ReiseSplitter

ReiseSplitter – Die neue Reihe mit gleich zwei Titeln aus dem Reise Know-How Verlag.

Aktuell. Spannend. Lesenswert. Für alle Fernwehgeplagten …

Jesus liebt Radfahrer - Navid auch. Wie uns Gottgesandte, Waffennarren und Warmduscher aus der Klemme halfen

Sie bezeichnen sich selbst als Radverrückte. Denn es gehört schon eine Portion Verrücktheit dazu, zwei Jahre durch fünf Kontinente zu radeln: Europa, Asien, Nord- und Südamerika und zum Schluss Marokko und somit ein Stück von Afrika. 32.000 Kilometer durch alle Wetter- und Klimalagen. Wüste und Berge, Sturm und Regen, klirrende Kälte und dann wieder unerträgliche Hitze, wie in der Steppe von Usbekistan: „... 42 Grad lähmen, schon morgens tropft der Schweiß von der Stirn ins Müsli ...". Hoch im Norden Argentiniens küren sie die „bekloppteste Piste der Welt" und meinen damit die „Straße" entlang der Salinas Grande. „Knöcheltiefer Schotter, Sand, fußballgroße Felsen und ein Wellblech, dass die Bandscheiben aus den Fächern springen!" Nein, ein solches Vorhaben ist nichts für Weicheier.

© Claudia Hildenbrandt & Daniel Mathias

Der Preis für diese Strapazen hält sich die Waage mit immer wieder unglaublichen Bildern aus der Natur, mit unbeschreiblichen Landschaftseindrücken – und vor allem mit Begegnungen hilfsbereiter Menschen. Denn immer, wenn gar nichts mehr zu gehen scheint, kommt von irgendwo ein Engel her und hat Gaben für sie. Sei es eine Gallone Wasser, eine Tüte Chips oder gar ein eisgekühltes Bier – so geschehen im hohen Norden Argentiniens. Immer tauchen Menschen auf, die sofort bereit sind, völlig Fremde zu sich nach Hause einzuladen, Essen und oftmals den wenigen Platz zum Schlafen mit ihnen zu teilen.

So auch in Kirgistan: „Hier kommen oft Leute mit dem Fahrrad oder Motorrad vorbei. Ich nehme jeden auf. Ich möchte einfach, dass es den Menschen um mich herum gut geht." Menschen, denen oftmals vieles genommen wurde, sei es durch Naturkatastrophen oder Krieg, erweisen sich als Helden oder gar als Wegweiser, die zum Nachdenken über die eigene Situation im Leben anregen: „Habe ich Wärme und Leichtigkeit geschenkt oder Hass und Trübsinn verbreitet? Habe ich inspiriert oder Träume zerredet?" Fragen, die den beiden durch den Kopf gehen, während sie ihren Weg auf ihren Fahrrädern fortsetzen.

© Claudia Hildenbrandt & Daniel Mathias

So handelt die Geschichte von Daniel und Claudia nicht so sehr von ihren eigenen Schweißtropfen und Wutausbrüchen, sondern sie erzählen von den Frauen und Männern entlang der Strecke, ihren abenteuerlichen Leben, von Giftzwergen und Schneeköniginnen und grenzenloser Gastfreundschaft. In einzelnen Sequenzen stellen sie ihre Erfahrungen, die sie in jedem Land gemacht haben, gegenüber. Oftmals gleichen sich die Situationen haargenau, hinterlassen wie ein Splitter eine schmerzende Stelle und berühren dann wieder bis in die Tiefe das Herz.

Egal wo.

 

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Von Kasachstan in die Südsee - Wie ich mal eben vom Weg abkam

Einen ganz anderen Blick auf die Welt bietet uns Katharina an. Mit einem vollkommen fremden Menschen tritt sie eine abenteuerliche Weltreise in einem Land Rover an, um nach kurzer Zeit festzustellen, dass es nicht funktioniert, dass es nicht ihr Weg sein soll. Doch anstatt die Reise abzubrechen, schmiedet sie kurzentschlossen eigene Pläne, reist alleine weiter, stellt sich allen Herausforderungen und Unsicherheiten. Sie entdeckt völlig neue Seiten an sich und bringt mit Mut und einer unglaublichen Offenheit ihre Weltreise zu Ende. Katharinas Reisebericht entfacht nicht nur eine gehörige Portion Fernweh, sondern zeigt auch, dass das Leben unsere Pläne durchkreuzt, wenn es etwas anderes mit uns vor hat. Und es zeigt auf unterhaltsame Weise, dass es sich immer lohnt, nicht aufzugeben.

