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ReiseführerCityTrip Paris

  • 9.80 EUR Deutschland
  • 14.90 CHF Schweiz
  • 10.10 EUR Österreich
  • Preis inkl. MwSt.
 
Reiseführer CityTrip Paris
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Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Kalmbach, Gabriele
Herausgeber: Werner, Klaus
ISBN: 978-3-8317-2107-8
Seitenanzahl: 144
Auflage: 3., neu bearbeitete und komplett aktualisierte Auflage
Erscheinungsjahr: 2011

Ausstattung:
komplett in Farbe, mehr als 50 Fotos, detaillierter Stadtplan (Faltplan zum Herausnehmen), Metroplan, kleine Sprachhilfe Französisch, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
Format (h x b x t): 19,5 x 11

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Dieser kompakte Stadtführer aus der Reihe CityTrip von Reise Know-How richtet sich besonders an Besucher, die ein verlängertes Wochenende oder einen Kurzurlaub in Frankreichs Hauptstadt planen. Das Buch bietet in Form von Rundgängen die Möglichkeit, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und auch die weniger bekannten Seiten von Paris auf eigene Faust zu erkunden. Alle Vorschläge lassen sich selbstverständlich auch zu einer individuellen Paristour kombinieren. Ausführliche Hintergrundinformationen und zuverlässige Tipps und Empfehlungen zu Anreise, Unterkunft, Gastronomie, Nightlife, öffentlichen Verkehrsmitteln, Reisen mit Kindern u.v.m. runden den aktuellen Reiseführer ab. Ein kleiner Französisch-Sprachführer im Anhang enthält die wichtigsten Wörter und Redewendungen für die Verständigung vor Ort. Der eng mit den Text verzahnte Stadtplan (Faltplan zum Herausnehmen) erleichtert die Orientierung.

CityTrip Paris lädt ein zum entspannten Stadtbummel, zur kulturhaltigen Museums- und Sightseeingtour, zum ausgiebigen Shopping oder zum Schlemmen & Genießen. Denn die beliebte Stadt an der Seine mit ihren weltberühmten Kulturdenkmälern, architektonischen Meilensteinen und verlockenden Einkaufsstraßen zeigt auch beim wiederholten Besuch immer neue Facetten.

CityTrip- die neuen Reiseführer für den individuellen Kurztrip in die schönsten Städte der Welt!

  • Die Stadt entdecken: sorgfältige Beschreibung der interessantesten Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel.
  • Die ganze Breite der Gastronomie: von Feinschmeckerrestaurants über Cafés und Bars bis zum mitternächtlichen Imbiss.
  • Auf eigene Faust: alle reisepraktischen Infos zu Anfahrt, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Shopping, Events, Hilfe im Notfall ...
  • Unterkünfte von nobel bis preiswert: gründlich vor Ort recherchiert und ausführlich kommentiert.
  • Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ...
  • Richtig ankommen: exakte Adressangaben, leicht zu finden dank GPS-genauer Stadtpläne und buchbegleitender Luftbild­ansichten unter Google Maps™.

CityTripaus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.

Besitzer der 2. Auflage des CityTrips Paris finden die entsprechenden Luftbildkarten hier: Sehens­würdigkeiten, Unterkünfte, Gastronomie, Praktische Reisetipps.

Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  Faltplan
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

Anreise

Mit dem eigenen Fahrzeug

Die Anreise nach Paris über die Autobahn führt von Norddeutschland über Aachen, man durchquert Belgien und erreicht Paris über Valenciennes und Compiègne. Von Süddeutschland führt die Autobahn über Metz und Reims. Auch von Österreich fährt man diese Strecke via Nürnberg oder München. Von der Schweiz geht es in Richtung Dijon über die Autoroute du Soleil.

Alle Autobahnen in Frankreich sind bis auf wenige kurze Strecken im Bereich mancher Großstädte gebührenpflichtig. An den Mautstellen (péage) erhält man ein Ticket, das bei der Ausfahrt abgerechnet wird. Die Tarife sind je nach Entfernung und Fahrzeugart (LKW, PKW, Caravan oder Motorrad) unterschiedlich und in bar oder mit Kreditkarte zu zahlen (www.autoroutes.fr).

Bei der Anreise mit dem eigenen Wagen ist ein Nationalitätskennzeichen am Wagen erforderlich, auch wenn das Nummernschild bereits die EU-Plakette enthält. Nützlich, aber nicht vorgeschrieben sind die grüne Versicherungskarte und eine Auslandsschutzversicherung.

Ist man von Europa mit einem Fahrzeug unterwegs, ist der Schutzbrief eines Automobilclubs eine Überlegung wert. Dies sind die wichtigsten Automobilclubs und ihre 24-Stunden-Notrufnummern im Ausland:

µ ADAC, www.adac.de, Notruf-Tel. 0049– 89–222222. Unter 0049–89–767676 erfährt man, wo sich in der Nähe des Urlaubsortes ein Deutsch sprechender Arzt befindet. Die Liste kann man auch vorab anfordern.

µ ÖAMTC, www.oeamtc.at, Notruf-Tel. 0043–1–2512000

µ TCS, www.tcs.ch, Notruf-Tel. 0041–22–4172220

Mit dem Zug

Die Züge aus Norddeutschland (über Köln) kommen am Gare du Nord an, die Züge aus Süddeutschland und der Schweiz am Gare de l’Est. Am Gare du Nord hat das Office de Tourisme eine Vertretung, die Hotelzimmer reserviert, außerdem gibt es in allen Bahnhöfen Geldwechselstuben und einen Kiosk mit internationalen Tageszeitungen und Zeitschriften. Auch unterirdische Métro-Verbindungen in alle Stadtteile sind vorhanden. Von jedem Bahnhof aus kann man also problemlos mit Métro, Bus oder Taxi zum Hotel gelangen.

Insgesamt hat Paris sechs große Sackbahnhöfe, an denen alle Linien aus Frankreich enden bzw. beginnen. Der Gare d’Austerlitz (13e) fertigt die Züge Richtung Südwesten ab (Bordeaux, Spanien), der Gare de Lyon (12e) Richtung Südosten (Lyon, Marseille, Italien), der Gare Saint Lazare (8e) Richtung Nordwesten, der Gare de Montparnasse (14e) Richtung Westen (Rennes, Nantes).

In Hochgeschwindigkeitszügen wie dem Thalys oder ICE wird man mit kurzen Zwischenstopps in binnen knapp vier Stunden von Köln, Stuttgart und Frankfurt nach Paris befördert; die Strecke von München ist im Bau. Von Hamburg oder Berlin schließt man daran bequem mit dem ICE an und braucht insgesamt 8 bis 9 Stunden.

Länger dauert es zwar mit dem DB NachtZug, aber dafür schläft man währenddessen komfortabel im Liege- oder Schlafwagen und kommt frühmorgens ausgeruht in Paris an. Die Nachtzugverbindungen sind auch von Österreich interessant. Die schnellsten Verbindungen von der Schweiz führen alle über Lausanne oder Genf, von wo aus man dann mit dem französischen TGV nach Paris flitzt.

Man kann die Bahntickets auch online oder telefonisch buchen. Man erhält sie dann per Post zugeschickt:

µ DB, www.bahn.de oder in Deutschland Tel. 11861 (0,06 €/7,3 Sek.)

µ ÖBB, www.oebb.at oder in Österreich Tel. 05 1717 (zum Ortstarif)

µ SBB, www.sbb.ch oder in der Schweiz Tel. 0900 300300 (1,19 SFr./Min.)

µ SNCF, www.sncf.com (auch auf Deutsch) oder in Frankreich Tel. 08.36.35.35.35

µ DB NachtZug, www.nachtzugreise.de oder über die obigen Bahngesellschaften

Mit dem Bus

In allen Großstädten bieten Busunternehmen Kurztrips nach Paris an, zum Teil nur die Hin- und Rückfahrt, meist sind die Touren aber kombiniert mit Hotel und Stadtrundfahrt. Die Preise sind je nach Entfernung unterschiedlich, Auskunft geben Reisebüros und Busunternehmen.

Mitfahrzentrale

In allen größeren Städten gibt es Zentralen, die Mitfahrgelegenheiten gegen Benzinkostenbeteiligung und manchmal sogar ohne eine Vermittlungsgebühr anbieten. Diese sind auch zahlreich im Internet vertreten, Stichwort „Mitfahrzentrale“ bei Google (für Österreich zusätzlich Stichwort „site: at“ und für die Schweiz „site: ch“) eingeben.

µ In Paris (Kontaktaufnahme telefonisch oder per E-Mail via Website): Allôstop, Tel. 01.53.20.42.42, www.allostop.net

Mit dem Flugzeug

Paris hat zwei für den internationalen Verkehr wichtige Flughäfen: zum einen Charles-de-Gaulle/Roissy (CDG) im Nordwesten und Orly (ORY) im Süden. Auf beiden landen Flugzeuge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. (Informationen zu den beiden Flughäfen gibt es im Internet: www.adp.fr).

Billigfluglinien

Preiswert kann man mit den Billigfluglinien nach Paris reisen, muss allerdings schon früh buchen. Wer als Termin ein Feiertagswochenende anvisiert, findet jedoch auch bei diesen Airlines astronomisch hohe Preise vor. Es gibt regelmäßig Sonderaktionen, bei denen man mit etwas Glück auch in der Hochsaison die vergünstigten Tarife buchen kann. Darauf wird per E-Mail-Newsletter aufmerksam gemacht, die auf den Internetseiten der Betreiber abonniert werden können.

Die Billigairline-Flüge kann man entweder im Internet buchen oder über das entsprechende Callcenter (allerdings ist dann eine Zusatzgebühr fällig und der Anruf selbst ist meist auch teurer). Diese Fluglinien stellen keine Tickets aus, sondern arbeiten per Online-Bestätigung mit einer Buchungsnummer auf der Web­site oder per E-Mail. Zur Bezahlung wird in der Regel eine Kreditkarte verlangt.

Die interessanten Billigairlines für Flüge nach Paris sind:

µ Easy Jet, www.easyjet.com oder Tel. 01803 654321. Billigairline von Dortmund nach Paris CDG ab 3,49 €, Berlin Schönefeld nach Paris ORY ab 4,49 € und Genf nach Paris ORY ab 25,95 SFr oneway zuzügl. Flughafensteuer und Gebühren.

µ Germanwings, www.germanwings.com oder Tel. 01805 955855. Billigairline von Köln/Bonn nach Paris CDG ab 19 € oneway inkl. Flughafensteuer und Gebühren.

µ Niki, www.airberlin.com oder Tel. 0820 400011. Von Wien nach Paris ab 29 € oneway inkl. Steuern und Gebühren.

Last-Minute

Wer sich erst im letzten Augenblick für eine Reise nach Paris entscheidet oder gern pokert, kann Ausschau nach Last-Minute-Flügen halten. Sie werden von einigen Airlines mit deutlicher Ermäßigung ab etwa 14 Tage vor Abflug angeboten, wenn noch Plätze zu füllen sind. Diese Last-Minute-Reisen lassen sich nur bei Spezialisten buchen (bei den Rufnummern werden 0,12–0,20 € bzw. 0,12 SFr pro Minute berechnet):

µ L’Tur, www.ltur.com, D: Tel. 01805 212121, A: Tel. 0820 600800, CH: Tel. 0848 808088, 140 Niederlassungen europaweit. Unter „Super Last Minute“ gibt es Angebote für den Abflug innerhalb der nächsten 72 Std.

µ Lastminute.com, www.de.lastminute.com, D: Tel. 01805 777257

Ankunft in Paris

Verbindungen von und zu den Flughäfen mit den Air-France-Bussen, den RER-Schnellzügen und den RATP-Bussen. Ein Flughafenbus der Air France fährt vom Terminal des Invalides (Esplanade des Invalides) und vom Place Denfert-Rochereau alle 12 Min. nach Orly. Die Fahrtdauer beträgt 30 Minuten, wenn der Verkehr denn flüssig ist.

Der Flughafenbus zum Charles-de-Gaulle-Flughafen in Roissy startet am Terminal Maillot (Place de la Porte Maillot) und in der Rue Scribe an der alten Oper 7 alle 15 Min. und benötigt etwa 40 Minuten. Beide Busse verkehren zwischen 5.50 und 23.00 Uhr.

Die normalen Buslinien der RATP von und zu den Flughäfen sind preiswert, aber auch langsam: Nr. 351 ab Nation Richtung Charles-de-Gaulle: Fahrtdauer 60 Min. Der Bus fährt alle 30 Min. zwischen 5.55 und 20.30 Uhr. Nr. 350 ab Gare de l’Est oder Gare du Nord Richtung Charles-de-Gaulle: Fahrtdauer 50 Min. Der Bus fährt alle 15 Min. zwischen 6.00 und 23.00 Uhr. Nr. 215 ab Denfert-Rochereau nach Orly: Fahrtdauer 40 Min. Der Bus fährt alle 12 Min. zwischen 6.00 und 23.00 Uhr.

Bequemer und schneller erreicht man Paris mit den Zügen der S-Bahn (RER): Roissy Rail, die Linie B der RER, fährt zum Charles-de-Gaulle alle 15 Min. zwischen 5.30 und 23.30 Uhr. Orly Rail, die Linie C der RER, fährt nach Orly, ebenfalls alle 15 Min. zwischen 5.30 und 23 Uhr, Orly Val, eine Verbindung zum Flughafen über die RER-Linie B, Fahrtdauer etwa 35 Min. An beiden Flughäfen bringen Autobusse die Fahrgäste zu den RER-Bahnhöfen.

Mit dem Taxi braucht man außerhalb der Rushhour etwa 30 bis 40 Min. nach Orly, 40 bis 50 Min. zum Charles-de-Gaulle-Flughafen und zahlt etwa 40–45 €.

Autofahren

Die Höchstgeschwindigkeiten: auf französischen Autobahnen 130 km/h, auf vierspurigen Nationalstraßen 110 km/h, auf Landstraßen 90 km/h (bei Nässe 110, 100 bzw. 80 km/h) und innerhalb der Ortschaften 50 km/h. Ist der Führerschein noch kein Jahr alt, darf man maximal 90 km/h fahren. Wer sich bei höheren Geschwindigkeiten erwischen lässt, muss exorbitante Strafen zahlen – die Polizei greift rigoros durch.

In Frankreich besteht Gurtpflicht, die Promillegrenze beträgt 0,5 ?. Motorradfahrer müssen einen Schutzhelm tragen und auch am Tag mit Abblendlicht fahren.

Grundsätzlich ist von der Anreise mit dem eigenen Wagen eher abzuraten. Täglich fahren fast 1,5 Mio. Fahrzeuge in die Metropole hinein und abends wieder heraus. Der Straßenverkehr in Paris wird von routinierten Fahrern sicher mühelos bewältigt, doch Parkplätze sind knapp und Falschparken kommt teuer zu stehen. Strafzettel werden zwar wegen des bürokratischen Aufwands meist nicht aus dem Ausland eingefordert, doch schleppt die Polizei Wagen auch häufig ab oder blockiert die Reifen mit Radkrallen – dann muss sofort gezahlt werden.

