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ReiseführerCityTrip Krakau

  • 9.80 EUR Deutschland
  • 14.90 CHF Schweiz
  • 10.10 EUR Österreich
  • Preis inkl. MwSt.
 
  • Reiseführer CityTrip Krakau
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  • Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Kalimullin, Robert; Brand, Martin
    Herausgeber: Werner, Klaus
    ISBN: 978-3-8317-2067-5
    Seitenanzahl: 144
    Auflage: 1. Auflage
    Erscheinungsjahr: 2011

    Ausstattung:
    komplett in Farbe, zahlreiche stimmungsvolle Fotos, GPS-genauer Stadtplan (Faltplan zum Herausnehmen) und praktische Übersichtskarten, Sprachhilfe, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
    Format (h x b x t): 19,5x11

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Krakau gilt als die kulturelle Hauptstadt Polens. Die Stadt an der Weichsel verbindet historische Vielschichtigkeit spielerisch mit einem frischen Lebensgefühl. Der CityTrip Krakau beschreibt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und führt auch zu den weniger bekannten Highlights. Von der geschichtsträchtigen Königsburg Wawel über die magische Altstadt bis zum alten und neuen Szeneviertel Kazimierz gilt es viel zu entdecken.

Übersichtlich gestaltet und perfekt auf das Kartenmaterial abgestimmt findet der Kurzurlauber zahlreiche Tipps, Adressen und Empfehlungen.
Jazz in alten Kellergewölben und Klezmer im jüdischen Viertel, katholische Frömmigkeit und brodelndes Nachtleben, herzhafte polnische Küche und magische Momente in der Altstadt – Krakau verspricht ein unvergessliches Reiseerlebnis.

    Aus dem Inhalt:
  • Besuchermagnete: die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und weniger bekannte Touristenziele
  • Kultur pur: Museen, Theater, Galerien und Kirchen
  • Ghetto, Klezmer und Synagogen: das jüdische Krakau
  • Ausgehtipps: urige Kellerkneipen, gemütliche Cafés und Abendunterhaltung für jeden Geschmack
  • Gaumenfreuden: die besten Restaurants mit polnischer Küche
  • Alle reisepraktischen Infos zu Anreise, Unterkunft, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Shopping, Events, Hilfe im Notfall ...
  • herausnehmbarer City-Faltplan und spezielle Luftbildansichten im Internet mit allen im Buch beschriebenen Points of Interest



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Seiten:  1 

Tipps von Meike (April 2012)

Ich habe die letzten 2 Wochen, unter anderem mit Hilfe Ihres Reiseführers, versucht, Krakau kennenzulernen. Folgende, finde ich, wichtige Hinweise haben in dem Buch von Martin Brand und Robert Kalimullin gefehlt:

In der " Kleinen Sprachhilfe" auf S.132 fehlt unter der Ruprik "Restaurant" die Übersetzungen für:
Rechnung bitte- Prosce Rachunek
Die Karte bitte" könnte dann auch mit aufgeführt werden. Das zu wissen ist in einem Restaurant ziemlich wichtig.

Hier die Antwort vom Autor Martin Brand:

- Rechnung bitte - proszę rachunek
- die Karte bitte - proszę menu

Bei den Museen ist das Czartoryskimuseum nicht erwähnt. Und das, obwohl dort das Da Vinci Bild "Dame mit Hermelin "beheimatet ist, wenn es nicht gerade ausgeliehen wurde.

Dazu Autor Martin Brand:

- das erwähnte Czartoryskimuseum ist geschlossen, da es seit 2010 von Grund auf renoviert wird; es soll 2013 wieder eröffnet werden

Der Tipp mit der heißen Schokolade auf S.61 bezieht sich auf alle Cafes in Krakau. Man bekommt überall geschmolzene Schokolade, wenn man heiße Schokolade bestellt. Die Cafes haben so eine Art ständig laufendes Rührgerät auf heißer Platte auf dem Tresen stehen, wo die Schokolade ständig geschmolzen bleibt.

Ausflüge in die Umgebung S.103:
In der Rubrik wurde das wunderschöne Benedektinerkloster in Tycen, ca. 12km vor Krakau, nicht erwähnt. Und das, obwohl man es mit einem wunderschönem Fahrradausflug entlang der Weichsel erreichen kann. Unterwegs kann man eine Pause an einem künstlich errichteten Wasserlauf für Wildwasserkajakfahrer machen und das interessante Training beobachten. Vor dem Kloster befindet sich ein idyllisch gelegenes Restaurant, außerdem eine Kletterwand an einem Felsen.

hierzu der Autor:
- das besagte Benediktinerkloster befindet sich in "Tyniec", dt. Homepage: http://www.tyniec.benedyktyni.pl/de/hilfe/

In dem Zusammenhang ist zu erwähnen, das der Fahrradverleih in der ul. Jozefa erst ab Ostern mit dem Verleih beginnt. Wenn man sich auf Ihren Hinweis verlässt ,wie ich das getan habe, muss man seine Pläne spontan ändern, weil sich dieser Verleih in Kazimierz befindet, also ein ganzes Stück weg vom Rynek. Es gibt noch einen Fahrradverleih gegenüber vom Florianskator. Der ist auch noch preiswerter wie in der Altstadt.

S.132 Restaurant:
Hier fehlt das Gericht: "Golbki" (das L ist das polnische L mit Strich), das sind Kohlrouladen, allerdings halb Reis oder Kaska und Fleisch. findet man auf jeder Speisekarte.

- das Gericht heißt "gołąbki"

S.128 Tickets
Das Ticket für die Kurzstrecke kostet inzwischen 2 Zloty.

Trotzdem hat mir der Reiseführer auch viele wertvolle Tipps für diese wunderschöne Stadt gegeben.

Krakau wirbt um Fußballfans von Autor Robert Kalimullin (März 2012)

Krakau wirbt um Fußballfans
Als Warschau, Posen, Breslau und Danzig zu den polnischen Austragungsorten für die Euro 2012 erklärt wurden, war die Enttäuschung in Krakau groß. Auf der diesjährigen ITB in Berlin präsentierte die Stadt sich dennoch in Fußball-Laune. Die Nationalmannschaften Englands, Hollands und Italiens haben Krakau zu ihrem Standort während des Turniers gemacht, und so sehen sich die Krakauer bereits als „fünfte polnische EM-Stadt“. Für anreisende Fußballfans wird es eine Fanzone auf den Błonia-Wiesen geben, in der die Spiele der EM auf Großbildschirmen übertragen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, das öffentliche Training der drei in Krakau stationierten Nationalmannschaften zu besuchen.

Tipps zu Buspreisen, Aquapark von Leser (Juni 2011)

Ich habe mir den Reiseführer gekauft und bin zufrieden mit ihm. Da ich selber aus Polen komme und Krakau etwas kenne, möchte ich folgende Ergänzungen anregen.

Ich finde es schade, dass der Wallfahrtsort Lagiewniki nicht erwähnt wird. Außerdem finde ich es interessant zu erwähnen, dass man für 38 zl 7 Tage lang mit Bus und Bahn fahren kann. Für Schüler und Studenten sogar für 19. (http://www.mpk.krakow.pl/pl/bilety2/cenniki/ grüne Tabelle ganz ganz unten, für Fahrten innerhalb Krakaus). Und als letztes sei noch erwähnt, dass es in Krakau den größter Aquapark Polens gibt und die Tagespreise im Vergleich zu Deutschland recht günstig sind, für das was man dort bekommt: http://www.parkwodny.pl.

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Rezensionen

Nelke Medien
Rezension vom: 08/11
Krakau ist die wohl schönste Stadt Polens und gilt als kulturelle Hauptstadt unseres östlichen Nachbarlandes. Vorliegender Führer ist der Schlüssel zu den wichtigsten Attraktionen der Stadt.

Der Titel beschreibt alle Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Alstadt, Wawel, Kazimierz, Nowa Huta und die Umgebung vom Krakau wie Wieliszka und Auschwitz. Hinzukommen eine Vielzahl praktischer Reisetipps, ein knapp gehaltener kleiner Sprachführer Polnisch sowie ein in der Praxis überaus nützlicher herausnehmbarer Faltplan als Beilage. Die ausführlichen und sorgfältig recherchierten Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt sowie die nützlichen Tipps zum Leben in der Stadt, die es dem Leser ermöglichen, sich den Aufenthalt angenehm zu gestalten, werden ergänzt durch zahlreiche Photos als Illustration.

Der Titel ist ein ausgezeichneter und preiswerter Begleiter für die Reise in Polens heimliche Hauptstadt, der sich auch zur Vorbereitung einer entsprechenden Tour bestens eignet.

