Verkehrsmittel ...
  • Ausflüge in die idyllischen Küstenvororte Cascais und Estoril sowie zum pittoresken Märchenschloss von Sintra.

Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
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Praktische Reisetipps aus dem Buch

Praktische Reisetipps aus dem Buch 

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 144)

Mit dem Flugzeug

Allgemeines

Die Anreise mit dem Flugzeug ist mit Sicherheit die beliebteste Variante bei Lissabonbesuchern, gelangt man doch auf diese Weise recht bequem in nur etwa drei Stunden von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus hierhin.

Nonstop-Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum mit Linienfluggesellschaften nach Lissabon bestehen mit Lufthansa von Hamburg, Frankfurt und München, mit Swiss von Zürich sowie mit TAP Air Portugal von Hamburg, Frankfurt, München und Zürich.

Daneben gibt es eine ganze Reihe von Umsteigeverbindungen nach Lissabon, die zwar billiger sein können als die Nonstop-Flüge, bei denen man aber auch eine längere Flugdauer einkalkulieren muss. Diese sind mit den oben genannten Fluggesellschaften von anderen Flughäfen im deutschsprachigen Raum möglich, aber auch z. B. mit Air France über Paris, mit Alitalia über Rom, mit Brussels Airlines über Brüssel, mit Iberia über Madrid und mit KLM über Amsterdam.

Flugpreise

Ein Economy-Ticket von Deutschland, Österreich und der Schweiz hin und zurück nach Lissabon bekommt man je nach Jahreszeit und Aufenthaltsdauer ab knapp über 100 € (einschl. aller Steuern, Gebühren und Entgelte). Am teuersten ist es in der Hauptsaison im Sommerhalbjahr, in der die Preise für Flüge in den Ferienmonaten Juli und August besonders hoch sind und über 300 € betragen können.

Kinder unter zwei Jahren fliegen ohne Sitzplatzanspruch für 10 % des Erwachsenenpreises, ansonsten werden für ältere Kinder die regulären Preise je nach Airline um 25–50 % ermäßigt. Ab dem 12. Lebensjahr gilt der Erwachsenentarif.

Buchung

Für die Tickets der Linienairlines kann man bei folgenden zuverlässigen Reisebüros meistens günstigere Preise als bei vielen anderen finden:

µ Jet-Travel, Buchholzstr. 35, 53127 Bonn, Tel. 0228 284315, Fax 284086, E-Mail: info@jet-travel.de, www.jet-travel.de. Sonderangebote auf der Website unter „Schnäppchenflüge“.

µ Globetrotter Travel Service, Löwenstr. 61, 8023 Zürich, Tel. 044 2286666, www.globetrotter.ch. Weitere Filialen siehe Website.

Die vergünstigten Spezialtarife und befristeten Sonderangebote kann man nur bei wenigen Fluggesellschaften in ihren Büros oder direkt auf ihren Websites buchen; diese sind jedoch immer auch bei den oben genannten Reisebüros erhältlich. Im Übrigen sollte man wissen, dass die günstigsten Flüge keineswegs immer online im Internet buchbar sind. Häufig haben Jet-Travel und der Globetrotter Travel Service auf Anfrage preiswertere Angebote.

Billigfluglinien

Preiswerter geht es mit etwas Glück nur, wenn man bei einer Billigairline sehr früh online bucht. Es werden keine Tickets ausgestellt, sondern man bekommt nur eine Buchungsnummer per E-Mail. Zur Bezahlung wird in der Regel eine Kreditkarte verlangt.

Im Flugzeug gibt es oft keine festen Sitzplätze, sondern man wird meist schubweise zum Boarden aufgerufen, um Gedränge weitgehend zu vermeiden. Verpflegung wird extra berechnet, bei einigen Fluggesellschaften auch aufgegebenes Gepäck. Nach Lissabon fliegen:

µ Air Berlin, www.airberlin.com, von vielen deutschen und österreichischen Flughäfen sowie ab Zürich und Basel über Palma de Mallorca

µ easyJet, www.easyjet.com, von Berlin, Basel-Mulhouse-Freiburg und Genf

µ Germanwings, www.germanwings.com, von Köln-Bonn und Stuttgart sowie von vielen anderen deutschen Flughäfen und ab Zürich sowie Wien über Köln-Bonn oder Stuttgart

µ Sky Europe Airlines, www.skyeurope.com, von Wien

µ Transavia, www.transavia.com, von Amsterdam

Last Minute

Wer sich erst im letzten Augenblick für eine Reise nach Lissabon entscheidet oder gern pokert, kann Ausschau nach Last-Minute-Flügen halten, die von einigen Airlines mit deutlicher Ermäßigung ab etwa 14 Tage vor Abflug angeboten werden, wenn noch Plätze zu füllen sind. Diese Last-Minute-Flüge lassen sich nur bei Spezialisten buchen:

µ L’Tur, www.ltur.com, Tel. 00800 21212100 (gebührenfrei für Anrufer aus Europa); 165 Niederlassungen europaweit

µ Lastminute.com, www.lastminute.de, (D) Tel. 01805 284366 (0,14 €/Min.), für Anrufer aus dem Ausland Tel. 0049 89 4446900

µ 5 vor Flug, www.5vorflug.de, (D) Tel. 01805 105105 (0,14 €/Min.), (A) Tel. 0820 203085 (0,145 €/Min.)

µ Restplatzbörse, www.restplatzboerse.at, (A) Tel. (01) 580850

Ankunft am Lissabon Airport

Der Lissaboner Flughafen gliedert sich in zwei baulich getrennte, aber unmittelbar miteinander verbundene Bereiche für Abflug und Ankunft. Dies ist auch für ankommende Reisende durchaus komfortabel, um die im Abflugbereich liegenden Serviceinstitutionen (u. a. Drogerie mit Internetecke, Post, Telefonkarten-Automaten, Bankautomaten usw.) zu nutzen.

Nach der Gepäckaufnahme und Erledigung eventueller Zollformalitäten gelangt man unmittelbar in den kleinen Ankunftsbereich mit dem großen Touristeninformationsschalter im Zentrum. Diesen sollte man unbedingt aufsuchen, sei es für Prospekte und Stadtpläne, Taxibuchung, Erwerb der Lisboa-Card (s. S. 184) oder Unterkunftsbuchung. Unmittelbar daneben kann man sich an einer Multimediasäule mit mehrsprachiger Menüführung zu diversen touristischen Fragen informieren. Man kann zudem Adressen oder Punkte eingeben, man erhält dann einen möglichen Anfahrtsweg.

Um zu den Mietwagenagenturen (Europcar, Avis, Hertz, Autojardim, Budget und Sixt) zu gelangen, muss man zu einem etwa 150 m entfernten Parkhaus gehen, das unterirdisch mit der Ankunftshalle (gut beschildert, nach Ankunft rechts halten, „car hire“) verbunden ist. Hierfür unbedingt einen Trolley mitnehmen, denn der Weg zieht sich in die Länge!

µ Internetauftritt des Flughafens: www.ana.pt

Transfer ins Zentrum

Eine der – zumindest für den Reisenden – angenehmen Seiten Lissabons ist die zentrumsnahe Lage des Flughafens. Binnen weniger Minuten ist man per Aerobus (Linie 91) oder für rund 15–20 € (je nach Ziel) per Taxi im Zentrum. Während der nicht in der Lisboa-Card enthaltene (3 € einfach, Ticket direkt beim Fahrer erhältlich) Aerobus 91 direkt vor der Ankunftshalle wartet (beschildert, nahe der Taxistände), fahren die (1,40 € einfach) „normalen“ Stadtbusse 44 und 45 (beide via M. de Pombal und Avenida da Liberdade bis zur Endstation Caís do Sodré Û) etwa 100 m Luftlinie entfernt schräg gegenüber vom Parkhaus ab. Je nach Verkehr dauert die Fahrt ins Zentrum 25–30 Minuten.

Zurück zum Flughafen fährt die Linie 91 fährt ab Caís do Sodré Û via Restauradores É (vor der Post) die Avenida da Liberdade hinauf und hält auch in der Avenida F. P. de Melo bei den Metrostationen „Picoas“ und „Saldanha“, dann erst wieder am Flughafen.

Mit dem Auto

Eines vorab: Wer ausschließlich nach Portugal bzw. Lissabon fahren möchte, sollte besser fliegen! Die Anreise per Pkw übersteigt für ein oder zwei Personen, zumindest bei günstigen Nebensaisonflugpreisen, die Kosten für Flugticket(s) plus Leihwagen vor Ort deutlich. Ab drei bis vier Personen – insbesondere bei Familien mit Kindern also – „rechnet“ sich dann zwar die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug, ein Erholungseffekt dürfte nach der rund 2600 km langen Rückfahrt von Lissabon nach Deutschland jedoch kaum mehr vorhanden sein. Neben Sprit (ca. 200–300 € einfach, je nach Verbrauch und Treibstoffart) und Autobahngebühren (derzeit insgesamt über 100 € für eine Strecke) kommen jeweils noch zwei Übernachtungen hinzu, sodass schon allein für An- und Rückreise knapp eine Woche einkalkuliert werden muss.

Wer jedoch viel Zeit hat oder nebenbei nicht nur andere portugiesische Ziele, sondern auch Frankreich und Spanien besuchen möchte, eventuell mit Bootsanhänger oder Caravan auch vor einer langen Anfahrt nicht zurückschreckt, sollte sich die französische Motelkette Formule 1 mit knapp 400 (gut ausgeschilderten) Unterkünften in unmittelbarer Autobahnnähe in Frankreich und Spanien merken. Der Preis ist mit ca. 30 € pro Raum (schlicht, sauber, funktional) sagenhaft günstig, hinzu kommt ein sicherer, weil nachts verschlossener Parkplatz und die Kosten für ein Frühstück halten sich mit 3–4 € p. P. ebenfalls in Grenzen. Mit Visa-, Master-, American-Express- und Eurocard ist ein automatisierter 24-Stunden-Check-in möglich.

µ www.hotelformule1.com (Liste bzw. Karte aller Hotels, auch mit konfigurierbarer Routenbeschreibung)

Mit dem Bus

Von Pauschalreisen abgesehen (Information und Buchung in vielen Reisebüros) gibt es bedingt durch die langjährige Gastarbeitertradition auf die Iberische Halbinsel gute Linienbusverbindungen zwischen Deutschland und Portugal.

Vor allem für Preisbewusste, die sich nicht Ewigkeiten im Voraus festlegen wollen, ist der Bus eine gute Wahl. Während bei der Bahn oder den Billigfliegern alle bezahlbaren Kontingente nur bei langfristiger Vorbuchung zu haben sind, lässt sich so ein Busticket auch noch relativ kurzfristig erhaschen. Tickets gibt es online oder per Post z.B. bei

µ Gleisnost, Bertoldstr. 44, 79098 Freiburg, Tel. 0761 383031, www.gleisnost.de/bus

Von vielen deutschen Großstädten aus werden alle wichtigen Orte Portugals angefahren, die Kosten belaufen sich auf etwa 130–150 € (einfach) bzw. 200–220 € (hin und zurück). Kinder unter 12 Jahren zahlen die Hälfte, unter 4 Jahren 20 % des Fahrpreises. Auf allen Routen erhalten Studenten mit Ausweis 10 % Rabatt, alle Tickets können mit festem oder offengelassenem Rückreisetermin gebucht werden. Die Fahrtzeit Köln–Lissabon beträgt rund 30 Stunden.

Die Mitnahme von Reisegepäck ist auf zwei Gepäckstücke in Koffermaßen und ein Handgepäck pro Person begrenzt, das Handgepäck ist frei. Wenn es die Gepäckraumkapazität zulässt, kann nach Ermessen der Fahrer ein drittes Gepäckstück gegen eine Gebühr von 5 € mitgenommen werden. Es ist daher reine Spekulation, ob ein Fahrrad mitgenommen werden kann oder nicht, und dann auch nur ordentlich in Karton verpackt.

Wichtig: Die Reservierung für die Rückfahrt (Rückbestätigung) muss für offengelassene Rückfahrttermine vier Tage vor Fahrtantritt am Zielort durchgeführt werden, wofür vor Ort eine Gebühr von 3 € erhoben wird.

Mit dem Zug

Früher eine Odyssee von beträchtlicher Dauer, ist eine Bahnfahrt nach Lissabon heute keine Weltreise mehr – aber immer noch ein sicher außergewöhnliches Erlebnis. Eine solche Reise macht man weder, um Geld zu sparen, noch um schnell anzukommen. Es ist eine kleine Kreuzfahrt durch den alten Kontinent – und so durchaus nicht nur etwas für reine Bahnliebhaber.

Es gibt eine tägliche Verbindung, die von allen Gegenden Mitteleuropas aus zu erreichen ist. Zunächst geht es, je nach Ausgangsort, mit unterschiedlichen Zugtypen nach Paris: aus der nördlichen Hälfte Deutschlands über Köln mit dem Thalys, aus der südlichen Hälfte sowie aus der Schweiz und Österreich mit dem TGV über Straßburg oder dem ICE über Saarbrücken. Die Ankunft in Paris ist entweder am Nord- oder am Ostbahnhof (Gare du Nord bzw. Gare de l’Est).

Von dort geht es weiter mit der Me­tro zum Bahnhof Montparnasse. Für den Bahnhofswechsel sollte auf jeden Fall mindestens eine Stunde eingeplant werden. Gute Bahnagenturen bieten mit den Fahrkarten auch gleich die nötigen Me­trotickets. Die Weiterfahrt von Paris-Montparnasse ist dann nachmittags gegen 16 Uhr mit dem TGV nach Irun an der Spanischen Grenze, wo man gegen 21 Uhr eintrifft.

Nun geht es auf die letzte Etappe: Um 22 Uhr fährt der Sud-Express. Einst neben dem Orientexpress einer der großen Luxuszüge Europas, ist er heute ein ganz normaler internationaler Nachtzug. Er führt komfortable Schlafwagen, bequeme Liegewagen und recht preiswerte Sitzwagen. Tipp: Gleich beim Einsteigen einen Platz im Speisewagen reservieren, wo ein reichhaltiges portugiesisches Menü serviert wird! So kommt man schon Stunden vor der Ankunft in die richtige Stimmung. Auch morgens steht der Speisewagen für ein ausgiebiges Frühstück bereit, da die Ankunft in Lissabon erst gegen 11 Uhr ist. Der Zug hält zunächst am Bahnhof Oriente [e4], dem Bahnhof der Expo 1998, von wo aus gute Stadtverkehrsverbindungen in alle umliegenden Stadtteile bestehen. Am Bahnhof Santa Apolonia [Z20] am Rande der Altstadt und gleich am Ufer des Tejo endet die große Fahrt schließlich.

Wer nicht nur das eigentliche Ziel erreichen möchte, sondern sich mehr Zeit lässt, kann en passant ein paar Städte unterwegs besuchen und die Reise unterbrechen, ohne mehr zu bezahlen – ein Vorteil, den nur die Bahn möglich macht.

Die Preise für eine solche Fahrt schwanken sehr stark, je nachdem wann wie lange vorher gebucht wird und wann die Fahrt stattfinden soll. Überdies gibt es ständig wechselnde Sonderangebote, die es unmöglich machen, einen allgemeinen Überblick zu geben. Allerdings: Teuer muss es nicht sein. Mit etwas Glück ist die einfache Fahrt z. B. von Frankfurt nach Lissabon schon für 150 bis 200 € zu bekommen.

Es empfiehlt sich die Beratung durch eine spezialisierte Bahn-Agentur, die aus der Fülle an Möglichkeiten die reise- und preistechnisch attraktivste Lösung anzubieten vermag. Zudem sind solche spezialisierten Agenturen auch länderübergreifend über die vielen guten Angebote der einzelnen Bahngesellschaften informiert.

Wer sich nicht selbst durch den Dschungel der Bahntarife und Fahrpläne schlagen und trotzdem Geld sparen will, erhält bei folgendem spezialisierten Reisebüro kompetente Beratung – und auf Wunsch die Tickets ins Haus geschickt:

µ Gleisnost, Bertoldstr. 44, 79098 Freiburg, Tel. 0761 383031, www.gleisnost.de

Mit dem Schiff

Wer selbst zur See fuhr, weiß es aus eigener Erfahrung, und wer weitgereiste Seeleute kennt, zumindest aus Erzählungen: Die Einfahrt auf dem Seeweg nach Lissabon zählt zu den schönsten städtischen Panoramen weltweit. Wer die Seereise nach Lissabon wagen möchte, kann beim Verlag „Read, Travel, Group“ (Tel. 0211 956980) einen weltweit gültigen Linienschiff- und Kreuzfahrtführer bestellen oder bei Frachtschiff-Touristik (Exhöfte Damm 12, 24404 Maasholm, Tel. 04624 6068) entsprechende Auskünfte einholen. Im Rahmen einer Kreuzfahrt wird Lissabon ebenfalls des Öfteren angefahren. Informationen hierzu finden sich z. B. unter http://kreuzfahrt.bunge-web.com.

Autofahren (siehe Reiseführer S. 150)

Auf die Benutzung eines Pkws innerhalb Lissabons sollte man aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der oftmals engen Straßenführung besser verzichten. Parkplätze sind schon für die selbst in den kleinsten Gassen kundigen Ortsansässigen ein Dauerproblem. (Parkhäuser gibt es an der Av. Liberdade und am Pr. dos Restauradores É.) Nimmt man es vielleicht mit den Parkvorschriften nicht so ganz genau? Mitnichten: Es wird rigoros abgeschleppt, und das wird nicht billig!

