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ReiseführerCityTrip Sevilla

  • 8.90 EUR Deutschland
  • 12.90 CHF Schweiz
  • 9.20 EUR Österreich
  • Preis inkl. MwSt.
 
  • Reiseführer CityTrip Sevilla
    Größeres Bild
     
     
  • Versand ab 10 Euro kostenfreiAutor: Fründt, Hans-Jürgen
    Herausgeber: Werner, Klaus
    ISBN: 978-3-8317-1690-6
    Seitenanzahl: 144
    Auflage: 1. Auflage
    Erscheinungsjahr: 2008

    Ausstattung:
    komplett in Farbe, detaillierter Cityatlas und Übersichtskarten, stimmungsvolle Fotos, kleine Sprachhilfe, ausführliches Register

    Artikel sofort lieferbar

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Sevilla lockt nicht nur mit historischen Prachtbauten – hier sind die Nächte lang. Das Buch gibt alle Tipps zum Mitfeiern, verrät die besten Tapas-Bars, die urigsten Weinpinten, die besten Restaurants, Hotels für jeden Geldbeutel, also alle notwendigen Infos für einen gelungenen Trip.



CityTrip- die neuen Reiseführer für den individuellen Kurztrip in die schönsten Städte Europas!




  • Die Stadt entdecken: sorgfältige Beschreibung der interessantesten
    Sehenswürdigkeiten und Stadtviertel

  • Die ganze Breite der Gastronomie: von Feinschmeckerrestaurants über Cafés und Bars bis zum mitternächtlichen Imbiss

  • Auf eigene Faust: alle reisepraktischen Infos zu Anfahrt, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Shopping, Events, Hilfe im Notfall ...

  • Unterkünfte von nobel bis preiswert: gründlich vor Ort recherchiert und ausführlich kommentiert

  • Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ...

  • Richtig ankommen: exakte Adressangaben, leicht zu finden dank GPS-genauer Stadtpläne und buchbegleitender Luftbild­ansichten unter Google Maps™



Ihre Meinung 

angezeigte Latest News: 1 bis 1 (von 1 insgesamt)

Seiten:  1 

Konsulat in Sevilla von Autor Hans-Jürgen Fründt (Januar 2011)

Das deutsche Konsulat in Sevilla wurde geschlossen aufgrund von Sparmaßnahmen. Das nächstgelegene Konsulat befindet sich nun in Málaga.

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Rezensionen

Tele. Die TV-Illustrierte der Schweiz.
Rezension vom: 11/09
"Ausführlicher und vor allem aktueller Städteführer mit vielen Insidertipps zu Sevilla."


Ihre Meinung 

CityTripaus der Luftperspektive

Als begleitenden Extraservice zum Buch stellen wir Ihnen im Internet speziell vorbereitete Luftbildkarten zur Verfügung. Darin sind die im Buch behandelten Örtlichkeiten eingetragen. Wenn Sie einen der folgenden Links aufrufen, wird unter Google Maps® der jeweilige Stadtplan mit unseren Positionsmarken angezeigt. In der linken Spalte finden Sie eine Liste der Örtlichkeiten, geordnet nach den im Buch vergebenen Nummern. Klicken Sie in der Liste auf einen Eintrag, um seine Position auf der Karte anzeigen zu lassen. In der rechten oberen Ecke der Karte können Sie zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht wählen. Weitere Hinweise zur Benutzung der Karten finden Sie in der Hilfe-Funktion von Google Maps®.

Die GPS-Daten aller im Buch beschriebenen Örtlichkeiten stehen hier unten zum kostenlosen Download im universellen gpx-Austauschformat bereit.
Folgende Dateien und Informationen können hier kostenlos heruntergeladen werden:
  Cover außen
  Cover innen vorn
  Cover innen hinten
  Inhaltsverzeichnis, Impressum
  Beispielseiten / Demo
  GPS-Daten (.gpx-Datei)
  GPS-Daten (.txt-Datei)

Praktische Reisetipps aus dem Buch

Praktische Reisetipps A–Z aus dem Buch 

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Praktische Reisetipps

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Wo gibt es die besten Tapas? Wo liegt ein günstiges Hotel? Wie komme ich ohne Taxi vom Flughafen in die City? Fragen über Fragen vor dem selbstorganisierten Citytrip: Hier finden Sie die Antworten, kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Schreiben Sie uns, wenn sich zwischenzeitlich etwas geändert hat oder Sie eigene interessante Entdeckungen und Hinweise an Leser der nächsten Auflage weitergeben möchten.

An- und Rückreise (siehe Reiseführer S. 90)

Wer einen Kurztrip nach Sevilla plant, wird auf einen Flug zurückgreifen (müssen). Folgende Fluggesellschaften bedienten zur Zeit der Drucklegung Sevilla:

µ Air Berlin, www.airberlin.com

µ Air Europa, www.aireuropa.com

µ Air France, www.airfrance.com

µ Austrian, www.aua.com

µ Iberia, www.iberia.com

µ KLM, www.klm.com

µ Span Air, www.spanair.com

µ Ryanair, www.ryanair.com

µ Vueling airlines, www.vueling.com

µ Clickair, www.clickair.com

Der internationale Flugplatz San Pablo liegt etwa 10 km nordöstlich vom Stadtzentrum, konkret am Kilometer 532 der Fernstraße A 4, die von Cádiz über Sevilla nach Madrid führt.

Ins Zentrum

µ Eine Taxifahrt kostet werktags 7–21 Uhr exakt 19,04 €, restliche Zeit und am Wochenende 21,24 € (Festpreis). Für Gepäckstücke werden Zuschläge fällig. Diese Tarife sind in dem Raum angeschlagen, in dem man sein Gepäck vom Laufband holt, direkt vor der Ausgangstür.

µ Günstiger geht es mit dem Flughafenbus EA (Especial aeropuerto), der bis zur Endstation am Busterminal Prado de San Sebastián fährt, etwa 100 m von der neuen Straßenbahnhaltestelle entfernt. Frequenz: etwa alle 30 Minuten zwischen 6 Uhr und Mitternacht. Preis: 2 € bzw. 3,50 € für die Hin- und Rückfahrt.

Infos

µ Flugplatz: Aeropuerto de San Pa­blo, Ctra. Madrid-Cádiz, km 532, Tel. 954449000, www.aena.es

µ Flughafenbus: Línea de Transportes Urbanos de Sevilla, Tel. 954720200 oder 902210317, www.tussam.es

Behinderte (siehe Reiseführer S. 90)

Da hilft leider kein Schönreden, Sevilla ist ein schwieriges Pflaster für Menschen mit Behinderungen, ein sehr schwieriges gar für Rollstuhlfahrer. Viele historische Gebäude wie Kirchen, Museen oder Paläste wurden in einer Zeit gebaut, als niemand sich für die Belange von Behinderten einsetzte. Auch in der Altstadt im Barrio de Santa Cruz geht es oftmals nur ziemlich holprig voran.

Natürlich, in einigen Gebäuden wurden nachträglich Rampen oder Fahrstühle eingebaut, aber längst nicht in allen. Auch im allgemeinen Straßenverkehr stößt ein Behinderter schnell an Grenzen. Bürgersteige mit Löchern oder viel zu hohen Kanten werden zu schwer überwindbaren Hindernissen.

Dem gegenüber stehen allerdings auch ganz ausgezeichnete behindertengerechte Einrichtungen in den neuen, modernen Gebäuden und Museen. Keine Frage, da fehlt es an nichts: Fahrstühle, Rampen, Treppenlifte, Braille-Beschriftung für Blinde, alles ist da.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass ein Sevilla-Besuch für Behinderte nicht unmöglich ist, aber doch sehr mühsam sein kann.

Infos

µ Bundesarbeitsgemeinschaft Clubs Behinderter und ihrer Freunde e. V., Langenmarckweg 21, 51465 Bergisch Gladbach, Tel. 02202 9899811, Fax 989990, www.bagcbf.de

µ Verbund aller Körperbehinderten Österreichs, Lützowgasse 24–28, 1140 Wien, Tel. 01 9145562

µ Mobility International Schweiz, Froburgstr. 4, 4600 Olten, Tel. 062 2068835, Fax 2068839, www.mis-ch.ch

Diplomatische Vertretungen (siehe Reiseführer S. 91)

µ Deutschland: Generalkonsulat, calle Fernández y González 2–2. Stock, Allianz-Gebäude, Tel. 954230204, Fax 954239552, Sprechzeiten: 8.30–12 Uhr, in Notfällen Tel. 0034 6620756517, E-Mail: info@sevilla.diplo.de

µ Österreich: Honorarkonsulat, calle Cardenal Ilundáin 18, Gebäude 1–5. Stock, E-Mail: oksevilla@yahoo.es, F, Tel./Fax 954987476, Sprechzeiten: Mo.–Fr. 10–12 Uhr

µ Schweiz: Die Schweiz hat keine Vertretung in Sevilla, die beiden nächsten liegen in Málaga oder in Algeciras. In Málaga ist keine Adresse, nur ein Postfach angegeben, Tel. 645010303, E-Mail: chkonsul.malaga@gmx.net. In Algeciras: calle Delfín 20, Tel. 956571513, E-Mail: arnaldo@ncs.es

Elektrizität (siehe Reiseführer S. 92)

In Spanien herrscht 220 Volt Wechselstrom. Generell sollte niemand Pro­bleme mit den Steckdosen bekommen, zumindest nicht in den Hotels. In älteren Wohnungen kann das noch anders sein, da hilft ein vor der Reise zu Hause gekaufter Adapter, aber ich selbst habe seit gut 20 Jahren keine Schwierigkeiten mehr gehabt.

