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ReiseführerCityTrip Marseille

  • 9.80 EUR Deutschland
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  • 10.10 EUR Österreich
  • Preis inkl. MwSt.
 
Reiseführer CityTrip Marseille
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Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Beimfohr, Michaela
ISBN: 978-3-8317-2106-1
Seitenanzahl: 144
Auflage: 2. Auflage
Erscheinungsjahr: 2011

Ausstattung:
komplett in Farbe, GPS-genauer Stadtplan zum Herausnehmen, Übersichtskarten, mehr als 60 Fotos, cleveres Nummernsystem zur schnellen Orientierung, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
Format (h x b x t): 19,5 x 11

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Der aktuelle Reiseführer durch die älteste Stadt Frankreichs: Mit CityTrip Marseille entdeckt der Besucher allerlei Spektakuläres rund um den Hafen, Sehenswertes in Zentrumsnähe und paradiesische Plätze an der Küste und auf den Inseln. Natürlich werden auch lohnenswerte Ausflüge in fernere Viertel beschrieben: auf den Spuren von Cezanne, Grillfisch in Les Goudes, Kraxeln zur Calanque. Die kleine Sprachhilfe Französisch mit dem Vokabular für den touristischen Alltag erleichtert die Verständigung vor Ort. Alle Adressen und Beschreibungen im Buch sind perfekt abgestimmt mit dem detaillierten und GPS-genauen City-Faltplan. Alles schnell zu finden dank Kartenverweisen und intelligentem Nummernsystem.

Aus dem Inhalt von CityTrip Marseille: Bauchladen Marseille: praktische Reisetipps für die Besucher der Stadt. Restos, Bistros, Cafés: Spezielles für den mediterranen Genuss. Schlafen wie Gott in Frankreich: Unterkünfte von einfach bis schick. Kunst und Kultur: Avantgarde trifft Tradition. Die Bewohner von Marseille zwischen Tradition und Migration.

CityTrip- die neuen Reiseführer für den individuellen Kurztrip in die schönsten Städte der Welt!

  • Die Stadt entdecken: sorgfältige Beschreibung der interessantesten Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel, mit aktuellen Insider-Informationen
  • Auf eigene Faust: alle reisepraktischen Tipps zu Anreise, Preisen, Öffnungszeiten, öffentlichen Verkehrsmitteln, Touren, Shopping, Nightlife, Events, Hilfe im Notfall ...
  • Die ganze Breite der mediterranen Gastronomie: Restaurants, Restos, Bistros, Cafés
  • Schlafen wie Gott in Frankreich: Unterkünfte von nobel bis preiswert, gründlich vor Ort recherchiert und ausführlich kommentiert
  • Kunst und Kultur: Avantgarde trifft Tradition
  • Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ...
  • Richtig ankommen: exakte Adressangaben, leicht zu finden dank GPS-genauer Stadtpläne und buchbegleitender Luftbild­ansichten unter Google Maps™

Rezensionen

Lehrerbibliothek
Ausgabe 08/11
Marseille ist mithin jedenfalls eine Reise wert ... - Die Reihe "CityTrip" bietet neue Reiseführer für den individuellen Kurztrip in die schönsten Städte Europas. CityTrip bietet in prägnanter und kompakter Weise alle wichtigen Informationen für einen erfolgreichen Aufenthalt in der Stadt. Neben den unmittelbar reisepraktischen Fragen wie Zeitplanung, Informationsstellen, Anreise, Hotels und weitere Unterkünfte, Preise, Stadtverkehr, Touren, Restaurants, Shopping etc. werden alle Bereiche wie Einkaufen, Genießen, Kultur, Kunst und Museum sowie Nachtleben abgedeckt. Hintergrundartikel beleuchten exkursartig Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt etc. Genaue Stadtpläne, ÖVP-Netz und motivierende Fotos unterstützen die informative Darstellung. Fazit: Geeignet auch zur Vorbereitung und Durchführung von Klassenfahrten!

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de


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CityTripaus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.

Besitzer der 1. Auflage des CityTrips Marseille finden die entsprechenden Luftbildkarten hier: Sehens­würdigkeiten, Unterkünfte, Gastronomie, Praktische Reisetipps.

Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  Anhang
  Faltplan
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

Praktische Reisetipps aus dem Buch

Praktische Reisetipps aus dem Buch 

005ml Abb.: mb

Praktische Reisetipps

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 108)

Mit dem Auto

Wer in Deutschland auf der A5 Richtung Süden fährt, Freiburg links liegen lässt und am Dreieck Neuenburg auf die A36 wechselt, hat bald die französische Grenze erreicht. Von hier aus sind es nur noch 745 km (an Lyon vorbei) bis Marseille. Auf französischen Autobahnen muss grundsätzlich eine Mautgebühr (péage) entrichtet werden, für die Strecke bis zum Mittelmeer sollte man mit etwa 50 € rechnen. Nähere Informationen findet man unter www.autoroutes.fr.

Die Reise von Deutschland über die vignettenpflichtige Schweiz (Genf–Chambéry bzw. Genf–Lyon) nach Marseille ist genauso lang, aber wegen der Gebirge geht es etwas langsamer voran. Österreicher nehmen am besten die Route über Italien nach Marseille.

Es ist sinnvoll, einen Unfallberichtsbogen mitzuführen, denn bei Bagatellschäden bemüht sich die französische Polizei selten. Wichtige Unfallhergangsdaten sind dadurch frühzeitig fixiert.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf französischen Autobahnen 130 km/h, auf vierspurigen Nationalstraßen 110 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und innerorts 50 km/h. Bei Regen und nasser Fahrbahn verringern sich diese Begrenzungen um jeweils 10 km/h außerorts und um 20 km/h auf Autobahnen. Achtung, auch bei kleinen Geschwindigkeitsüberschreitungen werden drastische Strafen verhängt!

Die Notrufnummern der Automobil­klubs:

µ ADAC, www.adac.de, Tel. +33 (0) 825800822 (Zweigstelle in Lyon)

µ TCS, www.tcs.ch, Tel. +41 (0) 224172220 (Zentrale in der Schweiz)

µ ÖAMTC, www.oeamtc.at, Tel. + 43 (0) 12512000 (Zentrale in Wien)

Mit der Bahn

Am schnellsten erreicht man Marseille über Paris. Von der Hauptstadt aus fährt der TGV (Train à Grande Vitesse) in nur drei Stunden bis zum Gare Saint-Charles Þ. Von Marseilles Hauptbahnhof aus gibt es Verbindungen zu den wichtigsten Bahnhöfen Frankreichs und Europas.

µ Deutsche Bahn, www.bahn.de

µ Schweizer Bundesbahn, www.sbb.ch

µ Österreichische Bundesbahn, www.oebb.at

µ Französische Bahn, www.sncf.fr

Mit dem Eurobus oder der Mitfahrzentrale

Auf der Internetseite www.eurolines.fr findet man den Fahrplan für Busreisen von Deutschland, der Schweiz und Österreich nach Marseille.

