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ReiseführerMadrid

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  • Preis inkl. MwSt.
 
Reiseführer Madrid
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Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Muxfeldt, Susanne
ISBN: 978-3-8317-1985-3
Seitenanzahl: 228
Auflage: 9., neu bearbeitete und komplett aktualisierte Auflage
Erscheinungsjahr: 2011

Ausstattung:
komplett in Farbe, über 100 Fotos, detaillierter Stadtplan (Faltplan zum Herausnehmen) und praktische Übersichtskarten, Metroplan im Umschlag, Extra-Kapitel: Madrid für Kinder, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
Format (h x b x t): 18 x 12

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Das Buch ist ein informativer Stadtführer für alle, die Spaniens Hauptstadt richtig kennenlernen wollen, sowohl bei Tag als auch am Abend. Die genauen Beschreibungen der Madrider Sehenswürdigkeiten werden ergänzt durch Tipps zu den Themen Shopping, Gastronomie und Unterkunft. Aber auch Architektur- und Kunstfreunde kommen nicht zu kurz. Der Reiseführer beantwortet zudem alle reisepraktischen Fragen, die sich vor und während des Aufenthalts in der Stadt ergeben können.

„Madrid me mata“ („Madrid schafft mich“), stöhnen die Madrilenen gerne, denn es gibt fast zuviel auf einmal zu entdecken. Die Stadt sprüht vor Lebensfreude, besonders abends. Der CityGuide Madrid verrät, wohin es die Madrileños zieht, wo sich die besten Tapa-Bars und die gemütlichsten Terrassenlokale befinden. Er führt Besucher sicher durch die Altstadt, empfiehlt urigen Tavernen für die Pause zwischendurch und erklärt auch, wo im Museo del Prado die schönsten Bilder hängen.

Aus dem Inhalt des CityGuide Madrid:
– Alle wichtigen Infos zu den spannendsten Sehenswürdigkeiten Madrids.
– Tipps zu den schönsten Festen und Veranstaltungen in der Stadt.
– Restaurantempfehlungen von der Tapa-Bar bis zur Sterneküche.
– Shoppingtipps für den kleinen und den größeren Geldbeutel.
– Mußestunden in Madrids Gärten und Parks.
– Genussreicher Bummel durch Madrids Altstadtbars.
– In karger Schönheit: Ausflug zum früheren Königssitz El Escorial.
– Reise-Know-How zu Anreise, Preisen, Öffnungszeiten, öffentlichen Verkehrsmitteln, Hilfe im Notfall etc.
– Detaillierter Stadtplan (Faltplan zum Herausnehmen) mit allen genannten Adressen.
- Metroplan im Umschlag.
- Extra-Kapitel: Madrid für Kinder.

angezeigte Latest News: 1 bis 2 (von 2 insgesamt)

Seiten:  1 

Neue Bahn-Verbindungen von Autorin Susanne Muxfeldt (November 2011)

Madrid hat zwei neue Bahn-Verbindungen der Cercanías, der Nahverkehrsbahn.

Die Linie C-1 verbindet jetzt den Flugplatz vom Terminal T-4 (NUR von T-4) mit dem Bahnhof Príncipe Pio und fährt dabei auch durch die Innenstadt. Beispielsweise wird in 26 Minuten der Bahnhof Atocha erreicht. Frequenz: alle 30 Minuten. Wer nicht am Terminal T-4 landet, kann mit einem kostenlosen Shuttle-Bus von den anderen Terminals dorthin fahren.

Die Linie C-3 führt nun bis El Escorial und erweitert damit die Anreisemöglichkeiten ab Bahnhof Atocha zum sehr sehenswerten Kloster El Escorial. Frequenz: etwa stündlich, in der rush hour etwas häufiger, Fahrtzeit: 1 Stunde.

Kunstmuseum Prado von Autorin Susanne Muxfeldt (November 2011)

Ab dem 16. Januar hat das berühmte Madrider Kunstmuseum Prado auch am Montag geöffnet!

angezeigte Latest News: 1 bis 2 (von 2 insgesamt)

Seiten:  1 

Rezensionen

ekz, Informationsdienst
Latest News vom: 06/11
Neu bearbeitete und komplett aktualisierte Auflage (zuletzt BA 2/07) des als Grundbestand empfohlenen Individualführers (Vorauflage von Tobias Büscher). Der neue City-Guide-Führer zur spanischen Metropole präsentiert sich gegenüber den Vorauflagen bei gleichem Format sichtbar "erleichtert" um 156 Seiten, mit neuem Cover, leicht verändertem Aufbau und attraktiver farbiger Gestaltung der Kapitel. Der handliche Führer beginnt mit dem "Besten auf einen Blick" für kurze Hauptstadtbesuche, dann folgen "Auf ins Vergnügen", "Am Puls der Stadt" mit Hintergrundinfos und "Madrid entdecken" mit Stadtrundgängen durch die Hauptviertel und Ausflügen in die Umgebung. Die eingekürzten reisepraktischen Tipps kommen zuletzt.

Neben eindrucksvollen Farbfotos gehören 8 Seiten GPS-genauer Cityatlas und ein großer City-Faltplan mit allen im Text erwähnten Sehenswürdigkeiten dazu. "Madrid aus der Luftperspektive" mit Online-Daten von der Verlagswebsite.


Ihre Meinung 

Madrid aus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im txt-Format und im universellen gpx-Austauschformat bereit.
Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  Anhang
  Faltplan

An- und Abreise (siehe Reiseführer S. 160)

Mit dem Flugzeug

Der Aeropuerto Madrid-Barajas zählt zu den am stärksten frequentierten Flughäfen von ganz Europa. An die 100 Linien fliegen ihn an, darunter auch einige der sogenannten low cost carrier wie Air Berlin, easyJet, Ryanair oder Germanwings. Es gilt das grundsätzliche Prinzip: Wer frühzeitig bucht, bezahlt weniger, denn je größer die Nachfrage, desto schneller steigt der Preis. Die Tickets werden über das Internet verkauft und bei mancher Verbindung muss man umsteigen. Wer dies in Kauf nimmt und rechtzeitig plant, kann ganz erstaunliche Schnäppchen machen.

o132 Aeropuerto Madrid-Barajas, www.aena.es

µ Air Berlin: www.airberlin.com

µ easyJet: www.easyjet.com

µ Ryanair: www.ryanair.com

µ Germanwings: www.germanwings.com

Darüber hinaus fliegen auch Lufthansa und Iberia nach Madrid, zumeist als Direktflugverbindung. Auch bei diesen beiden großen Fluglinien lassen sich die Tickets im Internet buchen und zwar mitunter zu Preisen, die allemal mit denen der vermeintlichen Billigfluglinien mithalten können. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor dem Buchen auch einmal die Web­sites dieser beiden Airlines zu besuchen, zumal man durch einen Direktflug auch noch einen erheblichen Zeitgewinn hat.

µ Lufthansa: www.lufthansa.com

µ Iberia: www.iberia.es

Die dritte Möglichkeit, um nach Madrid zu fliegen, ist, einen Zubringerflug zu nutzen. Von Madrid aus starten viele Fluggesellschaften ihre Transkontinentalflüge nach Lateinamerika und bieten dazu Zubringerflüge aus verschiedenen europäischen Städten an. Es handelt sich dabei allerdings meist um Umsteigeverbindungen, die durchaus einen Umweg bedeuten können. So fliegt man mit Air France z. B. über Paris. Gleichwohl sind Zubringerflüge durchaus eine Möglichkeit, einen guten Tarif für seinen Flug nach Madrid zu bekommen. Einen guten Überblick über diese Art der Flüge bietet die Website von Travel Overland (www.travel-overland.de).

Ankunft in Madrid

Der Flughafen von Madrid befindet sich etwa 12 km nordwestlich der Stadt. Er wurde in den letzten Jahren erheblich ausgebaut und hat heute vier Terminals. Während die Terminals T–1 bis T–3 in einem riesigen Gebäude zusammengefasst sind, liegt der neue Terminal T–4 etwas abseitig. Allerdings gibt es vom Terminal T–4 zum Terminal T–2 einen Shuttlebus, der etwa alle 10 Minuten verkehrt. Die grundsätzliche Aufteilung sieht so aus: Bei T–4 landen Flüge der Iberia, während Flüge aus Ländern des Schengen-Raums meist in T–2 landen.

Im Terminal T–4 (im Ankunftsbereich) und im Terminal T–1 (Untergeschoss) befindet sich jeweils eine Touristeninformation, eine weitere gibt es unmittelbar vor der Metrostation.

Transport ins Zentrum

Beide Gebäudekomplexe sind an die Metro angeschlossen. Solange man diese nicht gerade in der schlimmsten Rushhour nutzen möchte, ist sie eine bequeme und äußerst preiswerte Möglichkeit, um ins Zentrum zu gelangen. Die Linie 8 fährt vom Flugplatz bis zur Station „Nuevos Ministerios“, wo man spätestens umgesteigt. Um ohne lange Umsteigewege (s. S. 162) ins Stadtzentrum zu kommen, ist es aber günstiger, zuerst bis zur Station „Mar de Cristal“ zu fahren, von dort dann mit der braunen Linie 4 bis „Alónso Martínez“ und schließlich weiter mit der grünen Linie 5, die einen direkt in die City bringt.

Es ist relativ leicht, sich im Netz der Metro zu orientieren, denn an jeder Station sind die Umsteigemöglichkeiten klar ausgeschildert. Am besten besorgt man sich gleich im Infocenter direkt am Eingang zur Metro einen Netzplan.

Das Metroticket kostet für eine Fahrt ins Zentrum 2 €, wobei der Grundpreis der Metro 1 € beträgt und nur hier am Flugplatz ein Zuschlag von 1 € erhoben wird. Die Tickets erhält man an Automaten, die leicht zu bedienen sind. Bevor der Bahnsteig betreten werden kann, muss das Ticket an einer Sperre in einen Schlitz gesteckt werden. Es wird dann geprüft, kommt an der anderen Seite wieder heraus und die Sperre öffnet sich. Je nach Ziel kann sich diese Prozedur auch beim Verlassen der Metro wiederholen, also das Ticket nicht gleich wegwerfen!

Wer vorhat, später noch weitere Fahrten mit der Metro oder den Stadtbussen zu unternehmen, sollte sich gleich eine Zehnerkarte kaufen („combinado“ oder „tarjeta de MetroBus 10 viajes“). Diese Tickets kosten 9,30 € und man kann sie für 10 Fahrten oder mit mehreren Personen nutzen. Bei letzterer Variante muss es dann nur entsprechend häufiger entwertet werden. Auch dieses Ticket gibt es am Automaten, der Zuschlag für den Flughafen wird gleich beim Kauf draufgeschlagen.

Für die Rückfahrt zum Flugplatz muss man wissen, von welchem Terminal der Flug startet, denn es gibt drei Metrobahnhöfe am Flugplatz. Der erste heißt „Aeropuerto T1-T2-T3“, dann folgt die Station „Barajas“ und erst dann kommt „Aeropuerto T4“. Von Letzterem starten allerdings überwiegend Flugzeuge der Gesellschaft Iberia.

Den Preiszuschlag von 1 € für den Flughafen muss man auch bei der Rückreise mit der Metro zahlen. Entweder löst man das Ticket gleich zu Beginn der Fahrt mit der Metro oder direkt am Flughafen. Unmittelbar vor der Sperre am Ausgang der Metrostation am Flughafen stehen hierzu noch Automaten. Ohne diese Karte kann die Sperre nicht passiert werden.

Wer frühmorgens während der Rushhour mit der Metro zum Flugplatz fahren will, muss auf jeden Fall etwas mehr Zeit einkalkulieren – und auch etwas mehr Nervenstärke beweisen. Speziell im nördlichen Gebiet von Madrid arbeiten Tausende von Madrilenen, die mit der Metro in ihre Büros fahren (speziell zur Station „Nuevos Ministerios“). Da kann es schon mal vorkommen, dass die Züge derart überfüllt sind, dass man nicht mehr mitkommt, schon gar nicht mit sperrigen Koffern.

Im Prinzip kann man mit der Metro von jedem Punkt der Stadt zum aeropuerto gelangen, doch speziell, wenn man mit Gepäck unterwegs ist, sollte man manche Umsteigestation lieber meiden, denn einige sind derart weitläufig angelegt, dass man lange Wege durch endlos scheinende Tunnel gehen muss, um von einer Linie zur anderen zu gelangen. Zu diesen Stationen gehören:

µ Núñez de Balboa

µ Diego de León

µ Plaza de España

µ Embajadores

µ Nuevos Ministerios (nur zwischen Linie 8 und Linie 6)

Es ist zwar auch möglich, mit dem Bus vom Flughafen in Richtung Zentrum zu fahren, dies ist aber nicht anzuraten. Die Busse Nr. 200 (von T–1 bis T–3) und 204 (T–4) fahren nur bis zum Busterminal an der avenida de América, was immer noch viel zu weit außerhalb der City liegt. Von dort müsste man dann per Taxi oder Metro weiter.