Geldfragen (siehe Reiseführer S. 92)

Spanien ist schon lange kein Billigreiseland mehr, in einer vielbesuchten Großstadt wie Sevilla spürt man dies besonders. Generell sollte von dem zu Hause bekannten Preisniveau ausgegangen werden, wenn es auch im Einzelfall sicher immer wieder günstige Möglichkeiten gibt, beispielsweise auf Märkten oder im Schlussverkauf.

Wichtig zu wissen, dass es in Spanien oft drei Preise in einem Lokal gibt. Am günstigsten ist es, sein Getränk oder seine Mahlzeit am Tresen zu verzehren. Schon wer sich an einen Tisch setzt, zahlt mehr, da man ja von einem Kellner bedient wird. Am teuersten ist der Platz draußen auf einer Terrasse.

Hotelpreise im Zentrum sind generell eine Spur höher als in den Randgebieten, aber deswegen eine lange Anreise ins Zentrum in Kauf nehmen? Davon möchte ich abraten! Wer schon nur ein verlängertes Wochenende in Sevilla verbringt, sollte sich auch ein Hotel im Zentrum gönnen, um nach einem anstrengenden Altstadtbummel ein paar Stunden Siesta machen zu können und vor allem, um am Abend noch eine zweite Runde durch die Altstadt drehen zu können. Dazu rafft man sich dann doch eher nicht auf, wenn man weit außerhalb wohnt.

Gut zu wissen, dass viele Hotels in der heißesten Zeit im Juli und noch mehr im August die Zimmerpreise deutlich (!) senken. Zwar ist es dann auch wirklich sehr heiß in der Stadt, aber wer diese Temperaturen erträgt, spart auch in guten Hotels viel Geld.

Umgekehrt schießen die Preise zu Ostern und zwei Wochen später zur Zeit der Feria regelrecht in den Himmel. Natürlich ist beides ein beeindruckendes Spektakel, aber eben auch ein teures.

Ein paar Preisbeispiele (normale Reise­zeit):

µ Café con leche in einer Cafetería: 1–1,50 €

µ kleines Glas Bier am Tresen einer Bar: 1,20–1,80 €

µ Mittagessen (menú del día): 8–12 €

µ Tapa in einer Bar: 2–3 €

µ Abendessen: ab 12–15 € aufwärts

µ Eintritt Museum: 2–7 €

µ Stadtrundfahrt mit Bus: 15 €

µ Bus: Einzelticket 1,10 €

Informations­quellen (siehe Reiseführer S. 93)

Infostellen zu Hause

Hilfe und Antworten auf konkrete Fragen erhält man bei den spanischen Fremdenverkehrsämtern. Prospekte können direkt bestellt werden: Tel. 06123 99134, Fax 9915134.

µ Berlin: Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin, Tel. 030 8826543, Fax 8826661, E-Mail: berlin@tourspain.es

µ Düsseldorf: Grafenberger Allee 100, 40237 Düsseldorf, Tel. 0211 6803981, Fax 6803985, E-Mail: duesseldorf@tourspain.es

µ Frankfurt: Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt/M., Tel. 069 725033, Fax 725313, E-Mail: frankfurt@tourspain.es

µ München: PF 151940, 80051 München, E-Mail: munich@tourspain.es, Tel. 089 530746-11/12, Fax 530746-20,

µ Wien: Walfischgasse 8/Mzz, 1010 Wien–1, Tel. 01 5129580, Fax 5129581, E-Mail: viena@tourspain.es

µ Zürich: Seefeldstraße 19, 8008 Zürich, Tel. 44 2536050, Fax 2526204, E-Mail: zurich@tourspain.es

Infostellen in der Stadt

Touristeninformation

i86 [F10] Avenida de la Constitución 21-B, Tel. 954221404, Fax 954229753

i87 [Q1] Am Flugplatz, Tel. 954449128, Fax 954449129

i88 [J8] Am Bahnhof, Avenida Kansas City, Tel. 954537626

i89 [F9] Plaza del Triunfo 1–3, Tel. 902076336, Fax 954210858

i90 [D9] Calle Arjona 28, Tel. 954221714, Fax 954229566

i91 [F8] Plaza San Francisco 19, Tel. 954592915, Fax 954590919

Prospektmaterial, Stadtpläne und allgemeine Infos können Sie über diese E-Mail-Adressen in Sevilla bestellen:

µ turismo@sevilla.org

µ otsevilla@andalucia.org

Weitere Informationsstellen

µ Allgemeine städtische Auskünfte, Tel. 010

i92 [H10] Fundbüro (objetos perdidos): c/Manuel Vázquez Sagastizabal 3, Tel. 954420403

µ RENFE, Auskünfte zu Tickets und Fahrplänen der spanischen Bahn, Tel. 902240202

µ Flugplatz, allgemeine Infos, Tel. 954260915

Sevilla im Internet

µ www.spain.info: Website vom spanischen Fremdenverkehrsamt zu ganz Spanien auf Deutsch, mit der Möglichkeit, Hotels zu reservieren

µ www.turismosevilla.org: Homepage zur gesamten Provinz Sevilla

µ www.sevilla.org: Die Stadtverwaltung stellt sich und die Stadt vor. Touristisch eher weniger Infos, dafür mehr allgemeine.

µ www.discoversevilla.com: eine englische Site mit einigen sehr konkreten Tipps, sehr locker-flockig geschrieben

µ sevilla.lanetro.com: viele Hinweise zu Veranstaltungen, mit Suchfunktion, auf Spanisch

µ www.guiadelocio.com/sevilla: Guía del ocio ist eigentlich ein sehr guter Veranstaltungskalender, der in Großstädten verkauft wird, für Sevilla bislang nur im Internet und nur auf Spanisch vorhanden

µ www.andalunet.com: das Portal von Sevilla mit sehr vielen Tipps und Informationen, allerdings nur auf Spanisch

Publikationen und Medien

µ El Giraldillo, ein Gratisblatt, erscheint monatlich, gibt es beim Touristenamt und in vielen Hotels. Listet sehr viele Veranstaltungen auf, auch unter www.elgiraldillo.es.

µ Diario de Sevilla, Tageszeitung der Stadt, die natürlich auch immer die wichtigsten Veranstaltungen nennt. www.diariodesevilla.com

µ El País, Spaniens größte überregionale Zeitung hat einen eigenen Bereich für Nachrichten aus Sevilla, ebenso für Veranstaltungen.

Internetcafés (siehe Reiseführer S. 95)

@93 [F9] Seville Internet Center, Avda. de la Constitución, Ecke calle Almiratazgo. Liegt genau gegenüber der Kathedrale im ersten Stock über einer Cafetería. Geöffnet: 9–22 Uhr

@94 [F8] Im Touristenbüro bei der Plaza San Francisco. Der Internetzugang ist auch nach Schließung der Touristen­information um 15 Uhr noch möglich.

@95 [F7] Cyber Duque, calle Trajano 11, unweit der Alameda de Hércules

Mit Kindern unterwegs (siehe Reiseführer S. 95)

Sevilla ist eine Stadt der Fußgänger, Sevilla ist eine heiße Stadt und Sevilla ist eine kunsthistorisch interessante Stadt mit regem Nachtleben. Alles eher weniger, was Kinder begeistern könnte. Aber einiges können Sie schon machen, um bei den lieben Kleinen keine vorschnelle Langeweile aufkommen zu lassen.

µ Pferdekutsche: Eine Fahrt mit einer Pferdekutsche ist zwar kein so ganz billiges Vergnügen mit 30,05 € die Stunde, aber Kindern (und den meisten Erwachsenen) macht es erkennbar Spaß, mit Glockengeläut im Zuckeltrab durch die Gassen zu fahren.

µ Fahrt mit einem Ausflugsschiff: In Höhe Torre del Oro à legen etwa alle 30 Minuten die flachen Panoramaschiffe zu einer Besichtigungstour auf dem Río Guadalquivir ab. Man beschaut sich die Stadtsilhouette einmal von einer ganz anderen Seite und lässt sich eine kleine frische Brise um die Nase wehen.