Egal ob man das eigene Fahrzeug (mit ausländischem Kennzeichen) oder einen Mietwagen benutzt, immer ist zu beachten, dass es nirgends in Portugal so viele Autodiebe zu geben scheint wie gerade in Lissabon – der Wagen könnte also auch gestohlen sein statt abgeschleppt. Mietwagenfahrer wenden sich am besten an den Vermieter, der dann zunächst davon ausgeht, dass der Ausländer abgeschleppt wurde, und entsprechend nachforscht. Erst dann wendet man sich an die städtische Polizei (s. S. 161) oder an die Abteilung Reboque Viaturas der Polícia de Segurança Pública (PSP, Tel. 213831813).

Wer nicht auf einen fahrbaren Untersatz verzichten möchte, kann entweder vorab über das Internet oder auch direkt am Flughafen einen Mietwagen buchen, auch die meisten Hotels und größeren Pensionen bieten eine Kfz-Vermittlung an. Die Mietwagenpreise sind relativ günstig (ab 150 €/Woche), wobei die meisten Vermieter ein Mindestalter von 21 Jahren und den Nachweis einer mind. einjährigen Fahrpraxis (Führerscheinbesitz) voraussetzen. Weitere Details unterscheiden sich je nach Anbieter. So sollte man genau darauf achten, ob eine Versicherung tatsächlich „Vollkasko“ nach unserer Vorstellung beinhaltet, denn oft sind hohe Selbstbehalte (über 1000 € pro Schaden) die Regel und man erfährt dies erst bei der Fahrzeugübernahme. Zwar kann jegliche Eigenbeteiligung im Schadensfall zusätzlich durch Abschluss einer weiteren Versicherung vermieden werden, doch das kostet je nach Anbieter rund 12 €/Tag extra. Schon deshalb sollte man bei der Übernahme sehr genau darauf achten, welche Vorschäden das angemietete Fahrzeug aufweist und wirklich jeden Kratzer eintragen lassen (Übernahmeprotokoll). Auch die „Tankregeln“ sind unterschiedlich: Oft wird vollgetankt übergeben (und gesondert berechnet), dann gibt man das Fahrzeug möglichst leer zurück, bisweilen erhält man das Fahrzeug auch mit mehr oder weniger leerem Tank. Grundsätzlich wird eine Kaution entweder in bar oder in Form einer Kreditkartensicherheit verlangt.

Auf die Verkehrsvorschriften sollte man penibel achten, es gibt keinen „Ausländerbonus“. Wenn nicht anders beschildert, gelten folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen: innerorts 50 km/h, außerorts 90 km/h, auf Autobahnen 120 km/h. Alkohol am Steuer (0,5 ?) wird mit bis zu 2500 € (ab 1,2 ? sogar mit einer Gefängnisstrafe) ebenso wie Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung mit bis zu 600 € äußerst heftig bestraft. Auf manchen besonders unfallträchtigen Straßen läuft die Aktion „tolerância zero – segurança maxima“. Das bedeutet, dass es bei polizeilichen Kontrollen an solchen Straßen kein Pardon gibt und auch jeder kleinste Verstoß geahndet wird. Sieht man ein entsprechendes Schild, sollte man sich peinlich genau an die Verkehrsregeln halten.

Einige wichtige Verkehrsschilder sind mit Unterschrift versehen:

µ Alto = Halt

µ Atençao/Cuidado = Achtung/Vorsicht

µ Curva perigosa = gefährliche Kurve

µ De passagem = Vorfahrt beachten

µ Estacionamento proibido = Parkverbot

µ Ir pela direita/esquerda = rechts/links fahren

Bei einem Unfall muss die Polizei wegen der Versicherungsbestimmungen/Polizeiprotokoll auf jeden Fall eingeschaltet werden. Daher: Beweise sichern, Unfallfahrzeuge und Schäden möglichst fotografieren, bevor ein Fahrzeug bewegt wird, Daten des Unfallgegners einschließlich dessen Versicherung aufschreiben und kein Schuldeingeständnis abgeben. Außerdem ist das Entfernen vom Unfallort in Portugal eine Straftat.

Beim Automovil Club de Portugal (ACP) kann 24-Stunden-Pannenhilfe unter Tel. 219429103 gerufen werden. Darüber hinaus ist Hilfe z. B. für ADACPlus-Mitglieder oder ÖAMTC-Mitglieder teilweise kostenlos. Man kann sich auch direkt an seinen Automobilklub wenden, hier die drei größten für Deutschland, Österreich und die Schweiz:

µ ADAC, deutschsprachige Notrufstation in Barcelona Tel. +34 935082808 oder direkt in Deutschland Tel. +49 (0)89 222222, unter Tel. +49 (0)89 767676 gibt es Adressen von deutschsprachigen Ärzten in der Nähe des Urlaubsortes (Liste auch vorab anforderbar).

µ ÖAMTC, Tel. +43 (0)1 2512000 oder Tel. +43 (0)1 2512020 für medizinische Notfälle

µ TCS, Tel. +41 (0)22 4172220

Oft wird Lissabon auch als Ausflugsziel etwa bei einem längeren Urlaub an der Algarve zwischengeschaltet. In diesem Fall kommt man über die A–1 (Maut 18,45 €) und die (mit 2,25 €/Pkw mautpflichtige) Ponte Vasco da Gama/Norte und dann die Beschilderung „Centro“ in die Innenstadt.

Ausrüstung und Kleidung (siehe Reiseführer S. 151)

Ein Wort zur Kleidungsetikette. Wie in Mitteleuropa auch versteht es sich von selbst, in städtischen Museen, Kirchen, gehobenen Restaurants usw. angemessene Bekleidung zu tragen (möglichst „züchtig“), während an den Stränden oder auf Wanderungen im Umland lockere Freizeitkleidung niemanden befremdet. Für offizielle Anlässe oder Geschäftsreisen sind Kostüm bzw. Anzug und Krawatte allerdings unverzichtbar. Ansonsten aber nimmt man es im heißen Lissabon eher locker, wobei jedoch kurze Hosen störend wirken.

Auch im Hochsommer weht abends ein empfindlich kühler Wind, sodass auch eine leichte Jacke/dickes Sweatshirt unverzichtbarer Reisebegleiter sein sollte.

Noch ein Hinweis zu der Schuhauswahl: Der innerstädtische Bereich wurde an vielen Stellen mit recht kunstvollen Pflastersteinen ausgekleidet, die bei Regen – insbesondere an den Hügeln der Innenstadt – sehr rutschig sein können.

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 152)

Ein umfassendes Urteil über reisebezogene Einschränkungen ist immer schwer zu fällen, da es sehr individuell auf Art und Umfang der Einschränkungen und Besonderheiten ankommt. Generell kann man jedoch über Lissabon sagen, dass es doch an vielem mangelt, angefangen von viel zu kurzen Grünphasen an Ampeln über nicht abgeflachte Gehsteige, alte und oft sehr enge Lifte bis hin zu Schwierigkeiten, in die meisten der Metrostationen (die Hälfte ohne Lift!) auch nur hineinzukommen. Gleiches gilt für die anderen Verkehrsmittel mit großen Höhenunterschieden zwischen Gehsteig und Fahrzeug.

Auch sind die Hügel der Stadt an sich, erst recht in Kombination mit dem typischen unebenen Kopfsteinpflaster, der Bewegungsfreiheit nicht zuträglich. Ausnahmen bilden hochmoderne Einrichtungen wie das Expo-Gelände ó oder Hotels der Spitzenklasse, die als voll behindertengerecht bezeichnet werden können. Prinzipiell kann Lissabon – zumindest falls man ohne Begleitung unterwegs sein möchte – nicht uneingeschränkt für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen empfohlen werden. Weitere Informationen:

µ http://nullbarriere.de/lissabon-barrierefrei.htm (informiert über persönliche Erfahrungen vor Ort)

µ www.strawberryworld-lisbon.com/lissabon/essential/disabled-facilities.html (weitere Informationen zum Thema)

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 152)

In Deutschland

µ Botschaft der Portugiesischen Republik, Zimmerstr. 56, 10117 Berlin, Tel. 030 590063500, Fax 030 590063600, www.botschaftportugal.de

In Österreich

µ Botschaft der Portugiesischen Republik, Opernring 3, 1010 Wien, Tel. 01 5867536, Fax 01 586753699

In der Schweiz

µ Botschaft der Portugiesischen Republik, Weltpoststr. 20, 3015 Bern, Tel. 031 3528668, Fax 031 3514432

In Lissabon

µ Deutsche Botschaft, Campo dos Mártires da Pátria 38, Tel. +351 21 8810210 oder in dringenden Notfällen auch unter Tel. +351 96 5808092

µ Österreichische Botschaft, Avenida Infante Santo 43, 4. Stock, Tel. +351 21 3943900

µ Botschaft der Schweiz, Travessa do Jardim 17, Tel. +351 213 944090

Ein- und Ausreise­bestimmungen (siehe Reiseführer S. 153)

EU- und Schweizer Bürger dürfen sich ohne Visum bis zu 180 Tage lang in Portugal aufhalten. Zur Einreise genügt ein Personalausweis, der zwar gemäß dem Schengener Abkommen von 1993 bei Reisen von EU-Bürgern innerhalb der EU nicht immer verlangt wird, dennoch ist ein Ausweisdokument mitzuführen, um gegebenenfalls bei Verkehrskontrollen, im Hotel, für Banktransaktionen, beim Mietwagenverleiher oder Ähnlichem eine amtliche Identifikation vorlegen zu können.

In allen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten gelten weiterhin nationale Ein-, Aus- oder Durchfuhrbeschränkungen, zum Beispiel für Tiere, Pflanzen, Waffen, starke Medikamente und Drogen (auch Cannabisbesitz und -handel). Zollfrei einführen darf man persönliches, gebrauchtes Reisegut, Reiseproviant und alkoholfreie Getränke. Waren, die zu gewerblichen Zwecken verwendet werden, müssen grundsätzlich beim Finanzamt zur Umsatzsteuer und, sofern sie der Verbrauchssteuer unterliegen, auch beim Hauptzollamt angemeldet werden. Die Freimengen innerhalb der EU-Länder betragen:

µ Alkohol (für Personen über 17 Jahre): 90 l Wein (davon max. 60 l Schaumwein) oder 110 l Bier oder 10 l Spirituosen über 22 Vol.-% oder 20 l unter 22 Vol.-% oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren

µ Tabakwaren (für Personen über 17 Jahre): 800 Zigaretten oder 400 Zigarillos oder 200 Zigarren oder 1 kg Tabak oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren

µ Anderes: 10 kg Kaffee und 20 Liter Kraftstoff im Benzinkanister

Freimengen für EU-Reisende aus einem Drittland (z. B. Schweizer):

µ Alkohol (für Personen ab 17 Jahren): 1 l Spirituosen (über 22 Vol.-%) oder 2 l Spirituosen (unter 22 Vol.-%) oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren, und 4 l nicht schäumende Weine und 16 l Bier

µ Tabakwaren (für Personen ab 17 Jahren): 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren

µ Andere Waren: 10 l Kraftstoff im Benzinkanister, für See- und Flugreisende bis zu einem Warenwert von insgesamt 430 €, über Land Reisende 300 €, alle Reisende unter 15 Jahren 175 €

Freimengen bei der Rückkehr in die Schweiz:

µ Alkohol (für Personen ab 17 Jahren): 2 l bis 15 Vol.-% und 1 l über 15 Vol.-%

µ Tabakwaren (für Personen ab 17 Jahren): 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Schnitttabak oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren

µ Andere Waren: neuangeschaffte Waren für den Privatgebrauch bis zu einem Gesamtwert von 300 CHF, bei Nahrungsmitteln gibt es innerhalb dieser Wertfreigrenze auch Mengenbeschränkungen

Nähere Informationen zu den genauen Bestimmungen:

µ Deutschland: www.zoll.de, Zoll-Infocenter Tel. 069 46997600

µ Österreich: www.bmf.gv.at, Zollamt Klagenfurt Villach Tel. 01 51433 564053

µ Schweiz: www.ezv.admin.ch, Zollkreisdirektion Basel Tel. 061 2871111

Elektrizität (siehe Reiseführer S. 154)

Die Stromspannung beträgt wie in Deutschland 220 V bei 60 Hz, die Steckdosen sind landesweit ohne Adapter nutzbar (Eurodosen ohne Schutzleiter).

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 154)

Portugal ist Mitglied der europäischen Währungsunion, Zahlungsmittel ist also der Euro, sodass für Deutsche und Österreicher kein Geldwechsel erforderlich ist. Schweizer Franken werden in Banken, Wechselstuben und oft auch in Hotels gewechselt. Die Banken der portugiesischen Hauptstadt sind in der Regel werktags 8.30–15.30 Uhr geöffnet.

In den meisten Hotels, Restaurants und Geschäften kann mit gängigen Kreditkarten (American Express, Diners Club, Master- bzw. Eurocard, Visa) bezahlt werden, teilweise auch mit Maestro-(EC-)Karte. Sehr praktisch sind die Maestro-(EC-)Automaten an den Banken (i. A. auch mit deutscher Menüführung), an denen man mit Maestro-(EC-)Karte und PIN-Nummer je nach Bank bis zu 300 € pro Transaktion abheben kann. Je nach Hausbank wird dieser Service nicht zusätzlich in Rechnung gestellt, sondern ist im Grundpreis der Kontoführung enthalten. Manche Banken erheben jedoch eine Gebühr (jeweilige Höhe vor der Abreise erfragen).

Bei Barabhebungen mit Kreditkarte wird in den meisten Fällen eine Gebühr von 5,5 % fällig. Für das bargeldlose Zahlen per Kreditkarte innerhalb der Euro-Länder dürfen die ausgebenden Banken keine Gebühr für den Auslands­einsatz veranschlagen, für Schweizer wird jedoch ein Entgelt von ca. 1–2 % des Umsatzes berechnet.

Das allgemeine Preisniveau entspricht dem einer mitteleuropäischen Großstadt. Angenehm fällt dabei der öffentliche Nahverkehr ins Auge, dessen Preise nicht nur für Pendler günstig sind. Wer Flug und Unterkunft vorab gebucht hat, kann bei durchschnittlichem Großstadtreiseverhalten (Imbiss am Mittag, ausgedehntes Abendessen, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und einige Eintritte für Museen usw.) mit 50 € pro Tag zurechtkommen.

Informationsquellen (siehe Reiseführer S. 155)

Infostellen zu Hause

µ Offizielle Website von Turismo de Portugal: www.visitportugal.com, E-Mail: info@visitportugal.com

µ Deutschland: Tel. 0180 5004930 (zum Ortstarif)

µ Österreich: Tel. 0810 900650 (zum Ortstarif)

µ Schweiz: Tel. 0800 101212 (zum Ortstarif)

Infostellen in der Stadt

In Lissabon findet man die zentrale Touristeninformation direkt am Pr. dos Restauradores É, wo man neben Stadtplänen Auskünfte zu touristischen Fragen aller Art erhält.

i153 [U19] Touristeninformation im Palácio Foz, Pr. dos Restauradores, Tel. 213463314, tgl. 9–20 Uhr

i154 [W22] Touristeninformation an der Pr. do Comércio, Tel. 210312810, tgl. 9–20 Uhr

i155 [X3] Touristeninformation am Flug­hafen, Ankunftshalle, Tel. 218450660, tgl. 7–24 Uhr

i156 [Z20] Touristeninformation am Bahnhof Sta. Apolonia, Tel. 218821606, tgl. 8–13 Uhr

µ Touristeninformations-Servicenummer (Linha de apoia ao turista, gratis): Tel. 800–296296. Für dringende, unmittelbare telefonische Anfragen, Veranstaltungshinweise oder auch Hilfestellungen aller Art.

Ticketverkaufsstellen:

o157 [U19] Agência de Billetes para Espectáculos Públicos (ABEP), Tel. 213475824, deren Verkaufsstelle sich an der südöstlichen Ecke des Praça dos Restauradores nahe der Touristeninformation befindet.

µ Eine weitere günstig gelegene Vorverkaufsstelle, FNAC, findet man im 1. Stock des Centro Colombo (s. S. 19), die auch unter www.fnac.pt im Web vertreten ist.

µ Unter www.ticketline.pt kann man zahllose Veranstaltungen vom Theaterbesuch bis zum Rockkonzert lange vorab online buchen, bei Großereignissen ist dies unabdingbar.

o158 [d3] Fundbüro, PSP Secção de Achados, Pr. Cidade Salazar, Lote 180, Olivais, Tel. 218535403, mit Filialschalter am Flughafen (Tel. 218431183)

Die Stadt im Internet

Reiseangebote

µ www.tap-airportugal.de: Die deutschsprachige Seite der portugiesischen Fluggesellschaft Air Portugal bietet preislich attraktive Fly-and-Drive-Kombinationen, Hotelange­bote, Mietwagen usw.

µ www.portuteam.de: Von den endlosen Seiten einschlägiger Reisebüros sei dieser Auftritt des Reisebüros Schrader mit umfangreichem (bebildertem) Angebot zu Unterkunft, Flügen, Mietwagen usw. empfohlen.

µ www.olimar.de: Seite eines auf Portugal spezialisierten Reiseveranstalters. Es können jeweils nach Bedarf nur Flug, Fly and Drive, Apartments usw. gebucht werden.

µ www.billigweg.de: Besondere Schnäppchen und vor allem Familienvorteile für größere Familien, beispielsweise Aktionsrabatte in der Hauptsaison, zeichnen diesen Anbieter aus.

µ www.ccnreisen.de: Last-Minute-Spezialist für die Iberische Halbinsel.

Informationsseiten

µ www.visitlisboa.com: offizielle Website der Stadt (auch auf Deutsch) mit zahlreichen Hinweisen zu Unterkünften, Gastronomie, Veranstaltungen usw.