Hansjörg Nelke

ekz. Bibliotheksservice GmbH
Rezension vom: 07/11
Eingeführte Reihe. Kompakt und informativ wird die Stadt beschrieben, Sehenswertes vorgestellt, Gastronomietipps, Kultur- und Kunstgenuss, Unterkünfte und viele praktische Hinweise. Kleine Sprachhilfe, Innenstadtplan, City-Faltplan zum Herausnehmen, rund herum gut geeignet für einen Stadterkundungsurlaub.

Lehrerbibliothek
Rezension vom: 08/11
Dieser Band aus der ebenso informativen wie kompakten und auf aktuellstem Stand befindlichen Reihe CityTrip führt umfassend in die Kulturstadt Krakau ein.


Ihre Meinung 

CityTripaus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.
Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  Anhang
  Faltplan
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

Praktische Reisetipps aus dem Buch

Praktische Reisetipps aus dem Buch 

049ku Abb.: kw

Praktische Reisetipps

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 108)

Polen und Tschechien gehören seit Ende 2007 dem Schengen-Raum an. Seitdem gibt es keine regulären Grenz- und Zollkontrollen mehr bei der Einreise nach Polen, Tschechien sowie zwischen diesen beiden Ländern. Bürger der EU benötigen aber weiterhin einen Personalausweis oder Reisepass, wenn sie in die Nachbarländer einreisen.

Mit dem Auto

Wer mit dem Auto nach Krakau reisen möchte, darf sich auf eine gut ausgebaute Autobahn in den Süden Polens freuen. Aus Süd- und Mitteldeutschland kommend nutzt man am besten die Autobahn A4 über Dresden, Görlitz, Breslau (Wroc?aw) und Kattowitz (Katowice) nach Krakau. Vom Norden Deutschlands fährt man über Berlin und Cottbus nach Polen und trifft dort auf die A4. Auf dem letzten Teilstück der vierspurigen Autobahn von Kattowitz nach Krakau besteht Mautpflicht. Diese wird auf der Strecke zweimal fällig (jeweils etwa 2 €) und kann in Euro oder Z?oty bezahlt werden. Aus dem östlichen Österreich empfiehlt es sich, durch Tschechien über Olmütz (Olomouc) in die alte Königsstadt an der Weichsel zu fahren.

Mit dem Flugzeug

KRK ist nicht nur der Name einer kroatischen Insel in der Adria – es ist auch die internationale Abkürzung für den Krakauer Flughafen. Hier landen sowohl die Großen der Luftfahrtbranche wie Lufthansa und Austrian Airlines als auch zahlreiche Billigflieger, die Krakau mit vielen deutschen und europäischen Zielen verbinden. Wer Glück hat und rechtzeitig bucht, bekommt schon Flüge für weniger als 40 €. Air Berlin fliegt von mehreren Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Krakau an, Ryanair fliegt von Düsseldorf (Weeze) aus und easyJet verbindet Dortmund mit der Weichselstadt. Informationen über die derzeitigen Flugverbindungen nach Krakau und die jeweiligen Fluggesellschaften findet man auf der Homepage des Krakauer Flughafens.

o85 Flughafen Johannes Paul II. Krakau-Balice (Mi?dzynarodowy Port Lotniczy im. Jana Paw?a II), ul. Kpt. M. Medweckiego 1, 32–083 Balice, Tel. 126393000, www.krakowairport.pl

Der Krakauer Flughafen liegt gut elf Kilometer außerhalb der Stadt. In nur 16 Minuten erreicht man mit der Schnellbahn das Stadtzentrum. Am Tag fährt alle halbe Stunde ein Zug, für den man etwa 2 € bezahlt. Ein Shuttlebus pendelt zwischen den Terminals und der Haltestelle. Zusätzlich fahren die Busse der Linien 208 und 292 sowie der Nachtbus 902 zum Krakauer Hauptbahnhof. Fahrkarten gibt es für knapp 1 € beim Fahrer.

Bequemer ist natürlich die Fahrt mit dem Taxi. Für etwa 13 € bringt das Unternehmen Radio-Taxi 9191 ankommende Passagiere ins Stadtzentrum. Im Taxi kann man auch mit Kreditkarte bezahlen.

Mit der Bahn

Einmal am Tag fährt ein Eurocity von Hamburg via Berlin nach Krakau, der für diese Strecke gut zwölf Stunden benötigt. Von Dresden gibt es mehrmals am Tag einen Regionalexpress nach Breslau, von wo aus man eine gute Anbindung nach Krakau hat. Für Reisende aus Österreich, der Schweiz und dem Süden Deutschlands empfiehlt sich der Nachtzug aus Wien, der gut acht Stunden für die Fahrt nach Krakau benötigt. Am ­Krakauer Hauptbahnhof [E1] angekommen sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß bis ins Herz der Weichselmetropole, denn der Bahnhof liegt am Rande der Altstadt.

Sowohl die Deutsche Bahn als auch die Österreichische Bundesbahn und die Polnischen Staatsbahnen bieten für die genannten Direktverbindungen günstige Spartickets an, die man allerdings einige Zeit im Voraus kaufen muss. Bei der Deutschen Bahn bekommt man mit der BahnCard 25 sowohl auf die Spartickets als auch auf die regulären Fahrscheine Rabatt.

Wer nahe der polnischen Grenze wohnt, sollte schauen, ob man innerpolnische Zugverbindungen nutzen kann, denn diese sind im Vergleich zu den deutschen Bahnpreisen noch immer sehr günstig.

Auskünfte über Preise und aktuelle Spartarife erhält man in den Reisezentren der Bahnunternehmen oder direkt bei:

µ Deutsche Bahn, Tel. 0180 5996633 (14 ct/Min. aus dem dt. Festnetz), www.bahn.de

µ Österreichische Bundesbahn, Tel. 051717 (österreichweit zum Ortstarif), www.oebb.at

µ Schweizerische Bundesbahn, Tel. 0900 300300 (CHF 1,90/Min.), www.sbb.ch

µ Polnische Staatsbahnen, www.rozklad-pkp.pl

Mit dem Bus

Eine Reise mit dem Bus nach Krakau dauert lange und ist beschwerlich – sie kann aber eine preiswerte Alternative zur Bahnfahrt sein. Wer es versuchen möchte, findet viele Busverbindungen mit modernen Fernreisebussen aus Deutschland und Österreich. Zum Beispiel fahren folgende Veranstalter regelmäßig nach Krakau:

µ Eurolines Deutschland: Tel. 069 7903501, www.touring.de

µ Eurolines Österreich: Tel. 01 7982900, www.eurolines.at

µ Eurolines Schweiz: Tel. 0900 573747 (1,49 CHF/Min.), www.alsa-eggmann.ch

µ Berlin Linien Bus: Tel. 030 86096211, www.berlinlinienbus.de

µ Eurotrans: Tel. 02325 589950, www.eurotrans-bus.de

o86 [F1] Busbahnhof (Dworzec G?ówny PKP), ul. Bosacka 18, 31–505 Kraków, Tel. 123935255 (Auskunft der internationalen Kasse). Der internationale Busbahnhof Krakaus befindet sich gleich hinter dem Krakauer Hauptbahnhof.

Autofahren (siehe Reiseführer S. 110)

Krakau ist sehr gut mit dem Auto zu erreichen – in der Stadt nützt der Pkw aber wenig, denn die Zufahrt in die Innenstadt und das dortige Parken sind eingeschränkt. Legale Parkmöglichkeiten sind rar und bewachte Parkplätze oft recht teuer. Am Tag kommt es zudem häufig vor, dass man im Stau um die Innenstadt nur sehr langsam vorankommt. Die Sehenswürdigkeiten Krakaus liegen recht dicht beieinander und sind schneller und bequemer zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es empfiehlt sich daher, nach der Ankunft das Auto auf dem Parkplatz des Hotels stehen zu lassen.

Verkehrsregeln

Im Unterschied zu Deutschland müssen in Polen Auto- und Motorradfahrer das ganze Jahr auch tagsüber mit Abblendlicht fahren. An Kreuzungen und Bahnübergängen darf nicht überholt werden und Straßenbahnen haben grundsätzlich Vorfahrt. Die Alkoholgrenze ist niedriger als in Deutschland: Nur 0,2 Promille sind erlaubt. Auf der Autobahn gilt ein Tempolimit von 130 km/h, auf Landstraßen außerhalb der Ortschaften darf man nur 90 km/h fahren. Und auch das beliebte Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt ist ohne Freisprecheinrichtung inzwischen verboten.

