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ReiseführerCityTrip Marrakesch 2011 – Download

  • 8.90 EUR Deutschland
  • Preis inkl. MwSt.
 
  • Reiseführer CityTrip Marrakesch 2011 – Download
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  • Autor: Därr, Astrid
    Herausgeber: Werner, Klaus
    ISBN: 978-3-8317-2091-0
    Seitenanzahl: 144
    Auflage: 3., neu bearbeitete und komplett aktualisierte Auflage
    Erscheinungsjahr: 2011

    Ausstattung:
    komplett in Farbe, mehr als 60 Fotos, 12 Seiten detaillierter Stadtplan/Cityatlas und Übersichtskarten, kleine Sprachhilfe Marokkanisch und Französisch, Glossar und ausführliches Register
    Größe: 27,0 MB
    Format: PDF

    Infos zum Printprodukt: CityTrip Marrakesch ARCHIV.

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Mit dem aktuellen Stadtführer "CityTrip Marrakesch" in den Orient eintauchen: farbenfrohe Märkte, prächtige Paläste und kulinarische Köstlichkeiten erwarten die Besucher. Wer für einen Kurzurlaub in der Stadt weilt und Marrakesch individuell entdecken möchte, ist mit den detaillierten und verlässlichen Empfehlungen des CityTrip Marrakesch von Reise Know-How gut beraten. Eine Vielzahl praktischer Tipps von der Anreise bis zur kleinen Sprachhilfe für Marokkanisch und Französisch ist ebenso enthalten wie viel Wissenswertes über die Geschichte und Traditionen einer nach westlichen Maßstäben doch fremden Kultur. Der eng mit dem Text verzahnte, GPS-genaue Stadtplan erleichtert die Orientierung vor Ort.

Die zweitälteste Königsstadt Marokkos pflegt ihr Image als märchenhafte Welt wie aus 1001 Nacht. Ob eine Shopping-Tour in den Souks, die Besichtigung einzigartiger maurischer Architektur oder ein genussvolles Abendessen mit marokkanischen Spezialitäten in einem Palasthotel - der Reiseführer gibt aktuelle Tipps für einen unvergesslichen Aufenthalt.

CityTrip- die neuen Reiseführer für den individuellen Kurztrip in die schönsten Städte der Welt!

  • Die Stadt entdecken: sorgfältige Beschreibung der interessantesten Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel
  • Die ganze Breite der Gastronomie: von Feinschmeckerrestaurants über Cafés und Bars bis zum mitternächtlichen Imbiss
  • Auf eigene Faust: alle reisepraktischen Infos zu Anfahrt, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Shopping, Events, Hilfe im Notfall ...
  • Unterkünfte von nobel bis preiswert: gründlich vor Ort recherchiert und ausführlich kommentiert
  • Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ...
  • Richtig ankommen: exakte Adressangaben, leicht zu finden dank GPS-genauer Stadtpläne



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Praktische Reisetipps aus dem Buch

Praktische Reisetipps aus dem Buch 

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Praktische Reisetipps

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 88)

Mit dem Flugzeug

Flugverbindungen

Die staatliche Fluggesellschaft ­Royal Air Maroc (RAM) verkehrt seit 2010 von München direkt nach ­Marrakesch, ansonsten nur umständlich und zeitintensiv von Frankfurt über Casablanca. Ein Linienflug mit RAM ab Frankfurt nach Casablanca (hin und zurück) kostet etwa 400 €. Ein Direktflug von München nach Marrakesch ist schon ab 200 € zu haben.

µ www.royalairmaroc.com, Tel. 089000 0800 (Marokko), 0699 2001461 (Dtld.)

Bequemer und meistens günstiger fliegt man mit einer der Billigfluglinien direkt nach Marrakesch. Die Flüge werden z. T. jedoch nur ­saisonal angeboten. Wer rechtzeitig bucht, kann hier bereits einen Flug ab 50 € für Hin- und Rückflug ergattern. Die marokkanische Billigfluglinie Atlas Blue mit Hauptsitz in Marrakesch bietet Direktflüge von Frankreich, Belgien und Genf an.

µ Air Berlin, www.airberlin.com, von Zürich, Wien, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Berlin nach Marrakesch

µ Atlas Blue, www.atlas-blue.com, von Brüssel, Mühlhausen und Genf nach Marrakesch

µ easyJet, www.easyjet.com, von Basel-Mühlhausen-Freiburg und Genf nach Marrakesch

µ Ryanair, www.ryanair.de, von München, Hahn im Hunsrück und Weeze am Niederrhein nach Marrakesch

µ Transavia, www.transavia.com, von Amsterdam nach Marrakesch

µ TUIFly, www.tuifly.com, von Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München nach Marrakesch

Der Flughafen Marrakesch-Menara (Tel. 0524 447865) liegt relativ stadtnah, nur 6 km südwestlich vom Zen­trum. Der Flughafen wurde 2008 ausgebaut und modernisiert. Man findet dort eine Wechselstube, Geldautomaten, diverse Shops und einen Infoschalter für Touristen, außerdem sind Mietwagenagenturen vertreten. Vom Flugplatz ins Zentrum kommt man folgendermaßen:

µ Bus: Direkt vor dem Flughafenausgang befindet sich die Haltestelle des Shuttlebusses Nr. 19 (Navette), der von 6.30 bis 21.15 Uhr halbstündlich über die Hivernage und den Djamâa el-Fna zum Busbahnhof und Bahnhof in Guéliz fährt (einfache Fahrt 20 DH, hin und zurück 30 DH).

µ Taxi: Der offizielle Tarif für die etwa 15-minütige Fahrt vom Flughafen zu den Hotels der Hivernage, nach Guéliz oder in die Medina beträgt mit einem Petit Taxi 50 DH, mit einem Grand Taxi 100 DH – die meisten Fahrer verlangen jedoch deutlich mehr (vgl. „Verkehrsmittel“).

Mit der Bahn

Die Eisenbahn ist eine angenehme, zuverlässige und preiswerte Alternative, um aus anderen Landesteilen (z. B. Casablanca) nach Marrakesch anzureisen. Die Stadt ist der südlichste Haltepunkt im Schienennetz des Landes. Tickets sollten vorsichtshalber einen Tag vorher am Bahnhof gekauft werden. Ein Ticket 1. Klasse ist anzuraten, da es nur wenig teurer und die Reise dafür komfortabler ist.

Züge von Rabat und Casablanca nach Marrakesch verkehren ca. 9-mal täglich. Die Fahrzeit beträgt etwa 4 Std. von Rabat und ca. 3 ½ Std. von Casablanca.

Den aktuellen Fahrplan und weitere Infos zum marokkanischen Eisen­bahnnetz erhält man unter:

µ www.oncf.ma oder unter der Hotline 0890 203040

2009 wurde der monumentale Bahnhof aus Backstein, Glas und Granit gegenüber des Théâtre Royal an der Kreuzung von Av. Hassan II. und Av. Mohamed VI. eröffnet. An den Ticketschaltern erhält man Auskunft über die Abfahrtszeiten und Tickets. Im Bahnhof gibt es Fastfood, Mietwagenagenturen, eine Poststelle und eine Bank mit Geldautomat. Vor dem Gebäude warten Taxis (Preis verhandeln, vgl. „Verkehrsmittel“). Das angenehme Hotel Ibis Moussafir (s. S. 105) beim alten Bahnhof nebenan bietet all jenen Unterkunft, die erst spätabends oder nachts ankommen.

Ausrüstung und Kleidung (siehe Reiseführer S. 89)

Für einen Städtetrip nach Marrakesch ist keine besondere Ausrüstung notwendig. Am besten reist man mit leichtem Gepäck, dann haben bei der Rückreise umso mehr Souvenirs Platz. Alle evtl. vergessenen Dinge können problemlos vor Ort gekauft werden.

In Marrakesch herrschen tagsüber ganzjährig angenehme Temperaturen. Als Kleidungsstücke eignen sich leichte, weite Baumwollhosen oder -röcke, die über die Knie reichen sollten, und leichte Baumwoll- oder Funktionsshirts, evtl. mit Kragen gegen den Sonnenbrand im Nacken. In einem islamischen Staat sind ärmellose, enganliegende oder tief ausgeschnittene T-Shirts sowie sehr kurze Hosen und Röcke keine angemessenen Kleidungsstücke! Vor allem auf dem Land, in den Bergen und in den Altstädten verletzt dies das Moralgefühl der Bevölkerung.

Für ausgedehnte Entdeckungstouren in der Stadt sind bei der starken nordafrikanischen Sonneneinstrahlung unbedingt eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille notwendig. Für die kühlen Nächte im Frühjähr, Spätherbst und Winter sollten ein winddichter Anorak oder Fleecepulli und ein Pullover im Gepäck nicht fehlen. Und vergessen Sie die Badehose für den Hotelpool nicht!

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 90)

Für Rollstuhlfahrer kann ein Aufenthalt in Marrakesch äußerst beschwerlich ausfallen: Gehsteige haben Löcher und hohe Absätze ohne Rampe, in vielen Sehenswürdigkeiten führen Treppen zu verschiedenen Etagen, die Riads der Altstadt verfügen nicht über Aufzüge, dafür aber über viele Stufen, die Gassen der Medina sind eng, uneben gepflastert und menschenüberfüllt. Auch bei den modernen Hotels in der Neustadt sollte man vor der Buchung anfragen, ob ein Aufzug vorhanden und ein barrierefreier Zugang möglich ist. Eine hilfreiche Hand findet sich jedoch sicher überall in Marrakesch.