In allen drei Ländern werden gegen eine Kostenbeteiligung Mitfahrgelegenheiten (z. B. www.mitfahrzentrale.com) angeboten. Eine schöne Alternative zum teuren Alleinreisen.

Mit dem Flugzeug

Der Flughafen Marseille Provence liegt in Marignane. Er ist der viertgrößte des Landes und 27 km vom Stadtzentum entfernt. 2006 eröffnete direkt daneben der Billigflugterminal mp2, auf dem eine Handvoll Linien, u. a. Germanwings und Ryanair, Flüge anbieten. Auf der Website des Flughafens findet man alle Informationen zu den Flugplänen der unterschiedlichen Linien.

µ www.marseille.aeroport.fr

Vom Flughafen fährt alle 20 Minuten ein Shuttlebus (Navette) nach Marseille, die Fahrt kostet 8,50 € und man benötigt bis zum Hauptbahnhof Saint-Charles Þ eine knappe halbe Stunde. Fahrzeiten des Busses findet man im Internet unter:

µ www.navettemarseilleaeroport.com

Autofahren (siehe Reiseführer S. 109)

Verkehr in Marseille

Eine (ironische) Studie über das Konsumverhalten der Franzosen „belegt“, dass die Hupe beim Kaufentscheid für ein neues Auto keine unwichtige Rolle spielt. Je schriller und lauter ihr Ton, desto besser, ist sie doch äußerst hilfreich beim Kampf um die „pole position“ vor der Ampel und außerdem universell als Droh­fanfare, Warnsignal und Stressventil einsetzbar. Natürlich gelten auch hier allgemeine Verkehrsregeln, aber das sind Bestimmungen aus dem fernen Paris und in Marseille war die „kleine Auflehnung“ schon immer anerkannter Lieblingssport. Nur widerwillig wird bei Rot gehalten und das Grün ist beileibe kein Garant für freie Fahrt.

Der Verkehr in der Stadt wirkt aus der Distanz so verwirrend und chaotisch wie das Geschiebe beim Autoskooter auf dem Jahrmarkt. Aber wenn man selbst teilnimmt und mitwuselt, ist das System fix erkennbar. Hier hat niemand oder alle haben Recht und wenn es hart auf hart kommt, dann „gewährt man“ und „besteht nicht auf“.

Und der arme Fußgänger, der auf die andere Straßenseite möchte? Er marschiert einfach gegen den Strom los, schaut nach vorne und um Himmels willen nicht zurück und wird garantiert – das ohrenbetäubende Hupkonzert mag ein wenig stören – heilen Fußes das rettende Ufer erreichen. Fazit: Mit ganz viel Obacht, ein wenig geduldiger Toleranz und Gottes Hilfe klappt es gut mit dem Verkehr in Marseille.

Parken

Parkplätze an der Straße sind knapp und montags bis samstags gebührenpflichtig. (3 Stunden kosten beispielsweise 5 €.) An Straßenrändern mit gelber Markierung darf nicht geparkt werden! Am besten stellt man sein Fahrzeug in einem Parkhaus ab, die Gebühren betragen für 3 Stunden zwischen 6 und 9 €. Empfehlung: Das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut und alle wichtigen Punkte im Zentrum sind schnell, preiswert und stressarm mit Bus, Tram oder Metro zu erreichen.

Mietwagen

Unter www.billiger-mietwagen.de werden verschiedene Mietwagenanbieter preislich verglichen. Ein gutes Forum, um bereits vor der Reise per Internet ein Auto zu reservieren.

Mietwagenverleiher vor Ort:

o121 [H3] Europcar, 59 Allées Léon Gambetta, Tel. +33 (0) 491107490, www.europcar.fr, geöffnet: Mo.–Sa. 8–12, 14–18 Uhr, So. 9–12 und 14– 17 Uhr, feiertags geschlossen

o122 [H2] Avis, Gare Saint-Charles/ 31 Boulevard Voltaire Hangar B, Tel. +33 (0) 820611636, www.avis.fr, geöffnet: Mo.,Do./Fr. 7–22.30, Di./Mi. 7–21, Sa. 7–19, sonn- und feiertags 7–20 Uhr

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 110)

Menschen mit besonderen Bedürfnissen haben es in Marseille nicht leicht. Abgesenkte Bürgersteige sind die Ausnahme, die Benutzung von Metro und Bus ist für Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe nicht möglich und Veranstaltungsorte sind selten mit Rampen ausgerüstet. Einzig die neue Tramlinie lässt sich barrierefrei benutzen. Weitere Informationen und Unterstützung gibt die Association des Paralysés (APF) de France.

i123 APF, 279 Avenue de la Capelette, Tel. +33 (0) 491799999, dd.13@ apf.asso.fr, http://apf13.free.fr/blog (ausschließlich französischsprachig)

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 110)

o124 [J9] Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland, 338 Avenue du Prado, www.marseille.diplo.de, Tel. +33 (0) 491167520, Metro Rond-Point du Prado

o125 [G5] Schweizer Generalkonsulat, 7 Rue d’Arcole, www.eda.admin.ch/ marseille, Tel. +33 (0) 496101410, Metro Estrangin-Préfecture

o126 [G5] Österreichisches Honorargeneralkonsulat, 27 Cours Pierre Puget, Tel. +33 (0) 491530208, Metro Estrangin-Préfecture

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 110)

Davon ausgehend, dass man nach Marseille nicht mit einem Sack voller Bargeld aufbricht, kommt man hier mit Maestro-/EC- und Kreditkarte bestens über die Runden. Die meisten Bankomaten sind kompatibel und Restaurants und Hotels nehmen die Plastikkärtchen gerne.

Der Süden Frankreichs gilt nicht gerade als preiswert und Marseille bildet da keine Ausnahme: Die Lebenshaltungskosten liegen deutlich über dem Durchschnitt. Und natürlich wird an angesagten Touristenorten noch mal ordentlich zugelangt. So kostet ein Kaffee durchscnittlich um die 1,30 €, am Vieux-Port É aber erreicht er leicht über 2 €. Die durchschnittlichen Übernachtungskosten liegen bei 80 €, Logis für weniger ist die absolute Ausnahme (Jugendherberge, Billighotels). Das Angebot an Restaurants ist überwältigend, doch Qualität und Preis differieren stark. Aber es gibt sie noch, die kleinen Bistros in den Nebenstraßen, mit einem plat du jour unter 10 €.

Man kann sich aber auch auf den Märkten im Zentrum günstig mit mediterranen Lebensmitteln eindecken, meistens wird zudem Kleidung für ein paar Euro angeboten. Die Eintrittspreise für Kultur, Sport und Events sind angemessen.

Zusammengefasst: Pro Tag und Person sollte man Kosten von circa 150 € einplanen, An- und Abreise exklusive. Egal wie die Bilanz für diese Tage ausfällt: Marseille ist es wert!

