KulturSchock Usbekistan

KulturSchock
ISBN: 978-3-8317-2767-4
Seiten: 264
Auflage: 2., neu bearbeitete und komplett aktualisierte Auflage
2016
Ausstattung: durchgehend farbig illustriert, ausführliches Register, strapazierfähige PUR-Bindung
sofort lieferbar
14,90 €
inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten (versandkostenfrei in DE ab 10 €)

Inhalt

Relaunch – Jetzt in neuem Outfit
Für die Auflage 2016 wurde das Erscheinungsbild des KulturSchock-Bandes vollständig überarbeitet:
+ Neues Kapitel „Verhaltenstipps von A bis Z“
+ Verbesserte Orientierung im Buch
+ Modernisierte Seitengestaltung
+ Größere Fotos
+ Extrainfos verweisen auf den Text illustrierende Videos, Sounds und andere Medien, abrufbar über eine spezielle Internetseite

KulturSchock Usbekistan ist der informative Begleiter, um Usbekistan und seine Bewohner besser zu verstehen. Er erklärt die kulturellen Besonderheiten, die Denk- und Verhaltensweisen der Menschen und ermöglicht so die Orientierung im fremden Reisealltag. Unterhaltsam und leicht verständlich werden kulturelle Stolpersteine aus dem Weg geräumt und wird fundiertes Hintergrundwissen zu Geschichte, Gesellschaft, Religion und Traditionen vermittelt.

Seidenstraße und märchenhafter Orientzauber, unbekannte Wüsten, Aralsee, Dschingis Khan und … da war doch noch etwas … Stalin und die Usbekische Sowjetrepublik? Wie steht es um das Land, ein Vierteljahrhundert nach seiner Unabhängigkeit? Ein Streifzug in die Vergangenheit ist ebenso erhellend wie Einblicke in die wirtschaftlichen, sozialen und familiären Verhältnisse der Gegenwart. Nicht zuletzt die warmherzige Gastfreundschaft, die uns Fremden in dem landschaftlich wie kulturell reizvollen Land begegnet, bietet Anlass genug für das Wagnis Usbekistan.

Aus dem Inhalt:

  • Zwischen Kysylkum und Aralsee: Bevölkerung, Naturraum, Klima
  • Die Manege der Mächtigen: eine Geschichte der Eroberer
  • Hammer, Sichel, Halbmond: die Unionsrepublik Usbekistan
  • Wirtschaft: Turbokapitalismus mit Handbremse
  • Ernteeinsatz oder Zwangsarbeit? - Baumwollernte in Usbekistan
  • Usbekistan und der Tourismus
  • Der Aralsee - Chronologie einer Katastrophe
  • Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung
  • Zwischen Tür und Angel: Frauen in der usbekischen Gesellschaft
  • Familie und Gemeinschaftsstrukturen: „Qarindosh“ und „Mahalla“
  • Wohnen: Platte, Provinz und plattes Land
  • Haben Sie eine Registrierung? - Aufenthalt in Usbekistan
  • „Palov“ und „palov“: usbekische Küche und Gastronomie

Presseinformationen

Extraservice

Extrainfos über das Buch hinaus

Um die anschaulichen Beschreibungen in den Titeln der Reihe Kulturschock noch lebendiger werden zu lassen, wird an passender Stelle auf ergänzende Medien verwiesen. Die Sounds, Videos und anderen Medien können einfach über die folgende Internet-Seite durch Auswahl der jeweiligen Extrainfo-Nummer aufgerufen werden: www.reise-know-how.de/kulturschock/usbekistan16

Download Zusatzinformationen

Updates

Update vom 08.04.2019

Allgemeine Lage im Frühjahr 2019

 

In den vergangenen 18 Monaten haben sich in Usbekistan viele Veränderungen vollzogen, die gerade das individuelle Reisen enorm erleichtern und komfortabler machen:

Die Einreise nach Usbekistan hat sich durch Visafreiheit und Wegfall der umständlichen Zollerklärung (nur noch bei Einfuhr von mehr als 2000 $ pro Person oder zollerklärungspflichtigen Waren) extrem beschleunigt. Pass- und Taschenkontrollen finden nur noch selten, und dann schnell und freundlich, statt. Dies gilt sowohl für Flughäfen als auch für Bahnhöfe.

Seitdem der Wechselkurs für den Sum angepasst wurde, ist der Schwarzmarkt auf den Basaren verschwunden. Umgetauscht werden kann nun offiziell bei Banken. Zudem gibt es in den Städten inzwischen ein Netz an Geldautomaten, an denen problemlos Sum zu bekommen sind. (Achtung: Der Rücktausch zu viel erworbenen Sum ist in der Nationalbank in Taschkent gestattet.)