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 90)

µ Deutsche Botschaft in Rabat, 7, Zankat Madnine, 10000 Rabat, Mo.–Fr. 9–12 Uhr, Tel. 0537 21 86 00, Fax 0537 706851, www.rabat.diplo.de, E-Mail: info@rabat.diplo.de. Konsular­abteilung: 12, Av. Mehdi Ben Barka, 10000 Rabat, Mo.–Fr. 8–11 Uhr, Tel. 0537 63 54 00

µ Österreichische Botschaft in Rabat, 2, Zankat Tiddas, 10000 Rabat, Mo.–Fr. 9–12 Uhr, Tel. 0537 764003, 761698, Fax 0537 765425, E-Mail: rabat-ob@bmeia.gv.at

µ Schweizerische Botschaft, Square de Berkane, 10020 Rabat, www.eda. admin.ch/rabat, E-Mail: rab.vertretung@eda.admin.ch, Mo.–Fr. 8–11 Uhr, Tel. 0537 268030, 268031, 268032, Fax 0537 268040; Visaabteilung: 12, rue Ouezzane, 10001 Rabat, Tel. 0537 268041, 268042

Ein- und Ausreise­bestimmungen (siehe Reiseführer S. 90)

Deutsche Staatsbürger benötigen für einen Aufenthalt in Marokko bis zu drei Monaten einen noch sechs Monate gültigen Reisepass. Für Kinder unter 16 Jahren ist ein Kinderausweis mit Lichtbild oder ein Eintrag im Familienpass ausreichend.

Die Abfertigung am Flughafen in Marokko ist ziemlich unproblematisch. Dem Polizeibeamten legt man den Pass und den Ein-/Ausreisezettel (Carte d’Embarquement/Débarquement) vor. Daraufhin erhält man den Einreisestempel mit Identifikationsnummer, auf deren Lesbarkeit man unbedingt achten sollte, da sie für das Einchecken ins Hotel und für weitere Einreisen benötigt wird. Bei der Ausreise ist der gleiche Zettel auszufüllen, der meistens bei den Säulen am Flughafen herumliegt, und dem Beamten mitsamt Pass und Ticket vorzulegen.

Bei der Zollabfertigung kommt es nur gelegentlich vor, dass das Gepäck genauer kontrolliert wird. Die marokkanische Währung darf nur bis zu einem Höchstbetrag von 1000 DH ein- oder ausgeführt werden. Die Ein- und Ausfuhr von Rauschgift ist selbstverständlich verboten und wird mit langen Gefängnisstrafen geahndet. Bei der Rückreise sind die Einfuhrbeschränkungen der EU bzw. der Schweiz zu beachten. Infos:

µ www.zoll.de oder www.bmf.gv.at (EU, also D und A)

µ www.ezv.admin.ch (CH)

Fotografieren (siehe Reiseführer S. 91)

Die vielen fremdartigen Motive Marokkos verlocken zu häufigem Gebrauch der Kamera – aber Vor- und Rücksicht! Grundsätzlich verboten ist das Filmen und Fotografieren militärischer Einrichtungen im weitesten Sinne. Wenn Antennenanlagen, beflaggte Gebäude, Militärzäune, Uniformierte u. Ä. mit in die „Schusslinie“ geraten, ist also Zurückhaltung geboten.

Nach strenger Koranauslegung ist jede bildliche Darstellung des Menschen verboten, daher sollten Sie vor allem bei Personenaufnahmen äußerstes Feingefühl beweisen. Wer Menschen fotografiert, sollte sich durch Fragen oder eine entsprechende freundliche Gestik vorher vergewissern, dass der Betroffene nichts dagegen hat. Im Zweifelsfall gilt: kein Foto!

Den benötigten Vorrat an Diafilmen sollte man zu Hause besorgen. Ansonsten können Filme und auch Speicherkarten für Digitalkameras in Fotoläden der Neustadt oder in Kiosken im Umkreis touristischer Sehenswürdigkeiten nachgekauft werden.

Frauen allein unterwegs (siehe Reiseführer S. 91)

Besonders blonden, jungen Frauen wird es nicht verborgen bleiben: Für viele marokkanische Männer scheinen diese Merkmale einen Schlüsselreiz darzustellen, der sie zu einem zuckersüßen „Bonjour la gazelle, comment ça va?“ oder zumindest einem leisen Pfeifen oder Zischen im Vorbeigehen veranlasst. Alleinreisende Frauen müssen in marokkanischen Großstädten immer wieder mit Anmache und anzüglichen Bemerkungen rechnen, in einem ernsthaften Sinne belästigt wird frau jedoch äußerst selten.

Um unnötige Anmachen zu vermeiden, sind angemessene Kleidung (keine schulterfreie, stark ausgeschnittene oder sehr enge Kleidung, keine kurzen Röcke) und ein sicheres Auftreten wichtig: Blickkontakt vermeiden, selbstbewusst und zielsicher weitergehen, ohne auf Kommentare zu reagieren. Bis auf diese gelegentlich nervigen Kommentare können sich alleinreisende Frauen in Marrakesch problemlos frei und sicher bewegen. Sollte doch einmal ein Mann zudringlich werden, dann sollte frau laut rufen und mit der Touristenpolizei drohen – sofort werden mehrere Personen zu Hilfe eilen. Traditionelle Cafés mit ausschließlich männlichem, einheimischem Publikum sollten jedoch gemieden werden.

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 92)

Währung

Währungseinheit ist der Marokkanische Dirham (DH). Bis zu einer Summe von 1000 DH darf die Währung ein- und ausgeführt werden. Der Dirham ist in 100 Centimes unterteilt.

Der Kurs des Dirham richtet sich nach jenem des US-Dollars, sodass der Wechselkurs zum Euro sehr von der Stärke oder Schwäche des US-Dollars abhängt.

µ Aktueller Wechselkurs (Stand Ende 2010): 1 DH = 8,8 Eurocent, 1 € = 11,16 DH; 1 DH = 0,11 CHF, 1 CHF = 8,34 DH

µ Tagesaktuelle Wechselkurse im Internet unter: www.oanda.com/convert/classic

Geldwechsel

Am besten wechselt man gleich nach der Ankunft am Flughafen einen Betrag in Dirham um, dann kann man schon einmal das Taxi in die Stadt bezahlen und eine Kleinigkeit zu trinken und zu essen kaufen. Banken mit Geldautomaten, an denen mit Kredit- oder Maestro-(EC-)Karte problemlos Geld abgehoben werden kann, sind überall im Stadtgebiet und auch rund um den Djamâa el-Fna in der Medina zu finden. Übriggebliebenes marokkanisches Geld kann bei der Abreise am Flughafen (zum etwas schlechteren Kurs) zurückgetauscht werden.

µ Mehrere Banken mit EC-Automat befinden sich überall in der Neustadt sowie in der Rue Bab Agnaou [N11] südlich des Djamâa el-Fna. Dort hat das Wechsel­büro Mabrouka auch sonntags geöffnet.

µ Das Wechselbüro (Bureau de Change) der Banque Populaire am Südende des Djamâa el-Fna ist Mo.–So. von 9–14 und 16–21 Uhr geöffnet. Dort gibt es auch einen Geldautomaten. Die Wechselstube im Hotel Ali (s. S. 106) hat auch abends/sonntags geöffnet.

Preise

Marrakesch ist kein Billigreiseziel. Besonders die touristischen Restaurants in stilvollen Riads in der Medina verlangen für ein Menü häufig mehr als 40 €, auch die Preise für ein Zimmer in einem Maison d’Hôtes steigen ständig an. Kleine, familiäre Gästehäuser und einfachere Hotels bieten das Doppelzimmer mit Bad schon ab etwa 25 €/Nacht an. Für einen Wochenendaufenthalt in Marrakesch in einem Mittelklassehotel bzw. einem durchschnittlichen Riad sollte man mit etwa 250 € pro Person rechnen.

µ Einige Preisbeispiele: Café au lait/Thé à la menthe im Café 3–20 DH, Tajine/Couscous im Restaurant 40–200 DH, frisch gepresster Orangensaft: am Djamâa el-Fna 4 DH, im Restaurant 8–20 DH, 1,5-l-Wasserflasche im Laden 5–6 DH, Datteln: 20 bis 150 DH/kg je nach Sorte und Herkunft

Gesundheits­vorsorge (siehe Reiseführer S. 93)

Eine Reise nach Marokko birgt normalerweise keine größeren gesundheitlichen Risiken als eine Reise in ein beliebiges südeuropäisches Land. Die auch in Deutschland empfohlenen Standardimpfungen Tetanus/Diphterie und Hepatitis A sollten ggf. aufgefrischt werden.

Für Experimentierfreudige, die auch mal am Straßenstand essen, besteht das Risiko von (meist harmlosen) Darminfektionen. Vorsorglich sollte also ein Durchfallmedikament in der Reiseapotheke vorhanden sein. Wer nach der Regel „cook it, peel it or forget it“ isst, vermeidet das Risiko von Diarrhö. Weitere Vorsichtsmaßnahmen: nur gut durchgekochte oder -gebratene Speisen, keine Eiswürfel, keine aufgewärmten Speisen, nur geschältes Obst, keine rohen Meeresfrüchte oder Gerichte mit rohen Eiern (Speiseeis, Mayonnaise), keine Frischmilch.

Ein Sonnenschutz in Form eines Sonnenhuts und einer Sonnencreme ist unbedingt notwendig. Ein Mückenschutzmittel hilft, juckende Stiche von Moskitos zu vermeiden.

µ Weitere Informationen zu evtl. Gesundheitsrisiken auf Reisen: www.travelmed.de

Hygiene (siehe Reiseführer S. 93)

Die Touristenrestaurants und Hotels in Marrakesch sind überwiegend sehr sauber und ordentlich. Nur bei den einfachen, billigen Unterkünften mit gemeinschaftlichen Toiletten und Duschen muss man mit verstopften Abflüssen, kaputter Spülung und verdreckten Kloschüsseln und Bädern rechnen.

Öffentliche Toiletten oder Toiletten in einfachen Cafés haben meist keinen Sitz, sondern sind – nach marokkanischem Standard – Stehtoiletten. Dort fehlt es auch meist an Toilettenpapier, stattdessen steht ein Wasserhahn zur Säuberung mit der linken Hand bereit ...

Die Garbuden am Djamâa el-Fna unterliegen staatlichen Hygienebestimmungen, dort wird normalerweise alles frisch zubereitet. Die für unseren Magen ungewohnten Keime können aber auch bei ausschließlichem Verzehr im Hotel oder guten Restaurant zu Magen-/Darmverstimmungen führen. Das gechlorte Leitungswasser sollte nicht getrunken werden, Vorsichtige verwenden auch zum Zähneputzen Flaschenwasser. Gutes, abgefülltes Wasser in 1,5-l-Flaschen gibt es in jedem Laden zu kaufen.

