Everything_now — In Japan

Mit der Fähre von Shanghai nach Osaka © everything_now

Mit der Fähre nach Japan

Mit einem letzten Blick auf die Skyline von Shanghai verlassen wir China und machen uns mit der Fähre für zwei Tage auf den Weg durch das ostchinesische Meer nach Japan, wo wir von Osaka ausgehend wieder in eine ganz andere Welt eintauchen werden. Nach drei Monaten in China fühlen wir uns mehr als bereit für eine Veränderung und freuen uns auf die Seefahrt und die neuen Eindrücke, die auf uns warten.

Vom ersten Schritt, den wir an Land machen, spüren wir, wie anders die Uhren der Inselnation ticken. Hier herrschen Gelassenheit, Aufgeräumtheit, Freundlichkeit und Rücksichtnahme. Selbst Tokio, unter anderem bekannt für Wolkenkratzer, Shopping, Kultur und Unterhaltung, kommt uns viel ruhiger und gemächlicher vor, als wir es uns vorgestellt hatten. Der Himmel strahlt aufgrund des Winters fast täglich in hellem Blau, die Luft ist klar und die jahrtausende Jahre alte Kultur allgegenwärtig. Uns gefällt, wie der Fortschritt und das Neue hier fließend in die Tradition und das Alte übergehen. Anders als zum Beispiel in China ist das kulturelle Erbe und seine Stätten kein touristisches Ausstellungsobjekt sondern Teil des japanischen Lebens.

Im Stadtzentrum von Osaka, Präfektur Kansai © everything_now

Ausblick über Onomichi, Präfektur Hiroshima © everything_now

Uns haben es vor allem die ländlicheren Regionen angetan, wie zum Beispiel die Präfektur Saga oder die Inseln Shikoku, Naoshima und Teshima. Hier kann man auch herrlich mit dem Fahrrad unterwegs sein, besonders viele Shinto Schreine besichtigen, Museen besuchen und jahrhundertealtes Handwerk erleben. Wir schlafen auf weichen Futons, wärmen unsere Füße in traditionellen Ryokan (typisches Gasthaus) am Kotatsu (beheizte Tische) und genießen die vielen Onsen (heiße Bäder und Quellen). Nicht zu vergessen, das fantastische Essen Japans, das wir sehr genießen. Die Küche Japans ist vielfältig und neben uns bekannten Gerichten wie Udon, Ramen und Sushi entdecken wir viel Neues mit erheiternden Namen wie zum Beispiel Nabe, Oden, Motchi oder Dango.

In einem typischen Ramen-Restaurant in Kyoto © everything_now

Die Stadt Beppu, Präfektur Kyushu versinkt im Nebel ihrer Onsen © everything_now

Der Itsukushima-Shrine auf der Insel Miyajima, nahe Hiroshima © everything_now

In Japan stehen Perfektionismus und Service an oberster Stelle, das Leben soll für jeden Einzelnen in allem so angenehm wie möglich sein. So streben alle jederzeit nach dem Besten, was als Gäste das Leben ausnehmend angenehm macht, für die Menschen hier aber auch Anstrengung und weniger persönlichen Freiraum bedeutet.

Die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge verbinden die Hauptinseln Kyushu, Honshū und Hokkaido auf sehr bequeme Weise. Wir folgen jedoch weiterhin unserem Tempo und bereisen Japan Stück für Stück per Anhalter. Als Tramper in Japan unterwegs zu sein, ist wirklich etwas Besonderes. Die Menschen sind sehr offen und suchen gerne das Gespräch mit einem während man wartet, auch wenn sie einen nicht mitnehmen können. Nicht selten bringen sie uns einen warmen Café oder etwas zum Essen vorbei. Wir staunen jedes Mal wieder über die unglaubliche Großzügigkeit und Freundlichkeit und treffen viele tolle und besondere Menschen auf unserem Weg. 

Auf dem Weg nach Fukuoka © everything_now

Blick über Tokio in Richtung des Mount Fuji. © everything_now