Naadam © Katharina Bahn

Plan A: Für ein Jahr raus aus allem. Den Bürostuhl gegen Rucksack tauschen und losziehen. Für viele aktuell der Traum. Katharina macht ihn wahr: In einem Land Rover mit Dachzelt durch Zentralasien fahren. Ohne große Vorkenntnisse und dazu noch mit einem Wildfremden. Doch die Ereignisse unterwegs steuern auf eine Katastrophe hin und zeigen, dass Plan A nicht funktioniert. Sie stellt fest: „Die Idee der gemeinsamen Weltreise ist gescheitert. Ich sehe einen riesigen Haufen Gepäck neben mir. Ein paar dicke Tränen kullern über meine Wangen.“ Was nun? Katharina befindet sich mitten in der Mongolei und muss ihr weiteres Vorgehen genau überlegen. Was nicht in Frage kommt, ist aufgeben!

Plan B: „Ich brauche eine Weile, um zu realisieren, in welch großartiger Situation ich mich befinde. Was für andere beängstigend klingen mag, ist für mich purer Luxus: Ich sitze in Ulan Bator in der Mongolei. Erst in sieben Monaten muss ich zurück zur Arbeit. Die Stadt hat einen internationalen Flughafen und einen großen Bahnhof. Die Welt steht mir offen!" Schicksal oder von nun an die Verkettung günstiger Umstände? Who knows? Denn plötzlich fügt sich eins zum anderen und Katharina macht sich auf den Weg nach China. Lernt Mitreisende kennen und erklimmt mit ihnen die Chinesische Mauer. Reist weiter durch viele faszinierende Städte Chinas. Von dort aus geht es nach Australien. Kreuz und quer durch das Land. Danach steht Neuseeland auf dem Plan. Nord- und Südinsel und weiter und weiter ...

Auf der chinesischen Mauer © Katharina Bahn

„Der Duft von frischem Kaffee … Beim Frühstück staune ich darüber, wie viele verschiedene Reisearten ich in die letzten acht Monate gepackt habe. Von Übernachtungen  im Dachzelt, in Hostels, in Zugabteilen, bei Einheimischen bis hin zum 5-Sterne-Hotel. Fortbewegung im Auto, mit der Eisenbahn, auf einem Flusskreuzfahrtschiff, mit dem Flugzeug. Vom City-Sightseeing bis hin zum Camping und Wandern in freier Natur. Overlanding, Backpacking, Housesitting, Couchsurfing. So viele Wege und so viel Abwechslung. Und es macht so viel Spaß!“

Chengdu © Katharina Bahn

Wer wissen will, welche Stationen noch auf Katharinas Weg liegen – denn sie ist längst noch nicht reisemüde – wer wissen will, warum sie lernt, mit einer Kettensäge umzugehen und sie Momente in ihrem Herzen bewahrt, die sie am liebsten mit der „Freeze-Taste“ speichern möchte, dem sei wirklich ihr kompletter Reisebericht ans Herz gelegt. Ihr Fazit für ihre spannende (Lebens-)Reise:

„Seht euch die Welt an! Und macht euer Ding. Lasst euer Leben eure eigene Geschichte schreiben Es gibt so viel zu entdecken. Es braucht nur eine Prise Aufgeschlossenheit und ein Quäntchen Mut. Der Rest ergibt sich."

ReiseSplitter "Von Kasachstan in die Südsee. Wie ich mal eben vom Weg abkam" – Über diesen Link kann man im Buch blättern oder direkt bei uns im Shop bestellen.

Beide Titel sind gerade in dieser Zeit eine gute Lektüre. Sie machen neugierig auf die Welt, auf die Menschen und sich selbst.