»ადამიანის უძვირფასესი საუნჯე მისი ვინაობაა.«
Der größte Schatz des Menschen ist seine Persönlichkeit.
Ilia Chavchavadze

Georgien

საქართველო
Sakartwelo

21:07 h | 19 °C

Das Land in Zahlen

Einwohnerzahl
4.504.000 (Weltrang 123)

Bevölkerungsdichte
65 Einw. pro km²

Fläche
69.700 km² (119)

Hauptstadt
Tbilisi (Tiflis)

Staatsform
Parlamentarische Republik

Hauptsprache
Georgisch

Gängige Fremdsprachen
Russisch, Armenisch, Aserisch, Abchasisch, Ossetisch

Währung
Lari (GEL)

Nationalfeiertag
26.5.

Internationale Ankünfte/Touristen
5.392.000 (Stand 2013)

Flugdauer
3,5 Std. ≈ 2.920 km

Entfernung über Land
3638 km

Abtrünnige Landesteile
2 (Abchasien und Südossetien)

Verwaltungsgliederung
10 Regionen

Höchster Berg
5.068 m Schchara

Längster Fluss
1.364 km Mtkwari

Tiefste Höhle
2.190 m Voronya-Höhle
(Weltrekord!)

Anzahl Großstädte
4 (Tbilisi, Kutaissi, Batumi, Rustawi)

UNESCO Weltkulturerbe
3 Stätten

Nachbarländer
4 (Russland, Aserbaidschan, Armenien, Türkei)

Bahnverbindungen ins Ausland
2 (Baku, Jerewan)
1 geplant (Kars (Türkei), Eröffnung Ende 2016)

Überseehäfen
2 (Poti, Batumi)

Bekanntester Georgier
Josef Stalin (* 1878 in Gori)

Weinbau
Seit rund 8.000 Jahren

Dies und Das

© Fabian Fröhlich

Natur

Georgien erfuhr in seiner Geschichte eine Zuordnung zu Europa, zum Nahen Osten und zu Asien, wozu es häufig gerechnet wird. Obwohl dies letztlich nicht eindeutig zu klären ist, spricht vieles dafür, Georgien als Teil von Europa anzusehen, was auch die meisten Georgier tun. Georgien ist Teil Transkaukasiens, das heißt gemeinsam mit Armenien und Aserbaidschan bildet es den Landkorridor zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer.
Georgiens Fläche beläuft sich auf 69.700 km², wobei 87 % von Gebirgen und Vorgebirgen bedeckt werden. Im Norden des Landes befindet sich der Große Kaukasus, im Süden der Westausläufer des Kleinen Kaukasus. Wie in einem Becken liegen dazwischen im Westen die Kolchische Tiefebene und im Osten die Transkaukasische Senke.

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Der Große Kaukasus schirmt die Landfläche auf einer Länge von 1100 km und einer Breite von 180 km gegen Norden ab. Als Ganzes kann er in drei Abschnitte unterteilt werden: Den ersten bilden die etwa 440 km vom Schwarzen Meer bis zum Elbrus (5642 m), den zweiten der Zentralkaukasus, dessen 180 km sich vom Elbrus bis zum Kasbeg erstrecken. Dieser Abschnitt ist mit nur 60 km Breite nicht nur der schmalste, hier befinden sich auch die imposanten 5000-er Gipfel. Der östliche Abschnitt verläuft vom Kasbeg bis zur Halbinsel Apscheron bei Baku am Kaspischen Meer.
Heute bildet der Große Kaukasus die natürliche Grenze Georgiens zu Russland. Er ist ein junges Gebirge, da er vor nicht einmal zwei Millionen Jahren entstand. Seine Gipfel sind mit ewigem Eis und mächtigen Gletscherkappen bedeckt. Der höchste Kaukasusgipfel ist mit 5642 m Höhe der Elbrus, der in Russland liegt. Der Große Kaukasus ist ein Faltengebirge mit einigen Vulkankegeln, darunter der Kasbeg. Er besteht hauptsächlich aus Graniten und Gneisen und beherbergt Erdöl- und Erdgaslagerstätten.
Schaut man von Norden nach Süden, so liegt die Kette der bewaldeten Schwarzen Berge mit etwa 600 m Höhe am nördlichsten. Südlich von dieser Kette folgt der Weidekamm mit etwa 1200 bis 1500 m Höhe und schließlich der Felsenkamm, der bis zu 3600 m verläuft.
Der Kleine Kaukasus ist wesentlich älter, entstand er doch schon vor etwa 150 Millionen Jahren. Er bildet die natürliche Grenze zu den südlichen Nachbarländern Georgiens: Armenien und Aserbaidschan. Er ist eigentlich kein eigenständiges Gebirge, sondern gehört zum nordanatolisch-nordiranischen Kettengebirge mit vielen jungen Vulkanen. Der Kleine Kaukasus liegt etwa 100 km südlich vom Großen Kaukasus.
Zwei in Nord-Südrichtung verlaufende Gebirge, nämlich das Surami-Gebirge und das Adscharo-Imeretische Gebirge, verbinden den Großen mit dem Kleinen Kaukasus und unterteilen Georgien in einen westlichen und einen östlichen Teil. Gleichzeitig bilden sie eine Wasserscheide, denn alle Flüsse Westgeorgiens fließen ins Schwarze Meer, alle Flüsse Ostgeorgiens ins Kaspische Meer. Die höchsten Berge Georgiens sind der Schchara (5068 m) in Swanetien und der Kasbeg (5047 m) im Zentralkaukasus. Es gibt aber noch weitere Berge um 5000 m Höhe, zum Beispiel den Rustaweli (4860 m) und den Uschba (4737 m). Ungefähr ein Fünftel des Landes ist von Bergen bedeckt, die höher sind als 2000 m.

