»This land is your land, this land is my land. From California to the New York Island. From the Redwood Forest to the Gulf Stream waters. This land was made for you and me.« Woody Guthrie

Vereinigte Staaten von Amerika / USA

United States of America

16:55 h | 7 °C

Das Land in Zahlen

Einwohnerzahl
317 Mio.

Bevölkerungsdichte
33 Einwohner pro km²

Fläche
9,6 Mio. km²

Hauptstadt
Washington, D.C.

Staatsform
föderale Republik

Hauptsprachen
englisch, spanisch

Währung
US-Dollar

Nationalfeiertag
4. Juli (Independence Day)

Internationale Ankünfte/Touristen
60 Mio. (13 Mio. aus Europa)

Flugdauer
6.200 km / 8 Stunden (New York)
9.200 km / 11 Stunden (San Francisco)

Hamburger-Verzehr
8,7 Milliarden Hamburger pro Jahr

Städte mit mehr als einer Million Einwohner
10 Städte in den USA
New York City ist mit 8,4 Millionen Einwohnern die größte

Dies und Das

Natur

Aufgrund der Größe des Landes ist die Natur sehr vielseitig – es gibt nichts, was es nicht gibt: Traumstrände in Kalifornien und Florida, ausgedehnte Waldgebiete mit den riesigen Mammutbäumen im Nordwesten der USA, Felslandschaften im Südwesten, die Rocky Mountains im Westen, Prärien und Wüsten von North Dakota bis runter nach Texas, Wälder im Nordosten, die im Herbst beim Indian Summer rotgelb leuchten, die rauhen Küsten des Atlantiks und den feuchtwarmen Süden – von Louisiana über Mississippi nach Florida.

Tiere

© KenCanning_iStock_21927288

Neben den auch in Europa bekannten Tieren gibt es in den USA eine Vielzahl von Tieren, denen man nur dort begegnet bzw. die typisch sind für dieses Land: Im Yellowstone Nationalpark leben die berühmten Grizzlybären, in den Prärien des Nordwesten die Bisons, deren Bestände sich heute wieder erholen, und in den Rocky Mountains trifft man mit etwas Glück (oder auch Pech!) auf den Puma.

Essen

Die USA sind bekannt für ihre Fast-Food-Kultur. 1940 öffnete das erste McDonald's-Restaurant – und 1948 wurde eine innovative und rationelle Art der Hamburger-Zubereitung eingeführt. Seitdem boomt das Geschäft mit Hamburgern, Tacos, Hähnchenteilen …

Daneben gibt es aber zahlreiche (regionale) Spezialitäten, die die USA auch zu einem kulinarischen Reiseziel machen: Die Cajun-Küche in Louisiana, die Lobster in Neuengland, die Spitzenweine des Napa Valley …

Reisezeit

© disorderly_iStock_2331291

Die ideale Reisezeit für den Großteil des Landes liegt zwischen April und Oktober; für Süd-Florida empfiehlt sich aber aufgrund extremer Temperaturen und Niederschläge vor allem das Winterhalbjahr.

Religion

In den USA spielt der Glaube noch eine wesentlich größere Rolle als in Deutschland: 82 % der Amerikaner bezeichnen sich als religiös, 55 % als sehr religiös. Ca. 40 % der Bevölkerung sind evangelikale Protestanten bzw. Mainline Protestanten, knapp 25 % römisch-katholisch, je 1,7 % sind Mormonen und Juden.

Tipps

Links die weiterhelfen

Mehr Informationen zu USA und Kanada: www.usacanada.de

Einreisebedingungen: http://german.germany.usembassy.gov/visa/vwp/esta/

www.auswaertiges-amt.de | www.bmaa.gv.at | www.eda.admin.ch

Visum: https://usatipps.net/visa-waiver-program | http://www.visumusa.net/esta

Fremdenverkehrsamt: http://de.discoveramerica.com/

Deutsche Botschaft: www.germany.info/

Reise- und Gesundheitsinformationen: www.crm.de

Einführ- und Ausfuhrbestimmungen: www.zoll.de | www.bmf.gv.at | www.ezv.admin.ch

Dos and Dont's

Immer schön freundlich zu Polizisten

Keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken

Auf die Frage 'How are you?' nicht seine Lebensgeschichte erzählen! Fine, thank you!

