Aus dem Reisearchiv: Gili Terawangan, die Geschichte geht weiter

Strandausflug © Peter Rump
Die Geschichte, wie sich die kleine, unentdeckte Insel Gili Terawangan zum Touristen Hotspot entwickelte, geht weiter. Heute folgt der zweite Teil. Reist mit unserem Verlagsgründer Peter Rump nach Lombok in die Vergangenheit ins Jahr 1982.
Nachdem wir fast jeden Winkel Lomboks erforscht hatten, reisten wir zufrieden zurück nach Deutschland. Ich machte mich an die Arbeit meinen Reiseführer Bali und Lombok zu schreiben. Während der Arbeit bekam ich Zweifel, was wohl aus der einsamen Gili Terawangan, nach dem Erscheinen meines Reiseführers werden würde.
 
Aus diesem Grunde hielt ich mich sehr bedeckt. Schrieb von Sandflöhen und Mücken, einer schwierigen Überfahrt und Versorgungsproblemen. Die Strandhütten von Pak Majid und Ibu Suparmi erwähnte ich aber doch.
Irgendwann erhielt ich einen Brief von Pak Majid, er bat um weitere 150.- DM für Fensterscheiben. Ich war reichlich irritiert, überwies aber das Geld. 
 
Seinerzeit gab es ja keine Computer und ich besaß noch nicht einmal eine Schreibmaschine. Ich schrieb also das ganze Buch mit der Hand, und meine Schwester Doris quälte sich dann, das Manuskript per Maschine für die Setzerei aufzuarbeiten. Irgendwann, nach etwa eineinhalb Jahren, war der Reiseführer endlich gedruckt und ich konnte es kaum erwarten, nach Lombok zurückzukehren um zu sehen, was auf Gili Terawangan geschehen war. 
 
Schon vom Boot aus hielten Gunda (endlich hatte ich meine Traumfrau gefunden) und ich Ausschau nach den neuen Hütten, aber nichts war zu sehen. Als wir anlegten, sprachen uns gleich Kinder an, um uns zu Pak Majid zu führen. Erstaunlicherweise ging es Insel einwärts. Nicht am Beach entlang. Und dann sahen wir es. Pak Majid hatte ein ziemlich großes Holzhaus auf Stelzen gebaut. Ibu Suparmi kam auf uns zugelaufen und präsentierte uns stolz ihr Traveller-Home. Im riesigen Innenraum, waren mit Tüchern ca. 15 Schlafstellen abgetrennt. Darin ein Moskitonetz und eine Doppelmatratze.
Bis auf ein „Zimmer“ für uns, waren alle Plätze vergeben, aber leer. Alle waren am Strand. Ich war baff. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, aber es war genial.
 
Fortsetzung folgt.