Informations­quellen (siehe Reiseführer S. 94)

Infostellen zu Hause

In Deutschland

µ Botschaft des Königreiches Marokko, Niederwallstr. 39, 10117 Berlin, Tel. 030 2061240, Fax 030 20612420, E-Mail: kontakt@botschaft-marokko.de, www.maec.gov.ma/berlin

µ Staatliches Marokkanisches Fremdenverkehrsamt (ONMT), Graf-Adolf-Str. 59, 40210 Düsseldorf, Tel. 0211 370551/52, Fax 0211 374048, www.tourismus-in-marokko.de. Das Staatliche Marokkanische ­Fremdenverkehrsamt verschickt farbige, stimmungsvolle Prospekte zu verschiedenen touristischen Zielen, die aber kaum Infos enthalten. Die Publikationen können auch über das Internet bestellt werden.

µ Das Auswärtige Amt gibt allgemeine Länderinfos sowie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise: www.auswaertiges-amt.de.

In Österreich

µ Botschaft des Königreiches Marokko, Opernring 3–5, 1010 Wien, Tel. 01 5866650, 5866651, Fax 01 5867667, E-Mail: emb-pmissionvienna@morocco.at

µ Staatliches Marokkanisches Fremdenverkehrsamt (ONMT), Kärtnerring 17/2/23A, 1010 Wien, Tel. 01 5125326, Fax 01 5123973, E-Mail: marokkotourismus@aon.at

In der Schweiz

µ Botschaft des Königreiches Marokko, Helvetiastr. 42, 3005 Bern, Tel. 031 3510362, Fax 031 3510364, E-Mail: consulat-ma@amb-maroc.ch, www.amb-maroc.ch

µ Staatliches Marokkanisches Fremdenverkehrsamt (ONMT), Schifflände 5, 8001 Zürich, Tel. 01 252735216, Fax 01 2511044, E-Mail: info@marokko.ch

Infostellen in der Stadt

i91 [D7] Office du Tourisme (ONMT), Place Abdelmoumen, Guéliz, Tel. 0524 436131/39. Der nicht immer freundliche Herr am Schalter gibt Touristen auf Englisch und Französisch Auskunft, ist aber bei größerem Andrang schnell überfordert. Es hängt ein Marrakeschplan aus und kostenlose Broschüren werden ausgegeben. Keine Detailinfos oder Empfehlung von Stadtführern.

Marrakesch im Internet

µ www.tourismus-in-marokko.de – Die Seite des Staatlichen Marokkanischen Fremdenverkehrsamts in Deutschland beinhaltet Infos, Veranstaltungshinweise, schöne Bilder und Bestellmöglichkeit von Broschüren.

µ www.marrakech.travelOffizielle Marrakesch-Website des Staatlichen Marokkanischen Fremdenverkehrsamts mit allen touristisch relevanten Infos (auf Deutsch).

µ www.tourisme.gov.ma, www.tourismemaroc.com – Die erste Adresse ist die offizielle Seite des Tourismusministeriums, beide Seiten bieten aktuelle Zahlen, Tourismusprojekte, News usw.

µ www.marokko.com – Eine sehr aktive Website mit Diskussionsforum zu Themen von Tourismus über Politik bis hin zu marokkanischer Küche und vielen Links zu anderen Marokko-Seiten. Das Tourismusforum wird u. a. von der Autorin moderiert.

µ www.maroc.ma – Offizielle Website der marokkanischen Regierung: Politik, Statistiken, Links zu Ministerien etc.

µ www.marrakech-info.com – Deutschsprachige Seite mit Infos zur Stadt und Buchungsmöglichkeit von Hotels und Riads.

µ www.marrakech-cityguide.com – Aktuelle Infos und Adressen zu allen Aspekten der Stadt: Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel, Restaurants, Hotels, Shopping, Nachtleben, Sport usw. (französisch und englisch).

µ www.madein-marrakech.com – Übersichtliche Sammlung aller wichtigen Adressen: Unterkünfte, Restaurants, Nachtleben, Einkaufen.

µ www.ilove-marrakech.com – Anzeigenbasiertes Portal mit Hotels, Restaurants und Shoppingadressen.

µ www.tourisme-marrakech.org – Französischsprachige Site des Conseil Régionale du Tourisme mit praktischen Informationen und Zahlen zum Tourismus.

Publikationen und Medien

µ Beim Tourismusamt in der Neustadt (s. o.) und in vielen Gästehäusern liegen englisch- und französischsprachige Broschüren mit Stadtplan, Veranstaltungskalender, Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten sowie Restaurant- und Hotelanzeigen aus, z. B. „Last Exit Marrakech“, „Le guide Marrakech“ und „Couleurs Marrakech Pocket“.

µ Inzwischen widmen sich mehrere französischsprachige Zeitschriften der orientalischen Wohnkultur in den Riads der marokkanischen Altstädte: „Architecture du Maroc“, „Maroc: Architecture, Cultures, Traditions“, „Maisons du Maroc“, „Couleurs Marrakech: Le Magazin de l’Art de vivre“, „Medina“.

µ News über das (kulturelle) Stadtleben bietet die alle drei Monate erscheinende Zeitung „La Tribune de Marrakech“.

µ Eine empfehlenswerte, französisch­sprachige Tageszeitung ist z. B. „Le Matin“ (www.lematin.ma).

Internetcafés (siehe Reiseführer S. 96)

Man muss nicht lange suchen, um ein Internetcafé zu finden. Nahe dem Djamâa-el-Fna, in der Rue Bab Agnaou [N11] und in der Neustadt gibt es diverse gut ausgestattete Internetcafés. Eine Stunde online kostet 4–10 DH (in den teuren Hotels bis zu 40 DH). Der Cyber Parc (s. S. 42) zwischen Altstadt und Guéliz wurde mit Internetterminals und einem supermodernen Internetcafé in der Mitte ganz der virtuellen Welt gewidmet.

µ Hanan Internet, 92, Rue Bab Agnaou, Tel. 0524 441639, tgl. 9–24 Uhr. Moderne Ausstattung, auch Fax, Kopierer und Telefone.

@92 [O11] Cyber Café T@yni, Rue des Banques, wenige Meter vom Djamâa el-Fna im OG, WLAN, Internettelefonie mit Skype möglich, schnelle Verbindung.

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 96)

Die Marokkaner sind sehr kinderlieb, daher werden Familien in Marrakesch grundsätzlich willkommen geheißen und man knüpft schnell Kontakt mit hilfsbereiten Marrakchis. Manche Gästehäuser bieten speziell ausgestattete, größere Familienzimmer an. Der Bummel durch die Souks ist für Kinder ein aufregendes Erlebnis, allerdings sollte man genug Ruhepausen einplanen. Die Spektakel am Djamâa el-Fna ziehen ebenfalls Groß und Klein in ihren Bann.

In den Menara-Gärten Ú, in der Palmeraie Ü und auf der Freifläche vor dem Hotel Royal Mirage (Av. Ménara/Mohammed VI.) kann der Nachwuchs auf einem Dromedar Platz nehmen und ein Stück reiten. Eine Stadtrundfahrt in der Pferdekutsche (calèche) schont die Füße und bietet Kindern eine willkommene Abwechslung. Ein Spielplatz steht z. B. im Jardin el Harti in der Neustadt zur Verfügung. Das Bad Oasiria (s. S. 46) etwas außerhalb der Stadt ist ein wahres Paradies für Kinder: mit Rutschen, Piratenschiff, Spielpätzen, Wellenbad und Strömungskanal für Gummireifen. Kleinkinder und Babys haben an einem Städtetrip wahrscheinlich weniger Vergnügen.

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 97)

Die medizinische Versorgung in Marrakesch ist gut, es stehen sowohl staatliche Krankenhäuser (hôpital) als auch Privatkliniken (clinique) zur Verfügung. Die Privatkliniken sind meistens besser ausgestattet und man muss nicht so lange warten. Hotels, Botschaften oder Konsulate empfehlen Adressen von kompetenten, evtl. sogar deutschsprachigen Ärzten vor Ort (vgl. „Diplomatische Vertretungen“). Die überall im Stadtgebiet verteilten Apotheken (pharmacie) führen neben einheimischen auch ausländische Medikamente, die meist rezeptfrei und billiger als bei uns zu haben sind. Bereitschaftsapotheken (pharmacies de garde) haben auch nachts und an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Die Nachtdienste der Apotheken werden wöchentlich neu eingeteilt, Infos erhält man beim Syndicat des Pharmaciens de Marrakech, Tel. 0524 447520 oder 437228.

Die staatlichen Krankenhäuser in Marokko bieten ihre Grundleistungen auch für Ausländer kostenlos an. Sonderleistungen, Behandlungen in den besser ausgestatteten Privatkliniken und private Konsultationen müssen selbst bezahlt werden. Die Kosten für eine Behandlung in Marokko werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen in Europa nicht übernommen (vgl. „Versicherungen“).

µ Dr. Gertrud Michaelis, 7, Rue Ibn Sina, Guéliz, Tel. 0524 448343. Deutsche Allgemeinmedizinerin.

+93 [D6] Polyclinique du Sud, Rue Yougoslavie, Ecke Rue Ibn Aicha, Guéliz, Tel. 0524 447999. Von Ausländern in Marrakesch bevorzugt genutzte Privat­klinik, 24 Std. Notfallaufnahme.

Notfälle (siehe Reiseführer S. 97)

Kartenverlust

Deutsche Kunden, die ihre Kreditkarte, Maestro(EC)-Karte oder ihr Handy verloren haben, können sie über die zentrale Sperrnummer Tel. +49 116116 blockieren lassen. Man sollte sich möglichst vor dem Reiseantritt die wichtigsten Daten wie Kartennummern und Gültigkeitsdauer notieren, da diese bei der Sperrung unter Umständen abgefragt werden können.

Für Österreicher und Schweizer gibt es zurzeit noch keine zentrale Sperrnummer, deshalb sollten sie sich vor der Reise bei den zuständigen Banken und Handy-Providern über die Modalitäten informieren.

µ www.kartensicherheit.de

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 98)

Wochenfeiertag und arbeitsfreier Tag ist der Sonntag, auch freitagvormittags und mittags zur Gebetszeit haben viele Ämter und Läden (v. a. in den Souks) geschlossen.

