Die Fremdenversteher: So sind sie, die Italiener

Alle italienischen Männer sind Mamas Liebling

»Italienische Männer verlassen kaum je das heimische Nest, und selbst wenn es dann mal soweit ist, zieht so ein mamone (Muttersöhnchen) in aller Regel nur in das Haus auf der anderen Straßenseite oder in die Wohnung nebenan. Laut Statistik leben 40 % aller Italiener mit Anfang dreißig noch zu Hause bei ihren Eltern. Es ist kein Wunder, dass italienische Männer sich so schwer damit tun, das Heim zu verlassen. Von ihren Müttern werden sie, auch wenn sie schon älter sind, derartig verwöhnt, dass ein derartiger Wunsch gar nicht erst aufkommt.«

»Hinter jedem großen italienischen Mann steht eine große italienische Frau, manchmal seine Ehefrau, in den meisten Fällen aber seine Mutter.«

Italiener können nicht Autofahren

»Fragt man einen Italiener, was er unter einem guten Fahrer und einer schönen Straße versteht, gerät er ins Schwärmen. Ein guter Fahrer, wird er sagen, ist einer, der zügig von A nach B fährt und dabei das Vergnügen und die Bequemlichkeit seiner Mitfahrer im Auge hat, nicht zu oft bremst, nicht über Buckel oder Löcher fährt, sondern sie elegant umkurvt, kurzum jemand, der wie ein Mitglied der Fomel-1-Mannschaft von Ferrari fährt. Eine schöne Straße ist breit, gerade und glatt, damit man mit hoher Geschwindigkeit auf ihr fahren kann, ohne störendes Geruckel für die Pasagiere, kurzum: eine Rennstrecke.«

»Autofahren ist der Bereich des Lebens, in dem der italienische Mann glaubt, sich angemessen verwirklichen zu können.«

Italien gehört der Mafia

»Die meisten Italiener haben Angst vor der Mafia und sind gleichzeitig von ihr fasziniert. Sie wissen, dass die Fühler ihrer Macht bis in die höchsten Kreise von Politik und Wirtschaft reichen. Die Spezialität der Mafia war es von jeher, Angebote zu machen, die man nicht ablehnen kann, in dem Wissen, dass alles und jeder seinen Preis hat. Die Mafia wird als Krebsgeschwür betrachtet, das den Staat nach und nach auffrisst. Die Italiener müssen damit leben, mit diesem Staat im Staate, müssen ihr Land mit ihm teilen wie seit eh und je. Und doch glauben sie insgeheim, dass früher oder später ein Heilmittel gefunden werden wird, das dann nur noch, wie bei der Behandlung eines Tumors, richtig eingesetzt werden muss, um die Krankheit zu besiegen.«

»Die Mafia steht seit Jahrhunderten für eine bestimmte Lebensart im Süden Italiens – in vielen Fällen freilich auch für eine bestimmte Todesart.«

Endlich die Italiener verstehen! Überhaupt andere Nationen verstehen. Das wünschen wir uns alle. Ab jetzt ist es möglich.

Die neue Reihe „Die Fremdenversteher – So sind sie, die ...“ bietet überraschen­de Einsichten in den Alltag anderer Länder. Knapp, locker und unterhaltsam wird auf jeweils 108 Seiten eine Nation vorgestellt ‒ mit trockenem englischen Humor (die Texte basieren auf den englischen Xenophobe’s® Guides) und Mut zur Lücke. Die Fremdenversteher erlauben sich eine unbefangene Betrachtung anderer Kulturen, illustrieren diese durch den nonchalanten Einsatz von Klischees und sind in der Lage, die Quintessenz der verschiedenen Mentalitäten überraschend akkurat herauszustellen. Dies natürlich konsequent humoristisch und immer mit mindestens einem Augenzwinkern, dennoch bissig und im lockeren Umgang mit der politischen Korrektheit. Für ein bisschen Fremde in den eigenen vier Wänden.

Folgende Nationen werden ab jetzt verstehbar: Ameri­ka­ner, Engländer, Franzosen, Isländer, Italiener, Japaner, Niederländer, Österreicher, Polen, Schweden

So sind sie, die Italiener ... aus der der Reihe Die Fremdenversteher in unserem Shop