Informations­quellen (siehe Reiseführer S. 111)

Französiches Fremdenverkehrsamt

µ Maison de la France, www.franceguide.com. Offizielle Informationsstelle des Tourismusverbandes zum Thema „Urlaub in Frankreich“

Informationsstellen im Stadtzentrum

i127 [F4] Office du Tourisme et des Congrès, 4 La Canebière, Tel. +33 (0) 826500500, info@marseille-tourisme.com, www.marseille-tourisme.com, geöffnet: Mo.–Sa. 9–19 Uhr, So. und feiertags 10–17 Uhr, 25. Dez. und 1. Jan. geschlossen. Informationen rund um die Stadt, Prospekte zu Veranstaltungen, Hotel- und Restaurantverzeichnisse, Reservierungen, Ticketservice.

i128 [G3] Espace Culture, 42 La Cane­bière, Tel. +33 (0) 496110460, www. espaceculture.net, geöffnet: Mo.–Sa. 10–18.45 Uhr, im August 14–18.45 Uhr, So. und feiertags geschlossen. Informationsbörse (wo passiert wann was?) und Kartenservice für das kulturelle Angebot in der Stadt.

Die Stadt im Internet

µ www.mairie-marseille.fr. Die offizielle Homepage der Stadt

µ www.marseille-provence2013.fr. Das Großereignis „Kulturhauptstadt“

µ www.euromediterranee.fr. Infos zu den umwälzenden urbanen Sanierungsmaßnahmen

µ www.citadingue.com. Studentischer Wegweiser durch die Stadt

µ www.hamburg.de/marseille. Infos zur Städtepartnerschaft Marseille-Hamburg

Publikationen und Medien

µ La Provence und La Marseillaise. Regionale Tageszeitungen

µ L’Hebdo Marseille. Wochenblatt mit Veranstaltungskalender und Kinoprogramm

µ Ventilo. 14-tägig aufgelegte Agenda zu (kulturellen) Events, die kostenlos in Cafés, Hotels, Theatern und Infopoints ausliegt

µ Insitu. Kulturkladde vom Espace Culture (s. S. 111), monatlich, umfangreich, umsonst

µ A Nous (Marseille/Aix-en-Provence). Hippes, 14-tägig erscheinendes Gratisblatt mit aktuellen Infos aus der Szene

Internet und Internetcafés (siehe Reiseführer S. 112)

Es gibt vor allem in den Quartiers um die Metrostation Noailles [H3] und um den Cours Belsunce à etliche Internetcafés. Sie sind in den „Telefonbuden“, den sogenannten „Taxiphone“, untergebracht, aber viele sind von minderer Qualität (veraltete Geräte, provisorisches Interieur, mühsamer System­einstieg). Der hier aufgeführte Copyshop liegt zentral am ­Vieux-Port É und verfügt über eine Handvoll Computer zum Surfen oder Mailen.

@131 [F3] République Reprographie, 1 Rue de la République, Tel. +33 (0) 491904623, www.republique-­reprographie.com, Mo.–Fr. 9.30–13, 14.30–18.30, Fr. bis 18 Uhr, Sa. 10–13 Uhr, 1 Std./3 €

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 113)

Für den Fall einer Krankheit im Ausland sollte man auf jeden Fall die Europäische Versicherungskarte dabei haben, die man von seiner Krankenkasse erhält. Damit ist eine Standardversorgung im akuten Krankheitsfall garantiert. Die Kosten müssen in den meisten Fällen zunächst selbst übernommen werden. Die Rechnungen und Quittungen werden dann in der Heimat der Krankenkasse für die Erstattung vorgelegt. (Also unbedingt aufbewahren!) Über zusätzliche Leistungen sollte man sich bei dem jeweiligen Versicherer informieren.

Tipp: Bei Erkrankung ist es sinnvoll, in einer Apotheke nach dem zuständigen Arzt zu fragen. Die Apotheken erkennt man an Leuchtkästen mit flackernden grünen Neonkreuzen.

Krankenhäuser

+132 [L5] Centre Hospitalier Universitaire La Timone, 264 Rue Saint-Pierre, Tel. +33 (0) 491380000, www.ap-hm.fr, Metro La Timone

+133 [J8] L’Hôpital Saint-Joseph, 26 Boulevard de Louvain, Tel. +33 (0) 491806500, www.hopital-saint-joseph.fr, Metro Rond-Point du Prado

Apotheken

Unter der Telefonnummer 3237 und auch auf der Internetseite http://pharmaciedujardin.free.fr/pages/gardes.htm erfährt man, welche Apotheken in der Nacht, am Wochenende und am Feiertag Notdienst haben.

+134 [F3] Pharmacie du Ferry, 50 Quai du Port, Tel. +33 (0) 491907954, geöffnet: Mo.–Sa. 9–19.30 Uhr

+135 [F3] Pharmacie du Vieux-Port, 4 Quai du Port, Tel. +33 (0) 491900057, geöffnet: Mo.–Sa. 9–20 Uhr, So. 8–20 Uhr, Sa. 12.30–14.30 geschlossen

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 113)

Man könnte meinen, die Metropole sei eigentlich nur etwas für Erwachsene. Autos, Hitze, Hektik, wo bleiben da die Bedürfnisse der Kids? Marseille ist aber vergleichsweise privilegiert, hat es doch das Meer direkt vor der Nase. Das bedeutet, wenn nichts mehr geht, geht es an den Prado-Strand ò, eine eigene Sandburg, das hat doch was. Oder man macht mit den kleinen Freibeutern eine Bootsfahrt zu den Iles du Frioul ô. Toll ist es auch, in der Bimmelbahn (s. S. 117) durch die Straßen zu rollen, Startbahnhof ist der Vieux-Port É (da gibt es auch ein dickes Eis als Wegzehrung!). Oder man erstürmt den Berg der Basilique Notre-Dame-de-la-Garde Õ und lässt vom höchsten Punkt der Stadt Papierflieger in den Himmel steigen.

In Parks wie Borély (s. S. 101), Longchamp (s. S. 78) oder am Palais du Pharo Ù steht Spielgerätschaft ohne Ende und die Kleinen können ungestört rutschen, klettern und schaukeln. Auch der Besuch des Kindermuseums Le Préau des Accoules (s. S. 36) ist eine tolle Aktion, genau wie das Stöbern in der Leseecke der Buchhandlung Maupetit (s. S. 17) Da sage noch jemand, dass man mit Kindern in Marseille nichts anfangen kann!

Notfälle (siehe Reiseführer S. 115)

Notruf

µ SAMU (ärztlicher Rettungsdienst): 15

µ Polizei: 17

µ Feuerwehr: 18

µ Vergiftung: Tel. +33 (0) 491752525

µ SOS Médecins (Allgemeinmediziner): Tel. +33 (0) 491529152

µ SOS Dentistes (Zahnarzt): Tel. +33 (0) 491853939

Kartenverlust

Bei Verlust der Maestro-/EC- oder der Kreditkarte gibt es für Kartensperrungen eine deutsche Zentralnummer (unbedingt vor der Reise klären, ob die eigene Bank diesem Notrufsystem angeschlossen ist).

µ Tel. +49 116116 oder Tel. +49 3040504050

Folgende Sperrnummern gelten für Reisende aus Österreich und der Schweiz. Eidgenössische Visa- und MasterCard-Besitzer sollten sich bei ihrem Kreditinstitut über den zuständigen Sperrnotruf informieren.

