Manneken Pis - CityTrip Brüssel

Manneken Pis - das Original © Gunda Urban

Paris hat den Eiffelturm, New York die Freiheitsstatue und Brüssel Manneken Pis.

Das Wahrzeichen der Stadt kann man sich nicht immer aussuchen.

Um 1450 tauchte Manneken Pis das erste Mal in den Texten des Brüsseler Stadtarchivs auf. 1619 wurde der pillernde Pimpf in Bronze gegossen. Er sollte ursprünglich nur der Ersatz für die bereits vorhandene Brunnenfigur „Petit Julien“ sein. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Figur zerstört, gestohlen oder von Vandalen zertrümmert. Die heutige Bronzefigur entstand im 19.Jahrhundert.

„Das sich seines inneren Feuchtigkeitsüberschusses auf die einfachste Art entledigende Bürschchen gilt als das eigentlichen Wahrzeichen Brüssels“, schreibt ein deutscher Reiseführer. Und immer noch zieht es unzählige Brüsselbesucher zu dem kleinen Platz, wo der pinkelnde Bursche bis heute residiert.

Mehr als hundert Mal im Jahr legt das Manneken neue Bekleidung an und zeigt sich z. B. in Uniform am Jahrestag der Befreiung Belgiens, an Fußballländerspieltagen trägt es das Nationaltrikot oder zu Elvis Presleys Geburtstag ein Elvis Konstüm. Da braucht es einen eigenen Kammerdiener. Die Umkleide Zeremonie ist stets die gleiche. Erst wird das Wasser abgestellt, ein Bediensteter klettert hinauf, um die Kleidung zu wechseln. Dann heißt es wieder „Wasser marsch“.

In dem Museum GardeRobe Manneken Pis dreht sich alles um die cirka 1000 Kostüme des kleinen Pimpfs.

Es gibt übrigens auch ein weibliches Pendant, die Jeanneke Pis und einen Wasser lassenden Hund den Zinneke.

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