Taxis warten in langer Schlange vor den Ankunftsterminals. Der Preis ist natürlich abhängig vom Ziel und vom Verkehrsaufkommen, aber man kann mit ca. 25 bis 30 € kalkulieren, vom Terminal T–4 mit etwas mehr.

Mit dem Zug

InterRail-Fans kennen das sicher noch von früher: An der französisch-spanischen Grenze musste man die Züge wechseln, da Spanien eine größere Spurbreite hat. Das gab immer ein liebenswertes Chaos im Grenzort, bis es dann weiterging. Und dann dauerte es ...

Zugfahren war in Spanien ein langsames Vergnügen, so ungefähr 12 bis 15 Stunden brauchte man schon, um vom Grenzort nach Madrid zu gelangen. All das ist nun aber vorbei und vergessen. Heute gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um sehr bequem nach Madrid per Bahn zu reisen.

So kann man beispielsweise über Barcelona nach Madrid fahren, denn heute „fliegt“ ein Schnellzug, der AVE (Tren de Alta Velocidad Española), mit Tempo 300 auf einer eigenen Trasse in 2:45 Stunden in Spaniens Hauptstadt. Momentan wird an einer Weiterführung der Strecke bis zur französischen Grenze gearbeitet, sodass eines nicht so fernen Tages auch direkte Anschlüsse an die französischen Hochgeschwindigkeitszüge TGV bestehen sollen. Momentan muss der Bahnreisende aber erst einmal nach Barcelona reisen, beispielsweise in 14 Stunden mit einem sehr komfortablen Nachtzug namens „Pau Casals“ ab Zürich, Bern und Genf.

Eine zweite sehr bequeme, aber auch etwas teurere Möglichkeit, wäre eine Fahrt von Paris mit dem durchgehenden(!) Talgo-Schlafwagenzug „Francisco de Goya“. Der startet täglich am frühen Abend und erreicht Madrid nach 13 Stunden am nächsten Morgen gegen 9 Uhr. Die Achsen werden auf die spanische Spurbreite umgestellt, ein Umsteigen ist nicht nötig.

Etwas günstiger wäre folgende Kombination: Von Paris mit dem Nachtzug zum Grenzort Hendaye-Irún fahren, dort umsteigen und mit einem spanischen Zug, der gegen 14.40 Uhr in Madrid eintrifft, weiter.

In Madrid enden die meisten Züge am Bahnhof Estación Chamartín, der weit oben im Norden der Stadt liegt, aber direkt an das Metronetz der Stadt angeschlossen ist. Der AVE endet im zentraler gelegenen Bahnhof Estación de Atocha é, der ebenfalls ans Metronetz angeschlossen ist.

µ Infos gibt es auf der Homepage der spanischen Bahn: www.renfe.es.

Mit dem Bus

Mit dem Bus zu fahren, ist ein wenig aus der Mode gekommen, seitdem die Flugpreise so deutlich gefallen sind. Früher war dies aber eine wichtige Möglichkeit für spanische Gastarbeiter im kühlen Nordeuropa, relativ schnell und vor allem günstig zu reisen. Es gibt auch heute immer noch Linienbusverbindungen von vielen Städten, u. a. auch nach Madrid. Der zentrale Busbahnhof Estación Sur de Autobuses befindet sich in der calle Méndez Álvaro 83 und ist an die Metro angeschlossen (Station „Méndez Álvaro“). Die Preise liegen bei ca. 150 € für eine einfache Fahrt von Deutschland aus bzw. bei 260 € für hin und zurück.

µ Infos zu den Busverbindungen und Preisen: www.touring.de

µ Infos zum Busterminal in Madrid: www.estaciondeautobuses.com

Autofahren (siehe Reiseführer S. 163)

Mit dem Auto in Madrid unterwegs zu sein ist nicht empfehlenswert, denn der Verkehr in der Stadt ist unglaublich dicht. Das war er schon immer und da so ziemlich jeder früher mit dem eigenen Wagen ins Zentrum fuhr, gab es regelmäßig Staus und Stress bei der Parkplatzsuche. Man glaubt kaum, mit welcher Kreativität es den Madrilenen gelang, ihr Auto doch noch irgendwo zu parken. In zweiter Reihe war dabei noch die leichteste Übung, jedes Parkverbotsschild wurde geflissentlich übersehen und manchmal standen Autos sogar mitten auf Kreuzungen.

Seit das Zentrum von Madrid verkehrsberuhigt wurde, ist das alles so gut wie vorbei. In praktisch jeder Straße stehen Poller am Straßenrand, die ein Parken unmöglich machen. Für Besucher bedeutet das: Am besten erst gar kein Auto mieten oder mitbringen, denn die wenigen vorhandenen Parkplätze sind garantiert von findigen madrileños belegt. Außerdem ist im Zentrum alles sehr gut zu Fuß erreichbar und die etwas weiter entfernt gelegenen Sehenswürdigkeiten und Viertel können hervorragend mit Metro oder Bussen angesteuert werden.

Wer dennoch nicht auf sein Auto verzichten kann oder will, der findet an einigen markanten Plätzen im Stadtzentrum Tiefgaragen. Die Preise beginnen bei 0,04 €/Minute und von der 11. bis zur 24. Stunde kostet das Parken einheitlich 28,90 €.

Wer darüber hinaus das Glück hat, doch einen freien Platz in einer Straße zu finden, muss drauf achten, ob der Parkplatz von einer blauen oder grünen Linie begrenzt wird. Bei einer blauen Linie muss ein Ticket aus einem Automaten gezogen werden, bei einer grünen Linie sind diese Plätze den Anwohnern vorbehalten.

Ausrüstung und Kleidung (siehe Reiseführer S. 164)

Hier sollen nur zwei Hinweise gegeben werden. Madrid liegt auf einer Höhe von 667 Metern und ist von noch deutlich höheren Bergen umgeben. Im Sommer spielt das keine große Rolle, aber im Herbst und auch im Frühjahr schon, denn da sinken die Temperaturen nachts ganz erheblich! Auch wenn tagsüber schön die Sonne scheint und es wirklich warm ist, muss man sich, sobald die Sonne untergegangen ist, etwas Wärmeres anziehen. Also bitte nicht nur mit Sommerkleidung nach Madrid reisen.

Und auch dies bitte beachten: Natürlich laufen viele Touristen in der warmen Jahreszeit sehr lässig gekleidet durch die Straßen. Das machen mittlerweile auch nicht wenige Madrilenen. Dennoch gibt es eine Art ungeschriebenen Verhaltenskodex: Ins Restaurant geht man zumindest am Abend eben nicht „halb bekleidet“, also in kurzen Hosen, Tops oder T-Shirts, und in eine Kirche sowieso nicht. Auch wenn es genügend Besucher gibt, die dies doch tun, sollte man etwas respektvoller sein.

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 165)

Es hat sich sicher schon einiges verbessert, aber richtig gut ist die Situation für Menschen mit einer Behinderung noch nicht. Viele Sehenswürdigkeiten sind für Rollstuhlfahrer nur schwer zugänglich. Auch bei manchen Hotels findet sich ein – leicht versteckter – Hinweis, dass die Einrichtungen nicht für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Vor einer Buchung sollte deshalb auch genau nachgefragt werden.

Vielfach wurde aber inzwischen mit Rampen oder breiten Fahrstühlen nachgebessert und auch für sehbehinderte Menschen wurden häufig Beschriftungen in Brailleschrift ergänzt. Die meisten Ampeln in der City geben zusätzlich zum grünen Licht auch noch ein hörbares Signal, aber garantiert würde ein Madrilene einem sehbehinderten Menschen auch unaufgefordert über die Straße helfen.

Insgesamt kann man zwar auch als Rollstuhlfahrer mit der Metro fahren, aber leider nicht von allen Stationen, denn etwa die Häfte ist mit Rollstühlen nicht zugänglich. Leider befinden sich etliche dieser Stationen in der touristisch interessanten City. Sie sind sehr alt und wurden so gebaut, dass man in den Tunneln auf dem Weg zum Gleis ständig Treppen rauf und runter muss, was natürlich auch ein Umsteigen an diesen Stationen verhindert. An den Schaltern der Metrostationen (sofern es sie denn noch gibt) kann man einen Metroplan bekommen, auf dem auf der Rückseite auch die einzelnen rollstuhltauglichen Stationen aufgeführt sind. Wer als Rollstuhlfahrer Metro fährt, sollte außerdem immer im ersten Wagen beim Lokführer einsteigen bzw. dort auf den Zug warten. Der Lokführer kann dann eine Rampe herunterlassen. Busse haben ebenfalls praktisch immer eine Rampe.

Es gibt in Madrid ein Taxiunternehmen, das auf den Transport von Rollstuhlfahrern spezialisiert ist. In der Telefonzentrale sitzen Mitarbeiter, die auch englisch sprechen und auf Wunsch wird ein englisch sprechender Fahrer geschickt.

µ Euro-Taxi, Tel. 912267478

In den Straßen Madrids kann man sich auch als Rollstuhlfahrer recht gut fortbewegen, viele Bürgersteige sind abgesenkt. Sicher, die Wege in der Stadt sind meist voller Menschen, aber man nimmt Rücksicht.

Über das Touristenbüro (s. S. 169) können außerdem geführte Touren zu unterschiedlichen Themen (beispielsweise „100 Jahre Gran Vía“ oder „Madrid allgemein“) gebucht werden, die speziell für Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer konzipiert sind und auch auf Englisch stattfinden.

µ www.metromadrid.es: Die Homepage der Madrider Metro ist auch auf Englisch verfügbar und bietet unter dem Menüpunkt „Acces­sibility“ eine Liste der Stationen, die über Fahrstühle und Rampen verfügen.

µ www.famma.org: Website eines Interessenverbandes der Behinderten, auf der etliche Tipps und praktische Hinweise gegeben werden (auf Spanisch).

µ Bundesarbeitsgemeinschaft der Clubs Behinderter und ihrer Freunde e. V., Langenmarckweg 21, 51465 Bergisch-Gladbach, Tel. 02202 9899811, www.bagcbf.de. Bietet u. a. eine Reiseberatung an.

µ Mobility International Schweiz, Amthausquai 21, 4600 Olten, Tel. 062 2126740, Fax 062 2126739, www.mis-ch.ch

µ Verband aller Körperbehinderten Österreichs, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, Tel. 01 9145562

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 166)

In Madrid

o133 [ci] Deutsche Botschaft, calle Fortuny 8, Metro: Colón oder Rubén Darío, Tel. 915579000, www.madrid.diplo.de

o134 [bh] Österreichische Botschaft, Paseo de la Castellana 91, 9. Stock, Metro: Santiago Bernabéu oder Nuevos Ministerios, Tel. 915565315, www.aussenministerium.at/madrid

o135 [H1] Schweizerische Botschaft, calle Núñez de Balboa 35-A, 7. Stock, Metro: Velázquez, Tel. 914363960, www.eda.admin.ch

In Deutschland, Österreich und der Schweiz

µ Botschaft von Spanien, Lichtensteinallee 1, 10787 Berlin, Tel. 030 2540070, www.maec.es

µ Botschaft von Spanien, Argentinierstraße 34, 1040 Wien, Tel. 01 5055788, www.maec.es

µ Botschaft von Spanien, Kalcheggweg 24, 3000 Bern 15, Tel. 031 3505252, www.maec.es

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 166)

Bargeld und Karten

In Spanien gilt der Euro, aber es scheint, dass so mancher noch der alten Währung nachtrauert. Nicht nur, dass im allgemeinen Sprachgebrauch gerne noch Summen in Peseten ausgedrückt werden, in manchen Geschäften geschieht dies auch ganz offen auf dem Kassenbon. Die Kaufsumme wird in Euro ausgezeichnet und ein paar Zeilen weiter unten noch einmal in pesetas „rück-übersetzt“. Wahrscheinlich ist dies aber nur ein netter Service, denn der Umrechnungskurs von pesetas in Euro war für Spanier deutlich schwieriger als für uns. Sie mussten den alten Peseten-Wert durch 166 teilen, um den neuen Euro-Wert zu ermitteln.

Die spanischen Euromünzen werden von den Bildnissen von König Juan Carlos und Cervantes, dem Autor von „Don Quichote“, sowie der Kathedrale von Santiago de Compostela geschmückt.