µ Maestro-Karte: (A) Tel. 0043 12048800 (auch bei Verlust der American Express Karte!); (CH) Tel. 0041 442712230, Credit Suisse: 0041800800488, UBS: Tel. 0041 848888601

µ Visa: (A) Tel. 0043 171111770

µ MasterCard: (A) Tel. 0043 1717014500

µ American Express: (CH) Tel. 0041 446596333

µ Diners Club: (A) Tel. 0043 15013514; (CH) Tel. 0041 587508181

Polizeipräsidium

X136 [E3] Hôtel de Police (Direction Départementale), 2 Rue Antoine Becker, Tel. +33 (0) 491398000

Post (siehe Reiseführer S. 115)

Eine Karte (carte postale) oder ein Brief (lettre) bis 20 g: innerhalb Frankreichs 0,58 €, nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz 0,75 €. Briefmarken (timbres) gibt es an den Postschaltern und in vielen bureaux de tabac („Tabakläden“).

P137 [E3] La Poste Marseille Le Panier, 3–5 Rue Caisserie, geöffnet: Mo.–Fr. 9–12 und 13.30–17.30, Do. 14–17.30, Sa. 8.45–12 Uhr

P138 [F3] La Poste Marseille Colbert (Bureaux du 1er arr.), 25 Rue Colbert, ­geöffnet: Mo.–Fr. 8–18 Uhr, Sa. 8– 12 Uhr

Radfahren (siehe Reiseführer S. 116)

Marseille entdeckt das Rad und hat die neue Lust am Herumradeln in einen klug organisierten Verleihservice mit Fahrradstationen in der ganzen Stadt umgesetzt, das System „Le Vélo“. Es funktioniert ganz einfach: Bank- oder Abonnementkarte einschieben, einen Touchscreen antippen und das Rad ist gemietet. Achtung, ausländische Karten können nicht immer gelesen werden und wenn, wird pauschal eine Kaution von 150 € erhoben. Die Menüführung ist nur in französischer Sprache, hilfreich ist es also, sich bei der ersten Buchung von einem „Vélo-Insider“ einweisen zu lassen.

Die Räder sind robust und werden regelmäßig gewartet, trotzdem sollten vorm Tritt in die Pedale Bremsen und Reifendruck überprüft werden. Sinnigerweise verlegt man die erste Tour in die Peripherie der Stadt, ist doch ein strampelnder Fahrradtouri für den eiligen Marseiller Autofreak noch immer ungewohnt und Rücksichtnahme auf diesen leichtgewichtigen Gegner die Ausnahme!

Wer es klassischer mag, der geht zum Fahrradverleih am Park Borély:

µ Tandem, 16 Avenue du Parc Borély, Tél. +33 (0) 491226480 oder +33 (0) 679714541, geöffnet: täglich 9– 18.30 Uhr, Preisbeispiele: ½ Tag 16 €, 1 Tag 18 €, sonn- und feiertags 20 €, 7 Tage 70 €

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 116)

Eine offene Homosexualität, wie sie zum Beispiel in Berlin schrill und manchmal provokant daherkommt, existiert in Marseille nicht. Der Austausch von Zärtlichkeiten vor Publikum ist verpönt und „Coming-outs“ sind selten. Homosexuelle Liebe passiert eher im Privaten, einschlägige Lokalitäten lassen sich an zehn Fingern abzählen. Treffpunkte, an denen (auch) Schwule und Lesben verkehren, sind z. B. Les Danaïdes (s. S. 31) und Un Tout Petit Monde (s. S. 31) sowie das Polikarpov (s. S. 34). Informationen über die Szene gibt es im Internet unter www.gaymapmarseille.com.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 116)

Das Leben in Marseille ist nicht sicherer oder unsicherer als in jeder anderen europäischen Metropole. Völlig klar, dass man nicht mitten in der Nacht oder an einsamen Plätzen und am besten immer nur in Begleitung am Bankomaten Geld abheben sollte. Weiß man denn, wer da hinter der nächsten Ecke auf leichte Beute hofft? „Objekte der Begierde“ bitte keinesfalls sichtbar im Auto liegenlassen. Und „Objekt der Begierde“ kann eigentlich fast alles werden, selbst die Supermarkttüte mit Essbarem! Wenn man alleine fährt, sollte man immer die Beifahrertür verriegeln und das Handtäschchen hinter dem Sitz oder im Fußraum platzieren. Sonst geht es an der Ampel oder im Stau plötzlich blitzschnell und das gute Stück ist weg.

Sprache (siehe Reiseführer S. 116)

In Marseille kommt man mit seinem Schulfranzösisch bestens zurecht, aber es braucht Konzentration, um die typische Marseiller Sprache („Le parler Marseillais“) und die sehr speziellen Redewendungen zu verstehen. Auch mit Englisch kann man sicherlich hier und da weiterkommen. Deutsch wird nur selten verstanden und schon gar nicht gesprochen. Eine kleine landessprachliche Vorbereitung ist daher auf jeden Fall hilfreich.

Stadttouren, geführte (siehe Reiseführer S. 117)

Rundfahrten

Le Grand Tour: Mit dem Panoramabus geht es circa 1,5 Stunden lang durch Marseille. Man kann an 16 Haltestellen aussteigen und nach eingehender Besichtigung von Sehenswertem mit dem nächsten Bus weiterfahren. Start und Ziel ist der Quai du Port direkt am Vieux-Port É und Kommentare in deutscher Sprache (!) sind über Kopfhörer während der Fahrt abrufbar. Die Kosten für diesen Ausflug liegen bei 18 bis 20 €, für Kinder und Senioren gibt es Preisnachlass.

µ www.marseillelegrandtour.com.

Petits Trains: Am Vieux-Port É gegenüber vom „La Samaritaine“ (s. S. 30) schnauft die kleine Bimmelbahn los, entweder durch die schmalen Gassen des Panier-Viertels oder aber an der Corniche entlang und hoch bis zur Basilique Notre-Dame-de-la-Garde Õ. Beide Rundfahrten dauern eine gute Stunde und kosten 6 bzw. 7 €, Kinder bekommen Rabatt.

µ www.petit-train-marseille.com.

Stadtrundgänge

Das Fremdenverkehrsamt bietet Führungen zu unterschiedlichen Themen der Stadtgeschichte an. Sie finden in französischer oder englischer Sprache statt und starten (wenn nicht anders angekündigt) um 10.30 Uhr direkt am Office du Tourisme (s. S. 111). Reservierungen sind erwünscht, entweder unter Tel. +33 (0) 826500500 oder direkt bei der Touristeninformation. Die Kosten belaufen sich auf 6–9 € €.

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 117)

Die Kosten für den Gebrauch des eigenen Handys in Frankreich sind relativ hoch. Darum sollte man sich beim heimischen Provider nach dem günstigsten Roamingpartner für das jeweilige Netz erkundigen. Und nicht vergessen: Wer angerufen wird, zahlt genauso wie derjenige, der bei seinem Prepaid-Handy den Kontostand abfragt.

