Odyssee ins Glück - Als Rad-Nomaden um die Welt

Edition Reise Know-How
ISBN: 978-3-89662-520-5
Seiten: 384
Auflage: 1. Auflage
2009
Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag, zahlreiche sw- und Farbfotos, Karten
sofort lieferbar
19,90 €
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Inhalt

10 Jahre lang radelten Dorothee Krezmar und Kurt Beutler kreuz und quer über den Globus und legten dabei 160.000 Kilometer mit Fahrrädern zurück. 5 Kontinente, 58 Länder, 330 platte Reifen, 17 Felgen, 20 Paar Bremsklötze, 50 Ketten und unzählige Abenteuer ist ihre erstaunliche Bilanz ... Für sie war das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel, um sich fremden Menschen und Kulturen zu nähern. Natürlich gab es auch Tiefschläge. Sie berichten von einem Bienenüberfall, in Afrika wurden sie von bewaffneten Buschmännern abgeführt und entkamen in Argentinien nur knapp den Banditen. Trotz allem stand diese Mammut-Reise unter einem Glücksstern. Auf ihrer Odyssee lernten sie eine viel bessere Welt kennen als die von den Medien gezeichnete. Beide erzählen ihre persönliche Geschichte, die gemeinsamen Erlebnisse brachten Dorothee und Kurt immer näher zusammen und sie entdeckten für sich die Langsamkeit, schließlich stand ihre Reise unter dem Motto „reduce speed“.

Download Zusatzinformationen

Updates
Zu diesem Produkt liegen noch keine Updates vor.
Presserezensionen

Radwelt. das adfc-magazin.: feb/mrz 1.10

Zehn Jahre auf dem Rad. Die Autoren Dorothee Krezmar und Kurt Beutler legten kreuz und quer über den Globus 160.000 Kilometer zurück. Ihre unzähligen Abenteuer haben sie in einem Buch veröffentlicht. Trotz des dichten Informationsgehalts kommen auf den 384 Seiten auch die persönlichen Sichtweisen hervor.

Erscheinungsdatum oder Ausgabe: 
feb/mrz 1.10
Medium: 
Radwelt. das adfc-magazin.

ekz-Informationsdienst: 04/10

Insgesamt bietet der im Stil der Reihe durch kleine Schwarz-Weiß-Fotos und einen Farbteil illustrierte Band niveauvolle Unterhaltung.

Erscheinungsdatum oder Ausgabe: 
04/10
Medium: 
ekz-Informationsdienst

Alligator. grün & bissig. Rundbrief der Grünen Liga e.V.: 04/05/2010

10 Jahre lang radelten Dorothee Krezmar und Kurt Beutler kreuz und quer über den Globus und legten dabei 160.000 Kilometer mit ein- und denselben Fahrrädern zurück. 5 Kontinente, 58 Länder, 330 Platten, 70 Reifen, 17 Felgen, 20 Paar Bremsklötze, 50 Ketten, 33 Radlerhosen und unzählige Abenteuer sind ihre erstaunliche Bilanz ...

Für Sie war das Fahrrad das ideale Reisemittel, um sich fremden Kulturen und Menschen zu nähern. Natürlich gab es auch Tiefschläge. Sie berichten von einem Bienenüberfall, in Afrika wurden sie von bewaffneten Buschmännern abgeführt und entkamen in Argentinien nur knapp den Banditen. Trotz allem stand diese Mammut-Reise unter einem Glücksstern. Auf ihrer Odyssee lernten sie eine viel bessere Welt kennen als die von den Medien gezeichnete. Beide erzählen ihre persönliche Geschichte, die gemeinsamen Erlebnisse brachten Dorothee und Kurt immer näher zusammen, und sie entdeckten für sich die Langsamkeit, schließlich stand ihre Reise unter dem Motto "Reduce Speed".

Erscheinungsdatum oder Ausgabe: 
04/05/2010
Medium: 
Alligator. grün & bissig. Rundbrief der Grünen Liga e.V.

