Mantoco: Im Krüger Nationalpark

Leopard - ein ganz besonderer Augenblick © Mantoco

Mantoco Expeditions-LKW Manni – Tommy – Conny. Seit 2012 auf ihrer großen Lebensreise.

Im Krüger Nationalpark

Wer hat noch nie etwas gehört von diesem wohl weltbekanntesten Park ganz im Osten Südafrikas? Auf gigantischen 20.000 qkm(!) tummeln sich 150 Säugetierarten, 120 Reptilien, 35 Amphibien und über 500 verschiedene Vogelarten. Es ist ein Muss, diesem unglaublichen Naturrefugium einen ausführlichen Besuch abzustatten.

Doch wo anfangen? Allein 2000 Straßen- und Pistenkilometer erschließen das Gelände, geben Zugang zu Wasserlöchern, Flussläufen und Camps. Wir entscheiden uns für drei Tage Pirschfahrt im südlichen Teil, ein späterer Besuch soll uns dann weiter in den Norden führen. Schnell erkennen wir die Richtigkeit unserer Entscheidung, denn allein in diesen drei Tagen sind wir fast 500 Kilometer unterwegs.

Seit Jahren schon leidet die Region unter ausbleibenden, ausreichenden Regenfällen. Und so präsentiert sich dieser vielfältige Lebensraum knochentrocken, die meisten Wasserlöcher und Flussläufe sind schon lange ausgetrocknet und geben den umherstreifenden Tieren kaum mehr eine gute Überlebenschance. Langsam fahren wir durch die staubige Savanne, die „Safariaugen“ wachsam in alle Richtungen blickend. Und natürlich werden wir schnell belohnt: erste Elefanten und Nashörner, Giraffen und Zebras, Gnus und jede Menge verschiedenster Antilopenarten streifen durch den mageren Busch. Wir entdecken stolze Kudubullen und scheue Hyänen, mächtige Büffel grasen am Wegesrand.

unser Wappentier - der ToCo © Mantoco

Doch was ist mit den großen Katzen? Sie auszumachen ist ein besonders schwieriges Unterfangen, wenn Wasserlöcher trocken sind und sie gut getarnt irgendwo den heißen Tag gut getarnt im Schatten verschlafen. Untrügliches Zeichen für die Präsenz der gefährlichen Jäger ist immer eine geballte Ansammlung von Fahrzeugen, die plötzlich kreuz und quer auf der Straße um den besten Logenplatz drängeln, sich mächtige Objektive aus heruntergelassenen Seitenscheiben schieben und die  Guides in den Safariautos ihre abenteuerlichsten Geschichten zum Besten geben.

Als erstes stoßen wir auf einen Leoparden, der sich genüsslich an einem gerissenen Warzenschwein labt. Satt und faul liegt er bald schon unter dem schattenspendenden Baum, bevor er sich dann doch entschließt, sich der voyeuristischen Touristenmasse zu entziehen. Wir spüren einen zweiten dieser grazilen Katzen auf, auch er findet einen gemütlichen Platz für die Mittagsruhe in einiger Entfernung zu uns. Es hat schon etwas ganz Besonderes an sich, diese kraftvollen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung so nahe zu erleben.

Die Löwen dagegen machen sich sehr rar. Erst am späten Nachmittag können wir ein erstes Weibchen entdecken, auch sie liegt eher teilnahmslos unter einer Palme am Fluss. Am nächsten Tag ist uns das Pirschglück dann besonders hold, zwei winzige Neugeborene tollen ausgelassen um ihre Mutter und zwei weitere Löwen herum. Leider so weit entfernt, dass wir lediglich mit unserem hochwertigen Jagdfernglas dem Spektakel folgen können. Das war`s dann auch schon.

Blitzschnell taucht plötzlich ein Schatten links neben uns auf, kreuzt in atemberaubender Geschwindigkeit unsere Fahrbahn und verschwindet wie der Blitz im angrenzenden Unterholz. Ein weiterer Leopard? Oder doch gar ein Gepard? Noch nicht einmal die schussbereite Kamera hatte ihn einfangen können, so bleibt das Rätsel also ungelöst.

Nach drei langen Tagen auf Pirsch sind die Augen rot und der Kopf müde, und es bleibt ein etwas zwiespältiger Eindruck: Viel Fahrerei und viel Touristen für verhältnismäßig wenige Tiere, da präsentieren sich andere Parks interessanter; unter der anhaltenden Trockenheit leidet die Attraktivität der Landschaft und vor allem die Tierwelt. Mal sehen, ob wir wiederkommen…

stolzer Kudu Bulle © Mantoco

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