4-wheel-nomads: Overlanding, Vagabonding, Slow Travel, Nomadism

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Reisephilosophie der 4-wheel-nomads

 

Overlanding ("Überlandreisen") ist autarkes Abenteuerreisen zu abgelegenen, wenig touristisch vermarkteten Destinationen, wobei das Reisen an sich das primäre Ziel ist. Wie man diese Ziele erreicht, ob zu Fuß, auf dem Pferderücken, mit dem Fahrrad, Motorrad oder mit dem Auto, ist dabei nicht relevant. Für uns und viele andere "Overlander" ist es dabei wichtig, Menschen, Natur und Kulturen direkt zu erfahren und andere Arten und Weisen zu leben kennen zu lernen. Dies ist im Fluss der Haupttouristenströme weniger möglich und ebenso auch kaum, wenn man als große Gruppe unterwegs ist.

 

Vagabonding ("Vagabundieren, Herumziehen"), nach dem gleichnamigen Buch von Rolf Potts bezeichnet ein Reisen, bei dem man sich mit Abstand zum "normalen" Leben Zeit nimmt um die Welt nach eigenen Vorstellungen zu entdecken und erleben. Vagabonding beschreibt dabei eher eine Lebensauffassung, die Kreativität, Entdeckungen und das Wachsen an Herausforderungen betont. Langzeitreisen ist in diesem Zusammenhang keine "Flucht", sondern Abenteuer und Leidenschaft - auch ein Weg Ängste zu überwinden und das Leben voll auszuleben.

In unserem "normalen" Leben werden die meisten alltäglichen Dinge von unserem Unterbewusstsein kontrolliert. Ein gutes Beispiel ist das Steuern eines Autos: die meisten dafür notwendigen Handlungen erfolgen unbewusst. Erst wenn etwas Unerwartetes passiert, steigt das Bewusstsein wieder ein und wir beginnen aufmerksam zu sein. Die meisten Touristen wollen in ihrem Urlaub relaxen, alles soll entspannt und vorgeplant sein, mehr oder weniger so wie zuhause (manchmal ist nur das Klima anders). Slow Travel bezeichnet das bewusste Reisen und unbekannte Gefilde (auch im übertragenen Sinne), sich Zeit zu nehmen, Dinge passieren zu lassen und das Reisen an sich (auch die damit verbundenen "Fiaskos") zu genießen, als Herausforderung anzunehmen, ohne einen zu festen Plan zu haben, einen bestimmten Ort zu erreichen.

 

Nomadentum und Nomade sind für uns Begriffe, die einen archaischen Lebensstil bezeichnen, der nahe an Natur und Klima ist und nicht an einen festen Ort gebunden ist. Tägliche Routinen wie das Aufbauen des Camps, Kochen oder das Versorgen des Autos (oder bei "echten" Nomaden der Tiere) werden ganz natürlich zwischen allen Familienmitgliedern verteilt, was eine gute Möglichkeit darstellt als Team zusammenzuarbeiten und zu -wachsen. Gleichzeitig können Kinder dadurch schon früh Verantwortung für sich selber und andere übernehmen - etwas das Kindern in unserer "westlichen" Welt leider viel zu selten ermöglicht wird.