Neue Zürcher Zeitung, Nr. 305: 12/10

Mit dem Velo durch die Welt
Eine zehnjährige Radtour quer durch alle Kontinente

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen, sagt der Volksmund. Wenn zwei zehn Jahre als Rad-Nomaden unterwegs sind, 160000 Kilometer zurücklegen und 58 Länder in 5 Kontinenten bereisen, können sie ein Buch schreiben, möchte man ergänzen. Und tatsächlich haben die deutsche Biologin Dorothee Krezmar und der Schweizer Elektromonteur und Velogeschäftleiter Kurt Beutler ihre Erfahrungen auf dieser Odyssee im Buchform festgehalten. Wobei anzumerken ist, dass das Werk wohl in erster Linie für die Autoren selbst geschrieben wurde, um Erinnerungen zu bewahren. Erst in zweiter Linie richtet sich das Buch auch an eine interessierte Leserschaft, die dank den Aufzeichnungen zum Teil hautnah an dem Abenteuer teilhaben kann.

Dass es ein Abenteuer war, wird sehr deutlich, auch wenn die Autoren bewusst darauf verzichten, ihre zehnjährige Rad-Weltreise als heroische Tat hinzustellen. Sie schildern vielmehr in einfacher Sprache ihre Eindrücke und Gefühle. So heißt es etwa zu Neuseeland, wo sie 2004 im sechsten Jahr ihrer Tour eintrafen und wo sie den 100 000. Kilometer ihrer Reise feierten: „Neuseeland kam uns sehr klein vor. Doch schon bald mussten wie einsehen, dass wir die Grösse dieses Landes unterschätzt hatten. Die drei Monate, die wir hier verbrachten, reichten nicht, um ganz in den Norden und ganz in den Süden zu fahren, obwohl wir fast 5000 Kilometer auf diesen zwei Inseln zurücklegten.“

Ebenso undramatisch schildert die heute 50-jährige Krezmar einen Selbstunfall, den sie bei Wellington auf einer Mountainbike-Strecke erlebte: „Das letzte Stück führte über einen schönen, schmalen Single-Track (Fussweg), rechts die Felswand und links der Abgrund. Mit meinen Vordertaschen streifte ich den Fels, kam ins Schlenkern und stürzte mit vollbepacktem Rad etwa zehn Meter die Böschung hinunter. Zum Glück landete ich weich auf Dornenbüschen.“ Dass die Sache aber letztlich doch nicht ganz glimpflich ablief, erfährt der Leser kurz darauf: „Ich hatte viele Kratzer von den Dornen abbekommen und eine tiefe Schnittwunde am Unterschenkel. Nach einem grossen Kraftakt hatten wir alles wieder auf den Weg hinauf befördert, und ich musste noch 50 Kilometer bis zur nächsten Krankenstation fahren, wo die Wunde gesäubert und versorgt wurde.“

Alles in allem, so betonen die Autoren, habe die Rad-Weltreise aber unter einem günstigen Stern gestanden. Das hat wohl auch mit dem Naturell der beiden Velofreaks zu tun, die zuvor bereits in Südamerika Erfahrungen mit Radreisen gesammelt hatten. Sie zogen offensichtlich ohne grosse Bedenken und ohne Vorurteile in die Welt hinaus und waren bemüht, keine unnötigen Risiken einzugehen. Entsprechend positiv klingt auch ihr Fazit: „Auf unserer Odyssee lernten wir eine sehr viel bessere Welt kennen als die von den Medien gekennzeichnete.“

Diese optimistische Note darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die beiden etliche Herausforderungen und einiges an Unbilden auf sich zu nehmen hatten. Eine im Buch enthaltene Statistik spricht Bände: 37 Pässe über 4000 Meter, davon 5 über 5000 Meter, waren zu überwinden. 20 Bremsklötze, 70 Reifen, 51 Schläuche, 50 Ketten, 4 Vorder- und 6 Hinterradnaben und 17 Felgen wurden gebraucht – von den 33 durchgesessenen Radlerhosen ganz zu schweigen. Und weil sie mit dem Zelt unterwegs waren, kostete jeder Tag im Durchschnitt umgerechnet nur gerade 5 Euro pro Person.

Erscheinungsdatum oder Ausgabe: 
12/10
Medium: 
Neue Zürcher Zeitung, Nr. 305

Kommentar verfassen