Hinweis: An allen gelb markierten Straßenrändern ist Parken verboten, auch wenn keine speziellen Schilder darauf hinweisen. Weder in der Tiefgarage noch anderswo sollte man Wertsachen im Wagen lassen.

Fast alle Parkplätze in den Straßen sind gebührenpflichtig, man muss sich aus Automaten entsprechende Marken ziehen, Gebühr pro Std. bis zu 3 €, Höchstparkdauer 2 Std.

Die Tankstellen in Paris sind leicht zu übersehen. Es handelt sich nicht um riesige Anlagen, sondern hier und dort steht einfach eine Zapfsäule am Straßenrand. Sonntags sind hier fast alle Tankstellen geschlossen.

Nach dem großen Erfolg mit den städtischen Leihfahrrädern (s. das Kap. „Radfahren“) wird es ab 2010 auch Autolib geben, ein vergleichbares System für Leihwagen. Gestartet werden soll mit 4000 (Elektro-)Autos und ca. 700 Sta­tionen. Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h können auch die Schnellstraßen benutzt werden. Der monatliche Mitgliedsbeitrag wird ca. 15–20 € betragen, der Tarif pro halbe Stunde ca. 5 €.

In allen Bahnhöfen und Flughäfen gibt es Mietwagen-Agenturen. Über Tarife und Autotypen kann man sich auch im Internet informieren und auch gleich reservieren:

µ www.avis.com, www.sixt.com, www.hertz.com, www.europcar.com

Barrierefreies reisen

Informationen für Rollstuhlfahrer (Paris comme sur des roulettes) bekommt man bei der Association des Paralysés de France. Der Stadtführer ist mit vielen Stadtplänen, Tipps und Adressen versehen.

µ 17, bd. Auguste Blanqui, Père Guérion, 75013 Paris, Tel. 01.40.78.69.00, www.apf.asso.fr

Diplomatische Vertretungen

µ Ambassade d’Allemagne: 13, av. Franklin D. Roosevelt (8e), Tel. 01.53.83.45.00, www.amb-allemagne.fr, Métro: Franklin Roosevelt

µ Ambassade d’Autriche: 6, rue Fabert, Tel. 01.40.63.30.63 www.aussenministerium.at/paris, Métro: Invalides

µ Ambassade de Suisse: 142, rue de Grenelle, Tel. 01.49.55.67.00, www.eda.admin.ch/paris, Métro: La Tour Maubourg oder Varenne

Informationsquellen

Tourismusverbände

Atout France, der französische Tourismusverband, vermittelt Informationen über Unterkunftsmöglichkeiten sowie Ferienkurse, Campingplätze und vieles mehr. Man kann diese Infos über www.franceguide.com oder bei den Auslandsvertretungen anfordern:

µ Deutschland: Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Tel. 0900 1 570025 (Mo.–Fr. 9–18 Uhr; 0,49 € pro Min.), Fax 0900 1 599061, de.franceguide.com

µ Österreich: Lugeck 1–2/Stg. 1/Top 7, 1010 Wien, Tel. 0900 250015 (0,68 € pro Min.), Fax 01 5032872, at.franceguide.com

µ Schweiz: Rennweg 42, 8021 Zürich, Tel. 0041 044 21746 00, Fax 0041 044 21746 17, ch.franceguide.com

Weitere Informationsstellen

µ Deutsch-Französisches Jugendwerk, Molkenmarkt 1, 10179 Berlin, Tel. 030 2887570, www.dfjw.org. Wissenswertes und Informativesüber Sprachreisen, Schüleraustausch, Praktika, AuPair-Aufenthalte und Unterkunftsmöglichkeiten.

µ Goethe-lnstitut, 17, av. d’léna (16e), Zugang 9, rue de Lübeck, Tel. 01.44.43.92.30, www.goethe.de/paris, Métro: Boissière

µ Schweizer Kulturinstitut/Centre Culturel Suisse, 32–38, rue des Francs-Bourgeois (4e), Tel. 01.42.71.44.50, www.ccsparis.com, Métro: Saint-Paul oder Rambuteau

Informationsstellen in Paris

Das offizielle Fremdenverkehrsbüro der Stadt Paris erteilt kostenlos touristische Auskünfte. Außerdem sind spezielle Prospekte, Hotel- und Restaurantverzeichnisse, Veranstaltungskalender, Fahrpläne sowie Stadtpläne und Métro-Pläne erhältlich. Auch Hotelzimmer und Theaterkarten können gleich über das Büro reserviert werden. Einige der Angestellten sprechen Englisch oder Deutsch.

Zweigstellen des Tourismusbüros in der unterirdischen Galerie du Carrousel am Louvre Ï (vor allem für die Île de France), am Montmartre sowie am Gare de Lyon und am Gare du Nord.

i313 [J5/J6] Office du Tourisme de Paris, 25, rue des Pyramides (1er), Tel. 08.92.68.30.00 (0,34 € pro Min.), www.parisinfo.com, Métro: Pyramides, Juni–Okt. täglich 9–19 Uhr, Nov.–Mai Mo.–Sa. 10–19 Uhr, So. 11–19 Uhr.

Paris im Internet

Die Landeskennung am Ende französischer Websites ist „fr“. Man erzielt bessere Ergebnisse über französische Suchmaschinen (zum Beispiel www.yahoo.fr oder www.google.fr). Die Akzente spielen im Web keine Rolle. Hier sind nur allgemeine Internetlinks zu Paris angegeben. Für Links zu Hotelbuchung, Verkehrsmitteln und anderen praktischen Dingen s. die jeweiligen Kapitel.

µ www.paris.fr. Offizielle Website der Stadt Paris, u. a. aktuelle News und Beschreibungen zu Museen, Märkten, Parks, Universitäten und Touren mit dem Fahrrad (auch auf Englisch).

µ www.paris.org. Neben vielen Tipps zu Hotels, Restaurants, Einkaufen, Szene, Verkehr etc. werden besondere Highlights geboten: „interaktiver“ Stadtplan, E-Card-Versand, Online Magazin Paris und jede Menge Links zum Thema Paris (auch auf Englisch).

µ www.parissi.com. Eine „junge“ Seite, die sich auf Trends, Nightlife, Musik, Kino, Mode und TV konzentriert. Ebenfalls viele Tipps zu Hotels, Bars und Restaurants.

µ www.parisvoice.com. Englischsprachiges Online-Magazin für Pariser und Touristen. Mit aktuellem Veranstaltungskalender, großem Szeneführer und Redaktionstipps.

µ www.paris-touristoffice.com. Touristenführer mit zahlreichen Tipps und Möglichkeit zur Onlinereservierung von Übernachtungen (Hotels, Jugendherberge, Bed & Breakfast etc.), Restaurants, Ausflügen und Tickets. Außerdem: Newsletterabonnement, Gelbe Seiten und praktische Tipps für Auswärtige.

µ www.timeout.com/paris. Das englischsprachige Stadtmagazin Time Out hat eine eigene Redaktion in Paris, die jährlich einen Stadtführer herausgibt und das für Feinschmecker unentbehrliche, umfangreiche und stets wohlinformierte Sonderheft „Eating & Drinking“. Auf der Website gibt es monatlich aktuelle Tipps für alle Rubriken und zu Ausstellungen.

µ www.novaplanet.com. Im monatlich von Radio Nova herausgegebenen Nova Magazine ist zu buntgemischten Stichworten untergebracht, was angesagt ist. Außerdem gibt es einen Veranstaltungskalender ohne Anspruch auf Vollständigkeit, mit Szene- und Insidertipps.

µ www.lemonde.fr. Die international bekannteste und im Ausland viel gelesene Tageszeitung. Tonangebend in vielen Bereichen, nicht zuletzt in der Kulturszene, von hohem intellektuellem Niveau und mit umfassender und fundierter Berichterstattung ist Le Monde das Forum der nationalen politischen Debatten.

µ www.liberation.com. Die linksorientierte Libération hat sich mit stets gut recherchiertem, kritischem Reportagejournalismus einen Namen gemacht. Professionelles, zeitgemäßes Layout.

Aktuelle Publikationen

Die Pariser Kioske bieten zahllose Presseerzeugnisse an, die überregionalen Tageszeitungen Frankreichs – von Le Monde über Le Figaro bis zur Libération – ebenso wie Nachrichten-, Mode- und Klatschmagazine, Illustrierte und Fernsehzeitschriften. Monatszeitschriften wie die rechts und konservativ orientierten Nachrichtenmagazine Express und Le Point oder der links ausgerichtete Nouvel Observateur entsprechen einer Mischung aus Time, Stern und Spiegel.

Für alle Veranstaltungen, Programme und Anfangszeiten erscheinen wöchentlich mittwochs zwei preiswerte Heftchen, der Pariscope und der Officiel des Spectacles. Sie verzeichnen alle neuen Filme, Theaterstücke, Konzerte, Museen, Varietés und Ausstellungen und nennen Adressen, Telefonnummern und Öffnungszeiten von einigen Restaurants, Schwimmbädern, Eislaufhallen, Diskotheken und Jazzkellern.

Stadtpläne: Am handlichsten sind die nur in Frankreich erhältlichen preiswerten Heftchen in einem kleinen Format, die neben einem Übersichtsplan jedes Arrondissement vergrößert auf einer Seite aufführen, daneben Métro-, Bus- und RER-Pläne sowie ein Straßenverzeichnis.

Für die Île de France sind die Karten des französischen Institut Géographique National zu empfehlen, sie sind in verschiedenen Maßstäben erhältlich. An allen Métro-Stationen erhält man kostenlose Netzpläne, u. a. auch so klein, dass sie ins Portemonnaie passen.

Als kulinarische Hauptstadt der Welt bietet Paris sehr viel mehr empfehlenswerte Restaurants als in diesem Führer genannt werden können. Die Auswahl an Gastroführern reicht vom Klassiker Michelin über den GaultMillau bis zum Pudlowski und Guide Routard sowie dem englischsprachigen Time-Out-Restaurantführer. Fast alle bieten neben den Gesamtfrankreichbänden inzwischen Auskoppelungen mit den Paris-Seiten an (auf französisch). Das englischsprachige Stadtmagazin Time Out veröffentlicht regelmäßig preiswerte Führer zum Thema „Eating & Drinking in Paris“. Über 750 Restaurant-, Bar- und Bistrotipps lassen keinen Wunsch offen.

Kino

Seit Vorführung des ersten kinematografischen Experiments der Brüder Lumière in Paris hat das Kino hier ein Interesse wie in kaum einer anderen Stadt der Welt erzielt. Mehrere Hundert Kinos mit einem entsprechend großen Wochenprogramm finden ein beachtliches Publikum, obwohl im Fernsehen pro Tag eine ganze Reihe von Spielfilmen läuft. Klassisches Samstagabendprogramm für Franzosen bleibt das Kino, viele sind begeisterte Cineasten, hier ist der Pro-Kopf-Verkauf von Tickets europaweit am höchsten.

Kein Wunder, dass es zahllose Programmkinos gibt, die sich thematisch spezialisiert haben: das Latina zeigt spanische und lateinamerikanische Filme, das Arlequin oft russische. Im Accatone laufen italienische Arthouse-Filme und nach den Vorführungen finden häufig noch Diskussionen statt, zum Entrepôt gehören ein angenehmes Restaurant und eine Bar, das Studio Galande im Quartier Latin zeigt seit unzähligen Jahren die „Rocky Horror Picture Show“, im schönen Saal des Mac Mahon werden alte Spielfilme wiederholt, leider auf einer winzigen Leinwand. Das Studio 28 ist ein Programmkino am Montmartre, viele weitere finden sich in der Nähe der Sorbonne: Action (Hollywoodkino), Saint-André-des-Arts (international), Quartier Latin (Dritte-Welt-Kino) und noch viele andere. Und im cineastisch bislang eher unterbelichteten 19. Arrondissement entstand am Kanal Saint-Martin ; in zwei Lagerhallen mit Glasfront zum Wasser ein schönes neues Programmkino, das MK2-sur-Seine. Das dazugehörige Café ist ein Geheimtipp zum Draußensitzen. Das Cinéma des Cinéastes am Place ­Clichy widmet sich unter der Oberaufsicht von Claude Lelouch dem euro­päischen Kino, mit Retrospektiven, Festivals und Wiederentdeckungen.

Besonders schön im Sommer: Im Park von La Villette gibt es im Juli und August abends Freiluftkino (gegen 23 Uhr). Liegestühle und Decken können gemietet werden.

Eintrittskarten kosten um 8,50 €, Ermäßigung montags oder mittwochs, zum Teil auch mittags für alle und werktags für Studenten und Schüler bis 25 Jahre sowie beim Printemps du Cinéma im März (siehe Kapitel „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“). Reservierung unter www.allocine.fr.

Tipps: V. O. steht auf den Kinoplakaten oder im Veranstaltungskalender für die Originalfassung, sodass man problemlos auch dann ins Kino gehen kann, wenn man kein Französisch spricht; ­V. F. steht für die französisch synchronisierte Fassung, mit X wird Pornografie gekennzeichnet.

Das komplette Kinoprogramm ist im Pariscope und im Officiel des Spectacles abgedruckt, dort auch Adressen und Anfangszeiten.

Eine kleine Auswahl schöner und technisch brillanter Kinosäle sei hier vorgestellt:

@ [X N10] Cinémathèque, 51, rue de Bercy (12e), www.cinemathequefrancaise.com, Métro: Bercy. Das weltberühmte Filmarchiv mit angeschlossenem Filmmuseum wurde von Henri Langlois, Georges Franju und Jean Mitry gegründet, um alte Filme vor dem Vergessen und vor der Vernichtung zu bewahren. Lange Jahre, bis zu einem Brand 1997, hatte sie ihr Domizil im Palais de Chaillot, seit 2006 ist sie im American Center im Parc de Bercy untergekommen. Filme und Ausstellungen sind zu thematischen Zyklen gruppiert, zu Länderreihen oder zu Retrospektiven bedeutender Regisseure oder Schauspieler.

C314 [III K6] Forum des Images, Rue du Cinéma, Forum des Halles (1er), www.forumdesimages.net, Métro: Châtelet-Les Halles, Di.–So. 12.30–21 Uhr, Sa. schon ab 10 Uhr. Das Filmarchiv im Forum des Halles sammelt Spielfilme und Dokumentarfilme über Paris. Täglich zeigt das Forum des Images mehrere Filme, auch alte Wochenschauen oder Werbeclips – wenn Paris eine Rolle spielt. Außerdem kann man Filme eigener Wahl sehen.

C315 [L11] Gaumont Grand Ecran Italie, 30, place d’Italie (13e), Métro: Place d’Italie. Das Kino besitzt eine 24 x 10 m messende Leinwand, zeigt allerdings meist Mainstream-Filme.