µ www.lissabontipp.de: für einen ersten groben Überblick

µ www.lissabon.org: sehr tiefgehend und weit verlinkt, derzeit eine der besten „Allround-Seiten“ zur portugiesischen Hauptstadt

µ www.lissabon-reisen.eu: Sehr gut aufgearbeitete, konkrete Tipps zu Rundgängen, Museen usw.

µ www.visitportugal.com: Hinter dieser Adresse verbirgt sich die viersprachige (auch auf Deutsch) Seite des portugiesischen Tourismusverbandes mit ausführlichen Informationen zu allen Regionen des Landes. Neben Hinweisen zu Unterkünften, Gastronomie, Verkehrsmitteln und Reisebüros besteht sogar die Möglichkeit, sich eine sogenannte persönliche Reisebroschüre erstellen zu lassen.

µ www.icep.pt: Seite mit Handels- und Wirtschaftsinformationen in portugiesischer Sprache (für Geschäftsleute)

µ www.portugalnews.pt: reine Nachrichtenseite zu Politik, Sport und Kultur in Portugal

Publikationen und Medien

Stadtblätter und Programmhefte

Folgende kostenlose Informationsbroschüren liegen an zahlreichen Punkten der Stadt aus (Touristeninformationen, Flughafen, Hotels…) und können für Reisende vor Ort von Interesse sein:

µ APA (Aeroporto de Lisboa): halbjährlicher Flugplan und Basisinformationen zu Transport, Serviceleistungen usw. (englisch)

µ Your Guide, englischsprachiges Büchlein mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, Gastronomie- und Einkaufstipps, Karten und essayistischen Hintergrundinformationen (zweisprachig engl./port.)

µ Follow Me: Monatsheft der Touristeninformation mit Veranstaltungshinweisen zum aktuellen Monat und einem ausführlichen Adressteil (englisch)

µ Portugal Shopping Guide: reines Adresslistenbuch, ausführlich gegliedert nach Branchen bzw. Suchbegriffen (zweisprachig engl./port.)

µ Cascais Agenda Cultural: Hintergrundberichte, aktuelle Veranstaltungen, Adressen kultureller Veranstaltungen aller Art, erscheint 6-mal jährlich (englisch oder portugiesisch)

µ What’s on in Estoril: Quartalsheft zu Estóril und Umgebung, mit Veranstaltungshinweisen, Einkaufs- und Gastronomieadressen usw. (zweisprachig engl./port.)

µ Sintra Cultural: Monatsheft der Stadt Sin­tra zu Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und mit einem Basis-Adressteil sowie Hintergrundberichten zu bedeutenden Bauwerken, lokalen Künstlern usw. (englisch oder portugiesisch)

Deutschsprachige Zeitungen

Selbstverständlich muss man auch in Lissabon nicht auf die Lektüre deutschsprachiger Zeitungen verzichten, allerdings ist die Allgegenwart deutscher Titel längst nicht so sehr gegeben wie in den großen Urlauberzentren im Süden (Algarve) – das Publikum ist in Lissabon einfach zu international.

Viele große Hotels haben mindestens einen oder zwei deutschsprachige Titel in ihrem täglichen Sortiment ausliegen. Auch bei den allgegenwärtigen Zeitungskiosken der Innenstadt bestehen gute Chancen, zumindest die eine oder andere überregionale Tageszeitung in deutscher Sprache zu ergattern. Gute Adressen sind ferner die Zeitschriftenläden der Shoppingmalls sowie am Flughafen und an den Bahnhöfen.

Internet und Internetcafés (siehe Reiseführer S. 157)

Natürlich kann man auch in Portugal das „Postfach leeren“ oder rasch E-Mails preiswert versenden. Die meisten Hotels – auch in den unteren Preisgefilden – wie auch Pensionen verfügen oft über eine Internetecke und/oder WLAN-Nutzung, Gleiches gilt in Lissabon auch für die Jugendherbergen und sogar etliche der günstigen Pensionen.

Öffentliche Internetzugänge findet man am Lissaboner Flughafen, teilweise in Bahnhöfen und vor allem in den Einkaufszentren. Auch die Touristeninformation am Pr. do Comércio (s. S. 155) verfügt über eine Internetecke (Preise: 3 €/Stunde, 1 €/15 Minuten).

@159 [K9] Cybercafé Continenta (Fun Center), im Colombo Shopping Center, Loja A-206 (2. Stock), Tel. 217113700, tgl. 10–23 Uhr

@160 [W22] Welcome Center, Pr. do Comércio, Tel. 210312810, tgl. 9–20 Uhr

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 160)

Das portugiesische Gesundheitssystem muss zweigeteilt betrachtet werden: Der staatliche Sektor deckt eine Grundversorgung ab und ist mittlerweile für 100 % der Bevölkerung zugänglich. Alle Reisenden der gesetzlichen Kassen müssen sich, um in Portugal zuzahlungsfrei behandelt zu werden, an ein staatliches Krankenhaus wenden.

Neben auf Auslandskrankenschein behandelnden Instituten gibt es eine ganze Reihe privater Kliniken und Ärzte, die gegen Vorkasse behandeln. Dies bedeutet nicht, dass man die Kosten nicht von der heimischen Kasse nachträglich erstattet bekäme – allerdings nur bis zu einem bestimmten Höchstsatz. Der Hauptvorteil dieser „Privaten“ liegt darin, dass es sich häufig um niedergelassene englische oder deutsche Ärzte handelt und die Beschwerden so ohne große Verständigungsprobleme erläutert werden können. Bei Zahnproblemen ist ohnehin ein „freier Arzt“ aufzusuchen. Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist in jedem Fall überaus ratsam (s. S. 189).

Die Krankenhäuser mit Notaufnahme im Raum Lissabon sind:

+161 [S12] Hospital de Curry, Cabral Rua de Beneficiência, Tel. 217924200

+162 [V18] Hospital de São José, Rua José António Serrano Tel. 218841000

+163 [U17] Hospital Santa Maria, Av. Professor Egas Moniz, Tel. 217968115

+164 [D22] Hospital de São Francisco Xavier, Estrada do Forte do Alto do Duque, Tel. 210431000

+165 [I B1] Hospital Distrital de Cascais, Rua D. Francisco Avilez, Tel. 214827700, Cascais

Apotheken heißen „Farmácia“, sind im Stadtgebiet reichlich anzutreffen und haben meist 9–13 und 15–19 Uhr (Mo.–Fr., Sa. nur vormittags) geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten wird auf die diensthabenden Notdienstapotheken verwiesen. Informationen zum speziellen Urlaubsort in Portugal, den dortigen Apotheken und Notdiensten bietet die Homepage www.guiafarmacias.com.pt. Hier eine Auswahl zentral gelegener Apotheken:

+166 [U22] Farmácia Andrade, Lda., R. Alecrim 125, Tel. 213241670

+167 [d1] Farmácia Banha, Av. Moscavide 22A, Tel. 219446517

+168 [W17] Farmácia Castro, Av. Almirante Reis 76A, Tel. 218110047

Notfälle (siehe Reiseführer S. 160)

µ Allgemeine Notrufnummer für Polizei, Feuerwehr, Unfallhilfe usw.: Tel. 112

µ Speziell für den touristischen Bedarf – für nicht lebensbedrohliche Notfälle wie Auskünfte zu Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Verbindungsmöglichkeiten – wurde eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet: Tel. 800 296296

Verlust und Diebstahl

Bei Diebstahl oder Verbrechen ist immer eine Meldung bei der Polizei und die Anfertigung eines Polizeiprotokolls erforderlich, danach eine Meldung bei der betreffenden Stelle (z. B. Botschaft, Fluggesellschaft oder Bank), möglichst exakt mit Nummern bzw. Kopien der entsprechenden Dokumente.

X169 [U19] Policia de Segurança Pública (PSP), Polizeihauptverwaltung, Av. da Liberdade, Palácio Foz, Tel. 213421634. Dies ist die mit touristischen Fragen am ehesten befasste Polizeihauptverwaltung. Die meisten Polizisten – auch im Streifendienst – sprechen gut Englisch.

Kartensperrung

Für deutsche Maestro-, Kredit- und SIM-Karten gilt überwiegend die einheitliche Sperrnummer Tel. 0049 116116, im Ausland zusätzlich die Nummer Tel. 0049 3040504050. Details finden sich unter www.sperr-notruf.de. Es empfiehlt sich, vor der Reise (von einem erhaltenen Merkblatt bzw. der Kartenrückseite) die individuelle Karten-Sperrnummer zu notieren.

Für österreichische und Schweizer Karten gelten folgende Sperrnummern:

µ Maestro-Karte: (A) Tel. 0043 1 2048800, (CH) Tel. 0041 44 2712230, UBS: 0041 848 888601, Credit Suisse: 0041 800 800488

µ MasterCard: internationale Tel. 001 636 7227111

µ VISA: (A) Tel. 0043 1 71111770, (CH) Tel. 0041 58 9588383

µ American Express: (A) Tel. 0049 69 97971000, (CH) Tel. 0041 44 6596333

µ Diners Club: (A) Tel. 0043 1 501350, (CH) Tel. 0041 58 7508080

Geldnot

Wer dringend eine größere Summe ins Ausland überweisen lassen muss – beispielsweise aufgrund eines Unfalles o. Ä. –, kann sich auch nach Lissabon über Western Union Geld schicken lassen. Für den Transfer muss man die Person, die das Geld schicken soll, vorab benachrichtigen. Diese muss dann bei einer Western-Union-Vertretung (in Deutschland u. a. bei der Postbank) ein entsprechendes Formular ausfüllen und den Code der Transaktion telefonisch oder anderweitig übermitteln. Mit dem Code und dem Reisepass geht man zu einer beliebigen Vertretung von Western Union in Lissabon (siehe Telefonbuch oder unter www.westernunion.com), wo das Geld nach Ausfüllen eines Formulars binnen Minuten ausgezahlt wird. Je nach Höhe der Summe wird eine Gebühr ab derzeit 10,50 € erhoben.

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 161)

Die Öffnungszeiten in Lissabon variieren je nach Institution stark. Allgemein sind Museen und Baudenkmäler Di.–So. 10–18 Uhr geöffnet. Wichtig: Montags sind die meisten Museen geschlossen – an einem Montag sollte man am besten den Parque das Nações ó, den Zoo Ý oder einen Tagesausflug ins Umland in Erwägung ziehen.

Banken und Behörden haben Mo.–Fr. 8.30–15.30 Uhr geöffnet, der Einzelhandel meist 10–13 und 15–19 Uhr (Sa. nur am Vormittag), große Kaufhäuser dagegen täglich durchgehend 10–mind. 21 Uhr (auch sonntags), manche auch 10–23 Uhr.

Post (siehe Reiseführer S. 162)

Das Porto für Briefe und Postkarten (bis 20 g) innerhalb Europas kostet 0,61 € (1,20 € für Sendungen bis 50 g). Briefmarken für Karten und Briefe kann man in Postfilialen und an den roten elektronischen Briefkastensäulen ziehen (Correios, mit mehrsprachigem Menü), die man vor allem an den großen Plätzen der Innenstadt findet.

P170 [V19] Hauptpost am Restauradores, werktags 8–22 Uhr, samstags 9–18 Uhr

Radfahren (siehe Reiseführer S. 162)

Lissabons Innenstadt ist für Radfahrer – zumindest derzeit – eher nicht geeignet. Diese schlichte Tatsache erklärt sich sowohl durch den eklatanten Mangel an Radwegen als auch klimatisch (Hitze im Sommer) und geografisch (stark hügeliges Terrain). Es gibt allerdings Überlegungen, den schönen Uferweg zwischen den Docas de Santo Amaro und Belém um einen ausgewiesenen Radweg zu erweitern und auch in einzelnen Randgebieten entsprechende zusätzliche Radwege einzurichten.

Den endgültigen Durchbruch fürs Fahrradfahren in der Hauptstadt könnte ein Projekt der Stadtverwaltung bringen, die für das Jahr 2010 plant (derzeit werden Studien durchgeführt), ein Leihfahrradsystem einzuführen, wie es auch in anderen europäischen Metropolen – etwa Paris oder Frankfurt – realisiert wurde. Dass diese Idee höchst kontrovers diskutiert wird, zeigt das 2008 durchgeführte Projekt des Ingenieurs Guerra dos Santos, das dieser im Selbstversuch durchführte: 100 dias de bicicleta na cidade de Lisboa (100 Tage auf dem Rad in der Stadt Lissabon), das immenses Aufsehen in den Medien erregte, da ein solches Vorhaben quasi als undurchführbar betrachtet wird. Dies belegen auch die vielen Kommentare im (deutschsprachigen) Forum.

µ www.portugalforum.de/allgemeines-portugal/21070-fahrrad-lissabon.html

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 163)

Lissabon präsentiert sich weltoffen und im Bairro Alto ist erfreulicherweise manchmal nur schwer auszumachen, welche Bars, Cafés, Restaurants und Klubs schwul/lesbisch, schwulen-/lesbenfreundlich, heterofreundlich oder was auch immer sind. Die wahrscheinlich beste einschlägige Seite zur Szene:

µ www.patroc.de/lisbon mit Hotels, Klubs, Saunas, Events und genauen Lagekarten

Bars und Klubs

Zwar erinnern einige der Bars noch ein bisschen an die alten Zeiten des Versteckens hinter verschlossenen Türen mit Klingeln, aber gerade das Altstadtviertel Bairro Alto hat eine sehr offene schwule Szene entwickelt, ohne sich dabei etwa auf irgendeinen Straßenzug zu beschränken. Allenfalls östlich vom botanischen Garten zwischen der Rua de São Marçal und der Rua O Século tritt eine Häufung an schwulen oder schwulenfreundlichen Bars auf (alle tgl. 21–2 Uhr geöffnet), z. B.

:171 [T19] Água no Bico, Rua de São Marçal 170, Tel. 213472830

:172 [T19] Bar 106, Rua de São Marçal 106, Tel. 213427373

:173 [T20] Chilly Bar, Rua O Século 166, Tel. 213664209

:174 [T19] Night Bar, Rua O Século 106, Tel. 963789454

Gegen 1 oder 2 Uhr morgens wird in einschlägige Klubs gewechselt, als derzeit angesagtester schwul-lesbischer Hightech-Klub gilt:

D175 [S19] Trumps, Rua da Impresa Nacional 104, Tel. 213971059, westlich vom botanischen Garten, tgl. ab Mitternacht bis 6 Uhr

Unterkunft

Wer eine nach den gängigen Definitionen gay-freundliche Unterkunft sucht, kann auf folgender Website eine solche finden und Vorabarrangements treffen:

µ www.gay-reiseforum.de/hotels

Zu den hier empfohlenen zählt auch das im Abschnitt „Unterkunft“ aufgeführte Hotel Olissipo Castelo (s. S. 175).

Sonstiges

µ Für Interessierte sei auf das alljährlich meist im September stattfindende größte schwul-lesbische Filmfestival in Europa hingewiesen: Queer Lisboa. Informationen (Programm, Tickets) hierzu findet man unter www.lisbonfilmfest.com.

µ Speziell schwule und lesbische Besucher Lissabons spricht die kleine Firma Lisbon Gay & Lesbian Tours (www.lisbongaytours.com, Tel. 219259376, Mobil 967111761) mit einem umfassenden Angebot von kulturellen und einschlägigen Privatführungen usw. an.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 164)

Eines vorab: In der portugiesischen Hauptstadt wird man nur höchst selten auf echte Gefahren für Leib und Leben treffen und wenn doch, dann dürfte in vielen Fällen ein eigenes Verschulden die Ursache sein. Hierzu zählen etwa leichtsinniges Schwimmen in den Ausflugszielen an der Küste bei hohen Wellen oder starker Strömung, oft in Verbindung mit Alkohol und zu viel Sonne. Gleiches gilt für den Straßenverkehr, wo viele Ausländer meinen, die 0,5-Promille-Grenze gelte nicht für sie.

Das Aufkommen an Kleinkriminalität (Taschendiebstahl o. Ä.) ist erfreulicherweise nicht halb so hoch wie im benachbarten Spanien oder an der französischen Côte d’Azur. Dennoch sollte man man stets Vorsicht walten lassen, nur begrenzt Bargeld mit sich führen und Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen. Des Weiteren ist es ratsam, Geld im Brust- oder Hüftgurt zu verstauen und gegebenenfalls auch das Handschuhfach des (Leih-)Wagens demonstrativ leer und geöffnet lassen.

Wie bei Unfällen sollte man im Falle eines Autoeinbruchs unbedingt einen Polizeibericht für die Versicherung anfertigen lassen. Dies scheint auch in der Tat ein beachtenswertes Problem zu sein: Einbrüche in Pkws zählen zu den häufigsten kleinkriminellen Delikten Lissabons, wobei auch ein Mietwagen nicht schützt und das Abstellen eines Pkw mit ausländischem Kennzeichen für den Besitzer mit hoher Wahrscheinlichkeit den Besuch einer lokalen Polizeidirektion nach sich ziehen dürfte.

Alleinreisende Frauen werden feststellen, dass Portugal bei Weitem nicht so schlimm ist wie sonstige südländische Reiseziele. Zwar mag man gelegentlich auf die eine oder andere plumpe „Anmache“ treffen, Handgreiflichkeiten oder echte Übergriffe und Vergehen kommen jedoch höchst selten vor. Man ist sich auf politischer Ebene der lebenswichtigen wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für ganz Portugal sehr wohl bewusst und lässt die GN (Guardia Nacional) entsprechend pflichtbewusst Streifendienste und Patrouillen versehen.