Die Öffnungszeiten variieren mangels eines Ladenschlussgesetzes, deshalb können nur Kernöffnungszeiten genannt werden.

Generell sind die Öffnungszeiten während des Ramadan und in der Woche nach dem Opferfest (Aid el Kebir) sehr eingeschränkt. (Post-)Ämter und Behörden haben dann meist nur von 9.30–15 Uhr geöffnet, Geschäfte nach Gutdünken des Besitzers manchmal nur vormittags oder in den späten Nachmittagsstunden.

µ Geschäfte und Büros: Mo.–Sa. 9.30–13 Uhr u. 15–19 Uhr. Die Läden in der Medina öffnen etwa ab 10 Uhr und schließen gegen 21 Uhr.

µ Ämter und Behörden: Mo.–Do. 8.30–12 u. 14.30–18.30 Uhr, Fr. 8–11.30 u. 15.30–18.30 Uhr

µ Museen und Monumente: tgl. (außer Di.) 9–12 u. 14–17.30/18 Uhr

Post (siehe Reiseführer S. 98)

Die Hauptpost befindet sich am Place du 16 Novembre [F8] (Av. Mohammed V.) in Guéliz, eine weitere große Postfiliale liegt am Südende des Djamâa el-Fna.

Briefmarken sind meist auch in Tabak- und Schreibwarenläden erhältlich, in denen Postkarten verkauft werden. Postkarten und Briefe bis 20 g nach Deutschland benötigen als Porto 7,80 DH. Die Laufzeit für Briefe und Karten in die Heimat liegt bei etwa einer Woche.

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 98)

Homosexualität ist in Marokko illegal, sexuelle Handlungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern können dem Gesetz nach mit einer Geldzahlung oder Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft werden. Homosexuelle Partnerschaften sind in religiöser und moralischer Hinsicht für einen Großteil der lokalen Bevölkerung nicht akzeptabel. Zärtlichkeiten zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren in der Öffentlichkeit sind daher tabu, auch wenn freundschaftlich Hand in Hand schlendernde marokkanische Männer zum Alltagsbild gehören.

Dennoch ist Marokko und besonders Marrakesch als Gay-Reiseziel bekannt und hinter der Fassade hat sich eine lebhafte Szene entwickelt. In der Stadt gibt es zwar keine ausgewiesenen Gay-Bars, einige Orte wie z. B. das Diamant Noir (s. S. 36) und das Café des Negociants am Place Abdelmoumen sind jedoch als Treffpunkte bekannt. Marokkanisch-europäische gleichgeschlechtliche Paare haben evtl. Schwierigkeiten, ein gemeinsames Zimmer in einem Hotel zu mieten, weil vermutet wird, dass es sich beim Marokkaner um einen Prostitutierten handelt. Es gibt jedoch diverse Riads, die als „gay friendly“ gelten (z. B. La Terrasses des Oliviers, vgl. „Unterkunft“) und z. T. von schwulen Paaren betrieben werden.

Entwicklungen wie die weitverbreitete Pädophilie und wachsende Pros­titution von Männern führte in den letzten Jahren zu einer verstärkten Abneigung einiger Marrakchis bis zu vereinzelten Gewalttaten gegen Homosexuelle – auch der Bürgermeister sprach sich bereits öffentlich gegen Schwule aus. Homosexuelle Touristen, die sich in der Öffentlichkeit unauffällig verhalten, haben in Marrakesch jedoch keine Probleme zu erwarten.

µ Marokkanisches Online-Homomagazin: www.kelma.org/kelmaghreb.htm

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 99)

In Marrakesch können sich Touristen zu jeder Tageszeit sicher bewegen, Gewaltdelikte sind selten. Wie in allen Ländern sollten Wertsachen nicht offen zur Schau gestellt werden. Am besten trägt man nur einen kleinen Betrag, den man tagsüber benötigt, im Geldbeutel oder der Hosentasche bei sich und bewahrt den Rest im Hotelsafe auf. Vorsicht vor Taschendieben ist vor allem im Gedränge am Djamâa el-Fna und in den Hauptgassen der Medina geboten.

Nutzen Sie die bewachten Parkplätze und lassen Sie keine Wertgegenstände im Fahrzeug liegen. In den nachts menschenleeren und dunklen Gassen der Medina fühlen sich alleinreisende Frauen meist nicht wohl – auch wenn es sich dabei nur um ein subjektives Empfinden handelt.

Sprache (siehe Reiseführer S. 99)

In Marokko ist Arabisch offizielle Amts- und Landessprache. Französisch dient seit der Kolonialzeit als Verkehrs- und Handelssprache. Die Beschilderung und viele Touristeninformationen in Marrakesch sind in Französisch gehalten. Viele Souvenirhändler, Fremdenführer sowie das Personal in Restaurants und Hotels sprechen auch Englisch oder sogar Deutsch.

Im Anhang dieses CityTrips findet sich eine „Kleine Sprachhilfe“ mit den wichtigsten Vokabeln und Redewendungen. Empfehlenswert sind zwei handliche und praxisnahe Sprechführer aus der Kauderwelsch-Reihe des Reise Know-How Verlags: „Marokkanisch-Arabisch – Wort für Wort“ und „Französisch – Wort für Wort“.

Stadttouren und Stadtführer (siehe Reiseführer S. 99)

Für den Orientneuling erscheint das Gassengewirr der Medina als ein einziges Labyrinth. Obwohl die Orientierung in der Altstadt von Marrakesch nach ein paar Tagen vergleichsweise leichtfällt, ist es für den ersten Besichtigungstag sinnvoll, einen Stadtführer zu engagieren.

In manchen Städten Marokkos wird der Reisende von den sogenannten „faux guides“ – Jugendlichen oder jungen Männern, die sich illegal als Führer anbieten – geradezu überfallen. In Marrakesch ist dies eher selten der Fall. Nehmen Sie sich auf jeden Fall einen offiziellen, staatlich geprüften Stadtführer und lassen Sie sich ggf. seine Führerlizenz oder -plakette zeigen. Die offiziellen Führer sprechen mehrere Sprachen und geben geschichtliche Hintergrundinformationen. Faux guides zielen hingegen hauptsächlich darauf ab, zu Souvenirgeschäften und Restaurants zu führen, von denen sie eine Provision erhalten.

Kompetente deutschsprachige Stadtführer verlangen für eine halbtägige Führung ca. 30 € und für den ganzen Tag 50–60 € – unabhängig von der Personenzahl. Der Preis sollte immer vorher vereinbart werden! Die Hotels halten oft eine Liste empfehlenswerter Stadtführer bereit.

µ Empfehlenswerte offizielle, Deutsch sprechende Führer für alle Sehenswürdigkeiten sind: Hassan Moumen (Mobiltel. 0661 581681), Jamal Benihoud (Mobiltel. 0662 203281, falkoniti@hotmail.com), Abdelkader Dizi (Mobiltel. 0667 964912), Omar Faris (Mobiltel. 0661 163622) und Ahmed Tija (Tel. 0524 300337).

µ Naturebike Marrakech bietet eine dreieinhalbstündige Radtour (engl./franz.) von der Kasbah, durch die Agdal-Gärten, die Mellah, die Medina bis in die Palmeraie an. 250 DH/Pers., Treffpunkt tägl. 10 Uhr am Eingang zu den Saadier-Gräbern. Tel. 0658 746500, www.­naturbike-marrakech.com

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 100)

An fast jeder Ecke sind die blau-orangen öffentlichen Telefone installiert, von denen aus auch nach Deutschland bzw. Europa telefoniert werden kann. Telefonkarten mit unterschiedlichem Guthaben gibt es bei allen Niederlassungen der Maroc Telecom und in den meisten Läden. Außerdem betreiben private Téléboutiquen (teils mit Fax und Internet) Münzapparate. Eine Minute nach Deutschland kostet ca. 5,50 DH (0,55 €). Telefonieren nach Deutschland vom Hotel aus ist horrend teuer (3–5 €/Min.) – am günstigsten ist es, sich am Zimmertelefon des Hotels mit einer deutschen Billigvorwahl zurückrufen zu lassen.

Mobiltelefone funktionieren in Marokko problemlos, allerdings sind die Roaminggebühren sehr hoch. Wer längere Zeit im Land verbringt oder erreichbar sein möchte, ohne für eingehende Gespräche zu zahlen, der kauft sich eine SIM-Karte mit Prepaid-Guthaben bei einem der marokkanischen Mobilfunkanbieter (z. B. Méditel oder Maroc Telecom, ca. 80 DH mit 50 DH Startguthaben).

µ Die Telefonauskunft erreicht man in Marokko unter der Nummer 160.

µ Marrakesch hat seit März 2009 die Vorwahl 0524. Diese muss immer mitgewählt werden! Vorsicht: Auf manchen Visitenkarten und Internetseiten steht noch die alte Vorwahl 024 oder 044. Die Nummern marokkanischer Mobiltelefone beginnen stets mit 066 oder 067.

µ Von D, A oder CH aus wählt man die Ländervorwahl für Marokko 00212 und anschließend die neunstellige Nummer ohne die „0“ am Anfang.

Uhrzeit (siehe Reiseführer S. 101)

In Marokko gilt die Westeuropäische Zeit (UTC), daher müssen Besucher aus D, A und CH (MEZ) ihre Uhren um eine Stunde zurückstellen, während der Sommerzeit (MESZ) um zwei Stunden. Wo sich die neu eingeführte marrokanische und die deutsche Sommerzeit überschneiden, beträgt der Zeitunterschied wiederum nur eine Stunde.

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 102)

Allgemeines

In Marrakesch gibt es Hotels jeder Kategorie und für alle Ansprüche: vom superluxuriösen Paschapalast wie aus Tausendundeiner Nacht bis zum einfachen Travellerhotel und der Jugendherberge. Mit dem anhaltenden Trend zum individuellen Wohnen in traditionellen Stadthäusern der Medina hält der Renovierungsboom von Riads in Marokko an. Man unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen klassifizierten Hotels (1–5 Sterne) und sogenannten Maisons d’Hôtes (Gästehäusern).