µ Flamenco-Museum Ð: Wenn die Großen ständig in irgendwelche Museen gehen, langweilen sich die Kleinen meist recht schnell. Hier eher nicht. Sicher ist das Thema „Flamenco“ für ganz Kleine nicht recht greifbar und ein gezielter Besuch deshalb auch nur für größere Kinder angebracht. Die haben aber möglicherweise ihren Spaß, allein schon deshalb, weil sie ihren Eltern endlich mal erklären können, wie diese neumodischen Touch-Screen-Bildschirme eigentlich funktionieren.

µ Isla Mágica æ: Ein „Muss“, wenn man mit Kindern in Sevilla ist. Jede Menge Fahrgeschäfte, Wasserrutschen und Animation wartet auf kleine und große Besucher, mindestens (!) ein halber Tag geht locker dabei drauf.

Medizinische Versorgung (siehe Reiseführer S. 96)

Generell gilt, dass die gesetzlichen Krankenkassen Abkommen mit Spanien geschlossen haben, nach denen eine (Not-)Behandlung im Ausland möglich wird. Dazu benötigt der Patient die Europäische Krankenversicherungskarte, die man von der eigenen Krankenkasse erhält. Im Krankheitsfall besteht grundsätzlich ein Anspruch auf eine ambulante und sogar stationäre Behandlung in den staatlichen Krankenhäusern oder beim zugelassenen Arzt der Seguridad Social, des staatlichen Gesundheitsinstituts.

Es kann aber sein, dass bestimmte Leistungen nach spanischem Recht nicht kostenlos erbracht werden. Dafür muss dann sofort bezahlt werden. Dazu zählt auch die zahnärztliche Behandlung, die nicht in der spanischen Sozialversicherung enthalten ist. Reicht man nach Rückkehr die Rechnung zu Hause bei seiner Krankenversicherung ein, bekommt man die Kosten anteilig erstattet.

Da es im Krankheitsfall durchaus zu finanziellen Überraschungen kommen kann, wird zusätzlich dringend der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung angeraten.

Im Krankheitsfall können Sie sich nur an bestimmte medizinische Einrichtungen wenden: an eine Ambulatorio (Ambulanz), Centro de salud (Gesundheitszentrum) oder auch an einige ausgewählte Hospitales (Krankenhäuser).

Krankenhäuser der Seguridad Social

µ Hospital Virgen del Rocío, Avda. Manuel Sirot s/n, Tel. 955012000

µ Hospital Virgen Macarena, Avda. Dr. Federiani 3, Tel. 955008000

Deutschsprachige Ärzte

µ Internist: Dr. José Bernabeu Ruíz, c/Céfiro 20–2°izqu., Tel. 954579623 (nach telefonischer Terminabsprache)

µ Zahnärztin: Dr. Agata Eckloff, c/Zapillo 3-bajo A, Tel. 954402553

Eine erweiterte Liste kann über das deutsche Generalkonsulat oder von der Homepage www.sevilla.diplo.de bezogen werden.

Notfälle (siehe Reiseführer S. 97)

µ Touristische Hilfe und allgemeine Notfälle: Tel. 112

µ Rettungsdienst, Ambulanz: Tel. 061

µ Rotes Kreuz: Tel. 954351400

µ Policía Municipal: Tel. 092

µ Policía Nacional: Tel. 091

µ Guardia Civil: Tel. 062

µ Kartensperrung (EC-, Kredit-, Handykarten) in Deutschland: Tel. 0049 116116

Öffnungszeiten (siehe Reiseführer S. 97)

Es gibt keine festen Ladenschlusszeiten, aber es gibt durchaus eine generelle Linie.

µ Läden und Geschäfte: Öffnen meist um 9 oder 10 Uhr, ab 14 Uhr beginnt aber immer die Mittagspause, dann werden die Läden rigoros geschlossen. Ab 16 oder 17 Uhr öffnen sie erneut bis etwa 20 Uhr oder gar bis 21 Uhr. Ausnahmen hiervon sind die großen Kaufhäuser, die durchgehend geöffnet sind.

µ Banken: Ab 8.30 oder 9 Uhr bis meist 14 Uhr geöffnet, danach nicht mehr, einige Banken öffnen auch am Samstagvormittag.

µ Museen: Generell am Montag und am Sonntagnachmittag geschlossen, allerdings mit Ausnahmen. Manche haben durchgängig ab 9 oder 10 Uhr geöffnet, aber nicht wenige schließen auch über Mittag.

µ Kirchen: Die Kirchen sollten eigentlich den ganzen Tag über geöffnet sein, was aber nur in der Theorie stimmt. Zu den Gottesdiensten kann jeder Besucher hinein, muss sich aber natürlich diskret verhalten und sollte nicht „wie ein Tourist“ herumlaufen.

Organisierte Stadttouren (siehe Reiseführer S. 99)

Zwei Anbieter von organisierten Stadttouren gibt es in Sevilla, beide fahren vergleichbare Routen mit leichten Unterschieden. Angesteuert werden in jedem Fall alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und man kann an mehreren Stellen aus- und später wieder zusteigen. Zentraler Abfahrtsplatz ist beim Torre del Oro à. Tickets gibt es direkt im Bus und auch in vielen Souvenirshops.

µ Tour por Sevilla (grüne Busse), Tel. 954560693, www.busturistico.com, Preis: 15 €, Kinder und Rentner 5 €

µ Sevilla Tour (rote Busse), Tel. 902101081, www.sevillatour.com, Preis 15 €, Kinder 6 €.

Post (siehe Reiseführer S. 99)

Standardbrief und Postkarte innerhalb Europa kosten jeweils 0,60 €.

Briefmarken gibt es nicht nur auf der Hauptpost (Avenida de la Constitución 32, gegenüber der Kathedrale), sondern auch an vielen Kiosken.

Briefkästen sind in der Regel gelb gehalten und sehen ein wenig aus wie eine mittelgroße Tonne. Sie haben nicht selten zwei Einwurfschlitze, einen eigenen für Auslandssendungen (extranjero).

Radfahren (siehe Reiseführer S. 99)

Das Thema „Fahrrad“ wird in Sevilla neuerdings erstaunlich wichtig genommen. An vielen Durchgangsstraßen entstanden schon eigene Radwege, was vor gar nicht langer Zeit völlig ungewöhnlich war in Spanien. Und dass diese Radwege auch von Autofahrern respektiert wurden, ebenfalls. In Sevilla klappt es schon ziemlich gut und es sind auch genügend Leute per Rad unterwegs. Gut, zumeist sind es schon noch Jüngere und Ausländer. Einen stolzen andalusischen Caballero wird man wohl schwerlich per Mountainbike ins Büro radeln sehen. Und eine Señora fährt nun wirklich nicht mit Tüten und Taschen am Lenker zum Markt. Aber es ändert sich tatsächlich so einiges.

Man kann verschiedene Systeme zur Ausleihe eines Rades nutzen.

µ Sevici: Im Sommer 2007 wurde ein allgemeines Ausleihsystem für Räder eingeführt. „Sevici“ nennt sich dieser Service, der im Kern so funktioniert: Man registriert sich einmal und kann dann an einer von derzeit 30 Stationen eines von 300 Rädern gegen geringe Gebühr leihen. Dann fährt man zu seinem Ziel und gibt das Rad dort wieder an einer anderen Station ab. Dieser Service soll auf 1500 Räder mit 150 Stationen aufgestockt werden. Auch für Besucher ist diese Einrichtung interessant.

Und so funktioniert es praktisch: Man benötigt zunächst eine Karte, eine sogenannte bono semanal („Wochenkarte“). Es gibt auch eine Jahreskarte, die für Touristen eher weniger in Frage kommt. Diese Karte erhält man an jeder Leihstation aus dem Automaten. Sie hat eine Gültigkeit von sieben Tagen und kostet 5 €. Mit dieser Karte kann ein Rad entliehen werden. Die ersten 30 Minuten sind kostenlos, danach kostet es 1 € bzw. 2 €, je nach Dauer. Um ein Rad auszuleihen, führt man diese Karte zur Identifikation am integrierten Lesegerät vorbei. Dann wird die persönliche Geheimnummer eingegeben und schließlich das Menü „Retirar una bici“ (ein Rad leihen) gewählt. Nun kann ein freies Rad gewählt und schließlich ausgeliehen werden. Wird das Rad zurückgegeben, muss es korrekt in der Halterung einrasten und ein Licht aufleuchten, sonst erkennt das System die Rückgabe nicht an und berechnet weiterhin eine Leihzeit. Infos: www.sevici.es

`96 [E9] bici4city: Zu finden: calle General Castaños 33, Tel. 954229883, www.bici4city.com. Das Büro liegt zwei Straßen von der Stierkampfarena Þ entfernt. Dies ist ein Anbieter, bei dem Räder mit Audioguide (MP3-Player) ausgeliehen werden können. Kommt eine kleine Gruppe zusammen, kann man auch mit einem kundigen Stadt­führer losfahren, der dann persönlich alles Wichtige erzählt.