Geldkarten für öffentliche Telefonzellen bekommt man in den bureaux de tabac, bei der Post und allen Telefonanbietern.

In Frankreich sind die Rufnummern zehnstellig, bei Mobiltelefonen beginnen sie mit „06“. Im Südosten Frankreichs inklusive Marseille fangen die Festnetznummern mit den Ziffern „04“ (regionale Kennnummer) an. Vorwahlnummern gibt es nicht.

Bei Anrufen von Frankreich nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz wird nach der Landesvorwahl die Anfangsnull der Rufnummer weggelassen, im umgekehrten Fall verfährt man genauso. (Für einen Anruf von Marseille nach Berlin würde man also z. B. +493012345678 wählen.)

µ nach Deutschland: +49

µ nach Österreich: +43

µ in die Schweiz: +41

µ nach Frankreich: +33

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 118)

Allgemeines

Schlafen wie ein Murmeltier und ausgeruht die City stürmen! Gute und günstige Hotels sind in Marseille rar, im mittleren Preissegment dagegen vielfältig und in der Luxusklasse geradezu üppig. Eine frühe Reservierung ist in allen Fällen sinnvoll, dabei ist bei der Buchung übers Internet oftmals noch ein Schnäppchen drin! Die aufgelisteten Hotels befinden sich im Zentrum oder sind kinderleicht mit Metro und Bus zu erreichen.

Gästezimmer bei Privatfamilien, die sogenannten chambres d’hôtes, sind das mediterrane Pendant zu bed and breakfast und eine gute Alternative zu den Hotels. Abgesehen von der Villa Etoile (s. S. 122) und dem Petit Jardin (s. S. 121) (zum Erreichen sind Bus und ein kleiner Fußmarsch vonnöten), die idyllisch in die Hügel oberhalb der Corniche Kennedy ñ eingebettet sind, liegen alle beschriebenen Zimmer mitten in der Stadt. Sie sind sauber, gut ausgestattet und mit eigenem Bad und WC. Die Übernachtung für zwei Personen kostet zwischen 55 und 120 €, ein kleines Frühstück inklusive.

Das Tourismusbüro (s. S. 111) gibt eine Liste mit weiteren chambres d’hôtes heraus, doch Obacht, manche Zimmer sind ungepflegt, teuer und liegen an verkehrsreichen Straßen. Das Erstbeste ist oft die falsche Wahl, also kritisch bleiben und vergleichen.

Eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit bieten Jugendherberge und Hostel. Wer es gewohnt ist, komfortarm durch das Land zu reisen und sich durch das Schnarchen des Bettnachbarn nicht stören lässt, der ist hier fein untergebracht.

Hotels

Im Zentrum

h139 [F4] Etap Vieux-Port €–€€, 46 Rue Sainte, Tel. +33 (0) 892680582, Fax +33 (0) 491549575, h2575@accor.com, www.etaphotel.com. Professionell geführtes „Kettenhotel“ in einem historischen Gebäude am schönen Cours Honoré-d’Estienne-d’Orves Û und nur einen Katzensprung vom Vieux-Port É entfernt. Keine Angst vor lauten Nächten, die Fenster zum Platz sind ausreichend isoliert. Sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis, darum frühzeitig reservieren!

h140 [F4] Grand Hôtel Beauvau – M’Gallery €€€, 4 Rue Beauvau, Tel. +33 (0) 491549100, Fax +33 (0) 491541576, h1293-re@accor.com, www.grandhotelbeauvaumarseille.com. Das waren noch Zeiten! Das grandiose Hotel eröffnete, als Napoléon III. in Europa unterwegs war und hat an Stil und Exklusivität über die Jahre sicher noch dazu gewonnen. Das Personal ist wohltuend „normal“ und die Position am Vieux-Port É traumhaft. Im Beauvau zu wohnen, ist mehr, als nur zu übernachten und das „Mehr“ hat zu Recht seinen Preis!

h141 [F4] Hôtel Alizé €–€€, 35 Quai des ­Belges, Tel. +33 (0) 491336697, www.alize-hotel.com. Schön, direkt am Vieux-Port É zu wohnen! Die Wege zum Apéro und Dinner sind wunderbar kurz. Ein feines Hotel mit freundlichem Empfang und gutem Service.

h142 [I3] Hôtel Azur €€, 24 Cours Franklin Roosevelt, Tel. +33 (0) 491427438, Fax +33 (0) 491472591, azur.hotel@wanadoo.fr, www.azur-hotel.fr. Seit vier Generationen führt die freundliche Familie Mellouki das gepflegte Haus, in dem es duftet, als würde es mitten in einem blühenden Lavendelfeld stehen. Bei schönem Wetter kann man sich auf der Terrasse im Hinterhof am Frühstück laben.

h143 [H5] Hôtel de la Préfecture €, 9 Boulevard Louis Salvator, Tel. +33 (0) 491339981, Fax +33 (0) 957241114, www.hoteldelaprefecture.fr. Für kleines Geld: 40 einfache Zimmer mitten in der Stadtmitte.

h144 [F3] Hôtel Hermès €–€€, 2 Rue Bonneterie, Tel. +33 (0) 496116363, Fax +33 (0) 496116364, hotel.hermes@orange.fr, www.hotelmarseille.com. Bescheidenes, fünfgeschossiges Hotel mit toller Dachterrasse in einer Seitenstraße beim Vieux-Port É. Die Chefin und Angestellte sprechen hier deutsch! Kuschelige Zimmer, davon eines das „Hochzeitszimmer“, dass nicht nur für Frischvermählte eine gute Wahl ist.

h145 [H3] Hôtel Lutétia €€, 38 Allées Léon Gambetta, lutetia@hotelmarseille.com, www.hotelmarseille.com, Tel. +33 (0) 491508178, Fax +33 (0) 491502352. Was draußen im trockenen Marseille nicht wächst, ist drinnen im Empfangsraum eingetopft: Die Lieblingsfarbe des Chefs scheint grün zu sein. In den korrekt möblierten, sauberen Zimmern fehlt es an nichts. Familiäre Atmosphäre in Bahnhofsnähe!

h146 [H5] Hôtel Première Classe Marseille Centre €, 13 Rue Lafon, Tel. +33 (0) 491333429, Fax +33 (0) 491541059, premiereclasse.marseille@simplyhotelsfrance.com, www.premiere­classe.fr. Einfach und gut. Prädestiniert für Marseillebesucher, die früh ausgehen und spät wiederkommen, die deswegen eine zentrale Lage schätzen und sich nicht lange über zu üppige Logiskosten ärgern wollen. Was man hier spart, ist in der Stadt besser ausgegeben.

h147 [G4] Hôtel Saint Louis €–€€, 2 Rue des Récolettes, Tel. +33 (0) 491540274, Fax +33 (0) 491337859, www.hotel-st-louis.com. Charmante Unterkunft mit großen, ansprechenden Zimmern und freundlichem Empfang. Die zentrale Lage im Quartier Noailles ist vorteilhaft für Nachtschwärmer.