Bei den Maisons d’Hôtes handelt es sich um renovierte Dars oder Riads der Altstadt (im Süden Marokkos auch Kasbahs). Der Begriff „Riad“ bezeichnet ein traditionelles Stadthaus mit Garten und Springbrunnen im Innenhof, früher häufig Wohnsitz eines reichen Händlers, Wesirs oder sogar eines Paschas. „Dar“ bezeichnet ein Hofhaus ohne Garten. Maison d’Hôtes sind häufig in ausländischer Hand und wurden z. T. jahrelang aufwendig und prachtvoll renoviert (vgl. „Leben wie ein Pascha in der Medina von Marrakesch“). Individuell eingerichtete Zimmer (max. 10) in einem Stilmix aus traditionellen und modernen Elementen, Wände und Böden voller Mosaike, Springbrunnen, Stuckornamente, Zedernholzschnitzereien und nicht zuletzt der fantastische Blick über die Medina von der Dachterrasse aus machen jedes Haus zu etwas Besonderem. Riads mit nur wenigen Zimmern können auch komplett gemietet werden.

Bei den Hotels kann man sich etwa ab einer 3-Sterne-Klassifizierung auf Sauberkeit, Komfort und zuverlässigen Service verlassen. In einfacheren Unterkünften ist es u. U. laut und nicht so sauber. Die Toiletten und Duschen befinden sich evtl. als Gemeinschaftseinrichtungen am Gang. Die einfachen, unklassifizierten Hotels liegen in den Gassen südlich des Djamâa el-Fna, z. B. in der Rue de la Recette [N12] (Seitengasse der Rue Bab Agnaou), in der Rue Riad Zitoun el Kedim [O12] und in den davon abgehenden Gässchen. Auch in der Neustadt beim Busbahnhof gibt es einige einfache Hotels.

Ohne Reservierung ist ein Unterkommen in größeren Hotels und in vielen Maison d’Hôtes zur Hauptsaison (Ostern, Weihnachten, Ferienzeiträume) schwierig. Deshalb sollte man zu diesen Terminen rechtzeitig planen und Zimmer reservieren. Die meisten Hotels verlangen zur Hauptsaison höhere Zimmerpreise. Euro­päisch-marokkanische Paare haben evtl. Schwierigkeiten, ein gemeinsames Zimmer zu mieten – die Hotels möchten damit der Prostitu­tion vorbeugen.

Die meisten Gästehäuser in den Gassen der Medina sind nur zu Fuß erreichbar, Parken ist am Rand der Altstadt möglich. Hotels in der Neustadt verfügen hingegen nahezu immer über eigene, bewachte Parkplätze.

Die in Marrakesch erhältlichen Pläne der verwinkelten Medina reichen zum problemlosen Auffinden der Häuser nicht aus! Rufen Sie deshalb bei Ihrer Ankunft in der Stadt in der jeweiligen Unterkunft an und lassen Sie sich abholen (z. B. vom Djamâa el-Fna, Flughafen, Bahnhof), den Gepäcktransport organisieren und (so nötig) einen bewachten Parkplatz zeigen. Das Gepäck kann man gegen ein geringes Entgelt (ca. 20 DH) auch vor die Haustür transportieren lassen – Männer mit Sackkarren warten z. B. am nördlichen Djamâa el-Fna auf Kundschaft.

Hotels in der Neustadt

Günstig

j94 [C11] Jugendherberge (auberge de jeunesse), Rue el Jahed, Hivernage, Tel. 0524 447713, aubergemarrakech@hotmail.fr, www.hihostels.com, in einer Parallelstraße zum Bd. el Hansali. Die sehr saubere Herberge liegt ruhig und nahe des Bahnhofs. Hübscher kleiner Garten und TV-Salon, 7 € mit Frühst. im Mehrbettzimmer, auch Familienzimmer.

h95 [F7] Toulousain, 44, Rue Tariq Ben Ziad, Guéliz, Tel. 0524 430033, www.hoteltoulousain.com, hoteltoulousain@yahoo.fr. Zentral gelegenes, einfaches Travellerhotel mit Parkmöglichkeit im Hinterhof. Nebenan befindet sich das Café du Livre (s. S. 33). Ruhig und angenehm, netter Innenhof, (z. T. recht hitzestauende) DZ mit Dusche/WC inkl. Frühstück 23 €, ohne Bad 19 €. Sauber, nur an manchen Stellen blättert der Putz.

Mittelklasse

h96 [F7] Le Caspien, 12, Rue ­Loubnane, Ecke Rue Liberté, Guéliz, Tel. 0524 422282, www.lecaspien-hotel.com. Die hübschen, sauberen und modern marokkanisch gestalteten Zimmer (mit Bad, TV) gruppieren sich auf mehreren Etagen um den Innenhof (auch Suiten mit Balkon). Das 3-Sterne-Haus hat ein angenehmes Bistro und einen Mini-Pool. DZ 580 DH ohne Frühstück.

h97 [C9] Ibis Moussafir, Av. Hassan II., Place de la Gare, Tel. 0524 43592933, www.ibishotel.com. Schönes 3-Sterne-Mittelklassehotel mit Pool, freundlichem Service und gutem Frühstück, DZ ca. 45 €, günstige Lage direkt am Bahnhof. Die Räume nach vorne sind laut, besser Zimmer zum Garten verlangen. Ein weiteres Ibis-Hotel befindet sich an der Ausfahrtsstraße Richtung Casablanca.

h98 [F6] Moroccan House Hotel, 3, Rue Loubnane, Ecke Bd. Zerktouni, Guéliz, www.moroccanhousehotels.com, Tel. 0524 420305/06. Dieses empfehlenswerte Hotel ist etwas übertrieben kitschig-orientalisch im Stil eines Riads gestaltet. Das Personal ist sehr freundlich, ein Pool bietet Erfrischung. Die 50 Zimmer verschiedener Farbgebung und Kategorie sind mit Baldachinbett, TV und Klimaanlage ausgestattet. DZ ab 65 € ohne Frühstück.

h99 [C6] Oudaya, 147, Rue Mohammed El Beqal (Nordende), Tel. 0524 448512 od. 447109, www.oudaya.ma, E-Mail: oudayaho@iam.net.ma. ­Zentrumsnahes, modernes und relativ großes Hotel mit marokk. Stilelementen, ca. 20 Min. Fußmarsch zum Djamâa el-Fna. Sehr freundlich und korrekt, schöner Pool im Hof, Hammam, behinderten- und kinderfreundlich. Saubere, gut ­ausgestattete und klimatisierte Zimmer mit Sat-TV (geb.pflichtig) und Balkon zum Hof, auch die Bäder sind bestens in Schuss, Restaurant mit Weinausschank. DZ 50 €, Menü 16 €.

h100 [J7] Ryad Mogador Menara, Ecke Bd. 11 Janvier/Bd. Prince My Abdellah, Tel. 0524 438646, www.ryadmogador.com. Modernes, großes 3-Sterne-Hotel mit Pool, Parkplatz und gutem Preis- Leistungs-Verhältnis (DZ 50 €). Die Zimmer sind mit Sat-TV und Klimaanlage ausgestattet. Kein Alkohlausschank.

Oberklasse

h101 [F11] Golden Tulip Farah, Av. Président Kennedy, Hivernage, www. goldentulipfarahmarrakech.com, Tel. 0524 448952. Komfortables, großes 4-Sterne-Hotel mit Pool im herrlichem Palmengarten, Restaurant und Bar mit Alkoholausschank. Zimmer mit TV und Klimaanlage, schöne zweigeschossige Bungalows für vier Personen, europäisch geprägtes Frühstücks- und Abendbuffet (20 €). DZ 120 €, Bungalow 250 €.

h102 [K12] La Mamounia Palace, Av. Bab Jdid (zwischen Stadtmauer und Kutubiya-Moschee), Tel. 0524 388600, www.mamounia.com. Das legendäre und weltbekannte Luxushotel wurde nach dreijähriger Renovierung 2009 glamourös wiedereröffnet. Das urprünglich aus dem Jahr 1923 stammende, von Henri Probst entworfene Traditionshotel verbindet die märchenhafte Atmosphäre aus 1001 Nacht mit dem Komfort des 21. Jh. Es diente als Kulisse für zahlreiche Filme und als Dominzil für Aristokraten, Stars und Politiker, darunter Stammgast Wins­ton Churchill. Sterneköche sorgen in den französischen und marokkanischen Gourmet-Restaurants fürs leibliche Wohl, der herrliche 2500 m² große Spa-Bereich garantiert Entspannung und ist (mit Reservierung) auch für Nichtgäste geöffnet. Unbedingt einen Besuch wert ist der traumhafte, 7 ha große ­Mamounia-Park mit Pool unter Palmen. Nichtgäste können den Pool und Fitnesspavillon mit einem Tagespass für 50 € nutzen. Prachtvoll mit Mosaiken, Marmor, Stuck und moderner Hightech ausgestattete Zimmer und Suiten mit Balkon und Blick über die Gärten ab 600 €.

Maison d’Hôtes und Hotels in der Medina

Die mit dem Adresszusatz „nördliche Medina“ bezeichneten Gästehäuser befinden sich in den Quartieren nördlich des Djamâa el-Fna, z. B. Kennaria, Dabbachi, Azbezt, Mouassine, Bab Doukkala. Die Maison d’Hôtes in der südlichen Medina befinden sich u. a. in den Vierteln Riad Zitoun el-Djedid, Riad Zitoun el-Kedim, Mellah und Kasbah.

