Reise-Splitter: unser Flug nach Cuyo Island

3 Wochen tingeln José und ich nun schon durch einige von 7000 philippinischen Inseln. Jetzt sind wir auf dem Weg zum Flughafen Puerto Princesa, von hier soll es weitergehen nach Cuyo, einer kleinen Insel östlich der Insel Palawan in der nördlichen Sulusee. Cuyo ist eines der eher unbekannten Kitesurfziele. Unser Tuktuk-Fahrer spricht sehr schlechtes Englisch, dennoch finde ich heraus, dass er Puerto Princesa noch nie verlassen hat. Er hat noch nie eine Fähre betreten, geschweige denn ein Flugzeug.

Direkt vor Terminal 3 steht ein Minibus, 12 Sitze. Nachdem alle Passagiere eingestiegen sind, 10 an der Zahl, geht es über das Vorfeld. Ungeduldig suche ich unsere Maschine zwischen den großen Flugzeugen, kann sie erst nicht finden, entdecke sie dann aber abseits, am Rand des Flugfeldes.
 
 
Wir haben Glück und ergattern die vordersten zwei von drei Sitzen. Während José ganz aufgeregt hin- und herrutscht – es ist sein erster Flug mit einer solch kleinen Maschine, bin ich mit meinen Gedanken bei unserem Tuktuk-Fahrer. Das Gespräch hat mir mal wieder mit nur einem einzigen Satz bewusst gemacht, in welchem Luxus wir leben und es oft nicht einmal mehr wahrnehmen. Denn nicht nur, dass wir am anderen Ende der Welt auf der Suche nach den schönsten Tauch- und Kitespots sind, auch die Entscheidung für die kleine Cessna war eine Luxusentscheidung. Denn während die Fähre nach Cuyo knapp 24 Stunden braucht, ist der Flieger in einer guten Stunde am Ziel. Deshalb haben wir uns ganz einfach für einen Flug entschieden. Mindestens zehnmal so teuer, aber extrem zeitsparend. 
 
 
Nachdem hier und da Fotos von den an uns vorbeiziehenden Inseln gemacht sind, schlafen die meisten Fluggäste. José und ich dagegen genießen die Aussicht und beobachten die verschiedenen Instrumente. Die meisten Fragen zu den einzelnen Schaltern, Knöpfen und Knüppeln kann mir José beantworten. Die Frage, woher er das alles weiß, spare ich mir.
 
 
Unter uns ziehen kleine Inseln mit vorgelagerten Riffen vorbei, alles potentielle Tauch- und Kitespots, auch wir haben unsere Ausrüstung mit an Bord.
Nachdem ich gefühlt eine Ewigkeit, zugegebenermaßen etwas verzweifelt, nach einer Landebahn Aussicht halte, steuern wir nun direkt auf eine grüne Wiese zu. Nur die Abriebspuren im Gras lassen erahnen, dass dies die Landebahn sein könnte. Keine Lichter oder Markierungen, keine anderen Flugzeuge oder Fahrzeuge, geschweige denn ein Gate – nichts.
 
 
Nach einer etwas holprigen Landung kommen wir zum Stehen, steigen direkt aus. Wir schnappen uns unsere Backpacks und marschieren über die Wiese, hier beginnt unser Abenteuer Cuyo. Eine Insel, deren Bewohner mich in den nächsten Tagen noch sehr viel zum Nachdenken, Staunen und Lachen bringen werden.
 
 
Mehr zu unseren Backpacking Abenteuern auf den Philippinen oder unseren Kitesurf-Trips in die große, bunte Welt gibt es auf meinem Reiseblog