6Westfalen – Etoscha in grün statt in grau

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In Botswana waren wir ja schon im Kalahari Game Reserve. Dort wollten wir eigentlich Löwen sehen, da es aber so schlammig und grün war, konnten wir keine zehn Meter weit gucken und so auch nicht viele Tiere entdecken. Also sind wir in Namibia noch mal in den Etoscha National Park gefahren. Eigentlich hatten wir Angst wieder stecken zu bleiben, aber als wir dann im Park waren, haben wir gesehen, dass es gute Schotterstraßen gibt. Die ersten 30 km fuhren wir noch auf einer Asphaltstraße und konnten schon viele Giraffen, Zebras, Impalas und Springböcke sehen. Die erhofften Löwen und Nashörner blieben aber vorerst aus. In Namutoni hörte dann die Asphaltstraße auf und wurde zu einer gut zu befahrenden Schotterpiste mit Wellblech. Kurz nach Namutoni sind wir dann zur Etoschapfanne gekommen. Diese stand so unter Wasser, dass es mit dem Gras davor so aussah, als sei man in der Bretagne.

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Dort haben wir wieder viele Antilopen, Gnus und Zebras beim Grasen gesehen. Nach ein paar Kilometern kamen wir an einem Aussichtspunkt vorbei, an dem ein Auto stand. Also sind wir dorthin gefahren und die Insassen des Autos haben uns gesagt, das ganz weit weg drei Löwen im Gras liegen. Als das andere Auto dann weggefahren ist, konnten wir ein Stück vorfahren und haben die Löwen auch gesehen. Das war schon echt cool, aber da die Löwen wirklich sehr weit weg waren und sich nicht bewegt haben, sind wir relativ bald weitergefahren. Gegen Mittag hatten wir noch nicht einmal die Hälfte der Strecke durch den Park geschafft hatten, sind wir ein bisschen schneller gefahren und haben nicht bei jedem Gnu, Zebra oder Springbock angehalten. Diese Tiere hatten wir schon oft gesehen.

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Außerdem haben wir viele Vögel, darunter auch Strauße und Riesentrappen, gesehen. Gegen ein Uhr haben wir an einem Rastplatz Pause gemacht, wo wir auch aussteigen durften. Dort haben wir zwei andere Gruppen getroffen, die auch privat unterwegs waren. Die haben uns gesagt, dass sie 30-40 km weiter in einem Nebenweg sechs Löwen und Löwinnen ganz nah an der Straße unter einem Baum liegen gesehen haben! Als wir das gehört haben, wollten wir Kinder ganz schnell weiter, um auch die Löwen zu sehen. Also sind wir relativ schnell weitergefahren. Da es aber noch ein bisschen hin war bis zu den Löwen, hat es ganz schön lange gedauert, bis wir bei dem Abzweig waren. Bis dahin haben wir noch viele Grasfresser gesehen. Beim Abzweig waren wir dann schon total hibbelig und je näher wir dem Ort kamen, wo die Löwen liegen sollten, desto ungeduldiger wurden wir. Als wir die 5 km hinter uns hatten, haben wir sie gesehen: da lagen die Löwen unter einem Baum direkt an der Straße!!! Wir haben uns total gefreut und den Löwen und die fünf Löwinnen lange angeguckt. Aber die Löwen lagen ein bisschen hinter Gras und Bäumen, so dass man sie nicht komplett sehen konnte. Irgendwann haben wir auch noch weiter hinten einen Löwen und eine Löwin entdeckt, die sich ausgeruht haben. Eine Löwin hat immer wieder gegähnt, so dass man ihre eindrucksvollen Zähne sehen konnte. Bei dem Löwen mit seiner schönen Mähne sah es aber am besten aus, als er gegähnt hat und man seine Zähne sehen konnte. Die anderen Löwinnen haben sich teilweise auf den Rücken gelegt und alle Viere von sich gestreckt oder auch nur faul rum gelegen und manchmal den Kopf gehoben.

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Nach fast einer Stunde sind wir dann weitergefahren, da wir noch viele Kilometer bis zum Gate fahren mussten. Nach den Löwen haben wir wieder viele Antilopen, Zebras und Gnus gesehen, aber kurz vor der Asphaltstraße haben wir noch mal einen Nashornpopo ganz weit weg gesehen. Da das Nashorn die ganze Zeit gefressen hat, hat man wegen dem Gras den Kopf gar nicht gesehen, weshalb wir weitergefahren sind. Die letzten 20 km wurde es ein bisschen matschig, aber auf der Hauptpiste war das alles kein Problem. In Okaukuejo fing dann wieder die Asphaltstraße an, die für die letzten 30 km im Park auch so blieb. Auf der Asphaltstraße haben wir dann noch mal eine einzelne Löwin am Straßenrand liegen gesehen, da sie sich aber nicht bewegt hat, haben wir uns dort nicht lange aufgehalten und sind weitergefahren. Danach haben wir wieder viele Antilopen, Gnus, Zebras und Giraffen gesehen. Am Gate gab es einen Veterinärsperrzaun und als der Beamte unsere Eier gesehen hat, mussten wir sie wegen irgendeiner Straußeneierpest oder so kochen. Abends standen wir in einem Camp, in dem es Elenantilopen und Geparde gab und nachts haben wir noch einen Löwen brüllen gehört.

Lea Vosseberg (12 Jahre)

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