h148 [E1] Ibis Marseille Euroméditerranée €€, 25 Boulevard de Dunkerque, Tel. +33 (0) 491992520, Fax +33 (0) 491992530, h6190@accor.com, www.ibishotel.com. Die moderne, erst 2008 eröffnete Schlafburg mit ihren 192 (!!!) Zimmern liegt direkt hinter den Docks und ist ein sehr gutes Beispiel für funktionelles Hoteldesign. Hier bewegt man sich in der Anonymität eines großen Hauses, gleichwohl ist das Personal freundlich und aufmerksam.

h149 [F4] Hôtel Carré Vieux-Port €€, 6 Rue Beauvau, Tel. +33 (0) 491330233, Fax +33 (0) 491332134, www.hvpm.fr. Dieses Haus kann man gut riechen: Im netten Foyer duftet es fein und im Hintergrund läuft Musik. Ausnehmend freundliches Personal, gemütliche Zimmer und eine gute Lage. Was will man mehr?

h150 [H3] Le Ryad €€, 16 Rue Sénac de Meilhan, Tel. +33 (0) 491477454, Fax +33 (0) 491487059, www.leryad.fr. Ein Stückchen Heimat hat die gebürtige Marokkanerin Fatiha Ouichou mit in die Stadt gebracht. Das Ryad mit seinen neun Zimmern ist ein kleiner, orientalischer Schlafpalast in warmen Farben und mit netten Dekorationen. Es gibt keinen Aufzug: Gut für Kreislauf und Muskulatur, schlecht nach Pastis und Rosé.

h151 [F1] Les Gens de Mer €, 25 Rue de Forbin, Tel. +33 (0) 491911958, Fax +33 (0) 491560294, www.lesgensdemer.fr. Die Häuser der „Leute vom Meer“ (ehemalige Matrosenheime) gibt es in acht verschiedenen französischen Hafenstädten. Erst seit 2000 für die „Öffentlichkeit“ zugänglich, wird man heute sicher keinem flotten Matrosen oder bärtigem Kapitän mehr begegnen. Aber als Reminiszenz an alte Zeiten klebt an jeder Zimmertür ein kleiner roter Anker. Die schlichten Zimmer sind auch Landratten zu empfehlen!

Knapp außerhalb des Zentrums

h152 [K11] Hôtel Le Corbusier €€, 280 Boulevard Michelet, albange@ club-internet.fr, www.hotellecorbusier.com, Tel. +33 (0) 491167800. Hier wird nicht geschlafen, hier wird in der dritten und vierten Etage Schlaf zelebriert! Der Meister Le Corbusier hat persönlich Hand angelegt, die spartanischen Zimmer sind genau vermessen und auf das Wesentliche reduziert. Wer die kreative Gesamtleistung hoch achtet – und wer tut das nicht –, kann sich nachts in die Nähe des Architekten träumen.

h153 [B6] Hôtel Peron €€, 119 Corniche John-F.-Kennedy, Tel. +33 (0) 491310141, Fax +33 (0) 491594201, hotel-peron@wanadoo.fr, www. hotel-peron.com. In der vierten Generation geführtes Familienhotel. Wer den rauschenden Verkehr der Corniche mit dem fantastischen Meerblick, dem gastfreundlichen Service und den quietschbunten Gipsreliefs des Künstlers Boul gegenrechnet, ist hier bestens aufgehoben. Ein Arthotel der besonderen Art!

h154 [F10] Pullman Marseille Palm Beach €€€, 200 Corniche John-F.-Kennedy, Tel. +33 (0) 491161900, Fax +33 (0) 491161939, h3485@accor.com, www.pullmanhotels.com. So nächtigt die bessere Gesellschaft. Klares Innendesign mit ein bisschen französischem Schnickschnack und stimmiger Bildkunst an den Wänden. Damit nicht genug: Mitten durchs Pullman sprudelt Wasser an einer nackten Felswand hinunter. Wenige Schritte über die Riesenterrasse am Pool vorbei und man steht direkt am Meer. Ein guter Platz für ein Gläschen Champagner für circa 13 €.

Chambre d’Hôtes

Im Zentrum

Ì155 [E3] Au Vieux Panier €€, 13 Rue du Panier, Tel. +33 (0) 491912372, jess@auvieuxpanier.com, www.auvieuxpanier.com. Jessica Venediger hat sich hier ihren Traum verwirklicht: Chambre trifft Kunst. Die fünf Zimmer sind durchgestylt bis ins Detail. Die Räume erzählen vom Reisen, von kindlichen Fantasien oder werden nach dem Aufsetzen einer 3D-Brille (Room 3) zum farbwechselnden Hologramm. Der Höhepunkt im besten Wortsinn ist der Besuch der kleinen Dachterrasse mit Aussicht auf die filigranen Kuppelstrukturen der nahen Kathedrale.

Ì156 [E3] La Maison du Petit Canard €, 48 Impasse Sainte-Françoise, Tel. +33 (0) 491914031 oder +33 (0) 617804543, maison.petit.canard@free.fr, http://maison.petit.canard.free.fr. Heimeliges, nett eingerichtetes Häuschen mit kleiner Außenterrasse. Mitten im ältesten Viertel der Stadt heißen Maler Yousseff und seine deutsche Frau Steffi herzlich willkommen.

Ì157 [H3] Pension Edelweiss €€, 6 Rue Lafayette, Tel. +33 (0) 951233511, info@pension-edelweiss.fr, www.pension-­edelweiss.fr. Bernadette hat architektonisch etwas Feines vollbracht und vermietet nun zusammen mit David die vier herrlichen, komfortablen Zimmer in zentraler Lage. Frühstück gibts in der Pension, mittags ist ein Tagesgericht im Comptoir Dugommier (s. S. 30) Pflicht – schließlich gehört die Brasserie zur Familie!

Knapp außerhalb des Zentrums

Ì158 [I8] La Petite Maison €€, 23 Rue Jean Mermoz, Tel. +33 (0) 491317463, ­petitemaisonamarseille@numericable.fr, www.petitemaisonamarseille.com. Alix Arnaud war vor etwa 13 Jahren eine der ersten, die in Marseille Gästezimmer vermietete. Sie bietet zur B egrüßung Café oder Saft an und steht mit Rat und Tat rund um „ihre“ Stadt zur Seite. Die farblich unterschiedlichen Zimmer heißen „Himbeer“, „Schokolade“ und „Vanille“, sind komfortabel ausgestattet und haben edle Badezimmer. Eine ideale Unterkunft für ein Luxuswochenende zu zweit. Gute, schnelle Metroverbindung ins Zentrum.

Ì159 [D8] Le Petit Jardin €€, 136 Chemin du Vallon de l’Oriol, Tel. +33 (0) 491526965 oder +33 (0) 617432138, info@petitjardin.eu, www.petitjardin.eu. Mauro Luzzi und sein Freund Serge haben in einem wunderschönen und küstennahen Viertel eine Wohlfühloase geschaffen. Die Zimmer „Afrique“ und „Asie“ sind liebevoll und mit viel Sinn fürs Detail eingerichtet, die Zuordnung zu dem jeweiligen Erdteil ist gelungen. Der Gast wird umhüllt von guten Energien und die Frösche im Garten quaken dazu. Paradiesisch.