Viele Straßen sind ausgebaut und erneuert worden, was die Fahrten von Taschkent Richtung Nukus (über Samarkand, Buchara, Chiwa) wesentlich komfortabler macht.

Eine preiswerte und kontaktreiche Fortbewegungsmöglichkeit durchs Land sind und bleiben Fernzüge. Wer – gerade bei Nachtfahrten – etwas mehr Komfort und etwas weniger Kontakt haben möchte, sollte sich ein (finanziell erschwingliches) Abteil buchen.

Es gibt wesentlich mehr offizielle Taxis in den Großstädten (wie Taschkent, Samarkand...), auch Uber hat Einzug gehalten und damit ein vorhersehbares Preissystem. Alle offiziellen Taxis verfügen über Navigationssysteme, das Auffinden von Orten hat sich extrem erleichtert. Zudem ist die Straßenbeschilderung ausgebaut worden, die Orientierung ist mittlerweile deutlich einfacher.

Es gibt merklich mehr Unterkünfte, der Standard hat sich wesentlich verbessert. In den touristischen Gebieten ist es gutes Netz an Hostels entstanden.

Die Dichte international orientierter Fast-Food-Angebote hat sich (in den touristischen Städten) sehr erhöht. Preiswertes (internationales Fast-Food-)Essen gibt es zudem in der Regel in den zahlreichen Malls, die in den Städten überall entstanden sind. Für gutes und preiswertes einheimisches Essen finden sich in den Städten Schnellrestaurants. Für Vegetarier gibt es nach wie vor wenige Angebote, aber die Restaurants und Unterkünfte bemühen sich, bei Nachfrage dem Wunsch gerecht zu werden.

In beinahe allen (touristischen) Unterkünften sowie in zahlreichen Cafés, Restaurants und öffentlichen Gebäuden gibt es WLAN mit guter oder mindestens akzeptabler Geschwindigkeit. Auch Touristen können ohne große Formalitäten SIM-Karten für ihre Handys erwerben.

In städtischen Gebieten ist ein Netz akzeptabel gepflegter öffentlicher Toiletten entstanden.

Das Service-Personal in den touristischen Gebieten verfügt über akzeptable Englisch-Kenntnisse.

An den touristischen Hotspots können Fahrräder ausgeliehen werden.

Alkohol (auch Bier) gibt es nur noch in Märkten mit Lizenz und in Spezialgeschäften.

Insgesamt ist die Atmosphäre für Touristen wahrnehmbar entspannter und offener geworden.

 

Samarkand:

In Samarkand gibt es jetzt eine Straßenbahn mit zwei Linien. Für die Anfahrt zu den touristischen Hotspots ist das weniger interessant, aber die Straßenbahn fährt zum Bahnhof.

In Samarkand ist es üblich, in Taxis pro Person zu bezahlen. Dies führt auch zu Sammelfahrten. Also nicht wundern, wenn unterwegs noch jemand eingesammelt wird.

Neue „Sehenswürdigkeiten“ sind die Karimow-Statue direkt neben dem Registan sowie das Grab Karimows an der Nekropole Shohizinda.

Update vom 30.01.2019

Veränderungen/Fotografierverbot in Taschkenter Metro aufgehoben

Seit einiger Zeit ist das Fotografieren in den Metrostationen Taschkents offiziell erlaubt. Weiterhin nicht im Bild befinden dürfen sich uniformierte Beamte bzw. andere Sicherheitskräfte.

Insgesamt stellt sich Usbekistan immer deutlicher auf Touristen ein. Die Sicherheitskräfte sind auffällig zurückhaltend geworden, insbesondere Ausländer haben nicht mit unangenehmen Kontrollen o. Ä. zu rechnen. Der Zugverkehr wurde merklich ausgebaut, ebenso die Wüstenstraße von Buchara nach Chiwa. Ebenso ist die Suche nach mittelklassigen Unterkünften auch außerhalb der Hauptstadt einfacher geworden.

Update vom 30.01.2019

Visafreiheit für deutsche Staatsangehörige

Seit dem 15. Januar 2019 können deutsche Staatsangehörige ohne Visum nach Usbekistan einreisen und bis zu 30 Tagen in Usbekistan bleiben. Dies gilt ebenso für Bürger Österreichs und der Schweiz. www.uzbekistan.de/de/konsularabteilung

Auch die Ankunft in Usbekistan ist einfacher geworden: Die umständliche Zollerklärung muss nur noch ausfüllen, wer über 2000 Dollar pro Person einführt (oder zollerklärungspflichtige Waren).

Update vom 02.01.2017

Präsident Islam Karimow verstorben

Am 02.09.2016 verstarb Islam Karimow mit 78 Jahren an einem Schlaganfall. Damit endete seine Präsidentschaft, die bereits vor der Unabhängigkeit begonnen hatte und 27 Jahre andauerte. Als Interimspräsident wurde am 08.09.2016 Schawkat Mirsijojew, seit 2005 Regierungschef in Usbekistan und damit ein langjähriger Vertrauter Karimows, eingesetzt.

