Arnold Groh

Biografie

Arnold Groh: „Nachdem ich über 70 Länder bereist habe, bin ich in Berlin hängengeblieben, wo ich seit 1990 Jiddisch unterrichte. Jiddisch hatte ich während meines Studiums an der Universität Bielefeld gelernt. Auf meinen Reisen traf ich zu meiner Überraschung verschiedentlich auf Jiddisch sprechende Menschen – in Israel ebenso wie in Osteuropa. In Warschau etwa: Neben dem Gelände des ehemaligen Ghettos liegt ein kleiner Synagogenbezirk, auf dem auch Jiddisch-Sprecher wohnen. Da ich kein Polnisch kann, war Jiddisch angesagt. Oder Litauen: Mein Russisch reicht einerseits nicht aus, andererseits wird man dort heutzutage leicht vor die Tür gesetzt, wenn man irgendetwas auf russisch sagt. Meine Gesprächspartner konnten ihrerseits kein Hochdeutsch, Englisch etc. – Jiddisch war das Verständigungsmittel der Wahl. Und nun in Berlin habe ich Zuwanderer kennen gelernt, mit denen ich mich ebenfalls auf Jiddisch unterhalte.“

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