© Fabian Fröhlich

Tiere

In Georgien gibt es wahrscheinlich die größte Anzahl von Säugetieren in ganz Europa, etwa geschätzte 110 Arten. Darüber hinaus finden sich 320 Arten von Vögeln (etwa 250 Nestbauer), ca. 50 Reptilien- und 13 Amphibienarten, 160 Fischarten, Tausende von Wirbellosen, 150 Homoptera (Gleichflügler, also Insekten) und acht Schmetterlingsarten. Leider gelten 21 Säugetierarten, 33 Vogel-, 10 Reptilien- und Amphibienarten inzwischen als selten, bedroht oder gefährdet. Dazu gehören beispielsweise die Persische Gazelle (wahrscheinlich sogar ausgestorben), die Gestreifte Hyäne und der Kaukasische Leopard. Eventuell gibt es in den ariden Steppen Südostgeorgiens noch einige. Fast ausschließlich im Großen Kaukasus findet man Säugetierarten wie den Kaukasusmaral, Bären, Wölfe, Luchse, Schakale, Steinböcke, Bergziegen und Mufflons.

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Bemerkenswert sind vor allem die Westkaukasische Ziege, die Dagestanische Ziege, die Bezoarziege und die Gemse. Leider werden diese stark bejagt und so in ihrem Bestand dezimiert. So ist die Westkaukasische Ziege (Capra caucasica), eine endemische Art, in ihrem Bestand bereits gefährdet. Auch der Bärenbestand leidet unter dem Schmuggel der Galle und Felle der Bären in die Türkei. Zu den mittelgroßen Säugetieren gehören die Baum- und Steinmarder, der Tigeriltis, die Wildkatze, der Fuchs und der Feldhase sowie das Wiesel. Zu den gefährdeten Arten zählen die Rohrkatze, der Europäische Otter, der Kaukasische Nerz und schließlich der Goldene Schakal. Die europäischen Eichhörnchen verdrängen mehr und mehr das einheimische Persische Eichhörnchen.
Die Flugrouten zahlreicher Zugvögel führen auf ihrem Weg von den Brutplätzen in Sibirien zu ihren Winterquartieren nach Nordeuropa über Georgien. Daher sind weit weniger als ein Prozent Endemiker. Zu den bedrohten Vogelarten gehören der Lämmergeier, der Mönchsgeier, der Gänsegeier sowie der Wanderfalke. Viele Raubvögel nisten in den Bergen, können jedoch in der Halbwüste um Dawit Garedscha bei der Jagd beobachtet werden. Dazu gehört das Kaspische Königshuhn und das Kaukasische Birkhuhn – möglicherweise ein Reliktenvogel. Es gibt auch eine kleine Population eigentlich in Mittelasien beheimateter Berggimpel. Der von Schweden bis Japan vorkommende Karmingimpel überfliegt Georgien auf dem Weg zu seinem Winterquartier zwischen dem Iran und China. An der Schneegrenze der Gebirge lebt eine endemische Unterart des Alpensteinhuhns (Alectoris graecea). Im Großen Kaukasus sind folgende Vogelarten zu Hause: der Riesenrotschwanz, die Schwarzkehlbraunelle, der Rotköpfige Girlitz, die Zaunammer, die Zipammer und der Eichelhäher.
In Georgien kann man vier Arten von Salamandern finden, wovon der Kaukasische Salamander (Mertensiella caucasica) ebenso bedroht ist wie von den neun Frosch- und Krötenarten die Spezies Bufo verrucosissimus, Hyla arborea shelkownikowi und Rana camerani. Weitere Amphibienarten sind der Bandmolch, der Teichmolch und der Kammmolch. Alle Arten sind in ihrem Bestand gefährdet.
Etwa ein Viertel der bekannten 160 Fischarten sind Endemiker. In georgischen Seen ausgesetzte osteuropäische Fischarten bedrohen heimische Spezies; die Karausche (Carassius carassius) bedroht sogar die Molchpopulation.