Günstig

h103 [N11] Ali, Rue Moulay Ismail (wenige Schritte vom Djamâa el-Fna), südliche Medina, Tel. 0524 444979, www.hotel-ali.com. Travellertreffpunkt Nr 1, internationales junges Low-Budget-Publikum. Zimmer laut, nicht klimatisiert und sehr klein, aber sauber, bewachter Parkplatz. Jeden Abend günstiges All-you-can-eat-Buffet, eigener Pizzaofen. Abends lebhaftes Treiben im Café zur Straße. Wechselbüro (auch am Wochenende und abends geöffnet), Tausch von Reiseschecks möglich. Es können Tagesausflüge (z. B. nach Ouzoud) gebucht werden. Übernachtung auf der Dachterrasse mit tollem Blick auf den Platz (Matratze und Schlafsäcke vorhanden) ca. 6 € inkl. Frühstück, DZ mit Frühstück 30 €, Viererzimmer 50 €, WLAN-Hotspot

h104 [N12] Chellah, 14, Derb Skaya, Riad Zitoun el Kedim, südliche Medina, Tel./Fax 0524 442977. Einfaches Hotel mit zehn Zimmern mit Etagenduschen und WC in einer staubigen Nebengasse, drei Zimmer sind groß genug für drei bis vier Personen. Großer Innenhof mit schönen Zitronenbäumen, Springbrunnen und Sitzgelegenheit. Einigermaßen freundlich, nicht so hübsch wie das Essaouira. DZ 15 € ohne Frühstück. (Keine Verköstigung im Haus möglich.)

h105 [N11] El Amal, 93, Derb Sidi Bouloukate, in ruhiger Seitengasse der Riad Zitoun el Kedim, südliche Medina, Tel. 0524 445043, E-Mail: kaoutar_zahi@yahoo.fr. Etwas dunkle, einfache und ordentliche Zimmer mit Waschbecken in einem kleinen, grün gestrichenen Hofhaus. Saubere Etagenduschen. DZ 12 € ohne Frühstück.

h106 [N11] Essaouira, 3, Derb Sidibouloukate, Seitengasse von Riad Zitoun el Kedim, südliche Medina, Tel. 0524 443805, www.jnanemogador.com/­hotelessaouira-marrakech.htm. Am Südende des Djamâa el-Fna in die Gasse mit dem Torbogen einbiegen, ca. 5 Min. bis zum Hotel rechts in der zweiten kleinen Seitengasse. Einfaches, hübsches und sauberes, daher beliebtes Travellerhotel in einem kleinen Riad mit bunt bemalten Holzbalkonen. Hellhörige Zimmer mit Waschbecken oder eigenem Bad auf zwei Etagen um den Innenhof. Abendessen auf Bestellung. Dachterrasse mit Snackbar und Blick auf die Stadt und die Berge (Übernachtung auf der Terrasse 2,66 €). DZ 10 € mit Etagendusche (warm), nur eine Toilette pro Gang, DZ mit Bad/WC 20 € ohne Frühstück.

h107 [N12] Gallia, 30, Rue de la Recette (Seitengasse Rue Bab Agnaou), südliche Medina, Tel. 0524 445913, www.ilove-marrakech.com/hotelgallia, E-Mail: hotel.gallia@menara.ma. In diesem renovierten alten Stadthaus wird man sehr freundlich empfangen, den schönen Innenhof ziert eine große Palme, die 19 Zimmer sind sauber und klimatisiert. Häufig ausgebucht, Reservierung notwendig. DZ 50 € inkl. Frühstück.

h108 [O11] Jnane Mogador, 116, Riad Zitoun el Kedim, Derb Sidi Bouloukat, südliche Medina, nahe dem Djamâa el-Fna, Tel. 0524 426323/24, www. jnanemogador.com. Kleiner, hübscher Riad (2-Sterne-Hotelklassifizierung) mit zwei Stockwerken, Internetecke, kl. Hammam, 18 schönen Zimmern mit TV und Klimaan­lage, Dachterrasse ohne Schatten. DZ mit Frühstück ab 35 € (je nach Saison).

h109 [O11] Riad Celia, 1, Douar Graoua, Riad Zitoun Djedid, südliche Medina, Tel. 0524 429984/81, www.hotelriadcelia.com. Kleiner, schlichter, sauberer und freundlicher Riad mit 11 klimatisierten Zimmern und riesiger Palme im Innenhof. Günstige Lage nur wenige Min. vom Djamâa el-Fna. DZ 45–90 € inkl. Frühstück. WLAN-Hotspot

h110 [O11] Sherazade, 3, Derb Djamaa, Riad Zitoun El Kedim (ca. 5 Min. vom Djamâa el-Fna), südliche Medina, Tel. 0524 429305, www.hotelsherazade. com, E-Mail: sherazade8@gmail.com. Sehr nettes, sauberes 2-Sterne-Hotel im marokkanischen Stil mit 21 Zimmern, das vom deutsch-marokkanischen Paar Sabina und Ahmed Benchaira geführt wird. Ein – im Vergleich zu den teureren Maison d’Hôtes – einfaches Stadthaus und beliebtes Travellerhotel. Sehr gutes Frühstück 5 €, Halbpension 15 €, DZ mit Bad 40–65 € (z. T. mit Klima­anlage), DZ mit (sauberem) Gemeinschaftsbad 25 € (laut, da direkt an der Terrasse). Organisation von Ausflügen, keine Kreditkarten, Vorausbuchung notwendig.

h111 [N11] Sindi Sud, 109, Riad Zitoun el Kedim, Derb Sidi Bouloukate, südl. Medina, 10 m vom Hotel Essaouira, Tel. 0524 443337, E-Mail: sindisud@caramail.com. Einfaches Hotel mit freundlichem Personal, schöner Dachterrasse und ordentlichen Zimmern, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mittelklasse

h112 [P9] Bordj Dar Lamane, 11, Ben Salah, Derb Koudia (direkt beim Place Ben Salah und der gleichnamigen Moschee), nördliche Medina, Tel. 0524 378541, Info in Deutschland: Tel. 0711 475078, www.marokko-exklusiv.de/riad.htm. Unter deutsch-marokkanischer Leitung steht dieser schöne, farbenfrohe Dar im traditionell-marokkanischen Stil. Das Haus hat sieben komfortable Zimmer, die sich auf zwei Stockwerken um den Innenhof mit Brunnen gruppieren (untere Zimmer dunkel). Von der Dachterrasse genießt man einen herrlichen Blick über die Dächer Marrakeschs. Die Gäste werden liebevoll von der sehr gut Deutsch sprechenden Haushälterin Latifa betreut. Hervorragende Küche, Weinausschank, individuelle Organisation von Ausflügen möglich. DZ 135 €, Suite 145 €.

h113 [P12] Dar Limoun, 71, Derb Jamaa, Riad Zitoun Djedid, südliche Medina, Tel. 0524 381809, E-Mail: quesnay@menara.ma, www.dar-limoun.com. Gute Lage nahe dem Bahia-Palast, wenige Minuten zum Djamâa el-Fna. Das Ehepaar Quesnay kümmert sich rührend um die Gäste ihrer drei geräumigen Zimmer. Auf der Terrasse (leider ohne Blick) serviert Cathérine ein üppiges Frühstück mit selbstgemachten Kuchen. Klimatisierte, marokkanisch gestaltete Zimmer, die auch genug Platz für Kinder bieten. Essen auf Vorbestellung. DZ 84 €, Kinder bis 6 Jahre kostenlos, bis 12 Jahre 10 €.

h114 [M8] Dar Malak, 20, Derb Assabane, Riad Laarouss, nördliche Medina, Tel. 0667 481936, www.darmalak.com. Die sympathischen Franzosen Eric und Rose Ruel kümmern sich persönlich um die Gäste ihres kleinen, hellen „Hauses der Engel“ mit nur drei Zimmern und einer Suite. Der Künstler Eric stellt in einem Atelier seine Gemälde aus. Bemalte Stuckdecke, ansonsten minimalistische Gestaltung, kleiner Hammam, ru­hige Lage, WLAN-Zugang im Haus, Essen auf Bestellung. Klimatisierte DZ 75 € inkl. Frühstück, 130 € für vier Pers., in der Hauptsaison plus 15 %.

h115 [L7] La Terrasse des Oliviers, 79, Derb Derdouba Ahset Ihiri, Bab Douk­kala, nördliche Medina, Tel./Fax 0524 387248, Mobil 0665 146451, E-Mail: contact@terrasse-des-oliviers.com, www.terrasse-des-oliviers.com. Schönes, kleines Gästehaus in kräftigen Rottönen und mit verspielten Details, alte Architektur z. T. noch erhalten (Zedernholzdecken), offener Innenhof mit Wasserbassin und Olivenbäumen, tolle Dachterrasse voller Pflanzen. Freundliche, entspannte Atmosphäre. Suite 90–150 € inkl. Frühstück (je nach Saison).

h116 [O13] Riad Aladdin, 7/8, Derb Touareg, Berrima, Place Ferblantiers, Tel. 0524-386425, www.riadaladdin.com. Sehr schöner Riad mit 17 individuell im Berberstil gestalteten, klimatisierten Zimmern, ideale Lage bei Place des Ferblantiers und Bahia Palast. Von der großen, grünen Dachterrasse mit Sonnenliegen lässt sich herrlich der allabendliche Flug der Störche zu ihren Nestern auf den Mauern des El Badi ­Palastes beobachten. DZ ab 80 €.

h117 [M6] Riad Al Jazira, 8, Derb Mayara, nahe Zaouia Sidi Ben Slimane, nördliche Medina, Tel. 0524 42 64 63 (Marrakech Riads), reservation@marrakech-riads.com, www.riadaljazira.com. Dieses elegante, minimalistisch dekorierte und ganz in Weiß gehaltene Maison d’Hôtes aus drei zusammengeschlossenen Hofhäusern scheint einem Designmagazin entsprungen zu sein. Intime, ruhige Atmosphäre, Dinner auf Bestellung auf der großen Dachterrasse, Hammam, kleiner quadratischer Pool in einem der drei Patios. DZ mit Frühstück ab 90 €.

h118 [M8] Riad Lena, 8, Derb el Hammam (kein Türschild), Riad Laarouss, nördliche Medina, Tel. 0524 389685, Mobil 0661 280279, www.riadlena.com. Sehr schönes, in sanften Farben und mit Leinen gestaltetes Haus. Kleines Poolbecken im Innenhof, chillige Dachterrasse mit schattigen Sitzecken und Restaurant (Alkoholausschank). 11 nach Gewürzen benannte Zimmer und große Suiten für bis zu 4 Pers., angenehmer Kaminsalon im EG. DZ/Suite ab 82 € inkl. Frühstück (saisonabhängig).