C316 [O1] La Géode, im Parc de la Villette (19), www.lageode.fr, Métro: Porte de la Villette. Die 1000-qm-Leinwand im kugelförmigen Kino ist größer als das menschliche Gesichtsfeld und versetzt Zuschauer mitten ins Geschehen. In diesem futuristischen Hemisphärenkino im Wissenschaftspark von La Villette werden vornehmlich Dokumentarfilme gezeigt, in denen die Effekte des Raum­kinos eingesetzt werden.

C317 [IX K5] Grand Rex, 1, bd. Poissonnière (2e), www.legrandrex.com, Métro: Bonne Nouvelle. Das im Jahr 1932 erbaute Grand Rex ist mit 2800 Plätzen das größte Kino von Paris, deshalb laufen hier nur die Kassenschlager, leider oft wochenlang. Aber die Art-Déco-Ausstattung allein ist schon sehenswert. Bis 1972 war sogar das größte Kino der Welt in Paris, das Gaumont Palace am Place de Clichy mit 5600 Plätzen. Es wurde abgerissen – wenige Tage, bevor es unter Denkmalschutz gestellt werden sollte. Tipp: Das Grand Rex ermöglicht Besuchern den Blick hinter die Kulissen (Dauer 50 Min., Mi.–So. 10–19 Uhr).

C318 [IX K5] Max Linder Panorama, 24, bd. Poissonnière (2e), www.maxlinder.com, Métro: Grands Boulevards. Das Filmtheater ist mit Hightech-Musikanlage und großer, leicht gewölbter Leinwand ausgerüstet. Die beste Sicht hat man vom Balkon aus. Auch dieses Kino braucht erfolgreiche Filme, ist aber auf die anspruchsvolleren spezialisiert und zeigt Werke von Kurosawa oder Jim Jarmusch.

C319 [VII G7] La Pagode, 57, rue de Babylone (7e), Métro: Saint-François-Xavier. Eines der ausgefallensten Kinos von Paris ist in einer Pagode untergebracht, die unter Denkmalschutz steht. 1897 hat Alain Morin, der Besitzer des Warenhauses Bon Marché, sie für seine Frau errichten lassen. Unklar ist jedoch, ob es sich um eine Kopie handelt, ob die Pagode tatsächlich in Asien abgebaut wurde oder ein Beitrag zu einer Weltausstellung war.

Konzerte

Musik aus Frankreich? Sofort denkt man da an das französische Chanson, Altstars wie George Brassens, Barbara, Boris Vian, Jean Ferrat, Jacques Brel, Edith Piaf, Léo Ferré und Serge Gainsbourg sind zu unumstrittenen Klassikern aufgerückt und in allen CD-Plattenläden präsent. Nach wie vor ist das Chanson eine unverwechselbare französische Spezialität, der sich immer wieder neue Generationen von Sängern und Musikern annehmen. Zuletzt wurde die Chansontradition von einer jungen Popszene wiederbelebt – nach Charlélie Couture, Bernard Lavilliers oder Michel Jonasz sind es heute Namen wie Benjamin Biolay (Catherine Deneuves Schwiegersohn) und Françoiz Breut, die als Vertreter der neuen Musikbewegung tanzbarer Chansons gelten.

Paris hat aber auch eine beachtenswerte World-Music-Szene – mit großer Bandbreite, von fast folkloristisch orientierten arabischen und afrikanischen Musikern über deren Popvarianten bis zu französischen Gruppen wie Les Négresses Vertes und Mano ­Negra, die Punkattitüde mit Walzerklängen ­mischen, Chansontradition, Musette-­Akkordeon und spanische Gitarren dazugeben und so eine das Publikum begeisternde Tanzmusik produzieren. Die multikulturelle Band mixt Rock’n’Roll, Salsa, Reggae, Rap, Funk, Country, spanischen Flamenco und orientalische Klänge und gesungen wird auf Spanisch, Englisch und Französisch – der postmoderne Rock schlechthin. Der Leadsänger Manu Chao hat weltweit auch als Solokünstler Erfolge gefeiert. Weniger international als national bekannt sind Bands wie Les Satellites, VRP, Garçons Bouchers, Endimanchés, Héritiers Enervés oder Chihuahua.

Afro-Pop: In den Pariser Discos tanzt man vor allem zu afrikanischer und karibischer Musik. „Black is beautiful“ gilt im Musikbereich und viel von dem, was in Europa unter dem Label „Made in France“ Furore machte, war ein Produkt des Schmelztiegels an der Seine. Ethnische Musik aller Kontinente dröhnt aus den Radios und heizt den Tänzern in den Diskotheken ein. Antillen-Pop, afrikanische Rhythmen, lateinamerikanische Musik und orientalische Klänge wurden via Frankreich international. Manu Dibango gehört zur Pioniergeneration der afrikanischen Gruppen, die Band ist schon über Jahre gut im Geschäft, auch Touré Kunda ist über Frankreichs Grenzen hinaus bekannt. Johnny Clegg aus Südafrika, Salif Keita aus Mali und Youssou N’Dour gehören in Frankreich zu den großen Stars des Afro-Beat.

Mit der Ethnopop-/Weltmusikwelle wurden auch die Rai-Stars Rachid Taha, Khaled und Faudel außerhalb Frankreichs bekannt. Rai ist eine Art arabischer Blues mit orientalischen Melodien, der mit westlichen Rhythmen discofähig gemacht wird. Orientalische Klänge mischen auch die Mitglieder der Gruppe Carte de Séjour (Aufenthaltsgenehmigung) unter ihre Musik und singen das schon zum Nationalchanson avancierte „Douce France“ mit parodistisch rollendem R.

Seit Mitte der 1990er-Jahre hat auch French House auf europäischen Tanzflächen für Furore gesorgt. DJs und Produzenten wie Etienne de Crécy, Benjamin Diamond oder Bob Sinclair haben französischen Elektronik-Sound zum Markenzeichen gemacht.

Livemusik

Große Rockkonzerte finden im Zénith statt, dem eigentlich als Provisorium geplanten Zelt im Park von Villette [O1/O2], das zur Dauereinrichtung geworden ist, im Palais Omnisports in Bercy [X N10] oder im Stade de France in Saint-Denis L. Rockkonzerte der US- oder UK-Indie-Acts über französischen Pop bis hin zu den bekannten Chansonsängern gehen im legendären Konzertsaal Olympia über die Bühne, in dem schon viele internationale Stars aufgetreten sind. Gruppen, die nicht ganz so riesige Säle füllen, spielen im Elysées-Montmartre, einem ehemaligen Theater ohne Sitzplätze, im von Philipp Starck renovierten Cigale, im Divan du Monde oder im Bataclan (s. S. 48).

Das Batofar, ein ausrangiertes Feuerwehrschiff, liegt vor der neuen Nationalbibliothek > am Quai François-Mauriac. Live oder vom Band: Das Batofar ist neuer Hotspot der Pariser Nächte.

Überwältigend ist das Jazzangebot in Paris, alle Solisten und Combos von Rang und Namen machen auf ihren Europatourneen in Paris Station, schließlich gibt es hier mehr Jazzclubs als in New York. Kleine Pianobars, aber auch 400 Personen fassende Lokale wie das New Morning, den berühmtesten Jazzclub von Paris, bietet diese Stadt. Der Petit Opportun ist der älteste Jazzclub, klein, aber authentisch, in der Rue des Lombards liegen mit Duc des Lombards, Sunset und Baiser Salé gleich drei Clubs und mit dem Latitudes Saint Germain und dem Petit Journal Montparnasse ist hier nur eine Auswahl genannt.

Klassikkonzerte finden in der renovierten und wiedereröffneten Salle Pleyel, in der Salle Gaveau, im Théâtre des Champs-Elysées, in der Cité de la Musique und im Théâtre du Châtelet statt (s. S. 231). Auf der berühmten Orgel von Saint-Eustache Ú geben geladene Organisten Kirchenmusikkonzerte. Die Oper öffnet ihren Vorhang nicht mehr in der alten Garnier-Oper 7, sondern in der neuen Opéra de la Bastille ä im Osten von Paris. Und Stararchitekt Jean Nouvel wurde mit dem Bau einer Philharmonie in der Cité de la Musique beauftragt (Eröffnung 2012).

Genaue Termine und Orte sind daher am einfachsten dem Pariscope zu entnehmen (in den Rubriken „musique et danse“ und „Paris la nuit“, im Internet außerdem Infos zu Konzerten auf www.lesinrocks.com sowie unter www.gogoparis.com und www.infoconcert.com). Kartenvorverkauf bei FNAC (im Forum des Halles) und im Virgin Megastore (Champs-Elysées).

Musikveranstaltungsorte

D320 [III K6] Baiser salé, 58, rue des Lombards (1er), Tel. 01.42.33.37.71, www.lebaisersale.com. Fast jede Nacht Livemusik (brasilianisch, Jazz, Funk, Worldmusic und Chanson), unten Musikvideos. Bis 4 Uhr.

D322 [V K7] Caveau de la Huchette, 5, rue de la Huchette (5e), Tel. 01.43.26.65.05, www.caveaudelahuchette.fr, Métro: Saint-Michel. Ein Kellerlokal, in dem seit 1946 täglich Livemusik gespielt wird, vor allem Swing, Dixieland, Bebop, Rock’n’Roll. Ab 21.30 Uhr

o Cité de la Musique. Bis 2012 wird nach Plänen von Jean Nouvel eine neue Philharmonie mit 2400 Plätzen erbaut.

D323 [I K7] Le Duc des Lombards, 42, rue des Lombards (1er), Tel. 01.42.33.22.88, www.ducdeslombards.com, Métro: Châtelet. Jeden Abend wird hier Jazz live geboten. Di. Jam-Sessions.

D324 [K4] Le New Morning, 7–9, rue des Petites-Ecuries (10e), Tel. 01.45.23.51.41, www.newmorning.com, Métro: Château d’Eau. Renommierter Jazzclub in der umgebauten ehemaligen Druckerei des Parisien Libéré. Ab 21.30 Uhr.

D325 [II H5] Olympia, 28, bd. des Capucines (9e), www.olympiahall.com, Tel. 08.92.68.33.68, Métro: Opéra. Legendäre Konzerthalle, in der alle berühmten französischen Chansonniers schon aufgetreten sind. 1997 wurde der über 100 Jahre alte Saal komplett abgerissen und originalgetreu, aber mit modernster Technik wieder aufgebaut.

D326 [M4] Opus Café, 167, quai de Valmy (10e), Tel. 01.40.34.70.00, http//:opusclub.free.fr, Métro: Louis Blanc. Bar/Res­taurant in einer ehemaligen Offiziersmesse. Häufig Livemusik: Afro, Funk, Jazz, Salsa ...

D327 [XI G9] Le Petit Journal Montparnasse, 13, rue du Commandant-Mouchotte (14e), www.petitjournal-montparnasse.com, Tel. 01.43.21.56.70, Métro: Gaîté. Jazz-Brasserie mit einem Ableger auf dem Boulevard Saint-Michel. Auch Latin, R&B, Soul und Gospel. So. geschlossen.

D328 [VI J8] Le Petit Journal Saint-Michel, 71, bd. Saint-Michel (5e), Tel. 01.43.26.28.59, Métro: Saint-Michel. Eine Jazzkneipe für New-Orleans und Dixieland. Manchmal spielt das populäre Kangourouswing Orchestra.

D329 [I K7] Le Petit Opportun, 15, rue des Lavandières Sainte-Opportune, Tel. 01.42.36.01.36, Métro: Châtelet, So. und Mo. geschlossen. Ab 23 Uhr wird im winzigen Keller Bebop gespielt.

D330 [VIII G4] Salle Gaveau, 45, rue La Boétie (8e), Tel. 01.49.53.05.07, www.sallegaveau.com, Métro: Miromesnil. Kammermusikkonzerte.

D331 [VIII E4] Salle Pleyel, 252, rue du Faubourg-Saint-Honoré (8e), Tel. 01.42.56.13.13, www.sallepleyel.fr, Métro: Ternes. Frisch renovierter Konzertsaal für Klassikaufführungen.

D332 [III K6] Sunset-Sunside, 60, rue des Lombards (1er), Tel. 01.40.26.46.60, www.sunset-sunside.com, Métro: Châtelet. Schicke Jazzkneipe, an ca. vier Tagen pro Woche Livemusik, oft auch Akustik-Jazz. Ab 22 Uhr.

D334 [VII E6] Théâtre des Champs-Elysées, 15, av. Montaigne (8e). Tel. 01.49.52.50.50, www.theatrechampselysees.fr, Métro: Alma-Marceau. Symphonie­-orchester und Kammerkonzerte.

D335 [I K7] Théâtre du Châtelet, 1, place du Châtelet (1er), Tel. 01.40.28.28.40, www.chatelet-theatre.com, Métro: Châtelet. Das Théâtre du Châtelet ist nicht nur Spielort für das Jazzfestival Bleu sur Scène, sondern auch Theater und Konzertsaal (Symphoniekonzerte, Kammermusik, Oper).

D414 [O1] Zénith, 211, av. Jean-Jaurès (19e), www.zenith-paris.com, Métro: Porte de Pantin. Die ursprünglich nur als Provisorium gedachte Zelthalle mit 6400 Plätzen für große Rock- und Popkonzerte steht jetzt schon mehrere Jahre auf dem Gelände des Parc de la Villette.

Medizinische Versorgung

Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz garantieren eine Behandlung in Frankreich auch im akuten Krankheitsfall, wenn die medizinische Versorgung nicht bis nach der Rückkehr warten kann. Als Anspruchsnachweis benötigt man die Europäische Krankenversicherungskarte, die man von seiner Krankenkasse erhält.

Im Krankheitsfall besteht ein Anspruch auf ambulante oder stationäre Behandlung bei jedem zugelassenen Arzt und in staatlichen Krankenhäusern. Da jedoch die Leistungen nach den gesetzlichen Vorschriften im Ausland abgerechnet werden, muss man in der Regel zunächst die Kosten der Behandlung selbst tragen. Obwohl bestimmte Beträge von den aushelfenden Trägern in Frankreich rückerstattet werden, kann doch ein Teil der finanziellen Belastung beim Patienten bleiben, also zu Kosten in kaum vorhersagbarem Umfang führen.

Aus diesem Grund ist zusätzlich der Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung zu empfehlen. Diese sollte außerdem eine zuverlässige Reiserückholversicherung enthalten, denn der Krankenrücktransport wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Bei der Wahl der Auslandskrankenversicherung sollte man typische Leistungsunterschiede prüfen:

µ Rücktransport: Wird in der Regel nur auf ärztliches Anraten übernommen. Im Todesfall werden unterschiedlich hohe Beträge für die Rücküberführung gezahlt.

µ Selbstbeteiligung: Einige haben z. B. bei Zahnbehandlungen eine Selbstbeteiligung, andere zahlen 100 %.

µ Nachleistungsfrist: Kann man nicht wie geplant nach Hause reisen, sollte die Versicherung die Rechnungen noch eine Zeit lang weiterzahlen.

