Indien: 500- und 1000-Rupien-Scheine ab sofort ungültig

Geldschein-Schocker: 500- und 1000-Rupien-Scheine ab sofort ungültig

In der Nacht zum 9.11.2016 erklärte die indische Regierung alle 500- und 1000-Rupien-Scheine für ungültig. Mit der Maßnahme soll »Schwarzgeld« (unversteuerte Bargeldmengen) und Falschgeld aus dem Verkehr gezogen als auch Terrorfinanzierung unterbunden werden. Eine derartige Aktion gab es zuletzt 1978. Die alten Scheine werden von neuen 500ern als auch 2000-Rupien-Scheinen abgelöst (keine 1000er mehr). 

Bis zum 10.11. sind alle Banken geschlossen, Bankautomaten sind außer Betrieb. Vom 11.11. bis 30.12. können die alten Scheine in Banken und auf Postämtern gegen neue ausgetauscht werden, allerdings nur maximal 4000 Rs./Tag. Wie das Chaos in den Banken aussehen wird, die Länge der Warteschlangen, lässt sich bisher nicht ausmalen.   

Vom 11.11.-18.11. können mit ATM-Karten maximal 2000 Rs./Tag abgehoben werden, vom 19.11. bis 23.11. maximal 4000 Rs./Tag. Danach wird die Summe auf 10.000 Rs/Tag erhöht und später darüber hinaus. Für Leute, die auf ATM-Abhebungen angewiesen sind, ist dies natürlich höchst unangenehm, denn bei jeder Abhebung von einem ausländischen Konto fallen ca. 500 Rs. Gebühren an. Außerdem kommt man mit 2000 oder 4000 Rs. am Tag nicht weit, z.B. wenn man in einem besseren Hotel wohnt.  

Wohl dem, der ausländisches Bargeld dabei hat! 

Bis zum 11.11. werden die alten Scheine noch in staatlichen Krankenhäusern und Apotheken, zum Ticketkauf in Flughäfen und bei Bussen und Zügen sowie an Tankstellen akzeptiert. An der Hotelrezeption kann man auch versuchen zu tauschen.

Fotos und Text: Rainer Krack