Wer nicht mit seinem eigenen Auto in Polen unterwegs ist, benötigt eine Vollmacht des Fahrzeughalters. Dieser muss bescheinigen, dass er sein Auto dem Fahrer zur Nutzung im Ausland überlassen hat. Eine entsprechende Vorlage ist zum Beispiel beim ADAC erhältlich. Dieser empfiehlt auch die Mitnahme der Internationalen Versicherungskarte, da sie als Versicherungsnachweis dient und bei einem Unfall die Abwicklung erleichtert.

Tankstellen

Tankstellen finden sich reichlich in Polen, an den Autobahnen und an den wichtigen Fernverkehrsstraßen sind diese auch rund um die Uhr geöffnet. Bleifreies Super (Pb 95) oder Super Plus (Pb 98) und Diesel (ON bzw. Olej Nap?dowy) sind etwa 10 % günstiger als in Deutschland.

Verkehrszonen und Parkplätze

Das Krakauer Zentrum rund um den Hauptmarkt ist in drei Verkehrszonen eingeteilt, in denen sowohl die Zufahrt als auch das Parken beschränkt sind:

µ Zone A (Strefa A): Hauptmarkt É und angrenzende Straßen. Dies ist die Fußgängerzone. Autos dürfen hier nicht fahren.

µ Zone B (Strefa B): Diese Zone umfasst die übrigen Straßen innerhalb der Planty ×. Fußgänger haben hier Vorrang, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h. Parken ist nur an den dafür vorgesehenen Stellen für maximal zwei Stunden erlaubt.

µ Zone C (Strefa C): Die Straßen zwischen den Planty und dem Alleenring, der sich um die Krakauer Innenstadt erstreckt, gehören zur Zone C. Hier ist das Autofahren gestattet, allerdings ist das Parken gebührenpflichtig. Parkscheine sind in den Kiosken, Postämtern, dem Stadtamt von Krakau und beim Dienstpersonal der Parkzone erhältlich.

In Kazimierz ist das Parken noch kostenlos und auch in den anderen Stadtvierteln außerhalb der Zone C ist das Parken in der Regel gebührenfrei. Wer bewachte Parkmöglichkeiten bevorzugt, findet im Zentrum von Krakau eine ganze Reihe von kostenpflichtigen Parkplätzen, so zum Beispiel am Hauptbahnhof [E1], am Wawel oder gegenüber dem Nationalmuseum Þ. Diese kosten je nach Lage etwa 4 bis 5 Z?oty pro Stunde bzw. 40 bis 50 Z?oty am Tag.

Unfall und Pannen

Bei Unfällen muss grundsätzlich die Polizei gerufen werden (Tel. 997), auch wenn nur Sachschäden vorliegen. Für die Schadensregulierung bei der eigenen Versicherung ist das Schadensprotokoll der Polizei notwendig. Außerdem sollten die Daten des Unfallgegners notiert werden.

Im Falle einer Autopanne wendet man sich am besten an den deutschsprachigen Notruf des ADAC in Polen oder setzt sich mit dem Autoklub seines Landes in Verbindung.

µ ADAC-Notrufstation in Polen (deutschsprachig): Tel. 618319888

µ ADAC, Tel. +49 89222222, www.adac.de

µ ÖAMTC, Tel. +43 12512000, www.oeamtc.at

µ ARBÖ, Tel. +43 8956060, www.arboe.at

µ TCS, Tel. +41 224172220, www.tcs.ch

Mietwagen

Die großen internationalen Autoverleiher sind selbstverständlich auch in Krakau vertreten. Über die entsprechenden Websites kann man bereits von zu Hause ein Auto mieten.

o87 [C4] Acecar car rent, ul. Bracka 8/1a, Tel. 124338060, www.acecar.pl

o88 [bh] Budget, ul. Balicka 4, Tel. 126370089, www.budget.pl

o89 [ck] Express, ul. Rzemie?lnicza 26, Tel. 122540000, www.express.pl

µ www.billiger-mietwagen.de: empfehlenswerter Online-Mietwagen-Broker mit Preisvergleich

Barrierefreies Reisen (siehe Reiseführer S. 112)

In einer jahrhundertealten Stadt wie Krakau hat man es als Rollstuhlfahrer nicht immer einfach. Zwar ist das Gelände der Stadt zumeist flach, aber die Straßen und Gehwege in der Altstadt haben es in sich: Oft sind sie uneben und der Eingang in Cafés und Restaurants führt meist über eine Stufe oder in den Keller. Busse und Straßenbahnen verkehren auf einigen Linien mit barrierefrei zugänglichen Fahrzeugen – aber leider nicht auf allen. Dennoch sind die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Blinde Besucher der Stadt können in der Touristeninformation am Hauptmarkt (s. S. 115) einen Stadtplan in Brailleschrift ausleihen. Die neuen, großen Hotels in Krakau sind alle barrierefrei zugänglich und auf Gäste mit Handicap eingestellt. Mikrobusse für Rollstuhlfahrer können beim Taxiunternehmen Radio Taxi Partner (Tel. 19688) bestellt werden.

Wer unsicher ist bei der Reisevorbereitung, kann sich mit einer E-Mail (auf Polnisch oder Englisch) an das Kulturinformationszentrum für behinderte Personen wenden. Das Selbsthilfezentrum hat auch einen kleinen Reiseführer auf Polnisch herausgegeben, in dem die Krakauer Sehenswürdigkeiten aus der Sicht von Rollstuhlfahrern beschrieben sind.

µ Kulturinformationszentrum für behin­derte Personen (Centrum Informacji Kulturalnej Osób Niepe?nosprawnych), ul. Królewska 94, Tel./Fax 6368584, fson@idn.org.pl

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 112)

o90 [C4] Generalkonsulat der Bundes­republik Deutschland (Konsulat Niemiecki), ul. Stolarska 7, Tel. 124243000, www.krakau.diplo.de, geöffnet: Mo.–Fr. 9–12 Uhr. In Notfällen ist das Generalkonsulat außerhalb der Dienststunden (Mo.–Fr. bis 24 Uhr) und am Wochenende sowie an Feiertagen (8–24 Uhr) unter folgenden Nummern zu erreichen:

µ Mobil: 601543876 (deutschsprachig)

µ Mobil: 601543874 (polnisch- und deutschsprachig)

o91 [ci] Österreichisches Generalkonsulat Krakau (Konsulat Austriacki), ul. Napoleona Cybulskiego 9, Tel. 124249930, 124249940, www.bmeia.gv.at/ krakaugk, geöffnet: Mo.–Fr. 9–12 Uhr

µ Schweizerische Botschaft, Aleje Ujazdowskie 27, 00–540 Warschau, Tel. 226280481, www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/eur/vpol/embwar.html, geöffnet: Mo.–Fr. 9–12 Uhr. Die Schweiz verfügt in Krakau über kein Konsulat.

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 113)

Zwar gibt es in Polen Pläne, den Euro einzuführen, noch aber wird im Land mit Z?oty (1 Z?oty = 100 Groszy) gezahlt. Bargeld tauscht man am besten vor Ort in einer der vielen Wechselstuben (kantor), die es in der Stadt gibt. In der Regel sind die Kurse in den Wechselstuben der Innenstadt recht gut. Man sollte aber vergleichen, denn einige schwarze Schafe tauschen zu einem sehr schlechten Kurs. Ein beliebter Trick ist es, mit dem guten Verkaufskurs für Euros zu werben, den (schlechten) Ankaufskurs aber zu verschweigen. Am Flughafen, Bahnhof und in Hotels sollte man möglichst wenig Geld tauschen – der Kurs ist hier erfahrungsgemäß schlechter.

In Krakau gibt es an jeder Ecke Bankautomaten, an denen man Z?oty (keine Euro) mit der Maestro-(EC-) oder Kreditkarte abheben kann. Die meisten Banken verlangen pro Abhebung eine Gebühr, die man bei seiner Hausbank erfragen kann. Deshalb ist es in der Regel günstiger, Geld vor Ort zu wechseln.

In vielen Hotels, Restaurants und Geschäften kann man problemlos per Kreditkarte bezahlen, entsprechende Piktogramme an den Türen und Schaufenstern weisen darauf hin. Am meisten verbreitet sind die Kreditkarten von MasterCard und Visa.

Polen ist kein Billigland mehr. Dennoch liegen die Preise in Krakau noch immer unter dem Preisniveau anderer europäischer Städte. Ein großes Bier kostet meist etwas weniger als 2 €, für etwa 5 € kann man schon essen gehen. Die Preise in den Supermärkten sind mit den deutschen durchaus vergleichbar.

