»Wenn Du schnell gehen willst, gehe den alten Weg.«
Birmanisches Sprichwort

Myanmar Birma Burma
Pyidaungsu Thammada  Myanma Nainggnan

20:05 h | 26 °C

Das Land in Zahlen

Einwohnerzahl
ca. 65 Millionen (2013)

Bevölkerungsdichte
81 pro km²

Fläche
676 552 km²

Hauptstadt
Naypyidaw

Staatsform
parlamentarische Demokratie mit starkem Militäreinfluss

Hauptsprachen
birmanisch

Währung
Kyat (MMK) (tschat gesprochen)

Nationalfeiertag
4. Januar Unabhängigkeitstag

Internationale Ankünfte/Touristen
fast 1 Million (2012)

Flugdauer
8 400 km ≈  mind. 14 Std.

Uhrzeit
Der Zeitunterschied beträgt MEZ + 5 1/2 Std., während der europäischen Sommerzeit + 4 1/2 Std.

…Pagoden, Tempel, Mönche
keiner hat sie bisher gezählt, aber sie sind überall ständig gegenwärtig.

Dies und Das

Natur

Geografisch kann Myanmar in 3 Hauptregionen eingeteilt werden: in das tropische Niedermyanmar, das größte Reisanbaugebiet der Welt; in das kühlere, trockenere Obermyanmar, wo Baumwolle und Gemüse angebaut werden und wo die Könige ihre Hauptstädte hatten; in das Hochland entlang der Landesgrenzen, wo sich bis zu fünfeinhalbtausend Meter hohe Berge, reissende Gebirgsströme und undurchdringliche Dschungel auch heute noch den Verkehr erschweren. Dort finden sich zudem Teakwälder, über 800 verschiedene Orchideen, Mineralien und wertvolle Edelsteine.

Tiere

Neben über 1000 Vogelarten und exotischen Fischen leben in den Wäldern viele wilde Tiere: ca. 10 000 Elefanten, ca. 2000 Tiger, Leoparden, Panther, Rhinozerosse, Hirsche, Affen überall, Himalaja-Bären, Wasserschildkröten, Flussdelfine, Blauwale, Chamäleons, viele Schlangen, Krokodile im Delta. Ein sehr verbreitetes Arbeitstier ist der Wasserbüffel und auch noch der Elefant.

Religion

© Brigitte Blume

88,3 % sind Theravada-Buddhisten, 4,3 % Christen, 3,1 % Baptisten, 3,4 % Muslime, 0,5 % Hinduisten. Dazu kommen noch die animistischen Stammesreligionen der Bergvölker.

Essen

Die Küche ist stark beeinflusst von den Nachbarländern China, Indien, Bangladesch und Thailand. Die heute gängige Küche ist eine Mischung aus indischen (kräftige Gewürze) und chinesischen Gerichten. Eine alltägliche Mahlzeit besteht aus einer Suppe (wird gleichzeitig zum Essen serviert), Reis, mindestens einem Currygericht mit Fisch oder Fleisch, gekochtem Gemüse, kleingeschnittenem Salat. Typisch sind die Fischpaste und eingelegte Teeblätter als Salat oder Snack. Zum Frühstück ist man "mohinga", eine spezielle Suppe mit Glasnudeln in stark gewürzter (Fisch)-Brühe. Dazu trinkt man grünen Tee. Traditionelle alkoholische Getränke sind der Palmwein und Reisschnaps. Natürlich ist auch ein leichteres Bier erhältlich.

Reisezeit

In Myanmar herrscht typisches Monsunklima mit 3 unterschiedlichen Jahreszeiten: November bis Mitte Februar ist es kühl; März bis Mitte Mai ist es sehr heiß; Mitte Mai bis Ende Oktober ist die Regenperiode mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Hauptreisezeit ist also von November bis Mitte Februar. Aber auch die Monate der europäischen Ferien sind durchaus möglich, es regnet ja nicht ununterbrochen. Vielmehr sollte man die Reisetermine auch nach den vielen und interessanten Festen planen.

Sicherheit

Myanmar ist kein gefährliches Reiseland, es hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten weltweit.

Tipps

Wörter die weiterhelfen

kaùn dä. – Es ist gut!
è ä diloo b ä. – Ja, so ist es.
hou’kä schï badä. – Ja, haben wir.
da ba lä? – Was ist das?
da bälau’ lä? – Wie viel kostet das?
khinbjà namä bäloo kho lä? – Wie heißen Sie?
to ba do. – Hör auf! auch: Nein danke!
wùnn ä badä. – Es tut mir Leid.

Kauderwelsch Burmesisch, Band 63

Links die weiterhelfen

Einreisebedingungen: www.auswaertiges-amt.de | www.bmaa.gv.at | www.eda.admin.ch

Visum:
Ein Touristenvisum gilt 28 Tage und kann vor Ort gegen eine Gebühr von US$ 3/Tag verlängert werden. In Deutschland beantragt man das Visum bei der Botschaft in Berlin. www.botschaft-myanmar.de, visa@botschaft-myanmar.de

Botschaft der Union von Myanmar: www.botschaft-myanmar.de
Deutsche Botschaft: 9, Bogyoke Aung San Rd, 11201 Yangon, info@rangun.diplo.de

Reise- und Gesundheitsinformationen: www.crm.de

Einführ- und Ausfuhrbestimmungen: www.zoll.de | www.bmf.gv.at | www.ezv.admin.ch

Dos and Dont's

www.dosanddontsfortourists.com

  • Zeigen Sie in der Öffentlichkeit keine Wutausbrüche.
  • Küssen und Händchenhalten bei Paaren sind in der Öffentlichkeit noch undenkbar.
  • Rechnen Sie damit, dass auf Ihre Fragen falsch geantwortet wird - irgendeine Antwort ist für die Myanmaren besser als gar keine.
  • Achten Sie auf korrekte Kleidung - knie- und schulterbedeckte Kleidung, keine Shorts bei Männern.
  • Badebekleidung nur an Hotelpool und am Strand - Myanmaren gehen angezogen ins Meer.
  • Schuhe müssen in Tempeln und Pagoden (gilt auch für Ruinen) ausgezogen werden.
  • In Privathäusern ist es üblich, vor der Eingangstüre die Schuhe abzulegen.
  • Der Kopf gilt als besonders heiliger Teil des Körpers - man berührt niemals ohne Grund den Kopf eines Kindes.
  • Zum Gruß lächeln Sie Ihrem Gegenüber zu.
  • Händeschütteln ist nicht beliebt - man berührt nicht gerne den Schweiß des anderen.

Alle Texte aus dem Reiseführer »Myanmar Birma Burma« von Brigitte Blume.

Titelbild: Brigitte Blume