µ Altersgrenze: Die Kosten sind nach Alter gestaffelt. Die Altersgrenzen sind je nach Versicherer unterschiedlich.

µ Chronische Krankheiten: Wird aufgrund einer Krankheit, die schon vor Urlaubsantritt bestand, eine Behandlung fällig, ist diese nur von wenigen Versicherungen gedeckt.

Zur Erstattung der Kosten benötigt man grundsätzlich ausführliche Quittungen (mit Datum, Namen, Bericht über Art und Umfang der Behandlung, Kosten der Behandlung und Medikamente = feuille des soins).

Beantragt man zunächst die Rückerstattung des Anteils von den gesetzlichen Trägern, kann man sich an die jeweilige Krankenkasse (Caisse) des Aufenthaltsortes wenden. Dazu benötigt man die Europäische Versicherungskarte. Der zu erstattende Betrag wird dann überwiesen. In Frankreich ist der staatliche Träger die Caisse Primaire d’Assurance Maladie. Diese Kasse, für die im Umgangssprachgebrauch auch die Bezeichnung Sécurité Sociale üblich ist, gibt es in allen Départements. Die Adresse in Paris: 175, rue de Bercy, 75586 Paris.

Wer in Frankreich nicht genügend Zeit findet, kann sich auch nach der Rückkehr in Deutschland an die eigene Krankenkasse wenden. Vor Antritt der Reise sollte man sich jedoch noch einmal genau bei der zuständigen Krankenkasse erkundigen, da sich die Gesetzgebung in den letzten Jahren häufig ändert. Ein Merkblatt für Auslandsaufenthalte ist im Übrigen bei jeder Krankenkasse erhältlich.

Apotheken erkennt man in Frankreich an einem weißen Schild mit einem grünen Kreuz darin. Ein Aushang gibt Auskunft darüber, welche Apotheke Wochenend- oder Nachtdienst hat. Bei Arzneimitteln gibt es drei Kategorien: mit blauem Etikett (40 % des Preises werden erstattet), mit weißem Etikett (70 % Erstattung) und besonders wichtige Arzneien, deren Kosten ganz erstattet werden. Auf den Verpackungen befindet sich eine Marke (vignette), die auf den Behandlungsschein aufgeklebt werden muss.

Notfälle

Notruf

µ Ärztlicher Notdienst (SOS Médecins): 01.43.07.77.77

µ Aids: 01.45.82.93.93

µ Apotheke: 01.45.62.02.41

µ Drogenhilfe: 01.45.74.00.04

µ Feuerwehr: 18

µ Krankenwagen (SAMU): 01.45.67.50.50

µ Notruf: 15

µ Polizei: 17

µ Pannenhilfe (SOS Dépannage): 01.47.07.99.99

µ Vergiftung: 01.40.37.04.04

µ Zahnärztlicher Notdienst (SOS Dentistes): 01.43.37.51.00

Bei Verlust von deutschen Maes­tro-, Kredit- und SIM-Karten gilt überwiegend die einheitliche Sperrnummer 0049 116116, im Ausland zusätzlich die Nummer 0049 3040504050. Details finden sich im Internet unter www.sperr-notruf.de. Es empfiehlt sich, vor der Reise (von einem erhaltenen Merkblatt bzw. der Kartenrückseite) die individuelle Karten-Sperrnummer zu notieren.

Da es für österreichische und Schwei­zer Karten keine zentrale Sperrnummer gibt, sollten sich deren Inhaber nach einer aktuell gültigen Notrufnummer ihres jeweiligen Kreditkartenanbieters erkundigen.

Fundbüro

µ Objets Trouvés, 36, rue des Morillons (15e), Metro: Convention. Es wird keine Auskunft per Telefon erteilt, bitte nur persönlich vorsprechen oder schreiben.

Post

Die Postämter sind Mo.–Fr. 8–19 Uhr geöffnet, Sa. 8–12 Uhr. Briefmarken erhält man außer in den Postämtern auch in Tabakläden.

Die Postleitzahl entspricht immer der Kennzahl des Départements, für Paris also 75. Insgesamt muss die Postleitzahl aber fünfstellig sein – die letzten beiden Ziffern bezeichnen das Arrondissement. Haben Sie also eine Hoteladresse mit der Zahl 75008, so erkennen Sie daran, dass Ihre Unterkunft sich im achten Arrondissement befindet.

P336 [III J6] Poste du Louvre, 52, rue du ­Louvre (1er). Das Hauptpostamt ist täglich (auch So.) rund um die Uhr geöffnet.

Preise und Kosten

Paris ist eine teure Stadt. Für ein Doppelzimmer der Mittelklasse muss man ab 150 € pro Nacht rechnen. Addiert man die Preise für Essen und Trinken, Museenbesuche und Transportmittel hinzu, so kommt man leicht auf mindestens 150 € pro Tag und Person.

Billiger wird es nur dann, wenn man in den Häusern der preiswertesten Kategorie wohnt (DZ ab 90 €), beim Essen keinerlei Ansprüche stellt und oft zu Fuß geht. Einige Preisbeispiele: Ein Kaffee kostet ca. 3 €, ein Milchkaffee 5 €, ein Glas Bier 3–5 €, eine Schachtel Zigaretten knapp 6 €, ein Baguette um 70 Cent, ein Métro-Ticket 1,40 €, eine Tageszeitung 1,20 €, ein Abendessen ca. 50 €.

Trinkgeld: In den meisten französischen Restaurants und Cafés ist die Bedienung im Preis inbegriffen (service compris). Dennoch ist es üblich, ein Trinkgeld von 5 bis 10 Prozent der Rechnungssumme zu geben. Außerdem erwarten Reiseleiter, Platzanweiserinnen im Kino, Hotelpersonal, Taxifahrer und Garderobieren ein Trinkgeld.

Mehrwertsteuer: In Frankreich wird eine sehr hohe Mehrwertsteuer (33,33 %) auf Luxusartikel erhoben, dazu gehören unter anderem Juwelen, Tabak, Schallplatten, Parfüms. Touristen können sich die in Frankreich bezahlte Summe rückerstatten lassen, wenn sie die Waren erst im Ausland in Gebrauch nehmen. Dazu muss man sich beim Kauf eine detaillierte Rechnung ausschreiben lassen, aus der der Betrag ablesbar ist. Informationen beim Zoll.

Ermäßigungen: Die Stadt bietet zwei Ermäßigungskarten für Touristen an: Paris Visite (s. „Unterwegs“) und den Paris Museum Pass. Die Museumskarte kostet für zwei Tage 30 €, für vier Tage 45 € und für sechs Tage 60 €. Dafür kann man dann während der Gültigkeitsdauer in etwa 70 Museen herumschlendern, so lange und so oft man will. Aber Achtung: Etwa die Hälfte der Museen hat montags geschlossen, die andere Hälfte dienstags, fast alle an Feiertagen. Neben einer je nach Anzahl der besuchten Museen ganz beträchtlichen Ersparnis (allein der Louvre Ï kostet 8,50 € Eintritt) bietet die Karte einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Man muss sich nicht in die zum Teil sehr langen Warteschlangen einreihen. Zu kaufen gibt es die Karten an größeren Métro-Stationen, in den meisten Museen und in der Pariser Touristeninformation.

Für Studenten (bis 25 Jahre) und für Schüler gibt es in Museen und Kinos ermäßigten Eintritt. Man sollte daher nicht vergessen, sich bereits zu Hause beim AStA, im Reisebüro oder beim Studentenwerk einen internationalen Schüler- (IYTC) bzw. Studentenausweis (ISIC) zu besorgen).

Wer in einer Jugendherberge übernachten möchte, sollte den Jugendherbergsausweis schon zu Hause besorgt haben.

µ Deutsches Jugendherbergswerk, Bismarckstraße 8, 32657 Detmold, Tel. 05231 74010, www.jugendherberge.de

µ Österreichischer Jugendherbergsverband, Schottenring 28, 1010 Wien, Tel. 01 5335353, www.oejhv.or.at

µ Schweizer Jugendherbergen, Schaffhauserstraße 14, 8042 Zürich, Tel. 01 3601414, www.youthhostel.ch

Radfahren

Bis noch vor wenigen Jahren wurden Radfahrer in Paris noch als exzentrische Wesen bestaunt und sich auf zwei Rädern durch die Stadt zu bewegen war lebensgefährlich. Radwege gab es zunächst nicht, die dann Mitte der 1990er-Jahre eingerichteten Spuren zwischen den dahinbrausenden Autos veränderten die Situation nur unwesentlich, da sie kaum respektiert wurden.

Neuerdings jedoch gibt es in der Stadt einen regelrechten Radfahrerboom. Seit die Stadt über 20.000 Fahrräder an knapp 1500 Leihstationen in der französischen Hauptstadt postieren ließ, versuchen sich immer mehr Pariser an der für sie ungewohnten Fortbewegungsart.

Die Tarife wurden für kurze Nutzungszeiten konzipiert, den Anbietern, die Fahrräder für längere Zeiträume vermieten, soll keine Konkurrenz gemacht werde. Die Informationen an den Terminalstationen sind auch auf Deutsch verfügbar. Carte Vélib für 1 Jahr 29 € (Grundgebühr), Abonnement Courte Durée (Kurzzeitabo) 1 Tag 1 €, 7 Tage 5 €. Bei 7-Tage-Abo und Jahreskarte muss eine Kaution von 150 € per Kreditkarte hinterlegt werden. Die ersten 30 Minuten jeder Fahrstrecke sind kostenfrei, die erste halbe Stunde danach kostet 1 €, die zweite halbe Stunde danach 2 €, die dritte 4 €. Infos: www.velib.paris.fr

Mit den Leihrädern kann man günstig, umweltschonend und flexibel Paris erkunden – etwa alle 300 m findet sich eine Leihstation. Mit dem 1-Tages- oder 7-Tages-Abo kann man einfach ein Rad losketten und an anderen Stationen wieder anschließen. Die Terminals an den Fahrradstationen sind erfreulicherweise auch mit deutscher Anleitung bedienbar. Bezahlung per Kreditkarte, reparaturbedürftige Räder können direkt ausgetauscht werden. Im Fahrradkorb lässt sich eine Tasche verstauen.

Die Mitnahme von Rädern in Métro und S-Bahn ist von RATP und SNCF nicht einheitlich geregelt: In den RER-Linien C, D und E dürfen Fahrräder transportiert werden, außer zur Rushhour (Mo.–Fr. 6.30–9 Uhr und 16.30–19.30 Uhr), in der Métro-Linie 1 (La Défense-Château de Vincennes) nur sonntags 9–16.30 Uhr, in RER A und B darf man zwar Räder mitnehmen (nur in den mit einem Rad-Logo gekennzeichneten Wagen am Zuganfang und -ende), aber nur an wenigen Stationen ein- und aussteigen.

Über ein paar Schleichwege durch ruhige Nebenstraßen lassen sich durchaus auch jetzt schon einige hübsche Touren planen. Besonders schön sind die folgenden Sonntagsausflüge am Wasser entlang: An Sonntagen ist ein Teil der Schnellstraße am rechten Seine-Ufer für den Autoverkehr gesperrt (von 9–17 Uhr Pont de l’Alma bis Pont Charles de Gaulle) und wird ausgiebig von Fußgängern, Inline-Skatern und Radfahrern genutzt. Ebenfalls sonntags gesperrt ist eine Strecke am Canal Saint-Martin ;. Von dort aus lässt sich die Tour entlang dem Canal de l’Ourcq ; bis zum Parc de la Villette weiter verlängern. Besonders erholsam ist das Radfahren im Bois de Boulogne I und im Bois de Vincennes H.

Wer für einen ganzen Tag oder ein Wochenende ein Rad ausleihen will, steht sich günstiger bei folgenden Anbietern, die auch geführte Sightseeing-Touren mit dem Rad anbieten: Porte d’Auteuil, Place de la ­Porte d’Auteuil), Maison Roue ­Libre, das zur RATP gehört, beim Forum des Halles Ù und Vélo Bastille. Fahrradverleih (ab 15 € pro Tag, 25 € pro Wochenende, 150–300 € Kaution) und/oder geführte Radrundfahrten (um 30 €) bieten an:

µ Vélo Bastille, 22, rue Alphonse Baudin (11e), Tel. 01.48.87.60.01, www.parisvelosympa.com, Métro: Richard-Lenoir

µ Maison Roue Libre (RATP), 95, rue Rambuteau (1er), Tel. 01.53.46.43.77, www.rouelibre.fr, Métro: Les Halles, tgl. 9–19 Uhr

Schwimmbäder und Sauna

Schwimmbäder

Es gelten sehr unregelmäßige Öffnungszeiten, an­gegeben im Pariscope und unter www.piscines.paris.fr.

`337 [K11] La Butte-aux-Cailles, 5, place Paul Verlaine (13e), Métro: Place d’Italie. 1910 erbaut und 1924 im Art-déco-Stil umgestaltet. Das Schwimmbad wird von einer Quelle gespeist. Becken 33 x 12m; im Freien 25 x 12 m.

`338 [V K8] Piscine Pontoise, 19, rue de Pontoise (5e), Métro: Maubert-Mutualité. Viel­fotografiertes Art-déco-Schwimmbad, Becken 33 x 15 m.

`339 [III J/K6] Piscine des Halles im Forum des Halles (1er), Métro: Châtelet-Les Halles. Das Hallenbad bietet im 50-Meter-Becken abgetrennte Bahnen für Schwimmer und andere für Leute, die nur planschen wollen.

`340 [O9] Piscine Reuilly, 13, rue Hénard (12e), Métro: Montgallet. 1992 wurde dieses Hallenbad eröffnet, das an der Stelle alter SNCF-Hallen erbaut wurde. Becken 25 x 15 m.

`341 [X N10] Piscine Josephine Baker, Port de la Gare (13e), Métro: Bibliothèque François Mitterrand. Seit 2006 gibt es wieder ein am Seine-Quai verankertes Boot mit Schwimmbecken. Bei schönem Wetter kann das transparente Dach geöffnet werden.

`342 [Q9] Roger le Gall, 34, bd. Carnot (12e), Métro: Porte de Vincennes. Becken 50 x 20 m.

Sauna und Day Spa

`343 [IV L6] Le Bains du Marais, 31–33, rue des Blancs-Manteaux (4e), Tel. 01.44.61.02.02, www.lesbainsdumarais.com, Métro: Hôtel-de-Ville, für Frauen: Mo., Di., Mi., für Männer: Do., Fr., Mi., gemischt: Sa., So. Dampfbad und Spa im Marais; außer Massage auch kosmetische Angebote (Maniküre, Pediküre, Epilation, Frisur etc.).

`344 [I J6/7] La Bulle Kenzo, 1, rue du Pont-Neuf (1er), Tel. 01.73.04.20.04, www.labullekenzo.com, Métro: Pont-Neuf, Mo.–Sa. 10–20 Uhr. Durchgestyltes Day Spa mit kosmetischem Angebot und Massage.