Informations­quellen (siehe Reiseführer S. 114)

Infostellen zu Hause

Aktuelle Informationen rund um Ein- und Ausreisebestimmungen, Zoll- und Devisenvorschriften, Verkehrsregeln usw. erhält man kostenlos bei:

µ Polnisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin, Tel. 030 2100920, www.polen.travel/de

µ Polnisches Fremdenverkehrsamt, Lerchenfelder Straße 2, 1080 Wien, Tel. 01 5247191 (auch für die Schweiz zuständig)

In seiner Partnerstadt Nürnberg ist Krakau mit einem eigenen Kultur- und Informationszentrum vertreten:

µ Krakauer Haus, Hintere Insel Schütt 34, 90403 Nürnberg, Tel. 0911 224120 (Kulturzentrum), 225031 (Informationszentrum und Reisebüro), www.krakauer-haus.de

Die Partnerstädte Krakau und Leipzig führen regelmäßig gemeinsame Projekte durch. Ausführliche Informationen:

µ www.leipzig.de/de/business/ wistandort/international/partnerst/krakow

Auch in Frankfurt am Main finden auf Initiative des Freundeskreis Frankfurt/Krakau regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt:

µ www.frankfurt-krakau.de

Infostellen in der Stadt

Touristeninformationen gibt es viele in Krakau – darunter solche von der Stadt und kommerzielle, die vor allem am Verkauf von Touren interessiert sind. Von außen sind diese nicht immer leicht zu unterscheiden. Gut beraten wird man auf jeden Fall in folgenden städtischen Touristeninformationen:

i92 [D2] Touristeninformation in den Planty, ul. Szpitalna 25, Tel. 124320110, 124320060, geöffnet: Mo.–So. 9–19 Uhr (während der Hochsaison), Mo.–So. 9–17 Uhr (außerhalb der Saison)

i93 [C3] Touristeninformation am Hauptmarkt, ul. sw. Jana 2, Tel. 124217787, geöffnet: Mo.–So. 10–18 Uhr

Die Touristeninformationen bieten auch einen Kartenvorverkauf an. Welche Karten aktuell wo erhältlich sind, ist im Internet unter www.cracow.travel/what-s-on/events zu finden. Für Theater und Konzerte lohnt es sich in der Regel, diese im Vorverkauf am Veranstaltungsort selbst zu erwerben.

Krakau im Internet

µ Umfangreiche touristische Informationen auch in deutscher Sprache bietet die offizielle Website der Stadt Krakau unter www.krakow.pl. Unter dem Punkt „Touristik“ – „Publikationen zum Herunterladen“ finden sich zahlreiche deutschsprachige Broschüren über die Stadt.

µ Auf der Website www.krakownightlife.com finden sich alle wichtigen Informationen über Bars, Klubs, Musik und Veranstaltungen in Krakau.

µ Das Touristenportal www.cracow-life.com stellt neben Informationen über Hotels, Restaurants, Pubs und Shoppingmöglichkeiten auch einen umfangreichen Veranstaltungskalender bereit.

Publikationen und Medien

Kostenlose Stadtpläne sind bei den Touristeninformationen erhältlich. Deutschsprachige Informationen bietet die Gratisbroschüre „Welcome to Cracow“ (www.cracow.welcome.com.pl). Die englischsprachige Broschüre „Kraków in your pocket“ enthält aktuelle Veranstaltungshinweise und Adressen. Sie kostet gedruckt 5 Z?oty, ist aber auch zum kostenlosen Download im Internet erhältlich:

µ www.inyourpocket.com/poland/krakow

Einige Event-Tipps und Shoppinghinweise enthält auch das „Getmap Free Tourist Magazine“. Alle genannten Broschüren liegen in den Touristeninformationen der Stadt aus. In vielen Cafés, Hotels und Kiosks ist auch die englischsprachige Monatszeitung „Krakow Post“ (www.krakowpost.com) erhältlich.

Internet und Internetcafés (siehe Reiseführer S. 117)

Auch in Sachen Internet liegt Krakau auf der Höhe der Zeit. Kostenlose WLAN-Internetzugänge gehört zum Standard in den meisten Hotels und Hostels sowie in vielen Cafés und Res­taurants der Stadt.

Mit dem Siegeszug des drahtlosen Internets nimmt daher die Zahl der Internetcafés ab. Hier zwei zentral gelegene Adressen:

@95 [C3] Garinet, ul. Floria?ska 18 (im Hinterhof), Tel. 124232233, www.garinet.pl, geöffnet: tägl. 9–22 Uhr

@96 [B3] nandu internet, ul. Wi?lna 6, Tel. 124210326, www.nandu.com.pl, geöffnet: Mo.–Sa. 8–23 Uhr, So. 9–23 Uhr

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 117)

Wer in Polen medizinische Hilfe benötigt, hat die Wahl zwischen Vertragsärzten des Nationalen Polnischen Gesundheitsfonds (Narodowy Fundusz Zdrowia – NFZ) sowie privaten Ärzten und medizinischen Einrichtungen. Behandlungen bei den Vertragsärzten sind für gesetzlich Versicherte gegen Vorlage der Europäischen Versicherungskarte in der Regel kostenlos.

Viele Polen bevorzugen allerdings eher private Ärzte, da dort die medizinische Versorgung meist schneller und besser erfolgt. Patienten müssen in diesem Fall ihre Arztrechnung zunächst selbst bezahlen. Die Krankenkasse erstattet dann die Summe, die bei einem entsprechenden Arztbesuch im Heimatland angefallen wäre. Dafür ist es notwendig, den Zahlungsbeleg sowie die Rechnung mit genauen Angaben zu den erbrachten Leistungen und derem jeweiligen Preis bei der Krankenkasse einzureichen. Um sicherzugehen, dass man nicht auf den Kosten sitzenbleibt, ist der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung ratsam, die mehr als die Kassensätze und auch einen eventuellen Rücktransport abdeckt.

Eine Liste deutschsprachiger Ärzte erhält man im deutschen Konsulat (s. S. 112). Private medizinische Dienstleistungen bieten in Krakau mehrere große Ärztezentren:

+97 [F2] Medicover, ul. Rakowicka 7, Tel. 500900500, www.medicover.com

+98 [dj] Scanmed, al. Pokoju 2a, Tel. 126298800, www.scanmed.pl

Vertragsärzte des NFZ findet man unter anderem in folgenden staatlichen Krankenhäusern:

+99 [ch] Krakowski Szpital Specjalis­tyczny im Jana Paw?a II, ul. Pr?dnicka 80, Tel. 126142000

+100 [ci] Szpital Specjalistyczny im. J. Dietla, ul. Skarbowa 4, Tel. 126333400, www.dietl.krakow.pl

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 118)

Im Gegensatz zu manch anderer Stadt vergleichbarer Größe bietet Krakau mit seinen vielen Grünflächen, Fußgängerzonen und der allgemein freundlichen und gelassenen Atmosphäre geradezu ideale Bedingungen für einen Familienurlaub.

Auf dem Wawel sollten Eltern mit Kindern auf keinen Fall die Tour durch die Waweldrachenhöhle Ú auslassen. Wer im Juni nach Krakau kommt, dessen Kinder haben vielleicht sogar selbst die Gelegenheit, sich unter die vielen verkleideten Nachwuchs­drachen bei der jährlichen Drachenparade (s. S. 12) zu mischen. Eine Turmbesteigung (Marienkirche Ë oder Rathausturm, s. S. 51) ist mit kürzeren Beinen zwar etwas anstrengender, wird aber dafür mit einem tollen Blick auf die Menschen auf dem Marktplatz belohnt, die von oben aussehen wie Spielzeugfiguren.

Unter den Krakauer Museen für Kinder besonders spannend ist das Ingenieursmuseum î in Kazimierz mit seinen vielen Oldtimern und technischen Geräten. Faszinierend ist auch der Ausflug ins Salzbergwerk Wieliczka 7 mit seinen unterirdischen Stollen. Austoben können sich die Kleinen im unweit der Altstadt gelegenen Jordanpark ß, wo es mehrere Spielplätze, einen kleinen Teich zum Bootfahren und Cafés für die Eltern gibt. Auf Begeisterung stößt sicher auch ein Ausflug in den Zoo 6 mit anschließender Bimmelbahnfahrt durch den Wolski-Wald 5.

