Die Fremdenversteher: So sind sie, die Österreicher

Österreicher begrüßen Frauen mit "Küss die Hand"

»Junge Leute, Freunde und gute Bekannte verzichten auf solche förmlichen Begrüßungen und Verabschiedungen und begnügen sich mit einem "Servus", "Grüß dich" oder (in Wien) "Papa". Die Informalität der Anrede sollte aber nicht zu dem Glauben verleiten, dass die Begrüßung weniger wichtig wäre. Nicht zu grüßen wird als persönliche Beleidigung aufgefasst und es gibt kaum eine größere Taktlosigkeit für einen Österreicher.«

»Wehe dem, der es versäumt, beim Betreten eines Ladens oder beim Kauf einer Briefmarke zu grüßen.«

Die Österreicher sind vom Tod fasziniert

»Die mit dem Tod verbundenen Rituale reichen vom Pittoresken bis zum Makabren. Auf den Inschriften der Grabsteine kann man zahlreiche Doktortitel und Meistertitel für Handwerker (Meisterbäcker, Meisterklempner, Meisterschornsteinfeger) lesen, ganz zu schweigen von all den Hofräten. Der Wiener Zentralfriedhof hat sich besonders zu Allerheiligen zu einem Wallfahrtsort entwickelt, wenn sich halb Wien durch den Novembernebel auf den Weg macht, um einen Kranz auf das Familiengrab oder das Ehrengrab eines Lieblingsschauspielers oder einer hochgestellten Persönlichkeit zu legen. Die Friedhofsverwaltung bezahlt sogar einen Scharfschützen, um im Morgengrauen die Hasen zu schießen, die die üppigen Kränze frühstücken wollen.«

»Man sagt, das letzte Hemd habe keine Taschen, aber die Österreicher können zumindest ihre unzähligen Ehrentitel mitnehmen.«

Österreicher sind konservativ

»Der starre Konservatismus wird auch für das »österreichische Erfinderschicksal« verantwortlich gemacht – der schadenfohe Ausdruck bezeichnet das angeblich typisch österreichische Los mit einer neuen Erfindung komplett ignoriert zu werden. Die jeweiligen Machthaber oder ihre bürokratischen Handlanger wehren solche unerwünschten Neuerungen mit folgenden drei Standardantworten ab: "Das hamma noch nie gemacht" (und fangen jetzt bestimmt nicht damit an). – "Das hamma immer schon so gemacht" (und werden das gewiss nicht ändern). – "Da könnt ein jeder kommen" (und uns mit verrückten Ideen belästigen).«

»Der paradoxe Charakter der Österreicher vermischt eine zutiefst konservative Haltung mit einem Hang zu Innovation und Erfindergeist.«

Endlich die Österreicher verstehen! Überhaupt andere Nationen verstehen. Das wünschen wir uns alle. Ab jetzt ist es möglich.

Die neue Reihe „Die Fremdenversteher – So sind sie, die ...“ bietet überraschen­de Einsichten in den Alltag anderer Länder. Knapp, locker und unterhaltsam wird auf jeweils 108 Seiten eine Nation vorgestellt ‒ mit trockenem englischen Humor (die Texte basieren auf den englischen Xenophobe’s® Guides) und Mut zur Lücke. Die Fremdenversteher erlauben sich eine unbefangene Betrachtung anderer Kulturen, illustrieren diese durch den nonchalanten Einsatz von Klischees und sind in der Lage,  die Quintessenz der verschiedenen Mentalitäten überraschend akkurat herauszustellen. Dies natürlich konsequent humoristisch und immer mit mindestens einem Augenzwinkern, dennoch bissig und im lockeren Umgang mit der politischen Korrektheit. Für ein bisschen Fremde in den eigenen vier Wänden.

 

Folgende Nationen werden ab jetzt verstehbar: Ameri­ka­ner, Engländer, Franzosen, Isländer, Italiener, Japaner, Niederländer, Österreicher, Polen, Schweden

So sind sie, die Österreicher  aus der der Reihe Die Fremdenversteher in unserem Shop