Essen

Die georgische Küche zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus, begünstigt durch das Klima und viele Einflüsse der ehemaligen Invasoren. Sie kann daher zu einer richtigen Entdeckungsreise werden. Eine Vielzahl bei uns unbekannter Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichte sowie raffinierte Soßen sind ein echter Gaumenschmaus.
Das Nationalgericht sind zweifelsohne die Chinkali, mit gut gewürztem Fleisch gefüllte Teigtaschen. Außerdem werden Hühner gern zu Tschachochbili (als Eintopf) und Schweine-, Rind-, und Lammfleisch zu M'zwadi (als Schaschlik) verarbeitet. Dazu sollte man unbedingt Tkemali-Soße (Pflaumen) oder Adschika (Peperonipaste) bestellen.

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Auch Vegetarier kommen in Georgien voll auf ihre kosten und können sich durch viele kulinarische Träume arbeiten. Zum einen sei hier der Eintopf Lobio, bestehend aus Bohnen, zu erwähnen und zum anderen ein Chatschapuri, ein pizzagroßer Teigfladen gefüllt mir Käse.  Als Vorspeise empfiehlt sich Sulguni, ein typischer georgischer Käse, oder Badridschani, Auberginen mit Walnusspaste.
Zu praktisch jedem Essen wird ungefragt georgisches Brot, Lawasch, gereicht. Für Tagestouren sind Tschurtschella, aufgeleinte Nüsse im Traubenmantel, der perfekte Begleiter. Sie halten sich sehr lange und sind sehr nahrhaft.

© Fabian Fröhlich

Wein

Ein Besuch in Georgien sollte immer genutzt werden, um die hervorragenden Weine zu kosten. In der Fußgängerzone der Leselidse-Straße und am Gagarin-Platz in Tbilisi findet man gut sortierte Weinhandlungen.
Weltweit soll es an die 4000 Rebsorten geben, mindestens ein Viertel davon wird seit Jahrtausenden in Georgien angebaut, besonders im ostgeorgischen Kachetien. Klima und Bodenbeschaffenheit sind hier geradezu ideal für vorzügliche Weine. Man geht davon aus, dass das Wort Wein sogar georgischen Ursprungs ist.

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Schon im 9. Jh. lehrte man an der Akademie von Ikalto in Kachetien neben Fächern wie Astronomie, Philosophie, Mathematik und der griechischen und lateinischen Sprache das Fach Weinbau. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich in Kachetien, Imeretien und Kartlien unterschiedliche Methoden, Wein herzustellen. Im 17. Jh. berichtete der französische Reisende Jean Chardin, dass er kein Land kenne, das mehr Weinsorten von so guter Qualität wie Georgien herstellt.
Außer in den genannten Regionen wächst guter Wein auch in Ratscha und Letschchumi. Der Name des Weins lässt immer auf sein Anbaugebiet schließen. Folgende Rebsorten werden in den Winzereien Georgiens u.a. verarbeitet: Saperawi, Odschaleschi, Rkatsiteli, Mtswane, Chichwi, Zolikouri, Zizka, Aladasturi, Alexandrouli, Usachelauri, Tschchaweri, Krachuna. Jede georgische Winzerei stellt Weine aus diesen Trauben her, einige Winzereien produzieren jedoch unter verschiedenen Namen.
In Georgien werden weiße, rote und Rosé-Weine hergestellt, es gibt sie als Schaumwein, trockenen, halbtrockenen und halbsüßen Wein. Die Klassifikation unterscheidet Tafel-, Spitzenund Sammlerwein.

Reisezeit

Die beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst, wenn die klimatisch sehr unterschiedlich über das Land verteilten Bedingungen eine umfangreiche Erkundung des Landes erlauben. In den heißen Sommermonaten hält man es am besten an der Küste des Schwarzen Meeres aus, sollte jedoch berücksichtigen, dass das subtropische Klima mit feucht-heißen Sommern nicht jedermanns Sache ist. Auch ist hier dann gerade Hochsaison. Unerträglich heiß ist es in Tbilisi ab Ende Juni bis etwa Mitte September.

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Die Sommermonate sind jedoch die einzige Zeit, in der die interessanten Orte im Hochkaukasus bereist werden können, da sie oft schon ab Oktober von der Außenwelt abgeschnitten sind. So ist es erst ab Juni möglich, die abgeschiedenen Orte in Chewsuretien (Schatili) zu besuchen, ab Oktober ist damit schon wieder Schluss. Während man es in Tbilisi ohne Klimaanlage kaum aushält, liegt auf den höchsten Gipfeln des Kaukasus noch Schnee oder Tauwetter verwandelt die unbefestigten Straßen in tiefen Morast. Die Straßen sind dann auch für Allradfahrzeuge unpassierbar.
Wintersportfreunde, die die lange Anreise nicht scheuen und Skigebiete suchen, in denen Schlangestehen am Skilift unbekannt ist, können im Kaukasus ihrer Leidenschaft frönen.

