Aus dem Reisearchiv: Gili Terawangan wird ein Traveller Paradies

Abends gibt es Hühnchen © Gunda Urban

Gili Terawangan entwickelt sich ab 1982/83 in Asien zu einem der beliebtesten Traveller Paradiese. Wie konnte eine kleine Insel im Westen Lomboks so berühmt werden? Hier ein weiterer Blick in die Vergangenheit - der 3.Teil der Gili Geschichte erzählt vom Verlagsgründer Peter Rump. 

Suparmi kochte für die ganze Traveller-Familie. Abends gab es Reis mit Fisch und Gemüse. Serviert wurde in der Hausmitte auf dem Holzboden, alle saßen zusammen. Man unterhielt sich bis spät abends beim Schein von Petroleumlampen, erzählte von den bestandenen Abenteuern und neu gemachten Entdeckungen.

 Am nächsten Morgen weckte uns der süße Duft von Suparmis im Tempura-Teig-Mantel frittierten Bananen. Mmmh! Die besten, die ich in ganz Indonesien gefunden habe.Tagsüber verbrachten wir unsere Zeit am Strand, schnorchelten in einem der schönsten Korallenbänken Asiens, erkundeten die Insel oder sammelten Muscheln, die von Suparmi abfällig als „Main main anak“ als Kinderspielzeug bezeichneten wurden. 

Ein Nachbar Suparmis hatte sein Haus nach Pak Majids Vorbild ausgebaut, und beherbergte die Besucher, für die kein Platz mehr war. Einige schliefen aber auch direkt am Strand und kamen nur zum Essen.Alle hatten eine wunderbare Zeit.

Zurück in Deutschland stellte ich im Oktober 1983 mein Buch erstmals auf der Frankfurter Buchmesse vor. Auch Tony Wheeler, der Gründer von Lonely Planet, kam an unserem Stand vorbei und interessierte sich sehr für das „Bali und Lombok Buch“. Er bat um ein Exemplar, um zu prüfen, ob es von ihm übersetzt werden könne.

Das sollte sich als großer Fehler herausstellen.

Fortsetzung folgt.