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Zunächst mal Kompliment für Ihre unglaublich übersichtlich strukturierten Reiseführer.
Jetzt eine Anregung zum "großen" Reiseführer Paris - 11. Aufl. 2012/13.
Auf Seite 186, 187 stellen Sie das Cité des Sciences vor. An anderer Stelle schreiben Sie, daß Paris für Kinder nur wenig zu bieten habe und daß dieses Museum eine der wenigen geeigneten Möglichkeiten böte.
Unsere Erfahrung - Besuch mit 4 Erwachsenen und 3 Kindern Ende Janunar 2012:
Wir kauften kombinierte (ermäßigte) Eintrittskarten die auch den Besuch des Géode einschlossen. Nachdem wir leider nicht den Cité-Flyer studiert hatten, gingen wir davon aus, daß der ohnehin schon heftige Eintrittspreis jetzt neben dem Film auch einen interessanten Museumsbesuch für Kinder einschloß, bis wir recht irritiert feststellten, daß hier zu allen interessanten Bereichen heftige zusätzliche Zusatzkosten anfielen und das noch so schlecht organisiert, daß man - bei den events angekommen (z.B. beim U-Boot nach langer Wanderung) nur mit Kreditkarte den Eintritt (direkt günstig: 3 €) an einem Automaten nachlösen konnte. Ohne Kreditkarte wäre es erforderlich gewesen, wieder an die Hauptkasse zurückzugehen und sich in die lange Warteschlange einzureihen. Die ohne kostenpflichtige Zusatzoptionen zu besichtigenden Museeumbereiche sind für Kinder ohne großen Unterhaltungswert, z.B. hat das Aquarium unserer Meinung nach diese großspurige Bezeichnung wirklich nicht verdient.
In der letzten Woche haben wir eine Reise nach Paris unternommen, wobei uns Ihr Reise know-how Parisführer sehr geholfen hat. Trotzdem sind uns ein paar Dinge aufgefallen, die scheinbar fehlerhaft oder nicht mehr aktuell sind, bzw. Angaben, die wir ergänzenswert fänden.
1. Staatliche Museen sind von 12-25 Jahren für EU-Staatsbürger kostenlos. Dies wäre sicherlich ein sinnvoller Hinweis vor allem für Familienreisende und Studenten.
2. Die im Buch aufgeführte Bio-Bäckerei (im Buch die Nummer 317) konnten wir leider auch nach mehrfachem auf- und ablaufen der Straße nicht finden.
3. Ein sehr gemütliches und nicht zu teures Restaurant mit gutem Cidre und leckerem Essen ist in der 4. rue de Sévigné zu finden und heißt "La Cidrerie du Marais". Das ist nahe der Metrostation St. Paul.
4. Da Monets Garten in Giverny wohl zu einem der meistbesuchten Stätten außerhalb von Paris zählt, fänden wir es sinnvoll, es in der Rubrik "Ausflüge" zu erwähnen. Uns hat es definitiv gefehlt. Man fährt dorthin mit dem Zug vom Bahnhof Saint Lazare aus Richtung Rouen und steigt in Vernon aus (13,50€ pro Richtung, 10€ bis 25-jährige). Ab Vernon gibt es Shuttlebusse für 3,50€ pro Richtung und auch u.E. überteuerte Fahrräder (14€/Tag) zu Verleihen. Es gibt aber auch einen schönen Fußweg abseits der Straße, ca. 1h (4,5km).
5. Wer sich für Impressionismus interessiert, geht sicher auch ins Marmottanmuseum. Dies bietet sich an, vor Giverny zu tun. Im Marmottanmuseum gibt es nämlich die Möglichkeit, Doppeltickets (Marmottan + Giverny) zu kaufen. Das Giverny-Ticket muss dann auch nicht am nächsten Tag eingelöst werden, sondern ist bis November gültig. Die Tickets sind zwar nicht günstiger, ersparen jedoch sehr langes Anstehen in Giverny.
6. Die Öffnungszeiten der Sacre Coeur in Ihrem Reiseführer sind leider nicht aktuell. Die Kirche ist täglich von 6-22:30 geöffnet.
7. Außerdem ist das Weinlokal Nr. 274 in Ihrem Buch auch sonntags geöffnet (zumindest war es das am 8.7.2012).
8. Die Opera ist nur bis 16.30 Uhr geöffnet zur Besichtigung! Ab 16.31 Uhr werden unserer Erfahrung nach keine Besucher mehr rein gelassen und auch die, die schon anstehen weggeschickt. Außerdem war sie am Sonntag, 8.7.2012, ebenfalls geschlossen. Ob sie jeden Sonntag geschlossen ist, oder ob es sich um eine Ausnahme handelte, haben wir nicht in Erfahrung bringen können.
9. Das wohl beste Eis der Stadt, bei dem das Pfefferminzeis noch nach echter Pfefferminze schmeckt, gibt es wohl in der Eisdiele "Le Flore en L'Ile" in der 2. Rue Jean du Bellay. Das liegt direkt an der Brücke von der einen zur anderen Seine-Insel und ist mit 3€/Kugel bzw. 4,50€ für zwei Kugeln für Pariser Verhältnisse nicht mal überteuert.
10. Für Bio-Fans ist "Bioburger" in der 46 Passage Choiseul eine gute Adresse. Es ist täglich von 11:30 bis 16:00 Uhr geöffnet und führt nur Bioprodukte, z.B. Menüs für rund 10€, aber auch sehr leckeren Kuchen und sogar Bionade. http://www.bioburger.info/
Der "Arche de la Défense" steht zwar noch, die Aufzüge sind aber nicht (mehr) in
Betrieb. Bei meinem Aufenthalt Anfang Juni bot sich folgendes Bild:
Aufzüge und Kassenhäuschen verwahrlost und vollgemüllt - an einer Fensterscheibe ein angeklebter, angegilbter Zettel mit dem Hinweis, der
Zugang sei "definitif" nicht möglich.
Mitführpflicht für Alkoholtester
Ab dem 1. Juli 2012 müssen alle Autofahrer in Frankreich (auch Urlauber auf der Durchreise) einen Alkohol-Schnelltest mit sich führen, andernfalls droht ein Bußgeld. Die Tests sind z.B. an Tankstellen, in Apotheken oder Drogerien erhältlich.
Weitere Informationen:
http://www.botschaft-frankreich.de/spip.php?article5986
CityGuide „Paris“ 2012: Ihre Angaben betr. Anreise aus der Schweiz entsprechen nicht mehr dem neusten Stand:
S. 218/219: Die schnellsten Direkt- Verbindungen für die Nordwestschweiz und Süddeutschland führen von Zürich und Basel in 4 bzw. 3 Std. neu zum Gare de Lyon. Die beste und einfachste Homepage für Online-Fahrscheine ist nach meiner Meinung www.tgv-europe.com
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