µ Cyclotour: Infos: Tel. 954274566 oder 605902034, www.cyclotouristic.com. Dieser Anbieter vermietet gewöhnliche Fahrräder oder überdachte Zwei- bzw. Viersitzer. Letztere werden Cyclosport oder Cyclobus genannt. Cyclotour steht vor dem Torre del Oro à bzw. im Parque María Luisa Ù vor der Plaza de España Ú.

`98 [G9] Segway: Infos: Segway Tours, calle Lope de Rueda 14 (im Barrio de Santa Cruz), Tel. 954227733, www.blobject.es. Ja, ich weiß, ein Segway ist kein Fahrrad, dennoch soll der Elektro­roller – um dieses Fahrgerät irgendwie zu beschreiben – hier erwähnt werden. Die Bedienung ist rasch gelernt, man steht aufrecht auf dem Gerät und verändert die Fahrrichtung durch Verlagern der Körperhaltung (vorwärts oder rückwärts).

Schwule und Lesben (siehe Reiseführer S. 101)

Sicherlich war es früher nicht ganz einfach für Homosexuelle in dieser urkatholischen Stadt. Heute aber stellt sich die Situation doch deutlich besser dar. Demzufolge ist die Gay-Gemeinde in Sevilla alles andere als klein. Generell trifft sich die Szene an der Alameda de Hércules Õ, die keine reine Gay-Zone ist, wo es aber doch eine ganze Reihe von entsprechenden Lokalen gibt.

Das Touristenamt hat eine Informationsschrift „Seville’s tourist guide for gays and lesbians“ herausgegeben, in der sehr viele konkrete Bars, Restaurants, Hotels und weitere Adressen genannt werden. Sie kann aus dem Internet geladen werden: www.turismo.sevilla.org, dann zum Punkt „documentos“ gehen und dort nach „Giua Sevilla para gays lesbianas“ suchen.

Zwei Empfehlungen zu gay-freundlichen Unterkünften:

Ì99 [G9] Aire Sevilla Gay Guest House €€€, calle Aire 1–3, Tel. 954500905, www.airedesevilla.com. Kleines Guest House im Barrio de Santa Cruz mit einem arabischen Bad.

Ì100 [E6] Casa Cretip €€, calle Pascual de Gayangos 32, Tel. 649783366, www.casacretip.com. Kleines Haus aus dem 19. Jh. mit Doppel- und Dreierzimmer.

Sicherheit (siehe Reiseführer S. 101)

Ist Sevilla eine unsichere Stadt? Klare Antwort: nein! Aber dennoch sollte jeder Besucher die elementarsten Grundregeln beachten. Sevilla zieht sehr viele Besucher an und das wiederum lockt auch Gauner. Deswegen sollte niemand zu lässig mit seinen Wertsachen umgehen. In der engen Altstadt, in einer Warteschlange, in einer gesteckt vollen Tapa-Bar, überall könnte ein geschickter Dieb auf seine Chance lauern. Und leider sind ja auch genügend Touristen arg leichtsinnig. Unter der heißen Sonne und nach ein, zwei Gläsern Wein lässt schnell mal die Aufmerksamkeit nach. Deshalb ein paar Verhaltenstipps:

µ Taschen sichern. Fotoapparate und Taschen nicht einfach lässig über die Schulter hängen.

µ Geldbörse. Die Geldbörse nicht in die Gesäßtasche stecken.

µ Zimmersafe. Falls es im Hotel einen Zimmersafe gibt, diesen mieten und die wichtigsten Wertsachen dort einschließen. Benötigen Sie den Pass? Die Kreditkarte? Falls nicht, im Safe einschließen.

µ Nelkenverschenkerin. Falls Sie mal von einer Gruppe Frauen bedrängt werden, die eine Nelke verschenken oder aus der Hand lesen wollen, sofort umdrehen und kommentarlos weggehen. Nicht drauf eingehen, die Damen wollen nur wissen, wo Ihre Börse steckt.

Diebstahl

Im Falle eines Diebstahls können Sie hier Anzeige erstatten:

X101 [F6] Comisaria an der Alameda de Hércules im Zentrum

X102 [E10] Comisaria in der c/Betis s/n im Barrio Triana

µ telefonisch unter: Tel. 902102112

Bei der Polizei kann man mehrsprachige Fragebögen erhalten, die Sie leicht beantworten können. Diese Formulare werden von den spanischen und auch französischen Behörden (wichtig, falls Sie einen Flug gebucht haben und in Paris umsteigen müssen) kurzfristig auch als Passer­satz anerkannt. Das Generalkonsulat kann aber auch einen Reiseausweis als Passersatz für die Rückkehr ausstellen, allerdings nicht außerhalb der Dienstzeiten, da die deutschen Behörden dazu kontaktiert werden müssen.

Sprache (siehe Reiseführer S. 102)

Das in Sevilla gesprochene Spanisch ist nicht ganz einfach zu verstehen. Die Andalusier haben einen sehr eigenen Dialekt entwickelt, der selbst für Leute, die gut Spanisch beherrschen, mitunter etwas schwer zu verstehen ist. Vor allem werden Endungen gerne verschluckt und die Aussprache hört sich leicht gelispelt an. Zumindest untereinander sprechen sie so, mit Fremden geben sich Sevillaner nach meiner Erfahrung etwas mehr Mühe und versuchen so eine Art „Hochspanisch“ zu sprechen. Aber keine Bange, ganz so arg, wie es jetzt klingt, ist es nun auch nicht. Sevillaner sind immer hocherfreut, wenn ein Besucher sich auf Spanisch versucht und werden höflich-aufmerksam zuhören und auch verständlich antworten. Ich jedenfalls habe noch niemals eine Antwort wie: „Du jetzt gehen rechts“ bekommen.

Englische Sprachkenntnisse können meist nicht erwartet werden. Natürlich sprechen Hotelangestellte Englisch, ebenso alle Menschen, die mit Touristen beruflich in Kontakt kommen, aber die Kellner in einer Tapa-Bar eher nicht.

Im Anhang dieses Buches werden einige Sprach-Beispiele und Redewendungen gegeben, mit denen Sie einige erste Versuche im Spanischsprechen starten können. Als praktische Sprachführer für die Reise eignen sich besonders die Bände der Kauderwelsch-Reihe „Spanisch für Andalusien – Wort für Wort“, „Spanisch Slang“ und „Spanisch kulinarisch“ aus dem Reise Know-How Verlag, zu denen es auch passende AusspracheTrainer auf Audio-CD gibt.

Telefonieren (siehe Reiseführer S. 103)

In Spanien wurden die Vorwahlen vor ein paar Jahren in die jeweilige Anschlussnummer integriert. Seitdem sind alle spanischen Telefon- und Faxnummern neunstellig. Eine spezielle Vorwahl gibt es nicht mehr. Die neunstellige Nummer muss immer gewählt werden, auch bei Ortsgesprächen. Spanische Festnetznummern beginnen mit einer 9, Handynummern mit einer 6.

Von einer Telefonzelle können Sie unproblematisch in die Heimat telefonieren, was immer mindestens einen Euro kostet.

Etwas billiger und bequemer kann ein Telefonat mit einer Telefonkarte gestaltet werden, die es für mindestens 10 Euro an Kiosken und Tankstellen gibt. Man ruft zunächst eine ziemlich lange Nummer an, die auf der Karte vermerkt ist. Anschließend tippt man eine Geheimnummer ein, die auf dieser Karte freigerubbelt werden muss. Dann folgt erst die eigentliche Anschlussnummer. Kurz bevor das Gespräch zustande kommt, verrät eine Computerstimme, wie lange man für sein Guthaben jetzt sprechen kann. Ist das Guthaben verbraucht, muss man sich eine neue Telefonkarte kaufen.

Per Handy nach Hause zu telefonieren ist natürlich sehr bequem, aber erfahrungsgemäß immer noch ziemlich teuer. Ein wenig kann man diese Kosten senken, wenn Sie in Erfahrung bringen, welcher Roamingpartner Ihrer Telefongesellschaft den günstigsten Tarif hat und diesen im Handy manuell auswählen. Die Partner erfahren Sie entweder bei Ihrer Telefongesellschaft oder auf speziellen Internetseiten wie www.teltarif.de. Auch bei Anrufen aus der Heimat wird es teuer, da der Angerufene die Rufumleitung ins Ausland bezahlt.

Relativ günstig bleibt die Kommunikation per SMS, hingegen sollte der Versand von MMS wegen der hohen Kosten zweimal bedacht werden.

Unterkunft (siehe Reiseführer S. 104)

Hotels und Hostales

Wer Sevilla besucht, sollte sich gleich ein Hotel im Zentrum gönnen. Es gehört in Sevilla einfach dazu mal abends durch die Bars zu ziehen oder durch die Altstadt zu stromern oder ganz einfach die etwas mildere Nachtluft am Ufer des Río Guadalquivir zu genießen. Und genau das macht man eher nicht, wenn man weit entfernt wohnt. Die Preise im Zentrum sind leider schon etwas hoch, ein Doppelzimmer unter 70 Euro kann man finden, aber nicht unbedingt bekommen, da diese Häuser natürlich sehr beliebt sind. Generell sinken die Preise in vielen Hotels im heißen Juli und August, und zwar teilweise kräftig!