Ì160 [B7] Villa Etoile €€, 385 Rue d’Endoume, Tel. +33 (0) 981219987 oder +33 (0) 662398790, villaletoile@gmail.com, www.villa-etoile.com. Mitten im schönen Quartier Endoume mit freiem Blick auf das nahe Meer! Wie man sich französische Zimmer so vorstellt: hier ein goldenes Spiegelchen, da ein üppig drapierter Vorhang, dort eine kleine Gipsstatuette. Besondere Schmankerl sind der Pool, das kontinentale Frühstück und ein kleiner Pétanque-Platz.

Jugendherberge und Hostel

j161 [H14] Auberge de Jeunesse Bonneveine €, Impasse du Docteur Bonfils, Tel. +33 (0) 491176330 , Fax +33 (0) 491739723, ajmb3@wanadoo.fr, www.hihostels.com. Die klassische Jugendherberge liegt etwas außerhalb (nur mit Auto oder Bus zu erreichen), dafür jedoch ganz nah am Meer. In den Zimmern für 2 bis 8 Personen trifft sich ein munteres, internationales Klientel. Reservierung per E-Mail, Mitte Dez. bis Mitte Januar geschlossen.

o162 [G2] Hôtel Vertigo Centre €, 42 Rue des Petites Maries, Tel. +33 (0) 491910711, Fax +33 (0) 954812843, contact@otelvertigo.fr, www.hotelvertigo.fr. Pension, Herberge, Hostel – von allem etwas und doch ganz anders. Jung, bunt, cool und höchst gastfreundlich. Überall findet man kleine Ecken und Plätzchen zum Abhängen und Quatschen. Ein freches Refugium, bahnhofsnah und mitten im Zentrum. Längst mehr als ein Geheimtipp! Seit 2010 gibt es außerdem das Hôtel Vertigo Vieux-Port (Tel. +33 (0) 491544295, www.hotelvertigo.fr). Eine wirkliche Luxus-Jugendherberge!

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 122)

Am besten ?

? eine Sonnenbrille tragen. Das mediterrane Licht ist grell und kann ungeschützten Augen gefährlich werden.

? die häufigen Verzögerungen bei Post, Bus und Bahn frühzeitig einplanen. In dieser Stadt wird gerne jeder noch so kleine Anlass als Grund zum Streiken genommen.

? das freundliche „Bonjour“ mit einem nachfolgenden „Madame“ bzw. „Monsieur“ anreichern. Die höfliche Anrede ist Entree und Mindestvoraussetzung für eine gute Kommunikation.

? nicht wesentlich früher als 20 Uhr zum Abendessen erscheinen, vorher bleibt die südländische Küche eh kalt.

? einen Espresso oder Café direkt nach dem Essen ordern. Alles andere oder gar das Verweigern des abschließenden Koffeinstoßes outet den Gast als „stillosen“ Touristen.

? immer die Öffnungszeiten kon­trollieren. Gründe für kurzfristige Abweichungen gibt es zuhauf: Mistral, Hitze, Personalmangel, Unpässlichkeit ?

? an den Bushaltestellen deutlich und sichtbar gestikulieren, automatisch oder nur weil da jemand steht, tritt hier kein Busfahrer auf die Bremse.

? wissen, dass ein demi-pression kein halbes, sondern nur ein Viertelbierchen (250 ml) ist. Der halbe Liter Bier heißt pint.

? geduldig sein und zweimal hinhören, wenn man wegen des sehr speziellen Marseiller „Dialektes“ („Le parler marseillais“) und trotz eigener Sprachkenntnisse nicht gleich alles versteht!

? sich nicht als Fan von Paris Saint-Germain, des ärgsten Olympique-de-Marseille-Konkurrenten, zu erkennen geben. Man wird umgehend mit Verachtung bestraft!

? den Supermarkt nur durch den vorgeschriebenen Eingang betreten. Sich durch die Kassen hineinzumogeln ruft das geballte Security-Rudel auf den Plan.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 122)

Bus, Metro und Tramway

„Ein Besuch in Marseille beginnt mit der RTM“, so lautet die Werbung des städtischen Verkehrsbetriebes Régie des Transports de Marseille und tatsächlich sind Bus, Metro und Tramway die beste Alternative zum alltäglichen Autochaos.

Die Stadt verfügt über ein gut ausgebautes Busnetz, zwei Metro- sowie zwei Tramlinien. Busse fahren von den frühen Morgenstunden an, aber je nach Linie nur bis 19 bzw. 22 Uhr abends. Die Straßenbahn verkehrt täglich von 5 bis 0.30 Uhr und die Metro fährt Montag bis Donnerstag von 5 bis 22.30 Uhr und Freitag bis Sonntag von 5 bis 0.30 Uhr.

Mit einer Einzelfahrkarte kann man eine Stunde lang alle Verkehrsmittel (die Metro jedoch nur einmal) nutzen, und das zu einem Preis von 1,50 € (5er-Pack 6,30 €, 10er-Pack 12,60 €, Tageskarte 5 € und 3-Tages-Karte 10,50 €). Mit der aufladbaren Carte Transpass – dafür ist neben dem Personalausweis ein Lichtbild (!) erforderlich – sind die Tarife deutlich günstiger: Ein 7-Tage-Abonnement kostet beispielsweise nur 12 €!

µ www.rtm.fr

µ Fahrpläne, Kartenkauf und Auskunft in der Metrostation des Hauptbahnhofes

Taxi

Das Angebot an Taxis ist ausreichend und entspricht großstädtischem Standard. Wenn man einen Wagen der etablierten Fuhrunternehmen erwischt (oder besser telefonisch vorbestellt hat), sind Service und Preis absolut korrekt. Daneben gibt es zahlreiche Einzelkämpfer, von denen sich manche mit dem als Tourist erkannten Gast das schnelle Geld „erfahren“ wollen. Drum: Vorher auf den Stadtplan schauen und die ungefähre Streckenlänge bis zum Ziel abschätzen. Vor Fahrtantritt einen Fixpreis vereinbaren und keine Skrupel haben, das mit einem treuen Augenaufschlag offerierte Wucherschnäppchen auszuschlagen und es beim nächsten Chauffeur aufs Neue anzugehen. Denn das beliebte Spiel des Marseiller Taxiunderground heißt Touristenschröpfen: Wer schafft die fetteste Beute auf kürzestem Weg?

Ungefähre Preise für eine Fahrt: Grundgebühr 1,90 €, Kilometerpreis tagsüber 1,60 €, nachts 2 €, 1 bis 2 € Gepäckkosten.

µ Taxi Radio Marseille, Tel. +33 (0) 491022020

µ Taxi Tupp Radio, Tel. +33 (0) 491058080

Fähren

Bootsfahrt zu den Frioul-Inseln

Abfahrt am Quai des Belges [F4] mit dem Frioul-If-Express. Wahlweise zur Insel If und Pomègues/Ratonneau oder aber nur zu den großen Inseln. Fahrplan und Auskünfte am Reedereikiosk, im Office du Tourisme (s. S. 111) und im Internet unter www.lepilote.com.