Sport und Erholung (siehe Reiseführer S. 164)

Baden

Gerade im Sommer möchte man sich vielleicht während eines mehrtägigen Aufenthalts in Lissabon auch einmal in die nahe gelegenen Fluten des Atlantik stürzen, wofür sich hauptsächlich die Strände westlich von Lissabon anbieten, besonders jene von Estóril und Cascais (s. S. 122).

Da diese im August oft sehr voll sind, bevorzugen viele Lisboetas die kilometerlangen Sandstrände und Dünen von Caparica südlich des Tejo. Am einfachsten nimmt man im Sommer einen Direktbus ab Campo Grande oder fährt per Transtejo-Fähre (s. S. 188) nach Cacilhas und dort per Bus (beschriftet) weiter bis Caparica.

Wer ein Schwimmbad in der Stadt sucht: Sehr zentral liegt die Piscina do Ateneu, Rua das Portas de Santo Antão 102 (Tel. 213430947), nahe des Rossio-Platzes. Geöffnet Mo.–Fr. 13.10–16.30 Uhr und 21–22 Uhr sowie Sa. 15–19 Uhr. Ein weiteres öffentliches Freibad findet man hinter dem Kloster São Vicente de Fora auf dem Weg zum Pantheon (Mo.–Fr. 8–22 Uhr, Sa./So. 10–18 Uhr, Eintritt 3 €).

Boccia (Boule)

Der in Südeuropa sehr häufigen Freizeitbeschäftigung wird auch in Portugal gefrönt, wobei vorwiegend Männer im vorgerückten Alter die 700 Gramm schweren Kugeln nach dem Fuchs werfen. Vor allem in den Vororten, aber auch in den innerstädtischen Parks sieht man immer wieder Gruppen von Bocciaspielern bei diesem Geschicklichkeitssport.

Fußball

Mit dem Fußball identifizieren sich nahezu alle Portugiesen und hängen an den berühmten Idolen wie Eusébio oder Luís Figo, entsprechend groß war die Trauer nach dem verlorenen Viertelfinale (2 : 3 gegen Deutschland) bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz 2008. In Lissabon selbst ist, vom gemeinsamen Mitfiebern bei Spielen der Nationalelf abgesehen, die Anhängerschaft in zwei große Lager gespalten: Man hängt entweder an den „grünen Eidechsen“ des Sporting Clube de Portugal (kurz: Sporting Lissabon, www.sporting.pt), die das Estádio José Alvalade (Metro: Campo Grande) ihr Eigen nennen, oder an den „roten Teufeln“ des Clube Sport Lisboa e Benfica (kurz: Benfica Lissabon, www.slbenfica.pt) mit dem Estádio de Luz (Metro: blaue Linie, Station „Colégio Militar/Luz“).

Beide genannten Stadien waren Arenen des Geschehens während der Europameisterschaft 2004 und die beiden genannten Vereine spielen (neben Porto) regelmäßig eine bedeutende Rolle bei den internationalen Vereinswettbewerben der UEFA. Besucher können sich während der Saison Tickets über die Agência de Billetes para Espectculos Publicos (ABEP) an der südöstlichen Ecke des Praça dos Restauradores É besorgen – oder direkt am jeweiligen Stadion (selten ausverkauft).

Golf

Es gibt über ein Dutzend 18-Loch-Plätze in der Region, allen voran der Clube de Golf do Estóril (Avenida da República, Tel. 214680176) in Estóril und der Lisboa Sports Club nahe Queluz in der Casal da Carregueira in Belas (Tel. 21 4310077) seien empfohlen. Die Gebühren liegen bei rund 20–25 € ohne Mitgliedschaftszwang.

Tourada (Stierkampf)

Der Stierkampf, dessen historische Wurzeln in Kreta und Ägypten liegen und der vermutlich einst den sagenhaften Kampf des Menschen gegen den Minotaurus symbolisierte, hat auf dem europäischen Festland nur auf der Iberischen Halbinsel und in Südfrankreich Fuß fassen können. Während die corrida de torros in Spanien ein – in Mitteleuropa oftmals kritisiertes – blutrünstiges Ereignis darstellt, entwickelte sich im benachbarten Portugal eine gemäßigtere Variante: die Tourada.

Neben dem Stier sind der cavaleiro (Ritter) sowie assistierend sein toureiro (Fahnenjunker) und mehrere forçados (tapfere Fußsoldaten) die Hauptakteure. Der toureiro weicht dem Stier tänzelnd aus und versucht, ihm die farpas und ferros (Lang- und Kurzspieße) in den Nacken zu werfen.

Kommt der Reiter in Bedrängnis, wedelt der toureiro mit einem farbigen, oft dunkelroten Tuch und lenkt damit die Aufmerksamkeit des Stiers auf sich. Das Ziel besteht darin, dem Stier alle Spieße in den Nacken zu stoßen. Wenn dies dem cavaleiro gelungen ist, tritt er ab und überlässt den forçados das Feld, einer Mischung aus Lebensmüden und Clowns, die sich dem Stier mit bloßen Händen stellen. Auch hier wird bei Gefahr der Stier vom toureiro (der in Portugal also kein eigentlicher Kämpfer ist) abgelenkt.

Es ist oft zu hören und zu lesen, der portugiesische Stierkampf verlaufe dank des gesetzlichen Tötungsverbotes unblutig – dies ist seit einigen Jahren nicht mehr der Fall. Schon vorher wurde das gelegentlich nicht so ganz genau genommen: 2001 erschütterte ein Skandal das Land, als in Moita bei Lissabon der landesweit berühmte Matador Pe­drito de Portugal trotz des Verbots dem Stier den Todesstoß gab. Im Sommer 2002 erfolgte eine Gesetzesänderung, wonach „in Ausnahmefällen“ der Todesstoß in der Arena legalisiert wurde. Unter heftigen Protesten von Tierschützern aus aller Welt darf seither der Stier im Schaukampf zwar wieder legal getötet werden, doch kam dies in den letzten Jahren in der Praxis nicht vor.

Stierkämpfe finden im Campo Pequeno ß an Donnerstagen im Sommer statt. Gezeigt werden meist drei Kämpfe von maximal halbstündiger Dauer. Karten für das Spektakel (ab 18 €) sind an der Arena selbst erhältlich oder vorab bei der Agência de Billetes para Espectculos Publicos (ABEP), deren Verkaufsstelle sich an der südöstlichen Ecke des Praça dos Restauradores É befindet.

Sprache (siehe Reiseführer S. 166)

Das Portugiesische zählt zu den romanischen Sprachen und ist daher mit dem Französischen und Italienischen ebenso verwandt wie mit dem Spanischen. Die portugiesische Sprache ist also kein Ableger oder Dialekt des Spanischen, wie weithin angenommen wird, sondern vollkommen eigenständig in Wortschatz und Grammatik. Interessenten seien an dieser Stelle auf die „Kleine Sprachhilfe“ im Anhang dieses CityGuides und für einen intensiveren Einstieg auf den Kauderwelsch-Band „Portugiesisch – Wort für Wort“ aus dem Reise Know-How Verlag hingewiesen.

Allerdings sind in Lissabon nicht unbedingt Kenntnisse der Landessprache vonnöten. Zum einen scheinen in den Sommermonaten ebenso viele Touristen wie Einheimische die Straßen zu beleben, zum anderen wird allerorts aufgrund der dominierenden Präsenz britischer Touristen gut Englisch gesprochen – das gilt für Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte ebenso wie für den Arztbesuch im Notfall.

Stadttouren, organisierte (siehe Reiseführer S. 167)

µ Geführte deutschsprachige Rundgänge von zwei Stunden Dauer bei unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten bietet die Firma Luaverde (Tel. 969838183, www. luaverde.com, E-Mail: info@luaverde.com) für Kleingruppen (2–8 Personen) an. Die Kosten betragen 15 € pro Person, Schüler und Studenten 50 %, bis 10 J. frei. Eine 2-Personen-Führung kostet pauschal 35 €. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die größten Sehenswürdigkeiten, sondern die Hauptstadt unter bestimmten Gesichtspunkten, etwa zum Thema Azulejos, Lissabon bei Nacht oder das Lissabon des Dichters ­Fernando Pessoa.

µ Sehr beliebt sind Bootsfahrten auf dem Tejo, welche die Fährfirma Transtejo (Info und Buchung unter Tel. 218824671, www.transtejo.pt) vom 1.4. bis 31.10. täglich um 11 Uhr und um 15 Uhr am Pier Terreiro do Paço [X22] (Metro: „Terreiro do Paço“) für 20 €/Person anbietet. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden, im Preis sind Erfrischungen und mehrsprachige Erläuterungen zu den passierten Sehenswürdigkeiten inbegriffen.

µ Klassische Bus-Stadtrundfahrten werden von Cityrama (Tel. 213191090, www. cityrama.pt, mehrsprachige Erläuterungen) für 31 € (halbtags) bzw. 65 € (ganztägig) angeboten, es können auch Touren nach Sintra, Cascais und Estóril gebucht werden. Die meisten Stadtrundfahrten beginnen am Praça Marquês de Pombal [T17] (hier auch Buchungskioske) bzw. am Nordrand des Parque Eduardo VII, auch Hotelabholung ist möglich. Angefahren werden die wichtigsten Punkte der Altstadt. Ähnliche Rundfahrten bietet auch Portugal Tours (Tel. 213511220, www.portugaltours.pt) an.

µ Am Praça do Comércio Ì bietet Carris (Tel. 213613000, www.carris.pt) zwei unterschiedliche Linien mit offenen Bussen an (Tickets für 14 €, mehrsprachige Erläuterungen). Das Ticket ist einen ganzen Tag lang gültig, wobei jeder Teilnehmer die Fahrt nach Belieben unterbrechen kann (Hop-on-hop-off-Bus) – im Prinzip handelt es sich also um zwei „Touristenlinien“.

µ Mit Carris kann man ebenfalls am Praça do Comércio eine 90-minütige Rundfahrt mit einer restaurierten Trambahn unternehmen (17 €).

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 168)

µ Internationale Vorwahl nach Portugal: 00351

µ Die Ortsvorwahl muss immer mitgewählt werden (für Lissabon ist dies die 21), seit vor wenigen Jahren die (sonst übliche) erste „0“ der Ortsvorwahl durch eine „2“ ersetzt wurde.

µ Von Portugal nach Österreich wählt man 0043, in die Schweiz 0041 und nach Deutschland 0049 vor. Bei Gesprächen aus Portugal ist dann die erste „0“ der Ortskennzahl wegzulassen.

µ Handyempfang besteht im gesamten Großraum Lissabon, es bedarf bei Mobiltelefonen im Allgemeinen keiner besonderen Voreinstellung. Dank eines EU-Beschlusses gelten für das Telefonieren mit Handy im EU-Ausland seit 2007 maximale Preisobergrenzen, die 2009 nochmals gesenkt wurden: 43 Cent/Min. für abgehende Gespräche, 19 Cent/Min. für eingehende Anrufe.

µ Telefonkarten für öffentliche Telefone (meist silberfarbene Kartentelefone, „Comunicações“) gibt es ab 5 €, die Einheiten werden angezeigt. Sie sind in Zeitschriftenläden und -kiosken erhältlich.

Uhrzeit (siehe Reiseführer S. 168)

Lissabon liegt in der Greenwich-Zeitzone (Greenwich Mean Time, GMT) und liegt im Vergleich zur MEZ/MESZ daher stets um eine Stunde zurück (MEZ/MESZ -1).

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 168)

Allgemeine Situation

Für einen gelungenen Städtetrip spielt natürlich auch die gewählte Unterkunft eine wichtige Rolle. Neben den klassischen Hotelunterkünften (staatlich eingestuft von ein bis fünf Sterne), die vielfach bei Städtepauschalreisen integriert sind, bietet die portugiesische Hauptstadt eine ganze Reihe zusätzlicher oder alternativer Unterkunftsmöglichkeiten.

Für alle Unterkunftsformen (außer der Privatunterkunft) empfiehlt sich zumindest in der Hochsaison (Juli–August) eine schriftliche Reservierung per Mail oder über das Internet, insbesondere in den Sommermonaten. Doch auch nach der Ankunft in Lissabon kann man sich entweder über die Touristeninformation am Flughafen oder in der Stadt (s. S. 155) eine Unterkunft vermitteln lassen.

In manchen Fällen verlangen Wohnungs-/Zimmervermieter eine vorherige Anzahlung, da sie bei Nichterscheinen der Gäste ein reserviertes Zimmer kurzfristig nur noch schwer an den Mann bringen können. Hotels erwarten bei Selbstbuchung etwa über das Internet oftmals eine Sicherheit in Form einer Kreditkartennummer, wobei unterschiedliche Regeln für das Storno herrschen – daher unbedingt die jeweiligen Geschäftsbedingungen beachten.

Hotels

Allgemeines

Wer pauschal eine Städtetour nach Lissabon bucht, wird meist ein Hotel mitgebucht haben. Lissabon verfügt über Hotelunterkünfte im dreistelligen Bereich, sodass nicht jeder Pauschalreisende bei der unten stehenden Auswahl „sein“ Hotel finden wird. Ohne Pauschalbuchung sollte man die Hotelwahl von einem zentralen bzw. verkehrsgünstigen Standort abhängig machen. So könnte man beispielsweise versucht sein, eines der Hotels der gehobenen Mittelklasse am Parque das Nações ó zu buchen – um dann festzustellen, dass man permanent weite (Metro-)Anfahrten bis ins eigentliche Zentrum unternehmen muss. Um das „Herz“ Lissabons zu erfahren, sollte man auch einigermaßen zentral wohnen. Die in diesem Buch getroffene Vorauswahl an Hotelunterkünften wurde daher bewusst nach dem Prinzip „Lage vor Ausstattung“ vorgenommen.

Manchmal lässt sich bei der Buchung über das Internet der eine oder andere Euro zum Standardpreis sparen, vor allem bei mittleren und großen Hotels. Das ist nicht nur ein Werbetrick, sondern basiert auf dem direkten Weg des Kunden zum Hotel unter Auslassung von Vermittlern und einer garantierten Vorauszahlung bzw. Sicherheitsleistung des Reservierenden, meist durch die Angabe der Kreditkartennummer. Einen Preisvorteil spürt man insbesondere im Vergleich zur direkten, persönlichen Nachfrage bezüglich eines Zimmerpreises vor Ort.

Etliche Mittelklassehotels des Zentrums haben sich zur Werbegemeinschaft Hotéis Heritage Lisboa zusammengeschlossen. Vorabinformation zu Lage, Preis und Buchung unter der Seite www.heritage.pt, E-Mail: heritage.hotels@heritage.pt. Weitere hilfreiche Seiten zur Hotelbuchung:

µ www.hotels-in-lissabon.com (hier auch Pkw-Reservierung)

µ www.booking.com/Lissabon

µ www.Hotels-Direct-Lisbon.com

µ http://de.venere.com/hotel_lissabon (mit preiswerten Pensionen im Angebot)

µ www.hotelplan.ch (Flug-und-Hotel-Kombinationen)

µ www.hotels.com/lissabon

µ www.hotel.de/Lissabon

Hotelempfehlungen

h176 [T16] Best Western Premier Hotel Eduardo VII €€€, Avenida Fontes Pereira de Melo 5, Tel. 213568800, Fax 213568833, www.hoteleduardovii.pt, E-Mail: sales@hoteleduardovii.pt, Metro: „Parque“. Günstig am Parque Eduardo VII beim Pr. Marquês de Pombal gelegen, gehört das Eduardo VII zu den älteren und eher einfachen Hotels der Stadt. Die 140 Zimmer sind relativ klein, verfügen aber alle über Kabel-TV, Internetzugang, Minibar, Safe und Direktwahltelefon und kosten regulär 120 €/Nacht (DZ), sind aber bei vielen Pauschalreiseanbietern deutlich günstiger zu haben. Das Hotel verfügt über ein ausgezeichnetes Verandarestaurant mit portugiesisch-brasilianischer Küche, einen Billardraum sowie eine hoteleigene Parkgarage.

h177 [T12] Holiday Inn Continental €€€€, Rua Laura Alves 9, Tel. 210046000, Fax 217973669, E-Mail: hic@grupo-continental.com, http://www.holiday-inn.com/ lisbon-contine, Metro: „Campo Pequeno“, S-Bahn: „Entre Campos“. Im Bezirk Campo Pequeno bietet das Holiday Inn Continental den gewohnten gehobenen Standard dieser Kette. Zum Hotelservice gehören ein Fitnesscenter, eine Tiefgarage (14 €/Tag), Wäschereiservice, ein Businesscenter, diverse Shops und ein hochgelobtes Restaurant. Die modernen Zimmer lassen keine Wünsche offen und sind bis ins Detail (Bügelpresse, WLAN, Modemanschluss, Arbeitsbereich, Kaffee-/Teemaschine, Pay-TV usw.) vollständig ausgestattet. Bei Buchung über die Homepage kostet das Doppelzimmer (je nach Ausstattung) im Hochsommer zwischen 70 € und 90 € (Frühstück plus 20 €).

h178 [U19] Hotel Avenida Palace €€€€€, Rua 1° de Dezembro 123, Tel. 213218100 und 213218115, Fax 213422884, E-Mail: reservas@hotelavenidapalace.pt, www.hotelavenidapalace.pt, Metro: „Restauradores“. Das renommierte und etablierte 5-Sterne-Hotel Avenida Palace gilt als die Nummer eins der Altstadt, die Eleganz und Tradition vereint, und liegt günstig am Platz Restauradores. Dieses berühmte Hotel wurde im Jahr 1892 eingeweiht und galt insbesondere in der Belle Époque wegen seines Glamours, seiner Lage und seines Service als eines der besten Hotels Europas. Alle 82 Zimmer (inklusive 20 Suiten) wurden bei der Renovierung 1998 elegant und mit modernstem Komfort eingerichtet. Der Geschäftswelt stehen acht Konferenzräume zur Verfügung, die Gäste haben alle Verkehrsmittel einschließlich einer direkten Zugverbindung nach Sintra und Cascais praktisch vor der Tür. Alle Zimmer sind geräuschgedämmt, mit Klimaanlage ausgerüstet und verfügen über Marmorbäder. Satellitenfernsehen, Musikkanäle und kabelloses Internet gehören ebenfalls zum Dienstleistungsangebot.