Einen schönen Spielplatz gibt es am Stadtstrand (s. S. 38) an der Weichsel. Besonders bei den Eltern der Allerjüngsten beliebt ist schließlich das Museumscafé des Kunstbunkers: Während Mütter und Väter bei einer Tasse Kaffee den Blick in die Planty × genießen, schließt der Nachwuchs hier neue Bekanntschaften im Sandkasten.

#101 [B2] Cafe Bunkier, pl. Szczepa?ski 3a, Tel. 124230971, geöffnet: tägl. 9–24 Uhr, WLAN-Hotspot

Notfälle (siehe Reiseführer S. 119)

Wie in der gesamten EU gilt auch in Polen die einheitliche Notrufnummer 112. Weiterhin gelten aber auch die folgenden kostenlosen Notrufnummern:

µ Polizei: Tel. 997

µ Feuerwehr: Tel. 998

µ Ambulanz: Tel. 999

Die Konsulate des jeweiligen Heimatlandes (s. S. 112) helfen im Notfall ihren Bürgern, zum Beispiel beim Verlust des Passes oder bei der Suche nach einem vertrauenswürdigen Arzt, Anwalt oder Dolmetscher.

Im Falle eines Kartenverlustes (Kreditkarte, Maestro-Karte, SIM-Karte) gelten im Notfall für deutsche Karten folgende zentrale Sperrnummern:

µ Tel. 0049 116116 oder Tel. 0049 3040504050, Infos: www.sperr-notruf.de

Für Besitzer von österreichischen oder Schweizer Karten wird ­dieser Service vorerst nicht angeboten, deshalb sollten sie sich vor der Reise über die jeweiligen Sperrnummern informieren.

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 119)

In Polen gibt es keine gesetzlichen Ladenöffnungszeiten wie in Deutschland – auch am Sonntag darf verkauft werden. Kleinere Läden schließen dabei in der Praxis manchmal schon um 18 Uhr, während größere Supermärkte und Einkaufszentren in der Regel mindestens bis 20 Uhr, oft auch bis 22 Uhr geöffnet haben. Einige Supermärkte im Zentrum sind rund um die Uhr geöffnet (s. S. 20). Banken hingegen arbeiten an Wochentagen bis ca. 19 Uhr, bleiben aber samstagnachmittags und sonntags geschlossen. Museen sind häufig, allerdings nicht in allen Fällen, montags geschlossen.

Post (siehe Reiseführer S. 120)

Das Porto für Postkarten und Briefe von Polen ins europäische Ausland beträgt regulär 2,40 Z?oty, bei beschleunigtem Versand (priorytet) 3 Z?oty. Briefmarken (znaczki pocztowe) gibt es bei der Post. Das Angebot einer Postfiliale ist aber weitaus umfangreicher: Je nach Filiale gibt es dort auch mal Waschpulver oder Zahnbürsten zu kaufen. Ein Blick in das zum Teil skurrile Angebot lohnt sich.

P102 [F6] Hauptpost (poczta g?ówna), ul. Starowi?lna 56, geöffnet: Mo.–Fr. 8–20 Uhr

P103 [E2] Postamt am Hauptbahnhof, ul. Lubicz 4, geöffnet: rund um die Uhr

Radfahren (siehe Reiseführer S. 120)

Die Situation für Radfahrer in Krakau hat sich in den vergangenen Jahren eindeutig zum Positiven entwickelt. Inzwischen lässt sich die Stadt über ein gut ausgebautes Radwegesystem auch in die Pedale tretend erkunden. Das Angebot wird von den Einheimischen allerdings noch nicht so stark angenommen wie mancherorts in Westeuropa, sodass sich auch das Gedränge in Grenzen hält.

Der Anbieter Bike One hat an mehreren über das Stadtgebiet verteilten Stationen Fahrräder bereitgestellt. Zur Nutzung ist eine Registrierung über die Website erforderlich. Zurückgegeben werden kann das Fahrrad dann wieder an jeder beliebigen Station. Das Registrierungssystem über ein Formular in polnischer Sprache, das per Fax eingeschickt werden soll, ist allerdings leider noch zu umständlich.

µ Infos: www.bikeone.pl/jezyki/de

Daher ist für Gäste, die nur wenige Tage in der Stadt verbringen, weiterhin der klassische Fahrradverleih das Mittel der Wahl:

o104 [E5] Art-Bike, ul. Starowi?lna 33a/12, Tel. 124220425, www.art-bike.pl, geöffnet: Mo.–Fr. 10–18, Sa. 10–14 Uhr

o105 [D7] Dwa Ko?a, ul. Józefa 5, Tel. 124215785, www.dwakola.internetdsl.pl, geöffnet: tägl. 9–20

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 120)

Homosexualität ist im sehr katholisch geprägten Polen auch heute noch kein selbstverständliches Thema. Noch immer muss der jährliche Marsch für Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben in Krakau von der Polizei vor Übergriffen aus der Gegendemonstration geschützt werden. Dennoch gibt es in Krakau einige Klubs für Lesben und Schwule, die zum Teil aber sehr versteckt liegen.

:106 [ci] Ciemnia Cruising Bar, ul. Krowoderska 31, www.ciemnia.com.pl

D107 [ci] Fresh Club, ul. Krowoderska 31, www.freshclub.eu

D108 [E8] Cocon Night Club, ul. Gazowa 21, www.klub-cocon.pl

D109 [E4] Kitsch Night Club, ul. Wielopole 15, www.kitsch.pl

Spezielle queerfreundliche Unterkünfte gibt es hingegen fast nicht. Einzig das kleine Apartment queer studio wird von und für Schwule geführt und befindet sich ganz in der Nähe der Krakauer Schwulenszene:

o110 [ci] queer studio, ul. Królewska, http://2ndfloor.queer.pl

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 121)

Krakau kann nach europäischen Maßstäben als sehr sicheres Reiseziel bezeichnet werden. Natürlich kommen aber auch hier sämtliche Formen von Kleinkriminalität vor, wie sie für Groß- und Touristenstädte typisch sind. Einen schlechten Ruf unter Einheimischen hat besonders der Stadtteil Nowa Huta, den man angeblich nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht besuchen sollte. Ganz allgemein sollten im Dunklen schlecht beleuchtete Ecken und Parkanlagen lieber gemieden werden – dort, wo sich bis spät in die Nacht Menschen zum Feiern versammeln, ist es aber sicher.

Langfinger werden in Krakau wie überall auf der Welt besonders von Menschenmengen angezogen. Besonders aufpassen vor Taschendieben sollte man in den Tuchhallen Ê sowie in Bussen, Straßenbahnen und beim Bezahlen an Fahrscheinautomaten. Größer als die Wahrscheinlichkeit, bestohlen zu werden, ist allerdings die Chance, auf die Tricks zwielichtiger Geldwechsler hereinzufallen (s. S. 113), die ganz legal einen absurd niedrigen Kurs in ihren Wechselstuben nutzen.

Sprache (siehe Reiseführer S. 121)

Krakau ist längst Ziel vieler Touristen aus aller Welt. Deshalb kommt man mit Englisch sehr gut in der Stadt zurecht. Speisekarten in Restaurants sind (fast) immer mindestens zweisprachig. Die Erläuterungen in Museen sind immer zweisprachig in Polnisch und Englisch gehalten. Deutsch hingegen ist weniger verbreitet, wird aber durchaus von dem ein oder anderen in Krakau beherrscht.

Eine kleine Sammlung wichtiger polnischer Begriffe findet sich in der „Kleinen Sprachhilfe“ im Anhang dieses Buches (s. S. 130). Wer sich mehr mit der nicht ganz so einfachen polnischen Sprache beschäftigen möchte, dem sei der Sprachführer „Polnisch – Wort für Wort“ aus der Kauderwelsch-Reihe des Reise Know-How Verlags empfohlen.

Stadttouren (siehe Reiseführer S. 122)

µ Die „Meleks“ genannten Elektrofahrzeuge, in denen Touristen auf verschiedenen Routen und in unterschiedlichen Sprachen die Stadt erkunden können, gehören schon zum Krakauer Stadtbild. Zur Abfahrt bereit stehen sie unter anderem am Hauptmarkt É und in der Breiten Straße â in Kazimierz. Es kann sich lohnen, den offiziell auf dem Fahrzeug ausgewiesenen Preis mit dem Fahrer zu verhandeln (Richtpreis: rund 40 Z?oty für eine halbstündige Fahrt).

µ Ein romantisches Erlebnis kann eine Fahrt durch die Straßen der Krakauer Altstadt mit einer Pferdekutsche sein. Diese warten ebenfalls am Hauptmarkt auf Insassen und kosten je nach Verhandlungsgeschick 100 Z?oty oder mehr pro Tour.