Geldautomaten gibt es buchstäblich an jeder Ecke und die Menüführung wird meist auch auf Deutsch angeboten. Kleines Manko: Je nach Automat gibt es manchmal recht niedrige Obergrenzen beim Geldabheben, sodass man gezwungen ist, öfter zum Automaten zu gehen, was jedes Mal mit Gebühren verbunden ist. Banken haben in der Regel von 9 bis 14 Uhr geöffnet und einige sogar am Samstag.

Beim Einkaufen kann man häufig mit der Kreditkarte bezahlen und in der Regel werden alle gängigen Karten akzeptiert. In vielen Geschäften, wie beispielsweise im großen Kaufhaus El Corte Inglés (s. S. 27), kann man sogar mit der Maestro-(EC-)Karte bezahlen, entweder durch Eingabe der PIN-Nummer oder durch Unterschrift.

Preise und Kosten

Das generelle Preisniveau in Madrid ähnelt unserem heimischen. Sicher gibt es genügend Dinge, die in Madrid günstiger zu bekommen sind und auch ein Bummel durch die Bars in der Altstadt dürfte kein übergroßes Loch in die Kasse reißen, aber ein richtig billiges Reiseziel ist Madrid nicht – allerdings eben auch kein teures.

Hotels wissen um ihre Lage und haben entsprechende Preise, ein Zimmer im Zentrum wird man selten richtig günstig bekommen, alles was unter 100 € für ein Doppelzimmer kostet, darf als günstig angesehen werden. Viele Hotels passen die Preise auch den lokalen Festen und den immer mehr stattfindenden Messen sehr geschmeidig an.

Lebensmittel, die man auf dem Markt oder in einem kleinen „Tante-Emma-Laden“ einkauft, sind günstiger als in Deutschland. Ein Tagesgericht (menú del día, das es immer nur zum Mittag gibt) wird generell noch für 10 € oder weniger angeboten. Darin enthalten sind zwei Gänge, Nachtisch, Getränk und Kaffee. Abends à la carte zu speisen wird dann schon teurer.

Ein kleines Bier, einen Kaffee, ein Gläschen Wein oder eine Kleinigkeit zum Essen in einer Bar am Tresen zu verzehren, ist für Madrilenen das Normalste der Welt. Sicherlich gibt es hier Unterschiede, aber dieser Kurzbesuch reißt kein großes Loch in die Kasse und gehört einfach zum Lebensalltag dazu. Wer sich allerdings draußen vor einem Lokal auf die Terrasse setzt, darf andere, nämlich höhere Preise zahlen. Und überall, wo erkennbar Touristen draußen sitzen, darf man von einem noch höheren Preisniveau ausgehen, so z. B. an der Plaza Mayor Ï.

Taxifahren ist ein recht günstiges Vergnügen, mit Metro und Stadtbussen kommt man schon für 1 € pro Fahrt weiter. Nur bei weit entfernten Zielen wird es etwas teurer. Auch eine Fahrt mit der Nahverkehrsbahn (Cercanías), beispielsweise zum Kloster El Escorial 4, ist nicht teuer. Die Eintrittspreise für Museen halten sich ebenfalls in Grenzen, sie liegen im Schnitt bei 4 bis 8 €.

Informationsquellen (siehe Reiseführer S. 169)

zu Hause

Allgemeine Fragen zu Spanien und Madrid beantwortet das spanische Fremdenverkehrsamt (www.spain.info).

µ Kurfürstendamm 63, 5. OG, 10707 Berlin, Tel. 0180 3002647, berlin@tourspain.es

µ Walfischgasse 8, 1010 Wien, Tel. 0810 242408, viena@tourspain.es

µ Seefeldstraße 19, 8008 Zürich, Tel. 044 2536050, zurich@tourspain.es

in Madrid

i136 [C4] Madrid Tourist, Plaza Mayor 27, Metro: Sol, geöffnet: 9.30–20.30 Uhr. Größeres Büro an einem der touristisch neuralgischen Orte der Stadt, deshalb immer voll. Sehr freundliches und kompetentes Personal, das auch englisch spricht und bei (Hotel-)Buchungen behilflich ist.

Weitere offizielle Infobüros gibt es an folgenden Orten (jeweils Mo.–Sa. 8–20, So. 9–14 Uhr):

µ Bahnhof Atocha é

µ Bahnhof Chamartín

µ Flugplatz, Terminal T–1, T–4, jeweils im Ankunftsbereich

Des Weiteren gibt es kleine orangefarbene Infokioske an touristisch bedeutsamen Orten (täglich 9.30–20.30 Uhr):

µ Plaza de Callao [C3]

µ Plaza de Cibeles à

µ Paseo del Prado (Kreuzung calle de Santa Isabel und Glorieta de Atocha [F6])

Veranstaltungs- und Kartenservice

o137 [D3] Localidades Galicia, calle San Alberto 1, Metro: Sol, Tel. 915312732, www.bullfightticketsmadrid.com, geöffnet: Mo.–Sa. 9.30–13, 16.30–19 Uhr. Stierkampf- und Fußballtickets.

µ Bei Tel.-Entrada de Caixa Catalunya können unter www.telentrada.es Tickets für Konzerte oder auch Theater geordert werden, die dann an der Abendkasse bereitliegen (die Caixa ist eine katalanische Sparkasse).

µ Es ist auch möglich, Tickets an den gelben Automaten der Bank Servicaixa zu ordern. Diese stehen nicht nur in den Bankfilialen, sondern teilweise auch in Supermärkten. Die Menüführung ist recht einfach und teilweise auch auf Deutsch (www.servicaixa.com).

µ Auch über die Homepage des Kaufhauses El Corte Inglés (www.elcorteingles.es) lassen sich unter dem Menüpunkt „Entradas“ („Eintrittskarten“) Tickets reservieren. Man wählt die Kaufhausfiliale aus und kann die Karten dann dort abholen.

µ Das Kaufhaus FNAC bietet in seiner Filiale an der Plaza del Callao [C3] einen Ticketservice vor allem für Konzerte. Man kann auch im Internet unter www.fnac.es buchen (Menüpunkt auch hier „Entradas“) und die Tickets im Geschäft abholen.

Die Stadt im Internet

µ www.madrid.es: Sehr informative Website der Stadt mit vielen Hinweisen, die hauptsächlich aber die Bewohner der Stadt anspricht.

µ www.esmadrid.com: Gut gemachte offizielle Website für Besucher der Stadt (auf Englisch). Flott und modern aufgebaut und mit ansprechendem Inhalt, vor allem eine Vielzahl von aktuellen praktischen Tipps.

µ http://madrid.lanetro.com: Viele praktische Tipps, auch zum Nachtleben, die z. T. von anderen Lesern kommentiert werden. Nur auf Spanisch.

µ www.turismomadrid.es: Infos zur gesamten Region Madrid, teilweise sehr detailliert. Vieles lässt sich über eine Suchfunktion eingrenzen. Auch auf Deutsch verfügbar.

µ www.spain.info: Die Homepage des spanischen Fremdenverkehrsamts (auch auf Deutsch) mit Infos zu ganz Spanien und auch praktischen Tipps zur Hauptstadt.

µ www.madridfuerdeutsche.com: Interessante Website, die sich hauptsächlich an deutsche Residenten bzw. zukünftige „deutsche Madrilenen“ richtet. Im Forum verraten alte Madrid-Hasen Tipps und geben Erfahrungen an Neu-Madrilenen weiter. Insgesamt sind hier viele praktische Tipps zu finden.

Publikationen und Medien

µ Jeden Freitag erscheint das Magazin Guía del Ocio („Freizeitführer“), das an jedem Kiosk erhältlich ist. Das Magazin listet auf etwa 150 Seiten alle Termine der kommenden Woche in den Bereichen Theater, Kino, Musik, Sport etc. auf. Eine wirklich unerschöpfliche Quelle. Den Terminplaner gibt es auch im Internet unter www.guiadelocio.com.

µ Die englischsprachige kostenlose Zeitung In Madrid erscheint monatlich und liegt in vielen Hotels und Touristeninformationen aus. Sie bietet ebenfalls eine gute Übersicht über die wichtigsten Termine und gibt darüber hinaus auch handfeste Tipps zum Nachtleben und zu Lokalen allgemein. Im Internet ist die Zeitung unter www.in-madrid.com zu finden.

µ Kostenlose Stadtpläne erhalten Besucher bei den Touristenbüros (s. S. 169) und am Infostand im Erdgeschoss des Kaufhauses El Corte Inglés (s. S. 27).

µ Die wichtigsten spanischen Tageszeitungen sind El País (www.elpais.com), El Mundo (www.elmundo.es) und La Razón (www.larazon.es). Sie haben alle einen Lokalteil, in dem über die spanische Hauptstadt berichtet wird und auch tagesaktuelle Veranstaltungstipps gegeben werden. El País ist für die meisten Madrilenen das Leitmedium, aber am häufigsten verkauft sich die täglich(!) erscheinende Sportzeitung Marca (www.marca.com). Letzteres ist um so erstaunlicher, da es noch drei weitere täglich erscheinende Sportzeitungen gibt (As, El Mundo Deportivo und Diario Sport).

µ Frühmorgens werden an Metroeingängen und den zetralen Orten, die viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit passieren, Gratiszeitungen verteilt, beispielsweise ADN, 20 Minutos oder Metro. Die Artikel sind tages­aktuell und bewusst kurz und einfach gehalten: Wer wenigstens etwas Spanisch versteht, kann sich ja mal an einem dieser Texte versuchen.

µ Deutschsprachige Presse vom selben Tag gibt es an vielen innerstädtischen Kiosken, so beispielsweise an der Puerta del Sol É, der Gran Vía ì und der Plaza de Cibeles à, aber auch im Kaufhaus El Corte Inglés (s. S. 27). Letzteres ist eine Ausnahme, da spanische Kaufhäuser sonst keine Zeitungen oder Zeitschriften verkaufen.

Internet und Internetcafés (siehe Reiseführer S. 172)

Fast alle größeren Hotels bieten heute Zugang zum Internet an, zumeist auch als WLAN-Verbindung. Öffentliche Hotspots sind noch nicht so sehr verbreitet.

Einige zentral gelegene Internetcafés befinden sich hier:

@138 [D4] Internet-Café, calle de Espoz y Mina 3, Metro: Sol, geöffnet: 11–23 Uhr

@139 [D1] Internet-Café, calle Ruiz 14, Metro: Bilbao, geöffnet: 11–22 Uhr

@140 [E5] Internet-Café, calle de Atocha 105, Metro: Atocha, geöffnet: 9–23 Uhr

@141 [D5] Internet María, calle de Ave María 3, Metro: Antón Martín, geöffnet: 10–22 Uhr

@142 [D3] Kiosko City, calle de la Montera 43, Metro: Sol

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 173)

Die gesetzlichen Krankenkassen von Deutschland und Österreich garantieren eine Behandlung im Krankheitsfall auch im Ausland, wenn die Behandlung nicht bis zur Rückkehr warten kann. Als Nachweis benötigt man die Europäische Krankenversicherungskarte. Schweizer sollten bei ihrer Krankenversicherung nachfragen, ob die Auslandsdeckung auch für Spanien gilt.

Es kann aber trotz allem auch passieren, dass man aufgefordert wird, die Kosten für eine Behandlung zunächst selbst zu tragen. Nach Vorlage der Quittungen bei der heimischen Krankenkasse werden bestimmte Beträge erstattet, ein Teil der Kosten muss aber unter Umständen vom Patienten selbst getragen werden. Der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung wird daher dringend empfohlen.

Die ärztliche Behandlung erfolgt nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen des Gastlandes, also in diesem Falle Spaniens. Im Krankheitsfall besteht Anspruch auf Behandlung in einem staatlichen Krankenhaus oder in einem staatlichen Gesundheitszentrum, ein Facharzt kann nur mit einer Überweisung aufgesucht werden. Eine freie Arztwahl besteht nicht! Ebenso ist eine Zahnbehandlung in der spanischen Sozialversicherung nicht eingeschlossen. Hier müssen die Kosten gegebenenfalls vorgestreckt werden.

Medikamente sind in Spanien generell billiger als bei uns und viele sogar ohne Rezept erhältlich. Apotheken heißen auf Spanisch farmacia und sind an einem grünen Kreuz erkennbar. Über die deutsche Botschaft kann man eine Liste deutschsprachiger Ärzte bekommen, die aber auch über die Website der Botschaft unter www.madrid.diplo.de (Menü „Bürgerservice/Leben und Arbeiten“) einsehbar ist.

+143 [cj] Hospital General Gregorio Marañón, calle del Doctor Esquerdo 46, Metro: Sainz de Baranda, Tel. 915868000, www.hggm.es. Das Krankenhaus befindet sich ein wenig westlich hinter dem Parque del Retiro ê.