© Fabian Fröhlich

Religion

Etwa drei Viertel der Bevölkerung Georgiens bekennt sich zur Georgisch- Orthodoxen Apostelkirche, die Verfassungsrang genießt und keine Steuern zahlen muss. Patriarch der autokephalen Kirche ist Ilja II., der am Unabhängigkeitstag zusammen mit der Regierung auf dem Podium steht und dem Parlament zu Beginn der Legislaturperiode seinen Segen erteilt.

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Die beiden Apostel Simon und Andreas sollen von Nazareth ausgesandt worden sein, um das damalige Iberien zu missionieren. Die Georgier beteten heidnische Gottheiten an, etwa Natur- und Stammesgottheiten. Auch gab es eine Reihe von Feueranbetern (Zoroastrier). Die Bergvölker verehrten besonders ihre Göttin Dali, vor allem in Swanetien als Schutzgöttin der Jagd.
Weiterhin leben in Georgien etwa 376.000 Muslime (ca. 11 % der Bevölkerung), vor allem in Adscharien, die zur Zeit der osmanischen Herrschaft zum Islam übergetreten sind. Daneben gehören etwa 4 % der armenisch-gregorianischen Kirche an, weniger als 1 % sind Katholiken, außerdem gibt es noch einen geringen Bevölkerungsanteil an Protestanten und Juden. Letztere haben nach 1991 das Land zu großen Teilen verlassen.

Tipps

Wörter die weiterhelfen

Georgisch

Aussprache

Deutsch

გამარჯობა

gamarjoba

Hallo

დილა მშვიდობისა

Dila mshvidobisa

Guten Morgen

საღამო მშვიდობისა

Saghamo mshvidobisa

Guten Abend

ღამე მშვიდობისა

Ghame mshvidobisa

Gute Nacht

ნახვამდის

nakhvamdis

Tschüss

როგორ ხარ?

Rogor khar?

Wie geht es dir?

კარგად

kargad

Mir geht es gut

რა გქვია?

Ra gqvia?

Wie heißt du?

მე მქვია ანა

Me mqvia...

Mein Name ist...

დიახ, კი

Diakh (gehoben) / ki (persönlich)

Ja

არა

ara

Nein

უკაცრავად

ukacravad

Entschuldigung

მადლობა

madloba

Dankeschön

სად არის.... (კაფე, სკოლა, მაღაზია, ავტობუსის გაჩერება, მეტრო)?

Sad aris .... (Kafe, skola, maghazia, avtobusis gachereba, metro)?

Wo ist ... (Café, Schule, Laden, Bushaltestelle, Metro)

უკაცრავად, თქვენ საუბრობთ ინგლისურად

Kacravad, tqven saubrobt  inglisurad?

Verzeihen Sie, sprechen sie Englisch?

Links die weiterhelfen

Einreisebedingungen: www.auswaertiges-amt.de | www.bmaa.gv.at | www.eda.admin.ch

Visum: www.auswaertiges-amt.de/Laenderinformationen/Georgien

Fremdenverkehrsamt: www.visitgeorgia.ge/de | www.exploregeorgia.org (Englisch)

Deutsche Botschaft: www.tiflis.diplo.de

Georgische Botschaft: germany.mfa.gov.ge

Reise- und Gesundheitsinformationen: www.crm.de

Einführ- und Ausfuhrbestimmungen: www.zoll.de | www.bmf.gv.at | www.ezv.admin.ch

Dos and Don’ts

Im Großen und Ganzen gibt es keine speziellen Verhaltensregeln, die sich grundsätzlich vom mitteleuropäischen Verhaltenskodex unterscheiden würden. Da die Georgier sehr gastfreundlich sind, sind sie auch sehr tolerant. Bleibt die Frage, ob sich jeder Gast entsprechend benimmt. Schlimm ist es, wenn Westeuropäer grundsätzlich besser Bescheid wissen (Politik!) und immer recht haben müssen! Zurückhaltung und Respekt sind angebracht.
Es kann nicht schaden, ein paar Gastgeschenke mitzunehmen, die allerdings den Gastgeber nicht in Verlegenheit bringen sollten. Für Kinder sind Süßigkeiten immer geeignet, auch ein paar Ansichtskarten oder gut illustrierte Bildreiseführer aus der Heimat nehmen wenig Platz weg im Gepäck. Bitte beachten, dass es nicht üblich ist, das Geschenk auszupacken.
Und wer am Schwarzen Meer baden gehen möchte: Es gibt keine FKK-Strände, und „oben ohne“ ist nicht üblich. Ein Wort noch an die Herren: Das Urinieren in der Öffentlichkeit wirkt genauso schockierend wie in Deutschland. Und auch für die Damen sei gesagt: Georgische Frauen reisen nicht allein. Dies sollte man sich verdeutlichen, um die eine oder andere Reaktion besser zu verstehen. Alleinreisende Frauen können sich sicher im Lande bewegen, müssen aber mit Neugier und Unverständnis rechnen. Dies gilt umso mehr, je abgelegener die Gegend ist und je weniger Touristen auftauchen. Hier ist auch das äußere Erscheinungsbild nicht unwichtig.
Es wäre sinnvoll, über die Inanspruchnahme eines Reiseveranstalters nachzudenken, wenn man allein in abgelegene Gebirgsgegenden reisen möchte. Oft wird man unter die Fittiche der Marschrutka-Fahrer genommen, die auch schon mal Fahrgäste vom Beifahrersitz wegschicken und Frauen nach vorn bitten. Oder man erhält kleine Geschenke – ganz ohne Hintergedanken. Ganz vereinzelt kommt es auch mal zum „Wangentätscheln“ von vorwiegend älteren Männern.