Mehrstündige Schiffstouren in die Calanques

Abfahrt ist am Quai des Belges [F4] mit Icard Maritime oder Croisières Marseille Calanques. Informationen über Abfahrtszeiten, Reiselänge und Ziele gibt es am Stand vor der Anlegestelle oder im Internet unter www. visite-des-calanques.com bzw. www.croisieres-marseille-calanques.com.

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 124)

Das mediterrane Klima von Marseille verspricht ganzjährig gutes Wetter mit einem trockenheißen Sommer, angenehmen Frühlings- und Herbsttemperaturen und einem milden Winter, beste Bedingungen also für fröstelnde Nordländer.

Nicht vorhersehbar ist der Auftritt des Mistrals, der in der Hitze des Sommers angenehm kühl, in den Wintermonaten dagegen eisig ist (an winddichte Kleidung denken!).

In den Monaten Juli und August erreichen die Temperaturen rund 35 °C und es sind große Ferien der Franzosen, die mit Kind und Kegel ans Meer drängen – klar, dass Flug- und Hotelpreise ansteigen. Fazit: Reisezeit ist eigentlich immer (abgesehen von den kälteren Monaten Dezember und Januar), auch, weil die meisten Lokale und Museen auf Hitzefrei und Winterschlaf verzichten. Mit mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr ist Marseille die Traumstadt für City-Fans und Meerhungrige!

Fahrvergnügen der besonderen Art an der Corniche Kennedy (s. S. 97)

Vorseite: Spritzige Abkühlung am Brunnen des Place des Moulins (s. S. 59)

057ml Abb.: mb

µ Die Stadt erkunden und nur einmal zahlen, der Citypass machts möglich. Museumsbesuche, Besichtigungstouren, Inselhopping, Verkehrsmittelnutzung, ein paar kleine Vergünstigungen in manchen Geschäften und die Petits Trains (s. S. 117), alles mit drin. Erhältlich im Office du Tourisme (s. S. 111), Preis für einen Tag 22 €, für zwei Tage 29 €.

µ Die Fahrt mit dem 83er-Bus: Für 1,50 € die Küstenstraße entlang, göttlich!

µ Essen im Sur le Pouce (s. S. 29), im Mido (s. S. 32) oder an einem der 60 Pizzawagen, billig, gut und reichlich.

µ Drinks im Viertel rund um den Cours Julien æ, long und lecker, da kann man sich auch zwei leisten.

µ Rauf aufs Ferry-Boat, Hafenduft schnüffeln, dem Käpt’n ganz nah sein (s. S. 55).

µ Mit Baguette, Käse und Wein ab ans Meer – Schmaus für Gaumen und Seele.

Marseille preiswert

EXTRATIPP

Deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften

S129 [G9] RELAY, Gare Saint-Charles, Quai I–J, geöffnet: tgl. 6.30–21, Fr. bis 22 Uhr. Zeitschriftenhändler mit großem Angebot an internationaler Presse.

l130 [G3] Bibliothek Alcazar, 58 Cours Belsunce, Tel. +33 (0) 491559000, www.bmvr.marseille.fr, geöffnet: Di.–Sa. 11–19 Uhr, feiertags geschlossen. „Spiegel“, „Zeit“, „Stern“ usw. liegen im Erdgeschoss der Bibliothek aus.

Mal hier, mal da, das Bébécar – mobiler Kindergarten in Marseille

„Die Marseille-Trilogie“, „Aldebaran“, „Die Sonne der Sterbenden“, „Leben macht müde“ oder „Izzo’s Marseille“, in den Romanen des berühmten Schriftstellers Jean-Claude Izzo steht „seine“ Stadt immer im Mittelpunkt. In „Die Wasser der Hügel“ und „Eine Kindheit in der Provence“ erzählt Marcel Pagnol detailgenau und mit Poesie Geschichten aus seiner südfranzösichen Heimat. In „Transit Marseille: Filmgeschichte einer Mittelmeermetropole“ gibt Daniel Winkler eine kulturwissenschaftliche Betrachtung der Filmstadt Marseille ab, interessant, vielschichtig, einfach lohnenswert!

Meine Literaturtipps

Praktische Reisetipps

Medizinische Versorgung, Mit Kindern unterwegs

059ml Abb.: mb

058ml Abb.: mb

EXTRAINFO

Bébécar, der rollende Kindergarten

Wohin mit den kleinen Franzosen, wenn Mutter ungestört shoppen und Vater in Ruhe seinen Pastis genießen will? Marseille hat die Lösung gefunden: Fahrbare Horte, in denen geduldige Betreuer die nörgelnden Gören derweil bespielen. Die bunten Wohnmobile (Bild auf S. 113) stehen auf verschie­dene Plätze in der City verteilt und die kleine Eltern-Auszeit wirkt oft Wunder: Aus Nervenbündeln werden wieder coole Partner, die ihre Wiederlieblinge („Das hast du ganz toll gemacht!“) stolz in die Arme schließen, dem rollenden Hort „Bébécar“ sei Dank.

µ www.mairie-marseille.fr

Briefkastenwand am ehemaligen Galeerenarsenal

Spiel- und Kletterschiff im griechischen Stil am Prado-Strand

Praktische Reisetipps

Notfälle, Post

064ml Abb.: mb

Praktische Reisetipps

Geführte Stadttouren, Telefonieren

Preis für ein Doppelzimmer mit Frühstück:

µ € bis 75 €

µ €€ 75–150 €

µ €€€ ab 150 €

Preiskategorien Unterünfte

061ml Abb.: mb

Eine rosarote Farborgie: das Hôtel Peron direkt an der Corniche Kennedy

062ml Abb.: mb

Die Tram der Marseiller Verkehrsbetriebe zeigt ihr freundliches Gesicht

EXTRAInfo

Mistral

Der Wind kommt kalt daher, vom Atlantik in breiter Front, bündelt seine Kräfte im mittleren Frankreich, biegt in das Rhonetal ein und donnert mit zunehmender Geschwindigkeit gen Süden. Er weht nicht mehr, er bläst – etwa hundert Tage im Jahr und dabei pausenlos, schier unermüdlich. Der Mistral hechelt über die Hügel rund um die Stadt, pustet kaltherzig und gnadenlos das letzte zarte Wölkchen vom stahlblauen Himmel, zerrt an Dachziegeln und Weiberröcken, outet Toupetträger, rötet Bindehäutchen und fegt Croissants von den Tellern. Wer dem „Meister“ (Mistral kommt vom provenzalischen „maître“) im Weg steht, wird gebogen oder gebrochen. Pflanzen, Tiere und Menschen ducken sich weg, verkümmern, frieren oder fluchen. Der schlaue Franzose aber arrangiert sich, nimmt den windigen Rhythmus an und wartet geduldig auf das Ende des Blaskonzertes.

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