Wanderführer Georgien

Vor gar nicht allzu langer Zeit hatten nur wenige Reisende Georgien als Ziel auf dem Radar, nicht zuletzt durch schwierige politische Rahmenbedingungen. Bis das Land verstärkt in den Tourismus, in Hotellerie und Gastronomie investierte, Straßen instand setzte und erste Wanderwege markierte und Georgien zur Reise-Entdeckung der letzten Jahre machte. Städtereisende, Kulturliebhaber und Naturfreunde zieht es nun gleichermaßen in das vielfältige Land, das die unterschiedlichsten Eindrücke auf kleinem Raum vereint.

An der Schnittstelle von Europa und Asien wartet Georgien mit den schroffen Gipfeln des Kaukasus und einem subtropischen Klima an der Schwarzmeerküste, mit atemberaubender Landschaft und malerischen Städtchen und dazu mit warmherzigen, gastfreundlichen Menschen auf. Und trotz der zunehmenden Besucherzahlen bietet Georgien immer noch das, was viele Wanderer suchen: eine wenig kommerzialisierte, ursprüngliche Region, in der man in aller Ruhe unterwegs sein kann und oft stundenlang auf keinen anderen Menschen trifft, dafür aber auf Türme und Ruinen aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die auf keiner Karte verzeichnet sind.

Autor Peter Nasmyth hat jahrelang in Georgien gelebt und sein Lieblingsland auf zahlreichen Streifzügen intensiv kennengelernt. „Einige der schönsten Wanderungen in diesem Buch befinden sich nur anderthalb Stunden von der Hauptstadt entfernt. Sie alle liegen in Landschaften, die von der Freizeitindustrie weitgehend ungestört sind“, sagt er. Und zeigt sogleich auf, wie wichtig die gute Orientierung im Wandergebiet ist: „Ob entlang einer Talflanke oder auf dem Weg hinauf zum ewigen Schnee, der Wanderer schreitet größtenteils durch eine Landschaft ohne Schilder, Markierungen, Warnungen oder erhobenen Zeigefinger. Ein Ort, der sich mehr im Einklang mit den Gesetzen der Natur befindet als mit dem Menschen.“

Der Wanderführer Georgien kommt daher wie gerufen für all jene, die die atemberaubenden Landschaften des Kaukasus zu Fuß erkunden wollen. Wo die Ausschilderungen des Wanderwegenetzes lückenhaft oder gar nicht vorhanden sind, führt er auf 53 Wanderungen durch die schönsten Routen Georgiens. Mit vielen Bildern, Tipps, naturkundlichen Beschreibungen und kulturellen Hintergründen zeigt er dabei nicht nur reine Strecken auf, sondern führt den Leser auf den schönsten Pfaden durch alle Facetten des Landes.

So taucht der Leser nicht nur ins Wandern, sondern auch tief ins Land ein. Ganz in der Absicht des Autors, denn: „Um Georgien zu verstehen, reicht es nicht aus, durch die bedeutendsten Städte und Kirchen zu spazieren. Man muss die anderen großen Kathedralen betreten: die Schluchten und Gipfel des Großen Kaukasus. Man muss seinen Tieren begegnen, den Vögeln und der Geschichte seiner Erde, die Farbe der Blumen wahrnehmen, die rauschenden Flüsse und drastischen Gipfel, die Atmosphäre der Dringlichkeit spüren und die plötzlichen Ausbrüche von Schönheit und Unheil – aus denen all die Kulturen der Täler entstehen.“

Hier können Sie einen Blick in unseren aktuellen Wanderführer Georgien werfen oder ihn direkt bestellen