µ Wer Drahtesel lieber mag als Pferde, wird unter www.krakowbiketour.com fündig.

µ Stadtführungen mit ungewöhnlicher Thematik, zum Beispiel Krimitouren, bei denen die Besucher in die Rolle eines Detektivs schlüpfen, bietet Insiders: www.insiders.pl/de.

µ Eine individuelle deutschsprachige Stadtführung kann bereits vor der Reise über das Internet organisiert werden, z. B. unter www.krakautour.com, www.krakaustadtfuehrer.de oder www.stadtfuehrung-krakau.de.

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 123)

Mit dem eigenen Handy im Ausland zu telefonieren ist bekanntlich teuer, trotz der von der EU eingeführten Preisobergrenzen für Handytelefonate im EU-Ausland (zurzeit für abgehende Gespräche maximal 39 Cent/Min., für angenommene Telefonate maximal 15 Cent/Min., jeweils zzgl. Mehrwertsteuer). Eine günstige Alternative ist es, sich für die Zeit in Krakau eine polnische SIM-Karte zu besorgen. Das ist weder kompliziert noch teuer und macht es möglich, sich mit seinen Mitreisenden einfach per Handy in der Stadt zu verständigen. So gibt es an vielen Kiosken oder Mobilfunkläden sogenannte Starterkits (karta startowa) der Firma Orange für 5, 25 und 50 Z?oty. Man legt die SIM-Karte einfach in sein Handy (ohne SIM-Lock) und kann lostelefonieren. Der Verkäufer im Handyshop hilft bei Fragen sicher gerne weiter.

Für Telefonate ins Heimatland empfiehlt sich der Kauf einer internationalen Telefonkarte bei der Post oder in Kiosken (zum Beispiel karta telegrosik), die von den noch vorhandenen öffentlichen Telefonzellen oder jedem anderen Festnetztelefon aus genutzt werden kann.

Bei Anrufen auf eine polnische Festnetznummer ist zu beachten, dass die Ortsvorwahl immer mitgewählt werden muss, Anfang 2010 wurde die Null in der Ortsvorwahl gestrichen, weshalb Festnetznummern in Krakau nun immer mit der 12 beginnen.

Uhrzeit (siehe Reiseführer S. 123)

Die lokale Zeit in Polen ist die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Und da in Polen auch die Sommerzeit eingeführt ist, müssen Besucher aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz ihre Uhren in keinem Fall umstellen.

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 123)

Allgemeines

Unterkünfte gibt es in Krakau reichlich. In den Sommermonaten sind aber auch viele Touristen zu Gast, sodass es sich für diese Zeit empfiehlt, im Vorhinein eine Unterkunft zu buchen. Das Angebot reicht dabei von günstigen Hostels über gemütliche Pensionen bis hin zu luxuriösen Hotels.

Bereits ab 10 € pro Nacht kann man in Hostels in einem Mehrbettzimmer nächtigen. Einige Hostels haben aber auch Ein- und Zweibettzimmer, von denen eine Auswahl hier aufgelistet ist. Weitere der Krakauer Hostels findet man auf folgenden Internetseiten:

µ www.hostels.com oder www.hostelz.com

In die Liste empfehlenswerter Unterkünfte dieses CityTrips wurden vor allem kleinere Hotels und Pensionen aufgenommen. Natürlich gibt es in Krakau aber auch viele der großen internationalen Hotelketten. Eine Übersicht gibt es im Internet unter www.booking.com oder www.holidaycheck. de, wo auch die meisten Hotels direkt gebucht werden können. Die Bewertungen der Hotels auf den Seiten sind zwar hilfreich, blind sollte man ihnen aber nicht vertrauen.

Zu beachten ist, dass die Einteilung in die jeweilige Preiskategorie auf Grundlage der Preise während der Hochsaison im Sommer vorgenommen wurde. Im Herbst und Winter sind die meisten Hotels und Pensionen in Krakau wesentlich günstiger.

Unterkunftsempfehlungen

h111 [cj] Art Hotel Niebieski €€€, ul. Flisacka, 3, Tel. 122974000, Fax 122974010, www.niebieski.com.pl. Etwa zehn Minuten spaziert man vom Wawel entlang der Weichsel zum Hotel Niebieski. Das vornehme, sehr modern eingerichtete Hotel hat 38 DZ und alle Annehmlichkeiten eines 5-Sterne-Hotels. Wer nicht gerade auf der Terrasse mit Blick auf die Weichsel sitzt, kann sich im Spa-Bereich erholen und verwöhnen lassen.

Ì112 [E7] Bed & Breakfast Kolory €€, ul. Estery 10, Tel. 124210465, www.kolory.com.pl. Günstige, neu eingerichtete Zimmer, nette Atmosphäre und im Herzen des alten jüdischen Viertels Kazimierz gelegen. Alle Zimmer sind klimatisiert und mit einem Internetzugang sowie Satelliten-TV ausgestattet. Frühstück wird im zum Haus gehörigen Café serviert. Im Eingang des Hauses befindet sich die Galerie „Archetyp“ mit polnischer Volkskunst.

h113 [E2] Europejski €€€, ul. Lubicz 5, Tel. 124232510, Fax 124232529, www.he.pl. Von der historischen Altstadt ist das Hotel Europejski, das sich einer 120-jährigen Geschichte rühmt, ebenso nur einen Steinwurf weit entfernt wie vom Bahnhof. Die freundliche Dame an der Rezeption spricht ausgezeichnet Deutsch, im Hintergrund zwitschert ein Kanarienvogel in seinem Käfig. Die Einrichtung ist historisierend-plüschig und gemütlich, man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Eigenes Restaurant und Spa sind vorhanden.

j114 [B2] Flamingo Hostel €, ul. Szewska 4, Tel. 124220000, www.doubles.flamingo-hostel.com. Mitten im Zentrum Krakaus gelegen, bietet das preisgekrönte Hostel in einem separaten Haus auch Apartments an. Moderne, helle Zimmer mit Internet, Satelliten-TV, Gemeinschaftsküche und großen Fenstern, nur 120 m vom größten Marktplatz Europas entfernt. Die Schlüssel gibt es an der Rezeption im Hostel.

h115 [di] Hotel Monika €€, ul. Langiewicza 6, Tel. 124138480, Fax 124127739, www.hotelmonika.pl. Etwas weiter vom historischen Stadtzentrum entfernt bietet das Hotel Monika ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Saubere, nett eingerichtete Zimmer mit TV und Internetzugang sowie freundliches und hilfsbereites Personal. Autos können vor dem Hotel geparkt werden, mit dem Bus ist man in zehn Minuten in der Altstadt.

Ì116 [F9] Kajzer Hostel €, ul. Limanowskiego 12, Tel. 126563526, www.kajzerpub.pl. Eigentlich ist die Bezeichnung Hostel irreführend, denn hier gibt es nur sieben geräumige und komfortable Apartments mit Internet und TV. Zum Haus gehören ein Restaurant mit typisch polnischen Gerichten und ein Sommergarten. Autos können auf dem Hof des Kajzer Hostels geparkt werden.

h117 [E7] Karmel €€, ul. Kupa 15, Tel. 124306697, Fax 4306726, www.karmel.com.pl. Kleines, elegant und gemütlich eingerichtetes Hotel in einem restaurierten Mietshaus aus dem 19. Jahrhundert. Die klimatisierten Zimmer sind mit Minibar, Satelliten-TV und Internetanschluss ausgestattet. Ein reichhaltiges Frühstück wird im guten italienischen Restaurant im Erdgeschoss serviert.

h118 [E6] Klezmer Hois €€, ul. Szeroka 6, Tel. 124111245, Fax 124111622, www.klezmer.pl. Wer das Ambiente eines großen Hotels sucht, ist hier falsch. Das Klezmer Hois ist ein familiengeführtes Hotel/Restaurant in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, in dem sich bis zum Krieg eine jüdische Badeanstalt befand. Die Zimmer sind eingerichtet wie ein Bürgerhaus in den 1920er-Jahren. Zur gemütlich-familiären Atmosphäre trägt das Restaurant im Erdgeschoss mit typischer galizischer und jüdischer Küche bei.

h119 [E10] Korona €, ul. Kalwaryjska 9–15, Tel. 126561566, Fax 126561780, www.korona.krakow.pl/hotel.html. Eines der günstigsten ­Hotels in Krakau, von dem aus man in nur fünf Minuten mit der Straßenbahn die Altstadt erreicht. Wer lediglich eine einfache Unterkunft zum Schlafen sucht, ist mit diesem Hotel im Stil der Kolonialzeit gut bedient. Ein drahtloser Internetzugang ist vorhanden.

j120 [ci] Premium Hostel €, ul. Pomorska 2, www.premiumhostel.pl, Tel. 126333048. Hotelqualität zu Hostelpreisen – dieser Eigenwerbung wird das 15 Fußminuten von der Altstadt gelegene Hostel vollauf gerecht. Insgesamt 17 kleine, modern eingerichtete DZ mit Internet und TV. Im Gemeinschaftsraum gibt es eine gemütliche Sitzecke und eine Küche.

h121 [D5] Pugetów €€€, ul. Starowi?lna 15a, Tel. 124324950, www.donimirski.com. Ein Haus für gehobene Ansprüche: Hier kommen Geschäftsreisende oder auch Botschaftsgäste in individuell eingerichteten Räumen unter. Bei nur sechs Zimmern ist der Service individuell und die Atmosphäre beinahe familiär. Für längere Aufenthalte kann auch eine Zweizimmerwohnung gemietet werden.