`345 [V L9] Hammam de la Mosquée, 38, rue Geoffroy-Saint-Hilaire (5e), Tel. 01.43.31.18. 14, www.la-mosquee.com, Métro: Jussieu, da sich die Öffnungszeiten immer mal ändern: Bitte vorher informieren. Das Dampfbad der Pariser Moschee ist perfekt, um sich orientalischer Entspannung hinzugeben: Die Schwitzräume mit steigendem Hitzegrad sind ganz mit Marmor ausgekleidet, dämmriges Licht von oben trägt zum Wohlgefühl bei. Massage ist möglich, aber nicht im Eintrittspreis (13–30 €) enthalten. Ein kalter Tag lässt sich hier mühelos mit Gesprächen, Entspannung und Körperpflege verbringen.

Schwule und Lesben: Gai Paris

Treffpunkt und Informationszentrum für Schwule und Lesben ist das Centre Gai et Lesbien, in dem es auch ein Café gibt. Hier kann man den Kontakt zu Gruppen aufnehmen wie ASB (Transsexuelle), Beit Haverim (jüdische Schwule und Lesben) oder Gais Retraités (über 60 Jahre).

µ Centre Gai et Lesbien, 63, rue Beaubourg (3e), Tel. 01.43.57.21.47, www.cglparis.org, Métro: Rambuteau

µ Les Mots à la bouche, 6, rue Sainte-Croix de la Bretonnerie (4e), www.motsbouche.com, Métro: Saint-Paul, Hôtel-de-Ville, Mo.–Fr. 11–23 Uhr, Sa. bis 24 Uhr. Buchhandlung für Schwule und Lesben. Umfangreiches Angebot an Presse und Büchern, unter anderem ein spezieller Parisführer für Homosexuelle.

Lesben

Eine Anlaufadresse für Frauen ist das Pariser Frauenhaus, das Maison des Femmes im Faubourg Saint-Antoine (http: //maisondesfemmes.free.fr), 10–21 Uhr. Im feministischen Archiv sollte man sich telefonisch anmelden (163, rue de Charenton, 12e, Tel. 01.43.43.41.14.). Die Cafeteria ist freitags 19 bis 21 Uhr geöffnet, Gäste sind willkommen.

Treffpunkte sind die Bar 3w Kafé im Marais (8, rue des Ecouffes, 4e), das Bliss (30, rue du Roi de Sicile, 4e, Métro: Saint-Paul) oder die Bar La Champmeslé (4, rue Chabanais, 2e), deren Hinterzimmer für Frauen reserviert ist. Bekannt ist auch das Pulp (25, bd. Poissonnière, 2e, www.pulp-paris.com, Métro: Grands Boulevards), Bar und Klub mit internationalen DJs.

Schwule

Die Pariser Gay-Szene (französisch: Gai) hat ihre Treffs und Clubs in den letzten Jahren rund um das Hallenviertel ausgedehnt. Zentren sind die Rue Sainte-Croix de la Bretonnerie, die Rue des Archives und die Rue Vieille-du-Temple im Marais mit diversen angesagten Bars und Clubs.

Bevorzugt für den Beginn des Abends sind die Restaurants Amnesia im Marais und Amazonial in der Rue Sainte-Opportune. In den Bars und Clubs für Männer im Marais beginnt das Nachtleben erst ab 23 Uhr. Man trifft sich zu später Stunde im Le Swing, Le Piano Zinc, Central, Quetzal oder im Subway. In Latex oder Leder rückt mann hier nah aneinander.

Sehr beliebt und sehr schräg ist das Banana Café unweit des Centre Pompidou, eine Bar mit einer kleinen Tanzfläche im Untergeschoss in der Rue de la Ferronnerie. Disco der Gayszene und Tanztempel für Drag-Queens ist das Le Queen an den Champs-Elysées.

Sprache und Verständigung

Immer mehr Franzosen sprechen Englisch, doch wenn es eine Weltstadt gibt, in der es hilft, die Landessprache zu beherrschen, dann ist das sicher Paris. Wer ein paar Worte Französisch spricht, dem wird in der Regel freundlicher und zuvorkommender begegnet. Ein Sprachführer mit den wichtigsten Floskeln und Vokabeln sorgt für Soforthilfe.

Deutsch- und Englischkenntnisse kann man vor allem in internationalen Hotels oder Restaurants sowie in den Touristeninformationsstellen voraussetzen.

Praktische Hilfe leisten die Sprechführer Französisch – Wort für Wort, Französisch Slang und Französisch kulinarisch aus der Reihe Kauderwelsch, die im Reise Know-How Verlag erschienen sind. (Siehe auch die „Kleine Sprachhilfe“ im Anhang.)

Stadtrundfahrten

Die einzelnen Busagenturen für organisierte Stadtrundfahrten unterscheiden sich wenig: Panoramabusse, Kommentare vom Kopfhörer in mehreren Sprachen, ähnliche Preise. Alle Busagenturen organisieren nicht nur Stadtrundfahrten in Paris, sondern bieten auch eine große Auswahl an Ausflügen in die Île de France und Nachtfahrten mit Revuebesuch an. Dafür ist eine Voranmeldung erforderlich, nicht aber für die Rundfahrten, man muss sich nur etwa 15 Min. vor dem Termin einfinden. Abfahrtstelle zwischen Louvre und den Tuilerien, am Place des Pyramides mit der vergoldeten Reiterfigur von Jeanne d’Arc.

µ Cityrama/Gray Line, 4, place des Pyramides (1er), Tel. 01.44. 55.61.00, www.graylineparis.com, Metro: Palais-Royal. Abfahrt am Place des Pyramides stündlich zwischen 9.30 und 14.30 Uhr, außer 12.30 Uhr. Im Sommer häufiger. Unterschiedliche Touren von zwei Stunden (25 €) bis zu ganztägigen Rundfahrten (75 €). Außerdem organisieren die Unternehmen Ausflüge in die Umgebung, nach Disneyland, Paris-bei-Nacht-Touren und Variété-Besuche.

µ Paris Vision, 214, rue de Rivoli (1er), Tel. 01.42.60.30.01, www.parisvision.com. Abfahrt, Termine, Preise wie bei Cityrama.

Open Tour

Etwas Besonderes sind die offenen Doppeldeckerbusse. Man kann an verschiedenen Haltestellen aus- und wieder einsteigen. Abfahrt beispielsweise ab Madeleine Ò, Notre-Dame Í oder Eiffelturm õ in Intervallen von 15 bis 30 Minuten. Die Fahrkarte ist jeweils ein oder zwei Tage gültig (26 € bzw. 29 €). Es gibt vier Routen mit rund 50 Haltestellen, an denen man aus- und wieder zusteigen kann (auch im Internet unter www.paris-opentour.com).

Telefonieren

Das eigene Mobiltelefon lässt sich in Frankreich problemlos nutzen. Die Gesprächsgebühren ins heimische Fest- oder Mobilfunknetz können jedoch noch stark ins Geld gehen. Preiswerter geht es, wenn man bei seinem Provider nachfragt (oder auf deren Website nachschaut), welcher Roamingpartner in Frankreich am preiswertesten ist und diesen per manueller Netzauswahl voreinstellt.

Nicht zu vergessen sind auch die passiven Kosten, wenn man von zu Hause angerufen wird. Ein im Heimatland befindlicher Anrufer zahlt nur die Gebühr ins inländische Mobilnetz. Die Rufweiterleitung nach Frankreich findet man später auf der eigenen Rechnung wieder.

Der Empfang von SMS ist in der Regel kostenfrei, der von Bildern per MMS nicht nur relativ teuer, sondern je nach Roamingpartner auch gar nicht möglich. Die Einwahl ins Internet über das Handy, um Daten auf das Notebook zu laden, ist noch kostspieliger – da ist der Gang ins nächste Internetcafé günstiger.

Falls das Mobiltelefon SIM-lock-frei ist (keine Sperrung anderer Provider vorhanden) und man viele Telefonate innerhalb von Paris führen möchte, kann man sich eine örtliche Prepaid-SIM-Karte besorgen.

Falls das Handy verloren geht oder gestohlen wird, sollte man bei einem Laufzeitvertrag, aber auch bei bestimmten Prepaid-Abonnements die Nutzung der SIM umgehend beim Provider sperren lassen (nicht immer kostenfrei!). Dazu muss man in der Regel folgende Angaben machen können, die man sich vorab irgendwo notieren sollte: Rufnummer, SIM-Kartennummer (auf SIM vermerkt), Kundennummer oder Kundenkennwort und IMEI-Nummer (elektronische Zulassungsnummer), die nach Eingabe des Tastencodes Stern-Raute-Null-Sechs-Raute auf dem Display erscheint – diese muss man auch bei der Polizei bei der Diebstahl- oder Verlustmeldung angeben.

Öffentliche Telefonzellen funktionieren nur bargeldlos mit der Télécarte – der französischen Telefonkarte –, erhältlich mit 50 und 120 Einheiten in Postämtern, Tabakläden und in Telecomläden.

Ermäßigte Gebühren ins Ausland gelten nach 21.30 Uhr, samstags ab 14 Uhr und den ganzen Sonntag.

Innerhalb Frankreichs gelten zehnstellige Telefonnummern ohne weitere Vorwahl. Vom Ausland aus wählt man die französische Landesvorwahl, dann die Rufnummer ohne die Anfangsnull. Nach den internationalen Vorwahlen wählt man jeweils die Rufnummer ohne Anfangsnull:

µ Deutschland: 0049

µ Österreich: 0043

µ Schweiz: 0041

µ Frankreich: 0033

Theater

Pariser Theaterszene

In Paris reicht das Angebot vom klassischen, staatlich subventionierten Schauspielhaus über experimentierfreudige Avantgardebühnen bis hin zur leichten Muse von Boulevardtheater und Varieté – mehr als 150 Theater heben allabendlich den Vorhang. Die Vielfalt macht die Auswahl schon sehr schwierig und jeden Herbst, wenn das Festival d’Automne stattfindet, vervielfachen internationale Gastensembles noch das Theaterangebot.

Die Comédie Française ist in Paris für das klassische Repertoire zuständig und demonstriert wie die Staatsoper den offiziellen kulturellen Anspruch. Das mehr als 300 Jahre alte, prestigereichste Theater Frankreichs mit festem Ensemble ist eine Institution im französischen Kulturleben. Als konservativer Flügel des Theaterspektrums mit traditionellen Inszenierungen der Klassiker Molière, Racine, Corneille ist die Comédie für manche Theaterfans der Inbegriff gepflegter Langeweile – bis vor Kurzem war man hier nur selten innovativ. Erst der 1990 verstorbene Antoine Vitez hatte mit vielbeachteten Inszenierungen als neuer Leiter begonnen, den Spielplan zu entstauben. Sein Nachfolger, der französische Regisseur Jacques Lassalle, der zuvor das Theater in Straßburg geleitet hatte, brachte ebenfalls frischen Wind, lud Dramaturgen aus aller Welt als Gastregisseure ein (darunter Matthias Langhoff, Anatolij Wassiljew, Pjotr Fomenko, Klaus Michael Grüber, Lukas Hemleb) und setzte auch zeitgenössische und ausländische Stücke auf den Spielplan.

Seit 2006 leitet mit Muriel Mayette zum ersten Mal in der über 300-jährigen Geschichte des Hauses eine Frau die traditionsreiche Comédie Française. Als zweite Spielstätte steht ihr das renovierte Théâtre du Vieux Colombier zur Verfügung, in dem vor allem zeitgenössische Stücke inszeniert werden, sowie ein kleines Studiotheater in der unterirdischen Passage am Louvre.

Im Odéon, wo vor allem zeitgenössische Stücke inszeniert werden, war lange Jahre Giorgio Strehler für das Théâtre de l’Europe verantwortlich. Unter Mitarbeit von Regisseuren, Schauspielern, Bühnen- und Kostümbildnern aus ganz Europa stellt das „Europatheater“ mit fremdsprachigen Inszenierungen mitunter hohe Anforderungen ans Publikum.

Im Théâtre de la Colline widmet man sich ganz dem 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf zeitgenössischen Stücken. Auch die Bouffes du Nord, wo Peter Brook arbeitet, seit er 1974 aus London kam, zeigen bevorzugt Theaterstücke der Moderne und Avantgarde. Brook ist einer der wenigen Regisseure, die noch „engagiertes“ Theater, etwa südafrikanische Stücke, präsentieren, sein altindisches 9-Stunden-Epos „Mahabharata“ war ein Riesenerfolg ebenso wie die Inszenierung von Shakespeares „Sturm“.

Vielbeschworener Unterschied zum deutschen Theater sei die autorenbezogene Werktreue, während in Deutschland das Regiekonzept im Mittelpunkt der Rezeption stehe. Jedoch gibt es auch französische Regisseure, die sich mit ihren Inszenierungen einen Namen gemacht haben, darunter Luc Bondy, Patrice Chéreau und Ariane Mnouchkine. Letztere gründete 1964 das Théâtre du Soleil, das in der Cartoucherie von Vincennes, einer alten Pulverfabrik, spielt. Die spektakulären Inszenierungen werden in Teamwork vom gesamten Ensemble erarbeitet. Mnouchkines Konzeption des „Volkstheaters“ zieht zahlreiche enthusiastische Zuschauer an und die Verfilmung des „Molière“ machte sie weit über Frankreich hinaus bekannt. Ihr „Atridenzyklus“ gehörte zu den großen Ereignissen des Welttheaters.

Auch in den Vororten tut sich viel. Das Théâtre des Amandiers in Nanterre und auch die Theater von Bobigny, Gennevilliers und Aubervilliers haben sich über die Vororte hinaus einen Namen gemacht.

Experimenten gegenüber aufgeschlossen sind auch das Bastille-Theater, das nicht selbst produziert, sondern nur Gastbühnen einlädt, und das Théâtre de l’Atelier. Das populäre Théâtre de l’est parisien (TEP) veranstaltet neben innovativen Theateraufführungen auch Konzerte und Filme. Eine Kuriosität ist das Théâtre de la Huchette: Seit mehr als drei Jahrzehnten wird täglich außer sonntags dasselbe Stück von Ionesco aufgeführt.

Die große Mitte zwischen Klassik und Avantgarde bilden die florierenden Boulevardtheater mit den amüsanten Dreiecksgeschichten, Erbschaftsintrigen oder anderen Katastrophen aus dem Alltagsleben. Gerade in Frankreich gibt es auch geistreiches Boulevardtheater, manchmal sind Meister mit Esprit und Sprachwitz am Werk, aber man kann durchaus Pech haben und es wird nur dümmliche Unterhaltung auf unterstem Fernsehniveau geboten. Die Grenze zwischen ernster und leichter Muse wird in Frankreich weniger streng gezogen – ein Vorteil, da sich auch „seriöse“ Regisseure oder Schauspieler nicht zu schade für das Genre sind. Nicht zuletzt wegen der großartigen Theater- oder Filmschauspieler verdient der Boulevardbereich Aufmerksamkeit. Viele Theater setzen auf Stars – die privaten auf bekannte Film- und Fernsehschauspieler wie Jean Paul Belmondo oder Jane Birkin, die staatlichen auf die großen Autoren.