h179 [T11] Hotel Berna €€–€€€, Avenida António de Serpa 13, Tel. 213300541, Fax 217936278, E-Mail: hotelberna@viphotels.com, www.viphotels.com, Metro: „Campo Pequeno“, S-Bahn: „Entre Campos“. Auf etwa halber Strecke zwischen Flughafen und Altstadt haben sich bei der Stierkampfarena ß im Bezirk Campo Pequeno einige größere Hotels angesiedelt. Zwar ist der Weg bis zur Innenstadt etwas weiter, doch hat man hier sowohl eine Metrostation als auch eine S-Bahn-Station quasi vor der Tür – letzteres ist für Ausflüge nach Queluz oder Sintra vorteilhaft. Das Berna ist ein großes, einfaches Mittelklassehotel (240 Zimmer), das sehr gerne von Gruppen gebucht wird. Die vorwiegend in Braun- und Beigetönen gehaltenen Zimmer sind modern ausgestattet und verfügen über Klimaanlage, Safe, Sat-/Kabel-TV und Internetzugang.

h180 [T18] Hotel Botânico €€€, Rua da Mãe de Água 16/20, Tel. 213420392, Fax 213420125, E-Mail info@hotelBotânico.pt, www.hotelbotanico.pt, Metro: „Avenida“. Unmittelbar unterhalb des botanischen Gartens in einer sehr ruhigen Wohngegend gelegen bietet das ordentliche, vielfach von Reisegruppen frequentierte Mittelklassehotel Ausflugsvermittlung, Wäschereiservice und hoteleigene Parkmöglichkeiten. Das äußerlich eher unscheinbare Hotel wie auch die einfachen, aber modernen DZ (jeweils mit Klimaanlage, Minibar, Sat-TV und Direktwahltelefon) wurde in der jüngeren Vergangenheit im Innenbereich vorwiegend in zum Thema „botanischer Garten“ passenden Grüntönen renoviert.

h181 [U18] Hotel Britania €€€€, R. Rodrigues Sampaio 17, Tel. 213155016, Fax 213155021, www.heritage.pt, Metro: „Avenida“. Quasi um die Ecke vom Hotel Liberdade wirbt das 1940 vom damals landesweit bekannten Architekten Cassiano Branco erbaute Britania damit, einziges Art-déco-Hotel der portugiesischen Hauptstadt zu sein. Die großen Räume verfügen über alle modernen Standards (Klimaanlage, Sat-TV, WLAN usw.) und wurden in warmen Farben gehalten, klassisches Mobiliar und moderne Marmorverkleidungen gehen eine elegante Verbindung ein. Die schöne Lobby mit Bar und offenem Feuer erinnert schon beim Betreten an einen klassischen englischen Klub für Mitglieder des Oberhauses – und so ist es wohl auch gewollt.

h182 [W20] Hotel Evidencia Lisboa Tejo €€€, Rua dos Condes de Monsanto 2, Tel. 218866182, Fax 218865163, E-Mail: hotellisboatejo@evidenciagrupo.com, www.evidenciahoteis.com, Metro: „Rossio“. Sehr zentral unmittelbar ostseitig des Pr. da Figueira gelegen, bietet dieses sehr gute Mittelklassehotel eine gelungene Mischung aus modernem Ambiente und klassischem portugiesischem Stil. In den Zimmern wie auch im gesamten Hotel herrschen blau-weiße Azulejo-Farben vor, alle Räume verfügen u. a. über Sat-TV, Safe, Minibar, Fax-/Modem­anschluss und Internetzugang.

h183 [S17] Hotel Fénix €€€, Praça Marquês de Pombal 8, E-Mail: fenixlisboa@fenixlisboa. com, www.online.hoteisfenix.com, Tel. 213862121, Fax 213860131. Zentral und verkehrsgünstig am Praça Marquês de Pombal gelegen und vor wenigen Jahren aufwendig restauriert, beherbergt das Haus 188 komfortable Zimmer mit Klimaanlage, Minibar, Zimmersafe, WLAN und Sat-TV. Das Hotel selbst bietet Fahrzeugvermietung, Hotelgarage, ein Businesscenter, Babysitting und behindertengerechte Einrichtungen.

h184 [V20] Hotel Internacional €€€, Rua Augusta/Ecke Rua Betesga das Internacio­nal, www.internacionaldesignhotel.com, Tel. 213240990, Fax 213240999, Metro: „Rossio“. Wer auf eigene Faust unterwegs ist und ein genau so absolut zentrales wie stilvolles Hotel sucht, ist hier richtig. Eines der geschichtsträchtigsten Hotels der Stadt, dessen Anfänge bis ins 15. Jh. zurückreichen, im frühen 20. Jh. galt es unter dem Namen Grand Hotel Internacional als Lissaboner Tophotel. Mehrfach renoviert mit vollkommen unterschiedlichen Dekorthemen auf den vier Etagen, bietet das Haus heute modern und zweckmäßig ausgestattete DZ mit Blick über die Altstadtplätze und teilweise auf die Burg São Jorge. Mit Ausflugs- und Fahrzeugvermittlung sowie kostenlosem Flughafentransfer (mittels Flughafenbus).

h185 [U18] Hotel Liberdade €€€€, Avenida da Liberdade 28, Tel. 213404040, Fax 213404044, E-Mail: avliberdade@heritage.pt, www.heritage.pt, Metro: „Avenida“. Sehr stilvolles, vom portugiesischen Stararchitekten Miguel Câncio Martins gestaltetes Oberklassehotel in einem prächtigen Bürgerhaus aus dem späten 18. Jh. Die komfortablen, in gelungener Mischung aus Klassizistik und Moderne eingerichteten Räume verfügen u. a. über Sat-TV, Stereoanlage und WLAN, das Hotel bietet einige Erholungskomponenten wie Fitness- und Wellnessbereich.

h186 [W20] Hotel Olissipo Castelo €€€€, Rua Costa do Castelo 126, Tel. 218820190, Fax 218820194, E-Mail: reservas@ olissippohotels.com, www.olissippohotels.com. Nur 20 Zimmer und vier Suiten beherbergt dieses kleinere, aber luxuriös und modern ausgestattete Hotel im Burgviertel. Alle Wohneinheiten verfügen u. a. über Minibar, Sat-TV, Safe und Internetanschluss, zum Hotelservice gehören Wäschereiservice und eine Privatgarage. Die Lage oberhalb der Altstadt nahe der Burg ist sicherlich ein Plus, bis zur nächsten Metrostation („Pr. da Figueira“) sind es allerdings gut 10 Minuten zu Fuß.

h187 [V21] Hotel Regency Chiado €€€€, Rua Nova do Almada 114, E-Mail: reservations.chiado@madeiraregency.pt, www.regency-hotels-resorts.com, Tel. 213256100, Fax 213256161, Metro: „Baixa-Chiado“. Das Hotel inmitten des pulsierenden Stadtteils Chiado wurde von den herausragenden portugiesischen Architekten Siza Vieira und Pedro Espirito Santo in harmonischer Kombination feinster orientalischer und portugiesischer Kunstelemente entworfen. In der Entretanto Bar hat man einen herrlichen Panoramablick über die Stadt. Jedes der Hotelzimmer oder Suiten ist mit modernster Technik einschließlich Fax-Kopierer und Internetanschluss versehen, sodass das Hotel bei Geschäftsleuten besonders beliebt ist. Alle Räume verfügen außerdem über Safe, Direktwahltelefon, Video, Voicemail usw.

h188 [U14] Hotel Sheraton Lisboa €€€€, Rua Latino Coelho 1/Ecke Avenida Fontes Pereira do Melo, Tel. 213120000, Fax 213575073, E-Mail: sheraton.lisboa@sheraton.com, www.sheraton.com/lisboa. Das neu renovierte Sheraton Lisboa Hotel gilt als eines der renommiertesten Hotels in Lissabon mit 369 geräumigen und komfortabel eingerichteten Zimmern und Suiten. Alle Zimmer verfügen neben einer standardmäßig luxuriösen Ausstattung über Fax-/Modemanschluss, Internetzugang und einen gesonderten Arbeitsbereich. Entspannung bieten u. a. ein 1500 m² großer Wellnessbereich und das Sheraton Fitnesscenter. Kulinarische Genüsse bieten das Gourmetrestaurant Panorama oder die gleichnamige, moderne Cocktailbar auf der obersten Etage, die außerdem einen großartigen Ausblick auf Lissabon bietet. Das Sheraton befindet sich verkehrsgünstig an einer der Schlagadern zwischen Flughafen und Altstadt, die Metrostationen „Picoas“ und „Saldanha“ liegen praktisch vor der Tür.

h189 [U18] Hotel Sofitel Lisboa €€€€, Ave­ni­da da Liberdade 127, Tel. 213300541, Fax 213228310, E-Mail: h1319-re@ accor.com, www.sofitel-lisboa.com, Me­tro: „Liberdade“. Sehr schönes, vollständig behindertengerechtes Hotel (amerikanischer Standard) der gehobenen Mittelklasse zentral an der Avenida da Liberdade, nur 5 Gehminuten von der Altstadt entfernt mit eigener Tiefgarage, WLAN, Fahrzeugverleih und Fitnessstudio. Das Sofitel ist auch ein sehr beliebtes Tagungshotel mit eigenem Businesscenter. Modernes Interieur wurde mit schlichter Eleganz geschickt kombiniert, alle Zimmer verfügen u. a. über Sat-/Kabel-TV, Minibar, Safe und WLAN. Interessante und sehr flexible Tarifgestaltung je nachdem, wie verbindlich man bucht und welche Extras gewünscht werden.

h190 [W20] Hotel Solar do Castelo (dos Mouros) €€€€, Rua das Cozinhas 2, Tel. 218806050, Fax 218870907, E-Mail: solar.castelo@heritage.pt, www.heritage.pt. Das nach seiner früheren Funktion manchmal auch als „Küchenschlösschen“ bezeichnete Hotelgebäude an der Südseite des Kastells wurde bereits um 1765 innerhalb der Burgmauern von São Jorge als Herrenhaus erbaut. Das Hotel besteht aus zwei Etagen und dem Dachgeschoss und verfügt über einen Innenhof und einen schönen Garten sowie eine alte Zisterne, die früher zu den Nebengebäuden des Herrenhauses gehörte. 2001 wurde das Hotel umfassend von Vasco Massapina im klassisch-modernistischen Stil renoviert. Auch die Zimmer zeugen von einer geschmackvollen Stilwahrung der umfangreichen Geschichte des Anwesens und verfügen u. a. über Sat-TV und WLAN. Zu den Serviceleistungen gehören Autovermittlung, Ausflugsorganisation und Babysitting, auf in dieser Preisklasse eigentlich übliche Merkmale wie Wellnessbereich oder Pool wurde bewusst verzichtet, um den geschichtsträchtigen Gesamteindruck nicht zu verfälschen. Vom Hotel benötigt man gut 10 Gehminuten zur nächsten Metrostation, alternativ fährt man mit Tram 12 bis zur Kirche Santa Luzia, von dort sind es etwa 5 Minuten zum Hotel.

h191 [f5] Hotel Tivoli Tejo/Tivoli Oriente €€€€, Av. Dom João II, Tel. 218915100, Fax 218915345, www.tivolihotels.com. Außerhalb des unmittelbaren Zentrums kann man auch am Parque das Nações ó wohnen, etwa im Tivoli Tejo. Alle 280 Zimmer verfügen über jeden erdenklichen Luxus (u. a. Internet, Pay-TV). Wegen der günstigen Lage direkt am Bahnhof Oriente und dem kurzen Weg zum Flughafen ist das Haus als Business- und Tagungshotel sehr beliebt. Zu den besonderen Annehmlichkeiten der Anlage gehören u. a. Hallenbad, Sauna, türkisches Bad, Fitnessstudio und das beliebte Pano­ramarestaurant Colina mit Blick auf das Expo-Gelände. Listenpreis max. 320 €/DZ und Nacht, bei Buchung über die Hotelhomepage dagegen schon ab 90 €/DZ (im Hochsommer).

h192 [f3] Hotel Tryp Oriente €€€€, Av. Dom João II, Tel. 2189305000, Fax 218930099, E-Mail: dr.tor@solmeliaportugal.com, www.tryporiente.solmelia.com. Unweit vom Hotel Tivoli Oriente bietet das Tryp Oriente eine nahezu identisch luxuriöse Unterkunft (hier teilweise mit kleiner Kitchenette), ebenfalls mit WLAN, Wäschereiservice, Tagungsräumlichkeiten und behindertengerechten Einrichtungen. Auch hier sind bei Buchung über das Internet (unter 100 € im Hochsommer) erhebliche Ersparnisse zu den Listenpreisen möglich. Für beide Hotels gilt: Relativ flughafennah (5 Minuten per Taxi) direkt am Bahnhof Oriente (Metrostation: „Oriente“) und somit direkt am Parque das Nações gelegen, für die Sehenswürdigkeiten der Stadt muss man aber einige Metrofahrten in Kauf nehmen.

h193 [T16] Hotel Turim €€€, Rua Filipe Folque, 20, Tel. 213139410, Fax 213139419, E-Mail: geral@hotelturim.com, www.turimhoteis.com, Metro: „Picoas“ oder „Parque“. Sehr schönes Mittelklassehotel zwischen Saldanha-Kreisel und Parque Eduardo VII mit ordentlichen, großen DZ, die neben Sat-TV und Minibar teilweise auch über eine zusätzliche Einbaukitchenette (Spüle, 2-Platten-Herd) verfügen. Großes Frühstücksbuffet, Ausflugsvermittlung, Hotelgarage und Internetecke in der Lobby. Die Pauschalreisepreise (z. B. über www.expedia.de) können hier deutlich niedriger liegen.

h194 [U14] Hotel VIP Inn Saldanha €€, Rua Fernão Lopes, Tel. 213300541, Fax 213158773, E-Mail hotelvip@viphotels.com, www.viphotels.com, Metro: „Saldanha“ oder „Picoas“. Die Zimmer des unscheinbaren Hotels sind einfach, aber modern ausgestattet und verfügen über Direktwahltelefon, Kabel-TV und Safe, das Hotel über einen Konferenzraum und eine kleine Bar. Kleinstes und einfachstes Hotel der in Lissabon mehrfach vertretenen VIP-Kette und sehr preiswerte Alternative zu den großen Ketten der Gegend bei Zimmerpreisen ab 55 €/DZ.

h195 [U18] Hotel VIP Inn Veneza €€€, Avenida da Liberdade 189, Tel. 213300541, Fax 213526678, E-Mail: hotelveneza@viphotels.com, http://www.viphotels.com. Einen Stern mehr als das VIP Inn Saldanha trägt das ebenfalls zur VIP-Kette gehörende, allerdings ein gutes Stück zentrumsnähere VIP Inn Veneza. Die 37 stilvoll eingerichteten Zimmer des vor wenigen Jahren restaurierten Hotels – das Gebäude war ursprünglich ein prunkvolles Bürgerhaus aus dem 19. Jh. – verfügen über Minibar, Direktwahltelefon, Kabel-TV und Zimmersafe, das Hotel bietet einen Wäschereiservice. Günstige Lage an der Avenida da Liberdade (5 Gehminuten in die Altstadt), Metro: „Avenida“.

h196 [G24] Jerónimos €€€€, Rua dos Jerónimos, 8, Tel. 213600900, Fax 213600908, E-Mail: jeronimos8@almeidahotels.com, www.jeronimos8.com, Straßenbahn 18 bis „Jerónimos“. Am entgegengesetzten Ortsrand bietet der Stadtteil Belém nur ein Hotel, das nahe dem gleichnamigen Kloster gelegene Jerónimos. Überschaubare 65-Zimmer-Anlage mit moderner, innovativer architektonischer Gestaltung bei elegant-traditionellem Äußeren. Alle Zimmer u. a. mit WLAN, Klimaanlage und LCD-Sat-TV. Aufgrund der für Besuche im Zentrum eher abgelegenen Lage kann man bei Internetbuchung viel im Gegensatz zum Listenpreis sparen (DZ 125 € im Hochsommer).

Pensionen (Pensões)

In Pensionen findet man üblicherweise Einzel- oder Doppelzimmer, seltener dagegen Mehr- bzw. Vielbettzimmer, in der Regel jeweils ohne Frühstück. Die Kosten variieren je nach Lage, Ausstattung und Saison zwischen etwa 25 und 120 €/DZ. Die offizielle Einstufung in Portugal erfolgt in die Kategorien „1a“ (höchste Kategorie) bis „4a“ (unterste Kategorie).

Pensionen sind meist sehr schlicht ausgestattet, eignen sich aber gut als preiswerte Unterkünfte für Kurzaufenthalte bzw. als gute Alternative zur Jugendherberge. In jedem Fall werden beide von jugendlichen Reisenden/Backpackern bevorzugt, die weniger Wert auf Luxus, sondern das Hauptaugenmerk auf den Preis richten. Die folgenden Pensionen sind qualitativ nicht unbedingt besser als die genannten Jugendherbergen, haben aber den großen Vorteil, dass sie sehr zentral liegen und das Zentrum der Altstadt jederzeit gut zu Fuß erkundet werden kann. Außerdem ist eine Vorabreservierung wie bei den Jugendherbergen nicht unbedingt erforderlich, man kann sich also zunächst selbst ein Bild machen und kauft nicht die Katze im Sack.