+144 Hospital Ruber Internacional, calle La Masó 38, Metro (Linie 9): Herrera Oria, Tel. 913875000, www.ruberinternacional.es. Ganz im Norden von Madrid.

+145 [C3] Farmacia, calle del Arenal 2, tägl. 9.30–21.30 Uhr

Notfälle (siehe Reiseführer S. 173)

Bei Verlust eines Ausweises muss die jeweilige Botschaft kontaktiert werden (s. S. 166). Wenn man als Ausländer Opfer eines Diebstahls geworden ist, kann man sich an eine spezielle Polizeistation wenden. Diese Abteilung ist im Kommissariat der Policía Nacional untergebracht und arbeitet mit speziell geschulten Mitarbeitern, die gegebenenfalls auch Kreditkarten sperren lassen können.

X146 [B2] Servicio de Atención al Turista Ex­tranjero, calle de Leganitos 19, Metro: Plaza de España, Tel. 915488537, geöffnet: tägl. 9–24 Uhr

Deutsche Kunden, die ihre Kreditkarte, Maestro-(EC-)Karte oder ihr Handy verloren haben, können sie über die zentrale Sperrnummer Tel. +49 116116 blockieren lassen. Man sollte sich möglichst vor dem Reiseantritt die wichtigsten Daten wie Bankleitzahl, Kartennummern und Gültigkeitsdauer notieren, da diese bei der Sperrung abgefragt werden können. Weitere Informationen findet man unter www.kartensicherheit.de („Kartensperrung“).

Für Österreicher und Schweizer gibt es zurzeit noch keine zentrale Sperrnummer, deshalb sollten sie sich vor der Reise bei den zuständigen Banken und Handy-Providern über die Modalitäten informieren.

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 174)

Normale Geschäfte haben meist von 10 bis 14 und 16.30/17 bis 20 Uhr geöffnet. Nur sehr wenige öffnen vor 10 Uhr, manche wie z. B. viele Shops im Nobelviertel Salamanca ø gar erst um 11 Uhr. Samstags sind die Läden auf jeden Fall am Vormittag, viele auch am Nachmittag offen. Im August haben viele Geschäfte aber komplett geschlossen und legen eine einmonatige Sommerpause ein.

Kaufhäuser haben Mo. bis Sa. meist durchgehend von 10 bis 22 Uhr geöffnet und manche öffnen sogar am Sonntag.

Banken haben Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr geöffnet und einige sogar am Samstag. Behörden können werktags generell von 9 bis 15 Uhr besucht werden, aber gerade hier gibt es auch gerne individuelle Abweichungen.

Die Hauptpost an der Plaza de Cibeles à hat Mo. bis Fr. von 8.30 bis 21 Uhr geöffnet, samstags nur 8.30 bis 14 Uhr.

Museen haben in den meisten Fällen am Montag geschlossen und sonst meist ab 9 Uhr geöffnet (manche auch erst ab 10 Uhr). Einige wenige schließen zur Mittagszeit, aber zumindest die größeren Museen bleiben bis 19 oder 20 Uhr durchgehend für den Publikumsverkehr geöffnet. Am Sonntag öffnen die meisten Museen nur am Vormittag.

Post (siehe Reiseführer S. 174)

Die Hauptpost von Madrid befindet sich im Palacio de Comunicaciones an der Plaza de Cibeles à, einem der schönsten Gebäude der ganzen Stadt! Postamt heißt auf Spanisch übrigens correos.

Das Porto für einen Standardbrief oder eine Postkarte beträgt 0,64 €. Briefmarken werden auch von den meisten Tabakgeschäften verkauft, die an der Aufschrift Tabacos („Tabak“) in gelben Buchstaben auf braunem Untergrund zu erkennen sind. Postkartenhändler haben dagegen nur in den seltensten Fällen Briefmarken im Sortiment.

Briefkästen sehen zunächst etwas fremd aus: Sie sind gelb und haben starke Ähnlichkeit mit einer Tonne.

P147 [F3] Correos, Palacio de Comunicaciones, Plaza de Cibeles s/n

Radfahren (siehe Reiseführer S. 175)

Man kann es eigentlich nur so deutlich ausdrücken: Radfahren erfreut sich (noch) keiner allzu großen Beliebtheit in Madrid. Jedenfalls sind im alltäglichen Straßenverkehr nur wenig Radfahrer unterwegs. Per Rad zum Einkaufen oder gar zur Arbeit zu fahren, würde bei dem starken Autoverkehr in Madrid auch wenig Spaß machen. Gleichwohl sieht man hin und wieder tatsächlich einen Wagemutigen die Gran Vía auf einem Rad hinunterrasen, möglichst noch dazu in der Dämmerung und ohne Licht ...

Da es kaum Radler gibt, existiert auch keine spezielle Infrastruktur für Radfahrer, Radwege gibt es im innerstädtischen Bereich so gut wie nirgends. In einigen Vierteln mag das etwas anders sein, beispielsweise im Uni-Bereich, und in Mala­saña ñ oder Lavapiés Û radeln immer mal wieder einige Unerschrockene, aber generell ist Madrid keine Fahrradstadt.

Etwas anderes ist die Begeisterung für den Radsport. Speziell am Wochenende zieht es viele Leute in kleinen Gruppen auf schnellen Rennrädern und im schicksten Outfit auf die Landstraßen und in die nahen Berge. Oder sie fahren mit Mountainbikes durch den Casa de Campo 3, wo es tatsächlich extra angelegte Rundwege nur für Radler gibt. Auch geführte Fahrradrundtouren durch die Stadt sind in Madrid im Angebot (s. S. 179).

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 176)

Die gay community hat in Madrid mit Chueca ò sozusagen ihren eigenen Stadtteil. Er liegt nur wenig nördlich der Gran Vía ì, also äußerst zentral. Chueca ist heute ganz klar auf Schwule und Lesben ausgelegt, überall flattert die bunte Regenbogenfahne und es gibt ein umfangreiches Angebot an Lokalen, Saunas, Hotels und Reisebüros etc. für diese Zielgruppe. Dabei wird das Viertel nicht ausschließlich von homosexuellen Menschen bewohnt, es gibt immer noch eine wahrscheinlich ähnlich große heterosexuelle Einwohnerschaft. Zum Feiern kommen aber so ziemlich alle Homosexuellen Madrids hierher.

Ì148 [E2] Casa Chueca, calle San Bartolomé 4, 2. Stock, www.casachueca.com, Tel. 915238127. Das kleine Haus hat EZ, DZ und auch Dreibetträume, die in freundlichen Farben hübsch dekoriert sind. Das Haus liegt an einem kleinen Platz mitten im quirligen Viertel Chueca.

Ì149 [E2] Chueca Pension, calle de Gravina 4, 2. Stock, Metro: Gran Vía, Tel. 915231473, www.chuecapension.com. Kleine Pension mit nur acht Zimmern, die einfach und nach pragmatischen Gesichtspunkten eingerichtet sind. Eigenes Bad, Klimaanlage, Internetzugang.

Ì150 [D3] Hostal Puerta del Sol, Puerta del Sol 14, 4. Stock, Metro: Sol, Tel. 915225126, www.hostalpuertadelsol.com. Zentraler geht es nicht: Direkt an der Puerta del Sol gelegenes Haus mit einer eigenen Dachterrasse. Dort stehen für die Gäste Sonnenliegen mit Blick auf den Platz bereit. Die Zimmer sind einfach, aber gut, nicht alle haben aber ein eigenes Bad. Es gibt ein gutes Frühstück und WLAN.

S151 [E2] Librería Berkana, calle de Hortaleza 64, Metro: Chueca, Tel. 915225599, www.libreriaberkana.com, geöffnet: Mo.–Fr. 10.30–21, Sa. 12–14, 17–21 Uhr. Dieses Buchgeschäft ist gleichzeitig so eine Art Informationsstelle für die Schwulen- und Lesbengemeinde. Hier gibt es nicht nur Bücher für die homosexuelle Kundschaft, sondern es liegen auch einige der kostenlosen „Gay-Zeitschriften“ aus, wie beispielsweise der 14-täglich erscheinende Shanguide, der eine Reihe von Tipps für das Nachtleben gibt.

µ www.cogam.es: Die Homepage des Colectivo de lesbianas, gays, transexuales y bisexuales de Madrid bietet ein breites Spektrum an Informationen, auch auf Englisch. Und auch unter www.esmadrid.com/en/gay- madrid bekommt man Tipps und Infos.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 176)

Grundsätzlich ist Madrid keine unsichere Stadt. Raubüberfälle oder sonstige Gewaltdelikte sind äußerst selten. Das die Stadt von so vielen Touristen besucht wird, lockt aber natürlich auch Taschendiebe an. Überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten, also z. B. auf der Gran Vía ì, der Plaza Mayor Ï, dem Rastro Ú und auch im Umfeld des Museo del Prado å, sollte man daher besonders auf seine Wertsachen achten. Ebenso muss man in der Metro aufpassen, denn zu bestimmten Zeiten sind die Züge rappelvoll.

Meist arbeiten Taschendiebe in gut organisierten Gruppen: Eine Person lenkt das Opfer ab, eine andere greift zu. Wenn jemand einem aus der Hand lesen will, man nach dem Weg gefragt wird und der andere dabei eine riesige Karte ausbreitet oder jemand einem beim Entfernen eines Flecks auf der Jacke helfen will, sollte man auf jeden Fall misstrauisch werden. Dies sind alles Tricks, die schon zig Mal gezogen haben.

Am besten ist es, wenn man seine Wertsachen gleich im Hotelsafe lässt. Die meisten Hotels bieten mittlerweile auch einen Zimmersafe an. Selbst wenn die Benutzung eine kleine Gebühr kosten sollte, ist dieses Geld mehr als gut angelegt. Auch den Ausweis sollte man im Safe lassen und stattdessen eine Fotokopie einstecken und Kreditkarten besser nur dann mitnehmen, wenn man wirklich etwas kaufen möchte. Die Geldbörse sollte man nie einfach in die Gesäßtasche stecken, denn das ist eine direkte Einladung für Diebe, und auch den Fotoapparat oder die Tasche nicht nur lässig über die Schulter hängen lassen, sondern fest „im Griff“ haben.

In einer launigen Runde bei einem Gläschen Wein auf einer Terrasse ist man schnell abgelenkt. Man sollte seine Tasche daher nicht einfach über die Stuhllehne hängen, sondern beispielsweise zwischen die Beine stellen und mit einem Bein durch den Trageriemen steigen. Jedem möglichen Dieb wird so signalisiert: Ich passe auf. Falls doch einmal etwas gestohlen wird, kann man sich an eine spezielle Polizeistation (s. S. 174) wenden, die gegebenenfalls auch Kreditkarten sperren lassen kann.

Sogenannte No-go-Areas gibt es in Madrid zwar nicht, aber selbst Madrilenen warnen immer vor zwei Gegenden: Im Zentrum hat sich in der calle de Montera [D3] (zweigt von der Gran Vía ab) eine Prostituiertenszene etabliert, in der auch tagsüber „gearbeitet“ wird und wo sich auch einige zwielichtige Typen herumtreiben. Außerdem wird auch das Viertel Lavapiés Û immer wieder erwähnt. Früher ein Viertel der einfachen Leute, das sich heute zu einem spannenden Multikultiviertel verändert hat, in dem es aber auch schon seit längerem Probleme mit Drogen gibt, und in dem damit auch die Kleinkriminalität zugenommen hat. Das sind zwar keine Gründe, einen riesigen Bogen um diese Gegenden zu machen, aber wissen sollte man es schon.

Sprache (siehe Reiseführer S. 178)

In Madrid wird ein recht deutliches Spanisch gesprochen. Einen ausgeprägten Dialekt, wie ihn manche Spanier aus dem Süden pflegen, haben die Madrilenen nicht, allerdings werden Besucher mit fortgeschrittenen Spanischkenntnissen doch eine spezifische Sprachfärbung erkennen können. Wer ein wenig Spanisch spricht, sollte sich in der spanischen Hauptstadt aber gut verständigen können. Mit etwas Mut lassen sich außerdem in jeder Bar spielend Kontakte knüpfen und auch, wenn man auf der Straße nach dem Weg fragt, sollte dies immer zu einer freundlichen Antwort führen.

Man muss aber auch ein wenig ins kalte Wasser springen, denn Englischkenntnisse sind in Madrid nicht besonders verbreitet und Deutschkenntnisse noch sehr viel weniger.