Für Sprachkundige besonders zu empfehlen ist eine französische Spezialität: Kabarett im Café-Théâtre. Sketche und Kabarett bis hin zu musikalischen Darbietungen (Café-Concert) werden aufgeführt, häufig mit einem diner vorweg. Die Bandbreite im Kleinkunsttheater reicht von intelligentem Wortwitz bis hin zu Klamauk.

Eintrittspreise ohne Ermäßigung bewegen sich je nach Theater zwischen 15 und 50 €, für die Revuetheater zwischen 90 und 150 €. Kartenvorverkauf jeweils am Theater selbst (meist ab 11.00 Uhr), für alle Theater im FNAC im Forum des Halles und im Virgin Mega­store auf den Champs-Elysées. Vorverkauf zum halben Preis für den gleichen Abend ab 12.30 Uhr an den Kiosken an der Madeleine oder der Métro-Station Châtelet-Les Halles und eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn am jeweiligen Spielort. Die beiden wöchentlich erscheinenden Veranstaltungskalender Pariscope und L’Officiel des Spectacles enthalten das komplette Theater-, Kino- und Ausstellungsprogramm.

Theater im Überblick

Theater

U346 [XII J3] Atelier, place Charles-Dullin (18e), Tel. 01.46.06.49.24, www.atelier-theatre-actuel.com, Métro: Anvers

U347 [L3] Bouffes du Nord, 37 bis, bd. de la Chapelle (10e), Tel. 01.46.07. 34.50, www.bouffesdunord.com, Métro: La Chapelle

U348 [II J6] Comédie Française, 2, rue Richelieu (1er), Tel. 01.44.58.15.15, www.comedie-francaise.fr, Métro: Palais-Royal

U349 [XI H9] Lucernaire, 53, rue Notre-Dame-des-Champs (6e), Tel. 01.45.44.57.34, www.lucernaire.fr, Métro: Vavin oder Notre-Dame-des-Champs

U350 [VI J8] Odéon – Théâtre de l’Europe, place de l’Odéon (6e), Tel. 01.44.41. 36.36, www.theatre-odeon.fr, Métro: Odéon

U351 [IV N7] Théâtre de la Bastille, 76, rue de la Roquette (11e), Tel. 01.43.57. 42.14, www.theatre-bastille.com, Métro: Bastille

U352 [P6] Théâtre de la Colline, 15, rue Malte-brun (20e), Tel. 01.44.62. 52.52, www.colline.fr, Métro: Gambetta

U353 [P5] Théâtre de l’Est Parisien, 159, av. Gambetta (20e), Tel. 01.43.64. 80.80, Métro: Pelleport, Saint-Fargeau

U354 [V K7] Théâtre de la Huchette, 23, rue de la Huchette (5e), Tel. 01.43.26. 38.99, www.theatrehuchette.com, Métro: Saint-Michel

U355 [VII D6] Théâtre National de Chaillot, place du Trocadéro (16e), Tel. 01.53.65.30.00, www.theatre-chaillot.fr, Métro: Trocadéro

Theater außerhalb von Paris

U356 [siehe Umschlagkarte östlich Q11] Cartoucherie: Théâtre du Soleil, Route du Champ-de-Manoeuvres (12e), Tel. 01.43.74. 24.08, www.theatre-du-soleil.fr, Métro: Chateau de Vincennes, dann Bus 112

U357 [O5] Théâtre des Amandiers, 7, av. Pablo Picasso, Nanterre, Tel. 01.46.14. 70.00, RER Linie A bis Nanterre-Université

Café-Theater

U358 [IV L7] Blancs-Manteaux, 15, rue des Blancs-Manteaux (4e), Tel. 01.48.87. 15.84, www.blancsmanteaux.fr, Métro: Rambuteau

U359 [IV L7] Café de la Gare, 41, rue du Temple (4e), Tel. 01.42.78.52.51, www.cafe-de-la-gare.fr.st, Métro: Hôtel-de-Ville

U361 [IV L7] Point Virgule, 7, rue Sainte-Croix-de-la-Bretonnerie (4e), Tel. 01.42.78.67.03, www.lepointvirgule.com, Métro: Rambuteau

Boulevard-Theater

U362 [II J5] Bouffes Parisiens, 4, rue Monsigny (2e), Tel. 01.42.96.92.42, Métro: 4-Septembre

U363 [VIII G5] Marigny, Carré Marigny (8e), Tel. 01.42.56.04.41, www.theatremarigny.fr, Métro: Champs-Elysées-Clémenceau

U364 [II J6] Théâtre du Palais Royal, 38, rue Montpensier, Tel. 01.42.97.59.81, Métro: Palais-Royal

Ballett und Tanztheater

7 [IX H5] Opéra Garnier, place de l’Opéra (9e), Tel. 01.44.73.13.00, www.operadeparis.fr, Métro: Opéra

U365 [I K7] Théâtre de la Ville, 2, place du Châtelet (4e), Tel. 01.42.74.22.77, www.theatredelaville-paris.com, Métro: Châtelet

Variété und Cabaret

Fast alle Revuetheater bieten täglich zwei Vorstellungen: gegen 19 bzw. 20 Uhr mit diner und um 21 bzw. 22 oder 23 Uhr, wobei es nur die Revue und Champagner gibt. Die Preise für Essen und Revue liegen um 145–175 €, nur für die Revue um 90–100 €.

U366 [VIII E6] Crazy Horse, 12, av. Georges-V. (8e), Tel. 01.47.23.32.32, www.lecrazyhorseparis.com, Métro: Alma Marceau

U367 [VIII E5] Lido, 116 bis, av. des Champs-Elysées (8e), Tel. 01.40.76.56.10, www.lido.fr, Métro: George-V.

U368 [XII J3] Moulin Rouge, 82, bd. de Clichy (18e), Tel. 01.53.09.82.82, www.moulinrouge.fr, Métro: Blanche

U369 [V K8] Paradis Latin, 28, rue du Cardinal-Lemoine (5e), Tel. 01.43.25.28.28, www.paradis-latin.com, Métro: Cardinal-Lemoine, Di. geschlossen

Oper

U370 [II J5] Opéra Comique, 5, rue Favart (2e), Tel. 08.25.01.01.23 (0,15 € pro Min.), www.opera-comique.com, Métro: Richelieu-Drouot. Operetten und Musikrevuen.

ä [IV M8] Opéra de Paris Bastille, place de la Bastille (12e), Tel. 01.44.73.13.00, www.operadeparis.fr, Métro: Bastille

Toiletten, öffentliche

Eine öffentliche Toiletten zu finden, ist in Paris kein Problem. Dicht gesät sind die Sanisettes aus vorfabrizierten Betonteilen. Die Toiletten sind beheizt und mit vollautomatischer Desinfektion vor jeder Benutzung ausgerüstet. Gegen eine Gebühr lässt sich die Tür öffnen. Die Benutzungszeit ist auf maximal eine Viertelstunde begrenzt.

Unterkunft

Allgemeines zu Hotels

Wie in den meisten Weltstädten, die klassische Touristenziele sind, ist eine rechtzeitige Hotelreservierung dringend zu empfehlen, besonders in den Monaten zwischen Ostern und Oktober. Gerade die preiswerten und komfortablen Hotels sind mehrere Wochen im Voraus ausgebucht. In den meisten Fällen wird nach der telefonischen Anmeldung die Nummer der Kreditkarte oder ein Scheck mit dem Betrag für die erste Nacht als Bestätigung für die Reservierung erwartet.

In Paris gibt es über 1500 Hotels, bewertet mit einer Klassifizierung von einem bis vier Sterne und einer Luxuskategorie darüber, daneben viele unklassi­fizierte Unterkünfte bis hin zu billigen Absteigen, die allerdings meistens wenig attraktiv sind. Die einfachen Hotels mit einem Stern sind jedoch zum Teil empfehlenswert und werden hier bevorzugt aufgeführt, daneben einige wenige teurere Hotels.

Das Office de Tourisme vermittelt nur Zwei- bis Viersternehotels. In jedem Hotel muss der Übernachtungspreis im Zimmer angeschlagen sein.

Für Ruhebedürftige: Fast alle einfachen Pariser Hotels sind laut (und oft auch noch hellhörig). Entweder der Autoverkehr, späte Nachtvögel oder frühe Märkte stören die Nachtruhe, dünne Türen und laute Wasserspülungen kommen noch dazu. In den einfachen Hotels sollte man nicht mehr erwarten als ein Bett und ein Bad.

Die aufgeführten Adressen sind danach ausgesucht, ob sie so zentral liegen, dass man viel zu Fuß unternehmen kann. Am Stadtrand und in Bahnhofsnähe gibt es weitere preiswerte Hotels, auch Kettenhotels wie Ibis sind eine Alternative. Lohnend ist auch ein Versuch bei den diversen Hotelreservierungssystemen wie Hotel Reservation Service (s. u.).

Für Low-Budget-Hotels muss man in Paris mit 50–100 € pro DZ rechnen (50 € zahlt man für zwei Personen sogar schon in der Jugendherberge), Mittelklassehotels und Hotels der gehobenen Kategorie kosten 150–800 € pro DZ, Luxushotels mit vierstelligen Zimmerpreisen werden in dieser Liste nicht genannt.

Hotelinfos und -buchung im Internet

Viele der nachfolgend genannten Hotels sind auf den folgenden Websites vertreten:

µ www.hrs.de (Hotel Reservation Service)

µ http: //hotels.parishotels.com

µ www.france-hotel-guide.com

µ www.paris-touristoffice.com (Link: Hébergement)

µ www.hotel-france.com

Hotelübersicht

Gehobene Hotels

h376 [VI H8] De l’Abbaye, 10, rue Cassette (6e), Tel. 01.45.44.38.11, www.hotel-abbaye.com, Métro: Saint-Sulpice. Ländlich-elegantes Hotel mit 46 Zimmern nahe dem Jardin du Luxembourg. Im Sommer Frühstück im begrünten Innenhof. Halle mit offenem Kamin, ruhige, geschmackvolle Zimmer, zum Teil mit Terrasse oder Balkon, sehr freundlicher Service. DZ 250–370 €.

h371 [VI J7] Artus Hotel, 34, rue de Buci (6e), Tel. 01.43.29.07.20, www.artushotel.com, Métro: Mabillon. Designhotel in der belebten Rue de Buci mitten in Saint-Germain. Innen dominieren warme Farben. 25 Zimmer und im Souterrain ein hübsches Café. DZ ab 190 €.

h372 [VIII F5] Monna Lisa, 97, rue de la Boétie (8e), Tel. 01.56.43.38.38, www.hotelmonnalisa.com, Métro: George-V., Franklin-Roosevelt. Designhotel in einem Pariser Stadthaus nahe der Champs-Elysées. Der Italiener Roberto Casavecchia stattete das Hotel geschmackvoll mit viel Weiß in Kombination mit erdigen Tönen und funk-tionalen Möbeln aus dunklen Hölzern und Leder aus. 20 Zimmer und zwei Suiten. DZ ab 250 €.

h373 [IV L6] Hotel du Petit Moulin, 29–31, rue de Poitou (3e), Tel. 01.42.74.10.10, www.hoteldupetitmoulin.com, Métro: Saint-Sébastien-Froissart, Filles du Calvaire. In einer ruhigen Ecke des Marais, die sich gerade entwickelt. Hinter der Bäckerei-fassade versteckt sich ein ausgefallenes Hotel, dessen Innenausstattung der Modedesigner Christian Lacroix übernahm. Jeder Raum ist anders gestaltet, mit unterschiedlichsten Materialien, Mustern und Farben. Nur 17 Zimmer, früh reservieren! DZ ab 190 €.

h374 [D4] Pergolèse, 3, rue Pergolèse (16e), Tel. 01.53.64.04.04, www.pergolese.com, Métro: Porte-Maillot, Argentine. Die Desig-nerin Rena Dumas (verantwortlich für die Gestaltung der Hermès-Boutiquen) richtete in einem Bürgerhaus des 19. Jh. ein feines, elegantes Hotel ein. Farbenprächtig mit behutsam arrangierten Details, auch technisch anspruchsvoll ausgestattet (B&O-Fern-seher). 40 Zimmer. DZ ab 230 €.

Mittelklassehotels

h378 [VI J8] Hôtel Le Clos Médicis, 56, rue Monsieur-le-Prince (6e), Tel. 01.43.29.10.80, www.closmedicis.com, Métro: Odéon. Dreisternehotel mit 38 Zimmern nahe Boulevard Saint-Michel und Jardin du Luxembourg. In Braun- und Naturtönen eingerichtet, als Hôtel de Charme qualifiziert, kleiner Patio. DZ 175–270 €.

h379 [V K9] Hôtel des Grandes Ecoles, 75, rue du Cardinal Lemoine (5e), Tel. 01.43.26.79.23, www.hotel-grandes-ecoles.com, Métro: Cardinal Lemoine. Fast ein Landhotel, mit Blümchentapeten und kleinem Garten. Das Hotel mit 51 Zimmern nahe dem Place de la Contrescarpe besteht aus drei kleinen Häusern. Schnell ausgebucht, also früh reservieren! DZ 115–140 €.

h380 [VI J7] Hôtel des Marronniers, 21, rue Jacob (6e), Tel. 01.43.25.30.60, www.paris-hotel-marronniers.com, Métro: Saint-Germain. Dreisternehotel mit 37 Zimmern in der Antiquitätenstraße in Saint-Germain. Ruhig, da das Hotel in einem Hinterhaus liegt. Frühstück im Wintergarten oder im Garten mit Kastanienbäumen (marronniers), Zimmer mit Stilmöbeln und Eichenbalken. Von den Räumen nach hinten Blick auf die Kirche Saint-Germain. DZ 175–190 €.

h381 [VI J7] Hôtel de la Place du Louvre, 21, rue des Prêtres-Saint-Germain-l’Auxerrois, Tel. 01.42.33.78.68, www.paris-hotel-place-du-louvre.com, Métro: Louvre (1er). Drei-Sterne-Hotel mit 20 Zimmern direkt am Louvre und nur wenige Schritte von der Seine entfernt. Die modern eingerichteten Räume sind nach Malern benannt und mit Kunst dekoriert. Frühstücksraum im Gewölbekeller. DZ 155–175 €.

h382 [IV M7] Hôtel de la Place des Vosges, 12, rue de Birague (4e), Tel. 01.42.72. 60.46, www.hotelplacedesvosges.com, Métro: Bastille. Unweit des Place des Vosges in einer Seitenstraße der Rue Saint-Antoine, Zweisternehotel mit 16 einfachen Zimmern in einem Gebäude aus dem 17. Jh. DZ 100–150 €.

h384 [IV L8] Hôtel Saint-Louis, 75, rue Saint-Louis-en-l’lle (4e), Tel. 01.46.34.04.80, www.saintlouisenlisle.com, Métro: Pont-Marie. Dreisternehotel mit 19 Zimmern im klassisch-französischen Stil. Ruhige Lage auf der idyllischen Seine-Insel. DZ 140–220 €.

h385 [VII F6] Hôtel de la Tulipe, 33, rue Malar (7e), Tel. 01.45.51.67.21, www.hoteldelatulipe.com, Métro: La Tour-Maubourg. Unweit des Eiffelturms in einer etwas belebteren Ecke des 7. Arrondissements liegt dieses kleine Dreisternehotel mit 21 Zimmern, das man eher in Südfrankreich vermuten würde. Bei schönem Wetter Frühstück im begrünten Innenhof. Farbenfroh-mediterranes Ambiente mit alten Holzbalken und freigelegten Steinmauern. DZ 145–160 €.

h386 [XII J3] Timhotel Montmartre, 11, place Emile Godeau (18e), Tel. 01.42.55.74.79, www.timhotel.fr, Métro: Abbesses. Zwei­sternehotel mit 60 Zimmern an einem ruhigen Platz am Montmartre, an dem früher das berühmte Atelierhaus Bateau Lavoir stand. Schöne Aussicht auf Paris aus den Zimmern in den oberen Etagen, dafür sind die Wege in das Pariser Stadtzentrum etwas weiter. DZ ab 130 €.

h387 [V J8] Trois Collèges, 16, rue Cujas (5e), Tel. 01.43.54.67.30, www.3colleges.com, Métro: Luxembourg. Zweisternehotel mit 44 Zimmern nahe der Sorbonne im Quartier Latin. Als Hôtel de Charme qualifiziert. DZ 110–150 €.