Ì122 [D3] Tango House €€, ul. Szpitalna 4, Tel. 124293114, www.tangohouse.pl. Ein Geheimtipp für Musikfreunde: In den stilvoll und individuell eingerichteten Zimmern dieses kleinen Bed and Breakfast, in einem Hinterhof der historischen Altstadt gelegen, kommen auf Wunsch zu jeder Zeit Tangorhythmen aus den Lautsprechern. Kein Wunder: Betreiber des Hauses ist der Tangotänzer Marcin Miszczak. Angeschlossen ist ein gemütliches kleines Café.

Ì123 [D3] Trecius €€, ul. ?w. Tomasza 18, Tel. 124212521, Fax 124268730, www.trecius.krakow.pl. Ende des 16. Jh. lebte hier, nur wenige Schritte vom Hauptmarkt entfernt, der königliche Sekretär Krzysztof Trecjusz. Heute ist das Haus eine Pension mit stilvoll eingerichteten Zimmern, die an den historischen Charakter des Ortes anknüpfen. Die netten und sehr hilfsbereiten Angestellten machen den Aufenthalt in einem der sechs Zimmer zu einem angenehmen Erlebnis. Internetzugang, Satelliten-TV und Kühlschrank sind vorhanden.

h124 [cj] U Pana Cogito €€, ul. Micha?a Ba?uckiego 6, Tel. 122697200, Fax 122697202, www.pcogito.pl. Auf den ersten Blick ist dies ein ganz normales Hotel: eine ruhig gelegene Villa am rechten Weichselufer, 14 komfortable Doppelzimmer, eines davon behinderten­gerecht – nur am am Eingang gilt es, ein paar Stufen zur Rezeption zu überwinden. Das Besondere: Viele der Angestellten haben eine psychische Krise hinter sich und finden hier im Hotel den Weg zurück ins normale Leben. An der Qualität des Hauses ändert das nichts. Der Gewinn des Hotels wird für die Rehabilitation von Behinderten gespendet.

Ì125 [cj] Villa Relax €€, ul. Wyczó?kows­kiego 14, Tel. 124220160, Fax 124271264, www.villarelax.pl. Die Pension mit kleinem Restaurant liegt in einem ruhigen Villenviertel am Rande der B?onia-Wiesen. Etwas altmodisch, aber durchaus gemütlich eingerichtet, mit Satelliten-TV und Internet auf dem Zimmer. Autos können kostenlos auf dem Gelände der Villa geparkt werden.

h126 [D3] Wit Stwosz €€, ul. Miko?ajska 28, Tel. 124296026, Fax 124296139, www.wit-stwosz.com.pl. Nur zwei Minuten vom Marktplatz entfernt liegt dieses kleine, zur Marienkirche gehörende Hotel mitten in Krakaus Altstadt. Die Zimmer sind modern eingerichtet und lassen dennoch die Atmosphäre des mittelalterlichen Hauses spüren. Sehr nettes und hilfsbereites Personal. Frühstück gibt es in den Kellergewölben des Hotels.

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 127)

µ Bier trinkt man in Krakau besser nicht im Park oder auf der Straße. Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit ist nämlich verboten und wird mit bis zu 100 Z?oty bestraft. Und dieses Verbot wird auch unerbittlich durchgesetzt – Unwissenheit oder das Touristendasein schützen nicht vor Strafe.

µ Ähnlich streng sind die Ordnungshüter beim Ignorieren roter Ampeln – auch Fußgänger müssen hierfür Bußgelder zahlen. Daher stehen die Polen auch dann oft brav an der Ampel, wenn weit und breit kein Auto in Sicht ist.

µ Wer in Polen zur Toilette geht, wird schnell vor einem verflixten Problem stehen: Welche Tür soll ich nehmen. Die Piktogramme an der Tür sind dabei wenig hilfreich, denn sie zeigen einen Kreis und ein Dreieck – aber welches Zeichen steht für welches Geschlecht? Am besten auf einen Zettel schreiben und immer bei sich tragen: Für Frauen gilt der Kreis, für Männer das Dreieck.

µ Polenwitze erzählt man besser nicht. Die meisten Polen kennen sie sowieso schon und finden sie nicht besonders lustig. Noch fataler jedoch wäre ein Witz über Papst Johannes Paul II. – das ist ein absolutes Tabu! Über seinen deutschen Nachfolger darf aber getrost gescherzt werden.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 127)

Krakau ist eine Stadt für Spaziergänger! Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Stadtzentrum und auch das beliebte jüdische Viertel Kazimierz ist gut zu Fuß zu erreichen. Für weiter außerhalb gelegene Ziele eignen sich die öffentlichen Verkehrsmittel.

Busse und Straßenbahnen fahren recht häufig, sind zuverlässig und verbinden das Stadtzentrum mit den anderen Stadtteilen. Bei dichtem Verkehr stehen die Busse jedoch oft im Stau und kommen nur schleppend voran, denn eine seperate Busspur gibt es nicht. Zentrale Haltestellen für Busse und Trams befinden sich vor dem Hauptbahnhof [E1] und um die Planty herum. Straßenbahnen halten zudem sehr zentral auf der ul. Grodzka (Haltestelle Pl. Wszystkich ?wi?tych [C4]). In der Regel fahren Busse und Straßenbahnen bis 23 Uhr, danach verkehren Nachtbusse auf den wichtigsten Linien.

Tickets

Fahrkarten für Bus und Straßenbahn kann man in Kiosken (ruch), am Automaten oder für einen kleinen Aufpreis beim Fahrer kaufen. Die Fahrkartenautomaten an den Haltestellen in der Altstadt haben ein deutsches Menü und sind leicht zu bedienen.

µ Einzelfahrschein: 2,50 Z?oty

µ Kurzstrecke (15 Minuten gültig): 1,80 Z?oty

µ Gruppenkarte (bis 20 Personen): 24 Z?oty

µ Tageskarte: 10,40 Z?oty

Taxi

Taxistände gibt es am Hauptbahnhof [E1], vor dem Wawel und an vielen anderen Stellen in der Stadt. Vor dem Einsteigen sollte man den Preis klären, um beim Bezahlen keine böse Überraschung zu erleben. Am sichersten ist es, ein Taxi telefonisch über eines der Taxiunternehmen zu ­bestellen. Die Preise liegen je nach Wochentag und Tageszeit zwischen 2,30 und 3,50 Z?oty pro Kilometer.

µ Radio Taxi: Tel. 19688

µ City Taxi: Tel. 9621

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 128)

Da Krakau eine mitteleuropäische Stadt ist, unterscheidet sich das Wetter nicht wesentlich von dem in Deutschland. Im Winter, also von Dezember bis Februar, kann es dabei allerdings mit Temperaturen bis unter –20 °C durchaus etwas kälter werden als hierzulande. Im Gegensatz dazu steigt das Quecksilber in den Sommermonaten (Juni bis August) auch schon mal über 30 °C. Die starken Temperaturschwankungen lassen sich dadurch erklären, dass das Krakauer Klima kontinental geprägt ist. Richtig Frühling wird es im April und im Oktober beginnt sich der Herbst mit bunt gefärbten Blättern anzukündigen – es bleibt aber zunächst warm und sonnig. Wer sich vor der Abreise über die aktuelle Wetterlage informieren möchte, kann dies im Internet tun:

µ www.wetter.com oder www.meteoprog.pl/pl/weather/Krakow

Auch wenn Krakau zu jeder Zeit seine eigenen Reize hat, sei an dieser Stelle der Juni als Reisemonat ganz besonders empfohlen – es ist schon warm, aber mit etwas Glück noch nicht zu heiß, und der ganz große sommerliche Besucheransturm steht noch bevor. Zudem fallen einige der Höhepunkte im Krakauer Veranstaltungskalender (s. S. 11) in diesen Monat, darunter der Umzug des Lajkonik, die sehenswerte Fronleichnamsprozession oder das Festival der jüdischen Kultur. Im Winter dagegen bietet es sich an, einen Besuch auf dem Krakauer Weihnachtsmarkt mit Wintersport im nahegelegenen Zakopane zu verbinden.