Im Hotel – an der Rezeption und auch an der Hotelbar – darf man zwar erwarten, dass die Mitarbeiter zumindest Englisch sprechen, aber schon in einem Restaurant ist dies nicht unbedingt gegeben und in einer Eckkneipe schon gar nicht. Genauso wenig wird man diesbezüglich bei Bus- und Taxifahrern oder Kioskverkäufern Glück haben.

Die Madrilenen sind generell sehr freundliche Leute und versuchen in der Regel, einem Ausländer zu helfen – im Zweifel findet die Verständigung eben mit Händen und Füßen statt. Man muss es nur einmal versuchen.

Stadttouren (siehe Reiseführer S. 179)

Unübersehbar fahren mehrere Doppeldeckerbusse auf zwei festgelegten Routen durch Madrid. Die als „Madrid histórico“ („Madrid historisch“) bezeichnete Strecke führt durch den innerstädtischen Bereich, die Route „Madrid moderno“ („modernes Madrid“) folgt dem Paseo de la Castellana õ hoch in den Norden der Stadt. Die Fahrgäste können an etlichen Stellen aussteigen, die Sehenswürdigkeit in Ruhe betrachten und einfach mit dem nächsten Bus weiterfahren.

Die Busse starten um 10 Uhr morgens und fahren bis 19 Uhr etwa alle 20 Minuten. Umsteigepunkte beider Linien sind Plaza de Cibeles à, Plaza de Colón ô oder Fuente de Neptuno (an der Plaza de Neptuno ä), unweit des Museo del Prado å.

Tickets gibt es für einen Tag oder für zwei Tage. Sie können in der in der Touristeninfo (s. S. 169) an der Plaza Mayor, in einem Kiosk an der calle Felipe IV (zwischen Hotel Ritz und Museo del Prado) und natürlich auch beim Busfahrer erworben werden können.

µ Bus Turístico Madrid, www.emtmadrid.es, Ticketpreise: Erwachsene 17,50 € (1 Tag)/ 22 € (2 Tage), Kinder (7–16 Jahre) und Senioren über 65 Jahre: 9/11,50 €

Madrid Tourist organisiert geführte Fahrradtouren durch das Zentrum von Madrid, sowohl auf Englisch als auch auf Spanisch. Der Treffpunkt ist vor dem Touristenbüro an der Plaza Mayor Ï.

µ Tour „Historisches Madrid“: Sa. 12 Uhr (Englisch), So. 10 Uhr (Spanisch); Tour „Madrid Überraschung“: Sa. 16 Uhr (Spanisch), So. 15 Uhr (Englisch); Preis: 3,90 € plus 6 € für die Fahrradmiete. Weitere Infos gibt es direkt im Touristenbüro (s. S. 169), unter Tel. 915882906 bzw. unter www. bikespain.info.

Ebenfalls vom Touristenbüro werden die Discover-Madrid-Touren angeboten, bei denen man zu Fuß das Zentrum von Madrid erkundet (Führung auf Englisch). Der Treffpunkt ist auch hier an der Plaza Mayor, gestartet wird täglich um 12 Uhr, am Sonntag schon um 10 Uhr. Die Touren kosten 3,90 €.

Kennen Sie Segways? Dabei handelt es sich um eine Art Elektroroller, bei dem man nicht sitzt, sondern steht und den man durch Gewichtsverlagerung steuert. Madsegs bietet dreistündige Touren in englischer Sprache mit Segways durch Madrid an. Treffpunkt ist vor dem Reiterstandbild auf der Plaza de España í. Gestartet wird von März bis Oktober täglich um 10 Uhr, sonst um 12 Uhr, und der Spaß kostet 65 €. Man muss auf jeden Fall vorher buchen.

µ Infos und Buchung unter madsegs.com oder Tel. 659824499 (auf Englisch)

Mit einem kleinen gelben Flitzer, der noch dazu sprechen kann, durch Madrid sausen – das ist doch einmal was anderes! GoCars heißen die Flitzer und dabei handelt es sich um kleine dreirädrige Fahrzeuge für zwei Personen, die den Fahrer GPS-gesteuert durch Madrid führen und dabei auch noch interessante Informationen bieten. Aber Vorsicht: Der Verkehr in Madrid ist nichts für Angsthasen.

o152 [B4] Gocar, calle Santiago 20, Metro: Ópera, Tel. 915594535, www.gocartours.es, Preis: ab 17,50 € pro Person

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 180)

In Spanien sind alle Telefon- und Faxnummern neunstellig und es gibt keine Ortsvorwahlen. Eine Festnetznummer beginnt immer mit der Ziffer 9, eine Handynummer mit einer 6.

In Madrid gibt es keine Telefonzellen, sondern nur öffentliche Fernsprecher, die frei an einer Art Mast hängen, somit stören die Alltagsgeräusche bei einem Gespräch doch gewaltig. Die Fernsprecher werden aber sowieso immer weniger, da fast jeder Spanier inzwischen ein Handy zu besitzen scheint. In manchen Bars stehen am Tresen noch öffentliche Telefone, erkennbar an der roten Farbe.

Wer häufiger Gespräche über öffentliche Telefone führen möchte, kann sich eine Telefonkarte zulegen, die es in vielen Kiosken gibt und die ab 10 € aufwärts kostet. Man wählt dabei allerdings zunächst eine bestimmte Ziffernfolge, die auf der Karte vermerkt ist, danach eine Geheimnummer, die man auf der Karte freirubbeln muss, und erst dann die tatsächliche Anschlussnummer.

Handyempfang gibt es in Madrid eigentlich überall. Wer längere Zeit bleibt, sollte über den Kauf einer Prepaidkarte nachdenken, die von allen spanischen Telefongesellschaften angeboten wird. Aber Vorsicht: Manche Karten verlieren ihre Gültigkeit, wenn sie in einem bestimmten Zeitraum nicht wieder aufgeladen werden.

Uhrzeit (siehe Reiseführer S. 181)

In Madrid gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), es gibt also keinen Unterschied zur heimischen Uhrzeit. Dies betrifft auch die Sommer- und Winterzeit: Die Uhren werden genau wie zu Hause am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober umgestellt. Im offiziellen Sprachgebrauch wird die Uhrzeit im 24-Stunden-Rhythmus angegeben (Beispiel: Der Zug fährt um 16 Uhr.), in der alltäglichen Unterhaltung würde der Spanier aber eher „a las cuatro de la tarde“ („um vier am Nachmittag“) sagen. Wenn man sich um 22 Uhr zum Essen verabredet, heißt es: „a las diez de la noche“ („um zehn in der Nacht)“. Entsprechend wäre 10 Uhr morgens dann „a las diez de la mañana“ („um zehn am Morgen“).

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 181)

Noch vor einigen Jahren überwogen im Zentrum von Madrid einfache Pensionen, bei denen oft nur ein paar Zimmer ohne Bad und manchmal sogar ohne Fenster vermietet wurden, doch heute hat sich das Bild gewandelt. Erfreulich viele gute Herbergen haben sich auch rund um die Puerta del Sol É, also im schönsten Kernbereich des Zentrums, angesiedelt. Die Ausstattung ist generell gut und vor allem haben die Hotels heute gute Lärmschutzfenster und ein Frühstücksangebot, das sich an internationale Gäste richtet. Nicht wenige Hotels sind auch in historischen Häuser entstanden, wobei man versucht hat, das ursprüngliche Ambiente mit topmoderner Einrichtung zu kombinieren. Dieser Trend setzt sich immer mehr fort. Zwar gibt es auch in Madrid noch riesige Hotels mit mehreren hundert Zimmern, in diesem Buch sollen aber eher die kleineren Häuser vorgestellt werden.

Hotels werden in fünf Sternekategorien eingeteilt, wobei ein Stern die unterste Kategorie darstellt und fünf Sterne die Luxusklasse auszeichnen. Die Vergabe der Sterne erfolgt nach klaren Kriterien wie z. B. Zimmergröße und -ausstattung, Besetzung der Rezeption oder Frühstücksangebot. Es kann daher durchaus sein, dass ein optisch und organisatorisch gutes Haus nur einen oder zwei Sterne hat, weil ein wichtiges Krititerium für die nächste Sternkategorie nicht erfüllt wurde. Hotels sind mit dem Buchstaben H auf einem hellblauen Schild gekennzeichnet.

Hostales („Gasthäuser“) sind im Vergleich zu Hotels in der Regel kleiner und meist Familienbetriebe. Sie werden mit einem bis drei Sternen versehen, für deren Vergabe es ebenfalls klare Richtlinien gibt. So manches 3-Sterne-Hostal könnte durch ein paar kleine Verbesserungen problemlos zum Hotel „aufsteigen“, aber die Betreiber wollen dies meist nicht. Es klingt einfach besser, ein „gutes“ Hostal zu sein, als ein 1- oder 2-Sterne-Hotel. Außerdem sind die Steuern für Hostales niedriger, aber diesen Grund würde niemand offiziell zugeben. Hostales sind durch die Buchstaben HS auf einem hellblauen Schild gekennzeichnet.

Bei einer Fonda handelt es sich um eine sehr einfache Unterkunft mit wenigen Zimmern, teilweise sogar nur ein Zimmer innerhalb einer Wohnung. Es mag sie noch geben, aber sie verschwindet immer mehr und sollen hier nur erwähnt werden, da man vielleicht einmal über ein hellblaues Schild mit einem F stolpert, das eine Fonda signalisiert.

In einem Doppelzimmer kann man entweder zwei getrennt stehende Betten bekommen oder eine cama matrimonial („Ehebett“), also eine Art französisches Bett, das etwas schmaler ist als zwei einzelne Betten zusammengenommen.

Die Preise für eine Übernachtung müssen an der Rezeption und im Zimmer, entweder an der Tür oder im Schrank, aushängen und gelten grundsätzlich für ein Doppelzimmer. Einzelzimmer sind nicht einfach halb so teuer, sondern kosten etwa 60 bis 70 % des Doppelzimmerpreises. In vielen Hotels schwanken die Preise im Laufe des Jahres ganz gewaltig. Zu wichtigen Festen oder Messen steigen sie, während der Zeiten mit schwacher Nachfrage fallen sie ebenso deutlich. Die günstigsten Hotelzimmer bekommt man übrigens in den heißen Monaten Juli und August! Die meisten Hotels lassen sich direkt über das Internet buchen.

In den ebenfalls in diesem Buch aufgeführten Hostels werden Mehrbettzimmer angeboten. Der Gast erhält einen Schlafplatz und in der Regel einen abschließbaren Spind oder ein größeres Schließfach für seinen Rucksack. Hohe Ansprüche darf man hier natürlich nicht stellen. Es gibt Gemeinschaftsbäder und oft einen eher lässigen Umgang mit der Nachtruhe. Wer das akzeptiert, kann aber für sehr wenig Geld mitten im Zentrum von Madrid nächtigen. Offizielle Jugendherbergen, für die man einen Jugendherbergsausweis benötigt, gibt es in Madrid ebenfalls. Auch hier schläft man in der Regel in einem Mehrbettzimmer, wobei es auch einige Doppelzimmer gibt.

Im engeren Stadtgebiet von Madrid gibt es nur einen Campingplatz. Er ist mit der Metro in etwa 45 Minuten Fahrzeit zu erreichen, von der Metrostation sind es aber noch einmal ca. 10 bis 15 Minuten Fußweg.

Noch ein Wort zum Lärm: Auf Hotelbewertungsportalen kann man immer wieder lesen, dass sich Gäste nachts durch Betrunkene in den Straßen oder Mopedfahrer, die direkt vor dem Hotelfenster vorbeiknattern, gestört fühlten. Zweifellos kommt das immer noch vor, aber die Situation hat sich gewaltig gebessert. Durch die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt ist der allgemeine Verkehrslärm gesunken, denn in vielen Straßen dürfen weder Autos noch Motorräder fahren. Die meisten Hotels haben aber wegen der Lärmproblematik ohnehin Lärmschutzfenster einbauen lassen.

Wenn man ein Hotel inmitten von Madrids Partyvierteln bucht, ziehen natürlich immer noch angetrunkene Menschen von Bar zu Bar, aber schließlich wohnt man (kurzfristig zumindest) in einer feierfreudigen Stadt und möchte ja auch ein wenig mitmachen, oder? Wer diesbezüglich aber grundsätzlich etwas empfindlich ist, sollte gleich bei der Reservierung nach einem Zimmer in den oberen Stockwerken fragen.