Neuer Präsident in Usbekistan

Am 04.12.2016 gewann Schawkat Mirsijojew die Präsidentschaftswahl in Usbekistan mit 88,6% der Stimmen. Zwar waren drei weitere Parteien angetreten (Millij Tiklanisch, die "Partei der Nationalen Wiedergeburt", die Volksdemokratische Partei und die Sozialdemokratische Partei), doch wie zu Karimows Zeiten kamen alle zusammen geradeeinmal auf ca. 10%. Die OSZE-Wahlbeobachtungskommission bemängelte die Wahl prompt als ohne echte Konkurrenz und monierte zudem erhebliche Unregelmäßigkeiten.

Schawkat Mirsijojew kann mit seinen 59 Jahren als Vertreter einer jüngeren Generation gelten. Auf der anderen Seite ist er bereits viele Jahre festes Bestandteil des Systems Karimow. So ist man sich derzeit auch relativ uneins über die Prognosen bezüglich seiner zukünftigen Politik. Das Spektrum geht von vorsichtigem Optimismus bis hin zu der Auffassung, dass alles so bleiben wird, wie gehabt.

Die meisten Versprechungen gibt es momentan im Bereich Wirtschaft. Hier scheinen sich Veränderungen anzukündigen, doch wie weitgehend diese sein werden, bleibt abzuwarten. Gegenüber der Bevölkerung zeigt sich der neue Präsident zunächst offen. So wurde bereits Ende September im Internet eine virtuelle Bürgersprechstunde eingerichtet, in der sich die Bürger per Mail an ihren Präsidenten wenden können. Gleichzeitig scheint Mirsijojew dafür zu sorgen, dass sich die Behörden intensiver den Anliegen der Bürger widmen. Für die Bevölkerung spürbare Veränderungen sind jedoch bisher noch nicht zu verzeichnen.  Momentan wird der neue Präsident seine Macht zunächst konsolidieren müssen. Um sich die Loyalität der Eliten zu sichern, ist Personalpolitik ein wichtiges Mittel. So wurden bereits einige Minister und anderes Führungspersonal ausgetauscht. Es wurden aber nicht nur eine ganze Reihe von unter Karimow in Ungnade gefallenen und sogar verurteilten Politikern in Führungsämter berufen, auch einige bekannte (bis dato zensierte) Künstler dürfen nun wieder auftreten (z. B. Yulduz Usmanova). Einen neuen Umgang mit Andersenkenden scheint das aber nicht wirklich anzukündigen, denn nach wie vor werden kritische Websites blockiert und sitzen zahlreiche politische Häftlinge in Haft.

Soweit das bis jetzt einzuschätzen ist, ist ein grundlegender Systemwechsel in Usbekistan wohl nicht zu erwarten, aber vielleicht doch eine gewisse Öffnung des Landes sowie einige ökonomische Verbesserungen. Der wahre Präsident wird sich erst zeigen, wenn er seine Macht konsolidiert hat. 

Neue Einreisebestimmungen – ab April 2017 visafrei

Als eine seiner ersten Amtshandlungen erließ der neue Präsident Schawkat Mirsijojew am 25.12.2016 eine neue Verordnung über die Einreise ins Land.  Ab 01.04. 2017 dürfen Bürger aus 15 Ländern 30 Tage visafrei nach Usbekistan einreisen. Die Genehmigung betrifft auch Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dem Erlass zufolge sollen die internationalen Flughäfen (Taschkent, Samarkand, Buchara und Urgentch) Abfertigungsanlagen mit einem "grünen Korridor" für die Pass- und Zollkontrolle von ausländischen Besuchern bekommen.

Presserezensionen

Kulturschock Usbekistan

Aktualisierte, leicht erweiterte und im Layout geringfügig modernisierte Ausgabe des Spezialreiseführers mit vielen landeskundlichen Informationen und Verhaltenstipps für das interessante und spannende Land auf der Schwelle zwischen alter und moderner Zeit aus der Reihe "Kulturschock". Reinhold Heckmann schrieb: "Die Usbekistan-Kennerin beginnt mit Grund-Informationen über die ehemalige, seit 1991 von der Sowjetunion unabhängige Republik Usbekistan. Dann geht es ausführlicher um die geschichtlichen Wurzeln des Vielvölkerstaates, um die kulturellen Gegebenheiten, um die heutige Gesellschaft und um den usbekischen Alltag."

Erscheinungsdatum oder Ausgabe: 
Juli 2016
Medium: 
ekz.bibliotheksservice GmbH

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