Preiswerte Hotels

h389 [IV N8] Hôtel Baudelaire Bastille, 12, rue de Charonne (11e), Tel. 01.47.00.40.98, www.paris-hotel-bastille.com, Métro: Ledru-Rollin. Zweisternehotel mit 46 einfachen Zimmern im Bastille-Viertel, unweit der Kneipenmeile Rue de Lappe. DZ 80 €.

h390 [III K6] Hôtel du Cygne, 3–5, rue du Cygne (1er), Tel. 01.42.60.14.16, www.hotelducygne.fr, Métro: Etienne-Marcel. Einfaches Hotel in der belebten Fußgängerzone zwischen Centre Pompidou und Forum des Halles. 20 Zimmer in einem Gebäude aus dem 17. Jh. (Hôtel de Charme). DZ 90–150 €.

h388 [IV L7] Hôtel Jeanne d’Arc, 3, rue de Jarente (4e), Tel. 01.48.87.62.11, www.hoteljeannedarc.com, Métro: Saint-Paul. Zweisternehotel mit 36 kleinen Zimmern im Marais, sauber, ohne großen Komfort, aber mit freundlich-sympathischem Service und recht ruhig gelegen. Der hübsche Place du Marché Sainte-Catherine liegt um die Ecke. Auch 3- und 4-Bett-Zimmer. DZ 90–120 €

h377 [P6] Hôtel Mama Shelter, 109, rue de Bagnolet (20e), Tel. 01.43.48.48.48, www.mamashelter.com, Métro: Alexandre Dumas. Von Philippe Starck ausgestattetes Hotel nahe dem Père-Lachaise-Friedhof, mit CD- und DVD-Playern und iMacs in den Zimmern versehen, Internetzugang gratis. Bei fester Buchung per Internet ohne Stornomöglichkeit günstigere Preise. DZ 90–210 €.

h391 [K10] Hôtel Port-Royal, 8, bd. Port-Royal (5e) 1918, Tel. 01.43.31. 70.06, www.hotelportroyal.fr, Métro: Les Gobelins. Ein­sternhotel mit 46 Zimmern am Rand des Quartier Latin gelegen. DZ 53–90 €.

h392 [VI J7] Hôtel Saint-André-des-Arts, 66, rue Saint-André-des-Arts (6e), Tel. 01.43.26.96.16, Métro: Saint-Michel oder Odéon. Einsternhotel in einer be-lebten Straße in Saint-Germain. In einem Gebäude aus dem 17. Jh. mit Fachwerk. Kleine Zimmer. DZ ab 90 €.

h393 [IV L7] Hôtel du Septième Art, 20, rue Saint-Paul (4e), Tel. 01.44.54.85.00, www.paris-hotel-7art.com, Métro: Saint-Paul. Im Marais gelegen, 23 kleine, mit Kinoplakaten und -postkarten dekorierte Zimmer, freundlich-junger Service. Gleich gegenüber: die Trödelläden des Village Saint-Paul.DZ 95–150 €.

h394 [IV L7] Hôtel Sévigné, 2, rue Malher (4e), Tel. 01.42.72.76.17, www.le-sevigne.com, Métro: Saint-Paul. Zwei­sternehotel mit 30 einfachen Zimmern im Marais. Nichtraucherhotel. DZ 85–95 €.

h395 [III K6] Hôtel Tiquetonne, 6, rue Tiquetonne (2e), Tel. 01.42.36.94.58, Métro: Etienne-Marcel. Richtig altmo-disches Ein­sternhotel in der Fußgänger-zone nahe der Marktstraße Rue Montor-gueil. 47 zum Teil große Zimmer, recht hellhörig und sehr einfach. DZ ab 55 €.

h396 [XII J3] Regyn’s Montmartre, 18, place des Abbesses (18e), Tel. 01.42.54. 45.21, www.regynsmontmartre.com, Métro: Abbesses. Zweisternehotel mit 22 kleinen, aber ansprechenden Zimmern in Montmartre. Von den oberen Etagen bietet sich eine schöne Aussicht über die Stadt oder auf Sacré-C?ur – die Zimmer sind dafür aber auch etwas teurer. DZ 90–150 €.

Bed & Breakfast, Appartements

Auch in Paris gibt es möblierte Appartements und Bed-and-Breakfast-Zimmer mit Frühstück und Familienanschluss. Reservierung über die unten genannten Organisationen oder das Office de Tourisme. Einzelzimmer kosten je nach Komfort ab 60 €, Doppelzimmer ab 70 €.

ÌAlcove & Agapes, www.bed-and-breakfast-in-paris.com

ÌCafé-Couette, www.cafe-couette.net

ÌGood Morning Paris, www.goodmorningparis.fr

ÌHome Plazza Bastille, www.homeplazza.com

ÌLocaflat, www.locaflat.com

ÌParis Appartements Services, www.paris-apts.com

Jugendhotels

In Paris gibt es mehrere Jugendhotels für Gruppen- und auch Alleinreisende, die in der Regel ganzjährig geöffnet sind. Bei einigen dieser Jugendhotels handelt es sich um liebevoll restaurierte Altbauten mit sauberen 4–8-Bettzimmern. Mau­buisson, Fauconnier und Fourcy liegen alle sehr zentral im Marais.

j404 [V K8] Centre International BVJ Quartier Latin, 44, rue des Bernardins (5e), Tel. 01.43.29.34.80, www.bvjhotel.com, Métro: Maubert Mutualité, EZ 45 €, DZ 33 €, Mehrbettzimmer 29 €. Relativ zentrales Jugendhotel, Zimmer mit Dusche, WC auf dem Gang.

j405 [IV L7] Le Fauconnier, 11, rue du Fauconnier (4e), Tel. 01.40.27.81.64, www.mije.com, Métro: Pont Marie, EZ 49 €, DZ 36 €, Mehrbettzimmer 30 € (Übernachtungsdauer max. sieben Nächte)

j406 [IV L7] Le Fourcy, 6, rue Fourcy (4e), Tel. 01.40.27.81.64, www.mije.com, Métro: St.-Paul, EZ 49 €, DZ 36 €, Mehrbettzimmer 30 € (Übernachtungsdauer max. sieben Nächte)

j407 [IV L7] Le Maubuisson, 12, rue des Barres (4e), Tel. 01.40.27.81.64, www.mije.com, Métro: Hotel de Ville, EZ 49 €, DZ 36 €, Mehrbettzimmer 30 € (Übernachtungsdauer max. sieben Nächte)

j408 [V K9] Young and happy, 80, rue Mouffetard (5e), Tel. 01.47.07.47.07, www.youngandhappy.fr, Métro: Place Monge, DZ 28 €, Mehrbettzimmer 24–26 €. In der Marktstraße des Quartier Latin, Dusche und WC auf dem Gang.

Jugendherbergen

Buchen kann man über das Paris Youth Hostels Central Booking Office (Budget Hotels, Hostels and Accomodations), 18, bd. Jules Ferry (11e), Tel. 01.43.57.37.33, www.bha.fr, oder alternativ direkt beim FUAJ (fédération unie des auberges de jeunesse), im Internet unter www.fuaj.org. Die nachfolgenden Tarife gelten nur, wenn man einen gültigen Jugendherbergsausweis vorlegen kann, den man bereits zu Hause besorgt haben sollte (s. Kapitel „Preise und Kosten/Ermäßigungen“).

j409 [IV N8] Auberge Internationale des Jeunes, 10, rue Trousseau (11e), Tel. 01.47.00.62.00, www.aijparis.com, Métro: Ledru-Rollin, Mehrbett 14–18 €, DZ 16–20 €

j410 [M5] Auberge de Jeunesse, 8, bd. Jules Ferry (11e), nahe Canal Saint-Martin, Tel. 01.43.57.55.60, Métro: République, im Mehrbettzimmer ab 23 €

j411 [Q6] Auberge de Jeunesse D’Artagnan, 80, rue Vitruve (20e), Tel. 01.40.32.34.56, Métro: Porte de Bagnolet, DZ 20 €. Es ist die größte Jugendherberge Frankreichs: 439 Betten, verteilt auf 7 Etagen. Mit Bar, Internetzugang, Waschsalon.

jAuberge de Jeunesse Léo Lagrange, 107,rue Martre, 92110 Clichy, Tel. 01.42.70.03.22, Métro: Mairie de Clichy, DZ ab 22 €

j412 [N2] St. Christopher’s Inn, 159, rue de Crimée (19e), Tel. 01.40.34.34.40, www.st-christophers.co.uk, Métro: Riquet. Neue Jugendherberge direkt am Wasser: traumhafte Lage am Bassin de la Villette. Im Schlafsaal 20–36 €, DZ 40–50 €.

Campingplatz

z Camping du Bois de Boulogne, Route du Bord de l’Eau (16e), Tel. 01.45. 24.30.00, www.campingparis.fr. Der nächstgelegene Campingplatz ist oft überfüllt, Voranmeldungen werden jedoch nicht entgegengenommen. Ganzjährig geöffnet. Der Aufenthalt ist auf maximal 1 Monat beschränkt. Neben Plätzen für Zelte und Wohnwagen werden eigene Caravans für 6 Personen vermietet. Supermarkt und Snackbar vorhanden. Métro bis Porte de Maillot, Mai bis September von dort ein Busshuttle, sonst Bus 244. Zelt ab 14 €, Campingwagen 23 €.

Mitwohnzentrale

µ Inter-Logement, 1, villa de l’Astrolabe (15e), Tel. 01.45.66.66.88, Fax 01.45.67.04.22, www.inter-logement.com

Verkehrsmittel

Paris ist auf den ersten Blick keine Stadt für Fußgänger. Den Autos gehört die ganze Stadt, nicht nur die Straßen, auch einen Teil der Bürgersteige, die Brücken, die steingefassten Ufer der Seine, sogar den Untergrund, durchlöchert von Tiefgaragen und Tunneln, haben sie belegt. Doch auch hier findet man autofreie Oasen der Ruhe: an manchen Seinequais, in den Parks und Friedhöfen, auf den Treppen und steilen Straßen des Montmartre, im zur Fußgängerzone umgestalteten Hallenviertel und dem angrenzenden Sentier (2e) oder in den engen Gassen des Marais-Viertels.

Neuerdings beginnt die Pariser Stadtregierung zudem, die Vorzüge fußgängerfreundlicher Verkehrspolitik zu entdecken: Sonntags werden die Seinequais zum Teil für Autos gesperrt (und auch einige weitere Straßen), sodass hier ungestörtes Radeln und Flanieren möglich ist. Bürgermeister Bertrand Delanoë hat im Wahlkampf angekündigt, die Hauptstadt weiter für Fußgänger und Radfahrer umzugestalten.

Und trotz der mit Sauggeräten ausgestatteten Motorradsäuberungskolonne bleiben die Hunde das zweitgrößte Problem (nach den Autos) für Fußgänger: Über 200.000 Tiere hinterlassen täglich 10 Tonnen Kot auf den Bürgersteigen.

So banal die Weisheit auch ist, zu Fuß entdecke man am meisten, so hat sie doch für Paris ihre Berechtigung. Wer Nebenstraßen und Seitenwege wählt, dem ist Paris zu Fuß nur zu empfehlen. Die Weltstadt ist eigentlich recht klein, gerade mal je 20 km messen die beiden Wanderwege (siehe Exkurs), die Paris in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung durchqueren.

Metro, RER und Tram

Grundsätzlich ist für Paris die Untergrundbahn das billigste, schnellste und auch das bequemste Fortbewegungsmittel und für die Pariser selbst das wichtigste. Das wird schnell deutlich, wenn das Personal mal wieder streikt. Rund 5 Mio. Fahrgäste transportiert die Untergrundbahn Tag für Tag. Das Netz ist dicht und die nächste Métro-Station meist kaum weiter als 500 Meter entfernt. Der Takt liegt in der Hauptverkehrszeit unter zwei Minuten, sodass man nie lange warten muss. Nur nachts ist Paris auch nicht besser als jede Provinzstadt: Zwischen 0.30 Uhr und 5.30 Uhr fährt die Métro nicht mehr.

Ein Teil des unterirdischen Métro-Netzes wird von der RER (Réseau Express Régional) befahren, regionalen Schnellbahnen für den Nahverkehr. Die meisten Linien verbinden den innerstädtischen Bereich mit den Vororten. Es gibt fünf Linien (A bis E), die jeweils eine Hauptstrecke befahren und sich am Ende teilweise in Seitenstrecken verzweigen. Die Anzeigetafeln auf den Gleisen zeigen mit den erleuchteten Namen die jeweils angefahrenen Bahnhöfe der Strecke. Zuletzt jedoch hat die RATP die (oberirdische) Straßenbahn wiederentdeckt: Im Westen, Süden und Nordosten von Paris gibt es jetzt drei Tramlinien (www.ratp.fr).

Auf den ersten Blick mag das Gewirr der Métro-Linien kompliziert scheinen, doch die Orientierung ist einfach. In allen Stationen hängen große Pläne aus, kleine Faltpläne sind gratis an den Schaltern der Betriebsgesellschaft RATP erhältlich. Alle Linien heißen nach ihrer Endstation und sind farblich unterschiedlich gekennzeichnet. Um die Linie herauszufinden, die man nehmen muss, sollte man also zuerst nach dem Namen der Endstation suchen. An den Umsteigebahnhöfen zeigt das orangefarbene Schild Correspondence die Gänge zu den anderen Linien an, blaue Schilder mit dem Hinweis Sortie führen zu einem Ausgang. Schilder mit der Aufschrift Accès aux quais führen zu den Bahnsteigen.