Hotels

h153 [F5] chic & basic Atocha €€, calle de Atocha 113, Metro: Atocha, Tel. 913692895, Fax 914200840, www.chicandbasic.com. Ein auffällig schickes, schmales Haus, aller­dings offiziell mit nur einem Stern. Die 36 Zimmer verteilen sich auf sechs Etagen und sind minimalistisch, aber mit allem Notwendigen eingerichtet. Ein üppiges Frühstück gibt es allerdings nicht, es wird nur morgens in einer Tüte eine Art „Appetitanreger“ an die Zimmertür gehängt. Es gibt eine Dachterrasse und einen Gemeinschaftsraum, aber keine cafetería. Zu bestimmten Zeiten steigen auch hier die Preise.

h154 [C3] Hotel Best Western Atlántico €€€€, Gran Vía 38, Metro: Callao, Tel. 915226480, Fax 915310210, www.hotelatlantico.es. Direkt an der Prachtstraße Gran Vía bei der Plaza Callao gelegen, also äußerst zentral. Das schöne historische Haus wurde 1921 erbaut und die Inneneinrichtung mit passenden Wandteppichen, Möbeln und Skulpturen ist im neoklassizistischen Stil gehalten. Die Zimmer weisen modernsten Standard auf und sind sehr praktisch eingerichtet. Wer vier Nächte bleibt, kann bis zu 40 % sparen.

h155 [C3] Hotel Best Western Carlos V. €€€, calle Maestro Vitoria 5, Metro: Sol, www.hotelcarlosv.com, Tel. 915314100, Fax 915313761. Das Hotel befindet sich in einer Fußgängerzone zwischen der Gran Vía und der Puerta del Sol. Es ist zum Teil klassizistisch und zum Teil modern eingerichtet. Die 67 Zimmer verfügen über einen Zimmersafe und eine Klimaanlage. Die Räume im oberen Bereich haben zudem einen großen Balkon. Im Hotel gibt es eine Bar und einen Aufenthaltsraum. WLAN.

h156 [E4] Hotel El Prado €€€, calle del Prado 11, Metro: Antón Martín oder Sevilla, www.pradohotel.com, Tel. 913690234, Fax 914292829. Ein solides 3-Sterne-Haus, das sich ganz dem Thema „Wein“ verschrieben hat. Jede der sieben Etagen widmet sich thematisch einer anderen spanischen Weinregion, die Zimmer und Gänge sind mit Fotos geschmückt. Es gibt 48 solide eingerichtete Zimmer mit Klimaanlage, WLAN und Zimmersafe. Die Lage ist sowohl für Museumsbesucher als auch für Nachtschwärmer gut geeignet.

h157 [D3] Hotel Europa €€€, calle Carmen 4, Metro: Sol, Tel. 915212900, Fax 915214696, www.hoteleuropa.net. Sehr zentral in einer Fußgängerzone gelegenes, charmantes Hotel nur wenige Schritte von der Puerta del Sol. Da Haus wurde 1917 eröffnet und 2006 grundlegend renoviert. Die Zimmer sind zweckmäßig und ohne überflüssigen Schnickschnack, allerdings etwas klein. Sie bieten einen Zimmersafe, Klimaanlage, Internetzugang und Fenster mit Doppelverglasung. Die Bäder sind aus braunem Marmor. Der Eingangsbereich des Hotels wird von einem Kunstwerk von Juan Gris geschmückt, das hauseigene Lokal hat eine Terrasse (8–24 Uhr) und einige Zimmer blicken sogar auf die Puerta del Sol. Frühstück nicht inklusive. WLAN.

h158 [H1] Hotel Hesperia Hermosilla €€€, calle de Hermosilla 23, Metro: Serrano, www.hesperia.com, Tel. 912468800, Fax 912468801. Das schicke Haus befindet sich im feinen Viertel Salamanca und damit nicht direkt im Zentrum, aber auch nicht weit davon entfernt. Geschäfte für den alltäglichen Bedarf muss man hier lange suchen, dafür gibt es jede Menge Shops mit Luxuslabels. „Nachtleben“ findet hier überhaupt nicht statt, aber dafür ist es ausgesprochen ruhig und bis zur nächsten Metrostation, von der man ins Zentrum kommt, sind es vielleicht 200 Meter. Das 3-Sterne-Hotel hat 67 zumeist geräumige Zimmer, die gut und stilsicher eingerichtet sind – in „puristischem Design“, wie mal jemand meinte. WLAN.

h159 [D4] Hotel Inglés €€€, calle Echegaray 8, Metro: Sol, Tel. 914296551, www.hotel-ingles.net. Das mit insgesamt 58 Zimmern mittelgroße Haus befindet sich sehr zentral in einer Kneipenstraße im Viertel Huertas und existiert seit 1886. Es gibt neben Einzel- und Doppelzimmern auch Dreibetträume. Die Zimmer sind solide eingerichtet und das ganze Haus ist rauchfrei. Frühstück ist im Zimmerpreis nicht inklusive, kann aber optional gebucht werden (5,40 €). Es gibt eine Garage und die Zimmer haben Safes, allerdings hat nicht jedes eine Klimaanlage.

h160 [C3] Hotel Intur Palacio San Martín €€€€, Plaza San Martín 5, Tel. 917015000, Fax 917015010, www.intur.com. Sehr ruhig gelegenes Haus direkt neben dem Convento de las Descalzas Reales. Das Hotel wurde 1883 eröffnet, befindet sich aber in einem alten Palast aus dem 16. Jahrhundert. Ein wenig erkennt man an dem historischen Aufzug (es gibt aber auch einen modernen Lift), den hohen Wänden, den klassischen Türen und der Treppe mit den sichtbar abgenutzten Stufen noch die alte Pracht. Die 94 Zimmer sind gut eingerichtet, haben eine Klimaanlage und einen Zimmersafe. Sie verteilen sich auf fünf Etagen, von denen die oberen sogar eine eigene kleine Terrasse haben. Das Restaurant (Frühstück, Abendessen) befindet sich im 6. Stock, unten gibt es noch eine kleine Bar (ab 11 Uhr geöffnet). Der Eingangsbereich mit dem Kristalldach ist eine kleine Augenweide. WLAN.

h161 [B3] Hotel Las Meninas €€€, calle Campomanes 7, Metro: Ópera, Tel. 915412805, Fax 915412806, www.hotelmeninas.com. Ein 4-Sterne-Hotel in einem historischen Haus aus dem 19. Jahrhundert, das noch die elegante Atmosphäre dieser Epoche, aber auch den technischen Standard von heute bietet. 37 Zimmer, sogar einige mit drei Betten, sind im Angebot. Einige Doppelzimmer fallen etwas klein aus und heißen auch offiziell „Doppelzimmer Mini“. Insgesamt sind alle Räume gut ausgestattet mit Klimaanlage, Zimmersafe und Internetanschluss. Es gibt auch Raucher- und behindertengerechte Zimmer. Die Preise schwanken saisonal bedingt und können auch mal etwas höher liegen. WLAN.

h162 [C3] Hotel Liabeny €€€, calle Salud 3, Metro: Sol oder Callao, Tel. 915319000, Fax 915327421, www.liabeny.es. Ein großes Haus, ruhig und zentral zwischen der Gran Vía und der Puerta del Sol gelegen. Bei 220 Zimmern darf man zwar keinen absolut persönlichen Service erwarten, aber die Lage ist für ein Stadthotel schon ziemlich gut. Die Zimmer sind zweckmäßig ausgestattet, das Restaurant bietet vernünftige Speisen an. Es gibt Sondertarife, die das Frühstück mit einschließen, aber wer lieber in eine cafetería um die Ecke gehen möchte, hat in der unmittelbaren Nachbarschaft reichlich Auswahl. WLAN.

h163 [F4] Hotel Lope de Vega €€€, calle Lope de Vega 49, Metro: Antón Martín, www. hotellopedevega.com, Tel. 913600011, Fax 914292391. Das 4-Sterne-Hotel verschreibt sich Lope de Vega nicht nur in seiner Adresse und im Hotelnamen, sondern alle sieben Etagen drehen sich thematisch um den Dichter. Außerdem gibt es eine Bibliothek mit Schwerpunkt auf den spanischen Autoren des 17. Jahrhunderts und auf Wunsch bekommt der Gast auch ein hoteleigenes Büchlein, das Lope de Vega gewidmet ist. Ansonsten hat das Haus 57 komfortabel und sehr pragmatisch eingerichtete Zimmer. Es gibt Zimmersafes, Flachbildschirme und vernünftige Balkone. Zum Museo del Prado sind es nur ein paar Schritte, ähnlich nah ist Huertas, das Zentrum des Nachtlebens. WLAN.

h164 [B3] Hotel Mercure Santo Domingo €€€€, calle de San Bernardo 1, Metro: Santo Domingo, Tel. 915470803, Fax 915592355, www.mercure.com. Fünfstöckiges Haus mit Dachterrasse, Bar und Restaurant in guter Lage in einer Seitenstraße der Gran Vía. Insgesamt gibt es 80 Zimmer, die individuell gestaltet und von Nachwuchskünstlern mit ihren Werken geschmückt wurden. Einige Zimmer haben eine Terrasse mit grandiosem Blick. Insgesamt ist alles sehr schick und modern gehalten, dazu zählen auch besonders gestaltete Duschen. Zu manchen Jahreszeiten verbilligte Zimmertarife.

h165 [F5] Hotel Mora €€, Paseo del Prado 32, Metro: Atocha, Tel. 914261569, Fax 914200564, www.hotelmora.com. Das 62-Zimmer-Haus befindet sich genau gegenüber dem Museo del Prado an der stark befahrenen Straße Paseo del Prado. Es hat fünf Etagen, unten befindet sich ein Restaurant. Die Zimmer sind vernünftig eingerichtet und ohne überflüssigen Ballast, haben Klimaanlage, Zimmersafe und WLAN.

h166 [E1] Hotel NH Embajada €€€, calle de Santa Engracia 5, Metro: Alónso Martínez, Tel. 915940213, Fax 914473312, www.nh-hoteles.es. Das Hotel befindet sich leicht nördlich des Viertels Chueca, also nicht gerade zentral. Das ist aber auch der einzige Minuspunkt, ansonsten ist es ein sehr schickes historisches Haus mit einer tollen Fassade. Die Zimmer (insgesamt 101) sind gut und funktional ausgestattet, haben fast eine nordisch anmutende Zweckmäßigkeit. Es gibt eine cafetería und eine Cocktailbar, zur Metrostation ist es nicht weit. Die Preise schwanken allerdings je nach Saison sehr stark. WLAN.

h167 [C3] Hotel Petit Palace Arenal €€€, calle del Arenal 16, Metro: Sol, Tel. 915644355, Fax 915640854, www.hthoteles.com. Das Haus befindet sich in einer Fußgängerzone und ist nur wenige Schritte von der Puerta del Sol entfernt. Es gehört zur ambitionierten Kette High Tech Hoteles, ist modern-stylish eingerichtet und bietet einen hohen technischen Standard, u. a. mit eigenen Computern und einem Fahrradergometer auf den Zimmern. Es gibt 64 nicht zu große Zimmer, u. a. auch einige explizit für Raucher. Das Frühstück ist nicht inklusive, kann aber optional gebucht werden und wird als Büffet serviert. WLAN.

h168 [C3] Hotel Petit Palace Londres €€€, calle Galdo 2, Metro: Sol, Tel. 915314105, Fax 915314101, www.hthoteles.com. Ein weiteres Haus der Kette High Tech Hoteles. Es liegt einfach ideal zwischen der Puerta del Sol und der Gran Vía in einem Fußgängerbereich mit vielen Geschäften und wenig Bars. Wie bei allen Häusern dieser Kette befindet sich in jedem der 76 Zimmer ein Laptop mit Internetanschluss zur freien Verfügung. Die Zimmer könnten einen Tick größer sein, dafür ist das Frühstücksbüffet (nicht inklusive) sehr gut. WLAN.

h169 [C4] Hotel Petit Palace Posada del Peine €€€, calle Postas 17, Metro: Sol, www.hthoteles.com, Tel. 915238151, Fax 915232993. Dieses Haus der Kette High Tech Hoteles gilt als ältestes Hotel von Madrid. Es wurde 1610 gegründet und war damals nur eine einfache Herberge mit Zimmern ohne Fenster. Das hat sich aber gründlich geändert und es ist ein sehr schickes und topmodernes 4-Sterne-Hotel entstanden, das sich absolut zentral und nur 50 Meter von der Plaza Mayor entfernt in einer Fußgängerzone befindet. Das Haus wurde mit modernstem Equipment ausgestattet und dennoch konnte der historische Rahmen erhalten werden. In allen 71 Zimmern steht den Gästen ein Laptop zur Verfügung, außerdem gibt es kostenlos Kaffee, Säfte und Zeitungen. WLAN.

