Bali, Lombok und die Gilis

„Bapak, Pak!“ (Papa, Papa!") Der kleine Ketut versucht die Aufmerksamkeit seines Vaters zu erlangen, indem er immer wieder an der Kleidung zupft. Beide sind festlich für den Tempelgeburtstag gekleidet, in wunderschöner Batik. Drumherum spielt traditionelle Musik, es wird gebetet und geopfert: Hohe Türme aus Früchten, Kuchen, gebratenen Hähnchen, Räucherstäbchen. Ketut zeigt sehnsüchtig auf den mobilen Verkaufsstand mit unendlichen vielen bunten Plastikspielzeugen – der Traum eines Dreijährigen.

„Hello Madam, Ibu, Carvings, Batik, Scarf, Sarong?!“, das sind nur ein paar der vielfältigen Angebote, die man auf dem Pasar Seni, dem Kunsthandwerksmarkt, zugerufen bekommt. Inmitten der Touristen, die regelmäßig mit Bussen angeliefert werden, lassen sich manchmal kaum die Shops finden. Das Übermaß an Waren lässt sich gar nicht aufzählen. Das Gedränge ist groß und die Käufer kommen aus aller Welt.

Diese zwei Beispiele spiegeln das heutige Bali. Trotz der 5,5 Millionen Besucher pro Jahr gilt nach wie vor: „Jeder Bereich des balinesischen Alltags ist durchdrungen vom Glauben: Götter und Dämonen sind lebendig und wachen über Wohlergehen und Leid der Bewohner“, schreiben die Autoren der 14. Auflage des Bali-Reiseführers, Stefan Blank, Peter Rump und Gunda Urban. Gerade diese überall spürbare Religiosität macht die Einzigartigkeit Balis aus. 

Im Süden Balis kommen die meisten Reisenden an – denn hier locken unter anderem die Urlaubsgebiete Kuta, Nusa Dua und Canggu mit weltbekannten Stränden, Surfspots und Sonnenuntergängen. Die Weiterreise lohnt sich: Weiter nördlich lockt Ubud als kultureller Mittelpunkt Balis mit Tänzen, Musik, Kunsthandwerk und Malerei. Im Osten Balis warten wunderschöne Reisterrassen rund um Sidemen auf Besucher, außerdem alltägliche Dörfchen und einsame Strände. Wer das zentrale Hochland quert, durchfährt einzigartige Landschaften an den Hängen der Vulkane oder kann sogar in den Krater des Gunung Batur hineinfahren. In Balis Norden ist das Leben langsamer und ruhiger. Farbenfrohe, aufwendig verzierte Tempelanlagen lohnen einen Besuch. Wer Lust hat, fährt weiter in den Nationalpark im Westen und geht noch einmal tauchen vor Pulau Menjangan.

Die Nachbarinsel Lombok blieb lange unterschätzt, bis in den 1980er die ersten Traveller-Unterkünfte auf den vorgelagerten Gilis entstanden. Berühmt sind diese drei kleinen Schwestern vor allem für ihre paradiesischen weißen Strände, Schnorchel- und  Tauchmöglichkeiten. Hier findet man je nach Insel das Spektrum von absoluter Ruhe bis zur Partymeile. Die Hauptinsel Lombok – viel dünner besiedelt als Bali – ist geprägt vom Vulkan Rinjani. Die Bewohner sind überwiegend muslimisch. Der Tourismus beschränkt sich auf wenige Orte. Es gibt nach wie vor viel zu entdecken: einsame Strände, gebirgige und dichte Wälder mit dramatischen Ausblicken, Wasserfälle, abgelegene Orte und den Vulkan.

Allein 176.000 Deutsche besuchen Bali pro Jahr und erst im März 2019 hob der Touristikkonzern TUI das Reiseziel Bali/Indonesien auf den vierten Platz in den Top-Ten der beliebtesten Fernreiseziele für Deutsche. Ist Bali damit noch das Paradies für Individualreisende, das sich viele erhoffen? Ja, es gibt ihn, diesen Sehnsuchtsort mit seinen besonderen Ecken, die weißen und schwarzen Strände, die Surfparadiese, die berühmten Reisterrassen, die Unterwasservielfalt für Schnorchler und Taucher. „Der größte Teil der Insel ist urtümlich wie eh und je“, resümieren die Autoren und sagen: „Die Suche nach dem echten Bali lohnt, davon sind wir überzeugt.“

Für den Reise Know-How Verlag ist der Reiseführer zu Bali und Lombok, der nun schon in der 14. Auflage erscheint, ein ganz besonderes Werk: „Bali & Lombok – Das Globetrotter-Handbuch über die Trauminsel (?) Bali und ihre bisher unentdeckte Schwester Lombok“ war das erste Buch des Verlagsgründers Peter Rump, das 1981 und damals noch in der Reihe „Globetrotter schreiben für Globetrotter“ erschien. Bis heute hat Peter Rump und Gunda Urban die Insel nicht losgelassen: Nach 13 Auflagen sind sie auch heute noch neben Stefan Blank die Autoren der 14. Auflage.

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