Es empfiehlt sich auch, vor der Reise die Kataloge der einzelnen Anbieter von Städtereisen anzuschauen. So findet man beispielsweise bei der TUI eine Vielzahl von innerstädtischen Hotels zu Preisen, die man kaum vor Ort realisieren kann.

Sollte man überhaupt vorher reservieren? Unbedingt! Über das Internet können Sie die Verfügbarkeit der meisten Hotels vorher abfragen und reservieren. Zwar kann man sich auch erst bei Ankunft am Flughafen ein Zimmer vermitteln lassen, aber das ist schon mit einem gewissen Risiko verbunden. Und preiswerter wird diese Art der Reservierung auch nicht.

Hotels werden in fünf Kategorien aufgeteilt und mit Sternen versehen. Ein Stern bedeutet ein einfaches Haus, während fünf Sterne für ein Luxushotel stehen. Die Vergabe erfolgt nach strengen Regeln, u. a. wird die Größe und die Ausstattung der Zimmer bewertet und auch, ob die Rezeption 24 Stunden besetzt ist oder nur tagsüber.

Unterhalb der Hotelebene existiert die einfachere Unterkunftsform der Hostales. Auch diese werden mit einem bis drei Sterne bewertet. Die Übergänge zwischen einem 3-Sterne-Hostal und einem 1-Sterne-Hotel sind sicher fließend. Generell geht es in einem Hostal familiärer zu, muss man sich gelegentlich (nicht immer!) das Bad mit anderen Gästen teilen und gibt es mitunter auch Mehrbettzimmer. Das ist aber nicht die Regel.

Preise

Die Preiskategorien in diesem Buch gelten für ein Doppelzimmer und sind die offiziellen Preise.

€ bis 40 €

€€ 40–70 €

€€€ 70–100 €

€€€€ über 100 €

In der Praxis weichen die Preise nicht selten erheblich davon ab, beispielsweise an Wochenenden oder im Sommer. Diese Sonderpreise erfährt man aber nur bei direkter Anfrage im gewählten Hotel.

Die Preise müssen an der Rezep­tion aushängen, was auch befolgt wird. Sie gelten grundsätzlich für ein Doppelzimmer, Einzelzimmer sind nicht so häufig zu finden und werden meist für etwa 70 % des Doppelzimmerpreises angeboten. Ein Frühstück ist nicht in jedem Fall im Preis inbegriffen. Teilweise werden dafür ganz schön happige Tarife verlangt. Dafür kann man eigentlich gleich in die nächste Bar gehen.

Wer an der Rezeption nach einem Doppelzimmer fragt, bekommt oft als Gegenfrage: „¿dos camas?“ („zwei Betten?“). Wer das verneint, erhält dann eine sogenannte cama matrimonial, also ein „Ehebett“, worunter ein etwas schmaleres Bett gemeint ist, etwa das, was manche als „französisches Bett“ kennen.

Beschwerdeblätter (hojas de reclamación) muss jeder Wirt und jeder Hotelier vorrätig haben. Wer einen Mangel anzeigen will, füllt dieses Formular aus. Die rosa Kopie erhält der Wirt, das weiße Original schickt man an die Tourismusbehörde (Adresse steht drauf) und den grünen Teil behält der Gast.

Gehobene Preiskategorie

h113 [G9] Hotel Las Casas de la Judería €€€€, Callejón Dos Hermanas 7, Tel. 954415150, Fax 954422170, www.intergrouphoteles.com. Charmanter Hotelkomplex mit insgesamt 116 Zimmern, die sich auf mehrere histo­rische Häuser mit mehreren Innenhöfen verteilen. Sehr schmale Zufahrt, aber auch sehr ruhige Lage. Ein insgesamt durch die verschiedenen Häuser etwas verwinkelter Komplex, Dekoration und Möblierung haben sich dem historischen Ambiente angepasst.

h114 [F9] Hotel Los Seises €€€€, calle Segovias 6, Tel. 954229495, Fax 954224334, www.hotellosseises.com. Liegt ganz nahe bei der Kathedrale und doch fast ein wenig versteckt, denn die Zimmer des Hotels gruppieren sich um den eigentlich dritten Innenhof des Palacio Arzobispal Ë. Das ist schon ungewöhnlich, ebenso wie die kleine integrierte Ausstellung von archäologischen Fundstücken, die man genau hier fand. Die 42 Zimmer sind bestens eingerichtet und unterschiedlich dekoriert, oben auf der Terrasse befindet sich ein kleiner Pool.

h115 [G9] Hotel Fernando III. €€€€, calle San José 21, Tel. 954217307, Fax 954220246, www.hotelfernandoiii.com. Großes Hotel mit 157 bestens eingerichteten Zimmern im Barrio de Santa Cruz mit eigener Garage. Moderne Gestaltung mit Balkon, Satelliten-TV und einem kleinen Pool auf der Terrasse. Nur einen Steinwurf entfernt liegen an einem kleinen Platz einige Bars.

h116 [D7] NH Plaza de Armas €€€€, calle Marqués de Parades s/n, Tel. 954901992, Fax 954901232, www.nh-hotels.com. Modernes Großhotel einer bekannten Kette mit 262 Zimmern, das etwas am Rande der Altstadt liegt, gegenüber von Triana und sehr nahe am Fluss. Insgesamt eine sehr gute Einrichtung, modern, ohne Schnörkel und ohne folkloristische Dreingabe.

h117 [F9] Hotel Doña María €€€€, calle Don Remondo 19, Tel. 954224990, Fax 954219564, www.hdmaria.com. Hervorragende Lage genau gegenüber der Kathedrale in einer Seitenstraße. Der verwinkelt-verschnörkelte Schriftzug über dem Eingang deutet an, wie die Einrichtung gehalten ist, nämlich prächtig, fast ein wenig überbordend und für manchen Geschmack knapp an der Kitsch-Grenze. Insgesamt 64 Zimmer, aber das möglicherweise Beste ist die Dachterrasse, von wo man einen herrlichen Blick auf die Giralda genießt.

h118 [E9] Hotel Vincci La Rábida €€€€, calle Castelar 24, Tel. 954501280, Fax 954216600, www.vinccihoteles.com. Modernes Haus in der Altstadt mit 81 Zimmern auf zwei Etagen. Die Zimmereinrichtung ist modern, korrespondiert trotzdem mit der historischen Architektur, aber ohne folkloristischen Überschwang. Als Service wird geboten: Zeitungszustellung aufs Zimmer, Internetzugang, Satelliten-TV und eine eigene Garage.

h119 [G9] Hotel Rey Alfonso X. €€€€, calle Ximénez de Enciso 35, Tel. 954210070, Fax 954564278, www.reyalfonsox.com. Ein topmodernes Haus mit 35 sehr gut und klar eingerichteten Zimmern, ab­solut schnörkellos mit einem Hauch Eleganz. Es liegt im Barrio de Santa Cruz vor einem kleinen Platz mit ein paar Bars. Im Hochsommer deutlich (!) günstigere Preise.

h120 [F8] Hotel Las Casas de los Mercaderes €€€€, calle Álvarez Quintero 9–13, Tel. 954225858, Fax 954229884, www.casasypalacios.com. Ein historisches Ensemble mit insgesamt 47 funktional eingerichteten Zimmern, das am Beginn einer Fußgängerzone, unweit der Plaza San Salvador liegt. Innen gibt es einen hübschen Innenhof mit maurisch inspirierter Dekoration.

h121 [E8] Hotel Inglaterra €€€€, Plaza Nueva 7, Tel. 954224970, Fax 954561336, www.hotelinglaterra.es. Noch ein Haus, das von den Umbaumaßnahmen im Zentrum profitiert. Seitdem die Plaza Nueva weitestgehend – aber nicht komplett – zur Fußgängerzone umgestaltet wurde, ist es hier deutlich ruhiger geworden. Allerdings hat die neue Straßenbahn dort eine Endhaltestelle. Das große Haus jedenfalls bietet einen guten Komfort, wenngleich es äußerlich eher nicht dem typischen Sevillaner Stil entspricht, sondern mehr einem Zweckbau ähnelt. Aber immerhin besteht das Hotel über 150 Jahre und sah auch schon in den Anfängen so aus. Auch nicht selbstverständlich in der Stadt von Tapas und Sherry: Unten befindet sich ein britischer Pub!

h122 [F9] Hotel Petit Palace Marqués Santa Ana €€€€, calle Jimios 9–11, Tel. 954221812, Fax 954228993, www.hthoteles.com. Das Hotel gehört zu einer landesweiten Kette von „Hightech-Hotels“, die modern, mit klaren Linien und Formen eingerichtet sind, außerdem ist der letzte technische Schrei hier Standard. Untergebracht in einem kleinen historischen Haus mitten in der Altstadt.

