Die Insel der Verbannten - InselTrip Fuerteventura

Badevergnügen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse - Sonnenuntergänge an Lagunen-Stränden, Alleinsein an Robinson-Stränden im Süden der Insel, Sandburgen bauen an Dünenstränden oder surfen an der Playa Barca. Heute würde man gerne auf die Insel verbannt werden.
 
Das war im 19ten und der ersten Hälte des 20sten Jahrhundert deutlich anders. Es gab eine Zeit in Spanien, als Unliebsame in die Wüste nach Fuerteventura geschickt wurden. Einer der wichtigsten spanischen Schriftsteller, Miguel de Unamuno (1864 - 1936), wurde 1924 auf die Insel verbannt, weil er die damalige Militärdiktatur Primo de Riveras kritisierte. Unamuno nutzte die Zeit der Verbannung, indem er neben seiner publizistischen Tätigkeit, Fuerteventura bereiste. Auf Kamelen beritt und erkundete er die Insel. Die kahlen, asketischen Berge faszinierten ihn besonders. Am »verbrannten Berg« der Montaña Quemada, wolle er begraben werden, schrieb er einem Freund.
 
Nach vier Monaten  verließ er Fuerteventura, reiste nach Paris und lebte dort bis 1934. 1936 kehrte er nach dem Sturz Primo de Riveras in seine alte Heimat Spanien zurück und verstarb am 12. Dezember 1936. Sein Versprechen, die Insel noch einmal zu besuchen, hat er nicht eingelöst, aber seine Sehnsucht blieb. Er schrieb in einem Essay: »Mit meiner Seele bin ich immer dort«.
 
Die Bewohner Fuertes ehrten ihn mit dem Museum Casa Museo Unamuno und einem Denkmal am Fuß des Montaña Quemada.
 
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