h119 [P11] Riad Noga, 78, Derb Jdid, Douar Graoua, südliche Medina, Tel. 0524 377670, 385846, riadnoga@menara.ma, www.riadnoga.com. Vom Djamâa el-Fna auf Derb Dabbachi nach Osten, nach der Kreuzung mit der Rue Kennaria die vierte Gasse rechts runter (ca. 10 Min. Fußmarsch). Das Riad Noga (unter deutscher Führung) ist eine Oase der Ruhe inmitten der Medina! Zwei wundervoll renovierte Stadthäuser mit kühlem Innenhof. Im grünen Patio des ersten Hauses mit Orangenbäumen kann man in der Polsterecke in Marokkobüchern schmökern. Im erdroten Patio nebenan befindet sich ein erfrischender Pool. Sieben individuell eingerichtete, hübsche DZ unterschiedlicher Größe mit Bad, Heizung/Klimaanlage, Sat-TV/DVD, z. T. mit offenem Kamin, Internet verfügbar. Sehr gutes Frühstück und Dinner (auf Bestellung, Alkoholausschank) auf der herrlichen Dachterrasse mit Ausblick, Wellness- und Ausflugsprogramm, DZ/Suite 150–215 € (saisonabhängig), Reservierung notwendig!

h120 [K8] Riad Sahara Nour, 118, Derb Dekkak, Bab Doukkala, nördliche Medina, www.riadsaharanour-marrakech.com, Tel. 0524 376570. Kulturelles Begegnungszentrum und Gästehaus mit fünf Zimmern. Arab. Kalligrafiekurse für Gäste möglich. Zwei große, helle Suiten und zwei kleine Zimmer auf der Dachterrasse (kein Blick), alle hübsch individuell gestaltet. Sonniger Innenhof mit Zitrus- und Olivenbäumen. Der engagierte Besitzer François will den Dialog zwischen den Kulturen fördern (s. S. 39). DZ inkl. Frühstück 75 €, Suite ab 115/125 €, 10 % Rabatt für Leser dieses Buches!

h121 [N8] Riad Zina, 38, Derb Assabane, Riad Larousse, nördliche Medina, Tel. 0524 385242, E-Mail: beate.prinz@laposte.net, www.riadzina-marrakech.com, Eingang versteckt hinter einem niedrigen Durchgang. Die Deutsche Beate Prinz gestaltete das 350 Jahre alte Stadthaus mit nur drei Gästezimmern und einer Suite modern und mit kreativen Details. Weißer, heller Innenhof mit gigantischen Kakteen und stylischem Mobiliar, kleine, hübsche Dachterrasse mit im Schatten gelegener Sitzecke und Liegestühlen. Ruhige und familiäre Atmosphäre, WLAN-Internetzugang. Beate ist Reiterin und kann Tipps für Reitausflüge und andere Unternehmungen geben. DZ 100–140 €, große Suite mit offenem Kamin und kleiner Privatterrasse 220 €. Frühstück, Tee und Softdrinks sind inklusive.

Oberklasse

h122 [L8] Noir d’Ivoire, 31, Derb Jdid (kein Türschild), Bab Doukkala, nörd­liche Medina, Tel. 0524 380975, www.noir-d-ivoire.com, contact@noir-d-ivoire.com. Dieser wahrhaft elegante Riad im lebhaften Bab-Doukkala-Viertel wurde ganz in Erdfarben und Schwarz gehalten und ist eine der Top-Adressen der Stadt. Es gibt einen Hammam, Massage- und Fitnessraum, Salons mit kleiner Bibliothek sowie eine Boutique mit Produkten lokaler Designer. Die sechs Zimmer mit Tadelakt-Bädern und drei großen Suiten mit Jacuzzi und Privat­terrasse sind individuell und stilvoll gestaltet. Einmalig in Marrakesch: ein eigener Weinkeller mit einer internationalen Auswahl an edlen Tropfen. DZ oder Suite ab 180 €.

h123 [O8] Riad Farnatchi, Derb el Farnatchi, Rue Souk el Fassis, Qua’at Ben Ahid, nördliche Medina, Tel. 0524 384910/12, www.riadfarnatchi.com. Dieser traumhafte Riad aus mehreren miteinander verbundenen Häusern des 16. Jh. und liegt mitten in der Medina in direkter Nachbarschaft zur Medersa Ben Youssef. Die neun stilvoll gestalteten Suiten mit mehreren Räumen sind z. T. größer als eine Stadtwohnung und bedienen alle Ansprüche: Kamin, Tadelakt-Wände und -Böden, Sat-TV, DVD, WLAN und Privatterrasse. Architektonische Highlights sind der Mosaikbadebrunnen im ersten Innenhof und der Speisesalon mit Rankenrelief bis zur Decke und thronartigen Ledersesseln – das Essen selbst ist leider nur mittelmäßig. Die Kanadierin Lynn Paris kümmert sich persönlich um die Gäste und gibt Tipps für alle Belange, das Personal spricht Englisch. Suite ab 310 € inkl. Tee/Kaffee/Wasser/Gebäck, Airporttransfer u.a. Im August geschlossen.

h124 [M8] Riad Lotus Privilège, 9, Derb Sidi Ali Ben Hamdouche, nördliche Medina, www.riadslotus.com, Tel. 0524 387318. Der Name ist Programm: perfekter englischsprachiger Service in schwarzen Anzügen, Unterbringung in fünf großzügigen Salons mit Farbmotto, Baldachinbett, großem Kamin und Multimediaausrüstung von Bang & Olufsen, DVD-Großleinwand sowie WLAN im ganzen Haus. Der wirklich extravagante Riad mit viel schwarzem Marmor, Art déco und orientalischen Elementen wurde von Innenarchitekt Antoine van Doorne designt. Nicht verpassen sollte man die hervorragenden Haute-Cuisine-Kreationen des bei einem Sternekoch gelernten Küchenchefs Khalid Lihyaoui (6-Gänge-Dinner), Alkoholausschank. Suite ab 240 €.

h125 [O10] Riyad el Cadi, 87, Derb Moulay Abd el Kader, Dabbachi, nördliche Medina, Tel. 0524 378655, E-Mail: info@riyadelcadi.com, www.riyadelcadi.com. Dieses edle Gästehaus besteht aus sieben miteinander verbundenen Hofhäusern mit 14 komfortablen Zimmern oder Suiten. Das Ensemle wurde ursprünglich vom ehemaligen deutschen Botschafter in Rabat, Dr. Herwig Bartels, eingerich­tet, heute steht es unter Führung seiner Tochter Julia Bartels. Das Haus mit exquisitem Designerinterieur überzeugt durch einen gewissen Minimalismus und ist gleichermaßen ein Museum für Sammelstücke, z. B. alte Berbertextilien und eine Galerie orientalischer Textilien aus dem osmanischen Reich (15.–17 Jh.). Hammam, kl. Pool, Innengarten, WLAN und großzügige Terrassen. DZ ab 130 €, Suite ab 220 € (je nach Saison).

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 111)

Umgang mit Bettlern

Auch in Marrakesch begegnen Touristen täglich der Armut: Alte gebrechliche Frauen und Männer betteln vor den Eingängen einer Moschee, Mütter sitzen mit kleinen Kindern auf dem Schoß auf dem Gassenboden, ein Junge führt seinen blinden Großvater mit offener Hand durch die Gegend, sechsjährige Knirpse verkaufen Kekse auf der Straße. Das Almosengeben ist eine muslimische Pflicht und so kann man regelmäßig Marokkaner beobachten, die Bettlern etwas zustecken.

Auch als Tourist kann man Gutes tun, indem man gelegentlich ein oder zwei Dirham, Datteln oder ein Stück Brot an Arme verschenkt. Es ist jedoch sehr wichtig, nicht wahllos Geld ohne Gegenleistung zu verteilen, sondern nur gezielt an wirklich Bedürftige! Unangebrachte Mitleidsspenden an bettelnde Kinder führen mittelfristig dazu, dass Touristen von schreienden, aggressiven Kinderhorden verfolgt und die Kleinen statt zur Schule zum Bettteln geschickt werden.

Einladungen

Einer Einladung auf einen „whiskey berbère“, den süßen grünen Tee mit frischen Minzblättern, kann man in Marokko kaum entkommen. Es muss nicht jedes Teeangebot eines Souvenirhändlers angenommen werden, aber bei ernstgemeinten Einladungen ergeben sich interessante Kontakte und Gespräche.

Bei einer privaten Einladung zum Essen sind kleine Gastgeschenke und Fotos aus Europa willkommen. Man isst auf Polstern auf dem Boden sitzend, nur mit der rechten Hand, die linke gilt als unrein. Die Schuhe werden ausgezogen und man sollte den Gastgebern nicht die Fußsohlen entgegenstrecken. Nehmen Sie sich Zeit, denn bis der Hauptgang serviert wird, können Stunden vergehen.

Schlepper und Nepper

Ein freundlicher junger Mann, der einem den Weg zurück zum Djâmaa el Fna zeigt – mit Abstecher in den Gewürzladen des Cousins. Ein Brief aus Deutschland, der dringend einen Übersetzer sucht – im Souvenirladen von Mohamed. Die Marokkaner sind einfallsreich und so gibt es unzählige Tricks, Touristen in einen Verkaufsladen zu locken und möglichst nicht mehr rauszulassen. Eine gesunde Portion Misstrauen gehört dazu, wenn man sich nicht ständig zwischen Souvenirs wiederfinden möchte.

Ebenso verhält es sich mit touristischen Einrichtungen: Aussagen wie „Hotel/Restaurant/Sehenswürdigkeit XY hat geschlossen“ sind meistens erfunden, um den Besucher zu einem anderen Haus zu führen, bei dem der Schlepper anschließend eine Provision erhält (vgl. „Stadttouren und Stadtführer“).

Religiöse Stätten

Der Zutritt ins Innere von Moscheen, Zaouias und Marabouts ist für Nicht-Muslime verboten. Auch das Fotografieren von Betenden oder Gläubigen bei der rituellen Waschung – etwa durch den Eingang einer Moschee – ist unangebracht.

Trinkgeld

In Restaurants erhält der Kellner, sofern er einen freundlich bedient hat, was nicht immer selbstverständlich ist, ein paar Dirham Trinkgeld. In manchen Touristen­restaurants mit großem Durchlauf kann es schon mal vorkommen, dass die Bedienung ihr Trinkgeld eigenmächtig auf die Rechnung schlägt. In diesem Fall sollte man reklamieren und so viel geben, wie man es für angemessen hält.