Willkommen in Krakau! Der Hauptbahnhof [E1] liegt am Rande der Altstadt.

Vorseite: Im Fiaker über den Hauptmarkt É – eine Reminiszenz an Krakaus Habsburger Geschichte

051ku Abb.: lk

052ku Abb.: lk

Fußgängerüberweg: Achtung, Autos halten hier nicht zwangsläufig!

In der Innenstadt kann man an fast jeder Ecke Geld wechseln

Der Wechselkurs des Z?oty schwankte in den letzten Jahren erheblich. Als groben Richtwert kann man einen Euro-Kurs von 1 : 4 annehmen, auf den sich die polnische Währung nach dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise eingependelt hat. Der aktuelle Wechselkurs lautet (Stand: April 2011):

1 Z?oty = 0,25 € bzw. 0,32 Sfr

1 € = 4 Z?oty

1 Sfr = 3,11 Z?oty

(Tagesaktuelle Kursangaben findet man auf www.oanda.com.)

Wechselkurs

053ku Abb.: kw

Ein Urlaub in Krakau ist auch für wenig Geld zu haben, hier ein paar Hinweise:

µ Übernachten kann man ab 10 € in einem der vielen Hostels (im Schlafsaal, Doppelzimmer sind etwas teurer) oder im Sommer in sogenannten Studentenhotels („hotel studencki“), deren Adressen in der Touristeninformation (s. S. 115) erhältlich sind.

µ Vor Ort lohnt ein kostenloser Rundgang auf Englisch mit ausgebildeten Stadtführern, Treffpunkt ist täglich 11 Uhr vor der Marienkirche Ë. Die jungen Stadtführer leben von den Trinkgeldern, die sie für die Touren von den Touristen erhalten.

µ Viele Museen in Krakau (s. S. 32) kann man an einem Tag in der Woche kostenlos besichtigen.

µ Mit der Krakow Tourist Card erhält man in über 30 Museen freien Eintritt und kann den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen (s. S. 33).

µ Dank der staatlich bezuschussten Milchbars (s. S. 27) kann man sehr günstig typisch polnische Gerichte genießen.

Krakau preiswert

Gute Lage und Beratung: die Touristeninfo in den Planty liegt auf dem Weg vom Bahnhof in die Altstadt

054ku Abb.: mb

EXTRATIPP

Deutsche/internationale Presse lesen

Im Foyer des Goethe-Instituts am Hauptmarkt kann man in Ruhe aktuelle deutsche Tages- und Wochenzeitungen lesen. In der Bibliothek des Hauses gibt es auch einige Zeitschriften. Englischsprachige Zeitungen findet man im Massolit (s. S. 19).

i94 [C3] Goethe-Institut, Rynek G?ówny 20, geschl.: Sa., So.

Sachbücher

µ Marta Kijowska: Krakau: Spaziergang durch eine Dichterstadt, Deutscher Taschenbuchverlag, 2005. Dieses Buch ist ein faszinierender Streifzug durch die letzten gut 100 Jahre des kulturellen Lebens in Krakau. Umfassend, mit viel Liebe und ohne Schattenseiten auszublenden porträtiert Kijowska Dichter und Denker der heimlichen Kulturhauptstadt Polens. Wer Krakau verstehen will, sollte dieses Buch lesen.

µ Steffen Möller: Viva Polonia. Als Deutscher Gastarbeiter in Polen, Scherz Verlag, 2008. In Polen ist Steffen Möller ein Star: Bekannt als Schauspieler, Kabarettist und Moderator, hat der vor 15 Jahren nach Polen ausgewanderte Wuppertaler einen unterhaltsamen Erfahrungsbericht über die Polen und ihre Eigenarten geschrieben, der diesseits und jenseits der Oder zu einem Bestseller wurde. Eine vielleicht etwas klischeehafte, aber sicher mit viel Sympathie für Polen verfasste Einstimmung auf eine Polen-Reise.

µ Tadeusz Pankiewicz: Die Apotheke im Krakauer Ghetto, Herbig Verlag, 1997. Wer sich ein ­genaues Bild von Leid und Hoffnung, Tod und Überleben im Krakauer Ghetto zur Zeit der nationalsozialistischen Besatzung machen möchte, kommt an dem Buch des einzigen Polen, der ständig im jüdischen Ghetto leben und arbeiten konnte, nicht vorbei. Eindringlich schildert der Apotheker Pankiewicz die Grausamkeiten im Ghetto. Leider ist sein Erlebnisbericht im deutschen Buchhandel vergriffen, in Bibliotheken ist das Werk aber zu finden.

µ Barbara Barberon-Zimmermann: Polen hören, Silberfuchs Verlag, 2010. Dieses Hörbuch ist eine klingende Reise durch 1000 Jahre polnische Kulturgeschichte. Von der Gründung Polens bis zu seiner „Rückkehr nach Europa“ erzählt diese stimmungsvolle CD die wechselvolle polnische Geschichte nach, die oft in Krakau entscheidende Wendungen nahm. Eine lohnenswerte musikalisch-erzählerische Reisebegleitung.

Belletristik

µ Zeller, Michael: Café Europa, ars vivendi, 1994. Bei einem Aufenthalt im Krakau der frühen 1990er-Jahre erfährt der deutsche Schriftsteller Walter Hornung, wie sein Leben auf geheimnisvolle Weise mit dem des jüdisch-amerikanischen Professors Henry Wohlgast verbunden ist, der kurz vor ihm die Stadt besuchte und dabei dieselben Menschen kennenlernte. Dabei taucht Hornung bei seinen Rundgängen auch immer tiefer in die jüdische Geschichte Krakaus ein.

Kinder

µ Eric P. Kelly: Der Trompeter von Krakau, Freies Geistesleben, 1994. Der Autor Eric P. Kelly erhielt für sein Buch, das die Abenteuer des 15-jährigen Joseph Charnetski in den Mauern des mittelalterlichen Krakau erzählt, 1929 den amerikanischen Jugendbuchpreis. Heute scheiden sich an dem Werk die Geister: Während die eine Seite lobt, dass das Werk auf eine unterhaltsame Weise in die Geschichte Krakaus und Polens einführt, bemängelt die andere Seite, wie leichtfertig in dem Werk historische Klischees über Gut und Böse übernommen werden. Vom Verlag wird das Buch ab zwölf Jahre empfohlen.

Unsere Literaturtipps

Praktische Reisetipps

Internet und Internetcafés, Medizinische Versorgung

Auf der Höhe der Zeit: WLAN-Internetzugang ist in vielen Cafés der Stadt verfügbar

055ku Abb.: am

056ku Abb.: lk

Praktische Reisetipps

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 118), Öffnungszeiten

Ein Ausflugsziel für die ganze Familie: der Krakauer Zoo 6

Auf Patrouille: Sicherheitsdienst in der Altstadt

057ku Abb.: lk

050ku Abb.: lk

Praktische Reisetipps

Stadttouren (siehe Reiseführer S. 122), Uhrzeit, Unterkunft

Keine Lust zu laufen? In den „Meleks“ genannten Elektrofahrzeugen lässt sich die Stadt bequem erkunden.

EXTRAINFO

Internationale Vorwahlnummern

µ Aus dem Ausland nach Polen: 0048

µ Von Polen nach Deutschland: 0049

µ Von Polen nach Österreich: 0043

µ Von Polen in die Schweiz: 0041

€ bis 200 Z?oty (bis 50 €)

€€ bis 320 Z?oty (bis 80 €)

€€€ ab 320 Z?oty (ab 80 €)

(Angabe für eine Nacht im DZ inkl. Frühstück)

Preiskategorien

058ku Abb.: lk

Direkt am Hauptbahnhof liegt das geschichtsträchtige Hotel Europejski

Praktische Reisetipps

Verhaltenstipps (siehe Reiseführer S. 127), Verkehrsmittel

Die Tauben der Stadt erfreuen sich ausreichender Zuwendung

061ku Abb.: nw

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