Ì197 [V19] Pensão Campos €€, Tel. 213462864. Zentral in einem der Kneipenviertel, die Rua Antão entlang, bietet an der Ecke zur Rua do J. Regedoa die Pensão Campos einfache, aber empfehlenswerte DZ mit Bad (ohne Frühstück) zu 60 €.

Ì198 [W20] Pensão Coimbra e Madrid €€, Praça Figueira (Ecke Rua Jardim do Regedor 24), Tel. 213421760, Fax 213423264. Von den zahlreichen Pensionen verdient diese am Praça Figueira – zentraler geht es kaum – eine Erwähnung. Einfache, aber angenehme DZ mit Klimaanlage kosten hier zwischen 40 und 50 €, sehr beliebt bei Rucksackreisenden.

Ì199 [V20] Pensão Estação Central €, Calçada Do Carmo 17 (Ecke 1° Dezem­bro), Tel. 213423308. In unmittelbarer Nähe zum Rossio liegt diese Pensão mit 27 Einzel- und Doppelzimmern ab 28,50 € (ohne Frühstück). Die Zimmer sind einfach, aber in Ordnung, verfügen über ein eigenes Bad und verteilen sich über mehrere Etagen des Altstadtbaus.

Ì200 [V19] Pensão Gerés €, Largo Domingos, www.pensaogeres.web.pt. Hinter dem Nord­ende des Praça Figueira und der Kirche Igreja São Domingos liegt am Largo Domingos diese hübsche, kleine, familiär geführte Pension, die über sehr schlichte Zimmer ab 20 € verfügt. Hauptvorteil ist auch hier die absolut zentrale Lage im Altstadtkern.

Residenciais/Albergarias

Hierbei handelt es sich um Hotelpensionen (meist ohne Restaurant, aber mit Frühstücksraum), die offiziell mit bis zu vier Sternen eingestuft und sehr oft als Familienbetrieb geführt werden. Von den beiden sehr ähnlichen Kleinhotelklassen sind die Residenciais meist etwas einfacher ausgestattet als die Albergarias. In beiden Fällen ist aber häufig ein Frühstück inklusive, außerdem steht die Zimmerausstattung den einfachen Hotels in kaum etwas nach. Prinzipiell kann als Faustregel gelten: Wer einen gewissen Wert auf einen Mindeststandard legt, sollte bevorzugt zumindest eine der Residenciais als Quartier wählen. Eine Reservierung empfiehlt sich vor allem in den Sommermonaten (Juli, August).

Ì201 [X18] Albergaria Senhora do Monte €€–€€€, Calçada do Monte 39, Tel. 218866002, Fax 218877783, www.maisturismo.pt/ sramonte, E-Mail: senhoradomonte@ hotmail.com. Beinahe malerisch in Toplage auf einem der Hügel des Viertels Mouraria gelegen bietet sich die Albergaria für Reisende an, die sowohl etwas abseits des unmittelbaren Altstadtzentrums, aber auch mit hervorragender Aussicht und einem gewissen Komfort wohnen möchten. Im Blick aller Doppelzimmer der bei Individualreisenden sehr beliebten Albergaria liegen das Kastell São Jorge Ò, die Altstadt wie auch der Rio Tejo. In wenigen Minuten ist man zu Fuß im Zentrum bzw. an der traditionellen, durch die Mouraria führenden Straßenbahn Nr. 28. Senhora da Monte ist keine Billigunterkunft, die Preise beginnen bei 70 €/DZ. Zum Ser­viceangebot gehören Wäscherei, Autovermietung, Ausflüge, Babybetreuung und WLAN-Nutzung (4 €/Std.).

Ì202 [V20] Residencial Americano €–€€, Rua 1° de Dezembro 73, Tel. 213474976, Fax 213474979, www.hotelamericano.com, Metro: „Rossio“. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Rossio bietet die ebenfalls sehr zentral gelegene Residencial Americano auf drei Etagen 49 einfach, aber funktional ausgestattete Zimmer, wahlweise mit (55 €) oder ohne Bad (45 €) inkl. Frühstück. Das Hotel bietet einen Express-Wäschereiservice an, alle Zimmer verfügen über Sat-TV, Klimaanlage/Heizung, Föhn und Schließfach.

Ì203 [V19] Residencial Florescente €€, Rua Portas de Santo Antão 99, Tel. 213426609, Fax 213427733, www. residencialflorescente.com, Metro: „Restauradores“. Im Kneipenviertel der Rua Portas de Santo Antão gelegen bietet die angenehme Residencial einigen Komfort mit DZ-Preisen zu 50–65 € je nach Saison. Alle Zimmer verfügen über zwei Einzelbetten, Bad, Klimaanlage, kostenlosen Internetanschluss und Direktwahltelefon, das Hotel selbst vermittelt außerdem günstige Mietwagen.

Ì204 [W17] Residencial Roxy €€, Avenida Almirante Reis 31/Ecke Rua dos Anjos, Tel./Fax 218126341, Metro: „Intendente“. Das kleine Familienhotel beherbergt nur 16 schlichte und ordentliche Einzel- bzw. Doppelzimmer ab 55 €. Alle Zimmer verfügen über TV, Duschbad und einen gesonderten Wohnbereich/Sitzecke. Ein Frühstück wird nicht angeboten, dafür aber kostenlose WLAN-Nutzung. Die Zimmer liegen überwiegend zur Hauptstraße hin, weshalb viele Leser den Straßenlärm monieren. Nachteilig ist eventuell auch, dass nur wenig Englisch verstanden wird – mit Französisch kommt man gut zurecht.

Ì205 [V20] Residencial Sul Down Town €€, Pr. Dom Pedro IV 59, Tel. 213470433 und 213422511, E-Mail: r.sul_downtown@hotmail.com, Metro: „Rossio“. Nomen est omen, und zentraler als am Rossio kann ein Kleinhotel kaum liegen. Angenehme Atmosphäre, komfortable Unterkunft in Einzel-, Zweier- oder Dreierzimmern mit Bad (wahlweise auch ohne Bad) bei Zimmerpreisen zwischen 45 und 80 € machen die Residencial Sul Down Town zu einer beliebten Unterkunftswahl bei preisbewusst Reisenden, die Wert auf eine sehr zentrale Lage und einige Serviceleistungen (Geldwechsel, Ausflugsorganisation, WLAN usw.) legen.

Pousadas

Pousadas sind mit Sicherheit nichts für jeden Geldbeutel, aber vielleicht ein Tipp für die Hochzeitsreise: In kunstvoll restaurierten staatseigenen Klöstern, Burgen oder Schlössern bietet man anspruchsvollen Gästen besonderen Luxus in reizvoller Umgebung. Die Übernachtung mit Frühstück kostet im DZ normalerweise zwischen 120 und 240 €, zentrale Reservierungs- und Informationsstelle für Pousadas in Portugal ist:

µ Pousada de Portugal, Av. Sta. Joana Princesa 10, 1749–090 Lissabon, Tel. 218442001, Fax 218442085, E-Mail: guest@pousadas.pt, www.pousadas.pt

h206 Pousada D. Maria I. €€€, Queluz Tel. 214356158, Fax 214356189, E-Mail: recepcao.dmaria@pousadas.pt. Im Vorort Queluz liegt das gleichnamige Prunkschloss 5, dessen ursprünglich den königlichen Wachtruppen vorbehaltener Trakt diese Pousada beherbergt. Neben absolut stilgerechtem Ambiente hat das Haus auch Massagen, Golf oder Reiten im Freizeitangebot. Das Beste am Ganzen: Die Übernachtungen sind hier – zumindest außerhalb des Hochsommers – sogar relativ günstig bei Preisen ab 90 € für zwei Personen pro Nacht im Doppelzimmer (nur Übernachtung) bzw. ab 150 € für zwei Personen inkl. Halbpension. Als Nachteil muss die etwas abgelegene Lage angeführt werden, man gelangt jedoch mit der S-Bahn von Queluz direkt bis zum Bahnhof Rossio im Zentrum Lissabons.

Jugendherbergen

Die Jugendherbergen (Pousadas de Juventude) Lissabons stehen jedermann offen. In Lissabon selbst existieren derzeit zwei für die Allgemeinheit offene Jugendherbergen des portugiesischen Jugendherbergsverbandes:

j207 [T15] Pousada de Juventude de Lisboa, Rua Andrade Corvo 46, Metro: „Picoas“, Tel. 213532696, Fax 213537541, E-Mail: lisboa@movijovem.pt. In Zentrumsnähe liegt diese große Jugendherberge mit Preisen von 16 € im 6-Bett-Zimmer (saisonabhängig) bis 43 € im DZ. Eine Vorabreservierung ist empfehlenswert, gilt sie doch als eine der besten Jugendherbergen Portugals mit Bar, Gemeinschaftsraum, Spielraum, Telefonzelle und Internetanschluss. 12 Sechser-, 19 Vierer- und 14 Doppelzimmer, Rezeption 8–24 Uhr geöffnet.

j208 [g2] Pousada de Juventude do Parque das Nações, Via da Moscavide 47–101, Tel. 218920890, Fax 218920891, E-Mail: lisboaparque@movijovem.pt. Insbesondere für Bahnreisende interessant, da nahe dem Bahnhof Oriente gelegen. (Zwischen Flughafen und Station Oriente pendelt der Bus Nr. 5.) 19 Vierer- und 8 DZ mit Bad sowie zwei behindertengerechte DZ mit Bad. Schlafsaal 13 €, DZ 32 €. Die Rezeption ist 8–24 Uhr geöffnet.

Ferienwohnungen

Zunehmender Beliebtheit – mittlerweile sogar schon bei Anbietern von Pauschalreisen – erfreuen sich Ferienwohnungen (apartamentos turísticos) mit ein bis drei Zimmern plus Bad und Küche (teilweise Kochnische), häufig auch mit Balkon oder Dachterrasse. Die Preise für vier Personen beginnen bei rund 60–70 € pro Nacht, wobei meist eine Woche als Buchungsminimum gilt. Sie sind allerdings nicht in den Unterkunftslisten der Fremdenverkehrsämter aufgeführt.

Wer außerhalb der wärmeren Monate reist, sollte wissen, dass die Häuser nicht so massiv und gut isoliert sind wie in Nordeuropa. Bei hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sowie innen und außen können Kondenswasserprobleme an den „Kältebrücken“ in Ecken, hinter Schränken, in Badezimmern und Küchen auftreten. Hotelzimmer und gute Apartments werden ausreichend per Elektroofen beheizt, viele Ferienwohnungen und -villen verfügen sogar über einen Kamin.

Wichtig ist bei den Ferienwohnungen eine Vorabreservierung, die leicht im Internet vorgenommen werden kann. Hier kann man sich auch anhand der Beschreibungen und Bilder einen guten Überblick verschaffen und die Verfügbarkeit zum individuellen Reisetermin direkt abfragen. Bei vielen Wohnungen wird in Lissabon übrigens zusätzlich eine Endreinigungspauschale von 30–40 € berechnet.

µ Einer der gerade auf Lissabon spezialisierten Anbieter für Ferienwohnungen ist die Firma Lissabon-Altstadt, Maria do Ceu Florindo da Silva Zacharias, Kopenhagener Straße 26, 10437 Berlin, E-Mail: kontakt@lissabon- altstadt.de, www.lissabon-altstadt.de. Apartments und Wohnungen in zentraler Lage kosten hier pro Tag ab 40 € (2 Personen, Nebensaison) bis 300 € für Luxuswohnungen für 8 Personen.

µ Fewodata e.K., Fahrensodde 20, D–24944 Flensburg, Tel. 0461 978740, Fax 0461 97874170, www.ferienwohnungen.de/europa/portugal/lisboa E-Mail: support@ferienwohnungen.de, bietet Apartments, Wohnungen und Gästezimmer in allen Preisklassen an. Eine durchschnittliche Wohnung (70 m²) im Zentrum für 2 Personen gibt es hier für 420–700 €/Woche, je nach Jahreszeit.

µ Eine ebenfalls sehr gute Auswahl bietet die mit guten Kundenkritiken bedachte spanische Firma Glasaja S.L., Carrer Carme 40, Pral 1a, 08001 Barcelona, Tel. +34 933424353, Fax +34 933426494, E-Mail: info@lisbon-apartments.com, www.lisbon-apartments.com. Kleine Studios ab 60 €/Nacht in der Nebensaison finden sich ebenso im Angebot wie komplett mit Waschmaschine und allen Extras ausgestattete große Wohnungen ab 140 €/Nacht. Der Hauptsaisonzuschlag beträgt 10 %, die Endreinigung ist bei diesem Anbieter jeweils inklusive.

h209 [U19] Aparthotel Eden, Praça dos Restauradores 24, Tel. 213300541, 213216600, Fax 213216666, E-Mail: aparthoteleden@viphotels.com, www. edenaparthotelvip.com, Metro: „Restauradores“. Unmittelbar neben der Touristen­information liegt absolut zentral dieses Apartmenthotel, das 1996 als bestes städtisches Renovierungsprojekt ausgezeichnet wurde. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, manche Besucher halten das moderne Bauwerk inmitten der klassizistischen Häuserfront für deplatziert. Immerhin finden (Geschäfts-)Reisende hier voll ausgestattete moderne Studios und Apartments mit Küchenzeile, Sat-TV, Internetanschluss, Fax/Kopierer und im Hotelbereich u. a. einen Dachpool, Solarium und auf Anfrage Babysitting. Apartment-Hotelanlagen sind in Portugals Feriengebieten recht häufig anzutreffen und unterscheiden sich von Hotels durch die Ausstattung der Wohneinheiten als Apartments bei gleichzeitigem Verzicht auf Restaurantbetrieb. Im Eden kosten kleinere Studios pro Nacht 115 € (2 Pers.), größere Apartments für 4 Personen 170 € (im Sommer).

Privatzimmer (Quartos Particulares)

Recht günstig kommt man privat in Lissabon unter, für rund 40 €/DZ sollte man zumindest außerhalb der Hauptreisezeit (Juli/August) immer etwas finden. Im Zentrum Lissabons ist dies allerdings eher die Ausnahme, weitaus mehr Privatzimmer findet man in den Küstenvororten Cascais/Estóril (s. S. 122).

Hierzu wendet man sich an die jeweilige Touristeninformation vor Ort, die über eine vollständige Liste aller Privatanbieter verfügen. Des Öfteren versuchen die Informationen dabei aber den Touristen in teurere Hotelanlagen zu bugsieren – da muss man einfach etwas hartnäckig sein.

Camping

Das klassische Camping (acampamento, campismo) ist in Lissabon naturgemäß nicht sehr verbreitet, einen Platz in Zen­trumsnähe gibt es allerdings:

z210 [G16] Parque de Campismo Municipal de Monsanto, Est. da Circunvalação, Tel. 217609620, Fax 217623106, www.lisboacamping.com. Lisboa Bungalows/Camping liegen im Nordwesten von Lissabon im Park von Monsanto. Der Platz ist in etwa einer Dreiviertelstunde mit dem Bus 14 ab Rossio (Achtung: fährt nur bis 21.30 Uhr) vom Zentrum aus und mit dem gleichen Bus in 20 Minuten von Belém aus zu erreichen. Auf dem Platz können insgesamt 70 Bungalows angemietet werden. Alle Bungalows umfassen Strom, Warmwasser, Telefon, Kabelfernsehen, eine ausgestattete Kitchenette, Badezimmer, Bettwäsche, Handtücher und tägliche Zimmerreinigung. Die Kosten für einen Bungalow liegen bei 40–65 € für zwei bzw. 63–105 € für sechs Personen, das Camping (400 Zeltplätze) kostet 4 € p. P. zzgl. 5,50 €/Zelt bzw. 6,50 €/Wohnwagen. Auf dem Gelände stehen Sportmöglichkeiten (Tennis, Schwimmbad, Skatebahn), Unterhaltungsmöglichkeiten (Kinderspielplätze, Solarium, Minigolfplatz, Amphitheater), Bars und Restaurants, ein Minimarkt sowie eine Erste-Hilfe-Station zur Verfügung.

Auf das prinzipielle Campingverbot außerhalb ausgewiesener Plätze (Waldbrandgefahr) sei an dieser Stelle ausdrücklich hingewiesen.

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 182)

µ Regel Nummer 1: Niemals Portugiesen mit Spaniern gleichsetzen, was unbedarften, „spanienerfahrenen“ Touristen sehr häufig durch die versehentliche Verwendung der (spanischen) Dankesformel „gracias“ (anstatt portugiesisch „obrigado“/männl. bzw. „obrigada“/weibl.) passiert!

µ Lissabon ist eine internationale Metropole, sich einfach so in einem Restaurant einen Tisch zu suchen, gilt als ungehörig – man sucht den Blickkontakt zu einem der Kellner, der den Besuchern einen Tisch zuweist. Diese Regel gilt nicht nur für Restaurants der gehobenen Kategorie, sondern auch für gutbürgerliche Lokale. Nur in einfachen Lokalen, Cafés, Straßenrestaurants und natürlich in Fast-Food-Lokalen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

µ Als ebenso unziemlich wird der Besuch von Kirchen und Museen oder gar Diskotheken in kurzen Hosen, mit nacktem Oberkörper o. Ä. betrachtet.

µ Irgendwie haben es die Engländer geschafft, jenes uns aus vielen Schulbüchern bekannte charakteristische queueing-up (diszipliniertes Schlangestehen in Reih und Glied) unter anderem auch nach Portugal zu exportieren – ein absolutes Muss an den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, an Kassen, Infoständen usw.

