CityTrip St. Petersburg

Liebhaber von Stadtspaziergängen kommen in St. Petersburg voll auf ihre Kosten. Auf der legendären Newskij Prospekt, der Schlagader der Stadt, sollten Petersburgneulinge als Allererstes hinauf- und wieder hinabschlendern. Wer diesen Stadtspaziergang zu Fuß absolviert hat, wird bereits viel von Petersburgs glitzernder Oberfläche und einige seiner herausragendsten Bauten gesehen haben. Tatsächlich können Fußfeste die meisten der im aktuellen Stadtführer CityTrip St. Petersburg genannten Sehenswürdigkeiten erreichen, ohne auf die Metro, die ausgesprochen prachtvoll ist und als absolut zuverlässig gilt, zurückgreifen zu müssen.

Für den eindruckvollsten Moment einer Reise nach St. Petersburg halten unsere Autoren Markus Bingel und Björn Jungius den Blick auf den Winterpalast, die ehemalige Residenz der russischen Zaren. Die beeindruckende, mintgrüne Fassadenfront erstreckt sich über 250 Meter, im Inneren erwartet ein Labyrinth von 1.500 Sälen und 117 Treppenaufgängen die Besucher. Nahezu 3 Millionen Kunstwerke beherbergt das Museum, von denen immerhin 60.000 gezeigt werden können. Meisterwerke von Matisse, van Gogh, Picasso, Kandinsky und Vertretern des Modernismus von Monet bis Cézanne sorgen besonders im Sommer für lange Schlangen an den Kassen. Summa Summarum: Ein Meisterwerk des Petersburger Barock, das auf eindrucksvolle Weise das imperiale Selbstverständnis des ehemaligen Zarenreichs widerspiegelt.

Für literarisch Interessierte empfiehlt sich ein Besuch in der ehemaligen Wohnung Dostojewskijs. Hier wohnte der bekannte russische Schriftsteller bis zu seinem Tod 1881. Erst 1971 wurde diese Wohnung offiziell als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Beleg dafür, wie schwer sich die Sowjets mit dem genialen Autor bzw. seinen religiösen und philosophischen Ansichten taten.

Zentral und auch wieder gut zu Fuß zu erreichen, liegt das Arktis- und Antarktismuseum. Ausgestopfte Polartiere, Wandmalereien arktischer Landschaften und viel Wissenswertes über Forschungsstationen in den Polargebieten präsentiert das Museum. Es gilt als die weltweit größte Sammlung, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

Mit seinen unterschiedlichsten Einkehrmöglichkeiten sorgt St. Petersburg gut für seine Besucher. In der Ul. Rubinschtejna befinden sich elegante Bars und Restaurants, die sich hervorragend für ausgedehnte Pausen eignen. Wer eher zu kleineren Stopps tendiert, wählt das Marketplace – ein SB-Restaurant mit offener Küche, Bergen aus Obst und Gemüse und einem wunderbaren Duftgemisch russischer Gewürze. Auch das Konzept der Anti-Cafés mit Wohnzimmer-Charme boomt und lässt mit seinen abgeschrappten Möbeln den oben erwähnten Schriftsteller lebendig werden.

St. Petersburg, eine der prächtigsten Residenz-Städte Europas, bietet eine Fülle an kunsthistorischen Schätzen und Bauwerken und spannenden Museen, interessanten Ausflugszielen vor den Toren der Stadt und eignet sich im Grunde zu jeder Jahreszeit für einen Besuch. Generell erstreckt sich die touristische Hauptsaison von Mai bis Ende August. Aber ein verschneites Petersburg zur Weihnachts- und Neujahrszeit hinterlässt einen unvergleichlichen Zauber. Manche behaupten sogar, die winterlichen Straßen gleichen dann einer begehbaren Schneekugel!

Wer in dem aktuellen Stadtführer blättern oder ihn direkt bestellen möchte, dem hilft dieser Link weiter

Wer sich darüber hinaus ein wenig St. Petersburg-Feeling anlesen möchte, dem sei dieser Artikel ans Herz gelegt:

https://www.abenteuer-reisen.de/sankt-petersburg-im-winter/