Exkurs: Prometheus am Felsen des Kasbeg

Prometheus formte Menschen aus Lehm. Sie waren jedoch unwissend und lebten ohne Ziel und Sinn in den Tag hinein. Seine himmlische Gönnerin Athene, die Göttin der Weisheit, hauchte den Menschen Leben ein. Zeus, der vor Kurzem im Himmel die Macht an sich gerissen hatte, wurde auf die Menschen aufmerksam und verlangte von ihnen Verehrung. Als Gegenleistung bot er ihnen Schutz an.
Prometheus wachte darüber, dass die Menschen von den Göttern nicht allzu sehr übers Ohr gehauen wurden und beschloss, die Götter auszutricksen. Er ließ einen Opferstier schlachten und teilte diesen in zwei Teile, und zwar so, dass auf dem größeren Haufen der wertlose Teil des Stiers lag und das Fleisch den kleineren Teil des Opfers bildete. Zeus stellte sich unwissend und griff nach dem größeren Haufen. Dann ließ er Prometheus wissen, dass er ihn durchschaut habe, und war wütend auf ihn. Als Strafe verweigerte er ihm das Feuer für seine Menschen. Aber Prometheus nahm einen Stängel des Riesenfenchels und entzündete diesen am vorüberfahrenden Sonnenwagen – und schon hatten die Menschen Feuer.
Das war des Guten zu viel für Zeus! Er befahl Hephaistos, dem Feuergott, das Trugbild eines wunderschönen Mädchens zu schaffen. Athene, eben noch Gönnerin des Prometheus, war inzwischen neidisch auf seine Erfolge. Sie entwarf ein wunderschönes Kleid für das Mädchen. Der Götterbote Hermes musste ihm die Sprache verleihen und Aphrodite einen schönen Körper. Zeus nannte das Mädchen Pandora, die Allbeschenkte. Doch die Götter sollten dem Mädchen vor seinem Abstieg auf die Erde auch ein Unheil oder Übel mitgegeben. Diese Gaben schloss Zeus in eine Büchse ein.
Epimetheus, Prometheus’ Bruder, kam Pandora entgegen und nahm wider besseres Wissen die Geschenkbüchse an, und als er sie öffnete, entflohen alle Übel, mit denen die Menschen bis heute geplagt sind: Krankheiten, Leiden und beschwerliche Arbeit. Nur die Hoffnung, die auf dem Boden des Gefäßes lag, ließ Pandora nicht entkommen, da sie die Büchse für immer verschloss. Seitdem ist die Erde unwiderruflich mit Übeln, Bosheiten und Leid übersät und die Menschen wurden sterblich.
Nachdem Zeus die Menschen gestraft hatte, sann er auf Rache gegen Prometheus. Seine Diener Hephaistos, Kratos (der Zwang) und die Dienerin Bia (die Gewalt) mussten Prometheus gefangennehmen und an einen hohen Felsen im Kaukasus ketten. Zeus war unsäglich wütend, Prometheus musste am Felsen hängen, durfte weder schlafen noch die Knie beugen. Doch diese Folter war Zeus noch nicht genug: Ein Adler fraß täglich von Prometheus’ Leber, die sofort nachwuchs. Das sollte so lange dauern, bis sich ein Ersatzmann gefunden hätte, der diese Qualen an Prometheus’ Stelle ertragen wollte.
Wenn schon die Welt der Götter so grausam war, dann sollte Prometheus wenigstens Glück haben: Herakles kam vorbei und erschoss aus Mitleid den Adler mit Pfeil und Bogen. Der Zentaur Chiron ließ sich an Prometheus’ Stelle an den Felsen ketten. Da Prometheus aber wenigstens 30.000 Jahre angekettet bleiben sollte, musste er von nun an einen eisernen Ring mit einem Felsstück des Kaukasusberges tragen. So wurde der Befehl des Zeus erfüllt.