Mittlere Preiskategorie

h123 [G9] Hostería del Laurel €€€, Plaza de los Venerables 5, Tel. 954220295, Fax 954210450, www.hosteriadellaurel.com. Eine kleine, schmucke Unterkunft in einem historischen Haus aus dem 18. Jh. mitten im Barrio de Santa Cruz gelegen (ohne Autoverkehr). Insgesamt 21 Zimmer mit einer der historischen Umgebung angepassten Möblierung. Unten befindet sich eines der bekanntesten Lokale der Stadt.

h124 [G9] Hotel Alcántara €€€, calle Ximénez de Enciso 28, Tel. 954500595, Fax 954500604, www.hotelalcantara.net. Einer der wenigen Neubauten in der Altstadt, konkret beim sephardischen Kulturzentrum gelegen, wo auch Flamenco-Shows gezeigt werden. Das Hotel liegt etwas von der schmalen Gasse zurückversetzt und hat einen winzigen Innenhof vor der Rezeption, es wirkt nur von außen etwas rustikal, innen sind die 21 Zimmer modern eingerichtet ohne überflüssigen Ballast. Familien können auch Dreierzimmer buchen.

h125 [E9] Hotel Adriano €€€, calle Adriano 12, Tel. 954293800, Fax 954228946, www.hoteladriano.net. So etwa auf halbem Wege zwischen Stierkampfarena und Kathedrale liegt dieses gelblich gehaltene 34-Zimmer-Haus an einer „normalen“ Straße, also nicht mitten in der Altstadt. Sowohl von außen als auch von innen nett dekoriert, wirkt es besser als die offiziell vergebenen 2 Sterne vermuten lassen. Es wurde hervorragend unter Beibehaltung des historischen Stils renoviert.

h126 [D8] Hotel Bécquer €€€, calle Reyes Católicos 4, Tel. 954228900, Fax 954214440, www.hotelbecquer.com. Ein modernes Großhotel von 118 Zimmern ohne folkloristischen Touch, sieht man mal von einigen Bildern mit historischen Motiven ab. Es liegt näher an Triana als zur Innenstadt, aber Autofahrer können völlig problemlos die hoteleigene Garage ansteuern, was sonst in der Altstadt schnell zu einem schweißtreibenden Abenteuer ausartet. Die Zimmer verteilen sich auf sechs Etagen, sind gut und ohne Schnörkel eingerichtet. Nebenan gibt es eine Bar und oben auf dem Dach einen kleinen Pool.

h127 [G9] Hotel Amadeus €€€, calle Far­nesio 6, www.hotelamadeussevilla.com, Tel. 954501443, Fax 954500019. Kleines, gemütliches Haus mit nur 13 Zimmern, das im Barrio de Santa Cruz liegt. Charmant-verspielte Einrichtung mit erkennbar musikalisch inspiriertem Stil. Das Haus liegt in einer schmalen Gasse, die nicht einmal ein Smart durchfahren könnte.

h128 [H9] Hotel Puerta de Sevilla €€€–€€€€, calle Puente de la Carne 2, Tel. 954987270, Fax 954987360, www.hotelpuertadesevilla.com. Im andalusischen Stil gehaltenes Haus mit kleinen Balkonen in zentraler Lage im Barrio de Santa Cruz. Etliche Lokale liegen ganz in der Nähe, aber auch einer der Parks. Insgesamt typisch andalusisch eingerichtet mit liebevollem Blick aufs Detail, aber auch modern mit WLAN-Internet auf den Zimmern.

h129 [F9] Hotel Alminar €€€, calle Álvarez Quintero 52, Tel. 954293913, Fax 954212197, www.hotelalminar.com. Ein kleines Haus in einer engen Gasse, durch die Autos nicht mehr fahren können. Es hat zwei Etagen mit Minibalkonen und eine hübsche Dekoration und liegt zentral, nur 50 m von der Kathe­drale entfernt. Es wurde 2005 komplett renoviert und mit einer modernen Einrichtung versehen, die aber auch die historische Architektur berücksichtigt. Nur 12 komfortable Zimmer, ADSL-Internet. Frühstück gibt’s im kleinen Innenhof.

Untere Preiskategorie

h130 [F9] Hotel Van Gogh €€, calle Miguel Maraña 4, Tel. 954563727, Fax 954563727, www.grupo-piramide.com. Kleine Pension in ruhiger und sehr zentraler Lage beim Alcázar. Das andalusisch dekorierte Haus hat 19 Zimmer (auch einige Dreier), die nicht sehr groß ausfallen, aber korrekt eingerichtet sind. Insgesamt sehr bunt und individuell gehalten mit einem künstlerischen Touch.

h131 [G7] Hotel Don Pedro €€, calle Gerona 24, Tel. 954293333, Fax 954211166, www.hoteldonpedro.net. Es gibt Unterkünfte, die zentraler liegen, aber weniger in diesem Preis-Leistungs-Segment. Das Hotel ist in einem Haus aus dem 18. Jh. untergebracht. Die meisten der 18 Zimmer liegen auf zwei Etagen um einen zentralen Innenhof, haben aber auch teilweise Außenbalkone. Insgesamt sehr freundlich im andalusischen Stil eingerichtet und die Altstadt liegt trotzdem noch in Laufdistanz.

h132 [F9] Hotel Europa €€, calle Jimios 5, 954500443, Fax 954210016, www.hoteleuropasevilla.com. Das kleine Haus mit 16 Zimmern liegt nahe der Kathedrale in einer ruhigen Seitenstraße und sieht viel besser aus, als der eine Stern vermuten ließe. Zimmer, Eingangsbereich und überhaupt das ganze Haus sind mit historischen Gegenständen dekoriert, die Zimmer haben teilweise klassische Kachelmuster. Den Treppenbereich schmücken großformatige Bilder und selbst der Eingangsbereich wirkt liebevoll dekoriert.

h133 [G9] Hotel Córdoba €€, calle Farnesio 12, Tel. 954227498. Ein weiteres kleines Hotel (12 Zimmer) in einem historischen Haus in einer äußerst schma­len Gasse mitten im Barrio de Santa Cruz. Die Räume liegen um einen Innenhof.

h134 [F9] Hostal Da Vincci €€, Avenida de la Constitución 20, Tel./Fax 954226141, www.grupo-piramide.com. Vermutlich waren die Betreiber dieses Hauses eine Zeit lang trunken vor Freude über ihr unfassbares Glück. Bis vor Kurzem war die Straße, an der das Hotel liegt, eine laute, äußerst stark befahrene Hauptverkehrsstraße. Vorbei und vergessen! Sie wurde zur Fußgängerzone umgestaltet, auf der nur noch die Straßenbahn vorbeirumpelt. Und seitdem liegt dieses Hostal in absolut privilegierter Lage direkt gegenüber der Kathedrale. Eine Treppe führt zur kleinen Rezeption, dahinter liegen 22 DZ, fünf Dreier- und zwei EZ, alle mit TV und eigenem Bad.

h135 [F10] Hotel Picasso €€, calle San Gregorio 1, Tel. 954210864, www.grupo-piramide.com. Eine weitere Pension, die zu dieser kleinen Kette von individuellen „Maler-Hotels“ gehört. Das kleine Haus liegt äußerst zentral beim Alcázar und hat neben DZ auch einige Dreier und sogar Vierer. Alle mit eigenem Bad und einer verspielt-bunten Dekoration.

h136 [F9] Hotel Simon €€, calle García de Vinuesa 19, Tel. 954226660, Fax 954562241, www.hotelsimonsevilla.com. Kleines, urgemütliches Haus mit 29 Zimmern in einem Sevillaner Stadthaus aus dem 18. Jh. mit schönem Patio. Sehr zentral gelegen, kaum 100 m von der Kathedrale entfernt.

Jugendherberge

Generelle Infos zu Jugendherbergen gibt es unter www.reaj.com.

j112 [G14] Die Jugendherberge (Albergue juvenil Sevilla) in Sevilla liegt leider nicht eben zentral, sondern etwas südlich vom Zentrum an der calle Isaac Peral 2, Tel. 955056500. Zu erreichen per Stadtbus Nr. 6, vom Busterminal Plaza de Armas in Richtung Sanitario fahren.

Verkehrsmittel (siehe Reiseführer S. 110)

Ausflugsschiffe

Zu jeder halben Stunde zwischen 10 und 22 Uhr startet ab dem Torre del Oro à ein Panoramaschiff zu einer einstündigen Fahrt auf dem Río Guadalquivir. Während der Tour gibt es viele Hinweise zu Sehenswürdigkeiten und es werden auch einige Geschichtchen drumherum erzählt, übrigens mehrsprachig.

