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Island hat trotz seiner überschaubaren Größe eine Menge an Naturschauspielen und wildromantische Landschaften, Vulkane, Gletscher und Vogelparadiese zu bieten. Þingvellir als traditioneller Versammlungsort des Althing wurde 1928 zum Nationalpark und 2004 zum Weltkulturerbe erklärt. Die Stätte gehört zu dem bei Besuchern sehr beliebten Golden Circle, einer Tagestour, die einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands abdeckt. Neben Þingvellir werden auf dieser Tagestour der Wasserfall Gullfoss und das Geothermalgebiet in Haukadalur (Südisland) mit seinen Geysiren besucht. Neben Þingvellir verfügt Island über drei weitere Nationalparks. Ähnlich wie die Welt im mythischen Bericht der Edda wurde die Insel Island durch die Elemente Feuer und Eis, d. h. durch Gletscher und Vulkane aufgebaut. Die verschiedensten vulkanischen Erscheinungen lassen sich am Mývatn-See rund um den nördlichen Zentralvulkan Krafla oder auch an dem im Süden gelegenen berühmten Vulkan Hekla beobachten. Die bekanntesten großen Gletscherschilde Islands, die auch mit Motorschlitten und Jeeps befahrbar sind, bilden der Langjökull, der Vatnajökull und der Mýrdalsjökull. Das Hochland von Island hat viele Schönheiten aufzuweisen. Man kann es z. B. auf den Hochlandpisten Kjalvegur, Kaldidalur oder Sprengisandur überqueren und hat dabei einen guten Blick auf die verschiedensten Arten von Gletschern. Die Hochtemperaturgebiete von Landmannalaugar und den Kerlingarfjöll sind bekannt für das bunte Gestein ihrer Berge. Auch die Gebiete der Westfjorde und der Ostfjorde, die sich tief in bergiges Land einschneiden, laden zu Wanderungen ein. An zahlreichen Orten kann man außerdem Vögel beobachten wie z. B. am Mývatn-See oder auf Vogelfelsen wie dem Látrabjarg in den Westfjorden. Im östlichen Hochland leben Rentiere frei auf den Hochebenen. Polarfüchse leben im ganzen Land, besonders viele rund um den Berg Ingólfsjall im Süden von Island. Walbeobachtungen sind v. a. von Reykjavík und Húsavík aus möglich. Dieses Reisebuch über Island beginnt mit den einzelnen Regionen im Überblick und verschiedene Reiserouten sowie die persönlichen Tipps des Autors. Es ist ein sehr opulenter Reiseführer mit 780 Seiten, 37 Stadtpläne und Übersichtkarten, mehr als 180 Seiten. Dann werden die einzelnen Regionen vorgestellt: Reykjavik und Umgebung, die Halbinsel Reykjanes, der Westen und die Halbinsel Snaefellsnes, der Norden, der Nordosten, der Süden, das Hochland sowie die Westfjorde. Danach folgen praktische Tipps von Anreise bis Unterkunft und ein Kapitel über Geologie, Klima und Böden, Naturschutz und Nationalparks, Wirtschaft, Geschichte, Bevölkerung und vieles mehr. Anschließend werden die Färöer-Insel mit der Hauptstadt Torshavn vorgestellt. (64 Seiten).Vor allem durch ihre Erfolge im Fußball sind die Färöer-Inseln in der BRD zu einem Begriff geworden. Die Färöer-Inseln sind eine autonome, zur dänischen Krone gehörende Inselgruppe im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. Die 18 Inseln wurden im Mittelalter entdeckt und besiedelt und sind heute mit Ausnahme der kleinsten, Lítla Dímun, alle permanent bewohnt mit ca. 50.000 Einwohnern: „Die Färöer sind Inseln zum Relaxen, zum Wandern und zum Beobachten der Seevögel an den steilen Küsten. Es sind aber nicht nur Inseln für Naturliebhaber, sondern auch für Menschen mit Gefallen an exklusiver Mode und erlesenen Speisen.“ (S. 680) Zunächst werden die Hauptinseln vorgestellt, dann folgen die westlichen, nördlichen und südlichen Inseln mitsamt Fährverbindungen. Dann geht es weiter mit praktischen Tipps für den Urlaub und einem landeskundlicher Überblick über Land und Leute. Im Anhang findet man dann wichtige Vokabeln, weiterführende Literatur und DVD’s, ein Glossar, ein Register zu Island und einer für die Färöer-Inseln. Vorschläge für Rundreisen und Exkursionen sowohl in Island als auch auf den Färöer-Inseln folgen anschließend. Die Karten und Stadtpläne werden auch noch einmal extra mit Seitenzahlen aufgeführt. Island zieht längst viele Touristen an, früher galt es mal als Geheimtipp. Dieses Naturparadies wird mit eindrucksvollen Bildern dem Leser nähergebracht, was Appetit einen Besuch der Schönheiten der Vulkaninsel weckt. Als Einstieg für einen Island-Urlaub ist das Buch sehr zu empfehlen. Dagegen sind die Färöer-Inseln als Reiseziel noch relativ unbekannt, die Sehenswürdigkeiten und die Naturschönheiten werden hier eindrucksvoll illustriert. Zahlreiche Wandervorschläge, Informationen von Touren mit Geländewagen, Motorrad, Mountainbike und normalen Leihwagen werden hier den Lesern präsentiert.