Josif Wissarionowitsch Dshugaschwili – genannt Stalin

Josif Wissarionowitsch Dshugaschwili wurde am 21.12.1879 in der Kleinstadt Gori westlich von Tbilisi als Sohn eines Schusters und einer Wäscherin geboren. Er entstammte also einer sozialen Schicht, aus der er nur wegen des Zusammenbruchs der damaligen Monarchien Europas infolge des Ersten Weltkrieges aufsteigen konnte. Sein Vater setzte sich nach Tiflis ab, seine Mutter Jekaterina zog als Wirtschafterin in das Haus des orthodoxen Priesters Tscharkwiani. Sie konnte den Sohn an einem russisch- orthodoxen Priesterseminar unterbringen.
Während seines Priesterstudiums setzte die zaristische Regierung Russisch als Unterrichtssprache durch, wodurch sich sein Studium um ganze zwei Jahre verlängern sollte. Er las aber lieber georgische Bücher, darunter seine Lieblingserzählung „Vatermord“ von Alexander Kasbegi. Der Held hieß Koba und setzte sich für die Rechte der armen Bauern ein. Nach der Lektüre dieses Buches ließ Stalin sich Koba nennen.
Im Alter von 18 Jahren schloss er sich der Messami-Dassi-Gruppe („Dritte Gruppe“) an, die von Noe Shordania, Nikolos Tschcheidse und Giorgi Zereteli geleitet wurde, kam so in Kontakt mit den Schriften Lenins und trat ein Jahr später der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) bei. Da er sein Studium vernachlässigte, wurde er exmatrikuliert.
1902 organisierte er unter den Ölarbeitern in Batumi einen Streik, wurde verhaftet und nach Sibirien verbannt. Er sollte bis 1912 acht Mal verhaftet werden und wieder entfliehen können. 1912 floh er nach Wien und Krakau, um so mit Lenin in Verbindung zu bleiben. Er stieg dank Lenins Fürsprache auch prompt ins Zentralkomitee (ZK) der Bolschewiki auf und nannte sich fortan Stalin („der Stählerne“). Zum Verständnis: Die SDAPR hielt 1903 in London einen Parteitag ab. Lenin vertrat wie die Mehrheit der Delegierten die Auffassung, dass die revolutionäre Umgestaltung Russlands nur von Berufsrevolutionären erfolgreich durchführbar sei. Dieser Auffassung schloss sich später auch Stalin an. Es kam auf diesem Parteitag zur Spaltung der SDAPR in die Mehrheitler (russ. Bolschewiki) und die Minderheitler (russ. Menschewiki).
Als Stalin 1913 nach Russland zurückkehrte, wurde er sofort verhaftet und für vier Jahre nach Turuchansk verbannt, von wo aus er nicht floh. 1914 war der Erste Weltkrieg ausgebrochen und er wollte auf keinen Fall zum Militärdienst eingezogen werden. Während dieser Verbannung lernte er Lew Kamenew kennen, mit dem er um die Jahreswende 1916/1917 nach Petrograd ging, um dort in der Redaktion der Parteizeitung „Prawda“ („Wahrheit“) mitzuarbeiten. Mit Kamenew und Sinowjew bildete er später das Triumvirat, das in der sowjetischen Politik eine wichtige Rolle spielen sollte.
Am 7. November 1918 wurde die erste provisorische Sowjetregierung gebildet und Stalin wurde darin Kommissar für Nationalitätenfragen. Seine Aufgabe sollte in der Lösung der Minderheitenfragen bestehen. Die sogenannten Minderheiten hatten aber ganz anderes im Sinn – nämlich die Loslösung von Russland. So erklärte Georgien seine Unabhängigkeit (1918–21), aber auch die Ukraine und die drei baltischen Staaten.
Stalin wurde 1918 nach Zarizyn (ab 1925 Stalingrad, heute Wolgograd) geschickt, um das dortige Getreideanbaugebiet der Sowjetmacht zu erhalten. Er konnte Zarizyn gegen die Truppen von General Krasnows halten. Danach konzentrierte er sich auf die Eingliederung der kaukasischen Länder in das Sowjetreich, was bis heute Nachwirkungen hat. Bis 1920 gelang ihm das auch, jedoch ausgerechnet ohne Georgien. Erst als im Februar 1921 Truppen in Tiflis einmarschierten, konnte er Fakten schaffen.
Ende 1922 erkrankte Lenin so schwer, dass er bis zu seinem Tod im Jahr 1924 nicht mehr politisch tätig werden konnte. Das Triumvirat, bestehend aus Stalin (Steuerung des Parteiapparates), Kamenew (Leitung von Parteisitzungen) und Sinowjew (guter Redner) sollte dieses Vakuum sofort füllen. Dabei ist nicht unwichtig, dass Lenin in seinem politischen Testament vor Stalin gewarnt hatte, da er ihn für seine Nachfolge als zu grob empfand. Auch Leo Trotzki hatte in einem Schreiben an das ZK dem Triumvirat „Entartung“ vorgeworfen. Lenins Testament wurde auf dem XIII. Parteitag verlesen, blieb aber ohne Folgen für Stalin. Nachdem Stalins Kritiker Trotzki 1926 entmachtet und 1929 endgültig des Landes verwiesen wurde, zerfiel auch das Triumvirat infolge von Meinungsverschiedenheiten. 1927 hatte Stalin geschafft, was wohl niemand von dem kleinen Priesterseminaristen angenommen hätte. Er war Alleinherrscher der Sowjetunion!