h170 [C3] Hotel Petit Palace Sol €€, calle del Arenal 4, Metro: Sol, Tel. 915210542, Fax 915210561, www.hthoteles.com. Noch ein Haus der Kette High Tech Hoteles. Zu finden ist es in der Fußgängerzone calle del Arenal, fast schon bei der Einmündung zur Puerta del Sol. Das Haus wurde 1885 erbaut und 2004 grundlegend renoviert. Insgesamt 64 modern und zweckmäßig eingerichtete Zimmer, die u. a. einen eigenen Computer, freien Internetzugang, einen Zimmersafe und im ebenfalls modernen Bad eine Dusche mit Hydromassagefunktion bieten. Das Frühstück ist nicht inklusive, wer es mitbucht, rutscht preislich ganz knapp in die nächsthöhere Preiskategorie.

h171 [C3] Hotel Preciados €€€€, calle Preciados 37, Metro: Callao, Tel. 914544400, Fax 914544401, www.preciadoshotel.com. Tolle Lage in der Fußgängerzone zwischen Gran Vía und Puerta del Sol. Elegantes Eckhaus aus dem Jahr 1800, schick im minimalistischen, leicht eleganten Stil eingerichtet und in weichen Farben gehalten. Insgesamt sechs Etagen, auch einige Raucher- und einige behindertengerecht eingerichtete Zimmer. Die Zimmer haben kleine Balkone, Schallisolierung, Klimaanlage, Flachbildschirme und WLAN.

h172 [D4] Hotel Room Mate Alicia €€€, calle del Prado 2, Metro: Antón Martín oder Sol, Tel. 913896095, Fax 913694795, www.room-matehotels.com. Das Hotel der Kette Room Mate liegt in einer Ecke der sehr beliebten Plaza Santa Anna im Stadtteil Huertas. Von hier sind die wichtigsten Museen und die Altstadt schnell zu Fuß erreicht. Um sich ins Nachtleben zu stürzen, muss man nur ein paar Schritte aus dem Hotel gehen. Der Eingangsbereich fällt durch seine wellenartigen Formen auf, die Zimmer sind modern, schick und stilsicher mit einem Schuss Avantgarde eingerichtet. Sie bieten Flachbildschirm, Zimmersafe und Klimaanlage. Als Clou schaut man bei einigen Zimmern aus der Badewanne direkt auf die Plaza Santa Anna. Frühstück wird bis 12 Uhr serviert. WLAN.

h173 [B3] Hotel Room Mate Mario €€, calle Campomanes 4, Metro: Ópera, Tel. 915488548, Fax 915591288, www.room-matehotels.com. Auch dieses Hotel gehört zu der kleinen Kette. Es liegt ziemlich ruhig in einem Nebenbereich der zentralen Plaza de Oriente, von hier sind es kaum 10 Minuten Fußweg zum Geschehen rings um die Puerta del Sol. Das Haus wirkt von außen nicht besonders auffällig, ist von innen aber avantgardistisch gestaltet. So führen schwarze und weiße Gänge zu den Zimmern, die ebenfalls ziemlich modern und mit einigen ungewohnten Ausprägungen gestylt sind. So befindet sich das Waschbecken nicht im Badezimmers, sondern im Wohnbereich. Außerdem gibt es einen Zimmersafe, eine Minibar und einen Flachbildschirm. WLAN.

h174 [E3] Hotel Room Mate Óscar €€, Plaza Vázquez de Mella 12, Metro: Gran Vía, Tel. 917011173, Fax 915216296, www.room-matehotels.com. Dieses hippe Haus fällt auf! Es ist ein schwarzes, fast quadratisches Gebäude mit viel Glas, das oben mit einer Terrasse und einem kleinen Pool aufwartet. Unübersehbar ist außen der provozierende Spruch angebracht: „Do you want to sleep with me?“. Das Hotel liegt nur eine Parallelstraße von der Gran Vía entfernt am Rande des Viertels Chueca. Es ist insgesamt sehr avantgardistisch gestylt, was schon im Eingangsbereich auffällt. Die 75 Zimmer sind sehr funktionell und fast ein wenig nüchtern eingerichtet, ohne dass man etwas vermissen würde. U. a. gibt es einen Zimmersafe, Flachbildfernseher und WLAN.

h175 [C3] Hotel Vincci Capitol €€€€, Gran Vía 41, Metro: Callao, Tel. 915218391, Fax 915217729, www.vinccihoteles.com. Absolut zentrale Lage an der Gran Vía. Elegantes und leicht luxuriöses 4-Sterne-Haus, das zwar seinen Preis hat, aber zu bestimmten Zeiten auch Sondertarife bietet. Verteilt über 12 Etagen gibt es insgesamt 140 modern gestylte Zimmer, auch einige für Raucher. Das Haus wurde 2007 komplett renoviert und bietet Spa, Restaurant, Bar und WLAN. Unten im Gebäude befindet sich das Kino Capitol.

Hostels

o176 [D4] Cats’s Hostel €, calle de Cañizares 6, Metro: Antón Martín, Tel. 913692807, Fax 914299479, www.catshostel.com. Ein Backpackertreff, untergebracht in einem historischen Haus aus dem 17. Jahrhundert. Das Haus wurde 2004 komplett zu einem Budget-Hostel umgestaltet, die Zimmer liegen um einen wirklich schönen Innenhof. Solch einen schicken patio („Innenhof“) muss man schon lange suchen. Er hat einen kleinen Springbrunnen im Zentrum, ein wunderschönes Dach aus Kristallglas und ist mit ebenso schönen Kacheln geschmückt. Angeboten werden Räume von 4 bis zu 14 Betten, mit oder ohne eigenes Bad, aber auch ein paar Doppelzimmer. Zum Service gehören Schließfächer für die persönlichen Sachen, ein Gemeinschaftsraum mit internationalen TV-Sendern und eine hauseigene Kneipe, die Cave-Bar. Gäste bekommen eine Magnetkarte an einem Armband, mit der die Türen zum Zimmer und zum Schließfach geöffnet werden. WLAN.

o177 [E4] La Posada de Huertas €, calle de Huertas 21, Metro: Antón Martín, www. posadadehuertas.com, Tel. 914295526, Fax 914293526. In einem historischen Haus aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts wurde ein international youth hostel (Eigenwerbung) eingerichtet. Die Lage könnte kaum besser sein, mitten im Viertel der Literaten und nur wenige Schritte von einem der Hotspots des Madrider Nachtlebens entfernt. Die Zimmer sind um einen mehrstöckigen Innenhof wie in einer urwüchsigen typischen Madrider corrala (s. S. 100) angeordnet, liegen also an umlaufenden Innenbalkonen. Insgesamt 140 Betten gibt es, die sich auf unterschiedlich große Schlafsäle verteilen. Dort sind hauptsächlich Doppelstockbetten aufgestellt, jeder Gast hat aber einen verschließbaren Schrank. Frühstück ist im Preis inbegriffen, die Küche kann benutzt werden, um sich eine Mahlzeit zu kochen.

o178 [D5] Mad Hostel €, calle de la Cabeza 24, Metro: Antón Martín, Tel. 915064840, Fax 915064841, www.madhostel.com. Ein auffällig rotes Haus, das ein wenig mit dem Namen „Mad“ spielt und meint, es sei eine Abkürzung von Madrid und käme gleichzeitig vom englischen Wort mad, also von „verrückt“. Das Hostel ist eine lässige Herberge für Rucksacktouristen und bietet 4- bis 6- Bett-Zimmer, die um einen Innenhof gruppiert sind. Eine ideale Unterkunft für Reisende mit sehr knappem Budget, die nicht viel mehr als ein Bett brauchen. Allzuviel Komfort ist natürlich angesichts des Preises nicht zu erwarten, es gibt aber Frühstück und jeder Gast erhält einen kleinen Schrank für seine persönlichen Sachen. Oben auf dem Haus gibt es eine Terrasse, das Bad wird geteilt und wer möchte, kann auch die Küche benutzen und sich hier etwas brutzeln. Sowohl nach Lavapiés als auch nach Huertas ist es nicht weit, man kann sich also schnell ins Nachtleben stürzen. WLAN.

Jugendherbergen

j179 [aj] Albergue Juvenil Richard Schirrmann €, Casa de Campo, Bus Nr. 33 ab Metrostation Príncipe Pío, Tel. 914635699, Fax 912767516, www.madrid.org/inforjoven. Diese Jugendherberge liegt sehr schön im Grünen, aber leider auch weit außerhalb des Zentrums im Casa de Campo. Ein Bus fährt bis direkt vor die Tür und hat umgekehrt seine Endstation am Bahnhof Príncipe Pío, von wo man noch ein Stück mit der Metro fahren muss, bis endlich das Zentrum erreicht ist. Wer das akzeptiert, wohnt hier draußen nicht schlecht. Durchgangsverkehr gibt es nicht, man residiert in einer weitläufigen Parklandschaft und die Zimmer sind mit 2 bis 4 Betten bestückt.

j180 [bi] Santa Cruz de Marecenado €, calle Santa Cruz de Marecenado 28, Metro: Argüelles, Tel. 915474532, Fax 915481196, www.hihostels.com. Diese relativ kleine Jugendherberge liegt im Stadtteil Argüelles, ungefähr auf halber Strecke zwischen Zentrum und Univiertel und nicht allzu weit entfernt von der Plaza de España. Es werden insgesamt 72 Betten in 2- bis 8-Bett-Räumen geboten. Frühstück und Bettzeug sind im Preis enthalten.

Camping

z181 Osuna €, Avenida de Logroño s/n, Metro: Canillejas, Tel. 917410510, Fax 913206365. Die Autorin kennt diesen Platz seit den frühen 1980er-Jahren und allzu viel hat sich seitdem nicht verändert, aber von allen Campingplätzen rund um Madrid hat dieser die geringste Entfernung zum Stadtzentrum. Die Metrostation Canillejas ist 10 Minuten Fußweg entfernt, die Fahrt in die Stadt dauert etwa 45 Minuten. Der Platz eignet sich hervorragend für eine Kurzvisite in Madrid. Morgens fährt man mit der Metro ins Zentrum, kommt spät abends zurück und fällt todmüde ins Bett. Da werden die kleinen Mängel schnell übersehen. Allzu leise ist es hier nämlich nicht. Die doch recht nahe Fernstraße nach Barcelona ist zu hören und bei entsprechendem Wind auch der nicht sehr weit entfernte Flugplatz. Es gibt relativ viel Schatten durch Pinienbäume, die sanitären Einrichtungen sind okay, mehr aber auch nicht.

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 192)

µ Madrilenen sind im Gespräch schnell beim tú, also beim Du. Nicht irritieren lassen, das ist keine Respektlosigkeit, sondern im Alltag ganz normal. Man sollte überhaupt ruhig versuchen, ein wenig Spanisch zu sprechen. Garantiert wird man für seine Sprachkenntnisse ganz schnell riesige Komplimente bekommen.

µ Tagsüber kann man ruhig in bequemen Schuhen durch die Straßen laufen, auch gerne in Sportschuhen, aber man sollte abends niemals in lässigem Outfit oder gar Laufschuhen in ein Restaurant gehen. Schon gar nicht, wenn man einer Einladung folgt.

µ Spaniern wird ein eher laxer Umgang mit der Pünktlichkeit nachgesagt. Zumindest im Privatleben trifft dies auch zu, es ist daher nicht unbedingt tragisch, eine Viertelstunde zu spät zu kommen, da man sich sowieso meist in einer Bar verabredet. Im offiziellen Sektor wird dagegen sehr wohl auf Pünktlichkeit geachtet. Züge fahren auf die Minute pünktlich ab, Theater beginnen ihre Vorstellung um Punkt acht und auch der Arbeitsbeginn kann nicht kreativ gestaltet werden.

µ Im Sommer nicht die Hitze unterschätzen, lieber mehrfach eine Pause einlegen. Dazu geht man am besten gleich in die nächste kühle Bar.

µ Bei einem Madridaufenthalt sollte man sich dem anderen Rhythmus der Menschen hier anpassen. In Madrid kommt man erst spät in die Gänge, z. B. fährt die erste Metro erst gegen 6 Uhr! Dafür endet der Abend spät bzw. jedenfalls meist später, als man es von zu Hause gewohnt ist. Man sollte einfach mitmachen und nicht annehmen, dass man früh zu Bett gehen kann – das klappt nicht in Madrid.

µ Die Siesta ist zwar in Madrid nicht heilig, aber allgegenwärtig. Zwischen 14 und 16/17 Uhr läuft gar nichts und alle sind beim Mittagessen. Man sollte besser in dieser Zeit nichts Wichtiges planen und selbst Essen gehen. Auch sollte man nicht die in Deutschland typischen Essenszeiten erwarten. Mittagessen gibt es praktisch nirgends vor 14 Uhr und abends öffnen die Restaurants erst gegen 20.30 Uhr oder noch später. Die Kellner auf der Plaza Mayor, die schon ab 18 Uhr die Touristen in ihre Lokale locken wollen, sind die Ausnahme.

