Hermann Fründt

Biografie

Hermann Fründt, Jahrgang 1927, sprach sowohl im Elternhaus nur Plattdeutsch als auch im elterlichen Geschäft, mit den Freunden und auch in der Schule. Später im Berufsleben auf dem Bau war Platt ebenfalls Umgangssprache. Sohn Hans-Jürgen, dreißig Jahre später geboren, erlebte bereits eine deutlich andere sprachliche Situation. Obwohl in der gleichen Stadt geboren und aufgewachsen, war Platt schon lange nicht mehr dominierend, weder unter den Freunden, noch in der Schule. Sogar im Elternhaus wurde Hochdeutsch gesprochen. Vater Hermann gibt heute zu, dass Platt seinerzeit alles andere als „in“ war, also wurde es zu Hause auch nicht gepflegt. Und so lernte es Hans-Jürgen durch Zuhören im Freundeskreis, da die Freunde durchaus untereinander Platt sprachen, aber niemals mit dem „Städter“. Als der dann viele Jahre später trotzdem von einem plattdeutschen Buchprojekt erzählte, war die Reaktion auch entsprechend: „Duuu? Willst das machen?“ Das Urteil fiel dann aber doch typisch nordisch aus: „Noch lang keen Schiet!“

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