Ab dem Jahr 1928 forcierte er die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft mit verheerenden Folgen. Dadurch entstehende Hungersnöte waren sogar willkommen, konnte man doch damit Stimmung gegen die ruchlosen Kulaken machen. Es gibt keine genauen Opferzahlen, Schätzungen belaufen sich von 10 bis auf über 20 Millionen Menschen!
Ab 1929 setzte ein bis dahin unvorstellbarer Stalinkult ein. Er wurde zum Übervater und noch heute sind viele davon überzeugt, dass er nicht wusste, was im Lande vor sich ging, andernfalls hätte er das niemals zugelassen.
1934 wurde der Leningrader Parteisekretär Sergej M. Kirow, der als Gegenspieler Stalins galt, ermordet. Diese Ermordung war der willkommene Anlass für die nun einsetzende Tschistka („Säuberung“), die vor allem durch ihre drei großen Schauprozesse (Moskauer Prozesse) ihren offiziellen Rahmen erhalten sollte. Auf dem ersten, noch schlecht inszenierten Schauprozess gegen Kamenew und Sinowjew lief noch vieles schief, jedoch wurden Kamenew und Sinowjew zum Tode verurteilt, danach auch ein Großteil der Funktionäre und Minister. Die beiden letzten Prozesse waren gut vorbereitet, die Angeklagten durch massive Folter eingeschüchtert und zu Selbstdenunziationen erpresst worden.
Als 1938 eine Verschwörung gegen Stalin im Militär „aufgedeckt“ wurde, ließ er drei Marschälle, 13 Armeegeneräle und 62 Korpskommandeure erschießen. Man geht davon aus, dass insgesamt über 40.000 Offiziere der Tschistka zum Opfer gefallen sind, und das ein Jahr vor Kriegsausbruch. Das Klima der Angst, des Misstrauens und der Denunziationen erfasste alle Schichten der Bevölkerung.
Am 23.8.1939 wurde in Moskau der Hitler- Stalin-Pakt geschlossen, ein Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion, der ein Geheimabkommen über die Aufteilung Polens und die spätere Besetzung der drei baltischen Staaten durch die Rote Armee regelte. Während des Zweiten Weltkrieges gelang es Stalin durch Staatsterror und Propaganda gegen den Feind patriotische Gefühle in der sowjetischen Bevölkerung zu mobilisieren. Der Sieg in der Schlacht um Stalingrad war die wichtigste Schlacht für die Rote Armee während des gesamten Krieges, da die deutsche Wehrmacht bis dahin als unbesiegbar galt.
Nach der Konferenz von Teheran Ende 1943 kam es im Februar 1945 in Jalta zu einer zweiten Konferenz der „Großen Drei“, bei der Roosevelt bereits ein todkranker Mann war. Lediglich Churchill war damals schon klar, dass es nach dem Krieg darum gehen würde, die Herrschaft der Russen in Europa zu verhindern.
Auf der Potsdamer Konferenz vom 16.7. bis 2.8.1945 gelang es Stalin, die polnische Ostgrenze weit nach Westen zu verschieben und damit den Hitler-Stalin-Pakt in dieser Hinsicht für die Sowjetunion umzusetzen. Außerdem ging es um Reparationszahlungen Deutschlands, über die sich die Alliierten völlig uneins waren, hatten sie doch die Auswirkungen des Versailler Vertrages noch zu gut in Erinnerung.
Stalin war jetzt 65 Jahre alt, die Sowjetunion besaß mehr Territorium als jemals zuvor. Dennoch war der Lebensstandard dort infolge des Krieges und der völlig verfehlten Wirtschaftspolitik so niedrig, dass Stalin nach Kriegsende auf eine völlige Isolierung des Landes setzte.
Die Folgejahre waren von Konfrontationen der Westmächte mit der Sowjetunion bezüglich des Wiederaufbaus Europas geprägt. Stalin versuchte mit der Berlinblockade Reparationszahlungen aus den Westzonen zu erpressen. Die Amerikaner etablierten daraufhin eine Luftbrücke, um die Westberliner zu versorgen.
Der Marshallplan entzweite die Alliierten weiter, denn damit wollte man ursprünglich den Aufbau ganz Europas, also einschließlich der Sowjetunion, anstoßen. Die schwer angeschlagene Sowjetunion hatte jedoch ihren eben erst entstandenen Satellitenstaaten nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Stalin war klar, dass diese sofort seiner Kontrolle entgleiten würden, weshalb er unverzüglich ein Verbot des Marshallplanes für die Sowjetunion und die Ostblockstaaten aussprach. Nach der Gründung der NATO hob Stalin die Blockade still und heimlich wieder auf.
Am Abend des 1.3.1953 trafen sich Berija, Malenkow, Bulganin und Stalin zu einem Essen, bei dem der Diktator zusammenbrach. Er starb nur vier Tage später, am 5.3.1953, 74-jährig an den Folgen eines Schlaganfalls. Bei seiner vier Tage später stattfindenden Beisetzung in Moskau kam es zu einer Massenhysterie mit vielen Toten. Stalin hat bis zu seinem Tod nie ein Wort des Bedauerns über das von ihm verursachte Leid verloren.