µ Cruceros Torre del Oro, Tel. 954561692, www.crucerostorredeloro.com, Preis: 15 €, Kinder unter 14 Jahren in Begleitung der Eltern frei

Pferdekutschen

Die Kutscher warten an speziellen Stellen in der Stadt, vor allem vor der Kathedrale É, aber auch beim Torre del Oro à, bei der Plaza de España Ú und vor dem Hotel Alfonso XIII. Bis zu vier Personen können in der Kutsche Platz nehmen, mit Kindern meist noch mehr. Die Kutscher steuern alle wichtigen Sehenswürdigkeiten an, nur durch die ganz engen Gassen der Altstadt fahren sie nicht.

Die Preise sind fixiert, eine Stunde kostet 30,05 €, an Festen wie Semana Santa („Osterwoche“) oder zur April-Feria wird es deutlich teurer.

Stadtbusse

Routen

Interessant für Besucher sind einige Stadtbusse, die auf einem Rundkurs durch die Stadt zirkulieren. Insgesamt existieren sechs dieser Busse, die alle eine Nummer mit dem Buchstaben C (für „circular“) tragen. Der Bus Nr. C-6 legt die weiteste Strecke zurück, ist damit eher uninteressant. Alle C-Busse schlagen einen unterschiedlich großen Bogen und passieren aber immer auch die Innenstadt. Besucher können deshalb bedenkenlos einsteigen, irgendwann erreicht jeder Bus wieder das Zentrum.

µ C-1 fährt z. B. an der Isla Mágica æ und am Monasterio de la Cartuja ç vorbei, durch Triana â und passiert auch den Parque María Luisa Ù sowie die alten Stadtmauern Ö im Stadtteil Macarena. Der gefahrene Kreis ist ziemlich groß.

µ C-2 befährt eine identische Route mit leichten Abweichungen, nur entgegengesetzt.

µ C-3 fährt beim Torre del Oro à vorbei und dann hinüber nach Triana â. Nach kurzer Zeit geht es über den Fluss zurück, entlang der Flussstraße calle Torneo, an der Stadtmauer Ö in Macarena vorbei, bevor der Parque María Luisa Ù erreicht wird, von wo es erneut zum Torre del Oro à geht.

µ C-4 fährt die umgekehrte Strecke, nur mit der Abweichung, dass es nicht durch Triana â geht, sondern den Fluss entlang über den Paseo Cristóbal Colón.

µ C-5 ist ein Kleinbus, der auch nur eine kleine Runde dreht, aber durch relativ enge Straßen fahren kann und u. a. an der Plaza Nueva, calle Reyes Católicos, Plaza San Francisco und an der Kathe­drale É vorbeifährt.

Tickets

µ Einfache Tickets kosten 1,10 € und es gibt sie direkt beim Busfahrer.

µ Eine Zehnerkarte (bono 10) kann nur im Kiosk erworben werden und kostet 5 €. Diese Karte kann von mehreren Personen genutzt werden und muss bei Fahrtantritt im Bus abgestempelt werden.

µ Touristenkarte (tarjeta turística) gibt es für einen Tag (3,25 €) oder für drei Tage (7,50 €), beide Tickets ermöglichen unbegrenztes Busfahren.

Infos

µ Tel. 900710171, www.tussam.es

Straßenbahn

Ganz neu ist die innerstädtische Straßenbahn, die übrigens hier „Metro Centro“ genannt wird. Die Strecke verläuft bislang von der Plaza Nueva über die Avenida de la Constitución an der Kathedrale vorbei, biegt bei der Plaza Puerta de Jerez ab in die calle San Fernando und endet momentan noch vor dem Busterminal Prado de San Sebastián. Eine Verlängerung u. a. bis zum Hauptbahnhof Estación Santa Justa ist vorgesehen.

Wetter und Reisezeit (siehe Reiseführer S. 113)

Ja, es stimmt: Im Sommer wird es sehr (!) heiß in Sevilla. Durchschnittliche Temperaturen für Juli und August werden mit 35 °C angegeben, Betonung auf „Durchschnitt“. Regelmäßig klettert das Thermometer aber in dieser Zeit auf 40 °C und höher, im Juli 1995 wurde sogar ein Rekordwert von 46,6 °C gemessen. Halb Sevilla flüchtet dann aus der Stadt, aber es halten sich gar nicht einmal so wenige Touristen dort auf. Einer der Gründe: Viele Hotels betrachten diese Phase als „Nebensaison“ und bieten teilweise ganz erstaunlich niedrige Tarife. Wer aber empfindlich auf Hitze reagiert, sollte lieber nicht fahren.

In den Monaten Mai und Juni pendelt die Durchschnittstemperatur bei 26–31 °C, aber in dieser Zeit reisen auch viele Besucher an. Der September bringt noch 31 °C im Durchschnitt, aber doch weniger Touristen.

Der April ist einerseits ein sehr schlechter Reisemonat, weil dann die beiden größten Volksfeste stattfinden: die Semana Santa („Osterwoche“) und die April-Feria. Was natürlich ein unglaublich beeindruckendes Spektakel ist, bringt aber auch die höchsten (!) Hotelpreise im Jahreslauf. Wer nun trotzdem und gerade deswegen nach Sevilla reisen möchte, muss viele Monate vorher ein Zimmer reservieren.

Die restliche Jahreszeit eignet sich aus klimatischer Sicht immer für eine Reise, tiefer als 15 °C fällt zumindest im Durchschnitt das Thermometer nicht – im Einzelfall dann natürlich doch mal.

Regen fällt etwa zwischen 600 und 800 mm im Jahr, was überraschenderweise dem Wert von Hamburg entspricht. Er verteilt sich auf den Zeitraum von Oktober bis April, wobei es im Dezember am häufigsten regnet.

Praktische Reisetipps

Diplomatische Vertretungen

Koffer holen und ab ins Hotel

065se Abb.: sm

066se Abb.: sm

Mit dem Taxi geht’s schneller ins Zentrum

Im rechten Gebäude befindet sich das deutsche Konsulat

Sevilla umsonst

Einige Sehenswürdigkeiten bieten an speziellen Tagen freien Eintritt:

µ Real Alcázar Í: generell für Studenten und Rentner

µ Casa de Pilatos Ñ: Dienstag 13–17 Uhr für EU-Bürger

µ Museo de Arte Contemporáneo y Monasterio de la Cartuja ç: Dienstag für EU-Bürger

µ Hospital de los Venerables Sacerdotes Ï: am Sonntagnachmittag

µ Torre del Oro à: am Dienstag

µ Ayuntamiento Ò: generell mit Ausweis

µ Museo de Bellas Artes Ô: für EU-Bürger mit Ausweis gratis

µ Museo Arqueológico Ü: für EU-Bürger mit Ausweis gratis

µ Museo de Artes y Costumbres Populares Ý: für EU-Bürger mit Ausweis gratis

EXTRATIPP

067se Abb.: sm

Praktische Reisetipps

EInformationsquellen

SevillaCard

Mit der SevillaCard erhalten Besucher eine Reihe von Vorteilen: freier Zugang zu vielen Museen, freie Benutzung der städtischen Busse (wahlweise mit Aufpreis) und der Ausflugsschiffe, freier Eintritt in der Isla Mágica ab 14.30 Uhr, freie Benutzung der Stadtrundfahrtbusse. Außerdem Ermäßigungen in vielen Geschäften und Restaurants. Die Karte gibt es für 24, 48 und 72 Stunden. Zu erwerben: online unter www.sevillacard.es, bei den Touristeninformationen, am Flugplatz oder in manchen Reisebüros. Preise: 24 Std. 50 € bzw. 53,11 €, 48 Std. 60 € bzw. 66,22 €, 72 Std. 65 € bzw. 72,25 € jeweils ohne bzw. mit öffentlichem Transport.

EXTRATIPP

Tapas gehen meist nicht ins Geld

068se Abb.: sm

Am Zeitungskiosk gibt es auch Postkarten und Stadtpläne

µ Abrams, Douglas C.: „Das Tagebuch des Don Juan“. Don Juan, der Frauen reihenweise verführte, wird von der Inquisition bedroht, plant deshalb seine Flucht und verliebt sich ausgerechnet in diesem Moment in eine Frau. Genau das sollte ihm eigentlich nie passieren und nun kämpft er den letzten, wichtigsten Kampf seines Lebens. Das Don-Juan-Motiv wird hier weitergesponnen und dem Leser in Form einer Tagebuchaufzeichnung dargeboten.

µ Hewson, David: „Semana Santa“. Mitten in der aufgeheizten Stimmung der Osterwoche geschehen brutale Morde in Stierkampfmanier. Eine junge Polizei-Praktikantin wird in die Ermittlungen hineingezogen, die weit zurückführen in Spaniens Geschichte bis zum Bürgerkrieg. Atmosphärisch sehr dicht beschrieben, erlebt der Leser die Prozessionen hautnah mit.

µ Pérez-Reverte, Arturo: „Jagd auf Matutin“. Ein Hacker dringt in den Privatcomputer des Papstes ein und hinterlässt eine Nachricht, dass eine alte Kirche in Sevilla in Gefahr sei. Außerdem passieren dort mehrere Unfälle mit Todesfolge. Lorenzo Quart, Ermittler im päpstlichen Geheimdienst, reist nach Sevilla, um das Rätsel zu lösen. Schnell wird er in vielfache Intrigen hineingezogen und muss alsbald Stellung beziehen. Sehr authentische Darstellung mit vielen tatsächlich existierenden Lokalen, Straßen und Plätzen. Hervorragend geschrieben und kongenial übersetzt!