µ Allgemein gelten die Portugiesen als sehr freundlich und höflich, dabei als weit weniger aufdringlich, laut oder „machohaft“, als man dies vielleicht aus anderen Ländern Südeuropas gewohnt ist. Besucher sollten jedoch stets darauf achten, die Privatsphäre nicht zu verletzen. Bei aller Freundlichkeit bleibt man Fremden gegenüber immer etwas reserviert. Eine Ausnahme bilden Kleinkinder – über diese kommt man meist sehr schnell in Kontakt zu den außerordentlich kinderlieben Portugiesen.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 182)

Fahrscheine und Kombitickets, Lisboa-Card

Für die öffentlichen Verkehrsmittel gibt es mehrere Ticketalternativen. Hierzu muss man zunächst wissen, dass es keinen „Universalbetreiber“ für die verschiedenen Verkehrsmittel gibt, sondern dass verschiedene Unternehmen am Verkehrsverbund beteiligt sind. Vereinfacht dargestellt gibt es in Lissabon – abgesehen von Taxis oder Fährbooten – drei größere Unternehmen, die nicht nur Einzel-, Mehrfach-, Tages- oder Mehrtagestickets anbieten, sondern auch Kombinationen für zwei oder drei dieser Betreiberfirmen: die Metropolitano de Lisboa (Metro), die Bahn (S-Bahn) und Carris (Betreiber von Stadtbussen, Straßenbahnen und Funiculars).

Lissabon ist in zwei Tarifzonen aufgeteilt. Praktisch alle Fahrten mit Bus oder Metro fallen für Nutzer dieses Buches unter Fahrten innerhalb der Zone 1, Zone 2 liegt nördlich eines gedachten Bogens der Metrostationen Pontinha – Senhor Roubado – Portela (geplant) und damit recht weit außerhalb.

Einzelfahrscheine für Bus, Straßenbahn, Metro usw. sind natürlich ebenfalls erhältlich, rechnen sich aber nicht bei intensiven Rundfahrten. Seit Neustem kann in Lissabon die sogenannte elektronische Zapping-Card für Metro, Straßenbahnen und Stadtbusse genutzt werden. Sie ist für diejenigen interessant, die sich länger in Lissabon aufhalten und Metro sowie Busse und Tram intensiv nutzen. Hierfür erwirbt man an den Metro- oder Carris-Verkaufsstellen eine sogenannte 7-Colinas-Karte (0,50 €), die anschließend mit Beträgen von 1,50 € bis 10 € bis zu einem Maximum von 15 € aufgeladen werden kann, und zwar an den Automaten der Metro, den Konzessionären der Carris oder bei der Post.

Mit der 7-Colinas-Karte kostet eine Fahrt mit der Metro innerhalb einer Zone 0,75 € (statt einzeln 1,05 €) bzw. 1,05 € über zwei Zonen (statt einzeln 1,40 €) sowie für Carris (Bus, Tram, Funicular) 0,77 € bzw. 1,54 €. Alle Beträge werden automatisch bei der jeweiligen Benutzung von der Chipkarte abgebucht (siehe Zahlungsweise weiter unten). Weiterer Vorteil: Kombifahrten mit maximal einer Stunde Unterbrechung (z. B. Me­tro – Pause – Bus) werden bei Nutzung der 7-Colinas-Karte als günstige Fortsetzungsfahrten gewertet und kosten dann 1,20 € (innerhalb einer Zone) bzw. 1,55 € (über zwei Zonen).

Am einfachsten ist für den Reisenden der Erwerb der sogenannten Lisboa-Card, die wahlweise eine Gültigkeitsdauer von 24 (15 €, Kinder ab 4 Jahren 8 €), 48 (26 bzw. 13 €) oder 72 Stunden (32 bzw. 16 €) besitzt (gemessen ab der ersten Nutzung). Mit dieser Karte hat man freie Fahrt in (fast) allen öffentlichen Verkehrsmitteln (außer Fähren, S-Bahn und Flughafenbus 91, aber einschließlich S-Bahn nach Sintra und Cascais), zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen gewähren freien Eintritt oder zumindest einen Preisnachlass.

Achtung: Die Lisboa-Card darf nicht mit der sogenannten „Lisboa-Viva-Card“ verwechselt werden, eine (je nach Art) vier bis sechs Jahre gültige elektronische Karte mit Auflademöglichkeit, die mittelfristig für Berufspendler alle anderen Karten (einschließlich Fähren) ersetzen soll.

Neben der für Kurzurlauber praktischen Lisboa-Card gibt es für die kombinierte Nutzung von Metro und Carris-Verkehrsmitteln Tageskarten für 3,70 € oder 30-Tages-Karten für 28,10 €. Sie gelten für Bus (außer Flughafenbus 91), Metro, Tram und Funiculars. Es existieren noch weitere Kombitickets (S-Bahn und Bus oder S-Bahn und Metro), die für den Urlauber jedoch weniger bedeutsam sind.

Wer viel herumfährt und das eine oder andere Museum besucht, ist mit der Lisboa-Card gut beraten, ohne viele Museumsbesuche empfehlen sich auf jeden Fall zumindest kombinierte Tageskarten. Die Lisboa-Card ist nur in großen Hotels und bei den Touristeninformationen (s. S. 155) erhältlich, andere Karten in den großen Metrostationen.

Noch ein Wort zur Etikette bei der Nutzung von Bussen und Straßenbahnen: Egal ob beim Kartenkauf oder beim Einstieg – in Lissabon stellt man sich nahezu „britisch“, d. h. ordentlich in einer Reihe an, alles andere gilt als rüpelhaft. Nicht nur Busse, auch Straßenbahnen halten nur dann, wenn die Wartenden die Hand zum Zeichen des Mitfahrens heben, ansonsten wird nicht unbedingt angehalten. Und wer aussteigen möchte, muss einen der zahlreichen Klingel­knöpfe im jeweiligen Fahrzeug betätigen.

Gleich welches Ticket man erwirbt, die Nutzung ist recht einfach. Alle Verkehrsmittel wurden automatisiert, beim Einstieg in Bus/Tram/Funicular (vorne) wird das Ticket an ein kleines Lesegerät hinter dem Fahrer gehalten, bis dieses grün leuchtet – der Fahrpreis wird automatisch abgezogen. In der Metro passiert man die Drehkreuze durch Auflegen des Tickets auf das winzige Lesegerät direkt davor (die Einstiegsstation wird gespeichert), ebenso beim Verlassen der Ausstiegsstation, wobei nun der Fahrpreis automatisch ermittelt und abgezogen wird. Bei Lisboa-Card oder (Mehr-)Tageskarten wird lediglich das Gültigkeitsdatum geprüft. Falls es mit einem Ticket Probleme geben sollte: In allen Metrostationen gibt es Serviceschalter, an denen das Ticket sofort geprüft werden kann, daher sollte man den Kaufbeleg immer gut aufbewahren.

Metro

Die Metropolitano de Lisboa oder auch Metro Lisboa umfasst ein derzeit rund 40 Kilometer langes Schienennetz, das 1959 seine Jungfernfahrt erlebte und seither permanent erweitert und verbessert wird. Anders als in manchen Untergrundbahnen anderer europäischer Metropolen, die oftmals steril, düster und bedrohlich wirken, wurde in Lissabon besonderer Wert auf künstlerische Gestaltung vieler Stationen und ein auch im Detail mit Farben und Symbolen versehenes Linienschema gelegt. Dafür mangelt es an fast allen U-Bahnhöfen an durchgängiger Erreichbarkeit der Bahnsteige über Rolltreppen sowie an Aufzügen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Die vier Metrolinien sind klar farblich und mit Symbolen gegliedert, wichtig für den Nutzer ist die Kenntnis der jeweiligen Endstation der Richtung, in die man fahren möchte, da diese sowohl an den Zügen als auch an den Treppen zu den Bahnsteigen als Wegweiser angebracht sind. Dies sind für die blaue Linie („Linha Azul“) Amadora Este bzw. Santa Apolónia, für die gelbe Linie („Linha Amarela“) Rato bzw. Odivelas, für die grüne Linie („Linha Verde“) Caís do Sodré bzw. Telheiras sowie für die rote Linie („Linha Vermelha“) Alameda/São Sebastião bzw. Oriente.

Bei letztgenannter roter Linie ist zu beachten, dass 2009 die Querverbindung von Alameda (Umstiegsbahnhof in die grüne Linie) über Saldanha (dann Umstiegsmöglichkeit in die gelbe Linie) bis São Sebastião (dann Umstiegsmöglichkeit in die blaue Linie) fertiggestellt werden soll. Am anderen Ende dieser Linie wird bis voraussichtlich 2010 an der Erweiterung über Moscavide bis zum Flughafen gearbeitet. Die Endstationen der roten Linie können sich daher mittelfristig ändern.

Die Nutzung der Metro wurde durch die Einführung diverser elektronischer Tickets erheblich vereinfacht, für Einzelfahrscheine stehen Automaten (zwei­sprachige Menüführung Portugiesisch/Englisch) in allen Stationen bereit. Die Metro fährt täglich von 6.30 bis 1 Uhr nachts.

Tram/Straßenbahn

Im Stadtgebiet verkehren insgesamt nur fünf Linien, wichtig sind für den Reisenden vor allem die folgenden großen Haltestellen: Praça Comércio Ì (am Arco Rua Augusta) für die Straßenbahn 15E (Richtung Belém, fährt bis Algés und zurück), Praça Figueira Ë für die Linie 12E (Burg und Alfama, tolle Rundfahrt) und 15E (von/nach Belém), Praça Martim Moniz [W19] für die 28E (Richtung Basílica da Estrela westlich der Altstadt oder Richtung Burg und Alfama) und schließlich die Caís do Sodré Û (Fähren, S-Bahn) für die 15E von/nach Belém.

Die 15E ist eine moderne Straßenbahn, bei den Linien 12E (Rundkurs) und 28E (Martim Moniz – Campo de Ourique) hingegen handelt es sich um urige, hölzerne Einkabiner. Man sollte beide unbedingt mehrfach nutzen, vor allem die 12E rumpelt unnachahmlich durch die engen Häuserfronten der Alfama!

Der Einzelfahrschein bei Carris (gilt unisono für Straßenbahn und Funicular, die auch von Carris betrieben werden) kostet derzeit 1,40 € (Mehrfach-/Kombikarten s. S. 184).

Busse

Überlandverbindungen

Der zentrale Busbahnhof (Central Rodoviária) für Städteverbindungen innerhalb Portugals und internationale Linien liegt am Sete Rios/Praça Humberto Delgado (Metro: „Jardim Zoológico“, dort beschildert eine kleine Rolltreppe außen an der Metrostation hinauf), Info-Tel. 213613000.

Von hier aus hat man Anbindung zu allen wichtigen Orten Portugals, insbesondere die Hauptorte an der Algarve (je nach Ziel zwischen 30 und 50 €) werden mehrfach täglich von den gelbgrünen Bussen der Firma EVA oder den blauen der Firma RENEX angefahren.

Stadtbusse

Die Stadtbusse der Firma Carris fahren praktisch rund um die Uhr, wobei zwischen Tages- und Nachtbussen (erstere fahren alle 5 bis 15 Minuten, letz­tere alle 30 bis 60 Minuten) bei gleichen Busnummern unterschieden wird. Vor allem die folgenden Linien dürften für den Lissabonbesucher von Nutzen sein:

µ 91: Airport – Praça Marquês Pombal – Av. Liberdade – Restauradores – Rossio – Praça do Comércio – Caís do Sodré

µ 43: Belém – Caís do Sodré

µ 49: Belém – Praça Marquês de Pombal – Egas Moniz – Metrostation Chelas

µ 208: Caís do Sodré – Martim Moniz (Trams)

µ 37: Praça Figueira – Castelo S. Jorge (via Kathedrale und Sta. Lucia)

µ 46, 90: Praça Marquês de Pombal – Rossio – Praça do Comércio – Santa Apolónia

µ 22: Airport – Praça Marquês de Pombal – Caís do Sodré

µ 44, 45, 48: Praça Marquês de Pombal – Caís do Sodré

Wer ganz spezielle Verbindungen sucht, kann sich vor Ort telefonisch unter der Carris-Hotline (Englisch) Tel. 213613054 oder im Internet unter www.carris.pt informieren. Einen ganz besonderen Service bietet Carris per Mobiltelefon: Schickt man eine SMS (0,30 €) an Tel. 3599 unter der Angabe der vierstelligen Haltestellennummer, an der man sich gerade befindet (steht am jeweiligen Schild), so erhält man in kürzester Zeit als Antwort die voraussichtliche Zeit der diese Haltestelle demnächst anfahrenden Busse übermittelt.

S-Bahn

Einige Bedeutung für den Reisenden haben die beiden S-Bahn-Terminals Caís do Sodré Û (Metroanbindung) für Belém (s. S. 104), Cascais und Estóril sowie Santa Apolónia [Z20] bzw. auch Oriente [e4] (beide mit Metroanbindung) für Queluz 5 und Sintra 6. Fahrten mit diesen Vorortzügen sind generell nicht in der Lisboa-Card (s. S. 184) oder in (Mehrfach-)Tageskarten für öffentliche Verkehrsmittel enthalten, hierfür sind Einzelfahrscheine an den Automaten am Bahnsteig zu erwerben. Ausnahmen gibt es auch hier: Die Lisboa-Card deckt die Strecken Caís do Sodré – Cascais und Oriente – Sete Rios – Sintra ab.

Die Menüführung der Automaten für Einzelfahrscheine wurde benutzerfreundlich zweisprachig (Portugiesisch und Englisch) gestaltet. Man wählt per Zifferntas­tatur die gewünschte Zielstation, der Preis erscheint und nach Einwurf des entsprechenden Betrages wird die Karte ausgedruckt. Die S-Bahnen sind sehr sauber und pünktlich, deutliche Durchsagen weisen auf die jeweils nächste Haltestation („proxima paragem: ...“) hin.

Ascensor (Funicular) und Elevador (Aufzug)

Von der Achse Baixa – Avenida da Liberdade aus geht es sowohl ost- als auch westwärts recht steil die Hügel hinauf. Während sich Richtung Burg Ò (Viertel Mouraria und Alfama) die Trams (12 und 28) noch ächzend die Hügel hinaufquälen können, gibt es in westlicher Richtung neben der Tram 28 Richtung Campo de Ourique noch zwei andere urige Verkehrsmittel, die den Aufstieg erleichtern: Die Ascensor da Bica [U21], Ascensor do Lavra [V19] und vor allem die Ascensor da Gloria [U20] (mit tollem Aussichtspunkt am oberen Ende) genannten kurzen Bergtrams bzw. Standseilbahnen, die auch „Funicular“ oder „Elevador“ genannt werden, sowie den Elevador de Santa Justa Í, tgl. 7–20.45 Uhr, einen ungewöhnlichen, zwei Straßen verbindenden Freiluftstahlaufzug aus der Schule des Eiffelturm-Erbauers Gustave Eiffel, der praktisch zum Wahrzeichen der Altstadt wurde.

Der Fahrpreis (1,40 €) der Funiculars ist jeweils zwar in der Lisboa-Card, nicht aber in sonstigen Tickets enthalten und muss gesondert entrichtet werden. Die einmalige Benutzung des Elevador de Santa Justa kostet 1,70 €.

Fähren

Die Firma Transtejo verbindet mit zahlreichen Fährschiffen Nord- und Südufer des Tejo, vor allem Berufspendler nutzen diese Möglichkeit für ihren täglichen Weg zur Arbeit. Für den Urlauber sind dabei nur zwei Linien von Belang, die aber eine empfehlenswerte kombinierte Route ermöglichen: Ab den zentralen Caís do Sodré Û pendelt spätestens alle 15 Minuten 5.35–2.30 Uhr eine Fähre ans Südufer nach Cacilhas zur Christo-Rei-Statue ô (0,80 €). Von dort aus kann man die Linie Cacilhas – Belém (15- bis 16-mal tgl. 5.55–22.40 Uhr, 0,85 €) nutzen.

Taxi

Wer am Flughafen ankommt, kann bei der Touristeninformation in der Ankunftshalle sogenannte Taxi-Vouchers (Gutscheine) für die Fahrt zur gewählten Unterkunft erwerben (kosten etwa 18 €) oder natürlich auch direkt in ein Taxi (außen vor der Ankunftshalle) steigen, was bei Zielen im Zentrum normalerweise nicht teurer kommt.

Wochentags gilt der Tarif 1, an Wochenenden sowie nachts zwischen 21 und 6 Uhr der Tarif 2, bei Fahrten in Vororte oder außerstädtische Ziele weitere Sondertarife. Die Grundgebühr beträgt 2 € (bzw. 2,50 € bei Tarif 2), pro Kilometer kommen 0,40 € (Tarif 2: 0,48 €) hinzu. Für Gepäckstücke im Kofferraum werden pauschal 1,60 € hinzuaddiert, bei telefonischer Taxibestellung (Tel. 218119000 oder 218111100) nochmals 0,80 €.

Versicherungen (siehe Reiseführer S. 188)

Welche Versicherungen auch immer man abschließt, hier ein Tipp: Für alle abgeschlossenen Versicherungen sollte man die Notfallnummern notieren und mit der Policenummer gut aufheben! Bei Eintreten eines Notfalls sollte die Versicherungsgesellschaft sofort telefonisch verständigt werden!

Der Abschluss einer Jahresversicherung ist in der Regel kostengünstiger als mehrere Einzelversicherungen. Günstiger ist auch die Versicherung als Familie statt als Einzelpersonen. Hier sollte man nur die Definition von „Familie“ genau prüfen.

Auslands­krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen von Deutschland und Österreich garantieren eine Behandlung im akuten Krankheitsfall auch in Portugal, wenn die Versorgung nicht bis nach der Rückkehr warten kann. Als Anspruchsnachweis benötigt man die Europäische Krankenversicherungskarte, die man von seiner Krankenkasse erhält.

