Von Bamberg, Venedig und Rom

Das Wasserschloss Villa Concordia © Ulrike Grafberger

Wer den weiten Weg nach Venedig und Rom scheut, sollte sich einfach nach Bamberg ins schöne Frankenland aufmachen und die UNESCO Weltkulturerbestadt besuchen.

In den Hinterhöfen verbergen sich idyllische Orte © Gunda Urban

Rom wurde auf sieben Hügeln gebaut – Bamberg auch! Die Bamberger sieben Hügel wären: der Stephansberg mit der Stephanskirche, der Kaulberg mit dem Karmelitenkloster und die Obere Pfarre, die höchste Erhebung, die Altenburg mit der gleichnamigen Burg, der Jakobsberg mit der Jakobskirche, der Michelsberg mit dem Kloster Michelsberg, der Abtsberg, einst im Besitz des Abtes des Klosters Michelsberg und der berühmte Domberg, auf dem sich heute der Bamberger Dom befindet.

Blick auf den Michelsberg © Ulrike Grafberger

Venedig hat Gondolieri – Bamberg auch! Allerdings nur zwei. Der eine trägt im Berufsleben den schön klingenen Namen „Luigi“, heißt aber im wirklichen Leben Norbert und dann gibt es noch den Jürgen. Beide gondeln seit über 20 Jahren durch den Alten Main-Donau Kanal bis zur Schleuse 100. Natürlich liegt auch Klein Venedig auf dem Zielgebiet und wird angesteuert.

Auf dem Weg zur Gondel © Gunda Urban

Es gibt aber auch gewaltige Unterschiede. Und diese finden sich beim Bier. Denn in Bamberg werden über 50 Sorten Bier gebraut. Da hat Venedig und Rom nicht ansatzweise Vergleichbares zu bieten. Die Bamberger trinken vom Ungespundeten über das Weizenbier bis zum Pils alles, was Hopfen enthält. Im Herbst wird gegen den Winter-Blues ein starkes Bockbier getrunken. Und im Frühjahr überleben die Bamberger die Fastenzeit einigermaßen aufgrund eines nahrhaften Fastenbieres. Bier gilt hier als flüssiges Brot und darf auch während des Fastens getrunken werden. Das bekannteste Bier ist das Bamberger Rauchbier. Für dieses Spezialgebräu wird Grünmalz über dem offenen Buchenholzfeuer getrocknet.

Wer in Bamberg Bier trinken will, geht „auf den Keller“. Ganz logisch, denn das Bier lagert im Keller und getrunken wird oben auf dem Berg unter Schatten spendenden Bäumen mit Blick auf die traumhafte Altstadt.

Im Mahrs wird das Bier frisch aus dem Holzfass gezapft © Ulrike Grafberger

Ein Blick ins Bamberger Naturkunde-Museum lohnt sich. Die Ausstellung umfasst über 2.200 Exponate, die zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammen. 800 verschiedene Vogelpräparate, das sind rund ein Zehntel aller Vogelarten weltweit, beherbergt der Vogelsaal - der mit seinem  prächtigen, klassizistischen Stil beeindruckt. Die alten Vitrinen sind ausgestattet mit mundgeblasenem Glas und azuritblau bemalten Vitrinenrücklagen. Einzigartiges, wunderschönes und historisches Naturalienkabinett!

Der Vogelsaal im Naturkunde-Museum © Gunda Urban

Bamberg ist überschaubar, sehr gemütlich und bietet viele außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten auf kleinem Raum. Durch verwinkelte Gassen und über Brücken schlendern, in Cafes und Gaststätten zum Genießen und Entspannen bleiben. Venedig hin und Rom her – Bamberg ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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