Thai Curry: Was wir bisher gelernt haben

Katja und Philip radeln von von Bern nach Bangkok um echtes Thai Curry zu essen. 365 Tage – 18 Länder – 20.000 Kilometer – 2 Velos.

 

Seit Wochen radeln Philipp und Katja durch die Balkan-Länder und haben Mazedonien erreicht. Allgemein haben sie schon schnell festgestellt: «Unsere Velos sind schwer. Sehr schwer sogar.» Auch haben die Beiden eine These aufgestellt: «Das Gewicht eines Fahrrads verhält sich proportional zum Anstieg eines Hügels.» Sie hoffen, dies bei ihrer Ankunft in Bangkok auch wissenschaftlich nachweisen zu können ;-). Außerdem wissen sie jetzt: »Schwitzen geht auch bei einer Außentemperatur von 0 °C.«

 

Unnützes Wissen über Italien

  • Pizza und Pasta gehen immer.
  • Italiener können nicht gut backen.
  • Unsere Regenkleider sind gut und verdienen ihre Bezeichnung.
  • Regen ist doof und Gegenwind ist eine Erfindung, auf die die Menschheit nicht gewartet hat (auf Schlangen auch nicht, wo wir mal beim Thema sind).
  • Die Kombination von Regen und Gegenwind trainiert zwar die mentale Stärke, aber wer braucht das schon.
  • Unsere hinteren Schutzbleche sind zu kurz. Die Wahl zwischen mehr Windschatten oder weniger Dreck ist bei Regen und Gegenwind für die Person auf Fahrposition 2 eine Wahl zwischen Pest und Cholera.
  • Italienische Radwege sind ausserhalb des Südtirols zu ignorieren.
  • Die Italiener würfeln, wenn sie herausfinden wollen, welche Distanzangaben sie auf eine Tafel schreiben sollen (grosses Ehrenwort!!!).
  • Der Durchschnittsitaliener spricht so gut Englisch wie wir Italienisch. Oder Russisch.
  • Stadtbesichtigungen im Touristen-Modus (asian style) sind anstrengender als Velofahren.

Padova

Jadranska Magistrala in Kroatien © Katja und Philipp

Unnützes Wissen über Kroatien

  • Istrien ist nicht Kroatien!!! Das mag die Regierung in Zagreb anders sehen, was aber vor allem der älteren Bevölkerung Istriens ziemlich egal ist. Istrien ist Istrien – Punkt, fertig, Schluss.
  • Wer keine Hügel und Berge mag, sollte nicht in Kroatien Velo fahren.
  • Wer mit Windböen schlecht umgehen kann, hat an der kroatischen Küste nichts verloren. Zumindest nicht im März.
  • Bora ist für die Menschheit so unabdingbar wie Senf für die Olma-Bratwurst (aus Sicht von Ostschweizern und nicht aus Sicht der kulinarischen Tiefflieger). Thomy Senf gibt es hier übrigens auch.
  • Sicherheitslinien sind für Kroaten nichts weiter als lustige Zeichnungen auf der Strasse. Doppelte Sicherheitslinien sind entsprechend doppelt lustig.
  • Sperrflächen können zur Not als Parkplatz genutzt werden.
  • Die Überholmanöver der kroatischen Autofahrer sind tendenziell optimistisch oder klarer ausgedrückt: waghalsig.
  • Kroatische Polizisten sind ätzende Spaßbremsen.
  • Cevapcici sind lecker.
  • Kroatische Bäckereien sind super, kroatischer Apfelstrudel ist göttlich (dieser Satz ist Astrid gewidmet!).
  • Wer türkisfarbenes Wasser und schöne Buchten sucht, kann sich den Weg in die Karibik sparen und nach Kroatien fahren.
  • Kroatien ist wunderschön! Zumindest, wenn man in der Nebensaison unterwegs ist und wenn man, wie wir, seine Ruhe hat. Wären wir im Juli hier, sähen wir das allenfalls anders.
  • Freie Zimmer findet man mind. in 4 von 5 Häusern in ganz Kroatien. An der Küste erhöht sich diese Quote noch.
  • Wer in Kroatien im Supermarkt ratlos vor dem Schoggi- und Guetzliregal steht, kann uns kontaktieren, wir sind kompetent und helfen gerne weiter.
  • Kroaten mögen Spanferkel. Wenn irgendwo «Grill» steht, hat das in der Regel herzlich wenig mit einem 0815 Cheminée oder Gasgrill zu tun. Viel mehr kann damit ein ganzes Häuschen gemeint sein, das einen Riesengrill beherbergt.
  • Kroatische Männer lieben ihre Adidas-Trainingshosen heiß und innig und gehen damit überall hin.
  • Hupen bei Velofahrern bedeutet nicht «Volltrottel, mach Platz», sondern «ihr seid super und die größten Helden, die mir jemals begegnet sind!!!». Davon gehen wir zumindest aus. Resp. wir hoffen es. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Dubrovnik

Zwischenbilanz Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien, Mazedonien

  • Die schönste Küste: Kroatien
  • Die günstigsten Snickers: Mazedonien
  • Günstigste Reisekosten insgesamt: Albanien
  • Bestes Essen: alles was Philipp gekocht hat
  • Bester Burek: in Prrenjas, Albanien
  • Bester Apfelstrudel: Kroatien
  • Freundlichste Menschen: Albanien, dicht gefolgt von Mazedonien
  • Freundlichste Zöllner und Polizisten: Mazedonien (dort sahen wir generell die ersten sympathischen Gesetzeshüter)
  • Grösste Machokultur: Albanien (Philipp hat’s gefallen;-)
  • Grösste Armut: Albanien
  • Am meisten Mercedesfahrer: Albanien
  • Die grössten Verkehrsrowdies: alle Länder außer Slowenien und Istrien (Kroatien)
  • Schwierigste sprachliche Verständigung: Albanien, gefolgt von Montenegro
  • Am meisten Schnee gesehen: Mazedonien
  • Die schönste Straße: Jadranska Magistrala (Kroatien) und die Straße entlang der Boka Kotorska nach Kotor (Montenegro)
  • Schönste Altstadt: Dubrovnik (Kroatien), gefolgt von Kotor (Montenegro)
  • Land, das man gesehen haben sollte: Kroatien
  • Die schlechtesten Straßen: Mazedonien
  • Die meisten Trainingshosen: Kroatien
  • Am meisten streunende Hunde und Katzen: Albanien
  • Bester Kaffee: Kroatien
  • Grösste Abzocke: Kroatien (Istrien)

Bitola

Weitere Informationen zu dem Projekt thai curry by bicycle