µ Wilson, Robert entwickelt die Figur des Sevillaner Ermittlers Javier Falcón, der seine Fälle in Sevilla etwas eigenbrötlerisch löst. Falcón lebt in einem zu großen, geerbten Haus unweit des Museo de Bellas Artes im Zentrum. Seine Fälle führen ihn teilweise in die reichen Vororte, oft genug auch mitten hinein ins urtümliche Sevilla. Lieferbar sind folgende Titel: „Der Blinde von Sevilla“, „Die Toten von Santa Clara“, „Die Maske des Bösen“.

Meine Literaturtipps

Praktische Reisetipps

Internetcafés, Mit Kindern unterwegs

069se Abb.: sm

Praktische Reisetipps

Notfälle, Öffnungszeiten

Hallo, Pferd! Eine Fahrt mit der Kutsche macht nicht nur Kindern viel Spaß

Hitze: Ja, natürlich soll es während Ihres Aufenthaltes warm sein. Meinetwegen auch heiß. Aber es muss ja nun wirklich nicht so derart knallheiß sein, dass man kaum noch japsen kann. Im Juli und noch mehr im August klettert das Thermometer auf über 40 °C, die Sevillanos stöhnen dann mächtig. Auch Touristen leiden darunter, stromern trotzdem eisern durch die Altstadt. Das können sie auch, denn nach ein paar Tagen verschwinden sie wieder, die Sevillanos müssen die Hitze aber zwei Monate lang ertragen. Ein paar Grade weniger wäre für alle erträglicher. Aber dann hätte man ja nichts zu Erzählen ...

Nelkenverschenkerin: Sie sind weniger geworden, aber immer noch vorhanden. Frauen, die gezielt auf Touristen losgehen, diese beschwatzen, ihnen eine Nelke schenken oder aus der Hand lesen wollen. Klare Ansage: sofort umdrehen und weggehen! Die Damen haben nichts zu verschenken, sondern wollen nur Ihr Bestes ...

Museumswärter: Die müssen natürlich sein, aber manche nehmen ihren Job schon bitterernst. Wahrscheinlich aus Langeweile. In manchen Museen ist das Fotografieren völlig verboten, in anderen nur das Blitzen. Okay, das sieht man ja auch noch ein. In der Kathedrale geht mal das eine, mal das andere. Hmm, schon verwirrender. Und im Real Alcázar wollte man uns sogar rausschmeißen, als wir mit Stativ fotografierten. Nein, das ginge nun überhaupt nicht. Rückfragen unerwünscht, Diskussion zwecklos. Is’ so und basta!

Autos in der Altstadt: Man darf sich nur wundern, mit welchem Mut (?) manche Autofahrer ihr Vehikel durch die teilweise sehr engen Gassen der Altstadt steuern. Und mit welcher Geschwindigkeit. Wer da als Fußgänger nicht seinen Bauch einzieht und den Hintern ganz fest an die Wand quetscht, den streift noch der Seitenspiegel. Muss doch nicht sein!

Erscheinungen, ohne die man gut klarkommen würde

070se Abb.: sm

Es wird heiß in Sevilla

Praktische Reisetipps

Organisierte Stadttouren, Post, Radfahren

072se Abb.: sm

071se Abb.: sm

Im Doppeldecker durch die Stadt, aber nicht die Sonne unterschätzen!

So sehen die spanischen Briefkästen aus

073se Abb.: sm

Praktische Reisetipps

Schwule und Lesben, Sicherheit

Leihräder von Sevici

074se Abb.: hf

Das kann leider schon mal passieren ...

Mini-Sprachkurs: „albanico“ bedeutet Fächer

075se Abb.: sm

Praktische Reisetipps

Telefonieren

076se Abb.: sm

µ Deutschland: 0049

µ Österreich: 0043

µ Schweiz: 0041

Nach der Landesvorwahl muss man die lokale Vorwahl ohne die Null wählen.

µ Spanien: 0034 und dann die neun­stellige Teilnehmernummer wählen.

TelefonVorwahlen

Noch gibt es Telefonkabinen

Hotel Las Casas de la Judería

Praktische Reisetipps

Unterkunft

077se Abb.: sm

078se Abb.: sm

Praktische Reisetipps

Unterkunft

Der prächtige Eingang des Hotels Doña María

079se Abb.: sm

Das „musikalisch inspirierte“ Hotel Amadeus

Hotel Puerta de Sevilla im Barrio de Santa Cruz

080se Abb.: sm

Praktische Reisetipps

Unterkunft

081se Abb.: sm

Ausflugsschiff am Anleger vor dem Torre del Oro

Warum nicht mal so?

µ Warum nicht einmal ein paar Brocken Spanisch sprechen? Alle werden begeistert sein.

µ Bequeme Schuhe mitnehmen! Gerne auch leichte Sportschuhe, aber diese eher nicht abends im guten Restaurant anziehen. Da darf es dann doch etwas formeller sein.

µ Im Hotel einen Zimmersafe mieten und dort alle Wertsachen sicher deponieren.

µ Besorgen Sie sich bei einer Touristeninformation die kostenlose Zeitschrift „El Giraldillo“, dort sind alle wichtigen Veranstaltungen der Woche aufgelistet.

µ Die Hitze, den Verkehrslärm, die teilweise Hektik unterschätzen viele. Gönnen Sie sich zwischendurch eine Ruhepause, beispielsweise im Parque María Luisa Ù oder am Flussufer.

µ In einer Bar am Tresen sein Bierchen zischen oder Wein trinken. Auch Tapas verzehrt man am Tresen stehend. Wer sich hinsetzt, zahlt mehr.

µ Olivenkerne, Servietten und Zahnstocher auf den Fußboden vor dem Tresen werfen. Das kostet zunächst Überwindung, wird aber in vielen Bars noch gepflegt, allerdings nicht in allen. Vorher also mal schauen, was die anderen machen.

µ Kathedrale und Real Alcázar sind immer sehr voll. Wenn möglich, ganz früh kommen.

So besser nicht!

µ Nicht die Siestazeit ignorieren. Viele Geschäfte sind geschlossen, auch so manche Sehenswürdigkeit. Besser die drei Stunden selbst zum Verschnaufen im Hotel oder für ein längeres Mittagessen nutzen.

µ Nicht in Englisch auf Spanier einreden.

µ Kein Auto mieten. Man benötigt es im Zentrum sowieso nicht, da alles recht nah beieinander liegt.

µ Menschen nicht respektlos fotografieren, besonders „gitanos“ reagieren da empfindlich.

µ Keinen Geldautomaten direkt an einer belebten Straße nutzen. Besser in den Vorraum einer Bank gehen und dort Geld ziehen. Die Türen öffnen manchmal erst auf Knopfdruck von innen oder nach dem Durchziehen der Geldkarte durch einen markierten Schlitz.

µ Nicht zu früh zum Essen gehen. Mittags vor 14 Uhr und abends vor 21 Uhr findet man kein Lokal ge­öffnet, höchstens eins ausschließlich für Touristen.

µ Nicht an einen schon besetzten Tisch dazusetzen.

µ Bei einer Flamenco-Show nicht zu viele Fotos schießen.

µ Im Real Alcázar nicht mit Stativ fotografieren, das ist dort strikt verboten.

Verhaltenstipps

Praktische Reisetipps

Verhaltenstipps

082se Abb.: sm

083se Abb.: sm

Praktische Reisetipps

Wetter und Reisezeit

Auch Stadtbusse brauchen mal eine Siesta

Pferdekutsche im Einsatz

1999 fanden die Weltmeisterschaften der Leichtathletik in Sevilla statt, ausgerechnet im knallheißen Monat August. Da dort auch ein Marathon ausgetragen wurde, litten die Läufer natürlich besonders unter der Hitze. Damit sie nicht auch noch psychologisch heruntergezogen würden, schaltete man die überall in der Stadt stehenden Uhren aus, die wechselweise die Uhrzeit und die Temperaturen anzeigen. Wurde mir jedenfalls erzählt. Leider gibt es keine Bestätigung für diese nette Geschichte, aber vorstellbar wäre es schon. Der Sieger, ein Spanier, kam in einer Zeit ins Ziel, die etwa 10 Minuten unter heutigem Weltklasseniveau liegt. Das aber ist völlig egal, jeder, der die Strecke bei den Temperaturen absolviert hat, verdient unseren nachträglichen Respekt. Denken Sie mal daran, wenn Sie durch die Straßen spazieren und stellen Sie sich mal vor, jetzt einen Marathon laufen zu müssen ...

Ach ja, einen alljährlichen Marathon gibt es immer noch, im Februar.

Marathon in Sevilla

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