Exkurs: Das Phänomen Everglades

Die Everglades bilden den drittgrößten Nationalpark der USA außerhalb von Alaska (nach Death Valley und Yellowstone). Dennoch umfasst das Gebiet nur den kümmerlichen Rest eines früher riesigen subtropischen Sumpfgebietes, das vor Ankunft der weißen Siedler fast die gesamte Südhälfte der Halbinsel Florida bedeckte. Der Lake Okeechobee war damals das eigentliche Herz dieser Sümpfe, heute liegt er weit entfernt. Das langsam aber stetig in die Everglades nachdrückende Wasser stammt indessen immer noch aus diesem See, der seinerseits durch Flüsse gespeist wird, die südlich von Orlando entspringen.

Dieses Süßwasser aus dem Landesinneren trifft in den Everglades auf Salzwasser des Golfs von Mexiko, das von der West- und Südküste aus in die flachen Sumpfgebiete eindringt.

Die dadurch entstehende seltene Mischung von Süß- und Salzwasser ist einer der Gründe für die ungewöhnliche Vielfalt von Flora und Fauna der Everglades. Das Ökosystem ist das einzige weltweit, wo Alligatoren (Süßwasser) und Krokodile (Salzwasser) gleichzeitig leben. Auch die Pflanzenwelt lässt an Vielfalt nichts zu wünschen übrig: Palmen, Mangroven und Zypressen wachsen neben Kiefern, Eichen, Farn und allen nur erdenklichen Grasarten.

Obwohl das sumpfige Terrain, die vielen Insekten und das schwüle Klima die Everglades nicht gerade einladend machen, lebten schon seit zwei Jahrtausenden Menschen in der Region von Jagd und Fischfang, bevor gegen Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Weißen kamen. Sie wollten Landwirtschaft betreiben und legten deshalb Sumpfgebiete trocken. Zuckerrohrplantagen und Gemüsefarmen entstanden; entsprechend schrumpften die Everglades. Die Regierung versuchte außerdem, die den Siedlern zusetzenden regelmäßigen Überschwemmungen in den Griff zu bekommen. Bereits 1912 wurde der Miami Canal zwischen dem Lake Okeechobee und Miami gebaut, der Trinkwasser in die Stadt transportierte und gleichzeitig den Wasserstand des Sees verminderte. Nach Überschwemmungen deichte man 1938 den See zusätzlich ein und beendete damit endgültig die periodischen Überflutungen seiner Umgebung. Diese Maßnahmen machten den Siedlern das Leben zwar leichter, doch sie trugen ebenfalls zur Zerstörung des sensiblen Ökosystems der Sümpfe bei.

Schon früh begannen daher einige Umweltorganisationen, für die Erhaltung der Sümpfe zu kämpfen. Ihr Engagement war letztlich von Erfolg gekrönt: das südliche Kerngebiet der Everglades wurde zunächst zum Naturschutzgebiet und 1947 zum Nationalpark erklärt. Später kamen noch die nördlich angrenzenden Sümpfe der Big Cypress National Preserve als Übergangszone zwischen naturgeschützten und Gebieten wirtschaftlicher Nutzung hinzu.

Die ökologische Gefährdung der Region war und ist damit aber noch lange nicht beendet. Dünger und Pflanzenschutzmittel werden von außerhalb der Parkgrenzen nach wie vor in den Park gespült. Ebenso wird zu viel Wasser aus den Sümpfen abgeleitet, um die schnell wachsenden Städte Südfloridas zu versorgen. Die dadurch verursachte Verminderung des Süßwasserdrucks hat zur Folge, dass Salzwasser tiefer ins Land drängt und – ähnlich wie angeschwemmter Dünger – das ökologische Gleichgewicht beschädigt. Einige der Pflanzen- und Tierarten der Everglades sind mittlerweile vom Aussterben bedroht.

Floridas Regierung geriet nach Ernennung der Everglades 1979 zur World Heritage Site zunehmend und sogar international unter Druck, mehr für die Rettung der Everglades zu unternehmen. Aber erst im Jahr 2000 kam es schließlich zum sogenannten Water Resources Development Act. Dieses Gesetz regelt seither die Wasserwirtschaft des Parks und die

Bereitstellung der dafür notwendigen Mittel; www.evergladesplan.org.

 

Exkurs aus 'Florida – mit Atlanta, Charleston, New Orleans'
Hans-R. Grundmann, Bernd Wagner

Alle Texte von: Ulf Behrmann.

Titelbild: © iStock/P_Wei