µ In einer Bar bestellt man am Tresen und bleibt dort auch. Kaum jemand setzt sich an einen Tisch. Dort kostet die Bestellung sonst auch gleich etwas mehr. In einem Restaurant sollte man nach dem Betreten dagegen nicht „eigenmächtig“ einen Tisch ansteuern, sondern warten, bis der Kellner kommt und Vorschläge zur Platzauswahl macht.

µ „¡Llámame!“ („Ruf mich an!“), heißt es ganz schnell am Ende eines Gesprächs in einer Bar und die Handynummer wird auch herausgegeben. Aber der Anruf muss nun wirklich nicht gleich am nächsten Tag geschehen, denn es ist eigentlich nur eine höfliche Verabschiedungsfloskel.

µ Spanier sind höfliche Leute und werden selten etwas rundweg ablehnen. Wenn ein Madrilene auf eine Frage oder einen Vorschlag „Va a ser difícil“ („Das wird schwierig“) antwortet, bedeutet das übersetzt eigentlich: „Unmöglich!“. Man sollte also nicht insistieren oder gar nachfragen, warum es denn schwierig werden könne.

µ Trinkgeld wird zwar ständig gegeben, aber nie übermäßig viel. In einer Bar gibt man nur ein paar Münzen, im Restaurant vielleicht 5 % bis allerhöchstens 10 % der Rechnungssumme, meist bleibt aber weniger liegen. Das Trinkgeld lässt man auf dem kleinen Tellerchen liegen, auf dem die Rechnung und später das Wechselgeld gebracht werden.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 193)

Metro

Die Madrider U-Bahn wird Metro genannt. Die erste Linie wurde 1919 eröffnet, heute ist das Streckennetz sehr modern und mit 284 km Länge und 294 Bahnhöfen eines der größten weltweit. 685 Mio. Menschen nutzen die Metro durchschnittlich im Jahr, die meistfrequentierte Station ist dabei Sol (18,6 Mio. Menschen pro Jahr).

Es gibt 11 Hauptlinien und einige Sonderstrecken. Zu Letzteren zählen die sehr kurze R-Strecke (R steht für ramal = Zweig), die zwischen Ópera und Príncipe Pío pendelt und mit der Zehnerkarte und der normalen Einzelkarte genutzt werden kann, und die Metro Sur (Linie 12), die weit außerhalb der Innenstadt auf einer Kreisverkehrsstrecke fährt und für die extra bezahlt werden muss (1 €). Die Metro Ligero mit drei Linien verkehrt ebenfalls weit außerhalb der City und ergänzt die Metro. Auch hier muss extra bezahlt werden (1 €).

Jede Linie ist mit einer eigenen Farbe gekennzeichnet, die in allen Plänen verwendet wird. Deshalb können manche Madrilenen auch nicht sagen, welche Linie beispielsweise nach Chueca fährt, wissen aber ganz genau, dass es „die Grüne“ ist. Einen kleinen Streckenplan (plano del Metro) erhält man – sofern vorhanden – am Schalter jeder Metrostation.

Die Züge der Metro fahren zwischen 6 Uhr morgens und 1.30 Uhr nachts mit hoher Frequenz, meist zwischen 3 und 6 Minuten. Der Preis für ein Ticket beträgt im Hauptnetz einheitlich 1 €, egal wie weit die Reise geht. Nur für die Fahrt zum Flughafen wird ein Zuschlag von 1 € fällig, das Ticket kostet dann also insgesamt 2 €. Wer in die Vororte will und noch mit der Metro Sur bzw. Metro Ligero fährt, zahlt ebenfalls mehr als den Einheitspreis. Kaufen kann man die Tickets am Schalter (sofern noch vorhanden) und an den Automaten, die einfach zu bedienen sind.

Wer mehrere Fahrten plant, kauft sich am besten gleich die Zehnerkarte (MetroBus 10 viajes), auch wenn man bei einem Preis von 9,30 € gegenüber 10 Einzelfahrten à 1 € nicht viel spart. Die Karte ist übertragbar, es können also auch mehrere Personen damit fahren, und sie ist auch in den städtischen Bussen gültig.

Es gibt auch eine Zeitkarte (Abono transportes turístico), die in der Metro, in den Stadtbussen und sogar in den Nahverkehrszügen (Cercanías) gilt. Es gibt sie für zwei Bereiche: Zone A, die das Stadtgebiet umfasst, und Zone T, die das gesamte Gebiet der Region Madrid abdeckt. Mit Ausnahme einer möglichen Fahrt zum El Escorial 4 sollte für Besucher, die nur die in diesem Buch beschriebenen Ziele erreichen wollen, Zone A genügen. Das Ticket ist personalisiert und man muss einen Ausweis vorlegen, um es zu bekommen. Erhältlich sind die Tickets am Schalter in den Metrostationen, bei der Touristeninformation, aber auch in manchen estancos (Tabakgeschäfte), Hotels oder online unter www.neoturismo.com/es/inicio.

µ Zone A: 1 Tag: 6 €, 2 Tage: 10 €, 3 Tage: 13 €, 5 Tage: 19 €, 7 Tage: 25 €

µ Zone T: zwischen 12 € (1 Tag) und 50 € (7 Tage)

Bevor man den Bahnsteig betreten kann, muss man sein Ticket an der Schranke in einen Schlitz stecken, erst danach öffnet sich die Sperre und die Karte kommt an anderer Stelle wieder heraus. An manchen Bahnhöfen gelangt man so auch wieder aus dem Bahnhof hinaus, also die Karte nicht gleich wegwerfen.

Das U-Bahn-System ist sehr einfach aufgebaut. Von jedem Bahnsteig aus fährt der Zug immer nur in eine Richtung und zu einem Endbahnhof. Das kann allerdings bedeuten, dass man bei größeren Umsteigebahnhöfen, an denen sich drei Linien kreuzen, ziemlich weite Wege durch schier endlos lange Tunnel zurücklegen muss. Zu diesen Stationen, die man vor allem mit viel Gepäck daher eher meiden sollte, gehören Núñez de Balboa, Diego de León, Plaza de España, Embajadores und Nuevos Ministerios (von Linie 8 zu Linie 6, aber nicht zu Linie 10).

Stadtbusse

Die Stadtbusse werden von der Empresa Municipal de Transportes de Madrid (www.emtmadrid.es) betrieben und verkehren zwischen 6.30 und 23.30 Uhr. Danach fahren noch Nachtbusse, die alle ihren Ausgangspunkt an der Plaza de Cibeles à haben und buhos („Uhus“) genannt werden. Sie fahren aber alle in die Außenbezirke und Vororte und sind deshalb für Innenstadtbesucher eher nicht interessant.

Ein Ticket kostet auch bei Bussen einheitlich 1 €, die Zehnerkarte (MetroBus 10 viajes) ist hier gültig. Man steckt die Karte in ein Lesegerät, das neben dem Fahrer hängt. Wenn es piept, ist eine Fahrt abgebucht.

Für Touristen sind vor allem die folgenden Busrouten interessant:

µ Nr. 2 befährt die gesamte Gran Vía ì zwischen Plaza de Cibeles à und Plaza de España í.

µ Nr. 27 fährt vom Bahnhof Atocha é über den Paseo del Prado und den Paseo de la Castellana õ am Estadio Santiago Bernabéu ÷ vorbei bis hoch zur Plaza de Castilla.

µ Nr. 33 fährt vom Bahnhof Príncipe Pío in den Casa de Campo 3.

µ Nr. 74 kommt aus dem Viertel Salamanca ø, fährt dann auch über die gesamte Gran Vía an der Plaza de España vorbei und hält direkt an der Seilbahnstation (calle Pintor Rosales), die in den Casa de Campo schwebt.

µ Nr. 147 fährt von der Plaza del Callao in Richtung Barrio del Pilar und passiert dabei das Viertel Chueca ò und das Estadio Santiago Bernabéu.

Cercanías

Das Netz der Cercanías („Nahverkehrszüge“) führt sternenförmig in die umliegenden Orte und Städte und deckt Strecken von teilweise bis zu 100 Kilometern ab. Für die in diesem Buch vorgestellten Sehenswürdigkeiten ist die Linie C–8a von Bedeutung, da sie hinaus nach El Escorial 4 fährt. Ausgangspunkt ist der Bahnhof Atocha é. Ein Ticket kann am Automaten gelöst werden, es gibt dort eine sehr einfache und eindeutige Menüführung. Der Preis ist sehr günstig: Man zahlt für Hin- und Rückfahrt insgesamt 6,50 €.

Taxi

Eine Fahrt mit einem Taxi ist generell günstiger als in Deutschland. Man kann sie per Telefon bestellen, aber es sind auch derart viele Taxis auf Madrids Straßen unterwegs, dass man einfach eines heranwinken kann. Ein freies Taxi hat ein kleines grünes Lämpchen auf dem Dach eingeschaltet.

Bei den Tarifen unterscheidet man generell zwei Zeiten: 6 bis 22 Uhr (A) und 22 bis 6 Uhr (B). Die Nacht von Sa. auf So. kommt bei einigen Unternehmen als dritter Bereich dazu (C). Die Taxameter starten bei 2,10 (A), 2,20 (B) oder 2,30 (C) und dann kostet der Kilometer 1 € (A), 1,15 € (B) oder 1,20 € (C). Die Preise können von Firma zu Firma schwanken und sollten daher nur als Richtlinie genommen werden. Zuschläge werden bei Fahrten zum/vom Flugplatz und auch vom/zum Bahnhof Atocha fällig.

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 196)

In Spanien gibt es eine scherzhafte Bemerkung über das Wetter, die für viele Regionen benutzt wird, auch für Madrid: „nueve meses de invierno tres meses de infierno“, was sich in etwa so übersetzen lässt: „Neun Monate Winter, drei Monate Hölle“. Die Autorin hält diesen Ausspruch allerdings für übertrieben. Tatsächlich unterscheidet sich das Klima in Madrid von vielen anderen spanischen Orten schon allein durch die Höhenlage der Stadt und die umliegenden Berge. In den beiden Sommermonaten Juli und August wird es zwar sehr heiß – Temperaturen von 35 °C sind die Regel und auch 40 °C werden oft erreicht –, im Juni und auch im September ist es allerdings kühler und im Gegensatz zu vielen anderen spanischen Städten kühlt es in Madrid im Sommer in der Nacht etwas ab.

Umgekehrt wird es im Winter tatsächlich kalt. Nachts sinkt das Thermometer schon gefährlich nahe an die Null Grad heran, aber tagsüber scheint wieder die Sonne und Temperaturen von 10 oder gar 15 °C werden schnell erreicht. Da sitzen Madrilenen dann zwar im Wintermantel im Park, aber mit Sonnenbrillen. Von „neun Monate Winter“ kann aber wirklich nur sprechen, wer sehr(!) sonnenverwöhnt ist. Die Monate Januar und Februar sind schon kalt, vor allem abends und nachts, aber auch hier sinkten die Temperaturen kaum unter Null Grad. Schnee fällt in Madrid sehr selten, in den umliegenden Bergen schon häufiger. Und schon ab März oder April wird es wieder sehr angenehm.

Das Frühjahr und der frühe Sommer sind dann auch sehr gut für einen Stadtbesuch geeignet, allerdings kann es im April sehr stark regnen, wie übrigens erfahrungsgemäß auch im Oktober. Am besten nutzt man daher die Monate Mai, Juni oder September für einen Besuch. Im Mai findet das große Stadtfest San Isidro statt (Mitte Mai), es ist tagsüber warm und auch nachts nicht mehr so kalt. Gleiches gilt auch für Juni und die Sommerhitze ist noch fern. Im September hat sich die Hitze bereits verabschiedet, es bleibt aber noch sehr warm und obendrein sind die Madrilenen aus dem Urlaub zurück und daher alle relativ entspannt.

Die Sommerhitze im Juli und August vertreibt die Bewohner aus Madrid, was u. a. dazu führt, dass viele Geschäfte eine Pause einlegen und vier Wochen geschlossen sind und die Stadt im August spürbar leerer ist. Allerdings lohnt sich durchaus ein Besuch auch zu dieser Zeit: Die Stadtverwaltung bietet jedes Jahr ein umfangreiches Kulturprogramm mit dem Namen Veranos de la Villa (Sommer in der Stadt), bei dem immer nach Sonnenuntergang fantastische Konzerte stattfinden und die Hotelpreise sinken im August auf einen Tiefststand.

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