Für Kofferträger in großen Hotels sind etwa 5–10 DH Trinkgeld angemessen. Auch ehrliche Taxifahrer, die das Taxamter einschalten, haben eine kleine Belohnung verdient und man rundet die Summe um etwa 2 DH auf.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 112)

Petit und Grand Taxi

Bei den beigen Petits Taxis (für bis zu drei Passagiere), die in der Stadt und bis zum Flughafen verkehren, können die Fahrer in drei Typen eingeteilt werden: die ehrlichen, die fairen und die Abzocker. Der ehrliche Taxifahrer schaltet beim Einsteigen des Gastes sein Taxameter ein, sodass die Fahrt 6 bis 15 DH kostet. Ein Trinkgeld von ein paar Dirham ist in diesem Fall angemessen. Faire Chauffeure verlangen einen Pauschalpreis von 10–25 DH für die Stadtfahrt. Der Abzocker – leider eine wachsende Gruppe – versucht’s mit Preisen zwischen 40 und 150 DH.

Daher gilt: Den Preis immer vor dem Einsteigen vereinbaren, gerade wenn der Taxifahrer die Frage nach dem Preis scherzhaft-charmant mit „Ça coute un million Euro ...“ auf später verschieben möchte.

Ein Grand Taxi (Mercedes-Limousine) nimmt bis zu fünf Passagiere mit und dürfen auch außerhalb des Stadtgebiets verkehren, z. B. für Ausflüge. Sie sind teurer als Petits Taxis (Preis ebenfalls Verhandlungssache). Wenn man sich ein Fahrzeug bis zu einem bestimmten Ziel als Sammeltaxi mit anderen (marokkanischen) Passagieren teilt, verringert sich der Fahrpreis entsprechend.

µ Offizielle Tarife: 1,60 DH Grundpreis, 6 DH Mindesttarif, 0,22 DH pro gefahrene 100 m.

µ Taxistände: Petits Taxis sind im ganzen Stadtzentrum unterwegs. Haltestellen für Grands Taxis (Sammeltaxis) befinden sich z. B. gegenüber dem Place de Foucault [M11] sowie beim Gare Routière [J7] entlang der Stadtmauer nördlich des Bab Doukkala.

Stadtbusse

Die öffentlichen Stadtbusse (ALSA) sind das billigste Fortbewegungsmittel in Marrakesch. Routen und Fahrpläne sind für Ausländer allerdings ziemlich undurchschaubar. Ein Mann in blauer Uniform an der Bushaltestelle beim Place Foucault erteilt aber Auskünfte. Eine Haupthaltestelle befindet sich beim Place Foucault/Arset el-Bilk [M11] zwischen Djamâa el-Fna und Kutubiya-Moschee (Fahrpreis: 5 DH).

µ Linien 1–11: Alle Linien (außer 6 und 9) fahren über die Neustadt (Av. Mohammed V.).

µ Linien 4 und 12 fahren zum Jardin Majorelle Ù.

µ Linien 3 und 10 fahren zum Bab Doukkala [J8].

µ Die Linien 4, 5, 12 verkehren zum Gare Routière (Busbahnhof), die Linie 11 zu den Menara-Gärten Ú in die Nähe des Flughafens.

µ Die Linien 3 und 8 fahren vom Bahnhof ins Stadtzentrum.

µ Die Linie 15 fährt in das Gewerbeviertel Sidi Ghanem (s. S. 23).

µ Die Linie 19 fährt halbstündlich vom Flughafen zum Busbahnhof und zum Place Foucault (Djamâa el-Fna).

µ Die Linie 36 fährt von der Haltestelle an der Südseite der Koutoubia in die Palmeraie.

Pferdekutschen (Calèches)

Die grünen Pferdedroschken (Calèches) mit ihren goldenen Laternen und schattenspendender Markise sind in Marrakesch allgegenwärtig und werden von Marrakchis wie Touristen gerne genutzt. Das sicher romantischste Verkehrsmittel der Stadt bietet Platz für vier Personen. Es sind sowohl Rundfahrten als auch einfache Fahrten möglich. Haltestellen befinden sich z. B. am Place de Foucault [M11], beim Place de la Liberté [I9] Richtung Hivernage, am Westende der Kutubiya-Gärten nahe dem Hotel La Mamounia Palace (s. S. 105) und beim Jardin Majorelle Ú.

Der offizielle Preis für eine Stunde Fahrt beträgt 90 DH – das interessiert die Kutschfahrer allerdings nur wenig. Meist werden mindestens 100 DH für eine einfache Strecke unabhängig von der gefahrenen Zeit verlangt – daher hart verhandeln! Der ausgehandelte Preis gilt für die ganze Kutsche, also für max. vier Personen.

Versicherungen (siehe Reiseführer S. 114)

Die europäische Krankenkasse übernimmt keine Leistungen bei einem Krankheitsfall in Marokko. Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung für den Zeitraum des Aufenthalts ist daher dringend empfohlen! Die Versicherung sollte einen Rücktransport ins Heimatland bei medizinischer Notwendigkeit enthalten. Die Behandlungskosten beim Arzt sind in der Regel vorab bar zu zahlen. Ausführliche Quittungen (mit Datum, Namen, Bericht über Art und Umfang der Behandlung, Kosten der Behandlung und Medikamente) sind unabdingbare Voraussetzung, damit die Auslagen von der Versicherung erstattet werden.

Eine Reiserücktrittskosten- oder Reisegepäckversicherung lohnt sich für einen kurzen Städtetripp nicht.

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 114)

In Marrakesch ist es fast ganzjährig sonnig, mit heißen Sommern und milden Wintern. Gelegentliche Regenfälle sind zwischen November und März zu erwarten. Für Hitzeempfindliche ist der Sommer (Juni, Juli, August) eher ungeeignet, denn in dieser Zeit kann das Thermometer schon mal auf über 40 °C steigen (28 °C Durchschnittstemperatur im Juli/August). Im Winter (Dez./Jan.) liegt das Temperaturmaximum bei 18 °C, nachts kann die Temperatur auf 5°C sinken.

Ideale Reisezeiten sind demnach die nicht zu kühlen und gleichzeitig nicht zu heißen Monate im Frühjahr (März, April, Mai) und Herbst (September, Oktober). Bei zu dieser Zeit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 20–25 °C lässt es sich gut aushalten, außerdem bietet sich an klaren Tagen die großartige Kulisse des verschneiten Hohen Atlas am Horizont.

Vorseite: In den Menara- Gärten Ú wartet ein Kamel auf Kundschaft

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Praktische Reisetipps

Ausrüstung und Kleidung

Der neue Bahnhof von Marrakesch

Praktische Reisetipps

Fotografieren, Frauen allein unterwegs

Geldfragen

Marrakesch preiswert

µ Sparfüchse, denen selbst die günstigen Taxis zu teuer sind, nehmen die Stadtbusse (s. S. 114), z. B. zwischen Place de Foucault [M11] und der Neustadt.

µ Am billigsten isst man in den Garbuden in der Medina, z. B. nur wenige Schritte südlich des Musée de Marrakesch Ì nahe der Eisenschmiede. Allerdings sollte man dafür einen unempfindlichen Magen mitbringen. Hygienischer sind die Essensstände am Djamâa el-Fna.

µ Souvenirs, Datteln und getrocknete Früchte sind rund bei den touristenverwöhnten Händlern um den Djamâa el-Fna am teuersten. Günstiger kauft man etwas abseits der Hauptgassen.

µ Wer auf Komfort und perfekte Sauber­- keit verzichten kann, der übernachtet für etwa 30–50 DH auf der Dachter­- rasse einer der vielen Billigherbergen in den Gassen südlich des Djamâa el-Fna Ê.

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Praktische Reisetipps

Gesundheitsvorsorge, Hygiene

Marokkanische Köstlichkeiten am Djamâa el-Fna Ê

Als unterhaltsame und informative Reiselektüre empfehle ich „Ein Jahr in Marrakesch“ von Peter Mayne (List Verlag), „Marrakesch“ von Esther Freud (Ullstein TB Verlag), „Der Platz der Gehenkten“ von Hubert Fichte (Fischer TB Verlag) und „Die Stimmen von Marrakech“ von Elias Canetti (u. a. Fischer TB Verlag).

Einen Eindruck von ganz Marokko gewinnt man durch den von mir betexteten, stimmungsvollen Bildband „Zeit für Marokko: Traumziele wie aus 1001 Nacht“ mit Fotos von Christian Heeb (Bruckmann Verlag) und Tipps zu den schönsten Unterkünften und Sehenswürdigkeiten.

Meine Literaturtipps

Praktische Reisetipps

Informationsquellen

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Modernes Internetcafé im Cyber Parc

Praktische Reisetipps

Medizinische Versorgung, Notfälle

µ Polizei: Tel. 119

µ Touristenpolizei: Tel. 0524 384601

µ Feuerwehr: Tel. 115

µ Notarzt (SOS Médecins): Tel. 0524 404040, 400 DH pro Konsultation

µ Ambulanz: 0524 443724

NOTRUFNUMMERN

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Lampenmacher am Place des Ferblantiers [O13]

Praktische Reisetipps

Sicherheit, Sprache, Stadttouren und Stadtführer

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Praktische Reisetipps

Uhrzeit

Téléboutiquen gibt es an jeder Ecke

Sightseeing-Touren mit dem Doppeldeckerbus werden zurzeit leider nicht mehr angeboten

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Praktische Reisetipps

Komfortabel, zentral und erschwinglich: das Hotel Ibis am alten Bahnhof

Das Hotel Oudaya in der Neustadt

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Eleganz und Luxus prägen die Zimmer im La Mamounia

Praktische Reisetipps

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Beliebter Treffpunkt von Backpackern und Travellern: das Hotel Essaouira

Im Dar Limoun wohnt man hübsch und familiär

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Praktische Reisetipps

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Das Riad Noga lässt keine Wünsche offen

Praktische Reisetipps

Hübscher Innenhof des Riad Lena in der nördlichen Medina

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Im luxuriösen Riad Noir d’Ivoire

Praktische Reisetipps

Verhaltenstipps

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Praktische Reisetipps

Besonders romantisch: mit der Kutsche durch die Stadt

Grand Taxis fahren auch außerhalb des Stadtgebiets

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