Es gibt Einzelfahrscheine (1,60 €), Tageskarten (bzw. Mobilis, ab 5,90 €), Wochenkarten (ab 17,20 €) und Monatskarten (ab 56,60 €) sowie das Carnet, ein Zehnerblock (11,60 €). Bleibt man eine ganze Woche oder länger, lohnt sich eine Wochen- oder Monatskarte, für die man ein Passbild und eine sogenannte Carte Orange benötigt, die an jeder Station gratis erhältlich ist und als Ausweis dient.

Die angebotenen Touristenkarten Paris Visite für ein, zwei, drei oder fünf Tage dagegen sind etwas teurer (8,80 €, 14,40 €, 19,60 € und 28,30 € für Zone 1–3), verschaffen allerdings u. a. Ermäßigungen für Kanalfahrten, das Montparnasse-Hochhaus und das Musée Grévin. Das Ticket muss vor Fahrtantritt an den automatischen Sperren entwertet werden. Es gilt dann für den gesamten Stadtbereich, unabhängig von Fahrtdauer oder Umsteigen (anders bei Autobussen) und muss bis Fahrtende aufbewahrt werden. Nur in die Vororte gelten gestaffelte Tarife. Bei einem Aufenthalt für eine Woche oder länger lohnt sich eine Carte Navigo Découverte (ein Passfoto ist notwendig).

Während der Rushhour morgens vor Arbeitsbeginn oder nachmittags im Feierabendgedrängel sollte man auf Tasche und Portemonnaie aufpassen. Die Enge nutzen auch Taschendiebe zu ihrem Vorteil!

Bus

Autobusse fahren in Paris etwa zwischen 7 Uhr morgens und 0.30 Uhr, danach verkehren nur noch spezielle Nachtbusse (Noctambus). Busse sind immerhin noch etwas schneller als Autos, im Durchschnitt, so wurde errechnet, schaffen sie 35 km/h, PKW dagegen nur knapp 17 km/h (mit der Métro ist man dreimal so schnell am Ziel wie mit dem Auto). Für die Autobusse wurden nämlich in vielen Straßen eigene Fahrspuren eingerichtet, zum Teil auch in der entgegengesetzten Richtung in Einbahnstraßen – das verschafft ihnen den kleinen Vorsprung.

Das Busnetz ist in Zonen unterteilt. Für Busse gelten dieselben Tickets wie für die Métro, jedoch nach Entfernung gestaffelt: in Paris 1–2 Tickets, in die Vororte 2–6 Tickets. Pläne an den Haltestellen zeigen diese Zonen genau an. Wichtig bei Wochen- und Monatskarten: das Ticket in den Bussen nur vorzeigen, nicht entwerten.

Balabus: Von April bis September betreibt die RATP eine Buslinie, die ab mittags vom Gare de Lyon etwa alle 15 Minuten zur Grande Arche in La Défense fährt (und in umgekehrter Richtung) und dabei viele wichtige Sehenswürdigkeiten passiert.

Noctambus: Die Nachtbusse verkehren in den Zeiten, in denen die Métro nicht mehr verkehrt. Zwischen 1.30 Uhr und 5.30 Uhr fahren stündlich 18 Buslinien vom Châtelet (Avenue Victoria) aus an die Peripherie von Paris und nach Rungis, am Wochenende sogar alle halbe Stunde. Die Nachtbushaltestellen erkennt man am Logo mit einer gelb-schwarzen Eule.

Linien: Linie A nach Pont de Neuilly, B nach Levallois, C nach Clichy, D nach Saint-Ouen, E nach Pantin Église, F nach Les Lilas, G nach Montreuil, H nach Vincennes-Château, J zur Porte d’Orléans, R nach Rungis über die Porte d’ltalie.

Taxi

15.000 Taxis gibt es in Paris, denen man auf der Straße einfach winken kann. Frei sind jeweils die Wagen mit erleuchtetem Dachschild. Auf dem Heimweg (allerdings ist das ja kaum überprüfbar) darf der Fahrer Fahrten ablehnen, die nicht in seine Richtung führen. Meist nehmen Taxifahrer nicht mehr als drei Personen mit, ein vierter Fahrgast wird große Überredungskünste erfordern.

Die Tarife sind in drei Preisklassen gestaffelt: A gilt tagsüber zwischen 7 und 19 Uhr, der etwas höhere Tarif B nachts und an Feiertagen und der Tarif C für Strecken weit über das Stadtgebiet hinaus. Dazu kommen Extratarife für mehr Gepäck sowie an Bahnhöfen und Flughäfen. Taxifahren ist nicht die billigste Art der Fortbewegung, jedoch in Paris viel preiswerter als in der Bundesrepublik. Für etwa 15 € kommt man schon durch die halbe Stadt. 10 bis 15 Prozent Trinkgeld sind üblich.

Boot

Eine ganz besondere Attraktion bietet eine Schiffsfahrt auf der Seine. Abends, wenn die Sehenswürdigkeiten erleuchtet sind, kann so eine Rundfahrt sehr stimmungsvoll sein. Das letzte Boot startet meist zwischen 21 und 23 Uhr. Viele Agenturen bieten die Kombination Menü und Rundfahrt an, häufig sind Kinder nicht zugelassen. Das sollte Sie jedoch nicht ärgern, da von dieser Art gastronomischer Freuden sowieso eher abzuraten ist. Zwischen Oktober und April fahren die Boote seltener und nur bei mindestens 10 Fahrgästen. Preis pro Person bei allen Gesellschaften um 11 €, Kinder um 6 €.

µ Vedettes du Pont Neuf, Square du Vert-Galant, Tel. 01.46.33.98.38, www.vedettesdupontneuf.com, Métro: Pont-Neuf. Abfahrt 10–22.30 Uhr, alle 30 Min

µ Bateaux Parisiens, Pont d’léna, Tel. 01.44.11.33.44, www.bateauxparisiens.com. Start an der Brücke unterhalb des Eiffelturms.

µ Bateaux-Mouches, Pont de l’Alma, Quai de la Conférence (8e), Tel. 01.40.76.99.99, www.bateaux-mouches.fr, Métro: Alma-Marceau. Abfahrt am Rive Droite April–Okt. 10–23 Uhr alle 30–45 Min., im Winter ca. 4–5-mal tgl.

µ Batobus, Tel. 08.25.05.01.01, www.batobus.com, Fahrten zwischen 10 und 19 Uhr, im Juni/Juli/August bis 21 Uhr, alle 25 Min. (April bis Oktober). Tarife: 12 € Tageskarte, 16 € Zweitages-karte, 19 € Fünftageskarte. Keine Seine-Rundfahrt im klassischen Sinn, sondern mit acht Haltestellen zwischen Eiffelturm und Jardin des Plantes, die es den Passagieren erlauben auszusteigen, die interessanten Museen und Monumente an dieser Stelle zu besichtigen und anschließend das ­nächste Schiff bis zur nächsten Haltestelle zu nehmen. Stopps und Zusteigemöglichkeiten: Notre-Dame, Hôtel de Ville, Louvre, Champs-Elysées, Eiffelturm, Musée d’Orsay, Saint-Germain-des-Prés, Jardin des Plantes. Geplant ist es, den Service auf 18 Haltestellen und nur zehnminütige Abstände zu erweitern.

Nicht nur auf der Seine sind Bootsfahrten möglich, empfehlenswert sind auch die Kanalfahrten. In Paris gibt es drei miteinander verbundene Kanäle: den Canal Saint-Martin ; im 10. Arrondissement, den Canal Saint-Denis und den Canal de l’Ourcq ; im 19. Arrondissement (im Internet unter www.pariswater.com).

µ Canauxrama, Tel. 01.42.39.15.00, www.canauxrama.com. Ab Parc de la Villette zum Hafen Paris-Arsenal an der Bastille: tgl. um 9.45 und 14.45 Uhr. Abfahrt: Bassin de la Villette, 5 bis, quai de la Loire. Métro: Jaurès. In umgekehrter Richtung: Ab Hafen Paris-Arsenal zum Parc de la Villette täglich um 9.30 und 14.30 Uhr. Abfahrt vor Nummer 50, bd. de la Bastille. In der Nebensaison von beiden Abfahrtstellen nur ein Abfahrttermin. Fahrtdauer etwa drei bis vier Stunden und gut kombinierbar mit einem Besuch im Technikmuseum von La Villette vor oder nach der Fahrt. Zwischen 15. Nov. und 15. März finden nur auf spezielle Reservierung hin Fahrten statt. Preis: 15 €, ermäßigt 8–11 €.

Auf der Fahrt sieht man eine Hebebrücke, vier Doppelschleusen, einen unterirdischen Teil des Kanals mit grünlichem, geheimnisvollem Licht unter alten Gewölben, zwei Drehbrücken und eiserne Fußgängerstege.

µ Paris Canal, Tel. 01.42.40.96.97, www.pariscanal.com. Abfahrt am Musée d’Orsay 9.30 Uhr. Abfahrt am Parc de la Villette um 14.30 Uhr, April–Oktober. Halbtägige Fahrten auf der Seine und dem Kanal Saint-Martin. Preis 17 €, ermäßigt 10–14 €.

Wetter und Reisezeit

Die Hauptreisezeiten liegen im Frühjahr und im Herbst, besonders Ostern und Pfingsten sind die klassischen Termine für Paris. Da die Hotels dann meist voll belegt sind, sollte man rechtzeitig Zimmer reservieren. Paris hat einen ungewöhnlich ausgedehnten Frühling, in den Monaten April, Mai und Juni herrscht ideales mildes Klima.

Im Sommerloch August ist die Stadt kulturell ausgestorben, doch von Touristen überschwemmt. Die Sommerferien dauern in Frankreich drei Monate, von Juli bis September. Viele Pariser verlassen die Hauptstadt und fahren aufs Land, zur Familie oder in ein Wochenendhaus. Nicht nur die Theater haben Sommerpause, auch viele Restaurants bleiben geschlossen. Doch bei strahlend sonnigem Sommerwetter ist Paris einfach bezaubernd.

Empfehlenswert sind auch Herbst und Winter als Reisezeit. Im Oktober, November und Dezember hat die kulturelle Saison ihren Höhepunkt. Premieren von Theaterstücken, Oper und Ballett, die Verleihung der wichtigen Literaturpreise, alle kulturellen Highlights folgen Schlag auf Schlag, Schule und Universität beginnen das neue Semester. Die sogenannte Rentrée belebt die ganze Stadt.

Im Januar und Februar kann es häufig regnen, aber Paris bietet 150 Museen, in denen man trockenen Fußes so richtig in Kultur schwelgen kann. Und genauso gut kann es vorkommen, dass im Februar schon die Stühle der Cafés ins Freie gestellt werden und die erste Sonne wärmt. Ein zeitiger Frühling ist nichts Ungewöhnliches für die vom Klima sehr begünstigte Hauptstadt (www.meteo.fr, http: //wetter.rtl.de u. a.).

Zollvorschriften

Wer daran denkt, in Paris große Mengen Wein und Champagner einzukaufen, sollte wissen, dass 90 Liter Wein oder 60 Liter Schaumwein in die BRD oder nach Österreich zollfrei eingeführt werden dürfen; in die Schweiz jedoch nur 2 Liter bis 15 Vol.-% und 1 Liter über 15 Vol.-%. Bei Tabakwaren gibt es in Frankreich in der Regel keinen Preisvorteil. Wer große Warenmengen nach Hause mitnehmen möchte, sollte sich jedoch genau über Verbote und Beschränkungen auch innerhalb der EU erkundigen:

µ für Deutschland: www.zoll-d.de oder beim Zoll-Infocenter, Tel. 069 469976–00

µ für Österreich: www.bmf.gv.at oder beim Zollamt Villach, Tel. 04242 33233

µ für die Schweiz: www.zoll.admin.ch oder bei der Zollkreisdirektion in Basel, Tel. 061 2871111

Bahnhofslokal mit denkmal-geschütztem Interieur: Train Bleu im Gare de Lyon

080cp Abb.: gk

Fliegen ohne Angst

In diesem Sachbuchratgeber von Frank Littek werden Informa­-tionen und Tipps vermittelt, die dem Unwohlsein und der Angst beim Fliegen entgegenwirken sollen:

µ Theorie der Flugangst

µ Grundlagen des Fliegens

µ Als Passagier und im Cockpit

µ Eingebaute Sicherheit

µ Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Akupressur, Muskelrelaxation, Atemtech-­ niken, Mentales Training

Reise Know-How Verlag, Bielefeld

Literaturtipp

Am Seine-Quai: Auch Touristen brauchen mal ’ne Pause

081cp Abb.: gk

082cp Abb.: gk

Open-Air-Jazzkonzert im Bois de Vincennes

083cp Abb.: gk

Im Théâtre des Champs-Elysées finden vor allem Konzerte statt

084cp Abb.: gk

Musée du Petit Palais

Französisch – Wort für Wort

Der Sprechführer aus der Reihe Kauderwelsch orientiert sich am Reisealltag und vermittelt ohne lästiges Büffeln das nötige Rüstzeug, um schnell mit dem Sprechen beginnen zu können.

µ wichtige Redewendungen

µ Wörterliste Französisch–Deutsch und Deutsch–Französisch

µ Wort-für-Wort-Übersetzung

µ Aussprachehilfe

µ einfacher Einstieg in die Grammatik

µ Verhaltenstipps ...

Reise Know-How Verlag, Bielefeld

Literaturtipp

085cp Abb.: gk

Stadtrundfahrt im offenen Doppeldeckerbus

Handy global – mit dem Handy ins Ausland

Mobiles Telefonieren ohne Geheimnisse. Dieser Praxisrat­-geber hilft Geld zu sparen, Fallstricke zu umgehen und das Mobiltelefon mit all seinen Funktionen im Ausland richtig zu benutzen. Mit Kaufberatung, Gerätetipps und Glossar ...

Reise Know-How Verlag, Bielefeld

Literaturtipp

086cp Abb.: gk

Theater und Restaurant an den Champs-Elysées

087cp Abb.: gk

088cp Abb.: gk

Metro-Station mit Jugendstil-eingang von Hector Guimard

Taxiruf per Telefon

µ Taxis Bleus: Tel. 01.49.36.10.10

µ Taxi Radio Etoile: Tel. 01.42.70.41.41

µ G7 Radio: Tel. 01.47.39.47.39

089cp Abb.: gk

Mit dem Batobus auf Sightseeingtour

Unterwegs auf Inline-Skatern

Jeden Freitagabend treffen sich mehrere Tausend Inline-Skater gegen 21.45 Uhr am Gare Montparnasse zur Roller-Rallye. Rund drei Stunden geht es über 25 km durch die Stadt. 30 Polizisten-Skater begleiten den Tross – und ganze Straßen werden freigehalten. Zum Mitmachen! Allerdings nicht für Anfänger – das Tempo ist hoch und man muss gut bremsen können.

µ www.pari-roller.com

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