Besuch der Schwefelbäder in Abanotubani

Die berühmten Schwefelthermalbäder Tbilisis lieferten den Stoff zur Legendenbildung, denn ihre Wunderwirkung veranlassten König Wachtang Gorgassali zur Gründung der Stadt Tbilisi. So prominente Persönlichkeiten wie Alexandre Dumas d. Ä. oder Alexander Puschkin waren von ihnen begeistert. Nach Tbilisi reisen und nicht diese Schwefelbäder besuchen wäre geradezu eine Sünde!
Gab es Ende des 19. Jh. noch einige Dutzend davon, so hat man nur noch in einigen wenigen im Bäderviertel Abanotubani die Möglichkeit, sich von den Strapazen eines Spazierganges zu erholen. Das zwischen 37 und etwa 47 °C warme Schwefelthermalwasser spült alle Malaisen fort, sei es, dass die Füße schmerzen oder dass in der kalten Jahreszeit eine Erkältung droht.
Die unscheinbar aussehenden Kuppelbauten bieten ein interessantes Innenleben, das am Beispiel des Königlichen Bades erläutert werden soll. Das hier geschilderte Prozedere trifft natürlich auch auf andere Bäder zu, auch wenn sie keinen so wohlklingenden Namen tragen. Am Eingang steht „Royal Bath“, denn die alte Bezeichnung war in georgischer Sprache „Samepo Abano“, auch König-Irakli-Bad genannt. Es wurde im 7./8. Jh. erbaut und seine unterirdischen Räumlichkeiten sind von einer großen Kuppel überdacht. Nachdem der Gast die Treppe hinuntergegangen ist, wird er im Empfangsraum begrüßt, man fragt nach seinen Wünschen. Handtücher kann man mitbringen oder für einen Lari ausleihen; in der Regel handelt es sich um zwei große Laken. Weiterhin kann man zum gleichen Preis ein Stück Seife erwerben. (Es ist gut, die Seife zu kaufen, andernfalls kann es passieren, dass ein teures Duschgel im Übereifer von der Masseurin vollständig geleert wird.) Wird eine Massage gewünscht? Wenn ja, kommt nach etwa 15 Minuten die Masseurin.
Alsdann geht es in die Kabine (russ. Nomjer). Die Bezeichnung ist wohl etwas untertrieben, denn die Kabine besteht aus einem Vorraum mit Ledergarnitur, Kleiderhaken, Badeschlappen, Spiegeln und einer separaten Toilette. Auch einen Föhn kann man kostenlos bekommen. Man kann mit oder ohne Badekleidung ins Nomjer gehen, ganz wie es beliebt, und hat die Kabine auf jeden Fall für sich. Der Preis beläuft sich pro Stunde auf 40 GEL pro Kabine. Es können auch zwei bis drei Leute zusammen eine Kabine mieten. Die Massage kostet pro Person 10 GEL.
Hat man sich vorbereitet, geht es in den eigentlichen Baderaum. Hier findet man eine Dusche und das mit Kacheln eingefasste Badebecken, das nur so tief ist, dass man darin noch stehen kann. An der Seite sind zwei treppenförmige Vorsprünge eingemauert, die für bequemes Sitzen sorgen – erst weniger tief und nach Gewöhnung an die Wassertemperatur etwas tiefer. An der Wand befindet sich eine gemauerte und gekachelte Liege, die zur Massage benötigt wird. Dann erscheint die Masseurin und waltet ihres Amtes. Man erwarte keine ausgebildete Physiotherapeutin, aber Spaß macht es trotzdem. Das Wasser tut der Haut und dem Teint gut.
Geht man zu mehreren, sollte man zwei Stunden einkalkulieren, denn etwas Ruhe im Vorraum tut gut. Anschließend sollte man sich nicht mehr allzu viel vornehmen, man sehnt sich meist hinterher nach dem Hotelzimmer.

Alle Texte aus: Reiseführer Georgien von Marlies Kriegenherdt

Uhrzeit und Temperatur: Tbilisi (Tiflis)

Titelbild: © Fabian Fröhlich

Besonderer Dank an Vika Mebonia