Schweizer sollten bei ihrer Krankenversicherung nachfragen, ob die Auslandsdeckung auch für Portugal gilt. Sofern man keine Auslandsdeckung hat, kann man sich hier kostenlos über mögliche Krankenversicherer informieren:

µ Soliswiss, Gutenbergstrasse 6, 3011 Bern, Tel. (031) 3810-494, www.soliswiss.ch

Im Krankheitsfall besteht ein Anspruch auf ambulante oder stationäre Behandlung bei jedem zugelassenen Arzt und in staatlichen Krankenhäusern. Da jedoch die Leistungen nach den gesetzlichen Vorschriften im Ausland abgerechnet werden, kann man auch gebeten werden, zunächst die Kosten der Behandlung selbst zu tragen. Obwohl bestimmte Beträge von der Krankenkasse hinterher erstattet werden, kann ein Teil der finanziellen Belastung beim Patienten verbleiben und zu Kosten in kaum vorhersagbarem Umfang führen. Deshalb wird der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung dringend empfohlen.

Bei Abschluss der Versicherung, die es mit bis zu einem Jahr Gültigkeit gibt, sollte auf einige Punkte geachtet werden. Zunächst sollte ein Vollschutz ohne Summenbeschränkung bestehen, im Falle einer schweren Krankheit oder eines Unfalls sollte auch der Rücktransport übernommen werden, denn der Krankenrücktransport wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Wichtig ist auch, dass im Krankheitsfall der Versicherungsschutz über die vorher festgelegte Zeit hinaus automatisch verlängert wird, wenn die Rückreise nicht möglich ist. Zur Erstattung der Kosten benötigt man ausführliche Quittungen (mit Datum, Namen, Bericht über Art und Umfang der Behandlung, Kosten der Behandlung und Medikamente).

Andere Versicherungen

Ob es sich lohnt, weitere Versicherungen abzuschließen wie eine Reiserücktrittsversicherung, Reisegepäckversicherung, Reisehaftpflichtversicherung oder Reiseunfallversicherung, ist individuell abzuklären. Gerade diese Versicherungen enthalten viele Ausschlussklauseln, sodass sie nicht immer Sinn machen. Die Reiserücktrittsversicherung für 35–80 € lohnt sich nur für teure Reisen und für den Fall, dass man vor der Abreise einen schweren Unfall hat, schwer erkrankt, schwanger wird, gekündigt wird oder nach Arbeitslosigkeit einen neuen Arbeitsplatz bekommt, die Wohnung abgebrannt ist u. Ä. Nicht gelten hingegen: Terroranschlag, Streik, Naturkatastrophe etc.

Die Reisegepäckversicherung lohnt sich seltener, da z. B. bei Flugreisen verlorenes Gepäck oft nur nach Kilopreis und auch sonst nur der Zeitwert nach Vorlage der Rechnung ersetzt wird. Kameraausrüstung und Laptop dürfen beim Flug nicht als Gepäck aufgegeben worden sein. Gepäck im unbeaufsichtigt abgestellten Fahrzeug ist ebenfalls nicht versichert. Die Liste der Ausschlussgründe ist endlos ... Überdies deckt die Hausratsversicherung häufig schon Einbruch, Raub und Beschädigung von Eigentum auch im Ausland. Für den Fall, dass etwas passiert ist, muss der Versicherung als Schadensnachweis ein Polizeiprotokoll vorgelegt werden.

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 189)

Von den Hitzespitzen im Hochsommer abgesehen ist das Lissaboner Klima im Vergleich zu Mitteleuropa deutlich milder, sodass die portugiesische Hauptstadt prinzipiell ganzjährig besucht werden kann. Selbst im Winter sinkt das Thermometer selten unter die 10 °C-Marke und ein angenehmer Nordwind mildert auch die hohen Sommertemperaturen etwas ab. Lufttemperatur, Sonnenscheindauer und Regentage entsprechen eher dem mediterranen denn dem rauen Atlantikklima. Verglichen etwa mit Innsbruck liegt die Jahresdurchschnittstemperatur in Lissabon um 10 °C höher bei gleichzeitig 20 % geringeren Regenmengen, die hauptsächlich zwischen November bis Februar niedergehen.

Vom zu erwartenden Regen braucht man einen Lissabontrip sicher nicht abhängig zu machen, da man sich auch bei etwas Regen in der Stadt nicht langweilen wird. Die weltweiten Klimaverschiebungen machen jedoch auch vor Portugal nicht halt: Rein statistisch fällt zwar der meiste Regen im Winterhalbjahr, in den letzten Jahren bekam jedoch vorwiegend die erste Aprilhälfte (Ostern) das meiste Wasser ab, sodass Sonnenanbeter im Osterurlaub gelegentlich die Sonnenbrille gegen den Regenschirm tauschen mussten.

Das Atlantikwasser dagegen ist, vor allem im Hochsommer, einige Grade kälter, als man es vielleicht vom Mittelmeer gewohnt ist. Zwar kann von Mai bis November „erfrischend“ gebadet werden, doch sollte man wissen, dass die Gewässer im Westen meist noch um 1–2 °C kühler sind als jene an der Algarve nahe der spanischen Grenze, wo sich der Atlantik allmählich mit dem Mittelmeer vermischt.

Das Winterhalbjahr ist keineswegs kalt, der Niederschlag erhöht jedoch die Luftfeuchtigkeit, weshalb es in Unterkünften ohne Heizmöglichkeit ungemütlich werden kann. Der Regen fällt in diesen Monaten nicht permanent, sondern in starken Schauern und lässt dann wieder Raum für längere wärmere Phasen mit 17–20 °C bei sehr angenehmer Frühlingssonne.

Die sonnenintensivsten Monate Juni bis September kennen fast keinen Regen, wohl aber ein anderes, manchmal unerwartetes Phänomen: den Küstennebel, der sich erst im Laufe des Tages allmählich lichtet. Derartige Nebelbänke hängen nicht geschlossen über der gesamten Küste, sondern nur abschnittsweise und kommen bei Besuchen der Strände von Cascais und Estóril des Öfteren vor.

Nominell wird bei vielen Veranstaltern, Unterkünften usw. zwischen Haupt- (Juli, August) und Nebensaison unterschieden. Die Preise der Nebensaison liegen durchschnittlich 20–25 % unter denen der Hauptsaison. Allerdings sind die touristischen Spitzenzeiten längst nicht so ausgeprägt wie etwa an der Algarve, die als Badeziel deutlich „sonnenabhängiger“ ist als die Hauptstadt.

Generell sollte man die Hochsommermonate denn auch mehr wegen der Hitze denn wegen etwaiger touristischer Massen meiden. Der permanente Wechsel zwischen gut 30 °C auf der Straße und der Kühle klimatisierter Kaufhäuser, Verkehrsmittel, Museen usw. ist der Gesundheit eher abträglich.

059lb Abb.: wl

Der Lissaboner Flughafen liegt relativ zentrumsnah

Vorseite: Manch ein Tourenradler wagt die Fahrt nach Lissabon

Deutsch Französisch Spanisch Portugiesisch

Normal, unverbleit sans plomb Sin Plomo Sem Chumbo

Super Super Súper Súper

Diesel Gas-oil Diesel Gasóleo

Volltanken, bitte Le plain, s’il-vous plaît Lleno, por favor Cheio, se faz favor

Tankstelle Station-service Estación de servicio Posto de gasolina

(Getriebe-)Öl l’huile Aceite Óleo

(Kühl-)Wasser l’eau refroidissement Agua del radiator Agua de refrigeraçao

Autobahn Autoroute Autopista Autoestrada

Kurzsprachhilfe für Tankstellen

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Zehntausende von Pendlern nutzen täglich die Vorortzüge

061lb Abb.: wl

Lissabon preiswert

µ Wer besonders preisbewusst Portugals Hauptstadt erleben möchte, sollte die Möglichkeiten der Lisboa-Card (s. S. 184) intensiv ausschöpfen. Mit ihr kann man innerhalb eines bestimmten Zeitraums Metro, Busse, Straßenbahnen und Trams nach Belieben nutzen, zudem gewährt sie für einige wichtige Sehenswürdigkeiten Eintrittsermäßigungen oder sogar freien Eintritt.

µ Museen bieten vielfach an Sonntagen freien Eintritt bis 14 Uhr, was die Reisekasse spürbar entlastet.

µ In Tageszeitungen und Touristenbroschüren werben Restaurants, Boutiquen und Verkaufsstätten aller Art mit Rabattgutscheinen um Kunden – auch hier bietet sich einiges Einsparpotenzial.

µ In den Cafés werden unterschiedliche Preise berechnet: Im Stehen an der Theke ist der Café oft um bis zu 30 % günstiger als am Tisch.

µ Viele Kneipen und Bars haben eine so genannte Happy Hour z. B. mit Getränken zum halben Preis oder mit der Aktion „2-4-1“ (zwei Getränke bestellen, eines bezahlen).

Einkaufsbummel durch die Gassen Lissabons

EXTRATIPP

In Lissabon zu Hause

Wer sich z. B. aus beruflichen Gründen länger in Lissabon aufhält und landsmannschaftliche Kontakte sucht, kann sich dem Clube Alemão em Lisboa (Deutscher Verein in Lissabon) anschließen, der zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert. Informationen unter:

µ www.dvl.com.pt

Die Lektüre der Tageszeitung gehört zu den wichtigsten Routinen in Lissabon

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Sachbuch

µ Bauer, Martin: Die Tempelritter – Mythos und Wahrheit, Heyne 2006

µ Briesemeister, D. und Schönberger, A. (Hg.): Portugal heute. Politik, Wirtschaft, Kultur, Vervuert Verlagsges. 1997. Skizziert die wirtschaftspolitische Entwicklung seit der Salazar-Zeit bis in die jüngere Gegenwart.

µ de Oliveira Marques, António Henrique R.: Geschichte Portugals und des portugiesischen Weltreichs, Kröner 2001. Relativ neuer und umfassender Überblick über die Geschichte der einstigen Kolonialmacht von den Anfängen bis in die jüngere Gegenwart.

µ Jacob, E. G.: Grundzüge der Geschichte Portugals und seiner Übersee-Provinzen, Wissenschaftliche Buchges. 1969. Historischer Abriss über die Kolonialgeschichte und Machtpolitik Portugals von den Anfängen bis in die Neuzeit.

µ Miller, Russel: Die Ostindienfahrer, Deutsche Ausgabe 1983. Historische Darstellung des Ostindienhandels auf dem Höhepunkt der portugiesischen Entdeckungen.

Belletristik

µ Frank, Claus-Günter und Barcklow, Brigitte: Lissabon. Entdeckungen in Portugals Metropole, Klöpfer und Meyer 2005. Gedichte und Berichte, Fantasien und Reflexionen, Briefe und Tagebuchblätter teils bekannter, teils auch wenig bekannter Autoren werden mittels des Kunstgriffs acht literarischer Spaziergänge zu einem ganz besonderen (fiktiven) Stadtführer verwoben und verleihen Lissabon im Spiegel literarisch-poetischer Impressionen eine besondere Aura.

µ Herzog, Werner: Lissabon – Literarische Streifzüge durch die Stadt, Books on Demand GmbH 2002. Eine ähnliche Idee wie Frank/Barcklow verfolgt Herzog mit den literarischen Impressionen von Pessoa zu Lobo Antunes, Saramago und Tabucchi. Dabei weitet sich der Erkundungsgang durch Gassen, Straßen und Lokale Lissabons bald zu einem Streifzug durch die portugiesische Geschichte, Literatur und Politik aus. Die literarischen Streifzüge führen vom Kastell São Jorge über die Unterstadt Baixa samt Rossio-Platz bis in die Oberstadt. Interessant und informativ für zu Hause und auf der Reise, wenn man tiefer schürfen möchte.

µ Mercier, Pascal (Pseudonym): Nachtzug nach Lissabon, Btb 2008. Moderner, schöngeistiger Abenteuerroman über die Suche des deutschen Lateinlehrers Gregorius nach dem portugiesischen Dichter de Prado. Dabei steigt Gregorius allmählich in die Gedankenwelt des Arztes und Widerstandskämpfers gegen das Salazar-Regime ein. Lebenserfahrungen und unbequeme Fragen führen schließlich in die gefährlich eisigen Grenzregionen der Persönlichkeitsspaltung. Umstrittene Belletristik des Schweizer Philosophieprofessors Peter Bieri.

µ Remarque, Erich Maria: Die Nacht von Lissabon, Kiepenheuer & Witsch 1998. E. M. Remarque, bekannt durch seinen Erster-Weltkriegs-Roman „Im Westen nichts Neues“, verarbeitet in „Die Nacht von Lissabon“ seine eigenen Erfahrungen mit dem Nazi- und Emigrantenmilieu wieder, deshalb ist sein Roman realitätsnah geschildert und recht gut nachvollziehbar. Sein Werk konnte so nicht nur in früheren Jahren zahlreiche Verkaufserfolge verzeichnen, sondern ist auch heute noch ein gern gelesenes Buch. Die Handlung spielt in den Jahren 1939–1941. Deutsche Emigranten treffen sich in Lissabon und berichten über ihr Schicksal und die geplante Flucht.

µ Tabucchi, Antonio: Lissabonner Requiem: Eine Halluzination, Dtv 1998. Der mit den wichtigsten italienischen Literaturpreisen ausgezeichnete Portugiesisch-Professor der Universitäten Genua und Siena gilt als einer der interessantesten und bedeutendsten Schriftsteller der jüngeren Generation. Sein „Lissabonner Requiem“ zeugt von seiner tief greifenden Bewunderung Lissabons, seiner Cafés, Museen, Restaurants, Friedhöfe und natürlich seiner Menschen. Tabucchi beschreibt – hauptsächlich anhand der Erfahrungen während seiner Zeit als Leiter des italienischen Kulturinstituts in Lissabon – den fließenden Übergang zwischen Traum und Wachen, Fiktion und Realität.

µ Wilson, Robert: Tod in Lissabon, Goldmann 2008. Der Gewinner des Deutschen Krimi Preises 2003 (Sparte: internationale Bücher) betraut seinen Helden, Inspektor Zé Coelho, mit der Aufklärung des Mordes an einem in Lissabon getöteten jungen Mädchen. Bei seinen Nachforschungen stößt Zé Coelho auf eine bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurückreichende Spur: Ein Mitglied der SS suchte kriegswichtige Rohstoffe in Portugal, was mittels Erpressungen und Morden Folgen für die Gegenwart hat – und Zé Coelho in den Augen mancher Politiker als unangenehmen Zeitgenossen erscheinen lässt. Kurzweilige Krimilektüre für jedermann.

µ Winkler, Oscar: Verliebt in Lissabon: Streifzüge durch die Stadt am Tejo, Wiesenburg 2006. Der Autor streift bergauf, bergab durch Lissabons enge Gassen und breite Avenidas. Das Gulbenkian-Kunstmuseum begeistert ihn ebenso wie faszinierende Ausblickspunkte auf die Stadt. Mit der nostalgischen Straßenbahn 28 zuckelt er durch die Altstadt, ein sprachgewandter Knabe führt den Wanderer durch das Vergnügungsviertel. Typische Lokale und mit Köstlichkeiten lockende Cafés laden ihn zum Verweilen ein. Und immer wieder wandern seine Gedanken zurück zu Glória, in die der Autor wohl ebenso verliebt ist wie in die „weiße Stadt“ selbst. Auf den Spuren seiner Erinnerungen durchstreift er die alte, Reichtum und Macht repräsentierende Metropole ebenso wie das ursprüngliche Lissabon, wo der Fado geboren wurde und die Saudade zu Hause ist.

Meine Literaturtipps

Meine Literaturtipps

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Briefkasten der effizient und schnell arbeitenden portugiesischen Post

Eine speziell für Stadtrundfahrten umgebaute Tram

065lb Abb.: wl

Organisierte Stadttouren

070lb Abb.: wl

Die folgende preisliche Einteilung erfolgt unabhängig von den jeweiligen (Sterne-)Einstufungen vor Ort und bezieht sich ausschließlich auf die Kosten einer Unterkunft in der Hauptsaison, nicht etwa auf deren Qualität. Die Preise gelten, wenn nicht anders erwähnt, für zwei Personen in einem Doppelzimmer pro Nacht. Preisspannen ergeben sich gegebenenfalls aus unterschiedlichen Ausstattungen/Lagen bzw. unterschiedlichen Saisonpreisen. Dabei fallen saisonale Unterschiede in Lissabon deutlich geringer aus (meist etwa 20–25 %) als in den Feriengebieten der portugiesischen Küstengebiete (z. B. Algarve bis zu 200 % saisonale Unterschiede).

Einstufung Hotel/Pousada Albergaria/Residencial Pensão

€€€€€ ab 230 € – –

€€€€ 140–200 € 100–150 € 80–120 €

€€€ 70–140 € 75–100 € 60–80 €

€€ 40–70 € 50–75 € 45–60 €

€ – 30–50 € 25–45 €

Preiskategorien unterkünfte

¸ Karte Seite 172

Eine öffentliche Telefonsäule in Lissabons Altstadt

¸ Karte Seite 172

¸ Karte Seite 172

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Apartment-Hotels wie das Eden erfreuen sich zunehmender Beliebtheit

¸ Karte Seite 172

¸ Karte Seite 172

¸ Karte Seite 172

Ein Sonnenbad in Ehren wird niemand verwehren ...

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Ordentliches Schlangestehen am Fahrkartenkiosk von Carris

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„Spezialtram“ für steile Anstiege: Ascensor (Funicular) da Gloria

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